Zisterzienser, Zisterzienserinnen (B. Architektur)

Aus RDK Labor
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Jens Rüffer (I.A. und I.B.c.) , Stefanie Seeberg und Fabian Wolf (I.C.1.) (2018) Uwe Gast und Daniel Parello (I.C.4.) (2020)

Zisterziensisches Klosterschema nach Marcel Aubert.
Grundriss der Klosterkirche Fontenay.
Karte der Zisterzienserklöster in England, Wales und Schottland.
Karte der Ausgrabungen im südlichen Querhausarm der Klosterkirche Fountains (Yorkshire, West Riding).
Grundrisse der Klosterkirchen von Waverley (Surrey), Fountains, Sawley (Lancashire) und Tintern (Monmouthshire).
Grundrisse der Klosterkirchen von Rievaulx (Yorkshire, North Riding), Fountains und Vauclair (Aisne).
Blick von Südosten ins Langhaus der Klosterkirche von Fountains.
Blick von Südwesten auf das Langhaus der Klosterkirche von Buildwas (Shropshire).
Blick von Westen auf das Querhaus und Sanktuarium der Klosterkirche von Roche (Yorkshire, West Riding).
Grundriss der Klosterkirche von Byland (Yorkshire, North Riding) mit Bauphasen.
Grundriss der Klosterkirche von Jervaulx (Yorkshire, North Riding).
Grundriss der Erweiterung des Sanktuariums mit der „Chapel of Nine Altars“ im Osten der Klosterkirche von Fountains.
Blick von Südwesten auf die Erweiterung des Sanktuariums der Klosterkirche von Fountains.
Grundriss der Erweiterung von Chor und Sanktuarium der Klosterkirche von Rievaulx.
Blick nach Südosten auf die südliche Mittelschiffswand des neuen Chores der Klosterkirche von Rievaulx.
Grundriss der Klosterkirche von Dore (Herefordshire) mit polygonalem Kapitelsaal nördlich des Querhauses.
Blick von Süden auf das Querhaus und den Chorneubau der Klosterkirche Dore.
Grundriss der Klosterkirche von Tintern mit Bauphasen.
Grundriss der Klosterkirche von Neath (Port Talbot) mit Bauphasen.
Grundriss der Klosterkirche von Beaulieu (Hampshire).
Grundriss von Querhaus und Sanktuarium der Klosterkirche von Hailes (Gloucestershire).
Grundriss der Klosterkirche von Sweethart (Dumfries und Galloway).
Grundriss der Klosterkirche von Valle Crucis (Denbigshire).
Grundriss der Klosterkirche Strata Florida (Ceredigion) mit Bauphasen.
Grundriss der Klosterkirche von Vale Royal (Cheshire) nach Grabungsbefunden.
Grundriss der Klosterkirchen I und II von Melrose (Roxburghshire).
Grundriss und Längsschnitt des Kapitelsaals des Klosters Rievaulx.
Blick nach Süden auf das zweigeschossige Refektoriumsgebäude des Klosters Rievaulx.
Blick nach Norden auf das zweigeschossige Refektoriumsgebäude des Klosters Byland.
Blick nach Süden auf das Refektorium des Klosters Fountains.
Blick nach Südwesten auf die Treppe vom Dormitorium der Laienbrüder im südlichen Seitenschiff der Klosterkirche von Fountains.
Großes Rondell im südlichen Querhausarm der Klosterkirche von Byland.
Blick nach Südosten auf Fragmente des Schreins für Abt Wilhelm am Kapitelsaal des Klosters Rievaulx.

I. Mittelalter

A. Einführung

Den Ausgangspunkt für die Einschätzung der zisterziensischen Architektur bildet die neuartige und innovative Verfassung, durch die die Zisterzienser den ersten monastischen Orden des Mittelalters im kirchenrechtlichen Sinn begründeten. Unter der zentralen Aufsicht des Generalkapitels wurde auch in baulicher und gestalterischer Hinsicht über ein möglichst einheitliches Erscheinungsbild des Ordens gewacht. Bereits die „Carta Caritatis Prior“ forderte, dass die einzelnen Konvente nach einer Liebe, nach einer Regel und nach einer vergleichbaren Lebensführung streben sollten („una caritate, una regula similibusque moribus“). Das Ziel bestand in der Einheit des Ordens, sowohl nach innen („unanimitas“) als auch nach außen („uniformitas“). Als monastische Reformbewegung standen sämtliche Aspekte des benediktinischen Klosterlebens auf dem Prüfstand. Vor allem in der Auseinandersetzung mit dem cluniazensischen Mönchtum waren die Mönche des „novum monasterium“ willens, sich auf das Notwendige („necessitas“) zu beschränken und auf alles Überflüssige („superfluitas“) zu verzichten. Was als notwendig, was als überflüssig galt, musste im Generalkapitel immer wieder neu ausgehandelt werden. Der Begriff der „forma ordinis“, der um 1200 in den Statuten des Generalkapitels eingeführt wird, erfasst, ohne präzise Definition, das positive äußere Erscheinungsbild des Ordens, und zwar so, wie man von den Zeitgenossen gesehen werden wollte.

Die Architektur musste in erster Linie den Erfordernissen des Klosteralltags dienen. Die angestrebte „uniformitas“ sollte aber auch mit ästhetischen Mitteln die Zugehörigkeit der Klöster zum Orden visualisieren. Dies geschah nicht durch Gestaltungsgesetze, durch einen architektonischen Kanon oder einen wie auch immer gearteten ordenseigenen, vom Generalkapitel beschlossenen Baustil. Es wurden vielmehr zeitgenössische Formen variiert oder adaptiert und der architektonische Formenapparat im regionalen Kontext maßvoll reduziert. Die Bauten zeigen in der Regel sowohl eine Rückbesinnung auf die burgundischen Wurzeln und die Ordenstraditionen als auch eine bewusste Positionierung zu den Bauten der regional konkurrierenden Orden, der Bischofs- und großen Stadtpfarrkirchen. Die zisterziensische Architektur basiert nicht auf einem starren System dogmatischer Vorgaben, sondern auf einer Auseinandersetzung mit den jeweils veränderten Ansprüchen.

1. Forschung

Die Zisterzienserforschung wird nicht nur innerhalb der in Universität und Denkmalpflege angesiedelten Fächer betrieben, sondern auch im Orden, wobei die Schwerpunkte der ordenseigenen Forschung vor allem auf Geschichte, Theologie und Spiritualität liegen. Architekturhistorische und kunsthistorische Themen werden dort eher selten bearbeitet. Für die Zeit bis in die 1990er Jahre liegt ein systematisch und chronologisch angelegter Forschungsüberblick zur Architektur der Zisterzienser durch Matthias Untermann vor.[1] Ergänzungen für das folgende Jahrzehnt geben Markus Hörsch und Jens Rüffer.[2]

Die wissenschaftliche Bearbeitung der Zisterzienserarchitektur setzte ungefähr zur Mitte des 19. Jh. ein. Die architekturhistorische Forschung konnte bis zur Mitte des 20. Jh. noch nicht auf quellenkritische Editionen zisterziensischer „Consuetudines“ und legislativer Texte zurückgreifen. Wesentliche Arbeitsgrundlage blieb in jener Zeit das Repertorium von Leopold Janauscheck[3], in dem die Filiationen zusammengestellt sind, sowie die erste umfassende Edition der „Consuetudines“ durch Philippe Guignard nach dem Codex 114 der Bibliothèque municipale von Dijon.[4] Hierzu gehört auch die gut ein halbes Jahrhundert später erschienene achtbändige Ausgabe der Statuten der Generalkapitel durch Joseph Maria Canivez O.C.S.O.[5] Ab der Mitte des 20. Jh. wurden die maßgeblichen schriftlichen Quellen, die in der Regel Ordensangehörige quellenkritisch erarbeiteten, publiziert. Dies begann mit der Edition der frühesten Texte der „Ecclesiastica Officia“. Canisius Noschitzka edierte diese nach dem Codex 31 der Universitätsbibliothek Ljubljana[6] und Bruno Griesser nach dem Codex 1711 von Trient[7]. Beide Texte gingen in der „Editio princeps“ von Danièle Choisselet und Placide Vernet[8] auf. Bernard Lucet publizierte die Kodifikationen aus dem Jahr 1202 und die der Jahre 1237 und 1257.[9] Die frühen Dokumente, insbesondere die Redaktionen der „Carta Caritatis“, „Exordia“ und „Capitula“ bzw. „Instituta“ veröffentlichten 1974 auf dem aktuellen Forschungsstand Jean de la Croix Bouton und Jean Baptiste van Damme.[10] Dem ging eine längere Diskussion voraus, die vor allem durch Jean-A. Lefèvre getragen wurde. Die derzeit letzten großen Editionen früher legislativer Texte besorgte Chrysogonus Waddell mit den Redaktionen der „Exordia“, „Carta Caritatis“ sowie den in diesem Zusammenhang überlieferten „Capitula“ beziehungsweise „Instituta“.[11] Ein Jahr später erschienen die „Usus conversorum“[12] und im Jahr 2002 veröffentliche Waddell die Beschlüsse des Generalkapitels aus dem 12. Jh. nach der Überlieferung und nicht nach den zum Teil willkürlich datierten Generalkapitelsversammlungen in der Ausgabe von Canivez.[13]

Die ersten bauhistorischen Studien ab der Mitte des 19. Jh. entstanden im Kontext der Architektenausbildung, u. a. in Form von Tafelwerken zu Baustilen wie die von Edmund Sharpe[14] oder die von Friedrich Adler[15], der sich herausbildenden Denkmalpflege (Ferdinand von Quast, Friedrich Schinkel, Johann Rudolf Rahn oder William St. John Hope)[16] sowie der Kunstgeschichte, wo Franz Kugler, Karl Schnaase und Wilhelm Lübke erste Überblickswerke zu kunsthistorischen Epochen und zur Baugeschichte veröffentlichten.[17] Diese Darstellungen ordneten die Architektur in der Regel ein, ohne Beziehung zu den legislativen Bestimmungen. Wichtig wurde die Zisterzienserarchitektur jedoch in Bezug auf den gotischen Baustil sowie dessen rasche Verbreitung in Europa. Carl Schnaase sah 1856 in den Zisterziensern „gewissermaassen Missionäre, welche die Grundsätze der französischen Architektur bei anderen Völkern verbreiteten“.[18] Ferdinand de Roisin beschrieb 1859 den Einfluss der Zisterzienser auf die Architektur in Deutschland unter der Überschrift „Les Missionaires de l’art gothique en Allemagne au XIIe siècle“.[19] Der daraus abgeleitete Topos, die Zisterzienser als „Missionare der Gotik“ zu betrachten, fand in älteren Publikationen Resonanz und ist noch in populärwissenschaftlichen Darstellungen verbreitet.[20] Von Anbeginn ging es allerdings darum, die aktive Rolle der Zisterzienser bei der Verbreitung gotischer Formen außerhalb der französischen Kronlande und außerhalb des Frankenreiches zu beschreiben. Die rasche Ausbreitung der Zisterzienser hatte nicht nur einen Anstieg der Bauaktivitäten bis in die entferntesten Regionen Europas zur Folge, sondern sorgte aufgrund der korporativen Struktur und der zentralistischen Organisationsform mit dem Generalkapitel an der Spitze auch dafür, dass die beim Generalkapitel zusammenkommenden Äbte zumindest eine visuelle Erfahrung von den Dimensionen gotischen Bauens erlangen konnten. Zum anderen zeigen die Klosterkirchen und Klausurgebäude selbst, dass die Zisterzienser nie ein Problem darin sahen, innovative Bautechniken einzusetzen und aktuelle architektonische Elemente und Formen zu adaptieren.[21]. Es gibt jedoch keine systematische Untersuchung zur Rolle der Zisterzienser bei der Ausbreitung gotischer Architekturprinzipien in Europa. Diese nachzuweisen dürfte schwierig sein, denn die Zisterzienser konkurrierten mit prominenten Bischofskirchen oder großen Stadtkirchen in der jeweiligen Region. Wenn auch die Mitarbeit von Mönchen und Konversen am Bau von Klöstern belegt ist, so ist die Vorstellung von ordenseigenen, wandernden Bautrupps mittlerweile Teil der Forschungsgeschichte.[22]

Während in der Regel nur die Kirchenbauten die Aufmerksamkeit der ersten Generationen von Bau- und Kunsthistorikern weckten, wurde vor allem in England der Klosterkomplex in seiner Gesamtheit bearbeitet. Allerdings beschränkt sich Bilsons 1909 erschienene Analyse der Rezeption der zisterziensischen Architektur im 12. Jh. nur auf die Kirchenbauten.[23] Hermann Rüttimann (1911) und Josef Saur (1913) zählten zu den ersten, die Architektur und Kunst der Zisterzienser in den Kontext der legislativen Texte stellten.[24]

In diesen frühen Arbeiten stand die Frage zur Diskussion, inwieweit die Zisterzienser einen eigenen Baustil entwickelten. Sie ist bereits von Bilson (1909) und Hans Rose (1916) verneint worden.[25] Während ein „Zisterzienserstil“ in der Architektur nie begründet werden konnte, ist die Frage nach zisterziensischen Elementen in der Architektur berechtigt. Wolfgang Bickel hat dazu 1986 einen Vorschlag gemacht, der kaum rezipiert wurde.[26] Um die Dynamik der Veränderungen erfassen zu können, schlug er drei Paare von Determinanten vor, die er als prägend für die Architektur ansah: erstens, „die asketisch-spiritualistische und die sensitive Determinante“, zweitens „die burgundische Determinante und die Ortsdeterminante“ und schließlich drittens die „Traditions- und Epochendeterminante“.

Ein „idealer Klosterplan“ wurde vor allem in der populärwissenschaftlichen Literatur postuliert. Als solcher wurde der Plan der Raumfolgen betrachtet, den Marcel Aubert 1943 seiner äußerst materialreichen Studie zu den französischen Klöstern beigab (Abb.).[27] Bereits Micklethwaite hatte 1882 innerhalb seiner Studien zu den englischen Klöstern einen vergleichbaren Plan veröffentlicht.[28] Für die Zisterzienser gab es jedoch zu keiner Zeit den Anspruch auf identische Grundrisse. Die ersten Klosterbauten, wie das in Abbildungen und Beschreibungen überlieferte „monasterium vetus“ von Clairvaux (1115), verfügten noch nicht über eine derartig regelmäßige Klausuranlage.[29] Die in den „Idealplänen“ erscheinende Raumfolge lässt sich in Teilen erstmals in den frühesten „Ecclesiastica Officia“ (cap. 55.14) nachweisen.[30] Ein Blick auf die Grundrisse der Klosteranlagen zeigt, dass die meisten Klöster der Idee grundsätzlich folgten, jedoch die Umsetzung variierte. Verschiedene Lösungen gab es bei den Raum- und Geschosserschließungen (Treppen, Durchgänge) oder der Anordnung der Latrinen. Eine weitere langlebige These war die des sog. bernhardinischen Plans (Abb.). In Zusammenhang mit Ausgrabungen in Himmerod fiel Karl Heinz Esser (1953) auf, dass innerhalb der Filiation von Clairvaux besonders häufig sowohl die östlichen Kapellen der Querhausarme als auch das Altarhaus gerade geschlossen sind.[31] Er sah darin ein architektonisches Motiv, das dem persönlichen Einfluss Bernhards von Clairvaux zuzuschreiben sei. Abgesehen davon, dass sich eine persönliche Einflussnahme Bernhards nicht nachweisen lässt, sind gerade Ostabschlüsse an benediktinischen Kirchen und Bischofskirchen z. B. in England eher die Regel. Hanno Hahn (1957) erweiterte die These von Esser, indem er den bernhardinischen Plan mit dem Aufriss von Fontenay, einem Tochterkloster von Clairvaux, verknüpfte.[32] Um die These des bernhardinischen Plans aufrechthalten zu können, setzte Hahn eine steinerne Klosterkirche in Clairvaux voraus, nach deren Vorbild Fontenay errichtet worden sei. Es hat sich aber gezeigt, dass die Verknüpfung von Grund- und Aufriss zu keinen sinnvollen historischen Aussagen führt. Nachdem die These des bernhardinischen Plans zunehmend in Frage gestellt wurde,[33] hat Matthias Untermann 2001 das Konzept des bernhardinischen Plans neu formuliert.[34], indem er die Grundrissdisposition vom Aufriss entkoppelte und die persönliche Einflussnahme Bernhards ausschloss. Man könne allenfalls eine „Dispositio Claraevallensis“ erkennen, durch die die Bedeutung der Primarabtei zeichenhaft in späteren Bauten weiterlebe.

Schwierig zu beurteilen sind die Gründungsbauten und die Frage, inwieweit diese Provisorien waren.[35] Denn diese Einordnung setzt eine langfristige vorausschauende Planung voraus sowie die Intention, dass die ersten Gebäude nur als temporäre Bauten errichtet wurden. Genährt wird die Hypothese durch die in den frühen Generalkapitelbeschlüssen geforderte räumliche Mindestausstattung eines Klosters mit Oratorium, Refektorium, Dormitorium, Zellen für die Gäste und den Pfortenbruder. Diese Räume stellen aber nur einen Bruchteil dessen dar, was bereits in den „Ecclesiastica Officia“ (55.14) im vierten Jahrzehnt des 12. Jh. Konsens schien. Darüber hinaus hatte die erste Anlage weitreichende Konsequenzen für folgende Bauten, insbesondere für die Anlage von Frisch- und Abwassersystemen. Die Gründungsbauten wurden zwar oft in einfacher Bauweise aus Holz und Lehm errichtet, in der Bauausführung waren sie dennoch äußerst solide. Das hölzerne „monasterium vetus“ in Clairvaux stand noch im 18. Jh., und in Meaux Abbey wurde der Gründungsbau von 1150 nach knapp zehn Jahren wieder in Holz erneuert. Diese Konstruktionen wurden noch im 15. Jh. als Wirtschaftsbauten genutzt.[36]

Die Raumfolgen der inneren Klausur, aber auch die schlichte Architektur der Klosterkirchen und Klausurgebäude, führte dazu, diese unter dem Aspekt der Rationalisierung (W. Braunfels, 1978)[37] und dem des Funktionalismus (F. Bucher, 1959)[38] zu analysieren. Visuell unterstützt wurden derartige Thesen durch Fotografen wie Lucien Hervé, der seine Ästhetik in Le Thoronet erprobte und mit dieser zum Fotografen Le Corbusiers avancierte.[39] Vergleichbare ästhetische Strategien der Visualisierung mittelalterlicher Sakralarchitektur finden sich auch in den Zodiaque-Bänden zur romanischen und gotischen Architektur.[40]

2. Legislative Bestimmungen zur Architektur und ihrer Ausstattung

Beschlüsse des Generalkapitels, die sich auf die Architektur und die baugebundene Ausstattung beziehen, sind marginal. Bis 1245 sind es nicht mehr als 1,5% aller überlieferten Beschlüsse.[41] Zudem sind die „Statuta“ sehr allgemein gehalten und in der Regel als Verbote formuliert. Bis in die zweite Hälfte des 12. Jh. setzten die Zisterzienser vorausschauend Recht, danach wurden Einzelfälle beurteilt. Die frühesten „Capitula“ beziehen sich auf die Lage der Abtei, das Kirchenpatrozinium und die Mindestanzahl von Funktionsräumen. So heißt es im neunten Kapitel „De construendis abbatiis“, dass Klöster abseits von Dörfern, befestigten Orten bzw. Städten zu errichten seien. Das Oratorium ist der Muttergottes zu weihen und folgende Räume müssen dem neu einziehenden Konvent zur Verfügung stehen: Oratorium, Refektorium, Dormitorium sowie Zellen für die Gäste und den Pfortenbruder. Außerhalb der Klostermauern dürfen nur Stallungen errichtet werden, keine Wohnungen.[42] Das Kapitel 26 „De sculpturis et picturis et cruce lignea“ bestimmt, dass auf Skulpturen zu verzichten sei, Malereien seien nur auf Kreuzen zulässig, die wiederum nur aus Holz gefertigt sein dürfen.[43] Die späteren „Instituta“ (Nr. 32) bestimmen, dass bei Zuwiderhandlung die Gebäude abzureißen seien.[44] Des Weiteren heißt es, dass Glasfenster weiß und ohne Bilder bzw. Kreuze sein sollen (Nr. 82).[45] Für Kirchentüren galt ebenfalls Einfarbigkeit, d. h. weiß oder schwarz.[46] Farbigkeit konnte generell zum Problem werden, auch für Balken, gefasste Steine oder Dachziegel.[47] Das Generalkapitel untersagte zudem Glockentürme, auch freistehende.[48] Die Einzelbeschlüsse wurden im frühen 13. Jh. in Kodifikationen zusammengefasst. Die ältesten erhaltenen stammen aus dem Jahr 1202. In der ersten Distinktion fasst das Kapitel „De abbatia construenda et ecclesia et utensilibus suis et ornamentis et grangiis et aliis edificiis“ den damaligen Stand zusammen. Hinsichtlich der Glasmalereien wurden jene Abteien, die ursprünglich aus anderen Kongregationen stammten, von der strengen Regel dispensiert. Neu ins Blickfeld rückten aufwändig gestaltete Fußböden.[49]

In den Beschlüssen gibt es Charakterisierungen, die nichts zum Verständnis der Sache beitragen. Negative Bedeutungen haben „contra formam et consuetudinem ordinis, diversitas, superfluitas“ oder „curiositas“. Positive Entsprechungen sind „paupertas, necessitas, simplicitas“ oder „uniformitas“.[50] Derartig konnotierte Einschätzungen finden sich bereits in der sogenannten Streitliteratur, die die Auseinandersetzungen um ein regelgerechtes Leben zwischen Cluniazensern und Zisterziensern prägte.[51] Einzeluntersuchungen zeigen, dass das Generalkapitel in den ästhetischen Debatten wenig ambitioniert vorging. In England wurden massige Vierungstürme errichtet, ohne dass es darüber zum Streit kam.[52] Mehr noch, in jenen Fällen, in denen der Rückbau von zu großen Gebäuden, farbigen Fenstern oder aufwändigen Fußböden angeordnet wurde, ist nicht bekannt, ob die Konvente dieser Aufforderung überhaupt Folge leisteten.

3. Baumeister und Baubetrieb

Die straffe zentralistische Ordensorganisation, die relative Uniformität hinsichtlich des Raumkonzeptes der inneren Klausur, der Drang zur Eigenwirtschaft, das Postulat der Handarbeit, der Ausbau des Konverseninstituts sowie idealisierende und heroisierende Selbstdarstellungen von bauenden Mönchen in hochmittelalterlichen Chroniken und spätmittelalterlichen Bildern (u. a. „Vita prima“, II,5,31[53]; Maulbronn, Fundationstafel, um 1450: Abb.), ließen vermuten, dass die Zisterzienser auch ihre Klöster mit ordenseigenem Personal errichteten. Genährt wurde diese Ansicht zusätzlich durch frühe Quellenbelege, in denen Mönche ausgesandt wurden (Achardus nach Himmerod, Gottfried d’Ainai nach Fountains, Robert nach Mellifont sowie Adam, später Abt von Meaux, nach Woburn, Kirkstead und Vaudey), um andere Konvente bei der Klostergründung und den ersten Baumaßnahmen zu unterstützen.[54]

Allerdings gibt es für die allgemeine These ordenseigener Bautrupps keine hinreichenden Quellenbelege. Die Instruktoren sind nicht als Werkmeister im technischen Sinn zu interpretieren, denn sie unterwiesen die Konvente zuweilen auch in den Gewohnheiten. Für Neubaumaßnahmen ist davon auszugehen, dass mit der voranschreitenden Komplexität der Architektur (durchgehende Wölbung der Räume, gotische Skelettbauweise) professionelle Bauleute gegen Bezahlung engagiert wurden, sodass lediglich die Aufsicht über das Bauvorhaben in den Händen eines Konversen oder Mönches lag. Der Neubau einer Abteikirche oder der von Klausurgebäuden dürfte schon deshalb nicht aus eigenem Personal bestritten worden sein, da hier auf Dauer viel zu viele Arbeitskräfte gebunden worden wären, die an anderer Stelle, u.a. zur Erntezeit, gefehlt hätten. Andererseits ist es nicht zu bestreiten, dass es unter den Konversen auch baukundige „fratres“ gab, doch dürften diese für die allgemeine Instandhaltung des Baubestandes verantwortlich gewesen sein.[55] Dagegen spricht auch nicht der vom Generalkapitel gerügte Brauch, dass einige Konvente hervorragende Handwerker an weltliche Herrscher oder Bischöfe ausliehen.[56]

In den Quellen ist keine auf die konkrete Bautätigkeit fixierte spezifische Terminologie belegt; deshalb sollte ein „magister operis“ bei den Zisterziensern nicht zwingend als Baumeister interpretiert werden, der Begriff bezeichnet wohl eher den Bauverwalter, der auch die Finanzaufsicht führte. Namen von Bauleuten, die in Zeugenreihen von Urkunden genannt werden, sind ebenfalls nur schwer zuzuordnen, vor allem dann, wenn unklar ist, wo diese ausgestellt wurden.[57] Bemerkenswert ist deshalb das Account-Book von Beaulieu Abbey von 1269/1270, das ein Instandhaltungsdepartment bezeugt, dem ein „custos operis“ vorstand[58], Die Abrechnung für Bau und Ausstattung der 1409 geweihten Abtskapelle von Kloster Rein zeigt, dass hier externes Fachpersonal beschäftigt wurde.[59].

B. Bauten

1. Männerklöster

a. Burgund

In Bearbeitung

b. Deutschsprachige Länder

In Bearbeitung

c. Britische Inseln

Forschungsstand

Die wissenschaftliche Bearbeitung der Zisterzienser begann von historischer Seite in England mit der überarbeiteten und erweiterten Ausgabe des „Monasticon Anglicanum“ und der topographisch-antiquarischen Literatur des 19. Jh., deren Autoren sich mitunter auch für die Architektur interessierten.[60] Die Architektur erhielt im Zuge der Klassifizierungsdebatte über den gotischen Stil und aufgrund des Interesses an (neo-)gotischen Bauformen erstmals größere Aufmerksamkeit. Die Werke von Edmund Sharpe (1809–1877) „Architectural Parallels“ und „The Architecture of the Cistercians“ begründeten die architekturhistorischen Forschungen zu den Zisterziensern auf den britischen Inseln.[61] Im ausgehenden 19. Jh., nun auch mit ersten denkmalpflegerischen Interessen, begann die bauarchäologische Erschließung. Die antiquarischen Forschungen von John Richard Walbran (1817–1869), die mit Ausgrabungen verbunden waren, stehen am Anfang der wissenschaftlichen architekturhistorischen Erschließung von Fountains Abbey (Yorkshire, West Riding).[62] Neue Maßstäbe setzten die Arbeiten des Gelehrten William Henry St John Hope (1854–1919) sowie die des Architekten und Bauforschers Harold Brakspear (1870–1934), die u. a. Beaulieu (Hampshire), Fountains, Furness (Cumbria), Kirkstall (Yorkshire, West Riding), Rievaulx (Yorkshire, North Riding), Stanley (Wiltshire), Tintern (Monmouthshire) oder Waverley (Surrey) galten.[63] Gleichzeitig verfasste der Architekturhistoriker John Bilson (1856–1943) die erste übergreifende architekturhistorische Studie.[64] Einen gewissen Abschluss fand diese Phase mit Charles Reed Peers (1868–1952), unter dessen Leitung im Auftrag der Denkmalpflege viele Objekte freigelegt wurden (u. a. Rievaulx).[65]

Der Historiker David Knowles (1896–1974) legte die erste übergreifende Monographie zur Geschichte der monastischen Orden in England vor.[66] Auf seine Initiative gehen auch verschiedene Repertorien zurück.[67] Während die ältere Forschung sich bei der Interpretation der Architektur noch am evolutionären Modell von Jugendphase, Reife und Verfall orientierte, den Einfluss des hl. Bernhard meist überschätzte und die Architektur hinsichtlich der Visualisierung moralischer Werte überinterpretierte, ist die jüngere Forschung demgegenüber kritischer eingestellt. Einen Wendepunkt markiert die Studie „Architecture of Solitude“ (1984) von Peter Fergusson, der die Architektur der Zisterzienser Englands im 12. Jh. systematisch beschrieb und analysierte.[68] Der Aufsatzband „The Cistercian Art and Architecture in the British Isles“ (1986) zieht ein erstes Fazit des damaligen Forschungsstandes zur Geschichte, Architekturgeschichte sowie zur baugebundenen und mobilen Ausstattung der Bauten.[69] Ende der 1990er Jahre und zu Beginn des 21. Jh. entstanden neben vielen Einzelstudien zu konkreten Abteien mehrere übergreifende Arbeiten, die den hohen Stand der Zisterzienserforschung in England demonstrieren, z. B. von Janet Burton[70] und Glyn Coppack[71] sowie der Katalogband „The Cistercian Abbeys of Britain“[72]. Die Geschichte der walisischen Abteien bearbeitete David H. Williams[73], deren Architekturgeschichte David M. Robinson[74], die der schottischen vor allem Richard Fawcett.[75]

Die jüngere Forschung zeigt, dass spätestens nach der Mitte des 12. Jh. die Architektur der Zisterzienser hinsichtlich der formalen Durchbildung architektonischer Elemente (Gesimse, Pfeilerprofile, Tür- und Fenstergewände, später auch das Maßwerk) in der Auseinandersetzung mit lokalen oder regionalen Traditionen entstand, während der sog. bernhardinische Plan weiterhin variiert wurde. Im Aufriss ist, soweit feststellbar, die Zweizonigkeit am häufigsten. Gemessen am einstigen historischen Gesamtbestand ist die bauliche Überlieferung sehr fragmentarisch. Von Schlüsselbauten wie Meaux Abbey (Yorkshire, East Riding) ist nichts mehr an aufgehendem Mauerwerk erhalten, die Reste sind bisher auch nicht archäologisch erforscht.[76]

Geschichte

Die britischen Inseln bildeten im Hochmittelalter mit den drei Herrschaftsgebieten von England, Schottland und Wales ein geschlossenes Territorium. Während der englische König Eduard I. (1272–1307) im Jahr 1282 die Unabhängigkeit von Wales beendete, es einer Verwaltungsreform unterzog und England eingliederte, blieb das schottische Königreich weitgehend unabhängig, trotz verschiedener kriegerischer Auseinandersetzungen mit der englischen Krone. Die Konflikte zwischen Wales und England bzw. zwischen Schottland und England sowie die bewaffneten Streitigkeiten um die englische Thronfolge hatten in unterschiedlicher Weise auch Einfluss auf die Geschichte der Abteien, vor allem jener in den Grenzregionen, die unter den kriegerischen Auseinandersetzungen litten. Kirchenpolitisch aber auch architekturhistorisch ist für Wales bedeutsam, dass es dort im frühen 12. Jh. noch keine großen Benediktinerabteien gab. Die meisten Häuser waren Priorate normannischer oder englischer Cluniazenserabteien. Für das englische Territorium wiederum ist zu berücksichtigen, dass der anglo-normannische Hochadel auch nach der normannischen Eroberung weiterhin durch familiäre Beziehungen mit dem Kontinent verbunden blieb. Dies zeigt sich bereits bei zwei der frühesten Klostergründungen in der Wahl des Mutterklosters. Die Gründungskonvente von Waverley (gegr. 1128) und Tintern (gegr. 1131) kamen aus dem Kloster L’Aumône (Loire-et-Cher), das zur Filiation von Cîteaux (Côte-d’Or) gehörte (Abb.).[77]

Eine der frühesten Zisterzen in England geht auf die Initiative Bernhards von Clairvaux zurück, der sich 1131 an König Heinrich II. (1100–1135) wandte und ihn um Unterstützung zur Gründung eines Zisterzienserklosters bat. Des Königs Justiziar für Yorkshire, Northumberland, Carlisle und Westmoreland, Walter Espec († 1153/58), fand sich als Stifter, unterstützt von Thurstan (1114–1140), Erzbischof von York. Ein Jahr später sandte Bernhard einen Konvent unter Leitung seines Sekretärs Wilhelm († 1145), der wohl selbst aus der Region stammte, zur Gründung von Rievaulx Abbey aus. Die Ansiedlung der Zisterzienser im Norden Englands und deren Ruf führte zur Spaltung des Konvents der großen und wohlhabenden Benediktinerabtei St. Mary’s vor den Toren der Stadt York. Der reformwillige Teil verließ nach einem handgreiflichen Streit im Oktober 1132 unter der Obhut von Erzbischof Thurstan das Kloster und wagte einen Neuanfang in dem westlich von Ripon gelegen Skell Dale. Im Frühjahr 1133 bat die Gemeinschaft Bernhard um die Aufnahme in die Filiation von Clairvaux (Aube). Mit der Gründung von Fountains Abbey schien sich die Geschichte von Cîteaux zu wiederholen.[78] Rievaulx und Fountains waren überaus erfolgreich und hatten großen Einfluss im Norden Englands und in Teilen Schottlands durch ihre Tochterklöster. Zwischen 1139 und 1150 sandte Fountains sieben Konvente aus, die Klöster gründeten: Kirkstaed, Louth Park u. Vaudey in Lincolnshire, Newminster in Northumberland, Woburn in Bedfordshire sowie Kirkstall und Meaux in Yorkshire. Die achte Gründung, Lysa, erfolgte in Norwegen.[79] Rievaulx etablierte zwischen 1136 und 1147 fünf Tochterklöster, drei in England (Warden in Bedfordshire, Revesby in Lincolnshire und Rufford in Nottinghamshire) sowie zwei in Schottland (Melrose in Roxburghshire und Dundrennan in Kirkcudbrightshire). Die beiden letzteren wurden vom schottischen König David I. (1124–1153) gestiftet. Die schottischen Gründungen verdanken sich der guten Beziehung zwischen König David und Abt Aelred von Rievaulx († 1167), der einst am schottischen Hof diente.[80]

Auf den britischen Inseln war die Filiation von Clairvaux besonders erfolgreich. Sie dominierte über Fountains und Rievaulx den Norden Englands, hatte in Wales Einfluss über Whiteland (Carmarthenshire,1140) und Margam (Neath Port Talbot, 1147) und war in Schottland über Melrose und Dundrennan am stärksten vertreten. Cîteaux besaß mit Beaulieu Abbey (gegr. 1203) nur eine direkte Gründung, wirkte aber auch über die Töchter von L’Aumône, mit Waverley und Tintern. Morimond (Haute-Marne) hatte zwei Gründungen, von denen Abbey Dore (Herefordshire, gegr. 1147) herausragte, während Pontigny (Yonne) und La Ferté (Saône-et-Loire) auf den britischen Inseln nicht Fuß fassen konnten. Eine wichtige Rolle spielten die Klöster aus der ursprünglich eigenständigen Kongregation von Savigny (Manche), die 1147 in den Zisterzienserorden inkorporiert wurden (u. a. Furness, gegr. 1123; Byland, gegr. 1135; Buildwas, gegr. 1135). Zu diesem Zeitpunkt besaß Savigny zwölf Häuser in England und zwei in Wales.[81]

Die Mehrheit der Klöster wurde im 12. Jh. gegründet. Die Stifter kamen vor allem aus dem Hochadel und dem hohen Klerus. Die Konvente achteten darauf, möglichst viele Stifter zu gewinnen. Dadurch waren sie unabhängiger von einzelnen Familieninteressen. Dies konnte zudem bei wechselnden Allianzen in kriegerischen Auseinandersetzungen von Vorteil sein. Die ersten Gründungen in Wales, sowohl die zisterziensischen als auch die von Savigny (u. a. Neath, Neath Port Talbot, gegr. 1130 oder Basingwerk, Flintshire, gegr. 1131), konnten weder auf die Unterstützung des walisischen Adels zählen, noch rekrutierten sie viele Mönche aus der einheimischen Bevölkerung. Dies änderte sich erst mit dem Engagement von Rhys ap Gruffudd (†1197), der 1165 die Schirmherrschaft über Strata Florida (Ceredigion) übernahm. Der Fürst von Deheubarth begann Wales unter seine Kontrolle zu bringen. Der politischen Abgrenzung zu England standen Stiftungen von Zisterzienserklöstern, die ihren Ursprung in Burgund hatten, nicht im Weg. Im Jahr 1201 stiftete Madog ap Gruffudd, Prince of Powys Fadog († 1236), die Abtei Valle Crucis (Denbigshire), wo er auch begraben wurde. Es war die letzte Gründung eines Zisterzienserklosters in Wales. Mit der Eingliederung von Wales in das englische Königreich im Jahr 1282 wurden königliche walisisch-dynastische Gründungen gegenstandslos. Während sich die schottische Krone durch die Kontakte zu Rievaulx und aufgrund ihrer politischen Interessen in der Grenzregion zu England von Beginn an engagierte, traten die englische Krone und deren Familien als direkte Stifter erst spät in Erscheinung. König Johann Ohneland (1199–1216) gründete 1203 die Abtei Beaulieu, die von Mönchen aus Cîteaux besiedelt wurde. Das Kloster wurde auch durch dessen Sohn, Heinrich III. (1216–1272), gefördert. Heinrichs Bruder, Richard von Cornwall († 1272), stiftete 1246 Hailes (Gloucestershire) mit einem Konvent von Beaulieu. Die Abtei Vale Royal (Cheshire) wurde 1266 vom späteren König Eduard I. (1272–1307) etabliert, der mit der Gründung ein Gelübde erfüllte. Die Mönche kamen aus Dore. Die letzte königliche Stiftung, die auch die letzte Gründung einer Zisterze in England war, erfolgte 1350 unter Edward III. (1327–1377) in London.[82] Nahe dem Tower wurde die Abtei St. Mary Graces mit Mönchen von Beaulieu besiedelt. Während die Disposition dieser Gründung durch das städtische Grundstück vorgegeben war, waren den königlichen Stiftungen von Beaulieu, Hailes und Vale Royal kaum Grenzen gesetzt. Dies äußert sich nicht nur in ihren enormen räumlichen Dimensionen, sondern auch in den anspruchsvollen Grundrissen ihrer Ostpartien: Sie besaßen ein Sanktuarium mit Umgang und Radialkapellen.[83]

Obwohl theologische Gelehrsamkeit nicht das primäre Ziel zisterziensischen Ordenslebens war, führte die Konkurrenz mit den Mendikanten zur Gründung von Studienhäusern. Das erste entstand 1237 unter Stephan Lexington († 1258), Abt von Savigny, im Pariser Stadthof von Clairvaux und wurde 1245 durch die Kurie bestätigt. Edmund, Earl of Cornwall († 1300), stiftete 1281 die Abtei Rewley, nahe Oxford, als Studienhaus für das Studium Generale an der Universität Oxford. Das Kollegiatshaus verlor diese Funktion vor 1398. Einen neuen Versuch startete Henry Chichele (1414–1443), Erzbischof von Canterbury, der das Kolleg St. Bernard in Oxford (heute St. John’s) einrichtete.[84]

Die Wirtschaftskraft und den Reichtum der Klöster belegen vielfach die Dimensionen der Bauten selbst. Ein wichtiger Einkommensfaktor blieb die Landwirtschaft, vor allem die Schafzucht, die primär der Wollproduktion diente. Ausdruck dieser ökonomischen Stärke sind u. a. die Grangien, deren Bauten fast vollständig zerstört sind.[85]

Der wirtschaftliche Aufschwung führte seit dem 13. Jh. dazu, dass sich Abteien zunehmend verschuldeten, auch um größere Bauprojekte finanzieren zu können. Dafür liehen sich die Konvente nicht nur Geld zu überhöhten Zinsen, sondern verkauften auch zukünftige Wollerträge, deren reale Preise dann meist hinter dem erwarteten Erlös zurückblieben. Die Situation verschärfte sich mit dem Zusammenbruch des Wollmarktes in Flandern. Dennoch hatten bei der Auflösung der Abteien viele Häuser noch bedeutenden Besitz an Land und Einkünften. Das Ende der Klöster wurde durch Heinrich VIII. (1509–1547) eingeleitet, als ihn das Parlament 1534 im „First Act of Supremacy“ als Oberhaupt der Kirche anerkannte. Dies bedeutete einen unwiderruflichen Bruch mit der Kurie in Rom. Die Aufhebung der Klöster geschah in drei Schritten. Der König ließ zuerst den Besitz der Abteien ermitteln und das Ergebnis im sog. „Valor ecclesiasticus“ dokumentieren.[86] Im Jahr 1536 („First Suppression Act“) ordnete das Parlament die Aufhebung aller Abteien an, die weniger als £ 200 Einkommen pro Jahr hervorbrachten. Drei Jahre später wurden die verbliebenen Klöster aufgelöst („Second Suppression Act“). In Schottland entzog das schottische Parlament mit der Annahme des „Papal Jurisdiction Act“ (1560) dem Papst die juristische Verfügungsgewalt über die schottische Kirche.[87]

Die Aufhebung der Abteien und ihr Verkauf führte zu einer systematischen Verwertung der Baumaterialien. Zudem inszenierte man später in einigen Fällen (u. a. Fountains, Rievaulx, Roche oder Kirkstall) deren Ruinen innerhalb eines meist aufwändig gestalteten Landschaftsparks, ohne dass die Veränderungen an den Gebäuden dokumentiert sind. Die Zerstörung der klösterlichen Bausubstanz war auf den britischen Inseln so nachhaltig, dass es hier keine annähernd komplette zisterziensische Klosterkirche mehr gibt.

Lage der Klöster

Die Klöster wurden den zisterziensischen Gewohnheiten folgend meist an Orten gegründet, die in einiger Entfernung zu Siedlungen lagen. Diese Einöde haben sich die Mönche manchmal durch Bauernlegen selbst geschaffen, indem sie die Bewohner umsiedelten und das Dorf auf eine Grangie rückführten. Der Siedlungsplatz hingegen war oft nicht sorgfältig genug gewählt. Ungefähr die Hälfte aller Konvente Englands ist mindestens ein Mal umgezogen. Die Mönche von Byland Abbey (Yorkshire, North Riding) fanden erst im fünften Anlauf einen Platz von Dauer.[88]

Klosterkirchen
Die frühesten Bauten aus Holz

Die zeichnerische Überlieferung des ersten Holzklosters von Clairvaux (1115) durch die Darstellungen von Dom N. Millet (1708) belegen eine pragmatische Raumordnung, die noch nichts von dem späteren regelmäßigen Klosterschema hat (Burgund). Zugleich zeugt das Gebäudeensemble von einer ökonomisch effizienten Bauweise, die all jene Bedürfnisse befriedigen konnte, die vom Generalkapitel für die Erstbesiedlung eines Ortes vorgegeben waren. In Fountains und Sawley (Lancashire) wurden Reste hölzerner Bauten ergraben, die als Klausurgebäude interpretiert werden.[89] Allerdings bleibt Glyn Coppacks Interpretation der Grabungsbefunde für Fountains (Abb.) und dessen darauf aufbauende Rekonstruktion nach dem Vorbild von Clairvaux I („monasterium vetus“) äußerst zweifelhaft.[90]

Für Meaux Abbey können die ersten Klosterbauten aus der schriftlichen Überlieferung erschlossen werden.[91] Die durch den Stifter Wilhelm le Gros († 1179), Earl of Albemarle, um 1150 errichteten Gebäude beschrieb der Chronist Thomas de Burton († 1437) folgendermaßen: Es seien zwei Häuser in einfacher Bauweise gewesen, ein großes Gebäude („magna domus“), in das die Gemeinschaft einzog, und ein zweites Haus („capella“), das zwei Geschosse besaß. Im Untergeschoss sollen die Mönche geschlafen und im Obergeschoss gebetet haben. Zu Burtons Zeit diente das große Haus noch als Bäckerei („pistrinum“) und im zweiten befand sich das Büro des Kellermeisters („camera cellarii“). Abt Adam von Meaux (1150–1160) ließ dieses Kloster in einer ähnlichen Struktur in Holzbauweise wieder erneuern, wobei in Burtons Gegenwart das Hauptgebäude noch als Brauerei („brasium“) genutzt wurde. Die Solidität der Holzbauten macht diese nicht zwingend zu Provisorien. Die erste Steinkirche von Meaux wurde unter Abt Michael (1235–1249) vollendet.[92]

Während der Gründungsabt von Rievaulx, Wilhelm, als ehemaliger Sekretär Bernhards, mit den Gegebenheiten in Clairvaux vertraut war, wurden die Mönche von Fountains, die um Aufnahme in die Filiation von Clairvaux baten, durch Bernhards Gesandten, Gottfried d’Ainai, in die Gewohnheiten von Clairvaux eingewiesen. Die Klosterchronik, die Hugo von Kirkstall im frühen 13. Jh. verfasste, charakterisiert Gottfried als „multorum monasteriorum ordinator et instructor“. Gemäß seinen Anweisungen hätten die Mönche in Fountains Häuser gebaut, Werkstätten eingerichtet und so gesungen und psalliert, wie der Alte es sie lehrte („Ad eijus consilium casas erigunt, ordinant officinas, cantantes et psallentes prout senex docebat“).[93] Diese Instruktoren, wie es auch Adam von Meaux für Kirkstead (gegr. 1139), Woburn (gegr. 1145) und Vaudey (gegr. 1147) war, sind nicht als Baumeister im technischen Sinn zu bezeichnen.[94]

Die ersten Monumentalbauten aus Stein

Die frühesten steinernen Klosterkirchen in Waverley (nach 1128), Tintern (nach 1131), Fountains (nach 1136), Sawley (nach 1147), vielleicht auch die in Rievaulx (nach 1131), hatten ein einschiffiges Langhaus, ein kurzes Querhaus mit gerade geschlossenen Ostkapellen sowie ein rechteckiges Sanktuarium (Abb.). Damit unterschieden sie sich von den anglo-normannischen Kirchen, die in der Regel über ein basilikales Langhaus, eine ausgeschiedene Vierung sowie über einen Vierungsturm verfügten. Zudem waren diese Kirchen mit aufwändigem architektonischen Schmuck ausgestattet. Der gerade Abschluss von Querhauskapellen und Sanktuarium hingegen findet sich auf den britischen Inseln nicht nur an Zisterzienserkirchen, sondern auch an Kirchen anderer Orden sowie an Kathedralbauten.[95] Darüber hinaus praktizierten die regulierten Chorherren, Prämonstratenser oder die zur Kongregation von Savigny gehörenden Konvente zur selben Zeit bei ihren Kirchenbauten eine den Zisterziensern vergleichbare Schlichtheit.[96]

Im Norden Englands setzten in der Mitte des 12. Jh. Rievaulx, Fountains und Kirkstall (gegr. 1147) architektonische Maßstäbe. Die Kirchen dürften von nun an durch professionelle Bauleute errichtet worden sein. Die unter Abt Aelred (1147–1167) entstandene Klosterkirche in Rievaulx (Abb.) verfügte über ein dreischiffiges, neunjochiges Langhaus, dem im Westen eine schmale Vorhalle vorgelagert war. Dem schloss sich ein ausladendes Querhaus mit je drei Ostkapellen im Osten an, wobei die direkt am Sanktuarium angrenzenden Kapellen nach Osten hervorragten. Das Altarhaus schloss ebenfalls gerade. Das Langhaus war im Aufriss basilikal und die Mittelschiffswand zweizonig (Arkaden, Obergaden). Die sehr schlicht gestalteten Langhausarkaden wurden von quadratischen Pfeilern getragen. Während die Seitenschiffe wohl mit Quertonnen eingewölbt waren, verfügte das Langhaus entweder über einen offenen Dachstuhl oder war mit einer hölzernen Längstonne überspannt.[97] Die erste 1146 geweihte Steinkirche in Melrose dürfte im Grund- und Aufriss der des Mutterklosters Rievaulx weitgehend gefolgt sein.[98] Nur wenige Jahre später (1150/53) wurde in Fountains unter Abt Richard III. (1150–70), einst Praecentor in Clairvaux, dann Abt von Vauclair (Aisne), eine neue Klosterkirche errichtet (Abb.).[99] Sie war in ihrer Struktur Rievaulx sehr ähnlich mit einem dreischiffigen, im Aufriss zweizonigen basilikalen Langhaus mit westlicher Vorhalle und Seitenschiffen mit Quertonnen aus Stein. Das Mittelschiff besaß eine Holztonne, ein ausladendes Querhaus mit je drei Ostkapellen, eine ausgeschiedene Vierung, ein gerade geschlossenes Sanktuarium. Die Ostkapellen und das Sanktuarium waren mit einem steinernen Spitztonnengewölbe überfangen. Das Langhaus (Abb.) war mit elf Jochen länger als in Rievaulx und in den architektonischen Details stärker ausgearbeitet. Anstelle der einfachen quadratischen Arkadenpfeiler wurden nun die profilierten Arkaden von Rundstützen mit schmalen Pfeifenkapitellen getragen. Ähnlich wie in Rievaulx ist in der südlichen Querhauswand eine Wendeltreppe integriert, die den Zugang zu einem Raum über den Ostkapellen gewährte bzw. zum Dachstuhl führte. In beiden Klosterkirchen waren sowohl Lang- als auch Querhaus gleich hoch aufgeführt. Das Sanktuarium schloss wahrscheinlich etwas niedriger an die Vierung an. In beiden Kirchen erstreckte sich das Chorgestühl der Mönche wohl von der Ostseite der Vierung bis ins Langhaus hinein, in beiden Langhäusern trennte ein Lettner den Bereich der Laienbrüder von dem der Chormönche. Die nach dem Ortswechsel ab 1152 errichtete Kirche von Kirkstall, Tochterkloster von Fountains, ist zwar kleiner als die des Mutterklosters (achtjochiges Langhaus), doch wurden deren architektonische Formen gesteigert.[100] Die Rundstützen sind als eine Art Bündelpfeiler ausgebildet, Seitenschiffe und Sanktuarium sind kreuzrippengewölbt. Da um 1100 in Durham die ersten Kreuzrippengewölbe in England eingezogen wurden, muss die Wölbung nicht unbedingt kontinentale Vorbilder gehabt haben.

Regionale und lokale Traditionen wurden nun wichtiger. Der sog. bernhardinischer Plan, der zweizonige Wandaufriss, die Quertonnen in den Seitenschiffen, das Tonnengewölbe im Sanktuarium und in den Querhauskapellen wurden zwar noch beibehalten, doch zeigen sowohl die Struktur des Baukörpers (ausgeschiedene Vierung, massige, wenn auch niedrige Vierungstürme[101], gleiche Firsthöhe von Lang- und Querhaus) als auch die nun eingesetzten architektonischen Schmuckelemente (Pfeiler-, Bogen-, Fenster- und Türgewändeprofile) Bezüge zu englischen Bauten. Für die Osteile und das Querhaus von Fountains könnte auch Vauclair als Anregung gedient haben. Das Langhaus wiederum zeigt Parallelen zu dem der etwas später errichteten Abteikirche von Buildwas (Abb.),[102], einer Filiation von Savigny.

Im Süden Englands und in Wales sind zur gleichen Zeit keine so ambitionierten Projekte nachweisbar. Allerdings wird die Beurteilung der Gesamtsituation erheblich durch die weitgehend zerstörte Bausubstanz erschwert. Bei Abteien wie Whiteland (nach 1140), Margam (1147–1170/80), Buildwas (1150–1190), Strata Florida (um 1184–1201), Strata Marcella (Powys, nach 1170) oder Abbey Dore (Ende 12. Jh.) folgte man dem sog. bernhardinischen Plan.[103] Die Reste des Langhauses in Margam demonstrieren die solide Kargheit der Anfänge: einfache Pfeiler- und Bogenform der Arkaden, darüber eine ungegliederte Wandfläche mit einem Rundbogenfenster über dem Scheitel eines jeden Arkadenbogens. Elaboriertere Formen kamen in Buildwas zum Einsatz (Abb.). Im Langhaus erheben sich über einem quadratischen Sockel Rundstützen wie in Fountains, die mit einem schmalen quadratischen Pfeifenkapitell abgeschlossen werden. Die Wand über den Arkaden ist durch zwei Gesimsbänder horizontal gegliedert. Über dem unteren Gesims setzten die Rundbogenfenster an und das obere folgt dem Bogenlauf der Fenster. Eine Besonderheit stellt der Westabschluss des Langhauses dar. Hier wurde auf einen Zugang verzichtet. Insgesamt wirkt der Kirchenbau schwer. Dieser Eindruck wird durch die relativ niedrige Höhe von Lang- und Querhaus sowie dem massig erscheinenden Vierungsturm noch verstärkt.[104] In Dore (ab 1173) haben sich Teile des Querhauses erhalten (Abb.).[105] Vermutet werden je zwei gestaffelte Ostkapellen und ein einschiffiges Langhaus (Abb.).[106] Im Grundriss dürfte die ursprüngliche Disposition von Querhaus und Sanktuarium der von Rievaulx oder Fountains mit den gestaffelten Ostkapellen sehr nahe gekommen sein.

Die Rezeption frühgotischer Formen im Norden

Etwa zur selben Zeit, als man den ersten vollständigen monumentalen gotischen Sakralbau Englands, den Chorneubau von Christ Church Canterbury (Kent, ab 1174), das neue Sanktuarium der Kathedrale von York (ab 1154) sowie die Kollegiatskirche zu Ripon (Yorkshire, West Riding, 1160er) errichtete, wurde im Norden Englands mit dem Bau von drei prominenten Klosterkirchen begonnen: Roche (um 1170), Byland (um 1160/70) und Furness Abbey (1160).[107] Diese ersten frühgotischen Kirchenbauten der Zisterzienser folgten in der Durchbildung architektonischer Elemente weitgehend den regionalen zeitgenössischen Traditionen. Die Klosterkirchen von Roche (Abb.) und Furness kombinieren erstmals den sog. bernhardinischen Grundriss mit einem dreizonigen Wandaufriss, wobei in Roche die mittlere Zone als Blendtriforium ausgebildet ist. Der Bereich wird von doppelten unprofilierten Blendarkaden bestimmt. Die vertikale Wandgliederung besteht in massiven halbrunden Vorlagen. Die Kirche war durchgängig kreuzrippengewölbt, jedoch übernahmen die Zisterzienser hier weder das französische Streben nach Höhe noch das nach der Auflösung der Wand. Die größere Mauertiefe erlaubte den Verzicht auf offenes Strebewerk. Im schottischen Dundrennan (letztes Viertel 12. Jh.) zeigen die beiden Seiten der Querhausarme unterschiedliche Strukturen: Während im nördlichen Arm die Westseite zweizonig mit langen Rundbogenfenstern gestaltet ist, zeigt die gegenüberliegende Seite, mit Arkade, Triforium und Obergaden auch eine in den Proportionen zu Roche vergleichbare Gestaltung.[108]

Die Klosterkirche von Byland übertraf alle bisherigen Dimensionen (Abb.) mit einem elfjochigen, dreischiffigen basilikalen Langhaus mit Vorhalle, Querhausarmen mit westlichen Seitenschiffen sowie einem dreijochigen, dreischiffigen gerade geschlossenem Sanktuarium ohne Umgang mit fünf Altarstellen vor der Ostwand. Hinter dem Hochaltar gab es zwar einen Durchgang, der Teil des Mittelschiffes und mit einer Holztonne eingewölbt war. Matthias Untermann bezeichnet diese Form als „integrierten Umgang“.[109] Da Seitenschiffe und Mittelschiff bis zur Ostwand durchliefen, dürfte der Abschluss in einer Querschnittfassade bestanden haben. Das dreischiffige Sanktuarium wurde, jedoch ohne Kapelleneinbauten, um 1190/1200 vom Tochterkloster Jervaulx (Yorkshire, North Riding, Abb.) rezipiert.[110] Das Lang- und Querhaus in Byland wies einen dreizonigen Wandaufriss mit dem ältesten nachweisbaren echten Triforium in England auf. Profilierte spitzbogige Arkaden wurden von Bündelpfeilern getragen. Das Triforium bestand aus einer spitzbogigen Zwillingsarkade, die von einem Rundbogen überfangen und von zwei schmaleren Spitzbogen flankiert wurde. Die Wandtiefe des Obergadens wurde durch einen Laufgang aufgelöst, ein typisches Motiv anglo-normannischer Bautradition. Die Westfassade dominierte nun ein monumentales Rosenfenster. Architektonische Details wie Kapitelle oder Gesimse waren von höchster Qualität, so auch die Bautechnik. Während jedoch das Dienstsystem mit drei Vorlagen auf ein Kreuzrippengewölbe ausgelegt war, wurde über das Mittelschiff des Langhauses letztlich ein hölzernes Tonnengewölbe eingezogen. Die Kirche von Byland war der erste zisterziensische Kirchenbau, der vollständig im „Early English“ errichtet worden war. Die Architektur der Zisterzen im Westen Englands und in Wales war gegenüber der im Norden Englands kleiner dimensioniert und einfacher gestaltet.

Ab 1200 wurde die Auseinandersetzung mit der insularen Architektur zur Regel. Die Kirchen waren im Vergleich zu den Standards der Großbauten innerhalb der französischen Kronlande in der Gestaltung weniger homogen und wirkten wesentlich massiger, da die Wand im Obergadenbereich immer noch zweischalig angelegt wurde. Neben dem sog. bernhardinischen Plan, der vielfach in walisischen und schottischen Abteikirchen weiterlebte, wurde der Typ des dreischiffigen Sanktuariums von Jervaulx nun variiert, das heißt mit oder ohne (integriertem) Umgang, umgesetzt (u. a. Fountains, Hailes I, Margam, Neath, Netley / Hampshire, Rievaulx, Stanley, Tintern, Whalley / Lancashire).[111] Für die architekturhistorischen Vergleiche ist zu beachten, dass es verschiedene Parallelen zu anderen Kathedral- und Ordensbauten gibt, der Baubestand aus jener Zeit jedoch sehr lückenhaft ist und bedeutende Referenzbauten wie das so bedeutende Sanktuarium von York Minster (ab 1154) komplett verloren sind.

Chorerweiterungen und Großprojekte (13.-14. Jh.)

Bei den Bauprojekten des 13. Jh. orientierte man sich konsequent an den regionalen architektonischen Standards und Innovationen. Dies zeigt sich vor allem in den Proportionen und in der Wandgestaltung. Es bestand offenbar weder die Absicht, die Raumhöhen noch weiter zu steigern, noch einen räumlich-proportional ausgewogenen Baukörper zu erzielen. Bei Erweiterungen der Sanktuarien wie in Rievaulx oder Fountains wird das additive Prinzip der Jochreihung deutlich. Die meisten Zisterzen behielten den sog. bernhardinischen Plan und den zweizonigen Aufriss bei. An die burgundische Tradition erinnert darüber hinaus die dem Langhaus vorangestellten Vorhallen. Die Wand wurde nach den regionalen Gepflogenheiten bis in den Obergaden nicht aufgelöst. Eine neue Aufgabe bestand jedoch darin, die Sanktuarien für die Präsentation von Reliquienschreinen zu gestalten. Während in Rievaulx der Schrein Aelreds – Aelred wurde nie offiziell kanonisiert – einen Bezug zum Orden besitzt, stellen die Heiligkreuz-Reliquie in Dore und die Heiligblut-Reliquie in Hailes einen allgemeinen christologischen Bezug her.

Einer der wichtigsten zisterziensischen Referenzbauten im Norden Englands war die 1207 unter Abt Alexander (1197–1210) begonnene und unter Abt Michael (1235–1249) vollendete Klosterkirche von Meaux. Sie ist komplett verloren, ihr Grundriss nicht ergraben.[112] Nur wenige Jahre nach seinem Amtsantritt begann Abt Johann von York (1203–1211) das Sanktuarium in Fountains (Abb., Abb.) zu erweitern. Beendet wurde das Projekt mit der „Chapel of Nine Altars“ unter Abt Johann von Kent (1220–1247).[113] Das neue dreischiffige, fünfjochige Sanktuarium besaß im Mittelschiff einen zweizonigen Aufriss. Dieser war durch die Übernahme der Firsthöhe des Langhauses bedingt. Den Abschluss im Osten bildete eine Art zweites Querhaus in dessen Ostwand sich ursprünglich ein großes Rosenfenster befand und an deren unterer Zone einst neun Altäre standen. Ob die Zahl der Altarstellen als bewusste Parallele zur Zahl der Chorumgangskapellen in Clairvaux zu verstehen ist, bleibt fraglich. Die Länge des Sanktuariums als auch die formale Gestaltung architektonischer Elemente stellt kein Zeugnis der Armut dar. Blendarkaden an den Seitenschiffswänden, der Einsatz des sog. „Purbeck Marble“, alternierende Bündelpfeiler oder durch gestaffelte Dreierarkaden gerahmte Lanzettfenster in den Seitenschiffen und im Obergaden stehen im starken Kontrast zum alten Langhaus. Die Struktur des Wandaufrisses im Langchor setzt sich modifiziert in der „Chapel of Nine Altars“ fort. Der Mönchschor wurde nach Abschluss der Bauarbeiten nicht nach Osten verlegt, obwohl die Klosterchronik die Erweiterung vor allem damit rechtfertigte, dass dieser sehr armselig und dunkel gewesen sei („chorus humilior et obscurior“).[114] Mit Blick auf Pfeiler, Dreierarkaden und Höhe der Gewölbeanfänger bestehen Ähnlichkeiten zu Beverley Minster (Yorkshire, East Riding). Der allgemeine Formenapparat entspricht dem des „Early English“ und die Attraktivität der „Chapel of Nine Altars“ führte zur Kopie in Durham (nach 1242).[115]

In den 1220er Jahren begann man auch in Rievaulx das alte Presbyterium durch ein erheblich größeres zu ersetzen.[116] Das neue war dreischiffig, sechs Joche lang, mit integriertem Umgang und durchgängig in Stein gewölbt (Abb., Abb.). Für den nun dreizonigen Wandaufriss im Mittelschiff musste das Querhaus aufgestockt werden. Der gerade Abschluss der Ostwand folgte den regionalen Traditionen, jedoch verzichteten die Bauherren auf ein Rosenfenster. Sie favorisierten Lanzettfenster, die eine Zweizonigkeit vortäuschten. Darüber hinaus erhielt der Neubau ein offenes Strebewerk. Wie schon in Jervaulx wurde hinter dem Altar eine Rückwand eingezogen, an deren Ostseite sich der Schrein Aelreds von Rievaulx befand. In Rievaulx wurde auch das Chorgestühl in den Neubau verlegt. Für das neue Presbyterium finden sich mit Blick auf die formale Durchbildung architektonischer Elemente Parallelen zu den Querhäusern von York Minster, zu Hexham Priory (Northumberland), Kirkham Priory oder Whitby Abbey (beide Yorkshire, North Riding).[117]

Im Süden und Westen fehlten jene zisterziensischen Großprojekte, die mit Fountains und Rievaulx vergleichbar wären. Der Neubau von Waverley, begonnen 1203, ist verloren und nur über den Grundriss erschließbar. Basingwerk (frühes 13. Jh.) bleibt mit bernhardinischem Plan und bescheidenen Dimensionen im klassischen Rahmen.[118] Die noch unvollendeten Ostteile des Sanktuariums von Abbey Dore (Grundriss) sind ab ungefähr 1190, durch ein größeres dreijochiges Sanktuarium mit einschiffigem Umgang ersetzt worden. An der Osteite des kreuzrippengewölbten Umgangs entstanden fünf Kapellen. Umgang und Kapellen erhielten ein niedrigeres Pultdach (Abb.). Der östlichste Teil wurde als zweischiffige Halle errichtet. Die mittleren schmaleren Bündelpfeiler tragen sechs kleinere Gewölbefelder.[119] Das Mutterkloster Morimond war ähnlich gestaltet, jedoch hatte man den Umgang dort komplett mit Kapellen ausgestattet. Strukturell näher lag die Lösung von Byland, die später wohl auch in Waverley adaptiert wurde.

Die Zeit um 1300 brachte noch einmal größere Bauaktivitäten im Südwesten Englands, vor allem in Wales, von denen Tintern und Neath Abbey herausragen.[120] Die Abteikirche von Tintern (Abb.), die eine ältere einschiffige romanische Kirche ersetzte, wurde von Osten beginnend in zwei Bauphasen zwischen 1269 und dem 1. Jahrzehnt des 14. Jh. errichtet.[121] An das sechsjochige Langhaus schließt ein ausladendes Querhaus mit je zwei Kapellen an den Ostwänden der Querhausarme an. Das dreischiffige Sanktuarium ist drei Joche lang mit Umgang und besaß einst vier zusätzliche Altäre an der Ostwand. Tintern dürfte sich an Waverley und Netley (Mitte 13. Jh.) orientiert haben. Die Kirche war komplett gewölbt und mit hohen Maßwerkfenstern in zeitgenössischen Formen ausgestattet. Die Adaption aktueller dekorativer Formen zeigt sich vor allem im Vergleich der großen Maßwerkfenster von Westfassade und Ostwand des Sanktuariums.

Die Klosterkirche von Neath (Abb.), die ebenfalls einen kleineren einschiffigen romanischen Vorgängerbau ersetzte, entstand zwischen 1280 und 1330.[122] An das relativ kurze Langhaus schloss ein ausladendes Querhaus mit massigen Vierungspfeilern und je zwei gerade geschlossenen Ostkapellen in den Querhausarmen an. Das Sanktuarium erstreckte sich von der Vierung über drei Joche nach Osten. Die vier Altäre des integrierten Umgangs befanden sich alle an der Ostwand. Der Umgang dürfte kein umlaufendes Dach besessen haben. Die Kirche war komplett rippengewölbt mit Schlusssteinen, die sowohl vegetabilen als auch figürlichen Schmuck besaßen. Die Fenster wurden mit Maßwerk ausgestattet. Die großen Maßwerkfenster der Westfassade und Ostwand des Sanktuariums bedurften im Westen wohl massiver Zungenmauern, die das erste Joch schlossen und im Osten Strebebögen, deren Pfeiler wie in Rievaulx jenseits des Umganges errichtet worden waren.

Königliche Stiftungen im 13. Jh.

Während in Schottland mit Melrose (1136), Newbattle (1140), Dundrennan (1142) und Holme Cultram (1150) sehr früh ein direktes Engagement des Königshauses nachweisbar ist[123], begannen die Mitglieder der königlichen Familie Englands vergleichsweise spät, Zisterzienserklöster zu stiften.[124] Doch zeigten diese bereits in der Grundrissgestalt ein hohes Anspruchsniveau. Mit Ausnahme von Croxden (Staffordshire) – 1176 gestiftet von Bertram de Verdun – verfügten Beaulieu, Hailes und Vale Royal über einen radialen Umgang mit Kapellenkranz.[125] Die monumentale Klosterkirche von Beaulieu weist eine Gesamtlänge von ungefähr 102 m auf. Das Sanktuarium (Abb.) war 1227 soweit fortgeschritten, dass der Konvent dort die Gottesdienste feiern konnte. Im Jahr 1246 fand die Weihe der Kirche statt. Über einem kreuzförmigen Grundriss wurde ein neunjochiges Langhaus errichtet. Das ausladende Querhaus mit je drei Kapellen an der Ostseite hatte im Nordquerhausarm zusätzlich drei Kapellen an deren Westseite. Im südlichen Querhausarm lag, wie in Westminster Abbey (London), der östliche Kreuzgangflügel. Östlich der Vierung erstreckte sich das Sanktuarium über drei Joche. Der Chorumgang verband zehn Kapellen, die als Raumform in zisterziensischer Tradition nicht nach außen hervortraten. Jedoch hatte das Sanktuarium offenes Strebewerk. Inwieweit in der Raumstruktur von Sanktuarium, Umgang und Kapellenkranz auf Pontigny oder Clairvaux Bezug genommen wurde, ist offen. Auf jeden Fall orientierte man sich beim Ostteil nicht an der Baugestalt des Mutterklosters Cîteaux. Zwischen 1244 und 1251 übernahm Heinrich III. das Patronat über Netley und stiftete das große Maßwerkfenster der Ostfassade, dessen Formen sich an denen von Westminster Abbey anlehnen.[126] Mit den königlichen Stiftungen wurde das Maßwerk im zisterziensischen Kontext eingeführt.[127] Hailes wurde durch die Stiftung einer Heiligblutreliquie 1270, die Edmund von Cornwall dem Kloster schenkte, zu einem Pilgerzentrum. Letzteres und ein Brand im Jahr 1271 waren wohl die Gründe dafür, das gerade geschlossene, dreischiffige, vierjochige Sanktuarium durch einen Umgang mit fünf polygonalen Radialkapellen (Abb.) zu erweitern. Das neue Sanktuarium wurde 1277 geweiht. Ob die einzelnen nach Osten hervortretenden Kapellen unter einem Dach zusammengefasst waren oder Einzeldächer besaßen und ob der Umgang direkt belichtet wurde, ist nicht mehr zu entscheiden.[128]

Das wohl ambitionierteste Projekt auf den britischen Inseln war Vale Royal, besiedelt mit Mönchen von Dore (Filiation Morimond). Es wurde jedoch nie vollendet. Im Jahr 1277 legte König Edward I. den Grundstein. Das Bauprojekt lag von 1278–1290 in den Händen des Baumeisters Walter von Hereford († 1309), der danach auch in königlichen Diensten stand. Im Jahr 1290 zog sich der König plötzlich aus der Finanzierung zurück und überließ den Mönchen die Baustelle, die diese finanziell überforderte. Noch in den 1330er Jahren wurde beklagt, dass die Kirche immer noch Baustelle sei, Gewölbe und Fenster teilweise fehlten, ganz zu schweigen von den anderen Klausurbauten. Geplant war ein zehnjochiges Langhaus, dem sich ein ausladendes Querhaus mit je drei Kapellen an der Ostseite anschloss. Das Sanktuarium dürfte dem ursprünglichen dreischiffigen von Hails entsprochen haben.[129]

In Schottland gründete 1273 Lady Dervoguilla von Galloway, Patronin des Balliol-College in Oxford, Sweetheart Abbey (Abb.) als Grablege für sich und ihren bereits um 1268 verstorbenen Mann John Balliol. Ihr Sohn bestieg als John II. (1292–1296) für kurze Zeit den schottischen Thron.[130] Der Konvent kam aus der königlichen Stiftung Dundrennan. Die Kirche, die im Grundriss dem sog. bernhardinischen Plan folgt, ist von moderaten Dimensionen: sechsjochiges Langhaus, ein Querhaus mit je zwei Ostkapellen und ein gerade geschlossenes Sanktuarium. Die Gestalt des im Aufriss zweizonigen Gebäudes wirkt gedrungen, was durch den großen Vierungsturm noch betont wird. Während das Langhaus mit seinen Bündelpfeilern und maßvoll profilierten Arkaden und einer nur durch horizontale Gesimse gegliederten Obergadenwand durchaus typisch für Architektur des ausgehenden 13. Jh. sind, fallen im Sanktuarium die großen Maßwerkfenster auf, vor allem jenes fünfbahnige in der Ostwand. Eigentümlich ist die Obergadenzone, in der Triforium und Obergaden miteinander kombiniert scheinen. Die Wand ist zweischalig. Im Inneren ist vor die Öffnung eine Dreierarkade gestellt. Die Außenfenster, die ältere ersetzen, sind fünf gestaffelte Lanzetten, die durch einen Bogen zusammengefasst werden. Die Bogenprofile, Kapitelle, Säulen- bzw. Pfeilerformen folgen dem zeitgenössischen Repertoire.

Die Bauten der Klosterkirchen, die von den walisischen Prinzen gestiftet wurden, folgten mit Ausnahme von Strata Florida englischen Vorbildern. Das Langhaus der Kirche von Cwmhir muss von imposanter Größe (14 Joche?) gewesen sein.[131] Die geringen erhaltenen Reste lassen jedoch keine Rückschlüsse auf die Lage und Gestalt von Querhaus und Sanktuarium zu. Die im frühen 13. Jh. erbaute Kirche von Valle Crucis (Abb.) folgt im Grundriss dem sog. bernhardinischen Plan und fällt in den Dimensionen relativ bescheiden aus: fünfjochiges Langhaus, Querhaus mit je zwei Ostkapellen, Vierungsturm, gerade geschlossenes Sanktuarium.[132] In Strata Florida (Abb.) entstand ab Mitte der 1180er Jahre eine Klosterkirche, die im Grundriss ebenfalls dem sog. bernhardinischen Plan folgte und über ein ausladendes Querhaus mit je drei Kapellen an der Ostseite verfügte. Die Bauarbeiten erstreckten sich über ein halbes Jahrhundert und dürften mit der Weihe 1255 noch nicht abgeschlossen gewesen sein.[133]

Spätmittelalter

Nach der Mitte des 14. Jh. wurden nur wenige Klosterkirchen errichtet. Die Bautätigkeit beschränkte sich zumeist auf Umbaumaßnahmen, die häufig darin bestanden, die alten Fenster der Ost- und Westfassaden durch große mehrbahnige Maßwerkfenster zu ersetzen, gelegentlich wurde auch das Sanktuarium erneuert.[134] In Vale Royal nahm Eduard Prince of Wales ab 1353 wieder die Baufinanzierung auf. Daraufhin wurde 1359 der Baumeister Wilhelm von Helpeston, dessen Vertrag erhalten ist, verpflichtet, Radialkapellen zu bauen (Abb.). Die ergrabenen Strukturen der Radialkapellen zeigen eine singuläre Form. Sieben polygonale Kapellen traten nach außen hervor und im Inneren wurden an der östlichen Umgangswand, die die polygonalen Kapellen miteinander verband, sechs weitere Kapellen durch eingebaute Zungenwände gebildet. Nachdem ein Jahr später das Langhaus durch einen Sturm zerstört worden war, entschieden Abt und Konvent, die Ausmaße des Kirchenbaus stark zu reduzieren.[135]

Im Jahr 1385 wurde die schottische Abtei Melrose durch Truppen Richards II. (1377–1399) schwer verwüstet. Abt und Konvent entschieden, eine neue Klosterkirche zu errichten.[136] Diese fiel erheblich größer aus als der Vorgängerbau (Abb.), der dem sog. bernhardinischen Plan folgte und gestaffelte Ostkapellen besaß. Der Neubau erhielt wieder gerade geschlossene Ostkapellen und ein rechteckiges Sanktuarium (Abb.). Die inneren Kapellen wurden nach Osten verlängert, das Sanktuarium auf drei Joche vergrößert. Der Aufriss ist zweizonig, jedoch sind die architektonischen Einzelformen (Pfeiler, Kapitelle, Bogenprofile, Maßwerke etc.) zum Teil detailliert ausgearbeitet. Sie entsprechen den zeitgenössischen Formen des frühen „Perpendicular Style“. Hinzu kommen Strebepfeiler und Fialen am Außenbau sowie ein reicher figürlicher Skulpturenschmuck am Innen- und Außenbau, der auch lebensgroße Figuren einschließt. Am südlichen Seitenschiff wurden ähnlich wie in Eberbach Kapellen angebaut. Dies blieb auf den britischen Inseln einzigartig. Mit der neuen Kirche von Melrose, die nicht vollendet wurde, versuchten die Mönche gar nicht erst, Einfachheit und Armut anzudeuten. Sie konkurrierten im Formenapparat mit den großen Kirchen, sowohl in Schottland als auch im Norden Englands, von denen sich die Kirche in Melrose nicht prinzipiell unterschied. Darüber hinaus wird in Melrose an der Westwand des Südquerhauses, über dem Eingang zur Wendeltreppe, in zwei Inschriften John Morrow als Baumeister genannt. Er sei in Paris geboren, habe an St. Andrews Priory (Fife), der Kathedrale von Glasgow und der Abteikirche von Paisley (Renfrewshire, Cluniazenser) gearbeitet. Des Weiteren habe er in Nithsdale und Galloway gewirkt und sei schließlich in Melrose beschäftigt gewesen.[137]

Das Selbstbewusstsein der Äbte als Bauherren zeigt sich in jener Zeit auch in den Wappenkartuschen. So ziert das Wappen von Abt Andreas Hunter (1444–1465) in Melrose einen Schlussstein. In ähnlicher Weise verewigten sich in Fountains Abt John Darnton (1479–1495), der die „Chapel of Nine Altars“ reparieren und modernisieren ließ, sowie sein Nachfolger Marmeduke Huby (1495–1526), unter dem der Turm am nördlichen Querhaus erbaut wurde.[138] Auf den britischen Inseln behielt die Kirchenarchitektur der Zisterzienser über die Jahrhunderte im Wesentlichen drei Traditionen bei, die auf die Ursprünge in Burgund verweisen. In der Grundrissgestalt folgte die Mehrheit der Konvente dem sog. bernhardinischen Plan, einschließlich einer dem Langhaus im Westen vorgelagerten Vorhalle. Im Aufriss dominiert die Zweizonigkeit. Einige frühe Klosterkirchen (Rievaulx, Margam, Querhaus in Fountains) waren auch in der Gestalt der Pfeiler, Arkaden und der fast ungegliederten Obergadenwand relativ nah an den burgundischen Ursprüngen. Ab der zweiten Hälfte des 12. Jh. orientierten sich die Konvente in der formalen Durchbildung der einzelnen architektonischen Elemente vor allem an dem lokalen und/oder regionalen insularen Formenrepertoire. Für die meisten Abteien war zudem ein zwar massiger, jedoch relativ niedriger Vierungsturm kennzeichnend, dessen Fenster die Vierung und damit den Mönchschor belichteten („lantern tower“). In den Großprojekten der Zeit um 1200 und des frühen 13. Jh. wurde zwar die in Frankreich etablierte gotische Bauweise übernommen, doch behielt man die anglo-normannische Tradition der massigen Wand bis in den Obergaden bei. Es dominierten Lanzettfenster. An den Ost- bzw. Westfassaden wurden Rosenfenster (Plattenmaßwerke) unterschiedlicher Größe eingesetzt (u. a. Rievaulx, Fountains), wobei das sicher rekonstruierte Rosenfenster in Byland (um 1200) schon Kathedralformat besaß. Im Spätmittelalter wurde die Wandfläche nur an der westlichen Mittelschiffswand des Langhauses und an der östlichen Wand des Sanktuariums durch Fenster unterbrochen. In einigen Abteien wurden dafür große mehrbahnige Maßwerkfenster eingesetzt (z. B. Fountains). Darüber hinaus wurde in der Rezeption der gotischen Bauweise der französische Trend zur Proportionierung der Baukörper und der der Höhensteigerung ignoriert. Während bei den Stiftungen aus königlichen Familien bereits deren Anspruchsniveau im Grundriss erkennbar war (dreischiffiges Sanktuarium mit Umgang und Radialkapellen), zeigen auch die Erweiterungen der Presbyterien in Rievaulx und Fountains ein hohes zisterziensisches Selbstwertgefühl.

Konventsgebäude

Der schlechte Überlieferungszustand der Klöster betraf nicht nur die Klosterkirche, sondern auch die Gebäude der inneren und äußeren Klausur. Die Kreuzgänge sind fast komplett verschwunden, wobei zumindest ihre Struktur in einigen Fällen rekonstruiert werden kann.[139] Unter den Konventsgebäuden sind der Kapitelsaal, das Refektorium und das Infirmarium architektonisch am aufwändigsten gestaltet.

Kapitelsaal

Im Kapitelsaal konstituierte sich der Konvent institutionell als eine Gemeinschaft, die mit der Welt in vielfältiger Weise in Kontakt stand. Die Kapitelsäle vieler Abteien ragten weit über die östliche Mauerbegrenzung des Mönchshauses hinaus. Damit trat der Kapitelsaal als eigenständiger Raum oder Baukörper auch äußerlich hervor. Dies ist schon früh in Fountains (um 1170) zu erkennen. Wie in Rievaulx und später in Furness (um 1200) führte in Fountains der Zugang zum Dormitorium der Mönche über den Eingang zum Kapitelsaal, weshalb dessen Eingangsbereich niedriger war als der Hauptraum. Indem man das Dormitorium erst südlich des Kapitelsaales beginnen ließ, war es möglich, die Raumhöhe des Kapitelsaales zu steigern. In Kirkstall wurde im frühen 14. Jh. der neue Kapitelsaal östlich des alten errichtet, der nun zu einem niedrigeren Vorraum wurde. Eine andere Option bestand in der Absenkung des Fußbodens wie in Buildwas (Ende 12. Jh.). Der Kapitelsaal in Rievaulx (Abb.) stellt eine Besonderheit dar. Östlich des niedrigen Eingangsbereichs öffnete sich ein dreischiffiger, basilikaler im Osten apsidial geschlossener Raum, der vor allem durch die Obergadenfenster belichtet wurde.[140] Das Mittelschiff flankierten zwei schmale Seitenschiffe, die einen Umgang bildeten. Während der mittlere Raum für die Mönche bestimmt war, sollen die schmalen Seitenräume den Laienbrüdern vorbehalten gewesen sein,[141] was jedoch nicht zu belegen ist. Eine andere Besonderheit stellen die polygonalen, fast komplett freistehenden Kapitelsäle von Dore (um 1200, Abb.), Margam (um 1200) und Whalley (Lancashire, 1. H. 14. Jh.) dar, deren Vorbilder in den Kapitelhäusern englischer Kathedralen zu suchen sind. Sie wurden östlich des Mönchshauses errichtet.[142]

Refektorium

Die ab der Mitte des 12. Jh. errichteten Refektorien standen in der Regel mit der Giebelseite zum Kreuzgang. Da sich für das Refektorium keine zwingende Höhenbegrenzung ergab, konnte seine Bedeutung durch die Vergrößerung nach Süden und durch dessen Erhöhung gesteigert werden. Die um 1170/1180 errichteten Refektorien von Rievaulx (Abb.) und Fountains deuten dies noch an. Aufgrund des abfallenden Geländes ist das Refektorium in Rievaulx zweigeschossig. Für diese pragmatische Lösung gibt es in der schottischen Benediktinerabtei Dunfermline (Fife, 1. H. 14. Jh.) eine eindrucksvolle spätmittelalterliche Parallele. Das Refektorium in Byland (um 1170/80, Abb.) ist ebenfalls zweigeschossig, obwohl dort kein signifikantes Höhenniveau kompensiert werden musste.[143]

In Zusammenhang mit den Refektorien ist auf die Lavatorien hinzuweisen. Auf den britischen Inseln haben sich keine signifikanten Reste von Brunnenhäusern erhalten, jedoch Lavatorien, die als Reihenwaschanlagen an der südlichen Klausurwand nahe oder beiderseits des Einganges zum Refektorium installiert worden sind (Rievaulx, Fountains (Abb.), Tintern, Cleeve, Hailes, Whalley).[144]

Infirmarium

Einen dritten Gebäudetypus stellen die Infirmarien dar. Die Sorge um die Gebrechlichen und Kranken ist ein zentrales Gebot der Evangelien. Die östlich der Klausur liegenden Reste des großen Infirmariums in Rievaulx (2. H. 12. Jh.) zählen zu den frühesten Beispielen auf den britischen Inseln. Während in Fountains von dem großen Infirmariekomplex, der unter Abt Johann von Kent (1220–1240) errichtet wurde, und dem in Tintern (2. H. 13. Jh.) nur noch wenige Reste über Bodenniveau vorhanden sind, ist in Kirkstall (13. Jh.) und Furness (frühes 14. Jh.) noch einiges mehr an Bausubstanz erhalten. Die in der Regel als Hallen angelegten Räume wurden im Spätmittelalter meist durch Einbauten unterteilt.[145]

Baugebundene Ausstattung

Für die baugebundene Ausstattung der Räume, die farbige Akzentuierung architektonischer Elemente, die mehrfarbig gestalteten Fußböden und die in Grisaille oder mehrfarbigen Malereien versehenen Fenster ist die Überlieferung, gemessen am historischen Gesamtbestand, marginal. Doch finden sich an einigen Orten noch Hinweise.

Farbfassung und Wandmalerei

Die Rekonstruktion der Farbfassungen und Wandmalereien ist nicht nur aufgrund des ruinösen Zustandes der Gebäude besonders schwierig, sondern auch aufgrund der andauernden Verwitterung, durch die viele Beobachtungen früherer Zeiten nicht mehr verifiziert werden können.[146] Im zisterziensischen Kontext bestand die einfachste Variante der Farbfassung darin, die Wandflächen weiß zu tünchen oder die Mauerfugen farbig über hellem oder dunklem Grund auszuzeichnen. In Fountains (1150–1170) wurde die Klosterkirche teilweise verputzt und darüber in weißen Linien ein einfaches Fugennetz ausgezogen. Im Südquerhaus folgt dieses nicht den realen Fugen. Weitere Varianten in Fountains sind weiße Doppellinien (Pfeiler und Rippen im Refektorium der Laienbrüder, Nachttreppe der Laienbrüder (Abb.), weißes Fischschuppenmuster (Durchgang im Westflügel) sowie weiß ausgezogene geometrische Muster an den Fenstergewänden des Mönchsrefektoriums. Ähnliche Befunde sind in Kirkstall und Jervaulx zu beobachten. In einer nächsten Stufe, die schon im letzten Drittel des 12. Jh. zu beobachten ist, im frühen 13. Jh. jedoch zur Regel wird, wurde weiß mit anderen Farben kombiniert, mit Zinnoberrot (Jervaulx, Kapitelsaal), Schwarz (Fountains, Raum zwischen Südquerhaus und Kapitelsaal), Rot, Violett, Gelb, Schwarz (Dore, Chorumgang). Fischgrätenmuster sind für Fountains (Mönchspforte) und Dore (Sanktuariumsumgang) nachgewiesen. Mit dem zweiten Viertel des 13. Jh. werden Kombinationen von weiß mit anderen Farben nicht mehr eingesetzt. Mehrfarbige Akzentuierungen finden sich an Gewänden und Bögen von Fenstern bzw. Durchgängen sowie an der Bauskulptur (Kapitelle, Schlußsteine) bis hin zu figürlichen Szenen (Hailes, „Capella ante portas, um 1320/30, Apostel, Jagdszenen, Mischwesen). Letztere sind auch schriftlich für Byland (Pietà, Ende 14. Jh.), Newminster und Cleeve (Kreuzigung, 2. H. 14. Jh.) überliefert. Während die einfache Farbgestaltung mit mehrfarbigen Linien und Mustern – für letztere gab es Schablonen (Meaux) – nicht zwingend von professionellen Bautrupps ausgeführt werden mussten, nimmt Park für die komplexeren Wandmalereien spezialisierte Handwerker an. Ob die einfachen Formen der Dekoration von Wand und architektonischen Elementen, die die Zisterzienser bis in das frühe 13. Jh. pflegten, diese von den anderen religiösen Reformgemeinschaften unterschieden, muss aufgrund mangelnder Befunde offenbleiben. Die späteren geometrischen, mehrfarbigen und figürlichen Malereien folgten den allgemeinen zeitgenössischen Standards.

Fussbodenfliesen

Beispiele von Fußbodenfliesen (siehe Fliese) haben sich ungefähr von rund zwei Dritteln der Abteien erhalten, in Byland befinden sich noch größere Teile in situ.[147] Die frühesten Beispiele datieren vom Ende des 12. Jh., die spätesten stammen aus dem 15. Jh. Die Klosterkirche von Jervaulx verlor ihren noch komplett erhaltenen Fußboden nach seiner Freilegung im Verlauf des 19. Jh. Die ältesten Fragmente (Bordesley, Worcestershire; Boxley, Kent; Sawley; Warden, Bedfordshire und Waverley) zeigen geometrische Motive und sind Vergleichsbeispielen auf dem Kontinent (Chaalis, Oise; Les Dunes, Westflandern; Fontenay, Côte-dʼOr und Morimond) sehr ähnlich. Farblich dominieren bei diesen glasierten Fliesen, die zwischen 1190 und 1220 datiert werden können, dunkelbraun und ein dunkles Grün. Im Norden Englands (Byland: Abb., Fountains, Rievaulx) haben sich Beispiele von Mosaikfliesen erhalten, die auch für Sawley, Meaux, Louth Park, Newminster sowie für die schottischen Abteien Newbattle (Midlothian) und Melrose nachgewiesen werden können. Bis auf Fountains (1226/47) und Meaux (1249/69), wo die Chroniken die verantwortlichen Äbte benennen, fehlen genaue Datierungen, sodass für die gesamte Gruppe ein Entstehungszeitraum zwischen ungefähr 1235 und 1265 angenommen wird.[148] Die ausgelegten Muster waren in der Regel geometrisch abstrakt und konnten sehr komplex angelegt sein. Die Farben der glasierten Mosaikfliesen beschränken sich auf gelb, ein dunkles Grün oder schwarz. Die Ornamente ergeben sich aus dem hell-dunkel Kontrast. Höhepunkte dieser Gestaltung stellen größere Rondelle aus mehr als 500 Teilen dar wie sie für Byland (noch in situ) sowie für Meaux, Louth Park, Newbattle, Rievaulx sowie Sawley nachgewiesen sind. Möglicherweise war Melrose der Ausgangspunkt für die Anlage dieser Rondelle.[149] Die Muster, vor allem jenes von Meaux, übersteigen an Komplexität und Technik all das, was auf den britischen Inseln und auf dem Kontinent bekannt geworden ist. Aufgrund der anspruchsvollen Technik und der ausgeführten hohen Qualität ist von hoch spezialisierten Werkstätten auszugehen. Da die technischen Grundlagen für die Mosaikfliesen bereits in Frankreich existierten, wird angenommen, dass mit den Zisterziensern diese Technik auf die Insel kam und dass die Handwerker diese weiter perfektionierten. Wenn der Mosaikfußboden von Beaulieu Abbey zeitnah mit der Vollendung des neuen Sanktuariums (um 1227) entstanden ist, wäre dies das früheste Beispiel. Die Technik dürfte dann aus der Normandie importiert worden sein. Von hier fand das Wissen seinen Weg in den Norden Englands. Die scheinbar einfache Gestaltung dieser Mosaikfußböden täuscht über die finanziell aufwändige Herstellungsweise hinweg, insofern sind hier visuelle „simplicitas“ und „paupertas“ trügerisch. Mosaikfußböden blieben jedoch nicht auf die Zisterzienser beschränkt (Thornton Abbey, Lincolnshire; Guisborough Priory, North Yorkshire). Sie haben nichts „Zisterziensisches“ an sich, weder stilistisch noch mit Blick auf eine konservative Haltung.

Kurz vor der Mitte des 13. Jh. begann man Fliesen mit Inlays aus einem helleren Ton zu fertigen. Frühe Beispiele sind aus Beaulieu (Weihe der Kirche 1246) und aus dem alten Refektorium von Cleeve (Sommerset) überliefert.[150] In Cleeve, wo der Fußboden sich noch in situ befindet, dominieren heraldische Motive, die sich auf die Hochzeit von Edmund von Cornwall (1249–1300) und Margaret de Clare im Jahr 1271 beziehen. In Hailes ist der Fußboden des neuen Sanktuariums mit dessen Vollendung auf 1278 zu datieren. Hier zeigt der Fußboden wie in Cleeve neben geometrischen Ornamenten und vegetabilen Formen auch heraldische Motive. Im Spätmittelalter wurden die Motive aus mehreren Fliesen zusammengesetzt und mit Inschriften versehen (Hailes, Fountains). Diese zweifarbige Technik, die bis in das Spätmittelalter im Gebrauch war, ist weder von Zisterziensern erfunden worden, noch war sie auf jene beschränkt. Ab der Mitte des 13. Jh. folgt die stilistische Gestaltung derartiger Fußböden lokalen und regionalen Traditionen.

Chorgestühle, Lettner, Abschrankungen, Schreine

Zu den immobilen Teilen der Raumausstattung gehören Lettner, Chorgestühl, Altarabschrankungen und Retabel (siehe C.). In der Regel nahm der Mönchschor die Vierung und die östlichen Langhausjoche ein. Im Gegensatz zu Fountains führte in Rievaulx die Errichtung des neuen Sanktuariums auch zur Verlegung des Chorgestühls nach Osten. In Tintern sind die Spuren jener Mauer noch erkennbar, die vor den Langhausarkaden aufgeführt wurde und die sowohl den Chor der Laienbrüder als auch den der Mönche von den Seitenschiffen trennte. In vielen Klöstern bestanden diese Abschrankungen wohl aus hölzernen Einbauten. In Fountains sind unter dem Chorgestühl Tongefäße platziert worden, um die Gesangsakustik zu verbessern.[151] Reste von mittelalterlichen Chorgestühlen aus Zisterzienserkirchen sind offenbar nicht erhalten.

In Melrose ist der spätgotische Lettner (1. H. 15. Jh.), der als einfache Trennwand mit mittleren Durchgang und Tribüne aufgeführt wurde, noch überliefert.[152] Der Kontrast zu Tintern könnte nicht größer sein. Denn Tintern besaß einst einen in reichen gotischen Formen verzierten und farbig gefassten Lettner (1325–1330).[153] Sanktuarien wie in Rievaulx oder die klassischen Ambulatorien dürften ebenfalls Abschrankungen besessen haben, die Chor- und/oder Altarraum vom Umgang schieden. Von der Ausstattung des Altarbereiches ist in Furness noch ein fein ausgearbeiteter Zelebrantensitz mit Piscina aus dem Spätmittelalter erhalten.[154]

Eine Besonderheit englischer Sakralarchitektur, die von den Zisterziensern übernommen wurde, ist der „Reredos“, eine hohe Wand, die im Osten hinter dem Hochaltar errichtet wurde und so den Altarbereich von dem rückwärtigen Raum, der meist einen Reliquienschrein beherbergte, trennte, wie z. B. in Rievaulx, wo der Schrein des Abtes Aelred präsentiert wurde (Abb.).[155]

d. Italien

In Bearbeitung

e. Polen

In Bearbeitung

f. Böhmen

In Bearbeitung

g. Spanien

2. Frauenklöster

a. Mittel- und Norddeutschland

b. Süddeutschland, Österreich und die Schweiz

3. Stadthöfe und Studienhäuser

4. Wirtschaftsbauten und Grangien

In Bearbeitung

5. Wasserwirtschaft

In Bearbeitung

6. Beinhäuser und Friedhofsanlagen

C. Ausstattung

Tafelkreuz, um 1250, ehem. Zisterzienserklosterkirche in Schulpforte.
Kelchschrank, Lübeck (?), um 1300, ehem. Zisterzienserklosterkirche in Bad Doberan.
Sog. Kredenzschrank oder „Ministerium“, um 1300, ehem. Zisterzienserklosterkirche in Bad Doberan.

In der ersten Verfassung der Zisterzienser, der „Carta Caritatis Prior“,[156] wurde festgelegt, dass Bräuche, Gesang und die für die Messe notwendigen Bücher in allen Klöstern übereinstimmen sollten, damit alle unter der gleichen Regel und nach den gleichen Gewohnheiten lebten.[157]

Bernhard von Clairvaux maß in seiner um 1125 verfassten „Apologia ad Guillelmum Abbatem“ der Ausstattung eine große Bedeutung zu.[158] Er verurteilte die goldenen Reliquiare, unnötige Bilder und Schmuck sowie den blendenden Glanz durch ein Übermaß an Kerzen, Perlen und Edelsteinen.[159] Etwa zur gleichen Zeit machte das Generalkapitel in den „Capitula“ Vorgaben für den Schmuck und die Ausstattung des Klosters: Abgesehen vom Altargerät (siehe dazu Goldschmiedekunst) sollte alles ohne Gold, Silber und Edelsteine gestaltet sein.[160] Darüber hinaus lehnte man Skulpturen kategorisch ab, Malerei war allenfalls auf hölzernen Kreuzen gestattet.[161] Wiederholt wird in den Statuten betont, dass man keine goldenen Kreuze haben solle und die Kreuze auch nur so groß sein sollten, dass man sie in der Prozession tragen oder auf den Altar stellen könne.[162] Vorgaben zu diesen und weiteren Ausstattungselementen wurden aber in den Statuten und Beschlüssen des Generalkapitels immer wieder modifiziert. Man reagierte auf Veränderungen und Strömungen, gegen die sich der Orden nicht verschließen konnte oder wollte. Bemalte Kreuze, anstelle der in der Regel plastischen Triumphkreuze des 13. Jh. haben sich z. B. in den Klöstern in Loccum und Schulpforte erhalten (Abb.). Tatsächlich stammen nördlich der Alpen die meisten erhaltenen Tafelkreuze aus Zisterzienserkirchen, allerdings ist ihre Verbreitung nicht auf diesen Orden beschränkt.[163] Dass die Vorgaben zur Ausstattung für sehr wichtig gehalten wurden, zeigt die Tatsache, dass sie in den Texten häufig wiederholt wurden. In den „Capitula“ des 12. Jh. wurden – im Unterschied zum Kirchenbau – jedoch keine Maßnahmen gegen Verstöße bezüglich der Ausstattung vermerkt.[164]

Im weiteren Verlauf des 13. Jh. gehörten Darstellungen von Christus, Maria und Heiligen dann aber zur Ausstattung der Kirchen der Zisterzienser. In Wandmalereien (siehe 3.) oder Glasfenstern (siehe 4.) und zuweilen auch dem Chorgestühl (siehe 2.) oder an Leuchtern[165] schmückten sie den Altarraum.

Die mittelalterliche Ausstattung einer Zisterzienserkirche ist nirgends so vollständig erhalten wie in der ehemaligen Klosterkirche in Bad Doberan. Häufig ist von der mobilen Ausstattung nur noch, zumeist fragmentarisch, das Hochaltarretabel überliefert.[166]

Schränke bzw. verschließbare Nischen[167] für liturgisches Gerät oder den Reliquienschatz waren jedoch aus praktischen Gründen ordensübergreifend üblich. Die wenigen überlieferten Beispiele lassen keine Verallgemeinerungen zu. Ein freistehender Chorschrank aus dem 12. Jh. mit Spuren ursprünglicher Bemalung findet sich noch im französischen Zisterzienserkloster Aubazine.[168] In der Kirche des ehem. Zisterzienserklosters in Løgumkloster ist ein Schrank des ersten Drittels des 14. Jh. erhalten. Aufgrund seiner Ikonographie und der Größe der Fächer liegt eine Nutzung als Reliquienschrank nahe.[169] Seine Aufstellung wird, vergleichbar der Situation in Bad Doberan, in der den Binnenchor umgebenden Mauer angenommen. In der ehem. Zisterzienserklosterkirche in Bad Doberan hat sich ein aufgrund seiner Ikonographie als Kelchschrank zu identifizierendes Möbel (Abb.) erhalten. Nach den Mörtelspuren auf den Außenseiten zu schließen, war er ursprünglich in eine Mauer eingelassen. Sowohl im geöffneten als auch geschlossenen Zustand verweist das Bildprogramm des Schrankes auf seine Nutzung zur Aufbewahrung der Kelche: So fordert unter anderem im Giebelfeld Christus den vor ihm stehenden Benutzer durch den Text in seinem geöffneten Codex auf, Herz, Hand und Lippen zu reinigen, bevor er die Gefäße berührt und aus ihnen trinkt. In die Mauer gegenüber war ein weiterer Schrank eingelassen (Abb.), der mit einem ausklappbaren Brett und schwenkbaren Haltevorrichtungen für Kerzen zur Vorbereitung des eucharistischen Mahls oder zur Ausstellung von Reliquien dienen konnte.[170]

1. Altar

Torso einer Madonna, um 1250. Ehem. Zisterzienserkloster in Schulpforte.
Zwei Madonnenfiguren, 2. Hälfte 13. Jh. und um 1260. Ehem. Zisterzienserkloster in Walkenried.
Madonnenfigur im ehem. Zisterzienserkloster in Maulbronn. Rheinisch-kölnische Werkstatt, um 1330/40.
Maria mit Kind, wohl aus dem Zisterzienserkloster Pont-aux-Dames. Île-de-France, um 1340.
Hochaltaraufsatz der Sainte Chapelle in Paris, um 1240. Kupferstich von 1790.
Reliquienschrein des Hochaltars der ehem. Zisterzienserklosterkirche in Loccum, um 1280 und 19. Jh.
Hochaltarretabel der ehem. Zisterzienserklosterkirche in Bad Doberan, um 1300.
Steinretabel. Zisterzienserabtei in Fontenay, um 1325.
Atlartafel im ehem. Zisterzienserkloster in Løgumkloster, um 1325.
Corpus-Christi-Schrein, mit später hinzugefügter Inschriftentafel in der ehem. Zisterzienserklosterkirche in Bad Doberan. Malereien: Umfeld Lübeck, um 1320/1330.
Pfingstwunder aus dem Zisterzienserkloster in Salem. Umkreis des Meisters Heinrich, um 1320/30.
Christus mit der Seele Mariens aus dem Zisterzienserkloster in Salem (Bodenseegebiet). Umkreis des Meisters Heinrich, um 1320/30.
Hochaltarretabel. Zisterzienserkloster in Marienstatt, um 1350.
Passionstafel aus in der Zisterzienserklosterkirche in Zinna, um 1360/70.
Neun Tafeln mit dem Leben Jesu aus der Zisterzienserabtei in Hohenfurt. Meister von Hohenfurt, um 1345/50.
Retabel im ehem. Zisterzienserinnenkloster in Fröndenberg (ohne Flügel und mit nachträglicher Mitteltafel). Meister des Fröndenberger Altars, Soest oder Dortmund, um 1410/20.
Rekonstruktion des Hochaltarretabels des Zisterzienserklosters in Kamp. Maasland (Lüttich ?), um 1440.
Rekonstruktion des Hochaltarretabels des Zisterzienserklosters in Heisterbach. Meister des Heisterbacher Altars, um 1445/1450.
Rekonstruktion des Hochaltarretabels des Zisterzienserklosters in Marienfeld. Schrein: um 1440, Flügel: Johann Koerbecke, 1457.
Hochaltarretabel, sog. „Friedrichsaltar“, aus dem Zisterzienserstift Neukloster in Wiener Neustadt, 1447.

In Zisterzienserkirchen spielte wie anderenorts die Ausstattung des Altars eine zentrale Rolle, sei es in Form von Textilien (siehe dazu III.), bemalten Holztafeln oder Schreinen mit Skulpturen und oder Reliquienbehältern (zu Reliquiaren siehe II.). Obwohl Bernhard von Clairvaux die „mit Gold bedeckten Reliquien“ kritisierte,[171] wurden zu deren Material und Größe in den Statuten von 1185 keine Vorgaben gemacht. Die Ausstellung der „vase reliquiarum“ waren an Festtagen auf dem Hochaltar erlaubt.[172] Das Männerkloster Altenberg erhielt um 1300 von Abt Heinrich III. für seinen Hochaltar eine große, goldene, mit Edelsteinen geschmückte Tafel, in die 81 Reliquien in der Reihenfolge der Heiligenlitanei eingefügt waren.[173]

a. Marienstatuen

In Caesarius von Heisterbachs „Dialogus Miraculorum“ erfährt man, dass bereits vor 1240 auf dem Altar des Klosters Essen (Jesse) eine Marienstatue des „sedes sapientiae“-Typus stand.[174] Thronende Madonnen des ersten Drittels des 13. Jh. befinden sich auch in den (ehem.) Zisterzienserinnenklöstern Börstel, Lichtenthal und Willebadessen. Die außerordentliche Qualität einiger heute noch erhaltener Werke lässt einen regen Austausch der Klöster mit den bedeutendsten Kunstzentren vermuten.[175]

Im deutschsprachigen Raum sind noch 20 Marienfiguren aus der Zeit vor 1400 aus und in verschiedenen Abteien erhalten.[176] Im ehemaligen Zisterzienserinnenkloster Marienberg in Börstel wurde bei einer Kirchenrenovierung 1963 eine Madonna vom Anfang des 13. Jh. aufgefunden, nachdem sie mehrere Jahrhunderte in der Mensa des Hochaltars eingemauert war. Das Zisterzienserkloster Pforta besaß laut Überlieferung zahlreiche Muttergottesbilder. Die bedeutendste ist eine nur als Torso überkommene Steinskulptur. Die auf einer Bank thronende Gottesmutter gehört stilistisch zu den sächsischen Bildwerken aus dem zweiten Viertel des 13. Jh. (Abb.). In Walkenried ist eine Sitzstatue auf dem Hochaltar für das Jahr 1265 beurkundet, die man mit einer der beiden erhaltenen Marienfiguren gleichsetzt (Abb.).[177] Der Sitztypus war noch um 1320 verbreitet, wie die rheinisch-kölnische Madonna in Maulbronn zeigt, die wohl in einem Schrein mit Klappflügeln auf einem Seitenaltar im Bereich des südlichen Seitenschiffs Aufstellung fand (Abb.).[178] Gerade die einander z. T. sehr ähnlichen Kölner Muttergottesfiguren aus dem ersten Viertel des 14. Jh., die von Klöstern verschiedener Orden erworben wurden, belegen eine ordensunabhängige Herstellung und Gestaltung.[179]

Aus dem ausgehenden 13. und 14. Jh. sind ferner zwei Marienfiguren erhalten, die eine Pyxis halten (Abb.) und auf Altar bzw. im Schrein auf dem Altar standen (Abb.). Es ist ungeklärt, ob diese Form auf einer ordensinternen Tradition beruhte.[180]

b. Retabel

1240 wurde der Umgang mit Bildtafeln auf Altären durch die Statuten des Generalkapitels neu geregelt. Solche frühen Retabel waren inzwischen überall in Europa üblich[181] und wurden speziell von den neuen Orden der Franziskaner und Dominikaner seit längerem erfolgreich eingesetzt.[182] Wie der Formulierung „tabularum quae altaribus Ordinis nostri superponuntur“ („der Tafeln, die auf den Altären unseres Ordens aufgestellt werden“) in den Statuten von 1240 zu entnehmen ist, gehörten sie zu dieser Zeit auch in Zisterzienserkirchen zur Ausstattung vieler Altäre und wurden nun offiziell erlaubt, allerdings in reduzierter Farbigkeit, wenn möglich monochrom.[183] Drei Jahre vorher, 1237, waren die Vorgaben gegenüber den Bildern noch deutlich ablehnender.[184] Gefordert wurde 1240, dass farbige Tafeln entfernt bzw. mit weißer Farbe überarbeitet werden sollten. 1257 wurde die Forderung nach monochromen Bildtafeln wiederholt.[185] Es ist deshalb anzunehmen, dass sie nicht konsequent umgesetzt wurde. Unter den wenigen erhaltenen Beispielen der einst zahlreichen frühen Altartafeln ist keine entsprechend nachgearbeitete Tafel bekannt.[186] Neben Bildtafeln ist wohl grundsätzlich auch mit Steinretabeln zu rechnen, wie das um 1325 in der Île de France entstandene Kalksteinretabel für den Hochaltar der Abteikirche von Fontenay zeigt (Abb.).[187] Die Überlieferungssituation lässt allerdings keine Rückschlüsse auf deren Verbreitung zu.

Bislang liegt keine vergleichende Untersuchung zisterziensischer Retabel in Europa vor,[188] was auch durch die schlechte Überlieferungssituation bedingt ist: In England sind Tafelbilder für die Altarausstattung – als Antependien und Retabel – seit dem 12. Jh. in den Textquellen nachweisbar,[189] aber nicht erhalten. Anzunehmen ist, dass es sie im 13. Jh. auch auf Altären der Zisterzienser gab.[190] Vor allem in Italien und Spanien belegen überlieferte Beispiele die ordensunabhängige Verbreitung der Tafelbilder für den Altar. Aufgrund fehlender Untersuchungen ist auch die hier vorgenommene Zusammenstellung erhaltener Retabel des 15. Jh. unvollständig und auf das deutsche Sprachgebiet konzentriert, in dem der größte Bestand an Kunstwerken aus Zisterzienserklöstern überliefert ist.

13. Jh.

Seit dem Frühmittelalter ermöglichten Tabernakel oder auf den Altar gestellte Podeste festliche Arrangements. Seit Beginn des 13. Jh. wurden in allen Orden – also auch bei den Zisterziensern – neue Lösungen für die Präsentation der sakralen Schätze und Bildwerke am Altar erprobt. Ein international aufsehenerregendes Beispiel war die eindrucksvolle Präsentation von Reliquien auf dem Altar der Sainte-Chapelle in Paris, die der französische König Ludwig IX. als Hofkapelle errichten ließ. Zunächst hinter, etwas später auf einer Bühne über dem Hochaltar stand ein großer, kostbarer, goldener Schrein, auf dessen Außenseiten ein reiches Bildprogramm zu sehen war und in dessen Inneren die wertvollen Passionsreliquien, allen voran die Dornenkrone Christi, aufgestellt waren. Durch einen Drehmechanismus des um 1240 entstandenen, heute nicht mehr erhaltenen Schreins, dessen Aussehen jedoch durch Darstellungen wie den Stich von 1790 überliefert ist (Abb.), konnten die Reliquien gezeigt werden. Für ihre Verwahrung und Präsentation waren die Mönche der ebenfalls unter Ludwig IX. errichteten und als königliche Grablege genutzten Zisterzienserabtei in Royaumont zuständig.[191] Unter diesen Voraussetzungen erstaunt es nicht, dass auch dort der Hochaltar aufwendig ausgestattet wurde. Royaumont gehört zu den wenigen Fällen, die wegen deutlicher Überschreitung der Vorgaben 1263 vom Generalkapitel ermahnt wurden, zu Demut und Schlichtheit zurückzukehren,[192] was bedeutete, dass sie das Ziborium mit Engelsäulen, Bildern, Skulpturen und Vorhängen zurückbauen mussten.[193]

Große Schreine für die Präsentation der Heiltümer auf dem Hochaltar, wie er für die Sainte-Chapelle überliefert ist, lassen sich, wenn auch nicht in dieser Ausführung, im 13. Jh. auch in Zisterzienserklöstern finden. Caesarius von Heisterbach beschreibt um 1200 einen Schrein, der zur Aufstellung des Allerheiligsten und der Reliquien diente.[194] Offensichtlich waren größere Schreine kein Einzelfall, denn 1213 wurden sie ausdrücklich verboten.[195] Ein hölzerner Schrein für den von Caesarius beschriebenen Zweck hat sich in der ehem. Zisterzienserklosterkirche in Loccum erhalten. Er wurde für den Hochaltar des Kirchenneubaus um 1280 angefertigt (Abb.).[196] Bei der Gestaltung orientierte man sich an den großen mit versilbertem und vergoldetem Metall verkleideten Schreinen des 12. und 13. Jh.[197] Anders als diese ist der Loccumer Schrein aus goldgefasstem Holz gefertigt und besitzt keinen plastischen Figurenschmuck. Allerdings war eine solche Materialwahl und reduzierte Ausstattung grundsätzlich nicht nur von Ordensidealen und -statuten, sondern auch von den verfügbaren Geldmitteln abhängig.[198] Im Unterschied zu den geschlossenen Reliquienschreinen war er so konstruiert, dass die Wände zu öffnen waren und die im Inneren verborgenen Reliquien gezeigt werden konnten. Der Mitteltabernakel diente vermutlich der Aufbewahrung des Allerheiligsten, wie es den zisterziensischen Gewohnheiten der Zeit entsprach.[199] Funktionale Aspekte wie Reliquien- und Sakramentsverwahrung waren die Hauptgründe für die Errichtung der frühen Hochaltarretabel im Orden.[200] Die Verbote übermäßiger Ausstattung durch Malerei oder Skulptur wurden zwar noch 1289 und 1316 wiederholt, in der Folgezeit wurde aber kein Versuch mehr unternommen, die Ausstattung zisterziensischer Kirchen zu regulieren.[201]

14. Jh.

Bereits um 1300 war der Bau eines noch prächtigeren Aufsatzes für den Hochaltar der Klosterkirche in Doberan möglich (Abb.).[202] Das Retabel ist ein großer, hölzerner, vergoldeter und maßwerkverzierter Schrein mit drei Maßwerktürmen. In der Mittelnische stand ursprünglich eine Muttergottesfigur mit einer Pyxis, die wohl der Aufbewahrung der konsekrierten Hostie diente.[203] In die seitlichen Gefache des Schreins konnten Reliquien eingestellt werden. Die großen Türflügel, mit denen er zu schließen ist, waren beidseitig mit Heiligenfiguren und Tafelbildern mit der Passion Christi geschmückt. Mit dem Schrein ist in Doberan eines der ältesten Beispiele eines Flügelretabels überliefert. Für Gläubige, die nicht dem Konvent angehörten, war der Bereich um den Hochaltar nur sehr eingeschränkt zugänglich. Um der zu Beginn des 14. Jh. verbreiteten Sakramentsverehrung nachzukommen, scheint man in Doberan eine eigene Lösung gefunden zu haben: Der Corpus Christi-Schrein dürfte der mobilen Ausstellung von Sakrament und Reliquien außerhalb des Sanktuariums gedient haben (Abb.).[204]

Auch den 1313 „Mariae Himmelfahrt“ geweihten Hochaltar der Klosterkirche in Salem schmückte einst ein Flügelretabel. Erhalten sind lediglich zwei Reliefs, um 1320/30, die das Pfingstwunder und, aus einem Marientod, den Christus mit der Seele Mariens zeigen (Abb. und Abb.).[205] Ebenfalls nur als Fragment überliefert ist das Retabel aus der Zisterzienserklosterkirche in Zinna (Abb.).

Andernorts hielt man an der traditionellen Tafel als Schmuck für den Altar fest und verwahrte die Reliquien in einem eigenen Schrein: Die als Antependium oder Retabel aufgestellte Tafel in Løgumkloster zeigt im Zentrum den Weltenrichter und auf beiden Seiten je sechs Szenen aus dem Leben Jesu (Abb.).[206]

Das Flügelretabel des Zisterzienserklosters Marienstatt (Abb.) wurde um 1350 in einer Kölner Werkstatt geschaffen.[207] Vermutlich stand in seinem Mittelrisalit eine ältere, besonders verehrte Reliquienbüste, vielleicht der heiligen Ursula selbst, oder die Eucharistie wurde dort ausgesetzt.[208] Das Retabel ermöglichte darüber hinaus den Bestand an Reliquien der Jungfrauen aus dem Gefolge der hl. Ursula, deren Kult vom Zisterzienserorden besonders gefördert wurde,[209] in Form der Reliquienbüsten zu zeigen.[210] Im oberen Register erblickt man im zentralen Gefach eine vollplastische Marienkrönung, die sog. Triumph-Gruppe, die von geschnitzten Apostelfiguren auf den Seitenteilen und Flügeln flankiert wird. Da sich der „Legenda aurea“ zufolge in der Sterbestunde Mariens die Apostel um ihr Bett versammelt haben sollen, waren letztere als Zeugen ihrer Himmelfahrt zu verstehen, und die Marienkrönung konnte im Sinne der aus der Interpretation des Hohen Lieds entwickelten Brautmystik des Heiligen Bernhard gedeutet werden.[211] Zusammen mit der architektonischen Gliederung repräsentiert das Gesamtprogramm gleichsam die Kirche selbst: ein himmlisches Konzil. Die versammelten Heiligen sind in ihrer Reihung eher als Stand denn als Individuen aufgefasst.[212] Man hat darin eine Absage an den Materialismus des Heiligenkults gesehen.[213]

In der Zisterzienserabtei Hohenfurt ging ein wichtiger Teil der Ausstattung auf eine private Stiftung zurück: Die neun Tafeln mit dem Leben Jesu wurden für den Hauptaltar oder den Lettner der Zisterzienserklosterkirche in Hohenfurth von Peter I. von Rosenberg um 1345/50 gestiftet (Abb.).[214] Die Anordnung der Tafeln, ob in einer Reihe oder in drei Reihen übereinander, am Lettner oder Hochaltar, ist umstritten.[215]

Die böhmische Passionstafel aus dem Zisterzienserkloster Zinna, um 1360/70, könnte auf dem Kreuz- oder Hochaltar der Klosterkirche gestanden haben.[216]

Auch wenn generell sicher nicht jeder Altar mit einem Retabel geschmückt war, lässt sich für die frühe Phase des Flügelretabels festhalten, dass sich die Zisterzienser bei der Ausstattung ihrer Altäre nicht zurücknahmen, sondern an der allgemeinen Entwicklung großen Anteil hatten. Marianische Bildprogramme und die dauerhafte Aufbewahrung und Präsentation von Reliquien auf dem Hochaltar, die vom Generalkapitel gefordert war, stellen keine ordensspezifischen Merkmale dar. Zwei Drittel der erhaltenen bzw. rekonstruierbaren Flügelaltäre des 14. Jh. weisen mariologische Programme auf, was angesichts der ausgeprägten Marienfrömmigkeit der Zeit nicht verwundert.[217]

15. Jh.

Das um 1410/20 entstandenen Retabel für den Hochaltar des Zisterzienserinnenklosters Fröndenberg (Abb.) ist im Aufbau mit dem knapp hundert Jahre älteren Marienstatter Altar vergleichbar. Das Flügelretabel zeigte im geschlossenen Zustand stehende Heilige, geöffnet einen sechzehnteiligen Marienzyklus. Die Bilderzählung erfolgt allerdings durch Tafelgemälde, die stilistisch in den Umkreis Konrad von Soest einzuordnen sind.[218] In der ausgesparten Mittelzone des Retabels befand sich ein halbfiguriges Madonnenbild (Dortmund, Museum für Kunst und Kulturgeschichte). Wie die Untersuchung der Tafel aus Eichenholz ergab, wurden vor ihrer Bemalung in die Vorderseite kleine Holzplättchen aus Nadelholz eingelassen, die durch zwei Bohrlöcher von hinten zu sehen sind. Daraus wurde geschlossen, dass es sich um einen Nachfolger des verlorenen Gnadenbildes, vermutlich einer byzantinischen Marienikone, handelt. Dem neuen, ähnlich gestalteten Bild wurde durch den Einschluss der Reliquien des alten dessen Wirkung verliehen, denn es soll sich der Legende nach um Holz aus dem Kreuz Christi gehandelt haben.[219]

Das Hochaltarretabel aus Kamp, dem ersten Zisterzienserkloster im deutschen Sprachraum, war ein breitgelagertes Triptychon mit Figurenschrein und beidseitig bemalten Flügeln (Abb.). Maria und Gottvater im Zentrum des Schreins wurden, ganz ähnlich wie in Marienstatt, flankiert von den zwölf Aposteln. Sie sind überfangen von hohen, filigran gearbeiteten, vergoldeten Baldachinarchitekturen; in den maßverblendeten Gefachen der Sockelzone dürften sich Reliquien befunden haben. Die Flügelinnenseiten zeigen einen acht Bildfelder umfassenden Passionszyklus, die -außenseiten die heilige Familie, die in beiden Fällen von einem gemalten, je unterschiedlich gemusterten Goldbrokathintergrund hinterfangen werden. Der Stil der Malerei lässt südniederländische Vorbilder erkennen; die Schnitzfiguren stehen dem Retabel von Tongeren nahe. Malerei wie Skulpturen verweisen über vergleichbare Werke nach Lüttich. Demnach dürfte das Hochaltarretabel in Kamp wohl vollständig in Lüttich in Auftrag gegeben worden sein.[220] Kontakte zum Maasgebiet gab es über das Provinzialkapitel. Im Januar 1422 trafen sich z. B. die Äbte von Kamp, Altenberg, Heisterbach, Val-St. Lambert, Aulne, Val-Dieu, Grandpré und Termunten in Maastricht.[221]

Bei dem sog. Heisterbacher Altar, um 1445/50 (Abb.), von dem sich nur die doppelseitig bemalten Flügelbilder aus dem Umkreis Stephan Lochners erhalten haben,[222] handelte es sich wohl um das Hochaltarretabel des Zisterzienserklosters, das im 16. Jh. einem neuen Retabel weichen musste. Im Inventar von 1802 wird der Heisterbacher Altar als „Reliquienaltar“ bezeichnet. Der verlorene Mittelteil wurde 1805 zur „Errichtung eines Reliquiarums“ in die Propstei- und Pfarrkirche St. Pankratius in Oberpleis überführt und gilt als verschollen. Der Altaraufsatz kann als doppelt wandelbares Flügelretabel rekonstruiert werden: Die hl. Ursula mit Schutzmantel und der Anführer der Thebäischen Legion (1945 verbrannt) bildeten die Flügelaußenseiten, die erste Öffnung zeigte den sechzehnteiligen Marien- und Passionszyklus, dessen Szenen vor vergoldetem Hintergrund mit rotem und blauem Pressbrokat wiedergegeben sind. Die zweite Öffnung zeigte auf den Flügeln Tafelbilder der Heiligen Benedikt und Bernhard sowie sechs der zwölf Apostel unter gemalten Baldachinen, in der Sockelzone maßwerkverblendete Reliquiennischen. Auf dem Schrein setzte sich die Reihe vermutlich mit geschnitzten Apostelfiguren sowie echtem Maßwerk und Reliquien fort, während mittig, einer Beschreibung des 19. Jh. zufolge, wohl Christus und Maria zu sehen waren. Wie bei den Zisterziensern üblich, war der Hochaltar der Muttergottes geweiht. Der Heisterbacher Altar gehört mit ca. 6 x 2 m zu den größten erhaltenen Altären einer Kölner Werkstatt des 15. Jh. Er hatte in der etwa sieben Meter breiten Apsis, dem einzigen erhaltenen Gebäudeteil der Klosterkirche, genügend Platz. An der südlichen Apsiswand gibt es einen Durchbruch mit kleeblattförmigem Abschluss, der ursprünglich als verschließbare Nische der Aufbewahrung des Altargeräts gedient haben könnte.[223]

Das Zisterzienserkloster Marienfeld in Harsewinkel ließ um 1440 für seinen umfangreichen Reliquienschatz, der zuvor in zwei Gehäusen auf dem Kreuzaltar aufgestellt war und zu dem auch Reliquien der Gefährtinnen der hl. Ursula zählten, einen Schrein mit Skulpturen für den Hochaltar anfertigen. 1457 folgten die Flügel, die außen die Passion Christi und innen einen Marienzyklus des Münsteraner Maler Johann Koerbecke zeigten. Von den einst sechzehn Bildtafeln haben sich fünfzehn in verschiedenen Sammlungen weltweit erhalten. Darüber hinaus sind eine geschnitzte Sitzmadonna für das zentrale Schreinfach, neun Apostelfiguren der Predella und einige Schädelreliquien mit textilem Schmuck überliefert. Auf Grundlage einer Beschreibung von 1708 konnte das Aussehen dieses Altaraufbaus rekonstruiert werden (Abb.).[224] Dies zeigt abermals die große Bedeutung des umfangreichen Reliquienfunds von 1109 innerhalb der Stadt Köln, den man auf die Ursula-Legende bezog. Ursula-Reliquien sind neben Marienfeld vor allem in den Zisterzienserklöstern in Marienstatt, Altenberg und Kamp nachzuweisen, wobei die Stadthöfe der beiden letztgenannten in Köln unmittelbar an den Fundort, den sog. „ager ursulanus“, grenzten.[225] Die bereits in Marienstatt zu beobachtende Kombination aus Malerei, Skulptur und Reliquie wurde in den drei aufgeführten Beispielen im 15. Jh. konsequent weiterentwickelt bzw. an den Stil der Zeit angepasst, wie es auch in Dom- Stifts- sowie Klosterkirchen anderer Orden geschah.

Nicht zu unterschätzen ist der Einfluss der Stifter und Patrone der Klöster, besonders deutlich unter königlichem Patronat wie bei dem erwähnten reichen Altarensemble in Royaumont oder im Fall des sog. Friedrichaltars, eines großen Flügelretabels, das von König Friedrich IV. wahrscheinlich für das Zisterzienserkloster in Viktring (Kärnten) gestiftet, aber 1447 in der Kirche des Zisterzienserklosters in Neukloster in der Wiener Neustadt auf dem Hochaltar aufgestellt wurde (Abb.).[226] Vor allem war es auch das Bemühen um eine zeitgemäße Präsentation der Heiltümer, die innerhalb des Zisterzienserordens zu Flügelretabeln enormen Ausmaßes führte. Es wurden sowohl lokale als entfernte Künstler engagiert, wobei die jeweilige Region, das jeweilige personelle Netzwerk bzw. die jeweilige klösterliche Kunstpraxis eine Rolle gespielt haben.[227]

2. Chorgestühle

3. Wand- und Deckenmalerei

4. Glasmalerei

Fünf Ornamentfelder, um 1260–1275 und um 1300–1320, Altenberg, Klosterkirche.
Zwei Ornamentfelder, oben mit herzförmigem Lilienmuster, um 1165/70, unten mit gekreuzten Lilienstäben, um 1176–1190, Bonlieu (Creuse), Klosterkirche / Aubazine (Corrèze), Klosterkirche.
Blank verglastes Ornamentfenster mit Flechtbandmuster, um 1176–1190, Aubazine (Corrèze), Klosterkirche.
Drei Fragmente blank verglaster Ornamentfenster, um 1210, ehem. Pontigny (Yonne), Klosterkirche.
Blank verglastes Ornamentfeld mit herzförmigem Lilienmuster, um 1165/70, ehem. Bonlieu (Creuse), Klosterkirche.
Blank verglastes Ornamentfenster mit farbigen Einschlüssen, oberer Teil, 3. Drittel 12. Jh., La Bénisson-Dieu (Loire), Klosterkirche.
Fragment eines Ornamentfensters mit Blattmustern auf schraffiertem Grund, frühes 13. Jh.(?), ehem. Noirlac (Cher), Klosterkirche.
Modernes Pasticcio aus Fragmenten von Ornamentfenstern, 1. Hälfte 13. Jh.(?), ehem. Fontfroide (Aude), Klosterkirche(?).
Blank verglastes Ornamentfenster mit Flechtbandmuster, um 1175/80, ehem. Eberbach, Klosterkirche.
Blank verglastes Ornamentfenster, um 1180/85, Eberbach, Klosterkirche.
Oberer Rest eines blank verglasten Ornamentfensters mit Flechtbandmuster und farbigen Einschlüssen, Mitte 13. Jh., ehem. Marienstatt, Klosterkirche.
Ornamentfenster, Couronnement, um 1250 und um 1290/1300, Haina, Klosterkirche.
Ornamentfenster mit modulartig aus quadratischen Kettengliedern zusammengesetzten Elementen, um 1260/70, Haina, Klosterkirche.
Ornamentfenster mit figürlichen Elementen (Kreuzigung Christi und Passionsmotive), Couronnement, um 1330/40, Haina, Klosterkirche.
Ornamentfeld mit stilisiertem Laub, um 1251–1268, Schulpforte (Pforta), Klosterkirche.
Fensterrose mit Weinreben und Drachen, um 1251–1268, Schulpforte (Pforta), Klosterkirche.
Ornamentfenster mit Weinranken, oberer Teil, um 1260–1275, Altenberg, Klosterkirche.
Details aus drei Ornamentfenstern mit geometrisierten Blattformen, jeweils um 1270–1281, Altenberg, Klosterkirche.
Detail aus einem Ornamentfenster mit farbigen Einschlüssen und Tierdarstellungen, um 1280/90, Altenberg, Klosterkirche.
Detail aus einem Ornamentfenster mit geometrisierten Blattformen, um 1300–1320, Altenberg, Klosterkirche.
Ornamentfeld mit herzförmigem Flechtbandmuster, um 1250/60, ehem. Nordshausen(?), Klosterkirche.
Flechtbandfenster mit einem Kreuz, 2. Hälfte 12. Jh., Kirkby-in-Furness (Cumbria), Pfarrkirche.
Fragmente einer Ornamentverglasung mit Blattmustern, um 1300, ehem. Holme, Klosterkirche.
Fragmente von Ornamentfenstern, 13. Jh., Grabungsfund aus Kloster Łekno (Lekno).
Detail aus einem Ornamentfenster mit farbigen Flechtbändern, 1. Viertel 13. Jh., Santes Creus, Klosterkirche.
Ornamentfenster mit geflochtenen Sternmotiven, 1. Viertel 13. Jh., Santes Creus, Klosterkirche.
Blank verglastes Ornamentfenster mit Flechtbandmuster, Ende 12. Jh., Cudot (Yonne), Église Notre-Dame-de-l’Assomption.
Ornamentzeichnungen verschiedener Flechtbandmotive im sog. Reiner Musterbuch, um 1210.
König Philipp III. von Frankreich als Stifter, 3. Viertel 13. Jh., Royaumont (Val d’Oise), Klosterkirche.
Gilles Mallet und seine Ehefrau Nicole de Chambly als Stifter und Stifterin, um 1400, Bonport (Eure), Klosterkirche.
Hl. Elisabeth, um 1245/50, Neukloster (Sonnenkamp), Klosterkirche.
Kreuzigung Christi mit Stifter (aus der Familie H[a]usmann?), 3. Viertel 13. Jh., Namedy, Klosterkirche.
Ornamental-figurale Verglasungsreste, um 1280/85(?), Heilsbronn, Klosterkirche.
Maria mit Kind, um 1300, Doberan, Klosterkirche.
Rekonstruktion des Hochchorfensters NORD II der Doberaner Klosterkirche.
Markgraf Friedrich II. von Baden und dessen Großeltern Rudolf I. von Baden und Kunigunde von Eberstein in Architekturtabernakeln, um 1300/1310, ehem. Lichtenthal, Klosterkirche.
Herzogin Elisabeth von Bayern in Zisterzienserinnentracht, um 1310/20, ehem. Seligenthal, Klosterkirche.
Sog. Marienfenster, um/nach 1304 oder um 1308/09, Kappel am Albis, Klosterkirche.
Krönung Mariens, 2. Viertel 14. Jh., Netze, Klosterkirche.
Hl. Petrus, um 1210/20, ehem. Burgos, Klosterkirche.
Ornamentverglasung im Couronnement des Hainaer Nordquerhaus-Fensters, um 1260, Haina, Klosterkirche.
Architekturfeld, um 1330/40, Haina, Klosterkirche.
Ornamentverglasung mit alttestamentlichen Propheten, um 1290/95, Heiligenkreuz, Klosterkirche.
Westfenster mit einem Christuszyklus und Resten einer Heiligenvita, um 1300, Santes Creus, Klosterkirche.
Steinigung des hl. Stephanus, um 1300, Santes Creus, Klosterkirche.
Ostfenster mit in situ befindlicher Maßwerkverglasung, um 1335, Bebenhausen, Klosterkirche.
Einzug Christi in Jerusalem / Apostel Bartholomäus, um 1335, ehem. Bebenhausen, Klosterkirche.
Ostfenster mit Heiligen, Martyrien und Kreuzigung Christi in Architekturrahmungen, um 1320, Heiligkreuztal, Klosterkirche.
Muttergottes mit Stifterin Elisabeth von Stepheln, um 1320, Heiligkreuztal, Klosterkirche.
Ostfenster mit Christuszyklus und Standfiguren von Heiligen, um 1340/50, Hauterive, Klosterkirche.
Chorfenster mit Apostel und Propheten in Großmedaillons, um 1340/50, Hauterive, Klosterkirche.
Ostfenster (Ausschnitt) mit Szenen aus dem Leben Christi, um 1360, ehem. Amelungsborn, Klosterkirche.
Propheten in Weinrankenmedaillons, um 1360, Amelungsborn, Klosterkirche.
Wurzel-Jesse-Fenster, um 1340/50, ehem. Merevale (Warwickshire), Klosterkirche(?).
Westfenster mit Heiligenfiguren in Architekturtabernakeln, vor 1397, Altenberg, Klosterkirche.
Rekonstruktion der ursprünglichen Figurenanordnung im Westfenster der Altenberger Klosterkirche.
Hl. Ursula, um 1400, St. Marienstern, Klosterkirche.
Stifterin und Stifter mit Wappenallianz Lichtenburg/Pettau(?), darüber Szenen aus der Passion Christi, um 1390/1400, Viktring, Klosterkirche.
Hll. Katharina und Barbara, um 1464–1479, ehem. Dargun, Klosterkirche.
Hll. Georg und Alexander(?), um 1470/80, Wienhausen, Kloster, Nonnenchor.
Strahlenkranzmadonna, um 1490/1500, Doberan, Klosterkirche.
Hl. Bernhard mit seinen Eltern, frühes 16. Jh., ehem. Mariawald(?), Klosterkirche.
Hll. Benedikt und Bernhard, um/nach 1506, Neuendorf, Klosterkirche.
Krönung Mariens, um 1490/1500, ehem. Zwettl, Klosterkirche.
Verkündigung an Maria, 1539, ehem. Herkenrode, Klosterkirche.
Beweinung Christi und Stifter aus der Familie Van Winssen, frühes 16. Jh.(?), ehem. Utrecht, Klosterkirche St. Servaas.
Christuskopf, 4. Viertel 15. Jh., ehem. Pelplin, Klosterkirche.
Ornamentfeld mit Blatt-Palmettenranke und einem Kopf im Bogenscheitel, 2. Viertel 13. Jh., Heiligenkreuz, Kloster, Kreuzgang.
Ornamentfeld mit Flechtquadrat in einem Kreis, 2. Viertel 13. Jh., Heiligenkreuz, Kloster, Kreuzgang.
Reste einer Ornament-Grisailleverglasung aus stilisiertem Blattwerk, 2. Hälfte 13. Jh., Loccum, Kloster, Kreuzgang.
Passfeld mit thronender Madonna, um 1280/90, Wettingen, Kloster, Kreuzgang.
Mecklenburger Stammbaum, 2. Viertel 14. Jh., ehemals im Kreuzgang des Doberaner Klosters.
Rekonstruktion eines Fensterverschlusses im Chorgang des Klosters Wienhausen.
Fragment einer Stifterscheibe mit kniendem Ritter, um 1500, ehem. Eberbach, Kloster, Kreuzgang.
Umarmung des hl. Bernhard durch Christus (Amplexus) mit Stifter Abt Wolfgang Joner von Kappel, 1521, Wettingen, Kloster, Kreuzgang.
Propheten Jeremias, Hesekiel und Isaias, um 1460/70, ehem. Altenberg, Kloster, Kreuzgang.
Rekonstruktion eines typologischen Fensters im Kreuzgang des Klosters Mariawald.
Kreuzabnahme Christi, 2. Viertel 16. Jh., ehem. Marienfeld, Kloster, Kreuzgang.
Hl. Bernhard auf dem Laterankonzil in Rom (mit nicht identifiziertem Stifter und dessen Frau), um 1510/20, ehem. Altenberg, Kloster, Kreuzgang.
Rekonstruktion des sog. Babenberger Stammbaums im Brunnenhaus von Stift Heiligenkreuz.
Hl. Hildegund in Mönchstracht hilft beim Bau des Dormitoriums, Schönau, ehem. Kloster, Glasgemälde(?) im Refektorium in einer Abzeichnung des späten 16. Jh.
Ehem. Infirmarie- bzw. Kreuzkapelle, 1406 oder um 1406–1409, Rein, Kloster, Großer Stiftshof.
Glasmaler Johannes, Flucht nach Ägypten und Zwölfjähriger Christus im Tempel, 1406 oder um 1406–1409, ehem. Rein, Kloster, Infirmarie- bzw. Kreuzkapelle.
Reste eines Wappens Burgund, 1. Viertel 15. Jh., ehem. Ten Duinen, Kloster, Abtshaus.
Allerheiligenkapelle, um 1290/1300, Wienhausen, Kloster.
Verkündigung an Maria über einer Ornamentverglasung, Ende 13. Jh., ehem. Kirchheim am Ries, Kloster, Stiftskapelle.
Sir John de Hardreshull und seine Ehefrau Margaret mit Wappen Hardreshull, Mitte 14. Jh., ehem. Merevale, Kloster, Torkapelle.
Kreuzigung Christi, um 1525/30, ehem. Altenberg, Kloster, Torkapelle(?).

Zur Zeit der Gründung der ersten Zisterzienserklöster in Frankreich waren künstlerisch gestaltete Verglasungen von Fensteröffnungen keine Seltenheit mehr. Es ist folglich fest davon auszugehen, dass schon die frühen, ab ca. 1120 errichteten monumentalen Kirchenbauten dieser Primarabteien derartige Verglasungen besaßen, obwohl die schriftliche Überlieferung hierzu nicht vor 1140/1150 einsetzt (siehe I.C.4.b.) und die ältesten erhaltenen Fenster, Scheiben oder Fragmente nicht vor die Mitte des 12. Jh. zu datieren sind (siehe I.C.4.c.). Der für das 12. Jh. lückenhafte, im Wesentlichen auf Frankreich und Deutschland beschränkte Bestand wird ab dem 13. Jh. dichter und erstreckt sich dann auch mit wenigen Ausnahmen auf annähernd alle Länder, in denen der Orden sich angesiedelt hatte. Bedeutend sind die Bestände in Frankreich und Spanien, vor allem aber in Deutschland, Österreich und der Schweiz, wo es neben vielen Verglasungen in Kirchen (siehe I.C.4.c. und I.C.4.d.) auch manche Beispiele in Kreuzgängen (siehe I.C.4.e.) gibt. Weniger gut zu erschließen sind diese von sonstigen Klausurbauten oder in anderen Bauten der Klöster (siehe I.C.4.f.).

a. Forschungsstand

Erforschung und Publikation von Verglasungen in Bauten der Zisterzienser und Zisterzienserinnen reichen annähernd 200 Jahre, d. h. bis in das dritte Jahrzehnt des 19. Jh., zurück. In der ersten Phase von 1820/1830 bis 1870/1880, in der einzelne Denkmäler und Denkmälergruppen erfasst und diskutiert wurden, gewann die Vorstellung eines ordensspezifischen Verglasungssystems Gestalt. Von ca. 1880 bis in die 1930er-Jahre schritt die Denkmalerfassung systematisch fort und grundlegende, bis heute gebräuchliche Überblickswerke erschienen. In der dritten Phase seit ca. 1950, die zwar nicht ausschließlich, aber doch im Wesentlichen von den Forschungen des internationalen Corpus Vitrearum / Corpus Vitrearum Medii Aevi und dessen wissenschaftlichen Umfeldes geprägt ist, wurde die Frage nach der Rolle des Ordens bei der Entstehung und Ausbreitung ornamentaler Blank- und Grisailleverglasungen diskutiert. Letztere galten gewissermaßen als eine Kernaufgabe bei der Ausstattung der Klöster des 12./13. Jh. Die Fokussierung darauf hat den Blick von jüngeren Verglasungen des 13.‒16. Jh. abgelenkt. Als eigentliche „Zisterzienserverglasungen“ gelten in der Regel nur Werke, die mit jenen Bestimmungen in Einklang zu bringen sind.

Die Vorstellung, dass es in Zisterzienserkirchen eine Art ordensspezifisches Verglasungssystem gegeben hat, war ‒ nach den Bemerkungen von Pierre Le Vieil (1774)[228] ‒ bereits in den ersten Jahrzehnten des 19. Jh. virulent.[229] Einige der Fenstermuster waren in den Jahren 1826 bzw. 1832 von Cornelius Schimmel publiziert worden (Abb.),[230] sodass die Altenberger Klosterkirche der erste Zisterzienserbau überhaupt war, dessen Verglasung der beginnenden Kunstgeschichtsforschung in gedruckten Abbildungen zugänglich war.[231] Auch in Ornament- und Vorlagensammlungen, die im 19. Jh. in großer Zahl erschienen, waren Altenberger Muster von Anfang an präsent.[232] Nachhaltig geprägt wurde diese erste Phase der Forschung jedoch von Jacques Texier und Émile Amé mit ihren um 1850 erschienenen Arbeiten zu Bonlieu, Aubazine und Pontigny (Abb.).[233] In den Kirchen dieser drei Klöster ‒ mit Pontigny als Primarabtei ‒ hatten sich mehrere Fenster des 12./13. Jh. erhalten,[234] die alle in ganz ähnlicher Weise gestaltet waren, nämlich als Ornamentverglasungen mit vegetabilen oder geometrischen Mustern, die lediglich aus Bleiruten für die „Zeichnung“ und unbemaltem farblosen (weißen) Glas bestanden. Es war naheliegend, diese einfache Verglasungsart ‒ sog. „vitrail incolore“ ‒ unmittelbar von den ästhetischen Idealen der Zisterzienser herzuleiten und in ihr einen Reflex der ältesten Vorschrift des Generalkapitels zu den Fenstern der Ordensbauten, die weiß und ohne Kreuze und Bilder sein sollten („Instituta Generalis Capituli“, Nr. LXXXII, siehe I.C.4.b.), zu sehen.[235] Weitere Verglasungen bzw. Verglasungsreste in Zisterzienserkirchen und -klöstern, die bis um 1870/1880 in ‒ mitunter prachtvollen ‒ historischen und kunsthistorischen Publikationen bekannt gemacht wurden, waren die teils ornamentalen, teils aber auch figürlichen Fenster in Heilsbronn (Abb.), Kappel am Albis, Wienhausen, Bebenhausen, Heiligenkreuz (Abb.), Marienstatt, Haina, Eberbach (Abb.), Wettingen und Loccum (Abb.).[236] Noch in dieser frühen Phase der Forschung wurden die Ideen von Texier und Amé kritisch rezipiert und weiterentwickelt, namentlich durch Marie-Edmond Lévy. Dieser, sein bedeutendes Werk „Histoire de la peinture sur verre en Europe“ erschien 1854‒1859,[237] wies ‒ im Unterschied zu Texier und Amé ‒ darauf hin, dass es sowohl farblose Blankverglasungen als auch gemalte farbige Verglasungen bereits vor den Zisterziensern gegeben habe; die „vitraux incolores“ seien im Allgemeinen für wenig begüterte Kirchen und Klöster verwendet worden[238] und seien nur im 12. Jh. unter dem Einfluss der asketischen Strenge der Äbte von Cîteaux besonders verbreitet und weiterentwickelt worden; jeweils unvollständige Überblicke über die kontroversen Forschungsmeinungen gaben Carl Schnaase, Eugène Viollet-le-Duc und Robert Dohme.[239] In der Zeit von ca. 1880 bis in die 1930er-Jahre wuchs die Denkmälerkenntnis besonders in Deutschland weiter an.[240] Heinrich Oidtmann versuchte, die Vielzahl erhaltener Verglasungen bzw. Verglasungsreste in Frankreich, Deutschland, Österreich und der Schweiz ‒ insgesamt um die 30 Standorte ‒ in eine bis ins 14. Jh. reichende entwicklungsgeschichtliche Reihe zu bringen.[241] Während in Frankreich die wissenschaftliche Erschließung der „vitraux cisterciens“ stagnierte und mangels Überlieferung auf die frühen Blankverglasungen beschränkt blieb,[242] entspann sich in den deutschsprachigen Ländern eine Diskussion über die Frage nach der Rolle der Zisterzienser und deren Statuten bei der Erfindung und Ausbreitung ornamentaler Blank- und Grisailleverglasungen sowie nach den möglichen Ursachen für deren allmähliche Durchdringung mit Farben und Figuren.[243] Sie gipfelte in der Aussage Josef Saurs, die Zisterzienser hätten über den Umweg ornamentaler Blankverglasungen die Grisaillemalerei erfunden.[244] Zu solchen Urteilen trug die generell schlechte Überlieferungssituation ornamentaler Verglasungen bei, von denen in Kirchenbauten aus vorzisterziensischer Zeit nichts in situ erhalten ist.

Zugleich wurde Oidtmanns eher technikgeschichtlicher Ansatz, den auch Stephan Steffen in seinem Aufsatz zu Marienstatt verfolgte,[245] durch damals moderne formengeschichtliche Untersuchungen wie z. B. zu Heiligenkreuz und Haina ergänzt.[246] Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Erforschung der Glasmalerei in Zisterzienserbauten von Hans Wentzel wiederaufgenommen.[247] Die abseits des internationalen Corpus Vitrearum / Corpus Vitrearum Medii Aevi erschienenen Arbeiten sind, von wenigen Ausnahmen abgesehen, meist aus ihm selbst oder aus dessen Umkreis hervorgegangen, so schon die älteren, wegweisenden Arbeiten von Eva Frodl-Kraft zur Herleitung des „Flechtwerks“ (1965), Jane Hayward zu den Kreuzgangsverglasungen (1973) und Helen J. Zakin zu den französischen „Grisaille“-Fenstern (1979).[248] In letzterer Arbeit – der grundlegenden Studie zu den Verglasungen von Bonlieu, Aubazine, La Bénisson-Dieu, Pontigny, Noirlac und La Chalade, zugleich auch einer kritischen Replik auf Wentzel und Frodl-Kraft ‒ wurde, und dies nicht zu Unrecht, der bis dahin verfolgte streng formalistische Forschungsansatz um eine Diskussion der Werke im Hinblick auf ihre ästhetischen, ikonografischen und symbolischen Qualitäten erweitert, sodass Meredith P. Lillich die von Zakin aufgeworfenen Fragen 1993 zur Richtschnur einer Forschungsbilanz nahm, in der sie einige Publikationen namentlich der 1980er-Jahre besprach.[249] Was dabei die von Lillich verhandelte Frage nach der Bedeutung der Schriften Bernhards von Clairvaux für zisterziensische Verglasungen betrifft, so hat Joanna Utzig sich ihrer in jüngster Zeit noch einmal angenommen (2017);[250] andere Fragen, etwa jene nach dem ‒ auch Glasfenster betreffenden ‒ Bildgebrauch sind mittlerweile systematisch erforscht worden, grundlegend von Annegret Laabs (2000).[251]

Im Rahmen von Überblickswerken zur Geschichte, Architektur und Kunst des Zisterzienserordens wurden wiederholt Abschnitte der Glasmalerei gewidmet. Marcel Aubert ging dann nur kurz auf die Glasmalerei ein.[252] Ausführlicher geschah dies in den Arbeiten von Wolfgang Bickel (1974, 3. Aufl. 1986), Brigitte Lymant (1980), Jens Rüffer (2008) und Eric Ramírez-Weaver (2014),[253] wobei Rüffer – anders als Ramírez-Weaver – durchaus Skepsis gegenüber einer allzu starken Betonung symbolischer und theologisch-spiritueller Ausdeutungen zu erkennen gibt. Ein auf England und Wales bezogener Überblick von Richard Marks über Verglasungen in Zisterzienserbauten erschien 1986;[254] eine größere Auswahl von Verglasungen aus Zisterzienserbauten in Frankreich, Spanien, Deutschland und Dänemark wurde 1990/91 in Paris gezeigt.[255] Daniel Parello untersuchte ein spezifisches Merkmal zisterziensischer Kirchenbauten, die großformatigen sog. „Prachtfenster“ an Beispielen in Deutschland und der Schweiz.[256]

Françoise Gatouillats Aufsatz über frühe nicht-zisterziensische Blank- und Grisailleverglasungen im Département Yonne (1986) ließ die – inzwischen nicht mehr zugunsten der Zisterzienser beantwortete[257] – Frage nach den Anfängen dieses Verglasungstyps aufkommen. Verschiedene Bodenfunde belegen die Existenz (farbiger) Blankverglasungen seit merowingischer Zeit. [258]

Über diese übergreifenden Arbeiten hinaus sind zahlreiche Bücher und Beiträge zu einzelnen Bauten und ihren Verglasungen erschienen, u. a. zu Aubazine, [259] Marienstatt, [260] Sonnenkamp, [261] Altenberg, [262] Pforta, [263] Doberan, [264] Heiligenkreuz, Kappel, [265] Herkenrode,[266] und Santes Creus.[267]

Trotzdem sind noch viele Fragen offen: Wo, wann und wie lange wurde in Klöstern oder in deren unmittelbarem Umfeld Glas hergestellt und/oder künstlerisch weiterverarbeitet? [268] Lassen sich räumliche und zeitliche Muster erkennen? Wie teuer waren farblose (weiße) Blankverglasungen in Material und Herstellung, d. h., kann ihr Preis ein Argument oder kein Argument für ihre anfängliche Bevorzugung gewesen sein?[269] Womit lässt sich der offensichtliche, immer wieder konstatierte Wandel von ornamentalen, blanken Verglasungen zu farbigen, ornamental-figuralen Verglasungen erklären? Mit dem Wandel von Fensteranzahl, -größe und -formen in den Bauten im Lauf des 13./14. Jh., die neue Verglasungssysteme erforderten? Mit der wachsenden Konkurrenz und Attraktivität anderer Orden und deren Kirchenbauten, mit denen Zisterzienser und Zisterzienserinnen „mithalten“ mussten? Oder mit Veränderungen im Memorialwesen, auch der zunehmenden Einflussnahme von Stiftern und Stifterinnen auf die Ausgestaltung der Kirchen mit Grabstätten, Retabeln, Fenstern, etc.?

b. Legislative Bestimmungen

In den frühesten Beschlüssen des Generalkapitels finden sich noch keine expliziten Vorschriften zu Glasmalereien. Die unter dem dritten Abt von Cîteaux, Stephan Harding (1109–1133), formulierten Statuten X und XX betrafen die Schmucklosigkeit der zu errichtenden Klosterbauten; lediglich die hölzernen Kreuze durften bemalt sein.[270] Kurz vor 1147 wurde jedoch der Bildgebrauch für Fenster untersagt: Glasfenster sollten weiß sein und ohne Kreuze und Bilder[271]. Bis dahin waren Glasmalereien offenbar geduldet worden.[272] Denn einem 1159 erlassenen Statut zufolge mussten von jetzt ab auch die vor dem Verbot angefertigten vielfarbigen Fenster in den Klöstern innerhalb einer Frist von drei Jahren beseitigt werden.[273] Da diese Vorschrift in den folgenden Jahren offenbar nicht mit der geforderten Strenge befolgt worden war, drang man auf dem Generalkapitel von 1182 erneut darauf: Abt, Prior und Cellerar sollten nach Ablauf einer Zweijahresfrist jeden Freitag bei Wasser und Brot fasten, bis die farbigen Glasmalereien durch farblose ersetzt worden seien. Diese restriktivere Haltung zur Bilderfrage ist möglicherweise auf den wachsenden Einfluss Bernhards von Clairvaux (Abt von Clairvaux 1115–1153) zurückzuführen, dessen bilderfeindliche Position sich erst unter dem Abbatiat Rainalds von Bar, eines Freundes von Bernhard, durchsetzen ließ.[274]

In der nach Sachgebieten strukturierten Statutensammlung des „Libellus Diffinitionum“ von 1202 wurden allerdings jene Abteien, welche zuvor einem anderen Orden angehört hatten, von der Verpflichtung befreit, ihre figürlichen farbigen Fenster zu beseitigen.[275] Für die Ausnahmeregelung der affiliierten Abteien dürften in erster Linie ökonomische Gründe ausschlaggebend gewesen sein, da eine Neuverglasung mit erheblichen Kosten verbunden gewesen wäre; doch lässt gerade diese Einschränkung auf eine beginnende Lockerung im Umgang des Ordens mit dem Bilderverbot schließen. Die mehrfachen wortgleichen Wiederholungen des Statuts in den Jahren 1202, 1220, 1237 und 1257 deuten darauf hin, dass auf den Tagungen des Generalkapitels trotz Strafandrohung zunehmend Übertretungen verhandelt wurden. [276] Danach finden sich in den Statuten keine Hinweise mehr zum Verbot von Glasmalereien. Diese Entwicklung ist auch an den erhaltenen Beständen abzulesen, die seit dem 13. Jh. in größerer Zahl vorliegen. Im Verlauf des 13. Jh. kommt es zunächst zur behutsamen Aufnahme farbiger Gläser und vegetabiler Grisaillemalerei, nach der Jahrhundertmitte halten zunehmend auch figürliche Darstellungen im Umfeld stifterlichen Memorial- und Repräsentationsbedürfnisses Einzug, bis sich gegen Mitte des 14. Jh. der Bildgebrauch nicht mehr von anderen kirchlichen Institutionen unterscheiden lässt. Das Statut lässt wenig Spielraum bei der Auslegung des Verbots zu: Die Fensteröffnungen sollten aus weißem, also farblosem Glas bestehen und keinerlei Bilder („picturae“) zeigen. Das ausdrückliche Verbot von Kreuzdarstellungen ist vermutlich dahingehend zu interpretieren, dass das ältere Statut XX (hölzerne Kreuze dürfen bemalt sein) verschiedentlich zum Anlass genommen wurde, entsprechende Darstellungen auch in andere Bildgattungen zu übernehmen.[277] Ein grundsätzliches Verbot von Grisaille, dem Schwarzlot, mit dem der Glaser die Gläser bemalt, ist darunter ebenso wenig zu verstehen wie überhaupt ein Verbot von Flächenmustern.

Ornamentale Blank- und Grisailleverglasungen sind kein Spezifikum zisterziensischer Glasmalerei. Dass Flechtornamentfenster bereits im frühen 12. Jh. verbreitet waren, beweisen die Anweisung zur Herstellung „einfacher Fenster“ in der „Schedula diversarum artium“[278] und die Belege für die Existenz solcher Verglasungen gegen Ende des 12. Jh. in nicht-zisterziensischen Kirchenbauten.[279] Die Zisterzienser griffen also auf vorhandene Verglasungsformen und -muster zurück, die dann innerhalb des Ordens weiterentwickelt wurden und über die Filiationen verbreitet wurden.[280] Die überregionale Rezeption bestimmter Ornamenttypen, die außer in Fenstern auch – und zwar mitunter in exakt gleicher Größe – auf Schmuckfußböden oder in der Buchmalerei vorkommen, ist zweifellos auf den Gebrauch von Modeln und Musterbüchern zurückzuführen[281] (Abb.).[282] Die Herkunft dieses Repertoires wurde unterschiedlich erklärt.[283] So waren vergleichbare Flechtbandornamente schon in der römischen Kaiserzeit vor allem in Bodenmosaiken ein beliebtes Motiv und begegnen bis in die Romanik häufig als Bauschmuck, vor allem an Kapitellen (vgl. Entrelacs und Flechtornament). Muster aus Schlingengeflechten und vegetabilen Ranken weisen die seit frühchristlicher Zeit in Stein oder Stuck ausgeführten Transennen auf, durchbrochen gearbeitete Fensterverschlüsse, die danach auch auf islamischem Gebiet Verbreitung fanden (s. Fensterverschluß [III.] und Flechtornament [V.16.]). Dass hier unter anderem auch die geläufigen Ornamentformen aus Holz, Stein oder Eisen später in die Gestaltung der Blankverglasungen übernommen wurden, ist wahrscheinlich. Neben den traditionellen Mustern wurde im ersten Viertel des 13. Jh. naturalistisch gestaltetes Blattwerk gemalt.

c. Ornamentale Verglasungen in den Klosterkirchen vom 12. bis zum 14. Jh.

Frankreich

Für Verglasungen von Fensteröffnungen wurden zuerst kleinteilig zugeschnittene Gläser mit Bleiruten zu einzelnen Fensterfeldern verbunden und diese zu Fensterverglasungen zusammengesetzt. Dadurch waren Stabilität und Dauerhaftigkeit der Fensterverschlüsse gewährleistet. Die ältesten Fenster, die sowohl in französischen als auch in deutschen Klöstern der Zisterzienser erhalten sind, weisen diese einfache Verglasungsform auf. Dabei werden die Linienmuster allein durch den Verlauf des Bleinetzes gebildet; die Gläser selbst sind farblos (weiß) und völlig unbemalt und gewährten so den größtmöglichen Lichteinfall.

In Frankreich haben sich die frühesten Beispiele ornamentaler Blankverglasungen erhalten. [284] In den Rundbogenfenstern von Bonlieu (um 1165–1170),[285] Aubazine (auch Obazine, zwischen 1176 und 1190),[286] La Bénisson-Dieu (3. Drittel 12. Jh.)[287] und der Primarabtei Pontigny (um 1210).[288] begegnen bevorzugt Musterrapporte aus kunstvoll ineinander verflochtenen Bändern (Abb., Abb.). Darüber hinaus findet man auch vegetabile, an schmiedeeiserne Fenstergitter erinnernde Formen,[289] sodann geometrische Rasterornamente, die aus quadratischen Formmodulen zusammengefügt sind. Die Einzelscheibe aus Bonlieu zeichnet sich dadurch aus, dass manche Bleie zur Umgehung eines komplizierten Glaszuschnitts lediglich innenseitig auf das Glas aufgelegt wurden (Abb.). In einem Fenster in La-Bénisson-Dieu sind in regelwidriger Weise bereits rote und blaue Farbpunkte in ein dichtes Bandgeflecht eingestreut (Abb.).

Waren der Gestaltung von Blankverglasungen bis dahin enge Grenzen gesetzt, so boten sich seit dem ersten Viertel des 13. Jh. durch den Einsatz von Schwarzlot (frz. „Grisaille“) neue Möglichkeiten. Mit diesem auf das Glas aufgetragenen und eingebrannten Malmittel ließen sich differenzierte Musterzeichnungen anfertigen.[290] Die textilen Flechtmuster wurden nun aber einer stärkeren Geometrisierung aus dünneren Kreis- und Rechteckformen unterworfen. Die Zwischenräume bilden dabei bevorzugt eine darunterliegende zweite „vegetabile Schicht“ aus, in der sich Knospen und Blattendungen auf kreuzschraffiertem Grund „lebendig“ entfalten. Die ältesten Beispiele solcher ornamentaler Grisaillefenster sind fragmentarisch aus dem Kloster Noirlac überliefert (Abb.);[291] eine größere Anzahl neu zusammengesetzter Scherben befindet sich an nicht ursprünglichem Ort, am Treppenaufgang zum Schlafsaal der Konversen im Kloster Fontfroide, erste Hälfte 13. Jh. (Abb.);[292] wohl etwas jünger, um die Mitte des 13. Jh., sind die Grabungsfunde, die im ehemaligen Frauenkloster Maubuisson gemacht wurden.[293] Sie alle entsprechen prinzipiell jenem Verglasungstypus, wie er bis um die Mitte des 13. Jh. vermehrt in Großbauten wie den Kathedralen von Chartres, Reims oder Châlons-en-Champagne eingesetzt wurde und dort in Triforien und Obergaden zur Raumaufhellung beitrug.[294]

Erst gegen Ende des 13. bis Anfang des 14. Jh. sind die Fenster der Abteikirche von La Chalade anzusetzen.[295] Die Fensterverschlüsse bestehen überwiegend aus kleinmaschigen, mit aufwachsenden Blattranken und Drolerien hinterlegten Rautengittern, die von kräftigen blauen oder roten Borten gerahmt sind und mittig farbige Blütenrosetten tragen.

Deutschland

Im europaweiten Vergleich ist in Deutschland der mit Abstand umfangreichste Bestand an mittelalterlicher Glasmalerei in und aus Kirchen der Zisterzienser und Zisterzienserinnen erhalten, nicht zuletzt für das 12./13. Jh. Von herausragender Bedeutung ist die frühe Flechtbandverglasung aus der Kirche des Klosters Eberbach im Rheingau, einer Tochtergründung (1136) von Clairvaux. Das rundbogige Fenster aus dem Südquerhaus (jetzt Kloster Eberbach, Abteimuseum), wurde um 1175/1180 gleichzeitig mit den ältesten erhaltenen Verglasungen in Frankreich geschaffen (Abb.).[296] Es zeigt ein für die Frühzeit charakteristisches Flechtbandornament aus unbemalten farblosen Gläsern und ähnelt einem auch in Aubazine vorkommenden Muster. Bis um die Mitte des 19. Jh. besaßen vermutlich noch weitere Fenster des Obergadens ihre ursprüngliche Verglasung, die offenbar als schlichtes Kachelmuster aus achteckigen Formen mit mittigen Rauten ausgeführt war (Abb.).[297] In einfacher Blankverglasung sind auch zwei Fenster der Klosterkirche Marienstatt ausgeführt (Abb.), die jedoch kaum vor der Mitte des 13. Jh. entstanden sein können.[298] Die teils mit farbigen Einschlüssen belebten Flechtbandfenster zeugen von der Langlebigkeit solcher Muster. Sie kehren in farblich reicherer Gestaltung wenig später in der Kirche des Frauenklosters von Namedy bei Andernach wieder;[299] bereits dem Ende des 13. Jh. gehören die Flechtbandreste in Kopfscheiben und Maßwerk eines zweibahnigen Fensters im nordöstlichen Langhaus der Frauenklosterkirche Himmelkron in Ostfranken an.[300]

Die etwa gleichzeitig um 1250/1260 entstandenen Glasmalereien im Chor der Klosterkirche Haina sind demgegenüber bereits deutlich moderner gestaltet. Nach Altenberg im Bergischen Land ist in dessen Hainaer Filialgründung der bedeutendste Bestand einer zisterziensischen Ornamentverglasung der Hochgotik überliefert; die mit dem Baufortschritt entstandene Verglasung bietet einen repräsentativen Querschnitt über die Entwicklung dieser Gattung zwischen 1250 und 1330/1340.[301] Das im Bereich des Maßwerks noch original verglaste Chorfenster ist mit einem Bittspruch an die Schutzpatronin des Klosters versehen („AVE MARIA / LVPVLDUS FRATER“), in dem der ausführende Glasmaler, der Konverse Lupuldus, genannt wird (Abb.). Lupuldus griff das Motiv der konzentrischen Sechspassrosetten auf und bemalte die Gläser mit Blattkränzen aus altertümlichen Palmettenblättern. Die roten, auf weißem Grund liegenden fünfzackigen Sterne begegnen in farblicher Umkehrung auch in der Bemalung der Gewölbekappen und nehmen Bezug auf das Wappen des Klostergründers Poppo von Reichenbach. In den jüngeren Fenstern von Querhaus und Sockelzone des Langhauses (um 1260/1270) wurde der Farbwert gesteigert und erstmals auf botanisch bestimmbares Blattwerk zurückgegriffen (Efeu, Feldahorn, Weinlaub, Beifuß), das zur gleichen Zeit auch im Bauschmuck der Klosterkirche Verwendung fand. Auf einen Fond von Blattranken sind geometrische Formen – sowohl das traditionelle Flechtband als auch Passformen gotischer Architektur – in dünnen farbigen Bändern aufgelegt. Der zweischichtige Aufbau entspricht strukturell dem bereits von Frankreich her bekannten Typus (Abb.). Daneben wurden weiterhin ältere Vorlagen verwendet. Neben großflächigem Flechtband sind dies bevorzugt aus kleinteiligen Blatt- und Flechtbandquadraten zusammengesetzte Muster (Abb.), wie sie zur gleichen Zeit auch in der Deutschordenskirche in Marburg vorkommen.[302] In der nächsten Ausstattungskampagne ab ca. 1290, die auch eine partielle Neuverglasung der älteren „Prachtfenster“ von Chor und Nordquerhaus einschloss, wurde die Ornamentik vereinheitlicht. Das Maßwerk des um 1330/1340 geschaffenen Westfensters zeigt neben Passionssymbolen eine mit Weinlaub unterlegte Kreuzigungsszene (Abb.). Einige fragmentarische Architekturbekrönungen sind die Zeugnisse für einstmals vorhandene Heiligenfiguren, die im Zuge der jüngsten Ausstattungskampagne in der westlichen Fenstergruppe unter Ornamentteppichen angebracht wurden.

Während in Haina Architektur und Glasmalerei qualitativ gleichwertig sind, waren im 1268 eingeweihten neuen Chor der Klosterkirche Pforta selbst die modernsten Ornamentscheiben nicht auf dem gleichen künstlerischen Niveau wie der nach französischen Vorbildern gestaltete vegetabile Bauschmuck.[303] In der Verglasung um 1251–1268 sind die wenigen botanisch bestimmbaren Blattformen stilisiert (Abb.). Die Grisaillemuster sind kräftig konturiert und durch einzelne Farbpunkte belebt. In der in Teilen noch erhaltenen Verglasung der nördlichen Fensterrose, in deren Speichen alternierend ineinander verbissene Drachenpaare und verschlungenes Weinlaub zu sehen sind (Abb.), ist die Abkehr von gestalterischen Traditionen des Ordens erkennbar. Ähnliche Flora findet sich auch in der in großen Teilen noch vollständigen Verglasung der Klosterkirche Altenberg,[304] in deren ältesten, um 1260/1270 entstandenen Grisaillefenstern im Chorumgang. Die Fenster bestehen aus farblosen (weißen) Gläsern und tragen zusammen mit der Weißfassung der Architektur zu einer ungewöhnlich lichten Raumwirkung bei. Im Chorumgang weisen sie einen großen Reichtum naturhafter Ornamentik auf (Abb.). Michael Burger unterschied zwischen rein vegetabilen, achsensymmetrisch aufwachsenden Kompositionen und geometrisch-vegetabilen Mischformen, bei denen sich die Vegetation der geometrischen Rahmenstruktur unterordnet.[305] Die Ornamentik der Hochchorverglasung, um 1270/1280, ist dagegen klar und streng (Abb.).[306] In der um 1280/1290 entstandenen Fenstergruppe des Nordquerhauses[307] sind die Muster Ornamentgebilden aus Passformen weiterentwickelt. In den Lanzetten des sechsbahnigen Fensters der Stirnwand (Abb.) sind die mit Vierpässen und Blattranken verflochtenen Scherengitter mit farbig unterlegten Drachen- und Rindermotiven gefüllt; das dreistrahlige, mit Blattmasken geschmückte Maßwerk wiederholt hier die Schmuckform der Fenstergiebel im Obergaden des Kölner Domchores und belegt den Austausch von Vorlagen, der zu einer engeren Verbindung von Architektur und Ausstattung führte. Der Obergaden erhielt eine einfache Rautenverglasung mit auf die Maßwerke beschränkten Farbwerten. Nur in dem um 1310/1320 geschaffenen jüngsten Nordseitenschiff-Fenster dominieren rote, gelbe und blaue Farben über die weiterhin farblos gestalteten Blattmuster (Abb.).

Mit dem ehemaligen Nonnenkloster Nordshausen in Kassel werden einige aus der Mitte des 13. Jh. stammende Scheibenreste mit farbig hinterlegtem Rankenornament in Verbindung gebracht (Abb.);[308] ihre Herkunft aus Nordshausen ist nicht gesichert.[309] Eine geringe Zahl von Scherbenfunden aus der Zeit um 1300 belegt die weite Verbreitung und Verwendung farbloser Blattgrisaillen auf kreuzschraffiertem Grund. Es handelt sich um Funde, die im Rahmen von Grabungen in den Klöstern Börstel, Hude und Ihlow in Niedersachsen sowie im Kloster Chorin in Brandenburg gemacht wurden, wobei die Zuordnung zu Kirchenbauten nicht in jedem Fall gewährleistet ist.[310] Dies gilt auch für die Grabungsfunde in den folgenden Ländern.

Belgien

Die ornamentale Glasmalerei in den belgischen Klöstern kann ausschließlich über archäologische Grabungsfunde erschlossen werden, die bis in die 1940er-Jahre zurückreichen, aber bislang vielfach nicht wissenschaftlich ausgewertet wurden.[311] Unpubliziert ist der umfangreiche, ca. 15.000 Scherben umfassende Bodenfund von Kloster Ten Duinen in Koksijde an der Nordsee, der in mehreren Etappen zwischen 1949 und 2006 ergraben wurde. In Kloster Boudelo westlich von Antwerpen wurden in den 1980er-Jahren mehrere Hundert Scherben geborgen, wovon ein kleinerer Teil ins 13. Jh. zu datieren ist und charakteristischen Grisailledekor aus vegetabilen und geometrischen Motiven zeigt.[312]

Britische Inseln

In England, Wales, Irland und Schottland sind nur spärliche Reste mittelalterlicher Ornamentverglasungen erhalten (vgl. auch I.B.1.c.). Die Kenntnis früher Ornamentik beruht fast ausschließlich auf Grabungsfunden.[313] Bekannt ist eine als Schuppenmuster rekonstruierte Blankverglasung von Dore Abbey, die zwischen 1180 und 1250 datiert wird.[314] Die in den Kathedralen von Salisbury und York aus dieser Zeit erhaltenen Blankverglasungen in den Obergadenfenstern wiederholen die aus Frankreich bekannten Rauten- und Flechtbandmuster und lassen auf die Verwendung entsprechender Formen auch bei Zisterziensern schließen,[315] z. B. die einfache, mit dem Kreuz geschmückte Flechtbandverglasung in der Pfarrkirche von Kirkby-in-Furness aus der zweiten Hälfte des 12. Jh. (Abb.).[316] Die Einnahmen aus der Pfründe standen dem nahe gelegenen Kloster St. Mary of Furness zu, sodass in diesem Fall ein Reflex zisterziensischer Verglasungsgepflogenheiten erwogen werden kann. Aus dem 13. Jh. sind Bruchstücke mit Bemalung erhalten, deren vegetabile Muster auf kreuzschraffiertem Grund sich qualitativ nicht von den Ornamentfenstern in den Kathedralen von Lincoln und Salisbury unterscheiden.[317]

Skandinavien

In Dänemark liegen Grabungsfunde nur für das Kloster Esrom auf der Insel Seeland vor.[318] In der Kirche von Schloss Brahetrolleborg, dem ehemaligen Kloster Holme auf der Insel Fünen, stieß man im Rahmen von Bauuntersuchungen auf beträchtliche Mengen an Glas, die sich auf der Nordseite des Mittelschiffs im Bereich der zugesetzten Obergadenfenster erhalten hatten. Sie dürften aus der Bauzeit um 1300 stammen und bestehen überwiegend aus Blattgrisaillen (Abb.).[319] Noch nicht wissenschaftlich erschlossen sind die im Historischen Museum in Stockholm aufbewahrten Funde aus den schwedischen Klöstern Alvastra (250 Scherben), Gudhem (40 Scherben) und Vreta (12 Scherben).[320] Die Grisaillefragmente aus dem norwegischen Kloster Hovedøya im Kulturhistorischen Museum in Oslo lassen sich noch dem 13. Jh. zuordnen und zeichnen sich durch die differenzierte Wiedergabe der Blattzeichnung in braunen und roten Farbtönen aus.[321]

Polen

Von einem bescheidenen, dem 14. Jh. zuzuweisenden Verglasungsrest in der Klosterkirche von Lubiąż (Leubus) in Niederschlesien abgesehen, sind ornamentale Verglasungen in Polen nicht in situ erhalten und nur durch archäologische Ausgrabungen bekannt.[322] Im Kloster Łekno (Lekno), einer bereits um 1392/1396 aufgegebenen und nach Wągrowiec verlegten Filialgründung von Altenberg, wurden Scherben mit einer Ornamentik aus Blattpalmetten und Wellenranken mit punktierten Hintergründen sowie ausradierten Sternenmustern gefunden. Bemerkenswert sind quadratisch zugeschnittene Gläser mit ausradierten Punktmustern, die vervielfältigt und aneinandergereiht ein dichtes Gitterornament ergeben (Abb.).[323] Eine von zwei Maßwerkfüllungen im Nordquerhaus der Klosterkirche von Lubiąż, die 1970 freigelegt wurden, besteht aus unbemalten blauen und roten Farbgläsern und wird um 1330 datiert.[324]

Italien

Aus italienischen Klöstern sind kaum Verglasungen erhalten. Bei den Funden aus Kloster Fossanova, einem noch im 12. Jh. errichteten Bau[325] , scheint wie bei den ältesten französischen Beispielen das Muster durch den Glaszuschnitt und den Bleiverlauf gebildet worden zu sein; darüber hinaus gelangten auch Perlbänder aus gestanzten Bleilamellen zum Einsatz, die lediglich auf das Glas aufgelegt wurden.[326] Auf dem Gelände des im Jahr 1224 begonnenen, vermutlich jedoch erst im 14. Jh. fertiggestellten Klosters von San Galgano bei Siena fand Camille Enlart im 19. Jh. Reste einer farbigen Verglasung.[327]

Spanien

Die ornamentalen Glasmalereien in der Klosterkirche von Santes Creus in Katalonien wurden zwar im 16. Jh. umfassend instandgesetzt, doch dürften die zwölf jeweils vier Meter hohen und ein Meter breiten Rundbogenfenster im Obergaden von Quer- und Langhaus ebenso wie die Fensterrose im Chorhaupt noch weitgehend dem ersten Viertel des 13. Jh. angehören.[328] Museal verwahrt werden die Reste zweier weiterer Fenster. Die Ornamentfenster sind in mehrerlei Hinsicht untypisch: Zum einen verwendeten die Glasmaler farbige Gläser (Grün, Gelb, Blau, Violett, etwas Rot); zum anderen weist der Musterkatalog, abgesehen von der klassischen Flechtbandornamentik und der etwas provinziellen Adaption französischer Prototypen – wie der mit Blattgrisaillen unterlegten farbigen Bandgeflechte (Abb.) –, eine stark regionale Prägung auf. Die vielfach unbemalten Fenster zeigen komplizierte geometrische Bandgeflechte und Sternenmuster (Abb.), die der islamischen Ornamentik entlehnt zu sein scheinen. Die Rundbogenfenster setzen sich jeweils aus gleich gestalteten quadratischen Feldern zusammen, die bisweilen über die horizontalen und einfach vertikalen Armierungseisen hinweg komplex verschachtelte Strukturen und Großformen ausbilden. Der Großteil der Verglasung der Klosterkirche von Poblet in Katalonien ging offenbar erst im 19. Jh. verloren. 1968/69 fand man in einem wieder geöffneten kleinen Fenster einige Fragmente weißen, roten und gelben Glases sowie einige Bleie, die aus der ersten Hälfte des 14. Jh. stammen sollen.[329] Daneben stieß man auf Scherbenreste, die jenen der in Santes Creus erhaltenen Fenster nahestehen.

d. Ornamental-figurale Verglasungen in den Klosterkirchen vom 13. bis zum 16. Jh.

Seit der Mitte des 13. Jh. sind vermehrt vom Verbot farbiger und figürlicher Glasmalereien abweichende Verglasungen erhalten. Dies deckt sich zum einen mit der Tatsache, dass das Verbot im „Libellus Diffinitionum“ von 1257 letztmals formuliert wurde. Zum anderen dürften neue, moderne Fensterformen wie Maßwerkfenster, nicht zuletzt die großen, aufwendigen „Prachtfenster“, auch neue, von der Vorschrift abweichende Verglasungen begünstigt haben. So wurden Ornamentverglasungen nun zunehmend farbig, gelegentlich kombinierte man sie mit Heiligenfiguren, ehe ab dem 14. Jh. auch erzählende Zyklen hinzukamen. Stifterbilder, -wappen und -inschriften wurden ebenfalls geläufig.

Frankreich

In der 1228 von König Ludwig IX. gegründeten, 1235 geweihten Kirche von Royaumont,[330] einer Grablege des französischen Königshauses, gab es im Chorumgang, wahrscheinlich in Verbindung mit dem Grabmal, ein Fenster mit der Stifterfigur Philipps III. (reg. 1270‒1285), „avant qu’il fût roi“ (Abb.).[331] In der lothringischen Klosterkirche La Chalade waren Mitte des 19. Jh. im Chor im Achsenfenster noch Heiligenfiguren unter Architekturbekrönungen und in den Couronnements der drei zentralen Fenster die Wappen von Frankreich und Navarra sowie des Herzogtums Bar zu sehen, die eine Datierung der ehemaligen, ornamental-figuralen Chorverglasung in die Zeit zwischen 1301 und 1314 erlauben.[332] Verloren ist ebenso eine Verglasung, die Gilles Mallet († 1411), der erste Bibliothekar König Karls V., mit seiner Frau Nicole de Chambly in die Kirche des Klosters Bonport gestiftet hatte;[333] bildlich überliefert ist die qualitativ hochwertige Scheibe mit dem Stifterpaar (Abb.) in Verehrung eines/r unbekannten Heiligen, möglicherweise des Namenspatrons von Gilles Mallet, Ägidius.[334] Für das Kloster Les Châtelliers ist der Rechtsstreit um die Entfernung von Wappen und Fenstern der Gründerfamilie überliefert (1466‒1471):[335] Jean de Chourses, ein Nachfahre, hatte diese Familiendenkmäler im Zusammenhang mit dem Begräbnis seiner Frau Marie de Vivonne anbringen lassen; Abt und Konvent ließen sie entfernen, da sie das Kloster als königliche Gründung betrachteten, nachdem dort die Mutter König Ludwigs XI., Marie d’Anjou († 1463) begraben worden war; doch mussten sie diese wiederherstellen lassen.

Deutschland, Österreich und Schweiz
Bis um 1350

Bereits um die Mitte des 13. Jh. folgte man ‒ zuerst im mecklenburgischen Kloster Sonnenkamp (Neukloster) ‒ den strengen Vorschriften der Frühzeit des Ordens nicht mehr, wobei die rechtliche Stellung dieses Nonnenklosters zum Orden unklar ist.[336] Für das Langhaus der Kirche, das 1251 überdacht war,[337] wird eine Verglasung aus hohen, schmalen Fensterlanzetten mit lang gestreckten Heiligenfiguren zwischen Ornamentfeldern rekonstruiert.[338] Bei hohem Weißanteil in den Gewändern stehen die Heiligen vor farbigen Hintergründen und werden von breiten, farbigen Ornamentborten eingefasst, die in den vorwiegend weißen, grisailleartigen Ornamentscheiben mit Flechtwerken und vegetabil-geometrischen Mustern wiederkehren, wobei letztere Muster farbig durchsetzt sind (Abb.). Demgegenüber war die Ornamentverglasung im Chor der Klosterkirche von Pforta, um 1251–1268, ihren Resten zufolge eine reine Grisailleverglasung mit wenigen farbigen Einsprengseln. Einer Überlieferung um 1700 zufolge habe das Achsenfenster jedoch in einer Rautenverglasung Darstellungen der Jungfrau Maria und des Gekreuzigten sowie Inschriften nach den lateinischen Sequenzen „Salve mater Salvatoris“ und „Laudes crucis attolamus“ gezeigt.[339]

Seit dem dritten Viertel des 13. Jh. wurden Laien- bzw. Stifterbestattungen und -memoria in den Klöstern und ihren Kirchen zugelassen.[340] Eine dafür beispielhafte Verglasung bezeugen die Reste im Chor der Kirche des rheinischen Frauenklosters Namedy, die als Grablege der niederadligen Familie von H(a)usmann diente[341] : Neben verschiedenen Ornamentmotiven ist hier eine Kreuzigung Christi mit einer Stifterfigur erhalten (Abb.).[342]

Erhaltene oder überlieferte, um figürliche Darstellungen erweiterte Verglasungen der Jahrzehnte um 1300 scheinen oft im Zusammenhang mit Grablegen für Stifter oder Wohltäter entstanden zu sein, z. B. in Heilsbronn (Abb.)[343] , Doberan (Abb., Abb.),[344] Lichtenthal (Abb.)[345] und Seligenthal[346] : Hatte man sich in Heilsbronn um 1280/1285(?) von dem Verbot farbig-figürlicher Gestaltung schon relativ weit entfernt, waren jüngere Verglasungen, wie sie in/aus den Klosterkirchen von Doberan (um 1300), Lichtenthal (um 1300/1310?) und Seligenthal (um 1310/1320) in Resten bewahrt sind (Figuren von Heiligen sowie Stiftern und Stifterinnen in architektonischen Gehäusen, Architekturbekrönungen, Ornamente), kaum noch von Verglasungen in nicht-zisterziensischen Kirchenbauten zu unterscheiden.

Aus entsprechenden Komponenten zusammengesetzte Farbverglasungen gab es um 1300 in vielen Variationen,[347] doch waren Standfiguren zwischen Ornamentbahnen, wie es für die Doberaner Obergadenfenster im Chorschluss rekonstruiert wurde (dargestellt waren möglicherweise Christus am Kreuz, die Muttergottes und der Kirchenpatron Johannes Evangelista),[348] eher ungewöhnlich und sind sonst selten nachweisbar,[349] u. a. im Chor der Klosterkirche von Heiligenkreuz, um 1290/1295 (s. u., Abb.). Der Standard war wohl die Unterteilung eines Fensters in waagrechte Einheiten aus Figuren-, Architektur- und Ornamentfeldern, wie z. B. in den drei Chorschlussfenstern der Kirche des Frauenklosters Lichtenthal bei Baden-Baden.

Im Nonnenchor der Klosterkirche von Wienhausen sind zwar lediglich zwei Ornamentfenster aus der Zeit um 1330 erhalten, doch wird vermutet, dass das dreibahnige Fenster im Westgiebel schon vor seiner Erneuerung 1495 eine ornamental-figurale Verglasung besaß.[350] Im Kloster Salem, dessen Kirche mit „pictis seu coloratis fenestris“ geschmückt war,[351] befand man die gemalten, farbigen Fenster für nicht hell genug und ließ sie bald nach 1300 und längstens bis um 1320/1325 durch reine, durchsichtige Gläser ersetzen.[352] Eine Entsprechung könnten sie in der Langhausverglasung der Klosterkirche von Kappel am Albis gehabt haben, einem Bau (Langhaus 1304 [d]), für den Salem ein wichtiger Bezugspunkt war.[353] Wenngleich die fünf erhaltenen Fenster im Langhaus-Obergaden der Kappeler Kirche mittlerweile einer Werkstatt in Zürich zugeschrieben und um/nach 1304 oder auch um 1308/09 datiert werden (Abb.),[354] während für die verlorene Salemer Verglasung an eine Herkunft aus einer vorübergehend im Kloster tätigen Werkstatt aus Konstanz gedacht wird,[355] so repräsentieren die Kappeler Fenster mit ihren Figurengruppen über Ornamentfeldern und unter rhythmisierten Architekturbekrönungen einen Verglasungsstandard, der im Bodenseeraum allgemein in Bischofs-, Kloster- und Pfarrkirchen, auch in Zisterzienserkirchen galt.[356]

Stark überarbeitet sind einige Ornament-Verglasungsreste, die in der barocken Klosterkirche Schöntal in Hohenlohe aus dem Vorgängerbau erhalten sind (um 1300?).[357] Ob es hier auch figürliche Darstellungen gab, ist unbekannt. Bereits in das zweite Viertel bzw. gegen die Mitte des 14. Jh. weisen die Verglasungsreste in den Kirchen der Frauenklöster Netze in Nordhessen, Himmelkron im östlichen Franken und Seligenporten in der Oberpfalz. Für Netze lässt sich in den beiden dreibahnigen Chorfenstern der zweischiffigen Kirche ein Bildprogramm aus einem Marien- oder Christuszyklus und Standfiguren unter Architekturbekrönungen erschließen (Abb.);[358] in Himmelkron könnte zumindest eine Standfigur des Apostels Bartholomäus zur ursprünglichen Glasmalereiausstattung des in die Zeit um 1320/1330 datierten Chores gehören;[359] in Seligenporten, das dem Zisterzienserorden inkorporiert war, sind nur die ornamentalen Maßwerkfüllungen der südlichen Langhausfenster erhalten, doch gibt es auch Hinweise auf ein Figurenprogramm.[360] Weitere ornamental-figurale Verglasungen aus der Zeit bis um 1350, deren ursprüngliche Anbringungsorte unbekannt sind, überliefern Scherbenfunde.[361]

Nach 1350

Nach der Mitte des 14. Jh. lassen die übrigen Glasmalereien in den Kirchen des Ordens erkennen, dass ältere Verglasungen bei Neugestaltungen in aller Regel durch figürliche Farbfenster mit Zyklen oder repräsentativen Standfiguren von Heiligen – darunter auch Benedikt von Nursia und Bernhard von Clairvaux – ersetzt wurden. In der Kirche des niedersächsischen Klosters Loccum wurde das obere Fenster der Drei-Fenster-Gruppe in der Ostwand (Chorweihe 1249) 1366 erneuert und mit Wappen der Grafen von Hoya versehen; diese Stiftung Johanns II. ist jedoch verloren.[362] Etwa zur gleichen Zeit wurden in der Kirche des Frauenklosters Neuendorf bei Gardelegen, einem Bau aus der zweiten Hälfte des 13. Jh., mindestens zwei Fenster neu verglast. Erhalten sind – 1899/1900 in die Seitenfenster der südlichen Chorwand versetzt – zwölf Szenen aus Kindheit, Jugend und Passion Christi, die sowohl strukturell hinsichtlich ihrer Rahmenformen als auch stilistisch in zwei Gruppen zu trennen und jeweils um 1365/1370 zu datieren sind.[363] Möglicherweise besetzten sie die beiden zweibahnigen, neunzeiligen Fenster zuseiten des dreibahnigen und zehnzeiligen Mittelfensters,[364] dessen Erstverglasung damals erhalten geblieben sein könnte, ehe sie wohl Anfang des 16. Jh. erneuert wurde (s. u.). Etwas jünger, nämlich aus dem ausgehenden 14. Jh. stammt der Großteil der Scheiben mit Heiligen, die im nordöstlichen Chorfenster der Kirche des bei Bautzen in der Oberlausitz gelegenen Frauenklosters St. Marienstern zusammengestellt sind. Zwei Scheiben in der unteren Fensterreihe (die Felder 1a und 1b) gehören zur Erstverglasung der Kirche, die ab ca. 1259/1264 bis um 1290 erbaut worden sein dürfte.[365] Alle übrigen 31 Felder des Fensters ‒ der Rest einer ursprünglich auf drei Felder ausgedehnten Kreuzigung Christi mit den Heiligen Bernhard(?) und Benedikt, eine Vielzahl weiblicher Heiliger und mehrere Wappen regionaler Adelsgeschlechter ‒ sind der Neuausstattung um 1400 zuzurechnen (Abb.),[366] die mindestens drei Fenster umfasste. Die Kirche des Nonnenklosters Nordshausen wurde in der ersten Hälfte des 15. Jh. nach Osten verlängert und erhielt in diesem Zuge offenbar auch eine neue Verglasung.[367]

Der Rechteckchor der Klosterkirche von Viktring in Kärnten wurde offenbar in der ersten Hälfte des 14. Jh. zu einem polygonalen Chorschluss mit fünf Fensteröffnungen erweitert.[368] Das dreibahnige Achsenfenster und die jeweils zweibahnigen Seitenfenster wurden in der Folge farbig verglast, wobei unklar ist, weshalb die Verglasung um 1390/1400 ‒ erhalten sind ein Passionszyklus in der Achse (I, Abb.), ein Marienzyklus links (n II) und Standfiguren der Apostel rechts (s II) ‒ so spät in den Chor eingesetzt wurde.[369] Möglicherweise liegen Bau- und Verglasungsdaten näher beieinander, als man bisher annimmt; vielleicht gab es aber auch ältere Fenster, die bei einem Klosterbrand (1411?) zerstört und ersetzt wurden.[370] Die Verglasung wird der sog. Herzogswerkstatt zugeschrieben.

Im 15./16. Jh. gab es in den Klosterkirchen Verglasungsmaßnahmen, die sowohl schon existierende Bauten als auch Neubauten betrafen; das Auftragsvolumen war insgesamt vermutlich eher rückläufig und verlagerte sich stattdessen auf Kreuzgänge und andere Bauteile der Klöster. Große, umfassende Neuverglasungskampagnen sind nur ausnahmsweise überliefert (z. B. Neuendorf), meist sind es Erneuerungen einzelner Fenster, wobei erzählende Bildfolgen, wie sie im 14. Jh. beliebt waren, kaum noch gestaltet worden zu sein scheinen. Es überwiegen Bildprogramme mit Darstellungen der Muttergottes im Strahlenkranz, der im Orden besonders verehrten Benedikt von Nursia und Bernhard von Clairvaux sowie anderer Heiliger, zumeist in Verbindung mit Wappen- und Stifterrepräsentationen.

Zwei Standfiguren der Heiligen Barbara und Katharina aus der Klosterkirche von Dargun (Abb.), deren Ostteile 1464‒1479 vollendet wurden, seit dem Zweiten Weltkrieg Ruine, weisen stilistisch noch in die erste Hälfte des 15. Jh.[371] Um die Mitte des 19. Jh. befanden die beiden Scheiben sich ‒ zusammen mit Darstellungen des Heiligen Benedikt und einer Serie von mecklenburgischen und anderen Adelswappen ‒ im Umgangschor der Kirche, sodass sie als letzte Reste einer partiellen Farbverglasung aus Figuren und Wappen in einer Rautenumgebung anzusehen und trotz ihrer stilistischen „Rückständigkeit“ bauzeitlich in das dritte Viertel des 15. Jh. zu datieren sind.[372]

In Wienhausen wurde die hochgotische Verglasung des Nonnenchors im 15. Jh. um einzelne Fenster erneuert. Zunächst wurde im letzten, westlichen Fenster der Südseite ein ebenfalls partiell verglastes Fenster mit Standfiguren der Heiligen Georg und Alexander(?) eingesetzt, das durch seine Wappen als Gemeinschaftsstiftung von Angehörigen der Familien Töbing und Schneverding aus der Zeit um 1470/1480 ausgezeichnet ist (Abb.).[373] Eine Stiftung des Lüneburger Rats war das große Westfenster von 1495.[374] Dieses Fenster ist ebenso verloren wie die im 15./16. Jh. erneuerten farbig-figürlichen Verglasungen der Kirchen in den niedersächsischen Frauenklöstern Isenhagen und Medingen.[375]

Von einer Erneuerung um 1490/1500 in der Klosterkirche von Doberan zeugen noch einige wenige Fragmente mit dem knienden Stifter (Herzog Magnus II. von Mecklenburg?), Gottvater, der Madonna im Strahlenkranz und einem Heiligen (Abb.).[376] In Loccum ist als einziger Rest der alten Scheiben eine Figur des Apostels Matthias erhalten.[377] Neben den an die hochgotischen Ostteile von Doberan angelehnten spätgotischen Erweiterungsbau von Dargun ist als Neubau die Klosterkirche von Mariawald in der Eifel ab 1494 (Weihe von elf Altären 1511, Schlussweihe 1539) zu stellen.[378] Nach Ausweis der Fensterstiftungen 1505/06 (Chor), 1513 (Westfassade) und 1514‒1516 (Langhaus) wurde auch dieser Bau ‒ wie in Dargun ‒ von im Umkreis ansässigen adeligen Familien gefördert und mit Fenstern ausgestattet, die nach der Säkularisation in Kirchen, Museen und Sammlungen in England, Schottland und den USA gelangten.[379] Insgesamt enthielt die Kirche 13 Fenster, für die Glasmalereistiftungen belegt sind, u. a. allein vier Fenster (Chor I, n II und s II sowie das große vierbahnige Westfenster w I), die Stiftungen von Angehörigen des Herzogshauses Jülich-Berg waren. Das Bildprogramm setzte sich größtenteils aus repräsentativen Darstellungen von Heiligen, darunter Bernhard mit seinen Eltern (Abb.), samt Stiftern und Stifterinnen mit ihren Wappen zusammen.

Unter den Fenstererneuerungen im frühen 16. Jh. war wohl die bedeutendste Maßnahme die Neugestaltung einiger Fenster in Neuendorf.[380] Außer den Scheiben aus der Zeit um 1365/1370 sind in Neuendorf noch Reste von Wappen Lüneburger Familien erhalten sowie Standfiguren von Aposteln und Heiligen mit Architekturbekrönungen, die um 1506 datiert werden können. Die Figuren – u. a. die Heiligen Benedikt und Bernhard (Abb.) – sind paarweise aufeinander bezogen, sodass sie ursprünglich aus den jeweils zweibahnigen Fenstern des Sanktuariums und der Nonnenempore stammen müssen. Nur durch ihre Wappen repräsentiert waren Angehörige der Familie von Dassel, Stöterogge und Töbing. Wie im Wienhausener Töbing-Fenster waren die Verglasungen auch hier als partielle Farbverglasungen in einer Rautenumgebung gestaltet. Eine einzelne szenische Darstellung aus dem frühen 16. Jh., die im 19. Jh. noch erhalten war,[381] lässt es möglich erscheinen, dass damals auch das mittlere Fenster in der Ostwand erneuert wurde, wo sich bereits zwei Fenster erzählenden Inhalts befanden.

Um 1500/1510 wurden auch die drei Fenster in der Apsis der Klosterkirche von Zinna nordöstlich von Jüterbog erneuert, eines Baus aus der ersten Hälfte des 13. Jh. mit mäßig hohen, noch einbahnigen Fensteröffnungen. Hier wurden Figuren der Madonna im Strahlenkranz (ehem. Chor I) und der Heiligen Bernhard (n II) und Benedikt (s II) anstelle einer älteren Verglasung eingesetzt.[382] Eine Fensterstiftung rein repräsentativen Charakters, mit der eine ältere Ornamentverglasung ersetzt wurde, ist im Langhaus der Klosterkirche Haina mit dem genealogischen Wappenfenster des hessischen Amtmanns Philipp von Viermünden († 1528) erhalten.[383]

Im Südwesten und Südosten Deutschlands sind demgegenüber nur wenige Verglasungsmaßnahmen im 15./16. Jh. nachweisbar: So ist für Salem eine umfangreiche Erneuerung der Fenster in der Klosterkirche unter Abt Johannes Stantenat für das Jahr 1478 überliefert;[384] ähnlich für Bronnbach, wo Abt Johannes von Bofsheim 1512/13 die Summe von 130 Pfund aufwendete, um damit die Fenster am Hochaltar der Kirche ‒ offenbar die Fenster der romanischen Apsis ‒ erneuern zu lassen.[385] In Österreich wurde die Klosterkirche von Zwettl – ein Bau aus dem 14. Jh., der im Jahr 1387 Fenster eines Meisters Michael „de civitate Zwettl“ erhalten hatte und 1427 bei den Hussiten-Einfällen in Niederösterreich offenbar erheblich beschädigt worden war – im Jahr 1437 neu geweiht. Unter den Äbten Koloman Bauernfeind (1490–1495) und Wolfgang II. Oertl (1495‒1508) fanden Bau- und Verglasungsmaßnahmen statt, von denen noch die Reste einer Darstellung der Krönung Mariens durch die Trinität aus der Zeit um 1490/1500 zeugen (ehem. Chor I) (Abb.).[386]

Belgien und Niederlande

Von den Kirchen der Männer- und Frauenklöster in Belgien sind – mit einer Ausnahme – keine Verglasungen aus der Zeit des 13.–16. Jh. erhalten. Die Ausnahme sind jene ca. 300 Scheiben, die sich in der Kirche des Frauenklosters Herkenrode bei Hasselt befunden hatten und durch Verkauf 1802 in die Kathedrale von Lichfield in England gelangt sind, wo sie die Fenster der Marienkapelle sowie weitere Fenster in Chorumgang und Querhaus schmücken; weitere Fragmente aus der Kirche von Herkenrode lassen sich in Shrewsbury und in Barton-under-Needwood nachweisen.[387] Im Kern stellte die Pieter Coecke van Aelst zugeschriebene, in den Jahren 1532‒1539 ausgeführte Verglasung in monumentalen, jeweils dreibahnigen Kompositionen Szenen aus dem Marien- und Christusleben dar (von der Verkündigung an Maria (Abb.), bis zu Ausgießung des hl. Geistes und Jüngstem Gericht), wobei die Ereignisse der Passion ‒ Handwaschung des Pilatus, Kreuztragung, Kreuzigung (ehem. Chor H I), Kreuzabnahme und Auferstehung ‒ in den östlichen Hochchorfenstern erschienen. Vom Achsenfenster mit der Kreuzigung Christi abgesehen, vermutlich eine Stiftung der Äbtissin Mathilde de Lexhy (1520‒1548), waren unter den Szenen die „Hauptstifter“ dargestellt, Érard de La Marck (Erhard von der Mark), der regierende Fürstbischof von Lüttich (* 1472, reg. 1505‒1538), Floris van Egmond, Graf von Buren und Leerdam (1469‒1539), und seine Frau Margareta von Bergen op Zoom sowie deren Kinder Anna (1502‒1574) und Maximiliaan (1509‒1548) und deren Ehepartner. Darüber hinaus war die Lactatio Bernardi (vgl. Zisterzienser, Zisterzienserinnen (C. Bildkünste), II.A.2.a.) dargestellt.

Ansonsten ist die Überlieferung in Belgien und in den benachbarten Niederlanden auf Erwähnungen von Verglasungen in Schrift- und Bildquellen beschränkt. Für die Kirche des Klosters Val-Saint-Lambert sind umfängliche Verglasungsarbeiten für die Jahre 1357, 1372–1376 und 1452–1455 dokumentiert, von denen letztere Arbeiten die Neugestaltung und -verglasung des Fensters hinter dem Hochaltar durch den Glaser Johan Naize von Lüttich betrafen.[388] Nur pauschal nachgewiesen sind Fensterverglasungen, die 1463/64 für die Klosterkirche von Mariënhaven in Warmond und 1502 für die Kirche des Frauenklosters Mariënkamp bei Assen ausgeführt bzw. gestiftet wurden.[389] Dagegen gibt es für die Kirche des Frauenklosters St. Servaas in Utrecht die bildliche Überlieferung dreier zweibahniger, partiell verglaster Fenster, die als Stiftungen der Familie Van Winssen ausgewiesen waren und in der obersten Zeile jeweils Darstellungen von Stiftern mit ihren Interzessoren in Verehrung des hl. Christophorus sowie der Taufe und Beweinung Christi zeigten (Abb.).[390] Floris van Egmond, einer der Hauptstifter in Herkenrode, trat als Herr von IJsselstein auch in der Kirche des dortigen Klosters als Fensterstifter auf,[391] im Weiteren in der Kirche des Frauenklosters Leeuwenhorst, in der das Achsenfenster eine Stiftung Kaiser Karls V. war (1522/23), zu deren Seiten Fenster der Generäle Jan II. van Wassenaer (1483‒1523) und eben Floris van Egmond standen.[392]

Britische Inseln

Ähnlich marginal ist die Überlieferung von Verglasungen des 13.–16. Jh. auf den Britischen Inseln. Über einige Grabungsfunde hinaus, die auf ehemalige farbig-figürliche Fenster in den Klosterkirchen von Rievaulx, Louth Park, Bordesley und Cleeve hindeuten,[393] ist eine größere Zahl von Fragmenten aus dem 14. Jh. in zwei Fenstern der Kirche von Dore Abbey zusammengestellt.[394] Bereits ins 15. Jh. verweisen die Erwähnung einer Verglasung von zehn Fenstern in der Kirche von Strata Florida Abbey (Wales), um 1440,[395] das aus diversen Fragmenten zusammengesetzte Ostfenster der ehemaligen Kirche des Frauenklosters Llanllugan (ebenfalls Wales), 1453 und zweite Hälfte 15. Jh.,[396] und das Fragment eines Engels (?) aus der Klosterkirche von Furness bei Barrow-in-Furness, letztes Viertel 15. Jh.[397]

Polen und Tschechien

Über die erwähnten Verglasungsreste und Grabungsfunde in Lubiąż (Leubus) und Łekno (Lekno) hinaus gibt es für die Kirche des Doberaner Tochterklosters Pelplin, über deren Bauzeit (13./14. Jh. oder 14./15. Jh.) sich die Architekturforschung noch im Unklaren ist,[398] Hinweise auf eine ornamentale Grisaille- und eine farbig-figürliche Verglasung. Noch im frühen 19. Jh. waren in der Kirche entsprechende Reste erhalten, von denen aber nur ein Christuskopf aus dem letzten Viertel des 15. Jh. erhalten zu sein scheint (Abb.).[399]

Die Fenster der Kirche des 1357 von Dietrich von Portitz gegründeten böhmischen Klosters Skalice (Skalitz) sollen alle mit dem Wappen des Bistums Minden geschmückt gewesen sein, dem Dietrich von Portitz in den Jahren 1353–1361 als Bischof vorstand.[400]

Spanien

Außer der Klosterkirche von Santes Creus mit ihrer reichen Verglasung ist in Spanien ein weiterer Bau mit Glasmalereien erhalten, das unweit von Burgos gelegene Frauenkloster Santa María la Real de Las Huelgas, eine Stiftung König Alfons’ VIII. von Kastilien und dessen Frau Leonor aus dem Haus Plantagenet (1187) und Grablege des 1214 verstorbenen Herrscherpaares. Die im ersten Viertel des 13. Jh. erbaute Kirche des Klosters mit einem zweigeschossigen Chor enthielt in ihren einbahnigen, rund- und spitzbogigen Fensteröffnungen offenbar ein Bildprogramm mit Standfiguren der zwölf Apostel, von denen noch drei Figuren (Petrus, Paulus und Johannes Ev.), 1964/65 in den Kapitelsaal versetzt, erhalten sind. Die vermutlich von französischen Glasmalern geschaffenen Glasgemälde können bauzeitlich in die Jahre um 1210/1220 datiert werden (Abb.).[401]

Für das in Katalonien gelegene Frauenkloster Vallbona de les Monges ist für das Jahr 1367 bezeugt, dass der Glaser Guillem Daví aus L’Espluga de Francolí das große, hohe, dreibahnige Maßwerkfenster am Hochaltar der Kirche für die Summe von 240 barcelonischen Sous verglast hatte.[402]

Sog. Prachtfenster

Im 13. Jh. wurden anstelle der üblich gewordenen Maßwerkfenster großflächige „Prachtfenster“ eingesetzt, oft dafür auch bestehende Fenster vergrößert.[403]

Eines der ältesten erhaltenen Beispiele dieses Fenstertyps ist das vierbahnige Ostfenster in Haina (Abb.). Die lichte, um 1250/1260 von dem Konversen Lupuldus geschaffene Grisailleverglasung setzt vor allem die geometrische Maßwerkstruktur des Fensters in Szene, auf das der Blick vom gesamten Mittelschiff aus fällt. Wahrscheinlich war auch das ein bis zwei Jahrzehnte jüngere und in seinen architektonischen Teilen prinzipiell gleich strukturierte Nordquerhausfenster ursprünglich vollständig ornamental verglast, doch wurden beide Fenster in ihren unteren Teilen im ausgehenden 13. Jh. erneuert (Abb.). Ob die Lanzetten damals bereits figürliche Darstellungen erhielten, ist nicht bekannt, da die Verglasung in nachmittelalterlicher Zeit entfernt wurde. Dies trifft zwar auch auf das erst um 1330/1340 errichtete, sechsbahnige Fenster der Westfassade zu, doch lassen dort die im Maßwerk noch vorhandene Kreuzigungsdarstellung und zwei in das Langhaus versetzte Tabernakelarchitekturen auf eine figürliche Gestaltung auch der Lanzetten schließen (Abb., Abb.).

Das um 1280/1290 zu datierende sechsbahnige Fenster im Nordquerhaus der Altenberger Klosterkirche ist noch weitgehend in Grisaille ausgeführt, doch bereits mit Tierdarstellungen durchsetzt; die Verglasung der Lanzetten wird hier erstmals durch einen bahnweise organisierten Wechsel der Muster rhythmisiert (Abb.).[404] Ungewissheit besteht in Bezug auf die ursprüngliche Verglasung der Fenstergruppe im Rechteckchor der Klosterkirche von Heiligenkreuz (Abb.),[405] die 1872–1876 umfassend instand gesetzt wurde. Der 1295 geweihte Neubau ist mit hohen dreibahnigen Fenstern durchlichtet, lediglich das östliche Achsenfenster ist vierbahnig angelegt. Die Mittelbahnen der beiden inneren Flankenfenster sind mit Propheten- und Heiligenfiguren in Langpässen gefüllt, während die Seitenbahnen ornamental gestaltet sind. Es wurde vermutet, dass auch die beiden äußeren, heute vollständig ornamental geschmückten Fenster der Ostwand einstmals mit Figurendarstellungen besetzt waren.[406] Das Achsenfenster hat seine ursprüngliche Verglasung spätestens in barocker Zeit verloren. Es wurde ein Zusammenhang dieses Fensters mit den stilistisch andersgearteten Stifterfiguren Herzog Leopolds VI. und Markgräfin Agnes’ sowie die Darstellungen der Auferstehung und Himmelfahrt Christi, die sich in der Stadtpfarrkirche von Steyr befinden, gesehen.[407] Sollte das Achsenfenster wie die Seitenfenster nur in den beiden Mittelbahnen figürlich verglast gewesen sein, so hätte man noch Ende des 13. Jh. ein komplexes, im weitesten Sinne typologisches Bildprogramm aus Propheten und heilsgeschichtlichen Szenen seinen Bezugsschichten nach auf mehrere Fenster auseinandergezogen und die Bildaussage mit einer immer noch für notwendig erachteten Anzahl von Ornamentbahnen „gestreckt“, um so den Wunsch nach Figürlichkeit zu „rechtfertigen.“[408]

Das vierbahnige, zwölfzeilige Westfenster von Santes Creus (Abb., Abb.)[409] wurde gegen 1300 in die massive Steinfassade über dem romanischen Portal eingesetzt. Mit der tiefgreifenden Restaurierung des noch 38 quadratische Felder umfassenden Bestands von 1905 wurden jedoch Spuren beseitigt, die zur Rekonstruktion des ursprünglichen Bildprogramms hätten beitragen können. Die Abfolge des noch etwa zwei Dutzend Szenen umfassenden Christuszyklus ist in Unordnung geraten; darüber hinaus existieren in identischer Rahmung fast ebenso viele, teils nicht näher bestimmbare Szenen aus dem Leben von Heiligen sowie Halbfiguren von Engeln mit Märtyrerkronen. Eine Strukturierung der Inhalte nach Vorgabe des Maßwerkrahmens, der sich aus zwei zweibahnigen Fenstern zusammensetzt, läge in diesem Fall nahe.

Nur noch hypothetisch zu rekonstruieren ist das „Prachtfenster“ der Klosterkirche von Bebenhausen: Abt Konrad von Lustnau (1320–1353) ließ um 1335 in die Ostwand der Kirche ein achtbahniges Maßwerkfenster einbrechen und von einer in Esslingen ansässigen Werkstatt mit figürlicher Glasmalerei ausstatten (Abb., Abb.).[410] Über die unteren Zeile(n) zog sich einstmals die Stifterinschrift hinweg, die im 17. Jh. einem jüngeren Einbau zum Opfer fiel.[411] 1781 wurden die Rechteckscheiben auf Wunsch des württembergischen Herzogs Karl Eugen nach Schloss Hohenheim verbracht. Von dem ehemals 72 Felder umfassenden Bestand in den Lanzetten sind noch 18 Felder auf den Schlössern in Altshausen und Lichtenstein erhalten. An Ort und Stelle verblieb lediglich die reiche, vegetabil gestaltete Füllung des Couronnements mit den Allianzwappen Graf Ulrichs III. von Württemberg und seiner Frau Sophie von Pfirt sowie die Wappen der Pfalzgrafen von Tübingen und des Zisterzienserordens. In drei oder vier Reihen waren mindestens 24 oder sogar 32 heilsgeschichtliche Szenen aus der Annen-Marien-Legende und dem Leben Christi angeordnet, die zeilenweise im Wechsel von thronenden Propheten, Aposteln und Evangelisten bekrönt und durch ondulierende Maßwerkbänder miteinander verbunden waren.[412]

Das bis um 1320 fertiggestellte Ostfenster im Rechteckchor der Kirche von Kloster Heiligkreuztal war eine Stiftung der Äbtissin Elisabeth von Stepheln (1305–1312).[413] In Gestalt einer filigranen Architekturfassade sind auf fünf Stockwerken jeweils vier Figuren von Heiligen bzw. deren Martyrien in Maßwerktabernakeln angeordnet und abschließend von hohen Türmen überfangen (Abb., Abb.). Zentrale Darstellung war die ursprünglich sechsfigurige Kreuzigungsgruppe, die durch Neuschöpfungen gestört wurde. Sehr wahrscheinlich wurde das Fenster in einer Konstanzer Werkstatt ausgeführt, deren stilistische Prägung letztlich auf Straßburger Voraussetzungen aufbaut. Im schweizerischen Kloster Hauterive ließ Abt Petrus Rich (1323–1328) ein sechsbahniges „Prachtfenster“ in die Ostwand des schmalen Sanktuariums der Kirche einsetzen; die Verglasung dürfte jedoch erst nach seinem Tod eingebracht worden sein.[414] Nachdem die mittelalterlichen Glasmalereien seit der Mitte des 19. Jh. vorübergehend im Chor der Kathedrale von Freiburg im Uechtland eingebaut waren, hatte man die Reste 1931 wieder an ihren Ursprungsort zurückgeführt und unter Hinzufügung zahlreicher Neuschöpfungen ein Werk geschaffen, das der ursprünglichen Fensteranordnung nicht mehr entspricht (Abb.). Dreißig Medaillons eines Vita-Christi-Zyklus füllen die gesamte untere Hälfte des Fensters, während die obere Hälfte Standfiguren von Heiligen unter Architekturbaldachinen einnehmen.[415] Vermutlich gab aber das dreiteilige, drei zweibahnige Fenster ausbildende Maßwerk auch die thematische Gliederung vor, derzufolge allein das Mittelfenster die Medaillons der Vita Christi aufnahm, während in den flankierenden Seitenbahnen großfigurige Apostelpaare und weitere Heilige gezeigt wurden (Abb.).

Anders strukturiert war demgegenüber das im Zweiten Weltkrieg weitgehend zerstörte Fenster in der niedersächsischen Klosterkirche Amelungsborn aus dem zweiten Drittel des 14. Jh. (Abb.).[416] Hier nimmt man eine über sechs bis sieben Zeilen verlaufende Folge heilsgeschichtlicher Szenen an. Diese waren von identischen Giebelarchitekturen bekrönt und bahnweise mit einem blau-roten Farbwechsel hinterlegt. Die Erzählung setzte unten links mit dem Marienleben ein und zog sich mit Kindheit und Passion bis zur Auferstehung Christi zeilenweise über sämtliche sechs Bahnen hinweg, mit Tod und Krönung Marias, gefolgt von einer Darstellung Christi als Weltenrichter, als Abschluss.[417] Einzelne Szenen wurden auf bis zu drei Bahnen gestreckt, um die gesamte Fensterfläche mit Figuren füllen zu können. Aus dem vierbahnigen, 15-zeiligen Fenster des Nordquerhauses stammt dagegen eine Reihe von thronenden Vorfahren Christi in Weinrankenmedaillons, die heute in einem Seitenschifffenster zusammengefasst sind (Abb.). Deren Verteilung innerhalb des Fensters ist ebenso wenig bekannt wie das ursprüngliche Bildprogramm insgesamt (Abb.).[418]

In Altenberg wurden im ausgehenden 14. Jh. nach einer längeren Bauunterbrechung die westlichen Joche der Klosterkirche mitsamt der Fassade fertiggestellt.[419] Für die aufwendige Konstruktion des achtbahnigen, ca. 17 m hohen Maßwerkfensters über dem Westportal stellte Wikbold Doppelstein, der exilierte Bischof von Kulm, im Jahr 1386 400 Gulden zur Verfügung; als Stifter der Glasmalereien traten Wilhelm von Berg, ein Nachfahre der Gründer, und seine Gemahlin Anna von der Pfalz in Erscheinung.[420] Unter hohen goldenen Turmaufbauten stehen in zwei Reihen paarweise einander zugewandte, alabasterweiße Heiligenfiguren, deren Namen sich zum großen Teil in den Altarpatrozinien wiederfinden (Abb.). Auch hier ist die ursprüngliche Anordnung gestört. Die beiden Mittelbahnen waren einst durch die Darstellungen der Verkündigung an Maria mit dem Stifterpaar und der Anbetung der Könige hervorgehoben (Abb.).

Die Verglasung der um 1280/1285 eingesetzten, 1525 zerstörten westlichen Fensterrose der Klosterkirche Ebrach in Franken soll der Klosterchronik zufolge farbig gestaltet und mit Figuren versehen gewesen sein.[421] In den Chor der romanischen Klosterkirche von Maulbronn wurden um die Mitte des 14. Jh. ein sechsbahniges Fenster im Osten und ein vierbahniges Fenster auf der Südseite eingesetzt.[422] Auch das vierbahnige, etwa 12 m hohe Westfenster der Klosterkirche Mariawald, das 1513 eine Verglasung aus Heiligenfiguren erhielt, kann zu den sog. Prachtfenstern gezählen werden.

Auf den britischen Inseln war das große Maßwerkfenster im Chor von Tintern Abbey einst mit einer Glasmalereistiftung des Roger Bigod, Earl of Norfolk († 1306), versehen, der den bis 1301 fertiggestellten Neubau der Kirche großzügig unterstützt hatte; dem Itinerar Williams von Worcester, 1478, ist zu entnehmen, dass sich zu jener Zeit die Wappen des Stifters in jeder der acht Fensterbahnen befunden haben sollen.[423] Die Mönche der walisischen Abteien von Llantarnam und Neath erhielten im Jahr 1504 je eine Vermächtnisstiftung von David Mathew von St Fagans in Höhe von 10 Pfund zur Verglasung ihrer Westfenster.[424] Laut einer Beschreibung des 17. Jh. war in der Südquerhausrose der Klosterkirche im portugiesischen Alcobaça eine 1521 datierte Darstellung des Letzten Abendmahls zusammen mit der Enthauptung Johannes’ des Täufers zu sehen. Auftraggeber der Verglasung war König Manuel I.[425]

e. Kreuzgangs- und Brunnenhausverglasungen

Die Zahl der aus oder in Kreuzgängen erhaltenen oder überlieferten Verglasungen ist gering.[426] Die älteste bekannte um 1220‒1240/1250[427] blieb in Stift Heiligenkreuz im Wienerwald partiell bewahrt.[428] Neunzehn Bogenfelder im Nord- und im Südflügel sowie 6 Rundfenster im Süd- und im Westflügel zeigen eine Vielzahl verschiedener geometrischer und vegetabiler, überwiegend monochromer Muster, in die nur vereinzelt und auch nur am Rand heraldische Motive und figürliche Details eingefügt sind (Abb., Abb.).[429] Die Verglasung entsprach ganz den Gestaltungsvorschriften und ist möglicherweise exemplarisch für frühe Kreuzgangsverglasungen, wie sie in Frankreich und auf den Britischen Inseln restlos verloren sind.[430] Lediglich für zwei Flügel des Kreuzgangs von Noirlac aus der zweiten Hälfte des 13. Jh. wird aufgrund der Fugen im Steinwerk vermutet, dass die Oculi verglast waren.[431]

Nach der Mitte des 13. Jh. wurden die zunächst blank verglasten, dann in Grisaillemalerei ausgeführten Kreuzgangsfenster durch farbige Elemente und Figuren bereichert. Im Loccumer Kreuzgang aus der zweiten Hälfte des 13. Jh.[432] gab es eine mit farbigen Hintergründen, Blüten oder Bändern belebte Ornament-Grisailleverglasung aus stilisierten Blättern (Ahorn, Efeu, Eiche, etc.) (Abb.).[433] Im Wettinger Kreuzgang, dessen Nordflügel vor 1294 verglast war, sind einige Maßwerkfüllungen aus der Bauzeit erhalten, meist Passfelder mit weißem oder gelbem, im Zentrum und/oder an den Rändern farbig belebtem Blattwerk, aber auch zwei farbige Passfelder mit einer thronenden Madonna sowie zwei Dreipässe mit Maria und Christus, um 1280/1290 (Abb.).[434]

Beispiele für Bildlichkeit in Kreuzgangsfenstern des 14. Jh. gibt es bei unterschiedlicher Thematik in den Männerklöstern Eberbach und Doberan sowie in den Frauenklöstern Wienhausen und St. Marienstern, überwiegend als Memorialstiftungen in Verbindung mit Begräbnissen.[435] So gab es in Eberbach mindestens drei Wappenscheiben.[436] Im Doberaner Kreuzgang, der weitgehend abgetragen ist, soll es ein fünfbahniges und fünfzeiliges Fenster mit einem Stammbaum des Hauses Mecklenburg gegeben haben, der in der Mittelbahn von Fürst Niklot († 1160) bis zu Heinrich II. († 1329) hinabreichte, er wurde in das zweite Viertel des 14. Jh. datiert (Abb.).[437] Ausgehend von der Brunnenhausverglasung in Heiligenkreuz ließe sich darüber hinaus vermuten, ob sich der Doberaner Stammbaum nicht auch in einem Fenster des dortigen (ehemaligen) Brunnenhauses befunden haben könnte.[438] In Wienhausen sind in den Fenstern der oberen Kreuzgänge sowohl die Reste einer Ornamentverglasung mit Stifterwappen von ca. 1310 als auch die Reste eines Passionszyklus um 1330, die Reste eines Heiligenfigurenzyklus um 1330/1340 und ein Ornamentfenster aus dieser Zeit erhalten.[439] Im sog. Chorgang war nur das Couronnement der Fenster verglast; die rechteckigen Öffnungen blieben offen und konnten durch Klappläden verschlossen werden (Abb.).[440] In St. Marienstern in der Oberlausitz befinden sich im Maßwerk des ersten, nördlichen Fensters im Kreuzgang-Ostflügel zwei Scheiben mit dem Reichsadler und eine mit dem Böhmischen Löwen,Reste einer verlorenen Stiftung König Karls IV. (1347‒1378) oder König Wenzels (1376‒1400).[441]

Für das 15. und 16. Jh. ist eine große formale und inhaltliche Vielfalt figürlicher Gestaltung zu erschließen: Fenster mit Stifterbildern und Wappen, mitunter erweitert um Interzessoren, Fenster mit alt- und neutestamentlichen Themen und Zyklen zum Leben des hl. Bernhard (vgl. Zisterzienser, Zisterzienserinnen (C. Bildkünste), II.A.2.a.). Als Ort der Memoria von Nicht-Ordensangehörigen dienten Kreuzgänge nachweislich schon im 14. Jh. In Quellen überlieferte und teilweise erhaltene Beispiele aus dem 15. und frühen 16. Jh. sind die Kreuzgänge der Klöster Bebenhausen und Eberbach; dort sind noch Reste der Fenster erhalten. Im Kreuzgang von Bebenhausen, zwischen 1460/1470 und 1515,[442] sind neun Darstellungen von Heiligen, von Stiftern und Stifterinnen und/oder deren Wappen nachweisbar.[443] Die Stifterscheiben des Speyerer Domherrn Friedrich von Nippenburg († 1502) und des Tübinger Burgvogts Ernst von Fürst († 1551) waren mit 1490 und 1524 datiert.[444] In Eberbach wurde der Kreuzgang 1500 einschließlich der Verglasung erneuert:[445] Inschriftlich überliefert sind das 1501 datierte Stifterbild und Wappen des Weihbischofs Eberhard von Redwitz († 1502) und die ebenfalls 1501 datierte Fensterstiftung des Mainzer Schultheißen Georg Schruff und seiner Frau Katharina.[446] Das Redwitz-Wappen ist als Fragment erhalten, ferner ein Zisterzienser-Wappenschild und das zu einer Rundscheibe umgestaltete Fragment eines unbekannten knienden Ritters (Abb.) mit zugehöriger Schaller.[447] Nicht gesichert ist, dass es im Zisterzienserinnenkloster Birkenfeld bei Neustadt a. d. Aisch Stiftungen Markgraf Friedrichs V. von Brandenburg-Ansbach sowie des Alexius II. Haller und dessen Söhnen Alexius III. und Konrad IV. gegeben hat.[448]

In der Schweiz wurden die Kreuzgänge der Klöster Kappel, Wettingen und St. Urban nach Brandkatastrophen 1493 (Kappel), 1507 (Wettingen) und 1513 (St. Urban) neu verglast. Allein in Wettingen sind noch annähernd 40 Scheiben ab 1517 erhalten, die teils von Privatpersonen, teils von den Orten der Eidgenossenschaft, teils von anderen Zisterzienserklöstern und deren Äbten finanziert wurden. Sieht man von bestimmten Bildthemen ab (namentlich der zweimaligen Darstellung des Amplexus in den Fenstern West VIb und VIIIa) (vgl. Zisterzienser, Zisterzienserinnen (C. Bildkünste), II.A.2.a. und Abb.), ist keine ordensspezifische inhaltliche Ausrichtung erkennbar; die Rechteckscheiben mit Heiligen und Wappen sind einzeln oder paarweise unterhalb der Maßwerkcouronnements als durchlaufendes Band angebracht.[449] Eine ähnliches Bildprogramm gab es offenbar bereits um 1500 in Kappel.[450] Auch der Kreuzgang des im 18. Jh. barockisierten Klosters St. Urban, der in den Jahren 1525‒1534 mit Fenstern ausgestattet worden war und aus dem bisher nur eine Scheibe identifiziert werden konnte, war nach dem Vorbild von Kappel und Wettingen mit einem Wappenscheibenzyklus verschiedener Schweizer Glasmaler versehen.[451] Neben Darstellungen, die allein oder vorwiegend Memorial-und Repräsentationszwecken dienten, gab es Zyklen zum Leben von Maria, Christus und Heiligen, insbesondere von Bernhard von Clairvaux (Zisterzienser, Zisterzienserinnen (C. Bildkünste), II.A.2.a.). So sind durch Gaspar Jongelinus für den ganzen Kreuzgang des Klosters Altenberg gemalte Fenster sowohl mit Szenen aus der Heiligen Schrift als auch aus dem Leben des hl. Bernhard überliefert.[452] Vermutlich sind, ausgehend von einer Prophetenscheibe mit der Herkunftsangabe Altenberg (Nürnberg, Germanisches Nationalmuseum, Abb.), die biblischen Szenen mit den Überresten einer typologischen Verglasung aus der Zeit um 1460/1470 zu verbinden, die, auf verschiedene Museen und Sammlungen in Deutschland verstreut erhalten sind.[453] Einer der Stifter dieser Verglasung könnte der Kölner Ratsherr Goddart von der Eren gewesen sein, der vor 1490 verstorbene Sohn Johanns von der Eren und Katharinas von Hirtz, der Fenster gegenüber dem Kalefaktorium im Kreuzgang hatte machen lassen.[454] Der typologische Zyklus nach Vorlage einer Blockbuch-Ausgabe der „Biblia Pauperum“ befand sich wohl in diesem (Ost-)Kreuzgang im Bereich des Süd- oder Ostflügels.[455] Alle weiteren typologischen oder neutestamentlichen Zyklen stammen aus der ersten Hälfte des 16. Jh.: In dem 1486 gegründeten Kloster Mariawald in der Eifel befand sich in den zweibahnigen, vierzeiligen Fenstern des Kreuzgangs ein typologischer Zyklus aus den 1510er- und 1520er-Jahren (Abb.).[456] Ein Passionszyklus aus dem zweiten Viertel des 16. Jh., der in großformatigen Szenen die dreibahnigen, mehrzeiligen Fenster im südlichen Kreuzgangsflügel des Klosters Marienfeld bei Gütersloh schmückte, ist im Jahr 1820 an den Dom von Münster gelangt; erhalten sind dort die Szenen der Kreuztragung, Kreuzigung, Kreuzabnahme (Abb.) und Grablegung Christi sowie das Fragment des auferstehenden Christus.[457]

Schließlich sind für einige Klöster Zyklen mit der Vita Bernhards nachweisbar. Schon der Schweizer Geistliche Rudolf Hospinian (1547‒1626) wies darauf hin, dass in Kreuzgangsfenstern oft die Lebensgeschichte Bernhards von Clairvaux gemalt sei.[458] Der älteste bekannte auf Glas gemalte, verlorene Zyklus ‒ eine Folge von 16 Rundscheiben aus den 1460er- oder 1470er-Jahren, die in Nürnberg oder Augsburg in Auftrag gegeben worden waren ‒ befand sich in Kloster Heilsbronn und ist aus einer Beschreibung des 17. Jh. bekannt.[459] In Altenberg, in dem der Konvent in den 1450er- und 60er-Jahren selbst eine schwere Krise durchlebt hatte, ehe er unter Abt Arnold von Monnickendam (1467‒1490) neu geordnet wurde,[460] fanden unter Abt Heinrich Rouffer von Brauweiler (1496‒1517) Bauarbeiten am Ostkreuzgang statt, in deren Zusammenhang auch dessen weitere, bis in die 1530er-Jahre andauernde Verglasung mit einem Bernhardszyklus stand.[461] Von mehreren Dutzend Scheiben, die dieser Zyklus einmal umfasst haben muss, sind nach gegenwärtigem Kenntnisstand noch 44 Stück in Deutschland, England und den USA erhalten.[462] Stifterfiguren, -inschriften und/oder -wappen, deren Identifizierung ein offenes Problem ist, sind dabei nur selten in die Szenen integriert (Abb.).[463] Ein bei geringerem Umfang ähnlich gestaltetes Bildprogramm wie in Altenberg, die Kombination eines Vita-Christi- und eines Bernhard-Zyklus (beide um 1525), hat es auch im Kreuzgang des Zisterzienserinnenklosters St. Apern in Köln gegeben (Abb.).[464] Über die bisher erwähnten Beispiele hinaus gibt es für eine ganze Reihe von Kreuzgangsverglasungen lediglich Nachrichten von ihrer einstigen Existenz, z. B. für die Primarabtei Clairvaux,[465] die deutschen Klöster Kamp (1431)[466] und Bronnbach (wo der Novize Philipp Trunk 1509 gemalte Fenster brieflich überliefert hat; Vorrichtungen für die Montierung von Scheiben sind erhalten),[467] für das belgische Val-Saint-Lambert[468] und das englische Merevale.[469]

Äußerst spärlich ist schließlich sowohl die materielle als auch die bloß schriftliche oder bildliche Überlieferung der Verglasungen von Brunnenhäusern (Lavatorien). Dass diese als Bauten nach dem Vorbild von Cîteaux und Clairvaux „als fester Bestandteil der Klosteranlagen … eingeplant“ worden waren, darf vermutet werden; dass sie oft auch verglast waren, ist allerdings weniger eindeutig nachweisbar als in der Literatur suggeriert wird.[470] Gleichwohl dürfte die älteste erhaltene Verglasung eines Brunnenhauses, jene von Stift Heiligenkreuz im Wienerwald, nicht ohne Vorläufer gewesen sein. Möglicherweise war bereits der Vorgängerbau, der noch auf rechteckigem Grundriss errichtet worden war,[471] in Fortführung der Verglasung des Südflügels mit Ornamentfenstern versehen (s. o.), und in dem sechseckigen Brunnenhaus von Zwettl (2. Viertel 13. Jh.), einer Tochtergründung von Heiligenkreuz, waren zumindest drei mit Sechspässen gefüllte Oculi in den Bogenfeldern der Arkaden für die Aufnahme von Glasgemälden vorgesehen.[472] Das im Lauf der 1280er-Jahre neu errichtete, nunmehr neunseitige Brunnenhaus von Heiligenkreuz mit zwei-, vier- und sechsbahnigen Fensteröffnungen wurde jedoch über seine eigentliche Funktion als Ort der Händewaschung und der Tonsur für die Mönche hinaus zum Ort der Memoria der Stifterfamilie, der Babenberger Markgrafen und Herzöge, bestimmt, um deren immerwährendes Gedenken sich der Abt von Heiligenkreuz beim Generalkapitel in Cîteaux im Jahr 1251 bemüht hatte.[473] Verschiedene Angehörige des im Jahr 1246 mit dem Tod Friedrichs II. im Mannesstamm erloschenen Geschlechts lagen im Kapitelsaal begraben,[474] allen voran ihr letzter Vertreter, sodass das schräg gegenüber zu erbauende neue Brunnenhaus offenbar als idealer Ort für eine Darstellung des Babenberger-Stammbaums, beginnend mit den Klostergründern Leopold III. († 1136) und dessen zweiter Frau Agnes von Waiblingen († 1143), erachtet wurde (Abb.). Hinzu kamen ein Christuszyklus, ein Zyklus der Vier Weltreiche und vielfarbige Ornamentscheiben.[475] Als Auftraggeber dieser Verglasung werden König Rudolf von Habsburg (reg. 1273–1291), der 1278 mit dem Sieg über König Ottokar II. Přemysl die österreichische Herzogswürde an das Haus Habsburg geholt hatte, sowie Abt und Konvent des Klosters diskutiert.[476] Da der Kreuzgang mit dem Brunnenhaus aber ein Ort von sehr eingeschränkter Öffentlichkeit war und ein politisch motiviertes Bildprogramm mit Akzent auf der Darstellung der Herrschaftslegitimation im Grunde nur die Mönchsgemeinschaft erreicht hätte, kommt Rudolf von Habsburg als Auftraggeber nicht in Frage, vielmehr ist zuerst die Memorialfunktion des Babenberger-Stammbaums zu betonen.[477]

Im Weiteren gibt es nur bauseitig, und zwar in Form von Falzen und Anschlägen für Glasscheiben, Hinweise auf einstmals in Brunnenhäusern vorhandene Verglasungen, so in den Fensteröffnungen der Brunnenhäuser von Walkenried, erste Hälfte 14. Jh.,[478] Maulbronn, um 1340/1350,[479] Neuberg a. d. Mürz, um 1340/1350,[480] u. a.

f. Verglasungen weiterer Bauten

Die geringe Erhaltung von Verglasungen gilt ähnlich für alle Räume, die an die Kreuzgänge anschlossen: Oft sind sie bei der Aufhebung der Klöster teils schon im 16. Jh., teils erst im 18./19. Jh. abgerissen worden und überwiegend nur in Schrift- oder Bildquellen fassbar. Nur in insgesamt gut erhaltenen Klosteranlagen lässt sich noch eine Vorstellung von der Architektur von Kapitelsälen, Refektorien, Bibliotheken gewinnen, jedoch nicht von deren Verglasungen, die fast ausnahmslos verloren sind. Wenn aber Stephan Lexington im Jahr 1231 als Abt von Savigny bei der Visitation von Kloster Aulnay die Entfernung der farbig-figürlichen Fenster im Krankensaal und in der Krankenkapelle anmahnen musste,[481] wenn es 1517 von Bibliothek und Refektorium von Clairvaux heißt, deren Fenster seien gut verglast („bien vitrés“ bzw. „bien garny de verrières“),[482] dann lässt dies den Aufwand erahnen, der bei Verglasungen auch solcher Bauteile betrieben wurde. Mit Ausnahme von Grabungsfunden wie die Scherben einer Grisailleverglasung aus dem Refektorium von Hailes Abbey[483] betrifft die Überlieferung in der Regel spätmittelalterliche Erneuerungen. Sowohl umfassender als auch materiell reicher ist sie für separate Bauten wie die Häuser von Äbten und Äbtissinnen sowie Grab-, Tor- und andere Kapellen.

Kapitelsäle

In Kapitelsälen, die den Mönchen als Versammlungsräume dienten, sind keine Glasgemälde in situ erhalten. Im deutschen Sprachraum gibt es Hinweise auf die Verglasungen in Heilsbronn und Salem. Nach Heilsbronn lieferte der in Nürnberg ansässige Maler Hans (Traut) von Speyer zwei Glasgemälde (Darstellungen des Wappens des Klosters Heilsbronn und der Muttergottes), für die er im Jahr 1495 mit sechs Gulden entlohnt wurde,[484] und in Salem wurde 1515 unter Abt Jodocus II. Necker eine alte Scheibe mit dem Abrahamsopfer wiederhergestellt und eine andere Scheibe, vermutlich Christus in der Vorhölle („… altera [habet] figuram Inferni“), neu gemacht.[485] In dem englischen Kloster Merevale gab es im Kapitelsaal nicht näher bekannte Glasgemälde, die in einer Quelle von 1538 erwähnt werden.[486] Schließlich ist einem Visitationsbericht von 1484 für das portugiesische Kloster Alcobaça überliefert, dass der Kapitelsaal mit Glasgemälden geschmückt war. Aufgezählt werden folgende Darstellungen: die Selbstkasteiung des hl. Benedikt in den Dornen, die Geißelung Christi, die Lactatio Bernardi und die Klostergründung durch König Alfons I. (Dom Afonso I) und die aus Clairvaux gesendeten Mönche im Jahr 1153.[487]

Refektorien

Von dem Grabungsfund einer Refektoriumsverglasung des 13. Jh. in Hailes Abbey abgesehen (s. o.), ferner einem Grabungsfund im Frauenkloster Zarrentin, der in die zweite Hälfte des 15. Jh. datiert und dem Remter zugeordnet wird,[488] ist die Überlieferung spärlich wie für das Sommerrefektorium von Bebenhausen.[489] Nur im Fall des im Odenwald nahe Heidelberg gelegenen Klosters Schönau weist die Überlieferung auf ein verlorenes Bildprogramm hin:[490] Eine Gewölbeinschrift des um 1230/1240 erbauten und im ausgehenden 15. Jh. erneuerten Refektoriums besagt, dass Abt E(be)rhard im Jahr 1491 dorthin Fenster gestiftet habe; noch im 16./17. Jh. waren im Kloster Glasgemälde mit Darstellungen aus dessen Geschichte zu sehen.[491] Deshalb wurde vermutet, dass zehn Zeichnungen, wohl des späten 16. Jh., in Nürnberg, die Szenen aus der Geschichte von Kloster Schönau darstellen (die Gründung, den Konversenaufstand und die Legende der hl. Hildegund von Neuss, die als „Novize“ in Schönau lebte und dort 1188 starb), in Teilen, wenn nicht in ihrer Gesamtheit als Abzeichnungen jener Glasgemälde anzusehen sind (Abb.).[492]

Bibliotheken

Nahezu unbekannt sind die Verglasungen von Bibliotheken, doch ist für sie, wenn es Studienräume waren, eine lichte Gestaltung vorauszusetzen. In Kloster Salem wurde der unter Abt Johannes Scharpfer (1494–1510) begonnene und unter dessen Nachfolger Jodocus II. Necker (1510–1529) vollendete Bibliotheksbau in den Jahren 1512–1516 verglast; offenbar war dies eine Blankverglasung, in die ein vielteiliger, 36 oder 39 Szenen umfassender Christuszyklus eingesetzt war.[493]

Konventsstuben

In der „Alten Konventsstube“ von Kloster Bebenhausen, deren Lokalisierung unbekannt ist, soll es eine Wappenscheibe des aus Ehingen (Donau) stammenden Geistlichen Hieronymus Winckelhofer, datiert 1500, gegeben haben, ferner viele weitere Wappenscheiben von 1520.[494]

Infirmarien

Außer der Erwähnung einer figürlichen Verglasung im Infirmariebereich von Aulnay (1231) ist noch ein Scherbenfund im Kloster Eberbach von weißen wie auch farbigen, zumeist vegetabil bemalten Ornamentscheiben erhalten, der sich aufgrund der Fundsituation wohl dem ehemaligen Hospital zuordnen lässt.[495] Von herausragender Bedeutung sind hier jedoch die Reste einer Farbverglasung, die nachweislich aus der ehemaligen Infirmarie- bzw. Kreuzkapelle des Stiftes Rein in der Steiermark stammt. Die ursprünglich kreuzförmige Kapelle wurde im Jahr 1406 (oder in den Jahren 1406‒1409) erbaut und ist nach der Barockisierung des Stifts im 18. Jh. in die Südostecke des Großen Stiftshofes integriert (Abb.).[496] Ihr Chor war mit einer über alle fünf Fenster ausgedehnten Farbverglasung mit Szenen aus dem Leben Christi versehen, als deren Autor ein Maler Johannes in der schriftlichen Überlieferung des Stifts genannt ist. Die Verglasung wurde 1926 veräußert; der Großteil der Scheiben ist 1932 nach Darmstadt ins Hessische Landesmuseum gelangt (Abb.), einige weitere Scheiben befinden sich in Graz (Universalmuseum Joanneum), Wien (MAK) und Luzern(?).[497]

Abts- und Äbtissinnenhäuser

Einzelne schriftliche Nachrichten und Scherbenfunde belegen Farbverglasungen in den Gebäuden, die von Äbten und Äbtissinnen bewohnt wurden. Der ältere Abteibau des Klosters Ebrach hatte u. a. eine Kapelle, die in einem Fenster ein (Stifter-)Bildnis ihres Bauherrn Friedrich III. von Leuchtenberg (Abt von Ebrach 1306‒1328, Bischof von Eichstätt 1328/29) mit der Jahreszahl 1329 enthielt.[498] Aus dem Abtshaus des belgischen Klosters Ten Duinen soll ein fragmentarisch erhaltener Schild mit dem Wappen Burgund stammen, der in die Regierungszeit Herzog Johanns Ohnefurcht 1404‒1419 datiert werden kann (Abb.).[499] Der deutschstämmige, in Portugal tätige Glasmaler Luís Alemão erhielt 1438 einen Verglasungsauftrag für die Privaträume des Abts im Kloster Alcobaça.[500]

Kapellen

Außer der Kirche als liturgischem Zentrum eines Klosters gab es verschiedene Kapellen, die teils direkt mit der Kirche verbunden waren (Grablegen bzw. Grabkapellen), teils zu Funktionsbauten gehörten (Infirmariekapellen, s. o.) und teils im Übergangsbereich zwischen Kloster und Welt lagen (Torkapellen).[501]

Der älteste mit einer Kirche verbundene Kapellenanbau, für den eine Verglasung nachgewiesen werden kann, ist die sog. Heidecker-Kapelle am Südquerhaus der Klosterkirche Heilsbronn, ein Bau aus dem späten 12. Jh., der dem Erzengel Michael geweiht war und als Beinhaus diente.[502] Die in ihm im 17. Jh. beschriebenen Glasgemälde waren aber nicht bauzeitlich. Vielmehr gingen die „in der alten Capelle der herren von heideck“ befindlichen „bildnuß in den Finstern“ wohl auf die Zeit um 1300 zurück, nachdem Gottfried IV. von Heideck († 1331) und seine Frau Kunigunde von Dornberg († 1336) Heilsbronn zu ihrem Begräbnisort bestimmt hatten.[503] Neue, eigenständige Kapellen für Grablegen von Stiftern und Stifterinnen sind z. B. im Frauenkloster Lichtenthal (Grabkapelle Markgraf Rudolfs I. von Baden und Kunigundes von Eberstein, um 1288‒1312) und im Kloster Arnsburg in der Wetterau (Grabkapelle Rudolf Rules von Friedberg, gestiftet 1367, „cum sex fenestris bene decoratis“) errichtet worden,[504] von denen nur die sog. Fürstenkapelle nördlich des Chores der Lichtenthaler Klosterkirche als weitgehender Neubau des 19. Jh. noch existiert und disloziert Reste ihrer Ornamentverglasung bewahrt hat (Baden-Baden, Neues Schloss; Karlsruhe, Badisches Landesmuseum; London, Victoria and Albert Museum).[505] Ungeklärt ist die bauliche Situation der Grablege der Grafen von Neuenahr in/an der im frühen 19. Jh. abgegangenen Kirche des Frauenklosters Mariengarten in Köln, aus der verschiedene Ausstattungsstücke erhalten sind;[506] im Kontext der von Gumprecht II. von Neuenahr nach dem Tod seiner Frau Margarethe geb. Gräfin von Limburg († 1459) eingerichteten Grablege stand ein Fenster mit den Bildnissen Wilhelms I. von Neuenahr († 1497) und dessen Frau Walburga von Manderscheid († um 1530/35) sowie deren Kindern Wilhelm II., Hermann und Anna.[507] Ob auch die Allerheiligenkapelle am Roten Gang des Klosters Wienhausen ursprünglich als Grablege erbaut worden ist, wie vermutet wurde, ist unklar.[508] Zwar fanden in ihrer Nähe Bestattungen statt, doch dürfte die geringe Größe des Raums gegen eine auf Dauer angelegte Nutzung dieser Art sprechen, als Grablege ist er erst im späten 15. Jh. nachweisbar. Die Kapelle ist der älteste, um 1290/1300 errichtete Bauteil der Klosteranlage. Erhalten sind in situ, in Verbindung mit einer auf Maria und Christus bezogenen Wandmalereiausstattung, farbige, figürliche Darstellungen der Verkündigung an Maria (die Figur Marias ist verloren gegangen) sowie der Kreuzigung und der Auferstehung Christi im zweibahnigen Ostfenster und des Erzengels Michael im einbahnigen Nordfenster (Abb.).[509]

Im Zisterzienserinnenkloster Kirchheim am Ries ist noch der Westflügel des ehemaligen Kreuzgangs erhalten, vermutlich das Konventshaus, das eine eigene kleine, wohl noch im 13. Jh. erbaute Kapelle mit einem zierlichen polygonalen Chor mit fünf schmalen, zweibahnigen und dreizeiligen Fenstern besitzt.[510] Im mittleren Fenster war bis zur Kriegsbergung 1944 eine Ornament-Grisailleverglasung mit einer Verkündigungsgruppe in der obersten Fensterzeile erhalten, die seit ihrem Ausbau deponiert ist (Abb.).[511] Wie die übrigen Fenster des Chörleins verglast waren, ob sie ebenfalls figürliche Elemente enthielten, ist nicht bekannt.

Verglasungen von Torkapellen sind in geringen Resten in Deutschland im niedersächsischen Hude (Ostfenster, Maßwerkzwickel, 4. Viertel 13. Jh.), auf den britischen Inseln in Hailes (Chorverglasung, Reste, 2. Viertel 14. Jh. und später) und in Merevale (Chorverglasung, Mitte 14. Jh. und später, zugehörig u. a. eine Darstellung des Stifterpaares Sir John de Hardreshull und dessen Frau Margaret in Melbourne, National Gallery of Victoria, Abb.) erhalten.[512] Aus der als Torkapelle genutzten ehemaligen Marienkapelle des Klosters Altenberg soll die Darstellung einer Kreuzigung Christi stammen (London, Victoria and Albert Museum, um 1525/1530, Abb.), die als Zweitausführung einer um 1510 für die ehemalige Antoniterkirche in Köln geschaffenen Kreuzigung Christi identifiziert wurde.[513]

In Bearbeitung

II. Neuzeit

A. Rechtliche Grundlagen

B. Bauten

1. Neuzeitlich modernisierte mittelalterliche Klöster

a. Frankreich

b. Deutschsprachige Länder

In Bearbeitung

c. Italien

d. Polen

e. Böhmen

In Bearbeitung

f. Spanien

2. Neue Klosteranlagen

a. Frankreich

b. Deutschsprachige Länder

In Bearbeitung

c. Italien

d. Polen

e. Böhmen Männer- und Frauenklöster

In Bearbeitung

f. Spanien

3. Klosterhöfe und Grangien

In Bearbeitung

C. Raumausstattungen

In Bearbeitung

1. Kirchen

2. Kapitelsäle

3. Refektorien

4. Bibliotheken

5. Sammlungsräume

6. Festsäle

D. Gartenanlagen

E. Kalvarienberge, Heilige Stiegen

Anmerkungen

  1. Matthias Untermann, Forma Ordinis. Die mittelalterliche Baukunst der Zisterzienser, München u. a. 2001 (Kunstwissenschaftliche Studien, 89), S. 22–42.
  2. Markus Hörsch, Tendenzen der Zisterzienser-Literatur der letzten zehn Jahre unter besonderer Berücksichtigung kunsthistorischer Studien zu den Ordensklöstern in Mitteleuropa, in: Cîteaux 58, 2007, S. 131–170; Jens Rüffer, Neuere Tendenzen der Cistercienserforschung, in: Analecta Cisterciensia 60, 2010, S. 307–332; einen disziplinenübergreifenden Forschungsüberblick bietet nach Ländern gegliedert: Ralf Lützelschwab (Hg.), Zisterzienserforschung heute – Versuch einer Bestandsaufnahme, in: Cistercienser Chronik 124, 2017, S. 403–585.
  3. Leopold Janauschek, Originum Cisterciensium, Bd. 1, Wien 1877. Der zweite Band ist nie erschienen.
  4. Philippe Guignard (Hg.), Les monuments primitifs de la règle cistercienne, publiés d’aprés les manuscrits de l’abbaye de Cîteaux, Dijon 1878 (Analecta Divionensia, 6).
  5. Joseph M. Canivez (Hg.), Statuta Capitulorum Generalium Ordinis Cisterciensis ab anno 1116 ad annum 1786, Bd. 1–8, Louvain 1933–1941 (Revue d’histoire ecclésiastique, Bibliothèque, 9–14).
  6. Canisius Noschitzka, Codex manuscriptus 31 Bibliothecae Universitatis Labacensis, in: Analecta Sacri Ordinis Cisterciensis 6, 1950, S. 1–124.
  7. Bruno Griesser, Die „Ecclesiastica officia Cisterciensis Ordinis“ des Cod. 1711 von Trient, in: Analecta Sacri Ordinis Cisterciensis 12, 1956, S. 153–288.
  8. Danièle Choisselet und Placide Vernet (Hg.), Les „Ecclesiastica Officia“ cisterciens du XIIème siècle: text latin selon les manuscrits édités de Trente 1711, Ljubljana 31 et Dijon 114, version française, annexe liturgique, notes, index et tables, Reiningue 1989 (La Documentation cistercienne, 22).
  9. Bernard Lucet (Hg.), La Codification Cistercienne de 1202 et son évolution ultérieure, Rom 1964 (Bibliotheca Cisterciensis, 2); Bernard Lucet (Hg.), Les Codifications Cisterciennes de 1237 et de 1257, Paris 1977.
  10. Jean de la Croix Bouton und Jean Baptiste van Damme, Les plus anciens textes de Cîteaux. Sources, textes et notes historique, Achel 1974 (Cîteaux. Commentarii cisterciensis, Studia et Documenta, 2).
  11. Chrysogonus Waddell (Hg.), Narrative and Legislative Texts from Early Cîteaux. Latin text in dual edition with English translation and notes, Brecht 1999 (Cîteaux. Commentarii cistercienses, Studia et Documenta, 9).
  12. Chrysogonus Waddell (Hg.), Cistercian Lay Brothers Twelfth-Century Usages with Related Texts. Latin text with concordance of Latin terms, English translations and notes, Brecht 2000 (Cîteaux. Commentarii cistercienses, Studia et Documenta, 10).
  13. Chrysogonus Waddell (Hg.), Twelfth-Century Statutes from the Cistercian General Chapter, Brecht 2002 (Cîteaux. Commentarii cistercienses, Studia et Documenta, 12).
  14. Edmund Sharpe, Architectural Parallels, or the Progress of Ecclesiastical Architecture in England, London 1848.
  15. Friedrich Adler, Mittelalterliche Backstein-Bauwerke des preussischen Staates, Bd. 1–12, Berlin 1862–1898.
  16. William Henry St. John Hope, Fountains Abbey, in: Yorkshire Archaeological Journal 15, 1900, S. 269–402; William Henry St. John Hope, Architectural Description of Kirkstall Abbey, Leeds 1907 (The Publications of the Thoresby Society, 16); Johann Rudolf Rahn, Die mittelalterlichen Kirchen des Zisterzienserordens in der Schweiz, in: Mitteilungen der Antiquarischen Gesellschaft in Zürich 18, 1872, H. 2, S. 65–90.
  17. Franz Kugler, Handbuch der Kunstgeschichte, Bd. 2.1, 3. gänzlich umgearbeitete Aufl., Stuttgart 1859; Franz Kugler, Geschichte der Baukunst, Bd. 2 und 3, Berlin 1858 und 1859; Wilhelm Lübke, Geschichte der Architektur von den ältesten Zeiten bis auf die Gegenwart, 3. stark vermehrte Aufl., Leipzig 1865; Carl Schnaase, Geschichte der bildenden Künste, Bd. 3 und 5, 2. vermehrte und verbesserte Aufl., Düsseldorf 1872.
  18. Carl Schnaase, Geschichte der bildenden Künste, Bd. 3, 2. vermehrte und verbesserte Aufl., Düsseldorf 1872, S. 336; Carl Schnaase, Geschichte der bildenden Künste im Mittelalter, Bd. 5, Düsseldorf 1872.
  19. Ferdinand de Roisin, Les Missionaires de l’art gothique en Allemagne au XIIe siècle, in: Bulletin monumental 25, 1859, S. 708–730.
  20. Dazu kritisch: Matthias Untermann, Forma Ordinis. Die mittelalterliche Baukunst der Zisterzienser, München u. a. 2001 (Kunstwissenschaftliche Studien, 89), S. 680–681.
  21. Für Irland hat dies Roger Stalley zeigen können (Roger Stalley, The architecture of the Cistercian churches in Ireland, 1142–1272, in: Christopher Norton und David Park [Hg.], Cistercian art and architecture in the British Isles, Cambridge 1986, S. 117–138), für den Norden Englands tat dies Christopher Wilson (Christopher Wilson, The Cistercians as ‘missionaries of Gothic’ in Northern England, in: Christopher Norton und David Park [Hg.], Cistercian art and architecture in the British Isles, Cambridge 1986, S. 86–116.
  22. Matthias Untermann, Forma ordinis. Die mittelalterliche Baukunst der Zisterzienser, München u. a. 2001 (Kunstwissenschaftliche Studien, 89), S. 208-231.
  23. John Bilson, The Architecture of the Cistercians with Special Reference to Some of Their Earlier Churches in England, in: The Archaeological Journal 66, 1909, S. 185–280.
  24. Hermann Rüttiman, Der Bau- und Kunstbetrieb der Cistercienser unter dem Einfluss der Ordensgesetzgebung im 12. und 13. Jahrhundert, in: Cistercienser Chronik 23, 1911, S. 1–13, 50–57, 69–88 und 100–114; Josef Saur, Der Cistercienser-Orden und die deutsche Kunst des Mittelalters: besonders in Hinsicht auf die Generalkapitelverordnungen vom 12. bis 14. Jahrhundert, in: Studien und Mitteilungen zur Geschichte des Benediktinerordens und seiner Zweige 2. Neue Folge 34, 1913, S. 475–522 und 660–699.
  25. John Bilson, The Architecture of the Cistercians with Special Reference to Some of Their Earlier Churches in England, in: The Archaeological Journal 66, 1909, S. 185–280; Hans Rose, Die Baukunst der Zisterzienser, München 1916.
  26. Wolfgang Bickel, Die Kunst der Cistercienser, in: Ambrosius Schneider (Hg.), Die Cistercienser: Geschichte – Geist – Kunst, 3. erweiterte Aufl., Köln 1986, S. 178–316.
  27. Marcel Aubert, L’architecture cistercienne en France, Bd. 1–2, 1. Aufl., Paris 1943 und 2. Aufl., Paris 1947.
  28. John T. Micklethwaite, Of the Cistercian Plan, in: The Yorkshire Archaeological and Topographical Journal 7, 1882, S. 239–258.
  29. Jean O. Schaefer, The Earliest Churches of the Cistercian Order, in: Meredith P. Lillich (Hg.), Studies in Cistercian Art and Architecture, Bd. 1, Kalamazoo, Michigan u. a. 1982 (Cistercian Studies Series, 66), S. 1–12; Matthias Untermann, Forma Ordinis. Die mittelalterliche Baukunst der Zisterzienser, München u. a. 2001 (Kunstwissenschaftliche Studien, 89), S. 123–127.
  30. Danièle Choisselet (Hg.), Les „Ecclesiastica Officia“ cisterciens du XIIème siècle: text latin selon les manuscrits édités de Trente 1711, Ljubljana 31 et Dijon 114, version française, annexe liturgique, notes, index et tables, Reiningue 1989 (La Documentation cistercienne, 22), S. 172.
  31. Karl H. Esser, Über den Kirchenbau des hl. Bernhard von Clairvaux. Eine kunstwissenschaftliche Untersuchung aufgrund der Ausgrabung der romanischen Abteikirche Himmerod (mit Ausgrabungsbericht), in: Archiv für mittelrheinische Kirchengeschichte 5, 1953, S. 105–222.
  32. Hanno Hahn, Die frühe Kirchenbaukunst der Zisterzienser, Berlin 1957.
  33. Wolfgang Rug, Der ,bernhardinische Plan‘ im Rahmen der Kirchenbaukunst der Zisterzienser im 12. Jahrhundert, o. O. 1983; Benoît Chauvin, Le plan bernardin réalités et problèmes, in: Histoire de Clairvaux. Actes du Colloque de Bar-sur-Aube / Clairvaux, 22 et 23 Juin 1990, Bar-sur-Aube 1991, S. 243–244.
  34. Matthias Untermann, Forma Ordinis. Die mittelalterliche Baukunst der Zisterzienser, München u. a. 2001 (Kunstwissenschaftliche Studien, 89), S. 305–306 und 610–612.
  35. Matthias Untermann, Forma Ordinis. Die mittelalterliche Baukunst der Zisterzienser, München u. a. 2001 (Kunstwissenschaftliche Studien, 89), S. 177–183; Jens Rüffer, Die Zisterzienser und ihre Klöster. Leben und Bauen für Gott, Darmstadt 2008, S. 32f.
  36. Edward A. Bond (Ed.), Chronica monasterii de Melsa a fundatione usque ad annum 1396, auctore Thoma de Burton, abbate, Bd. 1, London 1866 (Rolls Series, 43,1), Nachdruck Nendeln 1967, S. 107.
  37. Wolfgang Braunfels, Abendländische Klosterbaukunst, Köln 1978, S. 11–17. Am Sonntag wurden die Klausurräume der Mönche mit Weihwasser besprengt, beginnend mit dem Kreuzgang, dann folgten im Uhrzeigersinn der Kapitelsaal, das Auditorium, das Dormitorium, die Latrinen, der Wärmeraum, das Refektorium, die Küche sowie das Cellarium. Die Räumlichkeiten für die Laienbrüder werden nicht genannt.
  38. François Bucher, La fonctionnalisme de saint Bernard et les églises cisterciennes suisses, in: Actes du XIXe Congrès international d’histoire de l’art, Paris, 8–13 septembre 1958, relations artistiques entre la France et les autres pays depuis le haut moyen âge jusqu’à la fin du XIXe siècle, Paris 1958, S. 49–56.
  39. Lucien Hervé in Zusammenarbeit mit François Cali, La Plus Grande Aventure du monde. L’architecture mystique de Cîteaux, Paris 1956; François Cali (Hg.), The Architecture of Truth. The Cistercian Abbey of Le Thoronet in Provence, London 1957 (dt. Übers. Lucien Hervé, Architektur der Wahrheit. Die Zisterzienserabtei Le Thoronet, aus dem Englischen von Martin Richter, Berlin 2001); Éric Cez u. a. (Hg.), Le Cobusier – Lucien Hervé. Kontakte, München 2011; Maximilian Sternberg, Vorreiter der Moderne? Rezeptionen der Zisterzienserbaukunst im 20. Jahrhundert, in: Georg Möhlich u. a. (Hg.), Die Zisterzienser im Mittelalter, Köln 2017, S. 45–62.
  40. Janet T. Marquardt, Zodiaque. Making Medieval Modern, 1951–2001, University Park, Pennsylvania 2015.
  41. Rupert Schreiber und Mathias Köhler, Die ‚Baugesetze‘ der Zisterzienser. Studien zur Bau- und Kunstgeschichte des Ordens, Meßkirch 1987.
  42. De construendis abbatiis, in: Chrysogonus Waddell (Hg.), Narrative and Legislative Texts from Early Cîteaux. Latin text in dual edition with English translation and notes, Brecht 1999 (Cîteaux. Commentarii cistercienses, Studia et Documenta, 9), S. 187.
  43. Exordium cistercii, summa cartæ caritatis, cum capitulis, in: Chrysogonus Waddell (Hg.), Narrative and Legislative Texts from Early Cîteaux. Latin text in dual edition with English translation and notes, Brecht 1999 (Cîteaux. Commentarii cistercienses, Studia et Documenta, 9), S. 191.
  44. Instituta generalis capituli apud cistercium, in: Chrysogonus Waddell (Hg.), Narrative and Legislative Texts from Early Cîteaux. Latin text in dual edition with English translation and notes, Brecht 1999 (Cîteaux. Commentarii cistercienses, Studia et Documenta, 9), S. 338.
  45. Instituta generalis capituli apud cistercium, in: Chrysogonus Waddell (Hg.), Narrative and Legislative Texts from Early Cîteaux. Latin text in dual edition with English translation and notes, Brecht 1999 (Cîteaux. Commentarii cistercienses, Studia et Documenta, 9), S. 362.
  46. Statut 1158:12, in: Chrysogonus Waddell (Hg.), Twelfth-Century Statutes from the Cistercian General Chapter, Brecht 2002 (Cîteaux. Commentarii cistercienses, Studia et Documenta, 12), S. 577.
  47. Statut 1158:16, in: Chrysogonus Waddell (Hg.), Twelfth-Century Statutes from the Cistercian General Chapter, Brecht 2002 (Cîteaux. Commentarii cistercienses, Studia et Documenta, 12), S. 579.
  48. Statut 1158-1189/90:30, in: Chrysogonus Waddell (Hg.), Twelfth-Century Statutes from the Cistercian General Chapter, Brecht 2002 (Cîteaux. Commentarii cistercienses, Studia et Documenta, 12), S. 619.
  49. Cod. 1202, I,6, in: Bernard Lucet (Hg.), La Codification Cistercienne de 1202 et son évolution ultérieure, Rom 1964 (Bibliotheca Cisterciensis, 2), S. 29–30.
  50. Matthias Untermann, Forma Ordinis. Die mittelalterliche Baukunst der Zisterzienser, München u. a. 2001 (Kunstwissenschaftliche Studien, 89), S. 113-118.
  51. Hierzu gehören die „Epistola 1 ad Robertum“ und die „Apologia ad Guillelmum abbatem“ des Bernhard von Clairvaux, die sogenannte „Riposte de l’ancien monachisme au manifeste de Saint Bernard“ und der „Tractatus cuiusdam abbatis“, beides Antworten auf Bernhards Kritiken sowie der Idung von Prüfening zugeschriebene „Dialogus duorum monachorum“; ausführlich: Tobias Frese, Die Bildkritik des Bernhard von Clairvaux. Die Apologia im monastischen Diskurs, Bamberg 2006.
  52. Peter Fergusson, Early Cistercian Churches in Yorkshire and the Problem of the Cistercian Crossing Tower, in: Journal of the Society of Architectural Historians 29, 1970, S. 211–221; Stuart A. Harrison, “I lift up mine eyes.” A Re-Evaluation of the Tower in Cistercian Architecture in Britain and Ireland, in: Terryl Nancy Kinder (Hg.), Perspectives for an Architecture of Solitude. Essays on Cistercians, Art and Architecture in Honour of Peter Fergusson, Turnhout 2004 (Medieval Church Studies, 11 und Cîteaux. Studia et Documenta, 13), S. 125–136.
  53. Paul Verdeyen (Hg.), Wilhelm von St. Thierry. Vita prima Sancti Bernardi Claraevallis Abbatis. Liber primus, accedunt libri II–V, Turnhout 2011 (Corpus Christianorum Continuatio Mediaevalis, 89B), S. 110–111.
  54. Matthias Untermann, Forma Ordinis. Die mittelalterliche Baukunst der Zisterzienser, München u. a. 2001 (Kunstwissenschaftliche Studien, 89), S. 227–231.
  55. Günther Binding, Gedanken zum Baubetrieb der Zisterzienser im 12./13. Jahrhundert, in: Cistercienser Chronik 104, 1997, S. 251–257; Matthias Untermann, Forma Ordinis. Die mittelalterliche Baukunst der Zisterzienser, München u. a. 2001 (Kunstwissenschaftliche Studien, 89), S. 208–231; Jens Rüffer, Die Zisterzienser und ihre Klöster. Leben und Bauen für Gott, Darmstadt 2008, S. 23–27.
  56. Statut 1210:34, in: Joseph M. Canivez (Hg.), Statuta Capitulorum Generalium Ordinis Cisterciensis ab anno 1116 ad annum 1786, Bd. 1, Louvain 1933 (Revue d’histoire ecclésiastique, Bibliothèque, 9), S. 375.
  57. Peter Fergusson, Architecture of Solitude. Cistercian Abbeys in Twelfth-Century England, Princeton 1984, S. 165–172.
  58. Stanley F. Hockey (Hg.), The Account-Book of Beaulieu Abbey, London 1975 (Camden Fourth Series, 16), S. 202–206, Nr. 48 und 49.
  59. Gerhard Jaritz, Die Reiner Rechnungsbücher (1399–1477) als Quelle zur klösterlichen Sachkultur des Spätmittelalters, in: Heinrich Appelt (Hg.), Die Funktion der schriftlichen Quelle in der Sachkulturforschung, Wien 1976 (Veröffentlichungen des Instituts für mittelalterliche Realienkunde Österreichs, 1), S. 145–249, hier S. 245–249.
  60. Roger Dodsworth and William Dugdale (Hg.), Monasticon Anglicanum. A History of the Abbies and other Monasteries, Hospitals, Frieries, and Cathedral and Collegiate Churches, with their dependencies, in England and Wales; also of all such Scotch, Irish, and French Monasteries, …, London 1655, revised Edition by J. Caley, H. Ellis and B. Bandinel, Bd. 1–6, London 1817–1830, Nachdruck London 1846.
  61. Edmund Sharpe, Architectural Parallels or the Progress of Ecclesiastical Architecture in England through the Twelfth and Thirteenth Centuries, exhibited in a series of parallel examples, selected from the following abbey churches: Fountains, Kirkstall, Furness, Roche, Byland, Hexham, Jervaulx, Whitby, Rievaulx, Netley, Bridlington, Tintern, St. Mary’s York, Guisborough, Selby, Howden, 1. Aufl., London 1848 und 2. Aufl., London 1878; Edmund Sharpe, The Architecture of the Cistercians, London 1874.
  62. John R. Walbran, Memorials of Fountains Abbey, Bd. 1–2, Durham 1862 und 1876 (Publications of the Surtees Society, 42 und 67).
  63. William Henry St. John Hope, Notes on the Architectural History of and Arrangements of Louth Park Abbey, in: Lincoln Record Society 1, 1891, S. 1–85; William Henry St. John Hope, Rievaulx Abbey, in: The Builder 67, 1894, S. 9–12; William Henry St. John Hope, Fountains Abbey, in: Yorkshire Archaeological Journal 15, 1900, S. 269–402; William Henry St. John Hope, The Abbey of St Mary’s in Furness, Lancashire, in: Transactions of the Cumberland and Westmorland Antiquarian and Archaeological Society 16, 1900, S. 221–302; William Henry St. John Hope und John Bilson, Architectural Description of Kirkstall Abbey, Leeds 1907 (Publications of the Thoresby Society, 16); William Henry St. John Hope und Harold Brakspear, The Cistercian Abbey of Beaulieu in the County of Southampton, in: The Archaeological Journal 63, 1906, S. 129–186; William Henry St. John Hope und Harold Brakspear, Jervaulx Abbey, in: Yorkshire Archaeological Journal 21, 1911, S. 303–344; Harold Brakspear, The Architecture of Hailes Abbey, in: Transactions of the Bristol and Gloucestershire Archaeological Society 24, 1901, S. 350–357; Harold Brakspear, The Church of Hailes Abbey, in: The Archaeological Journal 58, 1901, S. 350–357; Harold Brakspear, On the First Church of Furness, in: Transactions of the Lancashire and Cheshire Antiquarian Society 18, 1901, S. 70–87; Harold Brakspear, The Cistercian Abbey of Stanley Wiltshire, in: Archaeologia 60, 1906–1907, S. 493–516; Harold Brakspear, Stanley Abbey, in: Wiltshire Archaeological and Natural History Magazine 35, 1907–1908, S. 541–581.
  64. John Bilson, The Architecture of the Cistercians, with Special Reference to Some of their Earlier Churches in England, in: The Archaeological Journal 66, 1909, S. 185–280.
  65. Charles R. Peers, Rievaulx Abbey, North Yorkshire, London 1929; Charles R. Peers, Rievaulx Abbey. The Shrine in the Chapter House, in: The Archaeological Journal 86, 1929, S. 20–28.
  66. David Knowles, The Monastic Orders in England. From the Times of St. Dunstan to the Fourth Lateran Council 940–1216, Cambridge 1940 und überarbeitete Aufl., Cambridge 1962.
  67. Ian Borthwick Cowan und David E. Easson (Hg.), Medieval Religious Houses, Scotland. With an appendix on the houses in the Isle of Man, 2. Aufl., London 1976; David Knowles und Richard N. Hadcock (Hg.), Medieval Religious Houses, England and Wales, London 1994; Allison Binns, Dedications of Monastic Houses in England and Wales 1066–1216, Woodbridge 1989; David Knowles u. a. (Hg.),The Heads of Religious Houses, England and Wales I (940–1216), 2. Aufl., Cambridge 2001; David Michael Smith (Hg.), The Heads of Religious Houses, England and Wales, Bd. 2–3, Cambridge 2001 und 2008; Donald Elmslie Robertson Watt und Norman F. Shead (Hg.), The Heads of the Religious Houses in Scotland from the Twelfth to Sixteenth Centuries, Edinburgh 2001.
  68. Peter Fergusson, Architecture of Solitude. Cistercian abbeys in twelfth-century England, Princeton, New Jersey 1984.
  69. Christopher E. Norton und David Park (Hg.), Cistercian Art and Architecture in the British Isles, Cambridge 1986.
  70. Janet Burton, Monastic and Religious Orders in Britain, Cambridge 1994; Janet Burton, The Cistercian Adventure, in: David M. Robinson (Hg.), The Cistercian Abbeys of Britain. Far from the Concourse of Men, London 1998, S. 6–33; Janet Burton, The Monastic Order in Yorkshire 1069–1215, Cambridge 1999.
  71. Glyn Coppack, The White Monks. The Cistercians in Britain 1128–1540, London 1998; Glyn Coppack, “According to the form of the Order.” The earliest Cistercian Buildings in England and their Context, in: Terryl Nancy Kinder (Hg.), Perspectives for an Architecture of Solitude. Essays on Cistercians, Art and Architecture in Honour of Peter Fergusson, Turnhout 2004 (Medieval Church Studies, 11; Cîteaux. Studia et Documenta, 13), S. 35–46; Glyn Coppack, Fountains Abbey. The Cistercians in Northern England, Stroud 2009; Glyn Coppack und Roy Gilyard-Beer, Fountains Abbey, North Yorkshire, 2. Aufl., London 1995; Glyn Coppack u. a., Sawley Abbey: The Architecture and Archaeology of a Smaller Cistercian Abbey, in: Journal of the British Archaeological Association 155, 2002, S. 22–114.
  72. David M. Robinson (Hg.), The Cistercian Abbeys of Britain. Far from the Concourse of Men, London 1998.
  73. David H. Williams, The Welsh Cistercians, Bd. 1–2, Tenby 1984.
  74. David M. Robinson, The Cistercians in Wales. Architecture and Archaeology 1130–1540, London 2006.
  75. Richard Fawcett, Scottish Abbeys and Priories, London 1994; Richard Fawcett, The architectural context of the border abbey churches in the twelfth and thirteenth century, in: John B. Gillingham (Hg.), Anglo-Normann Studies XXV: Proceedings of the Battle Conference 2002, Woodbridge 2002, S. 85–106; Richard Fawcett, The Architecture of the Scottish Medieval Church 1100–1560, New Haven 2011.
  76. Nicola Coldstream, Cistercian Architecture from Beaulieu to the Dissolution, in: Christopher E. Norton und David Park (Hg.), Cistercian Art and Architecture in the British Isles, Cambridge 1986, S. 139–159; Nicola Coldstream, The Mark of Eternity. The Cistercians as Builders, in: David M. Robinson (Hg.), The Cistercian Abbeys of Britain. Far from the Concourse of Men, London 1998, S. 34–61.
  77. Harold Brakspear, Waverley Abbey, Guildford 1905; David M. Robinson, Tintern Abbey, überarbeitete Aufl., Cardiff 2011.
  78. Janet Burton, The Monastic Order in Yorkshire 1069–1215, Cambridge 1999, S. 98–124; Peter Fergusson und Stuart A. Harrison, Rievaulx Abbey. Community, architecture, memory, New Haven 1999, S. 37–43; Jens Rüffer, Gründungsgeschichten der Zisterzienser in Yorkshire, in: Cistercienser Chronik 111, 2004, S. 19–36, hier S. 21–25.
  79. Janet Burton und Roger Stalley, Tables of Cistercian affiliations, in: Christopher E. Norton und David Park (Hg.), Cistercian Art and Architecture in the British Isles, Cambridge 1986, S. 397.
  80. Janet Burton und Roger Stalley, Tables of Cistercian affiliations, in: Christopher E. Norton und David Park (Hg.), Cistercian Art and Architecture in the British Isles, Cambridge 1986, S. 396.
  81. Janet Burton und Roger Stalley, Tables of Cistercian affiliations, in: Christopher E. Norton und David Park (Hg.), Cistercian Art and Architecture in the British Isles, Cambridge 1986, S. 394–401.
  82. Ian Grainger und Christopher Phillpotts (Hg.), The Cistercian abbey of St Mary Graces, East Smithfield, London, London 2011 (MOLA Monograph, 44).
  83. David H. Williams, The Welsh Cistercians, Bd. 1, Tenby 1984, S. 1–63; Janet Burton, The Cistercian Adventure, in: David M. Robinson (Hg.), The Cistercian Abbeys of Britain. Far from the Concourse of Men, London 1998, S. 6–33; David M. Robinson, The Cistercians in Wales. Architecture and Archaeology 1130–1540, London 2006, S. 19–36.
  84. Clifford H. Lawrence, Stephen of Lexington and University Studies in the Thirteenth Century, in: The Journal of Ecclesiastical History 11, 1960, S. 164–178; Werner Rösener, Abbot Stephen Lexington and his efforts for reform of the Cistercian Order in the thirteenth century, in: Rozanne E. Elder (Hg.), Goad and Nail. Studies in Medieval Cistercian History, Kalamazoo, Michigan 1985 (Studies in Cistercian Medieval History, 10), S. 46–55.
  85. Colin Platt, The Monastic Grange in Medieval England. A Reassessment, New York 1969. Zu den wenigen erhaltenen bzw. rekonstruierten Speicherbauten zählen: die Scheunenruine der Klostergrangie von Beaulieu Abbey (Beaulieu St. Leonards, 1. H. 13. Jh.); die Grangienscheune von Great Coxwell, ebenfalls Beaulieu (1. H. 13. Jh. / um 1400); die Zehntscheune im Kloster Buckland (Devon, Steinwerk um 1300, Dachstuhl 15. Jh.); die weitgehend rekonstruierte Grangienscheune am Kloster Coggeshall (Essex, 2. H. 13. Jh., Dachstuhl 14. Jh.) sowie die restaurierte Scheune der Grangie Wanborough (Surrey, 2. H. 14. Jh.), Kloster Waverley (siehe Wirtschaftsbauten). Tobias Schöneweis, Die Architektur der zisterziensischen Wirtschaftsbauten, Wien u. a. 2018.
  86. John Caley (Hg.), Valor ecclesiasticus temp. Henr. VIII auctoritate regia institutus, Bd. 1–6, London 1810–1834.
  87. Janet Burton, The Cistercian Adventure, in: David M. Robinson (Hg.), The Cistercian Abbeys of Britain. Far from the Concourse of Men, London 1998, S. 29–33; George William Otway Woodward, The Dissolution of the Monasteries, London 1966; George W. Bernard, The Dissolution of the monasteries, in: History 96, 2011, S. 390–410.
  88. Robert A. Donkin, The Cistercians. Studies in the Geography of Medieval England and Wales, Toronto 1978 (Pontifical Institute of Mediaeval Studies, Studies and Texts, 38).
  89. Roy Gilyard-Beer und Glyn Coppack, Excavations at Fountains Abbey, North Yorkshire, 1979–1980. The Early Development of the Monastery, in: Archaeologia 108, 1986, S. 147–188; Glyn Coppack, Fountains Abbey. The Cistercians in Northern England, Stroud 2009, S. 22–25; Glyn Coppack u. a., Sawley Abbey. The Architecture and Archaeology of a Smaller Cistercian Abbey, in: Journal of the British Archaeological Association 155, 2002, S. 22–114, hier S. 30–48.
  90. Narratio de fundatione Fontanis monasterii in comitatu Eboracensi, in: John R. Walbran (Hg.), Memorials of the Abbey of St. Mary of Fountains, Bd. 1, Durham u. a. 1863 (The Publications of the Surtees Society, 42), S. 1–129, hier S. 34–35; Jens Rüffer, Fountains Abbeys frühe Klosterkirchen – Zum Stand der Bauforschung, in: Cîteaux 53, 2002, S. 73–98, hier S. 75–78. Das Holzkloster stand gemäß der Klosterchronik nahe einer großen Ulme, die in einiger Entfernung vom heutigen Kirchenbau zu lokalisieren ist. Darüber hinaus müssen Pfostenlöcher für die Rekonstruktion ergänzt werden. Schließlich bedeutet ein erster Kirchenbau aus Holz an ergrabener Stelle, dass am selben Ort die nachfolgenden steinernen Kirchen Fountains I und Fountains II darüber errichtet worden sind.
  91. Edward A. Bond (Ed.), Chronica monasterii de Melsa a fundatione usque ad annum 1396, auctore Thoma de Burton, abbate, Bd. 1, London 1866 (Rolls Series, 43,1), Nachdruck Nendeln 1967, S. 82 und 107.
  92. Jens Rüffer, Rievaulx – Fountains – Meaux Abbey. Macht und Herrschaft der Zisterzienser in Yorkshire im 12. Jahrhundert, in: Dirk Schumann (Hg.), Architektur im weltlichen Kontext, Berlin 2001 (Studien zur Geschichte, Kunst und Kultur der Zisterzienser, 4), S. 500–542, hier S. 537–540.
  93. Narratio de fundatione Fontanis monasterii in comitatu Eboracensi, in: John R. Walbran (Hg.), Memorials of the Abbey of St. Mary of Fountains, Bd. 1, Durham u. a. 1863 (The Publications of the Surtees Society, 42), S. 1–129, hier S. 47.
  94. Edward A. Bond (Hg.), Chronica monasterii de Melsa a fundatione usque ad annum 1396, auctore Thoma de Burton, abbate, Bd. 1, London 1866, Nachdruck Nendeln 1967 (Rolls Series, 43,1), S. 76. Peter Fergusson sah in Adam noch einen baukundigen Mönch (Peter Fergusson, The First Architecture of the Cistercians in England and the Work of Abbot Adam of Meaux, in: Journal of the British Archaeological Society 136, 1984, S. 74–86; Peter Fergusson, The Builders of Cistercian Monasteries in Twelfth Century England, in: Meredith Parsons Lillich [Hg.], Studies in Cistercian Art and Architecture, Bd. 2, Kalamazoo, Michigan 1984 [Cistercian Studies Series, 69], S. 14–29. Dazu kritisch: Matthias Untermann, Forma Ordinis. Die mittelalterliche Baukunst der Zisterzienser, München u. a. 2001 (Kunstwissenschaftliche Studien, 89), S. 207–231; Jens Rüffer, Bauen für die Ewigkeit. Architektur der Zisterzienser zwischen ästhetischen Qualitäten und ethischen Werten, in: Andreas Behrendt und Jens Rüffer (Hg.), Spiritualität in Raum und Bild, Berlin 2007 (Studien zur Geschichte, Kunst und Kultur der Zisterzienser, 26), S. 129–159, hier S. 139–141.
  95. Millard Fillmore Hearn, The rectangular ambulatory in English medieval architecture, in: Journal of the Society of Architectural Historians 30, 1971, S. 187–208; Susanne Schünke, Entwicklungen in den Chorformen englischer Kirchen vom 11. bis ins 13. Jahrhundert, Köln 1987.
  96. Richard Halsey, The earliest architecture of the cistercians in England, in: Christopher E. Norton und David Park (Hg.), Cistercian Art and Architecture in the British Isles, Cambridge 1986, S. 65–85; Nicola Coldstream, The Mark of Eternity. The Cistercians as Builders, in: David M. Robinson (Hg.), The Cistercian Abbeys of Britain. Far from the Concourse of Men, London 1998, S. 40–41; Peter Fergusson und Stuart A. Harrison, Rievaulx Abbey. Community, Architecture, Memory, New Haven 1999, S. 45–48.
  97. Peter Fergusson und Stuart A. Harrison, Rievaulx Abbey. Community, Architecture, Memory, New Haven 1999, S. 59–81.
  98. Richard Fawcett und Richard Oram, Melrose Abbey, Stroud 2004, S. 76–86.
  99. Glyn Coppack, Fountains Abbey. The Cistercians in Northern England, Stroud 2009, S. 46–56.
  100. William Henry St. John Hope und John Bilson, Architectural Description of Kirkstall Abbey, Leeds 1907 (Publications of the Thoresby Society, 16).
  101. Peter Fergusson, Early Cistercian Churches in Yorkshire and the Problem of the Cistercian Crossing Tower, in: Journal of the Society of Architectural Historians 29, 1970, S. 211–221; Stuart A. Harrison, “I lift up mine eyes.” A Re-Evaluation of the Tower in Cistercian Architecture in Britain and Ireland, in: Terryl Nancy Kinder (Hg.), Perspectives for an Architecture of Solitude. Essays on Cistercians, Art and Architecture in Honour of Peter Fergusson, Turnhout 2004 (Medieval Church Studies, 11; Cîteaux. Studia et Documenta, 13), S. 125–136.
  102. David M. Robinson, Buildwas Abbey, London 2002.
  103. David M. Robinson, The Cistercians in Wales. Architecture and Archaeology 1130–1540, London 2006, S. 55–76.
  104. David M. Robinson, Buildwas Abbey, London 2002, S. 4–13.
  105. Carolyn M. Malone, Abbey Dore. English Versus French Design, in: Meredith Parsons Lillich (Hg.), Studies in Cistercian Art and Architecture, Bd. 2, Kalamazoo, Michigan 1984 (Cistercian Studies Series, 69), S. 50–75.
  106. Brian O’Callaghan, An Analysis of the Architecture of the Cistercian Church of Abbey Dore, in: David A. Whitehead (Hg.), Medieval Art, Architecture and Archaeology at Hereford, Leeds 1995 (The British Archaeological Association Conference Transactions, 15), S. 94–104; Stuart A. Harrison und Malcolm Thurlby, An Architectural History, in: Ron Shoesmith und Ruth Richardson (Hg.), A Definitive History of Dore Abbey, 2. Aufl., Woonton, Almeley 2000, S. 45–62, hier 45–49.
  107. John Bilson, Roche Abbey, in: Yorkshire Archaeological Journal 20, 1908–1909, S. 447–454; Peter Fergusson und Stuart A. Harrison, Roche Abbey, London 2013; Stuart A. Harrison, Byland Abbey, North Yorkshire, London 1997; William Henry St. John Hope, The Abbey of St Mary’s in Furness, Lancashire, in: Transactions of the Cumberland and Westmorland Antiquarian and Archaeological Society 16, 1900, S. 221–302; Harold Brakspear, On the First Church of Furness, in: Transactions of the Lancashire and Cheshire Antiquarian Society 18, 1901, S. 70–87; Stuart A. Harrison u. a., Furness Abbey, Cumbria, überarbeitete Aufl., London 2011; Nicola Coldstream, The Mark of Eternity. The Cistercians as Builders, in: David M. Robinson (Hg.), The Cistercian Abbeys of Britain. Far from the Concourse of Men, London 1998, S. 44–48.
  108. Peter Fergusson, The Late Twelfth-Century Rebuilding at Dundrennan Abbey, in: Antiquaries Journal 53, 1973, S. 232–243; Stuart A. Harrison, The Early Church of Dundrennan Abbey, in: Journal of the British Archaeological Association 151, 1998, S. 137–148; James S. Richardson, Dundrennan Abbey, Edinburgh 2003.
  109. Matthias Untermann, Forma Ordinis. Die mittelalterliche Baukunst der Zisterzienser, München u. a. 2001 (Kunstwissenschaftliche Studien, 89), S. 550–552.
  110. William Henry St. John Hope und Harold Brakspear, Jervaulx Abbey, in: Yorkshire Archaeological Journal 21, 1911, S. 303–344.
  111. Nicola Coldstream, The Mark of Eternity. The Cistercians as Builders, in: David M. Robinson (Hg.), The Cistercian Abbeys of Britain. Far from the Concourse of Men, London 1998, S. 48.
  112. Baunachrichten sind lediglich aus der Klosterchronik überliefert: Edward A. Bond (Hg.), Chronica monasterii de Melsa a fundatione usque ad annum 1396, auctore Thoma de Burton, abbate, Bd. 1, London 1866, Nachdruck Nendeln 1967 (Rolls Series, 43,1), S. 234 und 326 sowie Bd. 2 (Rolls Series, 43,2), S. 64; Jens Rüffer, Rievaulx – Fountains – Meaux Abbey. Macht und Herrschaft der Zisterzienser in Yorkshire im 12. Jahrhundert, in: Dirk Schumann (Hg.), Architektur im weltlichen Kontext, Berlin 2001 (Studien zur Geschichte, Kunst und Kultur der Zisterzienser, 4), S. 500–542, hier S. 538–540.
  113. Glyn Coppack, Fountains Abbey. The Cistercians in Northern England, Stroud 2009, S. 73–84.
  114. John R. Walbran (Hg.), Narratio de fundatione Fontanis monasterii in comitatu Eboracensi, in: Memorials of the Abbey of St. Mary of Fountains, Bd. 1, Durham u. a. 1863 (The Publications of the Surtees Society, 42), S. 1–129, hier S. 128.
  115. Peter Draper, The Nine Altars at Durham and Fountains, in: Nicola Coldstream und Peter Draper (Hg.), Medieval Art and Architecture at Durham Cathedral, Leeds 1980 (The British Archaeological Association Conference Transactions, 3), S. 74–86.
  116. Peter Fergusson und Stuart A. Harrison, Rievaulx Abbey. Community, Architecture, Memory, New Haven 1999, S. 151–174.
  117. Nicola Coldstream, The Mark of Eternity. The Cistercians as Builders, in: David M. Robinson (Hg.), The Cistercian Abbeys of Britain. Far from the Concourse of Men, London 1998, S. 52–54.
  118. David M. Robinson, Basingwerk Abbey, überarbeitete Aufl., Cardiff 2006.
  119. Brian O’Callaghan, An Analysis of the Architecture of the Cistercian Church of Abbey Dore, in: David A. Whitehead (Hg.), Medieval Art, Architecture and Archaeology at Hereford, Leeds 1995 (The British Archaeological Association Conference Transactions, 15), S. 94–104; Stuart A. Harrison und Malcolm Thurlby, An architectural history, in: Ron Shoesmith und Ruth Richardson (Hg.), A Definitive History of Dore Abbey, 2. Aufl., Woonton, Almeley 2000, S. 45–62, hier S. 56–60.
  120. David M. Robinson, Tintern Abbey, überarbeitete Aufl., Cardiff 2011; David M. Robinson, Neath Abbey, überarbeitete und erweiterte Aufl., Cardiff 2006.
  121. David M. Robinson, Tintern Abbey, überarbeitete Aufl. Cardiff 2011.
  122. David M. Robinson, Neath Abbey, überarbeitete and erweiterte Aufl., Cardiff 2006.
  123. Richard Oram, David I. The King Who Made Scottland, Stroud 2008, S. 105–106 und 162–165.
  124. Nicola Coldstream, The Mark of Eternity. The Cistercians as Builders, in: David M. Robinson (Hg.), The Cistercian Abbeys of Britain. Far from the Concourse of Men, London 1998, S. 54–56.
  125. Peter Ellis, Croxden Abbey, Staffordshire, in: Staffordshire Historical and Archaeological Society Transactions 36, 1994–1995, S. 29–51; Jackie Hall, Croxden Abbey Church. Architecture, Burial and Patronage, Journal of the British Archaeological Association, 160, 2007, H. 1, S. 39-128; Lawrence R. Hoey, Croxden Abbey, in: John Madison (Hg.), Medieval Art and Architecture at Lichfield, London 1993 (The British Archaeological Association Conference Transactions, 13), S. 36–49; William Henry St. John Hope und Harold Brakspear, The Cistercian Abbey of Beaulieu in the County of Southampton, in: The Archaeological Journal 63, 1906, S. 129–186; Virgina M. Jansen, Architectural Remains of King John’s Abbey, Beaulieu (Hampshire), in: Meredith Parsons Lillich (Hg.), Studies in Cistercian Art and Architecture, Bd. 2, Kalamazoo, Michigan 1984 (Cistercian Studies Series, 69), S. 76–114; Harold Brakspear, The Architecture of Hailes Abbey, in: Transactions of the Bristol and Gloucestershire Archaeological Society 24, 1901, S. 350–357; Harold Brakspear, The Church of Hailes Abbey, in: The Archaeological Journal 58, 1901, S. 350–357; Jonathan George Coad, Hailes Abbey, Gloucestershire, 2. Aufl., London 1993; Frederick H. Thompson, Excavations at the Cistercian Abbey of Vale Royal, Cheshire, 1958, in: The Antiquaries Journal 42, 1962, S. 183–207; Robina McNeil und Rick C. Turner, An Architectural and Topographical Survey of Vale Royal Abbey, in: Journal of the Chester Archaeological Society 70, 1987–1988, S. 51–59; Glyn Coppack u. a., A Gazetteer of the Cistercian Abbeys in Britain, in: David M. Robinson (Hg.), The Cistercian Abbeys of Britain. Far from the Concourse of Men, London 1998, S. 62–205, hier S. 68–69, 91–92, 122–125 und 192–193.
  126. Glyn Coppack u. a., A Gazetteer of the Cistercian Abbeys in Britain, in: David M. Robinson (Hg.), The Cistercian Abbeys of Britain. Far from the Concourse of Men, London 1998, S. 151–153.
  127. So Nicola Coldstream, The Mark of Eternity. The Cistercians as Builders, in: David M. Robinson (Hg.), The Cistercian Abbeys of Britain. Far from the Concourse of Men, London 1998, S. 59.
  128. Jonathan George Coad, Hailes Abbey, Gloucestershire, 2. Aufl., London 1993.
  129. Frederick H. Thompson, Excavations at the Cistercian Abbey of Vale Royal, Cheshire, 1958, in: The Antiquaries Journal 42, 1962, S. 183–207.
  130. James Smith Richardson, Sweetheart Abbey, Edinburgh 2002.
  131. Courtenay A. Ralegh, The Cistercian Abbey of Cwmhir, Radnorshire, in: Archaeologia Cambrensis 131, 1982, S. 58–76; David M. Robinson, The Cistercians in Wales. Architecture and Archaeology 1130–1540, London 2006, S. 230–234.
  132. Derek Haydn Evans, Valle Crucis Abbey. Pillar of Eliseg, überarbeitete Aufl., Cardiff 2008.
  133. David M. Robinson, Strata Florida Abbey, Talley Abbey, überarbeitete Aufl., Cardiff 2007.
  134. Nicola Coldstream, The Mark of Eternity. The Cistercians as Builders, in: David M. Robinson (Hg.), The Cistercian Abbeys of Britain. Far from the Concourse of Men, London 1998, S. 60f.
  135. Frederick H. Thompson, Excavations at the Cistercian Abbey of Vale Royal, Cheshire, 1958, in: The Antiquaries Journal 42, 1962, S. 183–207; Glyn Coppack u. a., A Gazetteer of the Cistercian Abbeys in Britain, in: David M. Robinson (Hg.), The Cistercian Abbeys of Britain. Far from the Concourse of Men, London 1998, S. 192–193.
  136. Christopher Wilson, Late Gothic / Retro Gothic. The Third Building Phase of Melrose Abbey, in: Stephan Gasser u. a. (Hg.), Architektur und Monumentalskulptur des 12.–14. Jahrhunderts – Architecture et sculpture monumentale du 12e au 14e siècle, Bern 2006, S. 393–409; Richard Fawcett und Richard Oram, Melrose Abbey, Stroud 2004, S. 93–164.
  137. Richard Fawcett und Richard Oram, Melrose Abbey, Stroud 2004, S. 134–137.
  138. Richard Fawcett und Richard Oram, Melrose Abbey, Stroud 2004, S. 92; Glyn Coppack, Fountains Abbey. The Cistercians in Northern England, Stroud 2009, S. 89–96 und 103.
  139. David M. Robinson und Stuart A. Harrison, Cistercian Cloisters in England and Wales, in: Martin Henig und John McNeill (Hg.), The Medieval Cloister in England and Wales, London 2006 (Journal of the British Archaeological Association, 159), S. 105–130.
  140. Zeichnerische Rekonstruktion: Peter Fergusson und Stuart A. Harrison, Rievaulx Abbey. Community, architecture, memory, New Haven 1999, S. 96.
  141. Peter Fergusson und Stuart A. Harrison, Rievaulx Abbey. Community, architecture, memory, New Haven 1999, S. 98.
  142. Stuart Harrison, The Cloistral Ranges and a fresh look at the Chapter House, in: Ron Shoesmith und Ruth Richardson (Hg.), A Definitive History of Dore Abbey, 2. Aufl., Woonton, Almeley 2000, S. 113–124; Glyn Coppack u. a., A Gazetteer of the Cistercian Abbeys in Britain, in: David M. Robinson (Hg.), The Cistercian Abbeys of Britain. Far from the Concourse of Men, London 1998, S. 201–204.
  143. Deutung dieses Phänomens als Verweis auf den Abendmahlsraum in Jerusalem: Peter Fergusson, The Twelfth-Century Refectories at Rievaulx and Byland, in: Christopher E. Norton und David Park (Hg.), Cistercian Art and Architecture in the British Isles, Cambridge 1986, S. 160–180; Jens Rüffer, Refektorien – Zisterzienser und benediktinische Tradition. Anmerkungen zur Liturgie- und Funktionsgeschichte eines Raumes, in: Renate Oldermann (Hg.), Gebaute Klausur. Funktion und Architektur mittelalterlicher Klosterräume, Bielefeld 2008, S. 43–62, hier S. 49–56.
  144. James C. Bond, Mittelalterliche Wasserversorgung in England und Wales, in: Klaus Grewe (Hg.), Die Wasserversorgung im Mittelalter, Mainz 1991 (Geschichte der Wasserversorgung, 4), S. 149–183, hier S. 161–168.
  145. Gaby Lindenmann-Merz, Infirmarien, Kranken- und Sterbehäuser der Mönche. Eine architekturhistorische Betrachtung der Infirmeriekomplexe nordenglischer Zisterzienserklöster, Paderborn 2009 (MittelalterStudien des Instituts zur interdisziplinären Erforschung des Mittelalters und seines Nachwirkens, 19).
  146. David Park, Cistercian Wall Painting and Panel Painting, in: Christopher E. Norton und David Park (Hg.), Cistercian Art and Architecture in the British Isles, Cambridge 1986, S. 181–210.
  147. Christopher E. Norton, Early Cistercian Tile Pavements, in: Christopher E. Norton und David Park (Hg.), Cistercian Art and Architecture in the British Isles, Cambridge 1986, S. 228–255; Jenny Stopford, Medieval Floor-Tiles of Northern England. Pattern and Purpose. Production between the 13th and 16th Centuries, Oxford 2005, S. 10–24 und 91–192.
  148. Christopher E. Norton, Early Cistercian Tile Pavements, in: Christopher E. Norton und David Park (Hg.), Cistercian Art and Architecture in the British Isles, Cambridge 1986, S. 247.
  149. Christopher E. Norton, Early Cistercian Tile Pavements, in: Christopher E. Norton und David Park (Hg.), Cistercian Art and Architecture in the British Isles, Cambridge 1986, S. 245.
  150. William Henry St. John Hope und Harold Brakspear, The Cistercian Abbey of Beaulieu in the County of Southampton, in: The Archaeological Journal 63, 1906, S. 129–186, hier S. 180–181; Jane Harcourt, The medieval floor-tiles of Cleeve Abbey, Sommerset, in: Journal of the British Archaeological Association 153, 2000, S. 30–70.
  151. Kenneth Harrison, Vitruvius and Acoustic Jars in England During the Middle Ages, in: Transactions of the Ancient Monuments Society 15, 1968, S. 49–58.
  152. Richard Fawcett und Richard Oram, Melrose Abbey, Stroud 2004, S. 170.
  153. Stuart A. Harrison u. a., A Fourteenth-Century Pulpitum Screen at Tintern Abbey, Monmouthshire, in: The Antiquaries Journal 78, 1998, S. 177–288.
  154. Stuart A. Harrison u. a., Furness Abbey, Cumbria, überarbeitete Aufl., London 2011, S. 6.
  155. Peter Fergusson und Stuart A. Harrison, Rievaulx Abbey. Community, Architecture, Memory, New Haven 1999, S. 166–169, 174.
  156. Die Datierung der „Caritatis Prior“ ist strittig: Constance Bernam schlug eine Spätdatierung um 1170 vor (Constance Hoffmann Bernam, The Cistercian Evolution. The Invention of a Religious Order in Twelfth-Century Europe, Philadelphia 2000, S. 56–68). Waddell hingegen blieb bei der Frühdatierung um 1119 (Chrysogonus Waddell [Hg.], Narrative and Legislative Texts from Early Citeaux. Latin text in dual edition with English translation and notes, Brecht 1999 [Studia et Documenta, 9]). Ihm folgte Jörg Oberste (Jörg Oberste, Constitution in progress. Der Zisterzienserorden und das System der „Carta caritatis“, in: Georg Mölich u. a. [Hg.], Die Zisterzienser im Mittelalter, Köln 2017, S. 31–34.
  157. Annegret Laabs, Malerei und Plastik im Zisterzienserorden. Zum Bildgebrauch zwischen sakralem Zeremoniell und Stiftermemoria 1250-1430, Petersberg 2000 (Studien zur internationalen Architektur- und Kunstgeschichte, Bd. 8), S. 10; Beate Braun-Niehr, Der Codex Gisle als Graduale für das Zisterzienserinnenkloster Rulle bei Osnabrück, in: Beate Braun-Niehr (Hg.), Der Codex Gisle. Ma 101, Bistumsarchiv, Osnabrück. Kommentar zur Faksimile-Edition, Luzern 2015 (Der Codex Gisle, Kommentar Bd. 1), S. 9; Beate Braun-Niehr, „Die Bücher für den Gottesdienst sollen überall einheitlich sein.“ Der ‚Codex Gisle‘ als Graduale für das Zisterzienserinnenkloster Rulle bei Osnabrück, in: Georg Mölich u. a. (Hg.), Die Zisterzienser im Mittelalter, Köln 2017, S. 203–228.
  158. Gerhard Bernhard Winkler (Ed.), Bernardus (Claraevallensis). Apologia ad Guillelmum Abbatem, Innsbruck 1992 (Bernhard von Clairvaux. Sämtliche Werke, lateinisch/deutsch, Bd. 2), S. 192f.; Gerhard Bernhard Winkler, Die Zisterzienser zwischen Ideal und Wirklichkeit, in: Helmut Findenig (Hg.), Stift Viktring 1142–1192, Festschrift zum 850. Jahrestag der Klostergründung, Klagenfurt 1992, S. 15–20; Conrad Rudolph, The „Things of Greater Importance“. Bernard of Clairvaux’s Apologia and the Medieval Attitude toward Art, Philadelphia 1990.
  159. Gerhard Bernhard Winkler (Ed.), Bernardus (Claraevallensis). Apologia ad Guillelmum Abbatem, Innsbruck 1992 (Bernhard von Clairvaux. Sämtliche Werke, lateinisch/deutsch, Bd. 2), S. 193.
  160. Capitula, Kap. 25; Christopher Norton, Table of Cistercian Legislation on Art and Architecture, in: Christopher Norton und David Park (Hg.), Cistercian Art and Architecture in the British Isles, Cambridge u. a. 1986, S. 315–393, hier S. 323: „Omnia monasterii ornamenta, vasa et utensilia sine auro, argento et gemmis praeter calicem et fistulam quae quidem duo sola argenta et deaurata, sed aurea nequaquam habere permittimus“; Annegret Laabs, Malerei und Plastik im Zisterzienserorden. Zum Bildgebrauch zwischen sakralem Zeremoniell und Stiftermemoria 1250-1430, Petersberg 2000 (Studien zur internationalen Architektur- und Kunstgeschichte, Bd. 8), S. 10.
  161. Capitula, Kap. 26; Christopher Norton, Table of Cistercian Legislation on Art and Architecture, in: Christopher Norton und David Park (Hg.), Cistercian Art and Architecture in the British Isles, Cambridge u. a. 1986, S. 324: „Sculpturas nusquam, picturas tantum licet habere in crucibus quae et ipsae nonnisi lignaeae habeantur.“; Bernd Nicolai, Arcae Architecturales. Überlegungen zum Verhältnis von Kirchenarchitektur und Altarwerk bei den Zisterziensern, in: Hartmut Krohm u. a. (Hg.), Entstehung und Frühgeschichte des Flügelaltarschreins, Wiesbaden 2001, S. 177–192, hier S. 177. Falls das Kruzifix aus der 2. Hälfte des 12. Jh. tatsächlich aus Kloster Heisterbach stammt, wäre dies ein frühes Beispiel für ein bemaltes Holzkruzifix: Die Zisterzienser. Das Europa der Klöster, Ausstellungskatalog Bonn, Darmstadt 2017, S. 178, Kat.nr. 3 (Katrin Heitmann).
  162. Capitula 1157: „Cruces cum auro non habeantur, nec tam magnae quae congrue non portentur ad processionem, sed ad altare ponantur. Item aureae vel argentae cruces notabilis magnitutinis non fiant“ und 1237: „Cruces pictas ligneas habeamus; auree vel argentee notabilis magnitudinis non fiant“, Christopher Norton, Table of Cistercian Legislation on Art and Architecture, in: Christopher Norton und David Park (Hg.), Cistercian Art and Architecture in the British Isles, Cambridge u. a. 1986, S. 329 und 369.
  163. Vgl. Esther Pia Wipfler, Zwischen Rezeption und Sonderweg. Die bemalten Tafelkreuze des 12. und 13. Jahrhunderts nördlich der Alpen als monastisches Phänomen, in: Yvonne Schmuhl und Esther Pia Wipfler (Hg.), Inkarnat und Signifikanz. Das menschliche Abbild in der Tafelmalerei von 200 bis 1250 im Mittelmeerraum, München 2017 (Veröffentlichungen des Zentralinstituts für Kunstgeschichte in München, Bd. 42; Schriften der Forschungsstelle Realienkunde, Bd. 3), S. 458–469.
  164. Christopher Norton, Table of Cistercian Legislation on Art and Architecture, in: Christopher Norton und David Park (Hg.), Cistercian Art and Architecture in the British Isles, Cambridge u. a. 1986; Annegret Laabs, Malerei und Plastik im Zisterzienserorden. Zum Bildgebrauch zwischen sakralem Zeremoniell und Stiftermemoria 1250-1430, Petersberg 2000 (Studien zur internationalen Architektur- und Kunstgeschichte, Bd. 8), S. 11.
  165. Exemplarisch dazu: Vera Henkelmann, Genese und Funktion des Doberaner Marienleuchters – Traditionsbewahrung und Multifunktionalität, in: Gerhard Weilandt und Kaja von Cossart (Hg.), Die Ausstattung des Doberaner Münsters. Kunst im Kontext, Petersberg 2018 (Edition Mare Balticum, Bd. 2), S. 348–361.
  166. Zur Altarausstattung: Stefanie Seeberg, Liturgie und ihre Dinglichkeit – Die Ausstattung von Liturgie und Hochaltar bei den Zisterziensern, in: Die Zisterzienser. Das Europa der Klöster, Ausstellungskatalog Bonn, Darmstadt 2017, S. 66–80.
  167. Beispiele: Annegret Laabs, Malerei und Plastik im Zisterzienserorden. Zum Bildgebrauch zwischen sakralem Zeremoniell und Stiftermemoria 1250-1430, Petersberg 2000 (Studien zur internationalen Architektur- und Kunstgeschichte, Bd. 8), S. 100, Abb. 75; Achim Hubel, Reliquienschränke in Kirchenräumen des 13. Jahrhunderts. Überlegungen zu Funktion und Typus, in: Architectura et historia, 1999, S. 37–61.
  168. Emma Cazabonne, La vita liturgica come arte. Oggetti liturgici cisterciensi, in: Terryl Nancy Kinder und Roberto Cassanelli (Hg.), Cisterciensi. Arte e storia, Mailand 2015, S. 201–206, hier S. 206.
  169. Esther Pia Wipfler, „Corpus Christi“ in Liturgie und Kunst der Zisterzienser im Mittelalter, Münster i. W. 2003 (Vita regularis, Bd. 18), S. 301f.
  170. Johannes Voss, Der Doberaner Kelchschrank. Ein Beitrag über Konstruktion, Standort und Datierung, in: Hartmut Krohm u. a. (Hg.), Entstehung und Frühgeschichte des Flügelaltarschreins, Wiesbaden 2001, S. 125–142; Esther Pia Wipfler, „Corpus Christi“ in Liturgie und Kunst der Zisterzienser im Mittelalter, Münster i. W. 2003 (Vita regularis, Bd. 18), S. 297–300; Kaja von Cossart, Studien zur Erstausstattung der Zisterzienserklosterkirche Doberan um 1300, Diss. Technische Universität Berlin 2016, S. 124, 244−245.
  171. Gerhard Bernhard Winkler (Ed.), Bernardus (Claraevallensis). Apologia ad Guillelmum Abbatem, Innsbruck 1992 (Bernhard von Clairvaux. Sämtliche Werke, lateinisch/deutsch, Bd. 2), S. 194−195.
  172. Christopher Norton, Table of Cistercian Legislation on Art and Architecture, in: Christopher Norton und David Park (Hg.), Cistercian Art and Architecture in the British Isles, Cambridge u. a. 1986, S. 331; Annegret Laabs, Malerei und Plastik im Zisterzienserorden. Zum Bildgebrauch zwischen sakralem Zeremoniell und Stiftermemoria 1250-1430, Petersberg 2000 (Studien zur internationalen Architektur- und Kunstgeschichte, Bd. 8), S. 31.
  173. Annegret Laabs, Malerei und Plastik im Zisterzienserorden. Zum Bildgebrauch zwischen sakralem Zeremoniell und Stiftermemoria 1250-1430, Petersberg 2000 (Studien zur internationalen Architektur- und Kunstgeschichte, Bd. 8), S. 30.
  174. Caesarius von Heisterbachs, Dialogus Miraculorum, eingeleitet von Horst Schneider, übers. und kommentiert von Nikolaus Nösges und Horst Schneider, Bd. 3, Turnhout 2009 (Fontes Christiani, Bd. 86/3), S. 1460–1461, Lib. VII, Kap. 46.
  175. Friederike Warnatsch-Gleich, Herrschaft und Frömmigkeit. Zisterzienserinnen im Hochmittelalter, Berlin 2005 (Studien zur Geschichte, Kunst und Kultur der Zisterzienser, Bd. 21), S. 196.
  176. Annegret Laabs, Malerei und Plastik im Zisterzienserorden. Zum Bildgebrauch zwischen sakralem Zeremoniell und Stiftermemoria 1250-1430, Petersberg 2000 (Studien zur internationalen Architektur- und Kunstgeschichte, Bd. 8), S. 86.
  177. „in altari et super ymaginem beatae Mariae virginis“, vgl. Bernd Nicolai, Die Entdeckung des Bildwerks. Frühe Marienbilder und Altarretabel unter dem Aspekt zisterziensischer Frömmigkeit, in: Herbert Beck und Kerstin Hengevoss-Dürkop (Hg.), Studien zur Geschichte der europäischen Skulptur im 12./13. Jahrhundert, Bd. 1, Frankfurt am Main 1994 (Schriften des Liebieghauses. Museum alter Plastik), S. 29−43, hier S. 33.
  178. Johannes Tripps, Die Maulbronner Madonna. Überlegungen zu Aufstellungsort und Präsentation, 2016, [1]
  179. Zu den Kölner Muttergottesfiguren u. a. Ulrike Bergmann, Die Kölner Skulptur der Hochgotik, in: Glanz und Größe des Mittelalters. Kölner Meisterwerke aus den großen Sammlungen der Welt, Ausstellungskatalog Köln, München 2011, S. 139−140.
  180. Esther Pia Wipfler, „Corpus Christi“ in Liturgie und Kunst der Zisterzienser im Mittelalter, Münster i. W. 2003 (Vita regularis, Bd. 18), S. 280.
  181. Zur Verbreitung der Retabel im 13. Jh. in Europa: Justin E. A. Kroesen und Victor Michael Schmidt (Hg.), The Altar and its Environment. 1150−1400, Turnhout 2009 (Studies in the visual cultures of the Middle Ages, Bd. 4).
  182. Wolter von dem Knesebeck, Bernhard von Clairvaux und das Bild- und Kunstverständnis bei den Zisterziensern, in: Die Zisterzienser. Das Europa der Klöster, Ausstellungskatalog Bonn, Darmstadt 2017, S. 100–113, hier S. 110.
  183. Zu den Statuten von 1240: Christopher Norton, Table of Cistercian Legislation on Art and Architecture, in: Christopher Norton und David Park (Hg.), Cistercian Art and Architecture in the British Isles, Cambridge u. a. 1986, S. 374.
  184. Christopher Norton, Table of Cistercian Legislation on Art and Architecture, in: Christopher Norton und David Park (Hg.), Cistercian Art and Architecture in the British Isles, Cambridge u. a. 1986, S. 368: „Superfluitates et curiositates notabilis in sculpturis et picturis, […], que deformant antiquam ordinis honestam […]“.
  185. Capitula 1240: „ut omnes tabulae depictae diversis coloribus amoveantur aut colore albo colorentur“; 1257: „Tabule vero que altaribus apponuntur uno colore tantum modo colorentur“, Christopher Norton, Table of Cistercian Legislation on Art and Architecture, in: Christopher Norton und David Park (Hg.), Cistercian Art and Architecture in the British Isles, Cambridge u. a. 1986, S. 374 und 378.
  186. Prinzipiell aber war es durchaus nicht unüblich Tafelbilder, etwa als Anpassung an ein verändertes Ausstattungsensemble, zu überfassen, so dass tatsächlich einige Tafeln monochrom übermalt worden sein können. So wurden etwa die Malereien auf den Flügeltafeln des Kölner Clarenaltars von 1350 etwa 50 Jahre später behutsam übermalt, um Farbigkeit und ikonografische Details zu verändern. Vgl. Christa Schulze-Senger und Wilfried Hansmann, Der Clarenaltar im Kölner Dom. Dokumentation der Untersuchung, Konservierung und Restaurierung, Worms 2005 (Arbeitsheft der rheinischen Denkmalpflege, Bd. 64), S. 149−150 und 232.
  187. Donna Sadler, The Retable of the Abbey on Fontenay, in: Meredith Parsons Lillich (Hg.), Studies in Cistercian Art and Architecture, Bd. 4, Kalamazoo 1993, S. 89–109.
  188. Eine Forschungslücke, die Laabs bereits 2000 beklagte, vgl. Annegret Laabs, Malerei und Plastik im Zisterzienserorden. Zum Bildgebrauch zwischen sakralem Zeremoniell und Stiftermemoria 1250-1430, Petersberg 2000 (Studien zur internationalen Architektur- und Kunstgeschichte, Bd. 8), S. 8−9.
  189. Zum Beispiel werden in der Chronik von Meaux figürlich bemalte Holztafeln für den Hochaltar erwähnt, die unter Abt Roger (1286–1310) und seinem Nachfolger Adam von Skyrne (1310–1339) in der Klosterkirche aufgestellt wurden (Edward A. Bond [Hg.], Chronica monasterii de Melsa a fundatione usque ad annum 1396, auctore Thoma de Burton, abbate, Bd. 2, London 1866, Nachdruck Nendeln 1967 (Rolls Series, 43,2), S. 237–238 und 312–313).
  190. Vgl. Paul Binski, Statues, Retables, and Ciboria: The English Gothic Altarpiece in Context, before 1350, in: Justin E. A. Kroesen und Victor Michael Schmidt (Hg.), The Altar and its Environment. 1150−1400, Turnhout 2009 (Studies in the visual cultures of the Middle Ages, Bd. 4), S. 31–46, hier S. 32−33. In der älteren Literatur bisher erst ab 1300 angegeben, vgl. David Park, Cistercian Wall Painting and Panel Painting, in: Christopher Norton und David Park (Hg.), Cistercian Art and Architecture in the British Isles, Cambridge u. a. 1986, S. 181–210, hier S. 182 und 208−209.
  191. Annegret Laabs, Malerei und Plastik im Zisterzienserorden. Zum Bildgebrauch zwischen sakralem Zeremoniell und Stiftermemoria 1250-1430, Petersberg 2000 (Studien zur internationalen Architektur- und Kunstgeschichte, Bd. 8), S. 37; Klaus Krüger, „Aller zierde wunder trugen die altaere“. Zur Genese und Strukturentwicklung des Flügelaltarschreins im 14. Jahrhundert, in: Hartmut Krohm u. a. (Hg.), Entstehung und Frühgeschichte des Flügelaltarschreins, Wiesbaden 2001, S. 69–85, hier S. 76−77.
  192. Statuten 1263: „… ad humilitatem et simplicitatem antiquam Ordinis Redigat“, Christopher Norton, Table of Cistercian Legislation on Art and Architecture, in: Christopher Norton und David Park (Hg.), Cistercian Art and Architecture in the British Isles, Cambridge u. a. 1986, S. 380.
  193. Vgl. Annegret Laabs, Malerei und Plastik im Zisterzienserorden. Zum Bildgebrauch zwischen sakralem Zeremoniell und Stiftermemoria 1250-1430, Petersberg 2000 (Studien zur internationalen Architektur- und Kunstgeschichte, Bd. 8), S. 11 und 21.
  194. Annegret Laabs, Malerei und Plastik im Zisterzienserorden. Zum Bildgebrauch zwischen sakralem Zeremoniell und Stiftermemoria 1250-1430, Petersberg 2000 (Studien zur internationalen Architektur- und Kunstgeschichte, Bd. 8), S. 36.
  195. Christopher Norton, Table of Cistercian Legislation on Art and Architecture, in: Christopher Norton und David Park (Hg.), Cistercian Art and Architecture in the British Isles, Cambridge u. a. 1986, S. 354; Annegret Laabs, Malerei und Plastik im Zisterzienserorden. Zum Bildgebrauch zwischen sakralem Zeremoniell und Stiftermemoria 1250-1430, Petersberg 2000 (Studien zur internationalen Architektur- und Kunstgeschichte, Bd. 8), S. 20−21.
  196. Annegret Laabs, Malerei und Plastik im Zisterzienserorden. Zum Bildgebrauch zwischen sakralem Zeremoniell und Stiftermemoria 1250-1430, Petersberg 2000 (Studien zur internationalen Architektur- und Kunstgeschichte, Bd. 8), S. 29–31; Norbert Wolf, Deutsche Schnitzretabel des 14. Jahrhunderts, Berlin 2002, S. 268–270; Esther Pia Wipfler, „Corpus Christi“ in Liturgie und Kunst der Zisterzienser im Mittelalter, Münster i. W. 2003 (Vita regularis, Bd. 18), S. 95-99.
  197. Esther Pia Wipfler, „Corpus Christi“ in Liturgie und Kunst der Zisterzienser im Mittelalter, Münster i. W. 2003 (Vita regularis, Bd. 18), S. 97f.
  198. Wolter von dem Knesebeck, Bernhard von Clairvaux und das Bild- und Kunstverständnis bei den Zisterziensern, in: Die Zisterzienser. Das Europa der Klöster, Ausstellungskatalog Bonn, Darmstadt 2017, S. 101–113, hier S. 109.
  199. Im Ecclesiastica officia (Cap. XXI. Item de cena domini) wird festgelegt, dass eine geweihte Hostie „in vasculo supra altare“, also in sog. Hängetabernakeln über dem Altar aufzubewahren ist, damit sie während der Andacht der Mönche und Koversen zu sehen war (vgl. Annegret Laabs, Malerei und Plastik im Zisterzienserorden. Zum Bildgebrauch zwischen sakralem Zeremoniell und Stiftermemoria 1250-1430, Petersberg 2000 [Studien zur internationalen Architektur- und Kunstgeschichte, Bd. 8], S. 24).
  200. Annegret Laabs, Malerei und Plastik im Zisterzienserorden. Zum Bildgebrauch zwischen sakralem Zeremoniell und Stiftermemoria 1250-1430, Petersberg 2000 (Studien zur internationalen Architektur- und Kunstgeschichte, Bd. 8), S. 55. Sakramentskult und -verwahrung waren z. B. auch für das Zisterzienserkloster Santa María de Piedra in Saragossa der Grund, 1390 ein Flügelretabel fertigen zu lassen. Präsentiert wurde darin die Hostie, die zehn Jahre zuvor im nahegelegenen Cimballa während der Wandlung geblutet haben sollte.
  201. Vgl. David Park, Cistercian Wall Painting and Panel Painting, in: Christopher Norton und David Park (Hg.), Cistercian Art and Architecture in the British Isles, Cambridge u. a. 1986, S. 181–210, hier S. 184.
  202. Kaja von Cossart, Die Ausstattung des Doberaner Münsters und die Lübecker Werkstätten um 1300, in: Gerhard Weilandt und Kaja von Cossart (Hg.), Die Ausstattung des Doberaner Münsters. Kunst im Kontext, Petersberg 2018 (Edition Mare Balticum, Bd. 2), S. 106–119; Juliane von Fircks, Makroarchitektur und Mikroarchitektur. Aspekte von Formfindung und Funktion am Doberaner Hochaltarretabel, in: Gerhard Weilandt und Kaja von Cossart (Hg.), Die Ausstattung des Doberaner Münsters. Kunst im Kontext, Petersberg 2018 (Edition Mare Balticum, Bd. 2), S. 310–325.
  203. Auch für die Figur in Maulbronn wird diskutiert, ob in dem rot gefassten und verschließbaren Hohlraum in ihrem Inneren das Allerheiligste aufbewahrt wurde. Annegret Laabs, Malerei und Plastik im Zisterzienserorden. Zum Bildgebrauch zwischen sakralem Zeremoniell und Stiftermemoria 1250-1430, Petersberg 2000 (Studien zur internationalen Architektur- und Kunstgeschichte, Bd. 8), S. 24−25; Johannes Tripps, Die Maulbronner Madonna. Überlegungen zu Aufstellungsort und Präsentation, 2016, [2]. Diese Vorstellung der Muttergottes als Gefäß des Leibs Christi wird in zeitgenössischen Textquellen, u. a. im Rationale Divinorum Officiorum des Durandus von Mende, der den Leib Marias als „Sacrarium“ (Rat. I, i, 38) bezeichnet, thematisiert, vgl. Guillelmi Duranti, Rationale divinorum officiorum, hg. von Anselme Davril und Timothy M. Thibodeau, Bd. 1, Turnhout 1995 (Corpus Christianorum. Continuatio Mediaevalis, Bd. CXL), S. 23.
  204. Annegret Laabs, Malerei und Plastik im Zisterzienserorden. Zum Bildgebrauch zwischen sakralem Zeremoniell und Stiftermemoria 1250-1430, Petersberg 2000 (Studien zur internationalen Architektur- und Kunstgeschichte, Bd. 8), S. 96.
  205. Zu den Reliefs: Olaf Siart, Die Bischofsstadt Konstanz als künstlerisches Zentrum Schwabens im 13. und 14. Jahrhundert, in: Die Schwaben. Zwischen Mythos & Marke, Ausstellungskatalog Stuttgart 2016, S. 193f., Kat.nr. 27f.; Die Zisterzienser. Das Europa der Klöster, Ausstellungskatalog Bonn, Darmstadt 2017, S. 194−195, Kat.nr. 21 (Olaf Siart). Die Maulbronner Passionsreliefs (um 1394) schmückten vermutlich den Lettner der Klosterkirche, vor dem ein Kreuzaltar stand: Holger Schumacher, Die Maulbronner Passionsreliefs. Stil, Ikonographie und Rekonstruktion, in: Landesdenkmalamt Baden-Württemberg (Hg.), Maulbronn. Zur 850jährigen Geschichte des Zisterzienserklosters, Bd. 1, Stuttgart 1997 (Forschungen und Berichte der Bau- und Kunstdenkmalpflege in Baden-Württemberg, Bd. 7), S. 467–490; Heribert Meurer, Frühe szenische Retabel in Schwaben, in: Hartmut Krohm u. a. (Hg.), Entstehung und Frühgeschichte des Flügelaltarschreins, Wiesbaden 2001, S. 215–230.
  206. Die Zisterzienser. Das Europa der Klöster, Ausstellungskatalog Bonn, Darmstadt 2017, S. 193−194, Kat.nr. 20 (Anja Claus); Annegret Laabs, Malerei und Plastik im Zisterzienserorden. Zum Bildgebrauch zwischen sakralem Zeremoniell und Stiftermemoria 1250-1430, Petersberg 2000 (Studien zur internationalen Architektur- und Kunstgeschichte, Bd. 8), S. 100; Kaja von Cossart, Studien zur Erstausstattung der Zisterzienserklosterkirche Doberan um 1300, Diss. Technische Universität Berlin 2016, S. 147–149.
  207. Doris Fischer (Hg.), Holz und Steine lehren dich …. Die Restaurierung der Klosterkirche Marienstatt, Worms 2011 (Denkmalpflege in Rheinland-Pfalz, Forschungsberichte Bd. 9) mit älterer Literatur. Zu den Schriftquellen zu Marienstatt: Christian Hillen, Die Zisterzienserabtei Marienstatt, Berlin 2017 (Germania Sacra, Die Bistümer der Kirchenprovinz Köln, Dritte Folge, Bd. 14).
  208. Esther Pia Wipfler, „Corpus Christi“ in Liturgie und Kunst der Zisterzienser im Mittelalter, Münster i. W. 2003 (Vita regularis, Bd. 18), S. 108.
  209. Winfried Wilhelmy, Das Marienstatter Retabel. Wege der Forschung und eine wiedergefundene Mitte, in: Doris Fischer (Hg.), Holz und Steine lehren dich …. Die Restaurierung der Klosterkirche Marienstatt, Worms 2011 (Denkmalpflege in Rheinland-Pfalz, Forschungsberichte Bd. 9), S. 277–288, hier S. 280. Das Kloster Altenberg verfügte über zahlreiche Reliquien der 11.000 Jungfrauen. Verwiesen sei auch auf das Zisterzienserinnenkloster in Casbas, aus dem sich ein Vitenretabel der heiligen Ursula erhalten hat: Zweiter Meister von Bierge (zugeschrieben), um 1300, Holz, 120,3 x 172,8 x 8,5 cm, Barcelona, Museu Nacional d’art de Catalunya, Inv.Nr. 00437-000.
  210. Nach einer Quelle des 16. Jh. wurde im Hochaltarretabel ein „Sakramentsbüchschen“, wohl eine Pyxis, aufbewahrt. Wilhelmy geht davon aus, dass im 15. Jh. die Mittelnische für die Sakramentsverehrung umgebaut wurde. Winfried Wilhelmy, Das Marienstatter Retabel. Wege der Forschung und eine wiedergefundene Mitte, in: Doris Fischer (Hg.), Holz und Steine lehren dich …. Die Restaurierung der Klosterkirche Marienstatt, Worms 2011 (Denkmalpflege in Rheinland-Pfalz, Forschungsberichte Bd. 9), S. 280–283 und 284.
  211. Vgl. Winfried Wilhelmy, Das Marienstatter Retabel. Wege der Forschung und eine wiedergefundene Mitte, in: Doris Fischer (Hg.), Holz und Steine lehren dich …. Die Restaurierung der Klosterkirche Marienstatt, Worms 2011 (Denkmalpflege in Rheinland-Pfalz, Forschungsberichte Bd. 9), S. 278−279.
  212. Vgl. Hans Belting, Bild und Kult. Eine Geschichte des Bildes vor dem Zeitalter der Kunst, München 1990, S. 500.
  213. Bernhard Decker, Das Ende des mittelalterlichen Kultbilds und die Plastik Hans Leinbergers, Bamberg 1985, S. 65−66, 81 und 113.
  214. Jiří Fajt, Art and representation in the High Middle Ages, in: Bohemia & Central Europe 1200–1550. The Permanent Exhibition of the Collection of Old Masters of the National Gallery in Prague at the Convent of St Agnes of Bohemia, hg. von Štĕpánka Chlumská, Prag 2006, S. 13−63, hier S. 28−29.
  215. Wilfried Franzen, Hohenfurther Zyklus, in: Jiří Fajt (Hg.), Karl IV., Kaiser von Gottes Gnaden. Kunst und Repräsentation des Hauses Luxemburg 1310-1437, München u. a. 2006, S. 86.
  216. Robert Suckale, Die Passionstafel in Pechüle. Ein Retabel der Klosterkirche Zinna?, in: Oliver H. Schmidt und Dirk Schuhmann (Hg.), Zisterzienser in Brandenburg, Berlin 1996 (Studien zur Geschichte, Kunst und Kultur der Zisterzienser, Bd. 1), S. 128–135.
  217. Vgl. Winfried Wilhelmy, Das Marienstatter Retabel. Wege der Forschung und eine wiedergefundene Mitte, in: Doris Fischer (Hg.), Holz und Steine lehren dich …. Die Restaurierung der Klosterkirche Marienstatt, Worms 2011 (Denkmalpflege in Rheinland-Pfalz, Forschungsberichte Bd. 9), S. 277–288.
  218. Krone und Schleier. Kunst aus mittelalterlichen Frauenklöstern, Ausstellungskatalog Bonn und Essen, München 2005, S. 350–353, Kat.nr. 233a–d (Stephan Kemperdick).
  219. Esther Pia Wipfler, „Corpus Christi“ in Liturgie und Kunst der Zisterzienser im Mittelalter, Münster i. W. 2003 (Vita regularis, Bd. 18), S. 86-88.
  220. Reinhard Karrenbrock, Die Abteikirche in Kamp und ihre mittelalterliche Ausstattung, in: Die Zisterzienser. Das Europa der Klöster, Ausstellungskatalog Bonn, Darmstadt 2017, S. 154–167; Reinhard Karrenbrock und Marc Peez: Das spätmittelalterliche Hochaltarretabel der Zisterzienserkirche Kamp, in: Jahrbuch der rheinischen Denkmalpflege 46, 2018, S. 234–270.
  221. Swen Holger Brunsch, Das Zisterzienserkloster Heisterbach von seiner Gründung bis zum Anfang des 16. Jahrhunderts, Siegburg 1998, S. 85.
  222. Jeanine Walcher und Ulrike Fischer, Verborgene Ansichten. Neue Erkenntnisse zum „Heisterbacher Altar“, in: Zeitschrift für Kunsttechnologie und Konservierung 26, 2012, S. 54–70; Die Sprache des Materials. Die Technologie der Kölner Tafelmalerei vom „Meister der heiligen Veronika“ bis Stefan Locher, Berlin 2013, S. 314–323, Kat.nr. 27 (Jeanine Walcher).
  223. Felix Prinz, Zu Verbleib und Rekonstruktion des Heisterbacher Altars, in: Münchner Jahrbuch der bildenden Kunst, 3. Folge 66, 2015, S. 141–150.
  224. Reinhard Karrenbrock, Heilige Häupter in textiler Zier. Das spätgotische Hochaltarretabel der Zisterzienser-Klosterkirche Marienfeld und sein verlorener Reliquienschrein, in: Petra Marx (Hg.), Neue Forschungen zur Alten Kunst. Zum hundertjährigen Bestehen des LWL-Landesmuseums für Kunst und Kulturgeschichte in Münster (1908-2008) und seiner Mittelalterforschung, Münster i. W. 2010 (Westfalen, Bd. 85/86, 2007/2008), S. 263–300; vgl. auch Géza Jászai, Der ehemalige Hochaltar der Klosterkirche der Zisterzienserabtei Marienfeld. Ein neuer Rekonstruktionsversuch, in: Westfalen, Bd. 68, 1990, S. 31–47; Paul Pieper, Kunstwerk des Monats. Johann Koerbecke: Christus erscheint Maria, in: Westfalenspiegel. Illustrierte Monatszeitschrift, März 1967, S. 22–24; Jochen Luckhardt, Der Hochaltar der Zisterzienserklosterkirche Marienfeld, Münster i. W. 1987 (Bildhefte des Westfälischen Landesmuseums für Kunst und Kulturgeschichte, Bd. 25); zu sechs Tafeln vom Hochaltarretabel des Zisterzienserklosters Marienfeld vgl. Hermann Arnold (Hg.), Einblicke – Ausblicke. 100 Spitzenwerke im neuen LWL-Museum für Kunst und Kultur in Münster, Köln 2014, S. 80f. (Petra Marx und Patrick Kammann).
  225. Gerd Steinwascher, Die Zisterzienserstadthöfe in Köln, Bergisch Gladbach 1981.
  226. Zur Bedeutung ordensexterner Einflüsse: Emilia Jamroziak, Cistercians and the world. Intercession, patrons and neighbours, in: Die Zisterzienser. Das Europa der Klöster, Ausstellungskatalog Bonn, Darmstadt 2017, S. 115–121.
  227. Vgl. Wolter von dem Knesebeck, Bernhard von Clairvaux und das Bild- und Kunstverständnis bei den Zisterziensern, in: Die Zisterzienser. Das Europa der Klöster, Ausstellungskatalog Bonn, Darmstadt 2017, S. 100–113, hier S. 112.
  228. Pierre Le Vieil, L’art de la peinture sur verre et de la vitrerie, Paris 1774, Nachdr. Genf 1973, S. 27.
  229. So hat etwa Sulpiz Boisserée die Ornamentfenster der Klosterkirche Altenberg im Bergischen Land mit ihren „sogenannten damascirten Glasmalereien meist ohne alle oder nur mit sehr wenig Farbe“ 1833 als Beispiel für eine Verglasung angeführt, in der er das „Bestreben“ des Ordens nach einer „gewisse[n] Einfachheit“ umgesetzt sah (Sulpiz Boisserée [Hg.], Denkmale der Baukunst vom 7ten bis zum 13ten Jahrhundert am Nieder-Rhein, München 1833, S. 25).
  230. Cornelius Schimmel (Hg.), Westphalen’s Denkmäler deutscher Baukunst. Mit erläuterndem Text, Münster [1826], auf 3 ungezählten Tafeln insgesamt 17 Muster; Cornelius Schimmel (Hg.), Die Cistercienser-Abtei Altenberg bei Cöln. Mit historischer Erläuterung [von Carl Becker], Münster [1832], Taf. 11‒13; zu beiden Werken: Claudia Grund, Deutschsprachige Vorlagenwerke des 19. Jahrhunderts zur Neuromanik und Neugotik. Eine kritische Bibliographie auf der Grundlage der Bestände der Universitätsbibliothek Eichstätt, Wiesbaden 1997 (Kataloge der Universitätsbibliothek Eichstätt, VIII; Graphische Sammlung, 2), S. 87f., Nr. 12, und S. 96, Nr. 21; außerdem: Claudia Schumacher, in: Himmelslicht. Europäische Glasmalerei im Jahrhundert des Kölner Dombaus (1248‒1349), Ausstellungskatalog Köln 1998/99, Köln 1998, S. 326f., Nr. 88.1-2.
  231. Unpubliziert blieb eine von Gottlob Engelhard Anfang der 1840er-Jahre vorbereitete Monografie zu der Kirche in Haina und ihren Glasmalereien; hierzu: Claudia Schumacher, in: Himmelslicht. Europäische Glasmalerei im Jahrhundert des Kölner Dombaus (1248‒1349), Ausstellungskatalog Köln 1998/99, Köln 1998, S. 328‒331, Nr. 89.1-4.
  232. Henry Shaw, The Encyclopædia of Ornament, London 1842, Pl. 52; Owen Jones, The Grammar of Ornament, London 1856, Pl. LXIX; H[ans] Kolb, Glasmalereien des Mittelalters und der Renaissance, Stuttgart [1884], Taf. 21; C[arl] Schäfer und A. Roßteuscher (Hg.), Ornamentale Glasmalereien des Mittelalters und der Renaissance, Berlin 1885, Taf. 12‒14, 19.
  233. Zu nennen sind insbesondere folgende Schriften: Abbé [Jacques] Texier, Histoire de la peinture sur verre en Limousin, Paris/Limoges 1847, S. 10‒12; ders., Origine de la peinture sur verre. Système inconnu de vitraux romans, in: Annales archéologiques 10, 1850, S. 81‒89 mit Abb.; Émile Amé, Recherches sur les anciens vitraux incolorés du Département de l’Yonne, Paris 1854, S. 3‒5 mit Abb.
  234. Zur stark veränderten, gegenwärtigen Überlieferungssituation: [Françoise Gatouillat] Les vitraux du Limousin. Catalogue, in: Françoise Gatouillat und Michel Hérold, in Zusammenarbeit mit Karine Boulanger und Jean-François Luneau, Les vitraux d’Auvergne et du Limousin, Rennes 2011 (Corpus vitrearum France ‒ Série complémentaire, Recensement des vitraux anciens de la France, IX), S. 231–311, hier S. 234‒236 (Aubazine) und S. 247f. (ehem. Bonlieu); [Françoise Gatouillat] Yonne, in: Les vitraux de Bourgogne, Franche-Comté et Rhônes-Alpes, Paris 1986 (Corpus Vitrearum France ‒ Série complémentaire, Recensement des vitraux anciens de la France, III), S. 111–205, hier S. 202 (ehem. Pontigny).
  235. Abbé [Jacques] Texier, Origine de la peinture sur verre. Système inconnu de vitraux romans, in: Annales archéologiques 10, 1850, S. 87f.; Émile Amé, Recherches sur les anciens vitraux incolorés du Département de l’Yonne, Paris 1854, S. 11f.; bei Amé auch der Hinweis, dass in Clairvaux die Fenster der Kirche laut einer Schriftquelle von 1517 ganz weiß waren.
  236. Rudolph Frhr. von Stillfried (Hg.), Alterthümer und Kunstdenkmale des Erlauchten Hauses Hohenzollern, Stuttgart/Tübingen 1838, Bl. [6]; Heinrich Escher, Die Stiftung des Klosters Kappel und das Geschlecht der Freiherrn von Eschenbach, in: Mittheilungen der Antiquarischen Gesellschaft in Zürich 2, 1844, S. 1‒8, hier S. 1, Taf. [2]; H[ector] Wilh[elm] H. Mithoff, Das Kloster Wienhausen bei Celle, Hannover [1853] (Archiv für Niedersachsens Kunstgeschichte, II. Abt.), S. 5, 6, 7, Taf. IV, V, Fig. a; Heinrich Leibnitz, Die Cisterzienser-Abtei Bebenhausen im Schönbuch, in: C[arl] Heideloff, Die Kunst des Mittelalters in Schwaben. Denkmäler der Baukunst, Bildnerei und Malerei, Stuttgart 1855, S. 63‒80, hier S. 74f., Taf. XXI; Heinrich Leibnitz, Mittelalterliche Baudenkmale aus Schwaben. Die Cisterzienser-Abtei Bebenhausen im Schönbuch. Supplement zu dem Werke: Die Kunst des Mittelalters in Schwaben, Stuttgart 1858, Taf. III; Albert Camesina, Die ältesten Glasgemälde des Chorherren-Stiftes Klosterneuburg und die Bildnisse der Babenberger in der Cistercienser-Abtei Heiligenkreuz, in: Jahrbuch der kaiserl. königl. Central-Commission zur Erforschung und Erhaltung der Baudenkmale II, 1857, S. 167‒200, hier S. 190‒194, Taf. XXIII‒XXVII; ders., Glasgemälde aus dem zwölften Jahrhunderte im Kreuzgange des Cistercienser-Stiftes Heiligenkreuz im Wiener Walde, in: Jahrbuch der kaiserl. königl. Central-Commission zur Erforschung und Erhaltung der Baudenkmale III, 1859, S. 279‒284, Taf. I‒XXXII; Die ehemalige Cistercienser-Abteikirche Marienstadt (Nassau), in: Organ für christliche Kunst 10, 1860, S. 217‒219, 229‒232, hier S. 231; V[inzenz] Statz und G[eorg] Ungewitter (Hg.), Gothisches Musterbuch, Bd. 2, Leipzig 1861, Taf. 167‒170; Karl Rossel (Hg.), Die Abtei Eberbach im Rheingau, 2. Lfg., Wiesbaden 1862 (Denkmäler aus Nassau, III), S. 5‒7, Fig. 1f.; W[ilhelm] Lübke, Die Glasgemälde im Kreuzgange zu Kloster Wettingen, in: Mittheilungen der antiquarischen Gesellschaft (der Gesellschaft für vaterländische Alterthümer) in Zürich XIV, 1862, S. 113‒128, Taf. I; C[onrad] W. Hase, Das Cistercienser Kloster Loccum, in: Die mittelalterlichen Baudenkmäler Niedersachsens, Heft 10, Hannover 1864, Sp. 277‒304, hier Bl. 76‒78; R[ichard] Goerz (Hg.), Die Abteikirche zu Marienstatt bei Hachenburg, Wiesbaden 1867 (Denkmäler aus Nassau, IV), S. 4.
  237. [Marie-]Edmond Lévy, Histoire de la peinture sur verre en Europe et particulièrement en Belgique, Brüssel 1860; die Erscheinungsfolge ist vermerkt in: Edouard Frère, Manuel du bibliographie normand ou Dictionnaire bibliographique et historique, Bd. 2, Rouen 1860, S. 248; eine unvollständige Übersetzung ins Deutsche in: Organ für christliche Kunst 6, 1856, und 7, 1857.
  238. [Marie-]Edmond Lévy, Histoire de la peinture sur verre en Europe et particulièrement en Belgique, Brüssel 1860, S. 71‒76, bes. S. 75f.; vgl.: Organ für christliche Kunst 7, 1857, S. 149f.; siehe auch: Ferdinand de Lasteyrie, Histoire de la peinture sur verre d’après le monuments en France, Bd. 1, Paris 1857, S. 43f.
  239. Carl Schnaase, Geschichte der bildenden Künste im Mittelalter, Bd. 5 [3], Düsseldorf 1856, S. 698f. und 706f.; Eugène Viollet-le-Duc, Vitrail, in: ders., Dictionnaire raisonné de l’architecture française du XIe au XVIe siècle, Bd. 9, Paris 1868, S. 373‒462, hier S. 458‒462; R[obert] Dohme, Die Kirchen des Cistercienserordens in Deutschland während des Mittelalters, Leipzig 1869, S. 29f.
  240. Die Auflistung deutscher, österreichischer und schweizerischer Glasmalerei-Standorte von Carl Schäfer enthielt bereits einige in der Forschung bis dahin wenig bekannte oder neue Namen wie Amelungsborn, Doberan, Neuendorf, Neukloster, Heiligkreuztal (Carl Schäfer, Die Glasmalerei des Mittelalters und der Renaissance, Berlin 1881, S. 45–47).
  241. Heinrich Oidtmann, Die Glasmalerei, Bd. 1, Köln [1898], S. 157‒179; Heinrich Oidtmann, Die rheinischen Glasmalereien vom 12. bis zum 16. Jahrhundert, Bd. 1, Düsseldorf 1912 (Preis-Schriften der Mevissen-Stiftung, 3), bes. S. 128‒153.
  242. Dazu konnte nur jene in La Bénisson-Dieu hinzugefügt werden (Léon-Auguste Ottin, Le vitrail. Son histoire, ses manifestations à travers les âges et les peuples, Paris 1896, S. 138f.; Lucien Bégule, Les vitraux du Moyen Âge et de la Renaissance dans la région lyonnaise, Paris 1911, S. 106f., Fig. 116‒119.
  243. Ludwig Dolberg, Die Kunst der Cistercienser mit besonderer Rücksicht auf deren Werke in der Abtei Doberan, in: Studien und Mittheilungen aus dem Benedictiner- und dem Cistercienser-Orden 10, 1889, S. 398‒414, 559‒578, hier S. 571‒573; H[einrich] Oidtmann, Die Glasmalerei, Bd. 1, Köln 1898, bes. S. 160f., 161f.; Hans Lehmann, Zur Geschichte der Glasmalerei in der Schweiz, Teil I, Zürich 1906 (Mitteilungen der Antiquarischen Gesellschaft in Zürich 26, 1903‒1912), S. 155‒209, hier S. 165‒167; Hermann Rüttimann, Der Bau- und Kunstbetrieb der Cistercienser unter dem Einflusse der Ordensgesetzgebung im 12. und 13. Jahrhundert, Diss. Freiburg/Schweiz 1911, S. 45‒49; Heinrich Oidtmann, Die rheinischen Glasmalereien vom 12. bis zum 16. Jahrhundert, Bd. 1, Düsseldorf 1912 (Preis-Schriften der Mevissen-Stiftung, 3), S. 129, 134f., 144f.; Josef Saur, Der Cisterzienser-Orden und die deutsche Kunst des Mittelalters besonders in Hinsicht auf die Generalkapitelverordnungen vom 12. bis 14. Jahrhundert, Diss. Bonn, Salzburg 1913, S. 57‒61.
  244. Josef Saur, Der Cisterzienser-Orden und die deutsche Kunst des Mittelalters besonders in Hinsicht auf die Generalkapitelverordnungen vom 12. bis 14. Jahrhundert, Diss. Bonn, Salzburg 1913, S. 57f.
  245. Stephan Steffen, Neuentdeckte Reste mittelalterlicher Scheiben in Marienstatt, in: Zeitschrift für Alte und Neue Glasmalerei 1915, S. 44‒50.
  246. Franz Kieslinger, Die Glasmalerei in Österreich. Ein Abriß ihrer Geschichte, Wien 1920, S. 12‒15; Albrecht Kippenberger, Grauteppichfenster der Elisabethkirche zu Marburg und des Zisterzienserklosters Haina, in: Festschrift Richard Hamann zum 60. Geburtstage, 29. Mai 1939, Burg bei Magdeburg 1939, S. 40‒45.
  247. Wentzels viel zitierter Aufsatz mit einem entwicklungsgeschichtlichen Überblick, vor allem anhand deutscher Glasmalerei-Standorte (bis ca. 1300), bildete den Auftakt zu einer ganzen Reihe von Überblickswerken, Monografien und Studien in Buch- oder Aufsatzform, die seither erschienen sind; Hans Wentzel, Die Glasmalerei der Zisterzienser in Deutschland, in: L’architecture monastique, Actes et travaux de la rencontre franco-allemande des historiens de l’art (1951) / Die Klosterbaukunst. Arbeitsbericht der deutsch-französischen Kunsthistoriker-Tagung (1951), Mainz 1951, [o. Pag.].
  248. Eva Frodl-Kraft, Das „Flechtwerk“ der frühen Zisterzienserfenster. Versuch einer Ableitung, in: Wiener Jahrbuch für Kunstgeschichte 20 (24), 1965, S. 7–20; Jane Hayward, Glazed Cloisters and their Development in the Houses of the Cistercian Order, in: Gesta 12, 1973, S. 93‒109; Helen J. Zakin, French Cistercian Grisaille Glass, New York/London 1979.
  249. Meredith P. Lillich, Recent Scholarship Concerning Cistercian Windows, in: Francis R. Swietek und John R. Sommerfeldt (Hg.), Studiosorum Speculum. Studies in Honor of Louis J Lekai O.Cist., Kalamazoo, MI, 1993 (Cistercian Studies Series, 141), S. 233‒262; vgl. auch: dies., Monastic Stained Glass: Patronage and Style, in: Timothy G. Verdon (Hg.), Monasticism and the Arts, unter Mitarbeit von John Dally, Syracuse/New York 1984, S. 207–254, hier S. 218–222.
  250. Joanna Utzig, Geneza witrażownnictwa cysterskiego ‒ czy teologia mogła stanowić inspirację estetyczną?, in: Claritas et consonantia. Funkcje, formy i znaczenia w sztuce średniowiecza. Księga poświęcona pamięci Kingi Szczepkowskiej-Naliwajek w dziesiątą rocznicę śmierci, Toruń-Warszawa 2017, S. 131‒147 (mit englischer Zusammenfassung).
  251. Annegret Laabs, Malerei und Plastik im Zisterzienserorden. Zum Bildgebrauch zwischen sakralem Zeremoniell und Stiftermemoria 1250‒1430, Petersberg 2000 (Studien zur internationalen Architektur- und Kunstgeschichte, 3).
  252. Marcel Aubert, L’architecture cistercienne en France, Paris 1943, Bd. 1, S. 311–313.
  253. Wolfgang Bickel, Die Kunst der Cistercienser, in: Ambrosius Schneider u. a. (Hg.), Die Cistercienser. Geschichte, Geist, Kunst, Köln 1974, S. 193–340, hier S. 308–315, 340, 3. erw. Aufl. 1986, S. 291–297; Brigitte Lymant, Die Glasmalerei bei den Zisterziensern, in: Die Zisterzienser. Ordensleben zwischen Ideal und Wirklichkeit, Ausstellungskatalog Bonn 1980, S. 345‒356 (Schriften des Rheinischen Museumsamtes, 10); Jens Rüffer, Die Zisterzienser und ihre Klöster. Leben und Bauen für Gott, Darmstadt 2008, S. 78–82; Eric Ramírez-Weaver, Cistercian Stained Glass, in: Terryl N. Kinder und Roberto Cassanelli (Hg.), The Cistercian Arts. From the 12th to the 21st Century, Montréal u. a. 2014 (McGill-Queens Studies in the History of Religion, Series 2, 71), S. 207‒214.
  254. Richard Marks, Cistercian window glass in England and Wales, in: Christopher Norton und David Park (Hg.), Cistercian art and architecture in the British Isles, Cambridge u. a. 1986, S. 211‒227.
  255. Léon Pressouyre und Terryl N. Kinder (Hg.), Saint Bernard & le monde cistercien, Ausstellungskatalog Paris 1990/91, Nantes 1992, S. 254–257, 291ff., Nr. 147–154, 229ff.
  256. Daniel Parello, Neue Lösungen zur Bildprogrammatik zisterziensischer Prachtfenster im 14. Jahrhundert, in: Hartmut Scholz u. a. (Hg.), Glas. Malerei. Forschung. Internationale Studien zu Ehren von Rüdiger Becksmann, Berlin 2004, S. 165–180.
  257. Françoise Gatouillat, Vitreries de type cistercien dans l’Yonne, in: Archéologie, histoire et folklore du nord de l’Yonne, Actes du 56e Congrès de l’Association bourguignonne des sociétés savantes, Villeneuve-sur-Yonne, 31 Mai ‒ 2 Juin 1985, Villeneuve-sur-Yonne 1986, S. 59–64; vgl. hierzu: Meredith P. Lillich, Recent Scholarship Concerning Cistercian Windows, in: Francis R. Swietek und John R. Sommerfeldt (Hg.), Studiosorum Speculum. Studies in Honor of Louis J Lekai O.Cist., Kalamazoo, MI, 1993 (Cistercian Studies Series, 141), S. 238f., 239f.; zuletzt: Michael Burger, Grisaille in der Glasmalerei. Ein mehrdeutiger Begriff, in: Magdalena Bushart und Gregor Wedekind (Hg.), Die Farbe Grau, Berlin/Boston 2016 (Phoenix. Mainzer Kunstwissenschaftliche Bibliothek, 1), S. 1–14; ders., Fenestrae non historiatae. Ornamentale Glasmalerei der Hochgotik in den Regionen am Rhein (1250–1350), Berlin 2018 (Corpus Vitrearum Medii Aevi Deutschland, Studien, III), S. 52‒54; Meredith P. Lillich, French Grisaille Glass, in: Elizabeth C. Pastan und Brigitte Kurmann-Schwarz (Hg.), Investigations in Medieval Stained Glass. Materials, Methods, and Expressions, Leiden/Boston 2019 (Reading Medieval Sources, 3), S. 282–294, hier S. 283.
  258. Generell hierzu: Francesca Dell’Acqua, „Illuminando colorat“. La vetrata tra l’età tardo imperiale e l’alto Medioevo: Le fonti, l’archeologia, Spoleto 2003 (Studi e Ricerche di Archeologia e Storia dell’Arte, 4); Sylvie Balcon-Berry u. a. (Hg.), Vitrail, verre et archéologie entre le Ve et le XIIe siècle, Paris 2009 (Collection Archéologie et histoire de l’art, 31); Svea Gai, Die Entwicklung der Fensterverglasung und die Anfänge der Glasmalerei vom 8. bis zum Beginn des 13. Jahrhunderts. Ein archäologischer und kunsthistorischer Ansatz, in: Norbert Börste (Hg.), Lichtgewänder. Raum, Licht und Farbe im Hohen Dom zu Paderborn vom Mittelalter bis heute, Paderborn 2012 (Studien und Quellen zur westfälischen Geschichte, 69. Schriftenreihe des Förderkreises des Historischen Museums im Marstall von Paderborn-Schloß Neuhaus e. V., 5), S. 46–77.
  259. Catherine Brisac, Grisailles from the former Abbey Churches of Obazine and Bonlieu, in: Meredith P. Lillich (Hg.), Studies in Cistercian Art and Architecture, Bd. 1, Kalamazoo, MI, 1982 (Cistercian Studies Series, 66), S. 130–139.
  260. Hartmut Scholz, Glasmalerei der Zisterzienser am Beispiel Marienstatt, in: Die Klosterkirche Marienstatt, Worms 1999 (Denkmalpflege in Rheinland-Pfalz, Forschungsberichte, 4), S. 85–96; Ivo Rauch, Die Fenster: Zwischen zisterziensischer Askese und farbiger Pracht, in: Holz und Steine lehren Dich … Die Restaurierung der Klosterkirche Marienstatt, Worms 2011 (Denkmalpflege in Rheinland-Pfalz, Forschungsberichte, 9), S. 239‒246.
  261. Monika Böning, Das Kloster Sonnenkamp und seine mittelalterlichen Glasmalereien, in: Peter Moraw u. a. (Hg.), Akkulturation und Selbstbehauptung. Studien zur Entwicklungsgeschichte der Lande zwischen Elbe/Saale und Oder im späten Mittelalter, Berlin 2001 (Berichte und Abhandlungen, Sonderband, 6), S. 37‒82.
  262. Brigitte Lymant, Die mittelalterlichen Glasmalereien der ehemaligen Zisterzienserkirche Altenberg, mit einem Beitrag von Gerd Steinwascher, Wikbold Doppelstein, Bischof von Kulm, Bergisch Gladbach 1979; Dagmar Täube, Der hl. Bernhard als leuchtendes Vorbild. Die Glasmalereien der Kreuzgänge der Klöster Altenberg und St. Apern, in: Dagmar Täube u. a. (Hg.), Rheinische Glasmalerei. Meisterwerke der Renaissance, Ausstellungskatalog Köln, Regensburg 2007 (Sigurd Greven-Studien, 7), Bd. 2, S. 11‒157, hier S. 11‒20, 23‒139; Uwe Gast u. a., Der Altenberger Dom, Regensburg 2008 (Meisterwerke der Glasmalerei, 2).
  263. Edgar Lehmann, Die Grisaille-Glasmalereien aus Schulpforta, in: Österreichische Zeitschrift für Kunst und Denkmalpflege 40, 1985, S. 135–142; Markus L. Mock, Zur Chorverglasung der ehemaligen Zisterzienserklosterkirche Schulpforte, in: Ute Bednarz u. a. (Hg.), Im Rahmen bleiben. Glasmalerei in der Architektur des 13. Jahrhunderts, Berlin 2017, S. 124‒134.
  264. Christa Richter, Die Grisaillemalerei im Doberaner Münster und ihre Stifterin, in: Marina Flügge u. a. (Hg.), Neue Forschungen zur mittelalterlichen Glasmalerei in der Deutschen Demokratischen Republik, Berlin 1989, S. 52‒62; dies., The Cistercian Stained Glass of Doberan, in: Meredith P. Lillich (Hg.), Studies in Cistercian Art and Architecture, Bd. 4, Kalamazoo, MI, 1993 (Cistercian Studies Series, 134), S. 280‒316; Uwe Gast, Die Glasmalereien des Doberaner Münsters ‒ Zu Geschichte, Rekonstruktion und Datierung des hochgotischen Scheibenbestandes, in: Gerhard Weilandt und Kaja von Cossart (Hg.), Die Ausstattung des Doberaner Münsters. Kunst im Kontext, Petersberg 2018 (Edition Mare Balticum, 2), S. 153‒167.
  265. Elisabeth Oberhaidacher-Herzig, Die Bildfenster im Brunnenhaus von Stift Heiligenkreuz und die Memoria der Babenberger Fundatoren, in: Österreichische Zeitschrift für Kunst und Denkmalpflege 66, 2012, S. 291‒299; dies., Die mittelalterlichen Glasgemälde von Stift Heiligenkreuz, in: Sancta Crux. Zeitschrift des Stiftes Heiligenkreuz 75, 2014, S. 104‒131; Peter Kurmann und Brigitte Kurmann-Schwarz, Architektur und Glasmalerei um 1300. Die Wende zur Moderne im Langhaus der Zisterzienserkirche in Kappel, in: Andrea von Hülsen-Esch und Dagmar Täube (Hg.), „Luft unter die Flügel …“. Beiträge zur mittelalterlichen Kunst. Festschrift für Hiltrud Westermann-Angerhausen, Hildesheim u. a. 2010, S. 136–152.
  266. Yvette vanden Bemden und Jill Kerr, The Glass of Herkenrode Abbey, with a contribution from Carmelia Opsomer, in: Archaeologia 108, 1986, S. 189‒226; Yvette vanden Bemden, The 16th-century stained glass from the former Abbey of Herkenrode in Lichfield Cathedral, in: Journal of Stained Glass 32, 2008, S. 49‒90; zuletzt: Isabelle Lecocq und Yvette vanden Bemden, „Oser l’ombre“. La lumière et l’ombre dans les vitraux de l’ancienne église abbatiale de Herkenrode, in: Katharina Georgi u. a. (Hg.), Licht(t)räume. Festschrift für Brigitte Kurmann-Schwarz zum 65. Geburtstag, Petersberg 2016, S. 135‒144.
  267. Joan Vila-Grau, Cistercian Stained Glass Windows at Santes Creus, in: Meredith P. Lillich (Hg.), Studies in Cistercian Art and Architecture, Bd. 4, Kalamazoo, MI, 1993 (Cistercian Studies Series, 134), S. 154–160; Eva Frodl-Kraft, Einige Randglossen zu den Ornamentfenstern der Zisterzienserkirche Santes Creus in Katalonien, in: Miscel-lània en homenatge a Joan Ainaud de Lasarte, Barcelona 1998 (Biblioteca Abat Oliba, Sèrie Il-lustrada, 14), Bd. 1, S. 259–271.
  268. Die Produktion von Glas im Umfeld von Klöstern ist verschiedentlich archäologisch nachgewiesen worden oder kann anhand archivalischer Quellen (Flurnamen) vermutet werden, so etwa für Tennenbach (1218), Dobrilugk (1234), Doberan (1268, 1273), Vale Royal (1284) oder Pilis bei Budapest, wo Grabungsfunde auf eine Werkstatt zur Glasherstellung hindeuten (freundlicher Hinweis von Laszlo Fenenczi, Budapest); zu Tennenbach: Bertram Jenisch, Glashütten. Standorte, Öfen, Herstellungstechniken, in: GlasKlar. Archäologie eines kostbaren Werkstoffes in Südwestdeutschland, Ausstellungskatalog Konstanz, Friedberg 2015, S. 74; zu Dobrilugk: Wilfried Theile, Klasdorf. Zur Geschichte der Glashüttenwerke bei Baruth, in: Brandenburgische Denkmalpflege 2, 1993, Heft 1, S. 103‒107, hier S. 103; zu Doberan: Ulrich Graf von Oehnhausen, Glashütten in Mecklenburg, in: Jahrbücher des Vereins für mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde 70, 1905, S. 267‒312, hier S. 267f.; zu Vale Royal: Richard Marks, Cistercian window glass in England and Wales, in: Christopher Norton und David Park (Hg.), Cistercian art and architecture in the British Isles, Cambridge u. a. 1986, S. 217. ‒ Aber auch Schriften zur Glasherstellung und -verarbeitung sind in Klöstern nachgewiesen. So gab es im Kloster Altzella offenbar gleich zwei Exemplare der „Schedula diversarum artium“ (Dresden, SLUB, Mscr.Dresd.J.43, um 1200; Leipzig, UB, Ms 1157, 14. Jh.); hierzu: Max Manitius, Die Dresdner Handschrift des Theophilus, in: Mitteilungen des Instituts für österreichische Geschichtsforschung 26, 1905, S. 627‒633. ‒ Schließlich wurde in den Klöstern von Konversen auch Glasmalerei selbst ausgeübt, wofür es einige wenige Anhaltspunkte gibt. In Hude ist bereits in der ersten Hälfte des 13. Jh. ein „conversus vitrearium“ belegt; Matthias Untermann, Forma Ordinis. Die mittelalterliche Baukunst der Zisterzienser, München/Berlin 2001 (Kunstwissenschaftliche Studien, 89), S. 224, Anm. 124. Auch später noch scheint es dort auf Glasmalerei spezialisierte Fachkräfte gegeben zu haben, sodass ein Zisterzienser aus der Diözese Utrecht an den Abt von Hude um 1300 eine Frage zur Verwendung bestimmter Glasmalfarben richten konnte; Elena Kosina, Die mittelalterlichen Glasmalereien in Niedersachsen (ohne Lüneburg und die Heideklöster), unter Verwendung von Vorarbeiten von Ulf-Dietrich Korn, Berlin 2017 (Corpus Vitrearum Medii Aevi Deutschland, VII,1), S. 298 und S. 469, Regest Nr. 20. In Haina wurde um 1250/1260 das große Ostfenster der Klosterkirche von dem Laienbruder Lupuldus ausgeführt, der es entsprechend signierte („LVPVLDVS FRATER“); Daniel Parello, Die mittelalterlichen Glasmalereien in Marburg und Nordhessen, unter Verwendung von Vorarbeiten von Daniel Hess, Berlin 2008 (Corpus Vitrearum Medii Aevi Deutschland, III,3), S. 152‒154, 165. Ebenfalls noch im 13. Jh. führte ein Konverse des Klosters Pipewell Fenster für das königliche Schloss in Rockingham aus (1278); Richard Marks, Cistercian window glass in England and Wales, in: Christopher Norton und David Park (Hg.), Cistercian art and architecture in the British Isles, Cambridge u. a. 1986, S. 217. Für Marienrode gibt es die Nachricht, dass einige Fenster der im 15. Jh. erbauten Kirche von Angehörigen des Klosters geschaffen worden seien: Matthias Untermann, Forma Ordinis. Die mittelalterliche Baukunst der Zisterzienser, München/Berlin 2001 (Kunstwissenschaftliche Studien, 89), S. 201, 224, 225. In diesem Zusammenhang ist auch ein Gebäude („domum adiacentem, quam pictores et vitrorum artifices frequentius inhabitare consueverunt“) in Salem zu erwähnen, das bereits für die erste Hälfte des 14. Jh. bezeugt ist; Tractatus super statu monasterii Salem, Karlsruhe, Generallandesarchiv, Hs. 435 saec. xvi in, um 1337‒1340, https://www.geschichtsquellen.de/repOpus_04447.html, abgerufen am 19.09.2019, zitiert nach Franz Joseph Mone (Hg.), Quellensammlung der badischen Landesgeschichte, Bd. 3, Karlsruhe 1863, S. 31. Damit war aber wohl ein Haus gemeint, das während der Ausführung von Verglasungsarbeiten von auswärtigen Glasmalern bewohnt und wohl als Werkstatt benutzt werden konnte; Rüdiger Becksmann, Die mittelalterlichen Glasmalereien in Baden und der Pfalz (ohne Freiburg i. Br.), Berlin 1979 (Corpus Vitrearum Medii Aevi Deutschland, II,1), S. LI, 217. Neben der Option der Einrichtung temporärer Werkstätten wurde/n Glas/Glasgemälde aber auch von auswärtigen Glasern und Glasmalern geliefert, wie es bereits 1189 für Poblet belegt ist (s. u.) und im Übrigen vermutlich auch die Regel war (s. die unten genannten Bespiele zu Vallbona, Zwettl, Rein oder Val-Saint-Lambert).
  269. Die Frage erlaubt keine pauschale Antwort; Michael Burger, Fenestrae non historiatae. Ornamentale Glasmalerei der Hochgotik in den Regionen am Rhein (1250–1350), Berlin 2018 (Corpus Vitrearum Medii Aevi Deutschland, Studien, III), S. 231f.; Meredith P. Lillich, French Grisaille Glass, in: Elizabeth C. Pastan und Brigitte Kurmann-Schwarz (Hg.), Investigations in Medieval Stained Glass. Materials, Methods, and Expressions, Leiden/Boston 2019 (Reading Medieval Sources, 3), S. 282.
  270. Die Statuten sind erstmals in der gegen 1147 entstandenen Handschrift Ms. 31 der Universitätsbibliothek in Ljubljana fassbar: Chrysogonus Waddell (Hg.), Narrative and Legislative Texts from Early Cîteaux. Latin text in dual edition with English translation and notes, Brecht 1999 (Cîteaux. Commentarii cistercienses, Studia et Documenta, 9), S. 50‒53; zu den Statuten X und XX: ebd., S. 329, 333, 460, 464; die deutsche Übersetzung der Quellentexte nach: Hildegard Brem und Alberich M. Altermatt (Hg.), Einmütig in der Liebe. Die frühesten Quellentexte von Cîteaux ‒ Antiquissimi Textus Cistercienses lateinisch-deutsch, Turnhout u. a. 1998 (Quellen und Texte zur Zisterzienserliteratur, 1).
  271. „Vitree albe fiant, et sine crucibus et picturis“; Chrysogonus Waddell (Hg.), Twelfth-Century Statutes from the Cistercian General Chapter. Latin Text with English Notes and Commentary, Brecht 2002 (Cîteaux. Commentarii cistercienses, Studia et Documenta, 12), S. 71; Chrysogonus Waddell (Hg.), Narrative and Legislative Texts from Early Cîteaux. Latin text in dual edition with English translation and notes, Brecht 1999 (Cîteaux. Commentarii cistercienses, Studia et Documenta, 9), S. 362, 490f. (Statut LXXXII); zur Datierung des Statuts nach der Handschrift in Trient, Stadtbibliothek, Ms 1711, ebenda, S. 92f., 510f.
  272. Farblose Fensterverschlüsse waren allerdings bei den Zisterziensern schon einige Jahre zuvor üblich, wie aus einer Vereinbarung zwischen dem Abt des Augustinerpriorats in Kirkham, das sich um 1140 mehrheitlich dem Zisterzienserorden anschloss, und den abwandernden Augustinern hervorgeht, denen man neben liturgischen Gefäßen und Büchern auch „fenestras vitreas coloratas (sic!)“ mitnehmen durften, „pro quibus illis albas faciemus“; zu diesem zwischen 1139 und 1143 zu datierenden Dokument im Kopiar aus Rievaulx: Richard Marks, Cistercian window glass in England and Wales, in: Christopher Norton und David Park (Hg.), Cistercian art and architecture in the British Isles, Cambridge u. a. 1986, S. 212f.
  273. „Vitree diversorum colorum ante prohibitionem facte infra triennium amoveantur“; Chrysogonus Waddell (Hg.), Twelfth-Century Statutes from the Cistercian General Chapter. Latin Text with English Notes and Commentary, Brecht 2002 (Cîteaux. Commentarii cistercienses, Studia et Documenta, 12), S. 71.
  274. „Vitreae depictae infra terminum duorum annorum emendentur; alioquin ex tunc abbas et prior et cellerarius omni sexta feria ieiunent in pane et aqua, donec sint emendate“; Chrysogonus Waddell (Hg.), Twelfth-Century Statutes from the Cistercian General Chapter. Latin Text with English Notes and Commentary, Brecht 2002 (Cîteaux. Commentarii cistercienses, Studia et Documenta, 12), S. 101; Conrad Rudolph, The ‚Principal Founders‘ and the Early Artistic Legislation of Cîteaux, in: Meredith P. Lillich (Hg.), Studies in Cistercian Art and Architecture, Bd. 3, Kalamazoo, MI, 1987 (Cistercian Studies Series, 89), S. 1–45; in diesem Sinne auch: Tobias Frese, Die Bildkritik des Bernhard von Clairvaux. Die Apologia im monastischen Diskurs, Bamberg 2006, S. 95–103; Christopher Norton bringt den späten Erlass hingegen mit der Fertigstellung der ersten zisterziensischen Großbauten um diese Zeit in Verbindung, zuvor hätte sich dieses Problem nicht gestellt: Christopher Norton, Varietates Pavimentorum. Contribution à l’étude de l’art cistercien en France, in: Cahiers archéologiques 31, 1983, S. 76; in jüngster Zeit stellte Diane J. Reilly den Einfluss Bernhards auf das Bilderverbot infrage: Diane J. Reilly, Bernard of Clairvaux and Christian Art, in: Brian Patrick McGuire (Hg.), A Companion to Bernhard of Clairvaux, Leiden u. a. 2011 (Brill’s Companion to the Christian Tradition, 25), S. 279–304.
  275. 1202, Distinctio I, Kap. 5: „DE VITREIS. Vitree albae fiant, et sine crucibus et picturis. Depicte autem infra terminum duorum annorum emendentur. Alioquin ex tunc abbas et prior et cellerarius omni sexta feria sint in pane et aqua donec sint emendate. Excipiuntur tamen ille abbatie que fuerint alterius ordinis“; Bernard Lucet, La codification cistercienne de 1202 et son évolution ultérieure, Rom 1964 (Bibliotheca Cisterciensis, 2), S. 29.
  276. Bernard Lucet, Les codifications cisterciennes de 1237 et de 1257, Paris 1977, S. 76, 206, 208; unklar bleibt der Titel zur Distinctio I, Kap. 3: „De vitreis et curiositatibus“ in der Statutensammlung von 1237, worauf auch Jens Rüffer, Die ‚Bildpolitik‘ der Zisterzienser. Widersprüche und Missverständnisse, in: Georg Mölich u. a. (Hg.), Die Zisterzienser im Mittelalter, Köln u. a. 2017, S. 131‒148, hier S. 136, hinweist; da das nachfolgende Statut lediglich Glasmalereien behandelt, wäre zu überlegen, ob die Gattung in der Vorstellung der Verfasser in die Kategorie der „curiositates“ fiel.
  277. Vgl. Tobias Frese, Die Bildkritik des Bernhard von Clairvaux. Die Apologia im monastischen Diskurs, Bamberg 2006, S. 102.
  278. „Wenn du aber einfache Fenster gestalten willst, trage zunächst das Maß von Länge und Breite auf die Holztafel, dann zeichne Rankenwerk [lateinisch ‚nodos‘, was besser mit ‚Verschlingungen‘ zu übersetzen wäre; D. Parello] oder anderes, was du gern möchtest, …“ (Erhard Brepohl, Theophilus Presbyter und das mittelalterliche Kunsthandwerk. Gesamtausgabe der Schrift DE DIVERSIS ARTIBUS in zwei Bänden, Köln u. a. 1999, Bd. 1, S. 163: Buch 2, Kap. XXIX).
  279. Z. B. Cudot, Notre-Dame-de-l’Assomption (Abb.) und Sens, Cathédrale Saint-Étienne; dazu: Françoise Gatouillat; dazu Vitreries de type cistercien dans l’Yonne, in: Archéologie, histoire et folklore du nord de l’Yonne, Actes du 56e Congrès de l’Association bourguignonne des sociétés savantes, Villeneuve-sur-Yonne, 31 Mai ‒ 2 Juin 1985, Villeneuve-sur-Yonne 1986, S. 59–64; [dies.] Yonne, in: Les vitraux de Bourgogne, Franche-Comté et Rhônes-Alpes, Paris 1986 (Corpus Vitrearum France ‒ Série complémentaire, Recensement des vitraux anciens de la France, III), S. 138f., 186. Dies gilt auch für die gemalten Grisaillefenster, die seit dem 13. Jh. zunehmend in den sakralen Großbauten Frankreichs Verwendung fanden; Hartmut Scholz, Glasmalerei der Zisterzienser am Beispiel Marienstatt, in: Die Klosterkirche Marienstatt, Worms 1999 (Denkmalpflege in Rheinland-Pfalz, Forschungsberichte, 4), S. 91.
  280. So bereits: Hans Wentzel, Die Glasmalerei der Zisterzienser in Deutschland, in: L’architecture monastique, Actes et travaux de la rencontre franco-allemande des historiens de l’art (1951) / Die Klosterbaukunst. Arbeitsbericht der deutsch-französischen Kunsthistoriker-Tagung (1951), Mainz 1951, [o. Pag.]; zuletzt ausführlich: Hartmut Scholz, Glasmalerei der Zisterzienser am Beispiel Marienstatt, in: Die Klosterkirche Marienstatt, Worms 1999 (Denkmalpflege in Rheinland-Pfalz, Forschungsberichte, 4), S. 86, 88‒90.
  281. Vgl. hierzu die kritischen Einwände von: Michael Burger, Fenestrae non historiatae. Ornamentale Glasmalerei der Hochgotik in den Regionen am Rhein (1250–1350), Berlin 2018 (Corpus Vitrearum Medii Aevi Deutschland, Studien, III), S. 76‒78.
  282. Wien, Österreichische Nationalbibliothek, Cod. Vindobonensis 507; hierzu: Franz Unterkircher (Hg.), Reiner Musterbuch. Faksimile-Ausgabe im Originalformat des Musterbuches aus Codex Vindobonensis 507 der Österreichischen Nationalbibliothek, Bd. 1‒2, Graz 1979; Robert W. Scheller, Exemplum. Model-Book Drawings and the Practice of Artistic Transmission in the Middle Ages (ca. 900 – ca. 1470), Amsterdam 1995, S. 149–154, Nr. 10.
  283. So ist die Ornamentik der Zisterzienser nach Eva Frodl Kraft Teil einer Entwicklung, die von der römischen Antike ausging und über die langobardische und karolingische Kunst wie auch die byzantinische und islamische Kunst bis in die Romanik führte (Eva Frodl-Kraft, Das „Flechtwerk“ der frühen Zisterzienserfenster. Versuch einer Ableitung, in: Wiener Jahrbuch für Kunstgeschichte 20 [24], 1965, S. 7–20; dies., Einige Randglossen zu den Ornamentfenstern der Zisterzienserkirche Santes Creus in Katalonien, in: Miscel-lània en homenatge a Joan Ainaud de Lasarte, Bd. 1, Barcelona 1998 [Biblioteca Abat Oliba, Sèrie Il-lustrada, 14], S. 269). Helen J. Zakin betonte demgegenüber die westeuropäische Herkunft der Ornamentik (Helen J. Zakin, French Cistercian Grisaille Glass, New York/London 1979, S. 85‒116).
  284. Für einen Überblick über die französischen Bestände s. Helen J. Zakin, French Cistercian Grisaille Glass, New York/London 1979.
  285. Von ehemals acht Feldern, die Jacques Texier 1843 noch im Achsenfenster hinter dem Hauptaltar vorgefunden hatte, existiert heute nur noch eine Einzelscheibe im Depot der Monuments Historiques in Champs-sur-Marne; siehe: Abbé [Jacques] Texier, Origines de la peinture sur verre. Système inconnu de vitraux romans, in: Annales archéologiques 10, 1850, S. 82f.; Helen J. Zakin, French Cistercian Grisaille Glass, New York/London 1979, S. 44–52; Catherine Brisac, Grisailles from the former Abbey Churches of Obazine and Bonlieu, in: Meredith P. Lillich (Hg.), Studies in Cistercian Art and Architecture, Bd. 1, Kalamazoo, MI, 1982 (Cistercian Studies Series, 66), S. 130‒139; [Françoise Gatouillat] Les vitraux du Limousin. Catalogue, in: Françoise Gatouillat und Michel Hérold, in Zusammenarbeit mit Karine Boulanger und Jean-François Luneau, Les vitraux d’Auvergne et du Limousin, Rennes 2011 (Corpus vitrearum France ‒ Série complémentaire, Recensement des vitraux anciens de la France, IX), S. 247f.
  286. Helen J. Zakin, French Cistercian Grisaille Glass, New York/London 1979, S. 13–23; Catherine Brisac, Grisailles from the former Abbey Churches of Obazine and Bonlieu, in: Meredith P. Lillich (Hg.), Studies in Cistercian Art and Architecture, Bd. 1, Kalamazoo, MI, 1982 (Cistercian Studies Series, 66), S. 130‒139; [Françoise Gatouillat] Les vitraux du Limousin. Catalogue, in: Françoise Gatouillat und Michel Hérold, in Zusammenarbeit mit Karine Boulanger und Jean-François Luneau, Les vitraux d’Auvergne et du Limousin, Rennes 2011 (Corpus vitrearum France ‒ Série complémentaire, Recensement des vitraux anciens de la France, IX), S. 234‒236.
  287. Helen J. Zakin, French Cistercian Grisaille Glass, New York/London 1979, S. 24–32; [Véronique Chaussé] Rhône-Alpes, in: Les vitraux de Bourgogne, Franche-Comté et Rhônes-Alpes, Paris 1986 (Corpus Vitrearum France ‒ Série complémentaire, Recensement des vitraux anciens de la France, III), S. 233–313, hier S. 279–281.
  288. 1943 wurde der Großteil der Verglasung von Pontigny zerstört; vier Felder werden heute im Depot der Monuments Historiques in Champs-sur-Marne aufbewahrt; siehe: Helen J. Zakin, French Cistercian Grisaille Glass, New York/London 1979, S. 32–43; Yonne, in: Les vitraux de Bourgogne, Franche-Comté et Rhônes-Alpes, Paris 1986 (Corpus Vitrearum France ‒ Série complémentaire, Recensement des vitraux anciens de la France, III), S. 202 [Françoise Gatouillat]. – Von der Verglasung einer zweiten Primarabtei, der Zisterze Clairvaux, existiert immerhin die schriftliche Überlieferung anlässlich eines Besuchs Philippas von Geldern im Jahr 1517: „... et sont les verrières de voir blanc seullement“; siehe: Un grand monastère au XVIe siècle, in: Annales archéologiques 3, 1845, S. 226; Helen J. Zakin, French Cistercian Grisaille Glass, New York/London 1979, S. 76.
  289. Eugène Viollet-le-Duc überlieferte für die Zisterze von Beaulieu eine verlorene Blankverglasung mit Maschendrahtmuster: Eugène Viollet-le-Duc, Vitrail, in: ders., Dictionnaire raisonné de l’architecture française du XIe au XVIe siècle, Bd. 9, Paris 1868, S. 460f., Fig. 49; s. hierzu auch: Helen J. Zakin, French Cistercian Grisaille Glass, New York/London 1979, S. 61–68.
  290. Zum Begriff „Grisaille“: Michael Burger, Grisaille in der Glasmalerei. Ein mehrdeutiger Begriff, in: Magdalena Bushart und Gregor Wedekind (Hg.), Die Farbe Grau, Berlin/Boston 2016 (Phoenix. Mainzer Kunstwissenschaftliche Bibliothek, 1), S. 1–14; zu den Grisailleverglasungen in Frankreich vgl. wiederum: Eugène Viollet-le-Duc, Vitrail, in: ders., Dictionnaire raisonné de l’architecture française du XIe au XVIe siècle, Bd. 9, Paris 1868, S. 448–462.
  291. Eine Zuordnung der teils in Privatbesitz, teils im Abteimuseum aufbewahrten Fragmente zu dem zwischen 1150 und 1230 errichteten Bau ist nicht möglich; überdies wird im Musée du Berry in Bourges das Fragment einer farbigen Bleiverglasung (mit Architekturdarstellung?) aufbewahrt; siehe: Helen J. Zakin, French Cistercian Grisaille Glass, New York/London 1979, S. 52–61; [Anne Granboulan] Cher, in: Les vitraux du centre et des pays de la Loire, Paris 1981 (Corpus Vitrearum France ‒ Série complémentaire, Recensement des vitraux anciens de la France, II), S. 197 (erwähnt lediglich die Fragmente aus der Sammlung Plat-Delorme).
  292. Les vitraux de Fontfroide, Narbonne 1982, S. 18.
  293. Meredith P. Lillich, Recent Scholarship Concerning Cistercian Windows, in: Francis R. Swietek und John R. Sommerfeldt (Hg.), Studiosorum Speculum. Studies in Honor of Louis J Lekai O. Cist., Kalamazoo, MI, 1993 (Cistercian Studies Series, 141), S. 241, 251, Anm. 30, Pl. VI.
  294. Hartmut Scholz, Ornamentverglasungen der Hochgotik, in: Himmelslicht. Europäische Glasmalerei im Jahrhundert des Kölner Dombaus (1248‒1349), Ausstellungskatalog Köln 1998/99, Köln 1998, S. 52–54.
  295. Helen J. Zakin, French Cistercian Grisaille Glass, New York/London 1979, S. 68–75; dies., Cistercian Glass at La Chalade (Meuse), in: Meredith P. Lillich (Hg.), Studies in Cistercian Art and Architecture, Bd. 1, Kalamazoo, MI, 1982 (Cistercian Studies Series, 66), S. 140‒151. Zwei weitere Felder befinden sich im Musée de Cluny – Musée national du Moyen Âge, Paris, und im Glencairn Museum, Bryn Athyn, PA. Siehe: [Michel Hérold] Lorraine, in: Michel Hérold und Françoise Gatouillat, Les vitraux de Lorraine et d’Alsace, Paris 1994 (Corpus Vitrearum France ‒ Série complémentaire, Recensement des vitraux anciens de la France, V), S. 83f.
  296. Daniel Hess, Die mittelalterlichen Glasmalereien in Frankfurt und im Rhein-Main-Gebiet, Berlin 1999 (Corpus Vitrearum Medii Aevi Deutschland, III,2), S. 78–89; vgl. hierzu auch die Buchbesprechung von Uwe Gast, in: Zeitschrift für Kunstgeschichte 64, 2001, S. 564f.; zuletzt: Michael Burger, Fenestrae non historiatae. Ornamentale Glasmalerei der Hochgotik in den Regionen am Rhein (1250–1350), Berlin 2018 (Corpus Vitrearum Medii Aevi Deutschland, Studien, III), S. 100.
  297. Karl Rossel (Hg.), Die Abtei Eberbach im Rheingau, 2. Lfg.: Die Kirche, Wiesbaden 1862 (Denkmäler aus Nassau, III), S. 7; vgl.: Uwe Gast, in: Zeitschrift für Kunstgeschichte 64, 2001, S. 565.
  298. Hartmut Scholz, Glasmalerei der Zisterzienser am Beispiel Marienstatt, in: Die Klosterkirche Marienstatt, Worms 1999 (Denkmalpflege in Rheinland-Pfalz, Forschungsberichte, 4), S. 85–96; Ivo Rauch, Die Fenster: Zwischen zisterziensischer Askese und farbiger Pracht, in: Holz und Steine lehren Dich … Die Restaurierung der Klosterkirche Marienstatt, Worms 2011 (Denkmalpflege in Rheinland-Pfalz, Forschungsberichte, 9), S. 239‒246; zur Baugeschichte: Hans-Hermann Reck, Neue Ergebnisse der bauhistorischen Untersuchungen, ebd., S. 39–151. Die Reste des ehemals knapp 5 m hohen Chorfensters werden in der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz, Landesdenkmalpflege, Mainz, aufbewahrt. Die Flechtbandverglasung der Nordquerhaus-Kapelle wurde im 19. Jh. nach Befund vollständig neu geschaffen; vgl. hierzu die bildliche Überlieferung bei: Carl Schäfer und August Rossteuscher, Ornamentale Glasmalereien des Mittelalters und der Renaissance, Berlin 1885, Taf. 23 und Taf. 30.
  299. Helen J. Zakin, French Cistercian Grisaille Glass, New York/London 1979, S. 174f.; zuletzt: Michael Burger, Fenestrae non historiatae. Ornamentale Glasmalerei der Hochgotik in den Regionen am Rhein (1250–1350), Berlin 2018 (Corpus Vitrearum Medii Aevi Deutschland, Studien, III), S. 229, Abb. 423.
  300. Uwe Gast, unter Mitwirkung von Markus Leo Mock, Die mittelalterlichen Glasmalereien in Unter- und Oberfranken (Corpus Vitrearum Medii Aevi Deutschland, IX), in Vorbereitung.
  301. Daniel Parello, Die mittelalterlichen Glasmalereien in Marburg und Nordhessen, unter Verwendung von Vorarbeiten von Daniel Hess, Berlin 2008 (Corpus Vitrearum Medii Aevi Deutschland, III,3), S. 137–198; Michael Burger, Fenestrae non historiatae. Ornamentale Glasmalerei der Hochgotik in den Regionen entlang des Rheins (1250–1350), Berlin 2018 (Corpus Vitrearum Medii Aevi Deutschland, Studien, III), S. 101–106.
  302. Albrecht Kippenberger, Grauteppichfenster der Elisabethkirche zu Marburg und des Zisterzienserklosters Haina, in: Festschrift Richard Hamann zum 60. Geburtstage, 29. Mai 1939, Burg b. Magdeburg 1939, S. 40‒45; Daniel Parello, Die mittelalterlichen Glasmalereien in Marburg und Nordhessen, unter Verwendung von Vorarbeiten von Daniel Hess, Berlin 2008 (Corpus Vitrearum Medii Aevi Deutschland, III,3), Abb. 71–75 (Haina) und Abb. 346, 348–351 (Marburg).
  303. Zur Einordnung des Chores der Klosterkirche Pforta: Marc C. Schurr, Gotische Architektur im mittleren Europa 1220–1340. Von Metz bis Wien, mit Zeichnungen von Katarina Papajanni, München/Berlin 2007 (Kunstwissenschaftliche Studien, 137), S. 130‒135; zu den Glasmalereiresten: Edgar Lehmann, Die Grisaille-Glasmalereien aus Schulpforta, in: Österreichische Zeitschrift für Kunst und Denkmalpflege 40, 1985, S. 135–142; Hartmut Scholz, in: Himmelslicht. Europäische Glasmalerei im Jahrhundert des Kölner Dombaus (1248‒1349), Ausstellungskatalog Köln 1998/99, Köln 1998, S. 158–161, Nr. 18; Guido Siebert, Mythische Fauna, irdische Flora und das Bedürfnis nach Modernität im Mittelalter ‒ Die Glasmalerei der Klosterkirche Schulpforte im Kontext der zisterziensischen Bildkünste, in: Macht. Glanz. Glaube. Auf dem Weg zum Welterbe ‒ eine Zeitreise in die hochmittelalterliche Herrschaft um Naumburg, Wettin-Löbejün, OT Dößel 2013, S. 251‒257; Markus L. Mock, Zur Chorverglasung der ehemaligen Zisterzienserklosterkirche Schulpforte, in: Ute Bednarz u. a. (Hg.), Im Rahmen bleiben. Glasmalerei in der Architektur des 13. Jahrhunderts, Berlin 2017, S. 124‒134.
  304. Brigitte Lymant, Die mittelalterlichen Glasmalereien der ehemaligen Zisterzienserkirche Altenberg, Bergisch Gladbach 1979; Hartmut Scholz, Die ornamentale Grisailleverglasung in Chor, Quer- und Langhaus, in: Uwe Gast u. a., Der Altenberger Dom, Regensburg 2008 (Meisterwerke der Glasmalerei, 2), S. 13–49; Michael Burger, Fenestrae non historiatae. Ornamentale Glasmalerei der Hochgotik in den Regionen entlang des Rheins (1250–1350), Berlin 2018 (Corpus Vitrearum Medii Aevi Deutschland, Studien, III), S. 85–99.
  305. Michael Burger, Fenestrae non historiatae. Ornamentale Glasmalerei der Hochgotik in den Regionen am Rhein (1250–1350), Berlin 2018 (Corpus Vitrearum Medii Aevi Deutschland, Studien, III), S. 90f.
  306. Hartmut Scholz, Die ornamentale Grisailleverglasung in Chor, Quer- und Langhaus, in: Uwe Gast u. a., Der Altenberger Dom, Regensburg 2008 (Meisterwerke der Glasmalerei, 2), S. 30.
  307. Zur Datierung: Daniel Parello, Die Glasmalereien der Zisterzienserabteikirchen von Haina und Altenberg. Konzeption, Entwicklung und baugeschichtliche Relevanz, in: 1259 – Altenberg und die Baukultur im 13. Jahrhundert, Regensburg 2010, S. 369f.
  308. Daniel Parello, Die mittelalterlichen Glasmalereien in Marburg und Nordhessen, unter Verwendung von Vorarbeiten von Daniel Hess, Berlin 2008 (Corpus Vitrearum Medii Aevi Deutschland, III,3), S. 478–481, bes. S. 481; Josef Mense, Die Klosterkirche Nordshausen. Von den Anfängen des Zisterzienserinnen-Klosters bis zur heutigen ev. Pfarrgemeinde, Kassel 2017, S. 94–97.
  309. Carl Schäfer und August Rossteuscher, Ornamentale Glasmalereien des Mittelalters und der Renaissance, Berlin 1885, Taf. 43.
  310. Elena Kosina, Die mittelalterlichen Glasmalereien in Niedersachsen (ohne Lüneburg und die Heideklöster), unter Verwendung von Vorarbeiten von Ulf-Dietrich Korn, Berlin 2017 (Corpus Vitrearum Medii Aevi Deutschland, VII,1), S. 299 (Hude), S. 300f. (Ihlow) und S. 457 (Börstel); Erhard Drachenberg und Wolfgang Müller, Mittelalterliche Glasmalerei aus dem ehemaligen Zisterzienserkloster Chorin. Auswertung von Grabungsfunden, Chorin 1994 (Choriner Hefte, 3); Markus L. Mock und Martina Voigt, in: Ute Bednarz u. a., Die mittelalterlichen Glasmalereien in Berlin und Brandenburg, Berlin 2010 (Corpus Vitrearum Medii Aevi Deutschland, XXII), Bd. 1, S. 377–382.
  311. Hilde Wouters u. a., Archaeological window glass from Cistercian Abbeys: Developing a new method from a selection of relevant excavations throughout Europe, in: Journal of Cultural Heritage 9, 2008, S. e101–e106.
  312. M. De Smet, Gebrandschilderd glas, gevonden op het site van de Boudelo-abdij te Klein-Sinaai (Stekene), in: VOBOV-info 22/23, 1986, S. 19–30; A[lfons] De Belie und M. De Smet, Gebrandschilderd glas van de Boudelo-abdij te Klein-Sinaai Stekene (O.-Fl.), in: Archaeologia Mediaevalis 12, 1989, S. 14f.
  313. Richard Marks, Cistercian window glass in England and Wales, in: Christopher Norton und David Park (Hg.), Cistercian art and architecture in the British Isles, Cambridge u. a. 1986, S. 211–227.
  314. Richard Marks, Cistercian window glass in England and Wales, in: Christopher Norton und David Park (Hg.), Cistercian art and architecture in the British Isles, Cambridge u. a. 1986, S. 214.
  315. Zoe Harrigan, York Minster: The Twelfth-Century Grisaille Glass and Some Near-Contemporary Parallels, in: Vidimus Nr. 91, Mai 2015 (https://vidimus.org/issues/issue-91/feature/, zuletzt abgerufen am 07.06.2019).
  316. Penny Hebgin-Barnes, The Medieval Stained Glass of Lancashire, Oxford 2009 (Corpus Vitrearum Medii Aevi Great Britain, Summary Catalogue, 8), S. 131f.
  317. Zu nennen sind folgende Grabungsfunde: Furness Abbey (Penny Hebgin-Barnes, The Medieval Stained Glass of Lancashire, Oxford 2009 [Corpus Vitrearum Medii Aevi Great Britain, Summary Catalogue, 8], S. 118f.); Bordesley Abbey (Richard Marks, Cistercian window glass in England and Wales, in: Christopher Norton und David Park [Hg.], Cistercian art and architecture in the British Isles, Cambridge u. a. 1986, S. 215); Rievaulx Abbey (New Discoveries at Rievaulx Abbey, in: Vidimus Nr. 49, März 2011 zuletzt abgerufen am 07.06.2019). Zu Lincoln und Salisbury: Richard Marks, Stained Glass in England During the Middle Ages, London 1993, S. 124‒136.
  318. Hilde Wouters u. a., Archaeological Window Glass from Cistercian Abbeys. Developing a New Method from a Selection of Relevant Excavations throughout Europe, in: Journal of Cultural Heritage 9, 2008, S. e104; zur Rekonstruktion von Kirche und Kloster: Paul Nawrocki, Der frühe dänische Backsteinbau. Ein Beitrag zur Architekturgeschichte der Waldemarzeit, Berlin 2010 (Studien zur Backsteinarchitektur, 9), S. 162–166.
  319. Die Glasfunde werden im Herrenhof des Schlosses und im Nationalmuseum in Kopenhagen aufbewahrt (Aage Roussell, Die Glasmalereien des Mittelalters in Dänemark, in: Aron Andersson u. a., Die Glasmalereien des Mittelalters in Skandinavien, Stockholm 1964, S. 301; Léon Pressouyre und Terryl N. Kinder [Hg.], Saint Bernard & le monde cistercien, Ausstellungskatalog Paris 1990/91, Nantes 1992, S. 257, Nr. 154).
  320. Hilde Wouters u. a., Archaeological window glass from Cistercian Abbeys: Developing a new method from a selection of relevant excavations throughout Europe, in: Journal of Cultural Heritage 9, 2008, S. e103.
  321. Sigrid M. Christie, Mittelalterliche Glasmalereien in Norwegen, in: Aron Andersson u. a., Die Glasmalereien des Mittelalters in Skandinavien, Stockholm 1964, S. 307–309.
  322. Für wertvolle Hinweise zu den polnischen Beständen sei Joanna Utzig, Jagiellonen-Universität, Krakau, herzlich gedankt.
  323. Jerzy Olczak, Szkło okienne z badań archeologicznych w Łeknie, in: Studia i materiały do dziejów Pałuk 2, 1995, S. 269‒310. ‒ Weitere Grabungsfunde gibt es für das Kloster Bierzwnik (Marienwalde) in Westpommern (Neumark) sowie die Klöster Wąchock (Wachock) und Jemielnica (Himmelwitz) in Kleinpolen.
  324. Andrzej Kozieł (Hg.), Kościół klasztorny Wniebowzięcia NMP w Lubiążu. Historia, stan zachowania, koncepcja rewitalizacji, Wrocław 2010 (Acta Universitatis Wratislaviensis, 3253: Historia sztuki, 30), Katalog, S. 204–206 (Romuald Kaczmarek).
  325. Ausschließlich dazu: Cornelia Berger-Dittscheid, Fossanova. Architektur und Geschichte des ältesten Zisterzienserklosters in Mittelitalien. „… Oratorium hoc sit dicitur“, München 2018.
  326. C[amille] Enlart, Origines françaises de l’architecture gothique en Italie, Paris 1894, S. 307, Anm. 1.
  327. C[amille] Enlart, Origines françaises de l’architecture gothique en Italie, Paris 1894, S. 307, Anm. 1; zu San Galgano s. auch: Renée K. Burnam, The Glazing of Siena Cathedral’s fenestra rotunda magna: Preliminary Observations from a Production Standpoint, in: Evelyn Staudinger Lane u. a. (Hg.), The Four Modes of Seeing. Approaches to Medieval Imagery in Honor of Madeline Harrison Caviness, Farnham/Burlington 2009, S. 14f. – Freundliche Hinweise von Renée K. Burnam, McLean, VA.
  328. Monestir de Santes Creus, in: Joan Ainaud i de Lasarte u. a., Els vitralls del monestir de Santes Creus i la Catedral de Tarragona, Barcelona 1992 (Corpus Vitrearum Medii Aevi Espanya, VIII, Catalunya, 3), S. 21–180, hier S. 65‒117, 158f. (Joan Vila-Grau, in Zusammenarbeit mit Antoni Vila I Delclòs); Joan Vila-Grau, Cistercian Stained Glass Windows at Santes Creus, in: Meredith P. Lillich (Hg.), Studies in Cistercian Art and Architecture, Bd. 4, Kalamazoo, MI, 1993 (Cistercian Studies Series, 134), S. 154–160; Eva Frodl-Kraft, Einige Randglossen zu den Ornamentfenstern der Zisterzienserkirche Santes Creus in Katalonien, in: Miscel-lània en homenatge a Joan Ainaud de Lasarte, Bd. 1, Barcelona 1998 (Biblioteca Abat Oliba, Sèrie Il-lustrada, 14), S. 259–271; Xavier Barral i Altet, Vidrieras medievales de Cataluña, Barcelona 2000, S. 129–165; Rosa Alcoy, Evolució estilística del vitrall medieval a Catalunya, in: Xavier Barral I Altet und Anscari M. Mundó (†) (Hg.), Estudis entorn del vitrall a Catalunya, Barcelona 2014 (Corpus Vitrearum Medii Aevi Catalunya, V,2), S. 39–153, hier S. 53‒58.
  329. Joan Ainaud i de Lasarte, Pròleg, in: Joan Ainaud i de Lasarte u. a., Els vitralls del monestir de Santes Creus i la Catedral de Tarragona, Barcelona 1992 (Corpus Vitrearum Medii Aevi Espanya, VIII, Catalunya, 3), S. 11‒19, hier S. 13. Für Kloster Poblet hat sich ein Vertrag vom 19. Juli 1189 erhalten, demzufolge ein Glaser Wilhelm („Guillelm veirier“) Flachglas an den Abt zu liefern hatte.
  330. Christine Lapostolle, L’abbaye de Royaumont, Rennes 2015.
  331. Aubin-Louis Millin, Antiquités nationales ou Receuil de monumens …, Bd. 2, Paris 1791, Kap. XI, S. 11f.; Michel Hennin, Les monuments de l’histoire de France. Catalogue des productions de la sculpture, de la peinture et de la gravure, Bd. 3, Paris 1857, S. 435.
  332. Helen J. Zakin, Cistercian Glass at La Chalade (Meuse), in: Meredith P. Lillich (Hg.), Studies in Cistercian Art and Architecture, Bd. 1, Kalamazoo, MI, 1982 (Cistercian Studies Series, 66), S. 145–147. Erhalten ist nur das Wappen von Navarra in Chor I (Baie 0).
  333. Michel Hennin, Les monuments de l’histoire de France. Catalogue des productions de la sculpture, de la peinture et de la gravure, Bd. 6, Paris 1861, S. 140f.; Jean-Bernard de Vaivre, Monuments et objets d’art commandés par Gilles Malet, garde de la librairie de Charles V, in: Journal des Savants 1978, S. 217‒239, hier S. 229f.; Michel Hérold, in: Martine Callias Bey u. a., Les vitraux de Haute-Normandie, Paris 2001 (Corpus Vitrearum France ‒ Série complémentaire, Recensement des vitraux anciens de la France, VI), S. 224.
  334. Mit Ägidius als Interzessor ist Gilles Mallet als Stifter des Retabels von Soisy-sur-Seine dargestellt; Jean-Bernard de Vaivre, Monuments et objets d’art commandés par Gilles Malet, garde de la librairie de Charles V, in: Journal des Savants 1978, S. 222‒225.
  335. Zusammenfassend: Louis Duval, Cartulaire de l’abbaye royale de Notre-Dame des Châtelliers, Niort 1872, S. XCI.
  336. Vgl. Michael R. Hofmann, Die Ordenszugehörigkeit des Klosters Sonnenkamp zu Neukloster, in: Mecklenburgische Jahrbücher 124, 2009, S. 7‒29; zur Frage der Verbindlichkeit der Gestaltungsvorschriften für Frauenklöster: Friederike Warnatsch-Gleich, Herrschaft und Frömmigkeit. Zisterzienserinnen im Hochmittelalter, Berlin 2005 (Studien zur Geschichte, Kunst und Kultur der Zisterzienser, 21), S. 189‒200, bes. S. 199f.
  337. Zur Baugeschichte zusammenfassend: Sabine und Tilo Schöfbeck, Historische Einleitung, in: Sabine Schöfbeck u. a., Kloster Sonnenkamp in Neukloster, Petersberg 2009, S. 4–14, hier S. 14; zuletzt: Tilo Schöfbeck, in: Wolfgang Huschner u. a. (Hg.), Mecklenburgisches Klosterbuch. Handbuch der Klöster, Stifte, Kommenden und Prioreien (10./11.‒16. Jahrhundert), Bd. 1, Rostock 2016, S. 629‒631.
  338. Die Restscheiben der Langhausverglasung wurden 1950/51 in der Dreifenstergruppe im Chor eingebaut. Grundlegend: Monika Böning, Das Kloster Sonnenkamp und seine mittelalterlichen Glasmalereien, in: Peter Moraw u. a. (Hg.), Akkulturation und Selbstbehauptung. Studien zur Entwicklungsgeschichte der Lande zwischen Elbe/Saale und Oder im späten Mittelalter, Berlin 2001 (Berichte und Abhandlungen, Sonderband, 6), S. 37‒82; zuletzt: Detlef Witt, Die Ausstattung der Klosterkirche, in: Sabine Schöfbeck u. a., Kloster Sonnenkamp in Neukloster, Petersberg 2009, S. 16‒35, hier S. 17‒23, und ders., in: Wolfgang Huschner u. a. (Hg.), Mecklenburgisches Klosterbuch. Handbuch der Klöster, Stifte, Kommenden und Prioreien (10./11.‒16. Jahrhundert), Bd. 1, Rostock 2016, S. 635f. Zu den zwei vermutlich im 19. Jh. nach Schwerin gelangten Scheiben (Schwerin, Staatliches Museum): Kristina Hegner, Aus Mecklenburgs Kirchen und Klöstern. Der Mittelalterbestand des Staatlichen Museums Schwerin, Petersberg 2015, S. 294, Nr. 1f.
  339. Johannes M. Schamel (Hg.), Chronicon Portense …, Bd. I, Leipzig 1739, S. 193f. Dazu: Jane Hayward, Glazed Cloisters and their Development in the Houses of the Cistercian Order, in: Gesta 12, 1973, S. 95; Daniel Parello, Neue Lösungen zur Bildprogrammatik zisterziensischer Prachtfenster im 14. Jahrhundert, in: Hartmut Scholz u. a. (Hg.), Glas. Malerei. Forschung. Internationale Studien zu Ehren von Rüdiger Becksmann, Berlin 2004, S. 166f.
  340. Annegret Laabs, Malerei und Plastik im Zisterzienserorden. Zum Bildgebrauch zwischen sakralem Zeremoniell und Stiftermemoria 1250‒1430, Petersberg 2000 (Studien zur internationalen Architektur- und Kunstgeschichte, 8), S. 111‒173; Matthias Untermann, Forma Ordinis. Die mittelalterliche Baukunst der Zisterzienser, München/Berlin 2001 (Kunstwissenschaftliche Studien, 89), S. 72‒93; zusammenfassend: Christine Kratzke, Bestatten ‒ Gedenken ‒ Repräsentieren. Mittelalterliche Sepulkraldenkmäler in Zisterzen, in: Jackie Hall und Christine Kratzke (Hg.), Sepulturae cistercienses. Sépulture, Mémoire et Patronage dans les monastères cisterciens au Moyen Âge / Burial, Memorial and Patronage in Medieval Cistercian Monasteries / Grablegen, Memoria und Patronatswesen in mittelalterlichen Zisterzienserklöstern, Forges-Chimay 2005 (Cîteaux. Commentarii cistercienses, 56), S. 9‒26.
  341. Ernst Coester, Die einschiffigen Cistercienserinnenkirchen West- und Süddeutschlands von 1200 bis 1350, Mainz 1984 (Quellen und Abhandlungen zur mittelrheinischen Kirchengeschichte, 46), S. 69‒76.
  342. Josef L. Fischer, Einige unveröffentlichte rheinische Glasgemälde, in: Zeitschrift für Alte und Neue Glasmalerei 1915, S. 31‒35, hier S. 31f.; Josef Busley und Heinrich Neu, Die Kunstdenkmäler des Kreises Mayen, 1. Halbbd.: Die Kunstdenkmäler der Ämter Andernach-Stadt und -Land, Burgbrohl, Kelberg, Kempenich und Virneburg, unter Benutzung von Vorarbeiten von Adalbert Schippers (†), mit Beiträgen von Waldemar Haberey und Wilhelmine Hagen, Düsseldorf 1941 (Die Kunstdenkmäler der Rheinprovinz, XVII,2,1), S. 349; Helen J. Zakin, French Cistercian Grisaille Glass, New York/London 1979, S. 174f.; zuletzt: Michael Burger, Fenestrae non historiatae. Ornamentale Glasmalerei der Hochgotik in den Regionen am Rhein (1250–1350), Berlin 2018 (Corpus Vitrearum Medii Aevi Deutschland, Studien, III), S. 240.
  343. Die Reste der Chorverglasung wurden 1876 umfassend erneuert. Der Chor der Kirche des mittelfränkischen Klosters Heilsbronn, der nach einer baulichen Erweiterung im Jahr 1284 neu geweiht worden war, enthielt in seinem Achsenfenster eine ‒ nur in einer Abbildung überlieferte ‒ Ornamentverglasung mit einer Darstellung des Gekreuzigten in der Fensterspitze, umgeben von zwei Stifterinnen und einem Stifter, dem Nürnberger Burggrafen Friedrich III. († 1297) und dessen beiden Ehefrauen Elisabeth von Meran († 1272) und Helena von Sachsen († 1309) in den Seitenfenstern um Bildnisse von „des Closters erste[n] Stifter[n] und Donatores“ ergänzt (Hartmut Scholz, Die mittelalterlichen Glasmalereien in Mittelfranken und Nürnberg extra muros, Berlin 2002 [Corpus Vitrearum Medii Aevi Deutschland, X,1], Text, S. 188–198, bes. S. 194f.). Vermutlich hatte Friedrich III. den Neubau gefördert, und dies möglicherweise in der Absicht, im Chor eine neue burggräflich-zollernsche Grablege zu begründen (Miriam Montag-Erlwein, Heilsbronn von der Gründung 1132 bis 1321. Das Beziehungsgeflecht eines Zisterzienserklosters im Spiegel seiner Quellenüberlieferung, Berlin/Boston 2011 [Studien zur Germania Sacra, N. F. 1], bes. S. 303; vgl. Günther Schuhmann, Die Hohenzollern-Grablegen in Heilsbronn und Ansbach, München/Zürich 1989 [Große Kunstführer, 159], S. 8f.).
  344. Der in den Jahren um 1270/1280‒1300 errichtete Neubau der Klosterkirche Doberan, war von Fürst Heinrich Borwin I. zur Grablege des mecklenburgischen Fürstenhauses bestimmt worden (Annegret Laabs, Malerei und Plastik im Zisterzienserorden. Zum Bildgebrauch zwischen sakralem Zeremoniell und Stiftermemoria 1250‒1430, Petersberg 2000 [Studien zur internationalen Architektur- und Kunstgeschichte, 8], S. 111‒117; Ilka Minneker, Vom Kloster zur Residenz. Dynastische Memoria und Repräsentation im spätmittelalterlichen und frühneuzeitlichen Mecklenburg, Münster 2007 [Symbolische Kommunikation und gesellschaftliche Wertesysteme. Schriftenreihe des Sonderforschungsbereichs 496, 18], S. 33‒219; Tilo Schöfbeck, Mittelalterliche Kirchen zwischen Trave und Peene. Studien zur Entwicklung einer norddeutschen Architekturlandschaft, Berlin 2014, S. 90‒92). Die hohen, meist dreibahnigen Fensteröffnungen besaßen eine Farbverglasung, die an zentralen Stellen aus ein- oder zweizeiligen Standfiguren unter Architekturbekrönungen zwischen und/oder unter zwar hellen, aber durchaus bunt anmutenden Ornamentrapporten bestand (Grundlegend: Christa Richter, Die Grisaillemalerei im Doberaner Münster und ihre Stifterin, in: Marina Flügge u. a. [Hg.], Neue Forschungen zur mittelalterlichen Glasmalerei in der Deutschen Demokratischen Republik, Berlin 1989, S. 52‒62; dies., The Cistercian Stained Glass of Doberan, in: Meredith P. Lillich (Hg.), Studies in Cistercian Art and Architecture, Bd. 4, Kalamazoo, MI, 1993 [Cistercian Studies Series, 134], S. 280‒316; zuletzt, mit weiteren Literaturangaben: Uwe Gast, Die Glasmalereien des Doberaner Münsters ‒ Zu Geschichte, Rekonstruktion und Datierung des hochgotischen Scheibenbestandes, in: Gerhard Weilandt und Kaja von Cossart [Hg.], Die Ausstattung des Doberaner Münsters. Kunst im Kontext, Petersberg 2018 [Edition Mare Balticum, 2], S. 153‒167); eine größere Anzahl von Scheiben und Fragmenten aus Doberan befindet sich im Besitz des Staatlichen Museums Schwerin: Kristina Hegner, Aus Mecklenburgs Kirchen und Klöstern. Der Mittelalterbestand des Staatlichen Museums Schwerin, Petersberg 2015, S. 294f., Nr. 3, ferner, mit unsicherer Herkunft, S. 295, 297, Nr. 4, 5 und 16. ‒ Nur beiläufig erwähnt sei die in der Zeichnung mit einigen Doberaner Scheiben verwandte Kopfscheibe mit einem Grisaille-Vierpass aus dem Kloster zum Heiligen Kreuz in Rostock, die ebenfalls im Staatlichen Museum in Schwerin aufbewahrt wird; ebd., S. 295, Nr. 6, dort in das zweite Viertel des 14. Jh. datiert.
  345. Das Kloster war unmittelbar nach dem Tod Markgraf Hermanns V. von Baden († 1243) von dessen Frau Irmengard als Grablege für ihren Mann gegründet worden; um 1300 erhielt es nach dem Willen Markgraf Rudolfs I. († 1288) einen neuen Kirchenbau mit angeschlossener Grabkapelle (Fürstenkapelle) (Hansmartin Schwarzmaier, Lichtenthal als Grabkloster der Markgrafen von Baden im 13. und 14. Jahrhundert, in: 750 Jahre Zisterzienserinnen-Abtei Lichtenthal. Faszination eines Klosters, Ausstellungskatalog Karlsruhe, Sigmaringen 1995, S. 23–34; zum Bau, mit Datierung der gotischen Kirchen um 1320/1330: Ernst Coester, Die Klosterkirche Lichtenthal. Ein Bau im Stil der kraftvollen Gotik süddeutscher Zisterzienserinnenkirchen, ebd., S. 85–94). Nach der Rekonstruktion Rüdiger Becksmanns war das architektonisch ausgezeichnete dreibahnige Achsenfenster der Kirche mit einer dem Kirchenpatrozinium entsprechenden Darstellung der Anbetung der Heiligen Drei Könige geschmückt, überfangen von Wimpergbekrönungen und Ornamentrapporten, von denen geringe Reste erhalten sind; in den schmaleren Seitenfenstern waren links und rechts Stifterbildnisse zu sehen, links nachweislich die im Jahr 1995 wieder aufgefundenen Bildnisse eines Stifterpaares und eines einzelnen Ritters (Abb.), deren Identifizierung aber unsicher ist. Infrage kommen wohl am ehesten der zweite Gründer und dessen Ehefrau, Rudolf I. von Baden und Kunigunde von Eberstein, und deren Enkel Friedrich II. von Baden, während dessen langer Regierungszeit 1291‒1333 die Baumaßnahmen in Lichtenthal stattfanden. Ausgeführt wurden die Fenster ‒ nach Becksmann ‒ von einer vermutlich in Straßburg ansässigen Werkstatt in den Jahren um 1300–1310 (Rüdiger Becksmann, Die mittelalterlichen Glasmalereien in Baden und der Pfalz (ohne Freiburg i. Br.), Berlin 1979 [Corpus Vitrearum Medii Aevi Deutschland, II,1], S. 3–9); zu den im Jahr 1995 wiedergefundenen Stifterscheiben in Karlsruhe, Badisches Landesmuseum: Brigitte Herrbach-Schmidt, in: „Für Baden gerettet“. Erwerbungen des Badischen Landesmuseums 1995 aus den Sammlungen der Markgrafen und Großherzöge von Baden, Ausstellungskatalog Karlsruhe 1996, S. 120f., Nr. 80 (Identifizierung der Dargestellten: Rudolf I. von Baden und Kunigunde von Eberstein sowie deren Sohn Rudolf II.); Rüdiger Becksmann, in: Himmelslicht. Europäische Glasmalerei im Jahrhundert des Kölner Dombaus (1248‒1349), Ausstellungskatalog Köln 1998/99, Köln 1998, S. 228f., Nr. 44; zuletzt, mit neuem Vorschlag zur Identifizierung der Dargestellten (Rudolf II. von Baden und Adelheid von Ochsenstein sowie deren Sohn Rudolf III.): DI 78, Stadt Baden-Baden und Landkreis Rastatt, Nr. 7 (Ilas Bartusch), in: www.inschriften.net, urn:nbn:de:0238-di078h017k0000701 (abgerufen am 26.06.2019).
  346. Auch das Frauenkloster Seligenthal in Landshut, das von der bayerischen Herzoginnenwitwe Ludmilla 1232 nach der Ermordung ihres Mannes Herzog Ludwig I. gegründet worden war, besaß ‒ vermutlich im Vorgängerbau seiner im 18. Jh. barockisierten Kirche ‒ eine figurativ gestaltete Farbverglasung, von der noch zwölf Scheiben aus der Zeit um 1310/1320 nachweisbar sind, nämlich Darstellungen von vier Heiligen vor flächig blauem Grund (Andreas, Jakobus, Johannes Ev. und Katharina) und drei weiblichen Angehörigen des Hauses Wittelsbach (darunter in Zisterzienserinnentracht und inschriftlich bezeichnet Elisabeth, eine Tochter Herzog Heinrichs XIII. von Wittelsbach, die Nonne in Seligenthal war, † 1314, Abb.), drei auf das Haus Wittelsbach bezogene Wappen und zwei Architekturbekrönungen: München, Bayerisches Nationalmuseum (Johannes Schinnerer, Katalog der Glasgemälde des Bayerischen National-Museums, München 1908 [Kataloge des Bayerischen National-Museums, 9], S. 9‒11, Nr. 4‒13); zwei einzelne Scheiben befinden sich in London, Victoria and Albert Museum (Paul Williamson, Medieval and Renaissance Stained Glass in the Victoria and Albert Museum, London 2003, S. 137, Nr. 26), und in Sintra, Palácio Nacional da Pena: http://matriznet.dgpc.pt/MatrizNet/Objectos/ObjectosConsultar.aspx?IdReg=1040293 (zuletzt abgerufen am 27.06.2019). ‒ Auch für das Frauenkloster Pielenhofen sind figürliche Farbfenster, die 1601 zerstört wurden, schriftlich überliefert; Daniel Parello, Die mittelalterlichen Glasmalereien in Regensburg und der Oberpfalz (ohne Regensburger Dom), Berlin 2015 (Corpus Vitrearum Medii Aevi Deutschland, XIII,2), S. 364.
  347. Hartmut Scholz, Ornamentverglasungen der Hochgotik, in: Himmelslicht. Europäische Glasmalerei im Jahrhundert des Kölner Dombaus (1248‒1349), Ausstellungskatalog Köln 1998/99, Köln 1998, S. 51‒62; Michael Burger, Fenestrae non historiatae. Ornamentale Glasmalerei der Hochgotik in den Regionen am Rhein (1250–1350), Berlin 2018 (Corpus Vitrearum Medii Aevi Deutschland, Studien, III), bes. Teil II.
  348. Vgl. Uwe Gast, Die Glasmalereien des Doberaner Münsters ‒ Zu Geschichte, Rekonstruktion und Datierung des hochgotischen Scheibenbestandes, in: Gerhard Weilandt und Kaja von Cossart (Hg.), Die Ausstattung des Doberaner Münsters. Kunst im Kontext, Petersberg 2018 (Edition Mare Balticum, 2), S. 162f.
  349. Hartmut Scholz, Ornamentverglasungen der Hochgotik, in: Himmelslicht. Europäische Glasmalerei im Jahrhundert des Kölner Dombaus (1248‒1349), Ausstellungskatalog Köln 1998/99, Köln 1998, S. 59; s. auch: Michael Burger, Fenestrae non historiatae. Ornamentale Glasmalerei der Hochgotik in den Regionen am Rhein (1250–1350), Berlin 2018 (Corpus Vitrearum Medii Aevi Deutschland, Studien, III), S. 194‒197.
  350. Rüdiger Becksmann und Ulf-Dietrich Korn, Die mittelalterlichen Glasmalereien in Lüneburg und den Heideklöstern, unter Mitwirkung von Fritz Herz, Berlin 1992 (Corpus Vitrearum Medii Deutschland, VII,2), S. 232–242, bes. S. 235, 239f., Abb. 214f.
  351. Rüdiger Becksmann, Die mittelalterlichen Glasmalereien in Baden und der Pfalz (ohne Freiburg i. Br.), Berlin 1979 (Corpus Vitrearum Medii Aevi Deutschland, II,1), S. 299, Regest Nr. 57.
  352. „pura vitra ac perlucida substituta sunt“; Rüdiger Becksmann, Die mittelalterlichen Glasmalereien in Baden und der Pfalz (ohne Freiburg i. Br.), Berlin 1979 (Corpus Vitrearum Medii Aevi Deutschland, II,1), S. 299, Regest Nr. 57; zum Neubau der Salemer Klosterkirche: Ulrich Knapp, Das Salemer Münster und die Architektur der Zisterzienser um 1300, in: Werner Rösener und Peter Rückert (Hg.), Das Zisterzienserkloster Salem im Mittelalter und seine Blüte unter Abt Ulrich II. von Seelfingen (1282‒1311), Ostfildern 2014 (Oberrheinische Studien, 31), S. 123‒142.
  353. Peter Kurmann und Brigitte Kurmann-Schwarz, Architektur und Glasmalerei um 1300. Die Wende zur Moderne im Langhaus der Zisterzienserkirche in Kappel, in: Andrea von Hülsen-Esch und Dagmar Täube (Hg.), „Luft unter die Flügel …“. Beiträge zur mittelalterlichen Kunst. Festschrift für Hiltrud Westermann-Angerhausen, Hildesheim u. a. 2010, S. 145; zur Verglasung – auch der verlorenen Fenster – grundlegend: Ellen J. Beer, Die Glasmalereien der Schweiz aus dem 14. und 15. Jahrhundert (ohne Königsfelden und Berner Münsterchor), Basel 1965 (Corpus Vitrearum Medii Aevi Schweiz, III), S. 13‒40.
  354. Zu Einordnung und Datierung: Peter Kurmann und Brigitte Kurmann-Schwarz, Architektur und Glasmalerei um 1300. Die Wende zur Moderne im Langhaus der Zisterzienserkirche in Kappel, in: Andrea von Hülsen-Esch und Dagmar Täube (Hg.), „Luft unter die Flügel …“. Beiträge zur mittelalterlichen Kunst. Festschrift für Hiltrud Westermann-Angerhausen, Hildesheim u. a. 2010, S. 149–152; Michael Burger, Fenestrae non historiatae. Ornamentale Glasmalerei der Hochgotik in den Regionen am Rhein (1250–1350), Berlin 2018 (Corpus Vitrearum Medii Aevi Deutschland, Studien, III), S. 181–183.
  355. Rüdiger Becksmann, Die mittelalterlichen Glasmalereien in Baden und der Pfalz (ohne Freiburg i. Br.), Berlin 1979 (Corpus Vitrearum Medii Aevi Deutschland, II,1), S. LI.
  356. Michael Burger, Fenestrae non historiatae. Ornamentale Glasmalerei der Hochgotik in den Regionen am Rhein (1250–1350), Berlin 2018 (Corpus Vitrearum Medii Aevi Deutschland, Studien, III), S. 180–193.
  357. Hans Wentzel, Die Glasmalereien in Schwaben von 1200–1350, Berlin 1958 (Corpus Vitrearum Medii Aevi Deutschland, I,1), S. 259–262, Abb. 628–637.
  358. Daniel Parello, Die mittelalterlichen Glasmalereien in Marburg und Nordhessen, unter Verwendung von Vorarbeiten von Daniel Hess, Berlin 2008 (Corpus Vitrearum Medii Aevi Deutschland, III,3), S. 462‒467; zuletzt: Iris Grötecke, Das Netzer Retabel ‒ Standort, Funktionen, Publikum, in: Birgit Kümmel und Esther Meier (Hg.), Die ehemalige Klosterkirche der Zisterzienserinnen in Netze, Kromsdorf/Weimar 2017 (ars ecclesia: Kunst vor Ort, 4), S. 59‒75, hier S. 66.
  359. Zu den fragmentierten Resten der figürlichen Verglasung mit pauschaler Datierung „um 1400“: Joachim Hotz, Zisterzienserklöster in Oberfranken, München/Zürich 1982, S. 73; ferner Uwe Gast, unter Mitwirkung von Markus Leo Mock, Die mittelalterlichen Glasmalereien in Unter- und Oberfranken, (Corpus Vitrearum Medii Aevi Deutschland, IX), in Vorbereitung.
  360. Daniel Parello, Die mittelalterlichen Glasmalereien in Regensburg und der Oberpfalz (ohne Regensburger Dom), Berlin 2015 (Corpus Vitrearum Medii Aevi Deutschland, XIII,2), S. 340‒345, Abb. 226‒230.
  361. Altenstadt (Wetterau), Kloster Engelthal: Uwe Gast, unter Mitwirkung von Ivo Rauch, Die mittelalterlichen Glasmalereien in Oppenheim, Rhein- und Südhessen, Berlin 2011 (Corpus Vitrearum Medii Aevi Deutschland, III,1), S. 491, Abb. 308; Zarrentin: Eva Fitz, Eine unerwartete Entdeckung ‒ Die Glasmalereifragmente aus dem Ostflügel des Zisterzienserinnenklosters Zarrentin, in: KulturERBE in Mecklenburg und Vorpommern 8, 2012, S. 135‒146, hier S. 140f., 142‒144. ‒ Beispiele für Scherbenfunde im europäischen Ausland: In Vale Royale im Nordwesten Englands wurden 1958 im Bereich des Chores 34 Fragmente u. a. mit architektonischen, vegetabilen und figürlichen Motiven gefunden (Chester, Grosvenor Museum), die sich um die Mitte des 14. Jh. datieren lassen (Penny Hebgin-Barnes, The Medieval Stained Glass of Cheshire, Oxford 2010 [Corpus Vitrearum Medii Aevi Great Britain, Summary Catalogue, 9], S. 243); im Kloster Kolbatz (Kołbacz) in Westpommern wurden im Bereich von Kreuzgang und Abtshaus größere Mengen bemalten Glases aus der ersten Hälfte des 14. Jh. gefunden, darunter Wein-, Efeu- und Eichenblätter auf schraffiertem Grund, Tiermotive (Roman Kamiński, Witraże z Małego Wirydarza przy domu opata w klasztorze pocysterskim w Kołbaczu, in: Cistercium Mater Nostra 4, 2010, S. 147‒165, online: http://barwyszkla.pl/witraze-z-malego-wirydarza-przy-domu-opata-w-klasztorze-pocysterskim-w-kolbaczu/, zuletzt abgerufen am 07.06.2019; Joanna Utzig, Fragmenty przeszkleń witrażowych odnalezione na terenie opactwa cysterskiego w Kołbaczu. Przyczynek do badań nad witrażownictwem cysterskim, in: Krystian Chrzan, Paweł Rzeźnik, Sylwia Siemianowska [Hg.], Ceramika i szkło w badaniach interdyscyplinarnych, Wrocław 2018 [im Druck]. Freundlicher Hinweis von Joanna Utzig, Krakau).
  362. Elena Kosina, Die mittelalterlichen Glasmalereien in Niedersachsen (ohne Lüneburg und die Heideklöster), unter Verwendung von Vorarbeiten von Ulf-Dietrich Korn, Berlin 2017 (Corpus Vitrearum Medii Aevi Deutschland, VII,1), S. 314 und S. 469, Regest Nr. 22.
  363. Monika Böning, Die mittelalterlichen Glasmalereien in der ehemaligen Zisterzienserinnenkirche Kloster Neuendorf, mit einem Regestenteil von Ulrich Hinz, Berlin 2009 (Corpus Vitrearum Medii Aevi Deutschland, XIX,2), S. 53‒57 (Geschichte des Baues) und S. 67–100 mit Farbtaf. I, II.
  364. Zu den Möglichkeiten der Rekonstruktion ausführlich: Monika Böning, Die mittelalterlichen Glasmalereien in der ehemaligen Zisterzienserinnenkirche Kloster Neuendorf, mit einem Regestenteil von Ulrich Hinz, Berlin 2009 (Corpus Vitrearum Medii Aevi Deutschland, XIX,2), S. 68–71.
  365. Monika Böning, in: Zeit und Ewigkeit. 128 Tage in St. Marienstern, Ausstellungskatalog St. Marienstern, Halle a. d. Saale 1998, S. 215–218, Nr. 2.160; zur Baugeschichte: Claudia Mohn, Mittelalterliche Klosteranlagen der Zisterzienserinnen. Architektur der Frauenklöster im mitteldeutschen Raum, Petersberg 2006 (Berliner Beiträge zur Bauforschung und Denkmalpflege, 4), S. 179‒191; Marius Winzeler, St. Marienstern. Der Stifter, sein Kloster und die Kunst Mitteleuropas im 13. Jahrhundert, Wettin-Löbejün OT Dößel 2011, S. 69‒72 (Quellen zur Baugeschichte) sowie S. 118‒121 und S. 325, Nr. V.1-2.
  366. Monika Böning, in: Zeit und Ewigkeit. 128 Tage in St. Marienstern, Ausstellungskatalog St. Marienstern, Halle a. d. Saale 1998, S. 215–218, Nr. 2.160.
  367. Daniel Parello, Die mittelalterlichen Glasmalereien in Marburg und Nordhessen, unter Verwendung von Vorarbeiten von Daniel Hess, Berlin 2008 (Corpus Vitrearum Medii Aevi Deutschland, III,3), S. 479f. mit Fig. 601.
  368. Elisabeth Reichmann-Endres, in: Ernst Bacher u. a., Kärnten, basierend auf den Vorarbeiten von Karl Ginhart, Wien 32001 (Dehio-Handbuch Die Kunstdenkmäler Österreichs), S. 997f.; Matthias Untermann, Forma Ordinis. Die mittelalterliche Baukunst der Zisterzienser, München/Berlin 2001 (Kunstwissenschaftliche Studien, 89), S. 592.
  369. Für gewöhnlich werden die drei Fenster, von denen das Achsenfenster die Stiftung eines Herrn von Pettau ist, in die 1390er-Jahre datiert, so zuletzt: Elisabeth Oberhaidacher-Herzig, Glasmalerei. Besonderheiten ‒ Auftraggeber‒ Werkstätten, in: Günter Brucher (Hg.), Geschichte der bildenden Kunst in Österreich, Bd. 2, München u. a. 2000, S. 411‒432, hier S. 429, Nr. 183; Stifterin und Stifter, die, von ihren Wappen begleitet, im Feld 1b knien, konnten bislang nicht eindeutig identifiziert werden: Polona Vidmar, Die Herren von Pettau als Bauherren und Mäzene, Graz 2006 (Grazer Universitätsverlag, Reihe Habilitationen, Dissertationen und Diplomarbeiten, 6), S. 217–227.
  370. In diesem Sinn, mit Datierung um 1400/1410: Norbert Werner, Ein Beitrag zur Struktur und Entwicklung der Glasmalerei im 1. Drittel des 15. Jahrhunderts. Ausgewählte Beispiele Österreichs, Diss. Gießen 1965, S. 13, 143f.
  371. Christine Kratzke, Das Zisterzienserkloster Dargun in Mecklenburg-Vorpommern. Studien zur Bau- und Kunstgeschichte, Petersberg 2004 (Studien zur internationalen Architektur- und Kunstgeschichte, 25), S. 107‒152.
  372. G[eorg] C. F. Lisch, Die Glasmalereien in der Kirche zu Dargun, in: Jahrbücher des Vereins für meklenburgische Geschichte und Alterthumskunde 26, 1861, S. 215‒231; Mittelalterliche Glasmalerei in der Deutschen Demokratischen Republik, Ausstellungskatalog Erfurt 1989/90, Berlin 1989, S. 42, Nr. 48; Christine Kratzke, Das Zisterzienserkloster Dargun in Mecklenburg-Vorpommern. Studien zur Bau- und Kunstgeschichte, Petersberg 2004 (Studien zur internationalen Architektur- und Kunstgeschichte, 25), S. 338, 383‒388, 389f.; zuletzt: Christine Kratzke und Dirk Schumann, in: Wolfgang Huschner u. a. (Hg.), Mecklenburgisches Klosterbuch. Handbuch der Klöster, Stifte, Kommenden und Prioreien (10./11.‒16. Jahrhundert), Rostock 2016, Bd. 1, S. 169.
  373. Rüdiger Becksmann und Ulf-Dietrich Korn, Die mittelalterlichen Glasmalereien in Lüneburg und den Heideklöstern, unter Mitwirkung von Fritz Herz, Berlin 1992 (Corpus Vitrearum Medii Deutschland, VII,2), S. 232–242, bes. S. 235, 238, 240‒242, Abb. 216; Sabine Wehking, Die Inschriften der Lüneburger Klöster. Ebstorf, Isenhagen, Lüne, Medingen, Walsrode, Wienhausen, Wiesbaden 2009 (Die Deutschen Inschriften, 76, Göttinger Reihe, 13), S. 153f., Nr. 75 (= DI 76, Lüneburger Klöster, Nr. 75[†] [Sabine Wehking], in: www.inschriften.net, urn:nbn:de:0238-di076g013k0007502, abgerufen am 10.07.2019).
  374. Rüdiger Becksmann und Ulf-Dietrich Korn, Die mittelalterlichen Glasmalereien in Lüneburg und den Heideklöstern, unter Mitwirkung von Fritz Herz, Berlin 1992 (Corpus Vitrearum Medii Deutschland, VII,2), S. 234. Zahlreiche weitere, hier nicht ausgewertete Glasgemäldestiftungen sind im Nekrolog des Klosters festgehalten; ebd., S. 274f., Regest Nr. 82.
  375. Rüdiger Becksmann und Ulf-Dietrich Korn, Die mittelalterlichen Glasmalereien in Lüneburg und den Heideklöstern, unter Mitwirkung von Fritz Herz, Berlin 1992 (Corpus Vitrearum Medii Deutschland, VII,2), S. 76–79, 256. – Teile eines Scherbenfundes in Isenhagen sind von Ulf-Dietrich Korn der Verglasung der Sakristei um 1350/1360 zugeordnet worden.
  376. Johannes Voss, et fenestras laudabiles in capella – Fensterstiftungen des Fürstenhauses Mecklenburg in der ehemaligen Klosterkirche zu Bad Doberan, in: KulturERBE in Mecklenburg und Vorpommern 5, 2009, S. 32–36 mit Abb. 15, 17‒19.
  377. Elena Kosina, Die mittelalterlichen Glasmalereien in Niedersachsen (ohne Lüneburg und die Heideklöster), unter Verwendung von Vorarbeiten von Ulf-Dietrich Korn, Berlin 2017 (Corpus Vitrearum Medii Aevi Deutschland, VII,1), S. 314f., Abb. 224. Überliefert ist nur eine Figur des hl. Georg mit dem Wappen des Abts Burchard II.; ebenda, S. 314.
  378. Heinz Köllen, Abtei Mariawald auf dem Kermeter in Heimbach (Eifel), Neuss 1994 (Rheinische Kunststätten, 415), S. 4.
  379. Hierzu ausführlich: Brigitte Wolff-Wintrich, Mariawald. Die Kirchenfenster des ehemaligen Zisterzienserklosters Mariawald/Eifel, in: Aachener Kunstblätter 62, 1998‒2002, S. 238‒272; dies., Die wieder entdeckten Kirchenfenster der Klosterkirche Mariawald. Rheinische Glasscheiben in aller Herren Länder, in: Eifel Jahrbuch 2008, S. 74‒83.
  380. Monika Böning, Die mittelalterlichen Glasmalereien in der ehemaligen Zisterzienserinnenkirche Kloster Neuendorf, mit einem Regestenteil von Ulrich Hinz, Berlin 2009 (Corpus Vitrearum Medii Aevi Deutschland, XIX,2), S. 101‒138.
  381. Monika Böning, Die mittelalterlichen Glasmalereien in der ehemaligen Zisterzienserinnenkirche Kloster Neuendorf, mit einem Regestenteil von Ulrich Hinz, Berlin 2009 (Corpus Vitrearum Medii Aevi Deutschland, XIX,2), S. 139f., Fig. 79.
  382. Markus L. Mock, in: Ute Bednarz u. a., Die mittelalterlichen Glasmalereien in Berlin und Brandenburg, mit einer kunstgeschichtlichen Einleitung von Peter Knüvener, Berlin 2010 (Corpus Vitrearum Medii Aevi Deutschland, XXII), Bd. 1, S. 526–536 mit Fig. 497f.
  383. Daniel Parello, Die mittelalterlichen Glasmalereien in Marburg und Nordhessen, unter Verwendung von Vorarbeiten von Daniel Hess, Berlin 2008 (Corpus Vitrearum Medii Aevi Deutschland, III,3), S. 161f., 187–189, Abb. 108–115.
  384. Rüdiger Becksmann, Die mittelalterlichen Glasmalereien in Baden und der Pfalz (ohne Freiburg i. Br.), Berlin 1979 (Corpus Vitrearum Medii Aevi Deutschland, II,1), S. 216 und S. 299, Regest Nr. 54.
  385. Leonhard Scherg, Hic venerabilis pater edificavit. Baumaßnahmen des Klosters Bronnbach zwischen 1452 und 1514. Ein Beitrag zur Baugeschichte der Zisterzienserabtei Bronnbach (2), in: Wertheimer Jahrbuch 1984/85, S. 55‒65, hier S. 61, 64; Katinka Krug, Kloster Bronnbach. Die Baugeschichte von Kirche und Klausur des Zisterzienserklosters, Stuttgart 2012 (Forschungen und Berichte der Bau- und Kunstdenkmalpflege in Baden-Württemberg, 15), S. 212.
  386. Günther Buchinger u. a., Die mittelalterlichen Glasgemälde in Niederösterreich, Teil 2, Wien u. a. 2015 (Corpus Vitrearum Medii Aevi Österreich, V,1), S. 603–617.
  387. Yvette vanden Bemden und Jill Kerr, The Glass of Herkenrode Abbey, with a contribution from Carmelia Opsomer, in: Archaeologia 108, 1986, S. 189‒226; Yvette vanden Bemden, The 16th-century stained glass from the former Abbey of Herkenrode in Lichfield Cathedral, in: Journal of Stained Glass 32, 2008, S. 49‒90; zuletzt: Isabelle Lecocq und Yvette vanden Bemden, „Oser l’ombre“. La lumière et l’ombre dans les vitraux de l’ancienne église abbatiale de Herkenrode, in: Katharina Georgi u. a. (Hg.), Licht(t)räume. Festschrift für Brigitte Kurmann-Schwarz zum 65. Geburtstag, Petersberg 2016, S. 135‒144.
  388. L. De Jaer, L’église primitive de l’abbaye du Val St-Lambert et ses vicissitudes, in: Bulletin de l’Institut archéologique liégeois 58, 1934, S. 45–47; Isabelle Lecocq, Le verre plat dans le vitrail monumental des anciens Pays-Bas au XVIe siècle, in: Sophie Lagabrielle und Michel Philippe (Hg.), Verre et Fenêtre de l’Antiquité au XVIIIe siècle. Actes du premier colloque international de l’association Verre & Histoire (Paris-La Défense / Versailles, 13-14-15 octobre 2005), Paris 2009 (Les cahiers de Verre & Histoire, 1), S. 148.
  389. Zsuzsanna van Ruyven-Zeman, Stained Glass in the Netherlands before 1795, Amsterdam 2011 (Corpus Vitrearum The Netherlands, IV), Bd. 1, S. 141 (Mariënkamp), Bd. 2, S. 460 (Mariënhaven).
  390. Ein Entstehungsdatum ist nicht überliefert, doch scheint die bei Zsuzsanna van Ruyven-Zeman angegebene Datierung „vor 1465“ eher ins frühe 16. Jh. zu korrigieren zu sein (Zsuzsanna van Ruyven-Zeman, Stained Glass in the Netherlands before 1795, Amsterdam 2011 [Corpus Vitrearum The Netherlands, IV], Bd. 1, S. 246f. mit Fig. VI.29‒31).
  391. Zsuzsanna van Ruyven-Zeman, Stained Glass in the Netherlands before 1795, Amsterdam 2011 (Corpus Vitrearum The Netherlands, IV), Bd. 1, S. 171.
  392. Hierzu und zu weiteren Fensterstiftungen für Kloster Leeuwenhorst s. nochmals: Zsuzsanna van Ruyven-Zeman, Stained Glass in the Netherlands before 1795, Amsterdam 2011 (Corpus Vitrearum The Netherlands, IV), Bd. 2: The South, S. 459f.
  393. Richard Marks, Cistercian window glass in England and Wales, in: Christopher Norton und David Park (Hg.), Cistercian art and architecture in the British Isles, Cambridge u. a. 1986, S. 218f., 219f.
  394. Richard Marks, Cistercian window glass in England and Wales, in: Christopher Norton und David Park (Hg.), Cistercian art and architecture in the British Isles, Cambridge u. a. 1986, S. 219, Pl. 92f.
  395. David H. Williams, The Welsh Cistercians. Written to Commemorate the Centenary of the Death of Stephan William Williams (1837–1899), Leominster 2001, S. 108.
  396. David H. Williams, The Welsh Cistercians. Written to Commemorate the Centenary of the Death of Stephan William Williams (1837–1899), Leominster 2001, S. 108; Martin Crampin, Stained Glass from Welsh Churches, Talybont 2014, S. 30, 32, 34, 46, 52, Fig. 65, 72, 128.
  397. Furness Abbey Museum; Penny Hebgin-Barnes, The Medieval Stained Glass of Lancashire, Oxford 2009 (Corpus Vitrearum Medii Aevi Great Britain, Summary Catalogue, 8), S. 118, 119, Pl. 11c.
  398. Dethard von Winterfeld und Christofer Herrmann, Zisterzienser, in: Christofer Herrmann und Dethard von Winterfeld (Hg.), Mittelalterliche Architektur in Polen. Romanische und gotische Baukunst zwischen Oder und Weichsel, Petersberg 2015, Bd. 1, S. 162–173.
  399. Romuald Frydrychowicz, Geschichte der Cistercienserabtei Pelplin und ihre Bau- und Kunstdenkmäler, Düsseldorf 1905, S. 430; Lech Kalinowski und Helena Małkiewiczówna, Uwagi o średniowiecznych witrażach Pomorza Wschodniego, in: Folia Historiae Artium 28, 1992, S. 155‒160, hier S. 160 und Abb. 4. ‒ Noch nicht publiziert ist ein Grabungs- bzw. Scherbenfund der Zeit um 1400 aus Kloster Wąchock (Wachock); freundlicher Hinweis von Joanna Utzig, Krakau.
  400. Eva Fitz, Die mittelalterlichen Glasmalereien im Halberstädter Dom, Berlin 2003 (Corpus Vitrearum Medii Aevi Deutschland, XVII), S. 40f., Anm. 165; Jiří Fajt und Michael Lindner, Dietrich von Portitz – Zisterzienser, kaiserlicher Rat, Magdeburger Erzbischof. Politik und Mäzenatentum zwischen Repräsentation und Askese (ca. 1300–1367), in: Jiří Fajt u. a. (Hg.), Die Altmark von 1300 bis 1600. Eine Kulturregion im Spannungsfeld von Magdeburg, Lübeck und Berlin, Berlin 2011, S. 165.
  401. Zur Baugeschichte: Henrik Karge, Die königliche Zisterzienserinnenabtei Las Huelgas de Burgos und die Anfänge der gotischen Architektur in Spanien, in: Christian Freigang (Hg.), Gotische Architektur in Spanien / La arquitectura gótica en España. Akten des Kolloquiums der Carl Justi-Vereinigung und des Kunstgeschichtlichen Seminars der Universität Göttingen, Göttingen, 4.–6. Februar 1994 / Actas del Coloquio de la Carl Justi-Vereinigung y del Seminario de Historia del Arte de la Universidad de Gotinga, Gotinga, del 4 al 6 de febrero de 1994, Madrid/Frankfurt am Main 1999 (Ars Iberica, 4), S. 13–40; zur Verglasung: Pilar Alonso Abad, Las vidrieras del Real Monasterio de Las Huelgas de Burgos. Pasado y presente, in: Lena S. Iglesias Rouco u. a. (Hg.), Estudios de historia y arte. Homenaje al profesor D. Alberto C. Ibáñez Pérez, Burgos 2005, S. 253‒257.
  402. Joan Ainaud i de Lasarte, Pròleg, in: Joan Ainaud i de Lasarte u. a., Els vitralls del monestir de Santes Creus i la Catedral de Tarragona, Barcelona 1992 (Corpus Vitrearum Medii Aevi Espanya, VIII, Catalunya, 3), S. 13f.
  403. Vgl. hierzu: Daniel Parello, Neue Lösungen zur Bildprogrammatik zisterziensischer Prachtfenster im 14. Jahrhundert, in: Hartmut Scholz u. a. (Hg.), Glas. Malerei. Forschung. Internationale Studien zu Ehren von Rüdiger Becksmann, Berlin 2004, S. 165–180.
  404. Zur Frühdatierung: Daniel Parello, Die Glasmalereien der Zisterzienserabteikirchen von Haina und Altenberg. Konzeption, Entwicklung und baugeschichtliche Relevanz, in: 1259. Altenberg und die Baukultur im 13. Jahrhundert, Regensburg 2010 (Veröffentlichungen des Altenberger Dom-Vereins, 10), S. 369f.
  405. Eva Frodl-Kraft, Die mittelalterlichen Glasgemälde in Niederösterreich, Teil 1, Wien u. a. 1972 (Corpus Vitrearum Medii Aevi Österreich, II), S. 125–145; Elisabeth Oberhaidacher-Herzig, Die mittelalterlichen Glasgemälde von Stift Heiligenkreuz, in: Sancta Crux. Zeitschrift des Stiftes Heiligenkreuz 75, 2014, S. 119, 122‒131.
  406. Eva Frodl-Kraft, Die mittelalterlichen Glasgemälde in Niederösterreich, Teil 1, Wien u. a. 1972 (Corpus Vitrearum Medii Aevi Österreich, II), S. 125 und 127.
  407. Elisabeth Oberhaidacher-Herzig, Die Glasgemälde aus der ehemaligen Pfarrkirche von Heiligenkreuz, in: Österreichische Zeitschrift für Kunst und Denkmalpflege 50, 1996, S. 167–177; dies., Das Couronnement im Chor-Stirnfenster der Stiftskirche von Heiligenkreuz, in: Österreichische Zeitschrift für Kunst und Denkmalpflege 54, 2000, S. 287–292; zu weiteren mit dem Achsenfenster in Heiligenkreuz verbundenen Resten auf Burg Kreuzenstein bei Wien: Günther Buchinger u. a., Die mittelalterlichen Glasgemälde in Niederösterreich, Teil 3, Wien u. a. 2017 (Corpus Vitrearum Medii Aevi Österreich, V,2), S. 79–94.
  408. Daniel Parello, Neue Lösungen zur Bildprogrammatik zisterziensischer Prachtfenster im 14. Jahrhundert, in: Hartmut Scholz u. a. (Hg.), Glas. Malerei. Forschung. Internationale Studien zu Ehren von Rüdiger Becksmann, Berlin 2004, S. 167f.
  409. Monestir de Santes Creus, in: Joan Ainaud i de Lasarte u. a., Els vitralls del monestir de Santes Creus i la Catedral de Tarragona, Barcelona 1992 (Corpus Vitrearum Medii Aevi Espanya, VIII, Catalunya, 3), S. 21–180, hier S. 118‒157 (Joan Vila-Grau, in Zusammenarbeit mit Antoni Vila I Delclòs).
  410. Hans Wentzel, Die Glasmalereien in Schwaben von 1200–1350, Berlin 1958 (Corpus Vitrearum Medii Aevi Deutschland, I,1), S. 177–185, 186–189; Jürgen Michler, Bebenhausen, 1335: Das monumentale Prachtfenster im Chor der Klosterkirche. Zeugnis eines kulturgeschichtlichen Umbruchs, in: Denkmalpflege in Baden-Württemberg 26, 1997, S. 11–16; Rüdiger Becksmann, Die Heilsgeschichte in Maßwerk gesetzt. Zur Rekonstruktion des Ostfensters im Chor der Klosterkirche zu Bebenhausen, in: Ursula Schwitalla und Wilfried Setzler (Hg.), Die Zisterzienser in Bebenhausen, Tübingen 1998, S. 105–125; Daniel Parello, Neue Lösungen zur Bildprogrammatik zisterziensischer Prachtfenster im 14. Jahrhundert, in: Hartmut Scholz u. a. (Hg.), Glas. Malerei. Forschung. Internationale Studien zu Ehren von Rüdiger Becksmann, Berlin 2004, S. 168‒170.
  411. Die Stifterinschrift lautete: „Abbas structuram Conradus condidit istam. / Praemia, virgo pia, structori redde Maria / In regno coeli, quod posco corde fideli“; zitiert nach: Hans Wentzel, Die Glasmalereien in Schwaben von 1200–1350, Berlin 1958 (Corpus Vitrearum Medii Aevi Deutschland, I,1), S. 186, Anm. 1. Dass die Stifterinschrift drei ganze Zeilen und damit mehr als ein Drittel der gesamten Fensterfläche in Anspruch genommen hat, wie dies Rüdiger Becksmann annahm (Rüdiger Becksmann, Die Heilsgeschichte in Maßwerk gesetzt. Zur Rekonstruktion des Ostfensters im Chor der Klosterkirche zu Bebenhausen, in: Ursula Schwitalla und Wilfried Setzler (Hg.), Die Zisterzienser in Bebenhausen, Tübingen 1998, S. 114f.), darf als unwahrscheinlich gelten.
  412. Für die vom Verfasser vorgeschlagene Anordnung der Annen-Marien- und Christusszenen in zwei Gruppen, die der vom Maßwerk vorgegebenen Fenstergliederung entsprachen, fehlen die Anhaltspunkte; Daniel Parello, Neue Lösungen zur Bildprogrammatik zisterziensischer Prachtfenster im 14. Jahrhundert, in: Hartmut Scholz u. a. (Hg.), Glas. Malerei. Forschung. Internationale Studien zu Ehren von Rüdiger Becksmann, Berlin 2004, S. 168–170.
  413. Hans Wentzel, Die Glasmalereien in Schwaben von 1200–1350, Berlin 1958 (Corpus Vitrearum Medii Aevi Deutschland, I,1), S. 190–196; Rüdiger Becksmann, Die architektonische Rahmung des hochgotischen Bildfensters. Untersuchungen zur oberrheinischen Glasmalerei von 1250 bis 1350, Berlin 1967 (Forschungen zur Geschichte der Kunst am Oberrhein, IX/X), S. 84–86; Rüdiger Becksmann, in: Himmelslicht. Europäische Glasmalerei im Jahrhundert des Kölner Dombaus (1248‒1349), Ausstellungskatalog Köln 1998/99, Köln 1998, S. 234–236, Nr. 47.1-2.
  414. Ellen J. Beer, Die Glasmalereien der Schweiz aus dem 14. und 15. Jahrhundert (ohne Königsfelden und Berner Münsterchor), Basel 1965 (Corpus Vitrearum Medii Aevi Schweiz, III), S. 77–99; Stefan Trümpler, Les vitraux du choeur de l’église, in: L’Abbaye cistercienne d’Hauterive, Fribourg 1999 (Patrimoine Fribourgeois, 10), S. 59–65; Daniel Parello, Neue Lösungen zur Bildprogrammatik zisterziensischer Prachtfenster im 14. Jahrhundert, in: Hartmut Scholz u. a. (Hg.), Glas. Malerei. Forschung. Internationale Studien zu Ehren von Rüdiger Becksmann, Berlin 2004, S. 173–176.
  415. Ellen J. Beer rekonstruierte dagegen eine 66-teilige Folge von kleinformatigen heilsgeschichtlichen Szenen; Ellen J. Beer, Die Glasmalereien der Schweiz aus dem 14. und 15. Jahrhundert (ohne Königsfelden und Berner Münsterchor), Basel 1965 (Corpus Vitrearum Medii Aevi Schweiz, III), S. 86.
  416. Elena Kosina, Die mittelalterlichen Glasmalereien in Niedersachsen (ohne Lüneburg und die Heideklöster), unter Verwendung von Vorarbeiten von Ulf-Dietrich Korn, Berlin 2017 (Corpus Vitrearum Medii Aevi Deutschland, VII,1), S. 69–97.
  417. Daniel Parello, Neue Lösungen zur Bildprogrammatik zisterziensischer Prachtfenster im 14. Jahrhundert, in: Hartmut Scholz u. a. (Hg.), Glas. Malerei. Forschung. Internationale Studien zu Ehren von Rüdiger Becksmann, Berlin 2004, S. 170f.
  418. Sollte es sich um eine monumentale Wurzel-Jesse-Darstellung gehandelt haben, so wäre in diesem Zusammenhang auf das Ostfenster der ehemaligen Torkapelle aus dem zweiten Viertel des 14. Jh. in der englischen Zisterze Merevale hinzuweisen, deren Medaillonranken vielleicht wie im verwandten Fenster von St Mary’s Church in Shrewsbury einem monumentalen, über mehrere Bahnen liegenden Jesse entwachsen waren (Richard Marks, Cistercian window glass in England and Wales, in: Christopher Norton und David Park [Hg.], Cistercian art and architecture in the British Isles, Cambridge u. a. 1986, S. 219 und Pl. 90f.). Da sich die Reste jener Verglasung aber nicht mehr in situ befinden, sondern zu einem unbekannten Zeitpunkt an ihren gegenwärtigen Platz versetzt wurden, kann auch die Herkunft aus einem „Prachtfenster“ der untergegangenen Klosterkirche von Merevale nur vermutet werden.
  419. Sabine Lepsky und Norbert Nußbaum, Gotische Konstruktion und Bautechnik an der Zisterzienserkirche Altenberg, Bd. 2: Quer- und Langhaus, mit Beiträgen von Robert Bork, Bergisch Gladbach 2012 (Veröffentlichungen des Altenberger Dom-Vereins, 11), S. 16, 33f.
  420. Heinrich Oidtmann, Die rheinischen Glasmalereien vom 12. bis zum 16. Jahrhundert, Bd. 1, Düsseldorf 1912 (Preis-Schriften der Mevissen-Stiftung, 3), S. 218–228; Brigitte Lymant, Die mittelalterlichen Glasmalereien der ehemaligen Zisterzienserkirche Altenberg, mit einem Beitrag von Gerd Steinwascher: Wikbold Doppelstein, Bischof von Kulm, Bergisch Gladbach 1979, S. 111–162 und 167‒170; zur Rekonstruktion des Bildprogramms: Daniel Parello, Das Westfenster, in: Uwe Gast u. a., Der Altenberger Dom, Regensburg 2008 (Meisterwerke der Glasmalerei, 2), S. 51–73.
  421. „… fenestra … pulcherrimis coloribus picta et translucida variisque figuris ornata“, zitiert nach Johannes Jaeger, Die Klosterkirche zu Ebrach. Ein kunst- und kulturgeschichtliches Denkmal aus der Blüthezeit des Cistercienser-Ordens, Würzburg 1903, S. 65, Anm. 4; vgl. Wolfgang Wiemer, Die Ebracher Klosteranlage vor dem barocken Neubau, in: Wolfgang Wiemer und Gerd Zimmermann (Hg.), Festschrift 700 Jahre Abteikirche Ebrach (1285–1985), Ebrach 1985, S. 314f.
  422. Für das vierbahnige Fenster auf der Südseite gibt es eine Überlieferung aus dem 17. Jh., nach der in ihm u. a. die Jungfrau Maria zu sehen war, der ein Bischof und ein Ritter – der Gründungslegende zufolge der Speyerer Bischof Günther von Henneberg und der Edelfreie Walter von Lomersheim – das Kloster präsentieren: Rüdiger Becksmann, Die mittelalterlichen Glasmalereien in Schwaben von 1350 bis 1530 (ohne Ulm), unter Mitwirkung von Fritz Herz, auf der Grundlage der Vorarbeiten von Hans Wentzel † und Ferdinand Werner, Berlin 1986 (Corpus Vitrearum Medii Aevi Deutschland, I,2), S. 352f. und S. 369f., Regest Nr. 35. – Eine Darstellung ähnlichen Inhalts ist für ein Fenster der Klosterkirche Wörschweiler im Saarland schriftlich überliefert, ohne dass dessen Standort und Alter bekannt wären: W. Wüllenweber, Die Klosterruine Wörschweiler, in: Die Baudenkmale in der Pfalz, Bd. 1, Ludwigshafen am Rhein 1884–1889, S. 203.
  423. David H. Williams, The Welsh Cistercians. Written to Commemorate the Centenary of the Death of Stephan William Williams (1837–1899), Leominster 2001, S. 108; Andrew Renton, Discovering Pre-1700 Stained Glass in South Wales, in: Vidimus Nr. 34, Nov. 2009 (https://vidimus.org/issues/issue-34/feature/, zuletzt abgerufen am 05.07.2019).
  424. David H. Williams, The Welsh Cistercians. Written to Commemorate the Centenary of the Death of Stephan William Williams (1837–1899), Leominster 2001, S. 108; Andrew Renton, Discovering Pre-1700 Stained Glass in South Wales, in: Vidimus Nr. 34, Nov. 2009 (https://vidimus.org/issues/issue-34/feature/, zuletzt abgerufen am 05.07.2019).
  425. Fr. Manuel da Rocha, Descripção do Templo, Coro, Sachristia e Santuario do Real Mosteiro de Alcobaça, cód. CDXIII/307 of Fundo Alcobacense, Lissabon, Biblioteca Nacional de Portugal, fol. 45r/v; vgl. Pedro Redol, O Mosteiro da Batalha e o Vitral em Portugal nos Séculos XV e XVI, Batalha, Câmara Municipal da Batalha 2003, S. 55. Freundliche Mitteilung von Pedro Redol, Lissabon.
  426. Einen nicht vollständigen Überlick bietet Jane Hayward, Glazed Cloisters and their Development in the Houses of the Cistercian Order, in: Gesta 12, 1973, S. 93‒109. Behandelt werden Loccum, Heiligenkreuz, Wettingen, Wienhausen und Altenberg.
  427. Vgl. Markus Thome, Kirche und Klosteranlage der Zisterzienserabtei Heiligenkreuz. Die Bauteile des 12. und 13. Jahrhunderts, Petersberg 2007 (Studien zur internationalen Architektur- und Kunstgeschichte, 52), S. 187f.
  428. Eva Frodl-Kraft, Die mittelalterlichen Glasgemälde in Niederösterreich, 1. Teil: Albrechtsberg bis Klosterneuburg, Wien u. a. 1972 (Corpus Vitrearum Medii Aevi Österreich, II), S. 98‒113 und Abb.; Elisabeth Oberhaidacher-Herzig, Die mittelalterlichen Glasgemälde von Stift Heiligenkreuz, in: Sancta Crux. Zeitschrift des Stiftes Heiligenkreuz 75, 2014, S. 104, 106.
  429. Unter Abt Konrad III. Schmied (1547‒1558) wurde eine Folge von Rundscheiben aus der Zeit um 1500 nachträglich in die Fenster des Nordflügels eingesetzt; Günther Buchinger u. a., Die mittelalterlichen Glasgemälde in Niederösterreich, Teil 2, Wien u. a. 2015 (Corpus Vitrearum Medii Aevi Österreich, V,1), S. 640f.
  430. Für England und Wales s. David M. Robinson und Stuart Harrison, Cistercian Cloisters in England and Wales, Part I, in: Martin Henig und John McNeill (Hg.), The Medieval Cloister in England and Wales, Leeds 2006 (Journal of the British Archaeological Association, 159), S. 147f.
  431. Marcel Aubert, L’architecture cistercienne en France, Paris 1943, Bd. 2, S. 16, 23 und Fig. 309, 311; Jane Hayward, Glazed Cloisters and their Development in the Houses of the Cistercian Order, in: Gesta 12, 1973, S. 96f.
  432. Vgl. Horst Hirschler und Michael Wohlgemuth, Kloster Loccum, München/Berlin 2008 (DKV-Kunstführer, 160), S. 26.
  433. C[onrad] W. Hase, Das Cistercienser Kloster Loccum, in: Die mittelalterlichen Baudenkmäler Niedersachsens, Bd. 2, Hannover 1867, Sp. 302 und Bl. 76‒78; zuletzt: Elena Kosina, Die mittelalterlichen Glasmalereien in Niedersachsen (ohne Lüneburg und die Heideklöster), unter Verwendung von Vorarbeiten von Ulf-Dietrich Korn, Berlin 2017 (Corpus Vitrearum Medii Aevi Deutschland, VII,1), S. 315.
  434. Ellen J. Beer, Die Glasmalereien der Schweiz vom 12. bis zum Beginn des 14. Jahrhunderts, Basel 1956 (Corpus Vitrearum Medii Aevi Schweiz, I), S. 77‒89; Peter Hoegger, Glasmalerei im Kanton Aargau. Kloster Wettingen, [Buchs] 2002 (Corpus Vitrearum Schweiz, Reihe Neuzeit, I,2), S. 54‒58 (Farbabb.) und S. 217‒236.
  435. Hierzu allgemein: Christine Kratzke, Bestatten ‒ Gedenken ‒ Repräsentieren. Mittelalterliche Sepulkraldenkmäler in Zisterzen, in: Jackie Hall und Christine Kratzke (Hg.), Sepulturae cistercienses. Sépulture, Mémoire et Patronage dans les monastères cisterciens au Moyen Âge / Burial, Memorial and Patronage in Medieval Cistercian Monasteries / Grablegen, Memoria und Patronatswesen in mittelalterlichen Zisterzienserklöstern, Forges-Chimay 2005 (Cîteaux. Commentarii cistercienses, 56, 2005), S. 9‒26.
  436. Sie zeigten die Wappen von Wilhelm von Rüdesheim († 1324 oder 1333), Johann von Scharfenstein († 1329) und Tilmann von Rüdesheim († 1351), die in der Kirche oder im Kreuzgang des Klosters bestattet waren (Yvonne Monsees, Die Inschriften des Rheingau-Taunus-Kreises, Wiesbaden 1997 [Die Deutschen Inschriften, 43, Mainzer Reihe, 5], S. 28, Nr. 19, und S. 46, Nr. 39; Daniel Hess, Die mittelalterlichen Glasmalereien in Frankfurt und im Rhein-Main-Gebiet, Berlin 1999 [Corpus Vitrearum Medii Aevi Deutschland, III,1], S. 82; Hilmar Tilgner, Die Baugeschichte der Erbacher Klausur um 1500. Aspekte der renovatio unter Abt Martin Rifflinck und das spätere Schicksal dieser Umgestaltungen, in: Wolfgang Riedel [Hg.], Das Zisterzienserkloster Eberbach an der Zeitenwende. Abt Martin Rifflinck [1498‒1506] zum 500. Todesjahr, Mainz 2007 [Quellen und Abhandlungen zur mittelrheinischen Kirchengeschichte, 120], S. 369‒405, hier S. 381; Dieter Griesbach-Maisant und Ulrike Kunert, Sammelt die noch übrig gebliebenen Stücke, damit sie nicht verloren gehen. Glasmalerei aus Kloster Eberbach, in: Der Denkmalpfleger als Vermittler. Gerd Weiß zum 65. Geburtstag, Stuttgart 2014 [Arbeitshefte des Landesamtes für Denkmalpflege Hessen, 25], S. 207‒222, hier S. 210).
  437. Georg Chr. Fr. Lisch, Nekrologium der ältesten Fürsten Meklenburgs aus dem Fenster im Kreuzgange des Klosters Doberan (Doberaner Nekrologium), in: Jahrbücher des Vereins für meklenburgische Geschichte und Altertumskunde 1, 1836, S. 131‒136; ders., Ueber Bilder meklenburgischer Fürsten in der Kirche zu Doberan …, in: Jahrbücher des Vereins für meklenburgische Geschichte und Altertumskunde 2, 1837, S. 37‒40; dazu mit Überlegungen zu einem alternativen Standort im Bereich der fürstlichen Grablege im Nordquerhaus: Ilka Minneker, Vom Kloster zur Residenz. Dynastische Memoria und Repräsentation im spätmittelalterlichen und frühneuzeitlichen Mecklenburg, Münster 2007 (Symbolische Kommunikation und gesellschaftliche Wertesysteme. Schriftenreihe des Sonderforschungsbereichs 496, 18), S. 96‒103.
  438. Zum Doberaner Brunnenhaus: Heike M. Simon, Zur Entwicklung und Bedeutung der Brunnenhäuser innerhalb der mittelalterlichen Sakralbaukunst deutscher und österreichischer Territorien, Frankfurt am Main u. a. 1997 (Europäische Hochschulschriften, Reihe XXXVIII, Kunstgeschichte, 290), S. 225.
  439. Rüdiger Becksmann und Ulf-Dietrich Korn, Die mittelalterlichen Glasmalereien in Lüneburg und den Heideklöstern, unter Mitwirkung von Fritz Herz, Berlin 1992 (Corpus Vitrearum Medii Aevi Deutschland, VII,2), S. 203‒208, 214‒231, Farbtaf. II‒IV, Abb. 225‒243; Olaf Siart, Kreuzgänge mittelalterlicher Frauenklöster. Bildprogramme und Funktionen, Petersberg 2008, S. 60‒75, 84‒89, Taf. 17‒24.
  440. Rüdiger Becksmann und Ulf-Dietrich Korn, Die mittelalterlichen Glasmalereien in Lüneburg und den Heideklöstern, unter Mitwirkung von Fritz Herz, Berlin 1992 (Corpus Vitrearum Medii Aevi Deutschland, VII,2), S. 218.
  441. Zeit und Ewigkeit. 128 Tage in St. Marienstern, Ausstellungskatalog St. Marienstern, Halle a. d. Saale 1998, S. 219f., Nr. 2.162 (Monika Böning); Kaiser Karl IV. 1316‒2016, Ausstellungskatalog Prag/Nürnberg 2016/17, Prag 2016, S. 468f., Nr. 11.8.a‒b (Markus Mock).
  442. Mathias Köhler, Die Bau- und Kunstgeschichte des ehemaligen Zisterzienserklosters Bebenhausen bei Tübingen. Der Klausurbereich, Stuttgart 1995 (Veröffentlichungen der Kommission für geschichtliche Landeskunde in Baden-Württemberg, Reihe B. Forschungen, 124), S. 322‒382, 386 (Zitat).
  443. Rüdiger Becksmann, Die mittelalterlichen Glasmalereien in Schwaben von 1350 bis 1530 (ohne Ulm), unter Mitwirkung von Fritz Herz, auf der Grundlage der Vorarbeiten von Hans Wentzel † und Ferdinand Werner, Berlin 1986 (Corpus Vitrearum Medii Aevi Deutschland, I,2), S. 346f.
  444. Zu Friedrich von Nippenburg: Karl Klunzinger, Urkundliche Geschichte der vormaligen Cisterzienser-Abtei Maulbronn, Stuttgart 1854, Regesten S. 57; Walther Ludwig, Südwestdeutsche Studenten in Pavia 1451–1500, in: Zeitschrift für Württembergische Landesgeschichte 48, 1989, S. 97–111, hier S. 102f.
  445. Hilmar Tilgner, Die Baugeschichte der Erbacher Klausur um 1500. Aspekte der renovatio unter Abt Martin Rifflinck und das spätere Schicksal dieser Umgestaltungen, in: Wolfgang Riedel (Hg.), Das Zisterzienserkloster Eberbach an der Zeitenwende. Abt Martin Rifflinck (1498‒1506) zum 500. Todesjahr, Mainz 2007 (Quellen und Abhandlungen zur mittelrheinischen Kirchengeschichte, 120), S. 374, Anm. 14, und S. 379.
  446. Yvonne Monsees, Die Inschriften des Rheingau-Taunus-Kreises, Wiesbaden 1997 (Die Deutschen Inschriften, 43, Mainzer Reihe, 5), S. 275f., Nr. 328f.
  447. Eberbach, Abteimuseum; hierzu: Daniel Hess, Die mittelalterlichen Glasmalereien in Frankfurt und im Rhein-Main-Gebiet, Berlin 1999 (Corpus Vitrearum Medii Aevi Deutschland, III,1), S. 87‒89 und Abb.; Dieter Griesbach-Maisant und Ulrike Kunert, Sammelt die noch übrig gebliebenen Stücke, damit sie nicht (auch noch) verloren gehen. Glasmalerei aus Kloster Eberbach, in: Der Denkmalpfleger als Vermittler. Gerd Weiß zum 65. Geburtstag, Stuttgart 2014 (Arbeitshefte des Landesamtes für Denkmalpflege Hessen, 25), S. 212‒214.
  448. Hartmut Scholz, Die mittelalterlichen Glasmalereien in Mittelfranken und Nürnberg extra muros, Berlin 2002 (Corpus Vitrearum Medii Aevi Deutschland, X,1), Anhänge, Tafeln, S. 553 und S. 557, Regest Nr. 3; der im Geschlechterbuch Konrads IV. Haller erwähnte Stiftungsort „Pirckling“ dürfte eher mit Birklingen bei Iphofen zu identifizieren sein, wo es im Kreuzgang des Augustiner-Chorherrenstifts eine Fensterstiftung Markgraf Friedrichs des Älteren gegeben hat (Theodor Freudenberger, Quellen zur Geschichte der Wallfahrt und des Augustinerchorherrenstiftes Birklingen bei Iphofen [Mfr.] 1457-1546, Würzburg 1937 [Würzburger Diözesangeschichtsblätter, 5], S. 146, Regest Nr. 226); ferner: Uwe Gast, unter Mitwirkung von Markus Leo Mock, Die mittelalterlichen Glasmalereien in Unter- und Oberfranken (Corpus Vitrearum Medii Aevi Deutschland, IX), in Vorbereitung.
  449. Peter Hoegger, Glasmalerei im Kanton Aargau. Kloster Wettingen, [Buchs] 2002 (Corpus Vitrearum Schweiz, Reihe Neuzeit, I,2), S. 14f., 240‒259, 260‒262, 307‒329 und S. 62‒77, 80f., 116‒135 (Farbabb.).
  450. Hans R. Sennhauser, Das Kloster Kappel im Mittelalter. Bemerkungen zur Klosterkirche und zur Klosteranlage, in: Zisterzienserbauten in der Schweiz. Neue Forschungsergebnisse zur Archäologie und zur Kunstgeschichte, Bd. 2, Zürich 1990 (Veröffentlichungen des Instituts für Denkmalpflege an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich, 10.2), S. 85‒126, hier S. 107f. und Anhang S. 123f.
  451. Waltraud Hörsch, Zur Geschichte des Zisterzienserklosters St. Urban von 1194 bis 1768, in: Sankt Urban 1194‒1994. Ein ehemaliges Zisterzienserkloster, Bern 1994, S. 17‒72, hier die Bildlegende S. 41.
  452. „… fenestrae ambitus per circuitum depictae sunt, referuntque plerasque historias Sacrae scripturae, (et) integram vitam S. P. nostri Bernardi“; Gaspar Jongelinvs, Notitia Abbatiarvm Ordinis Cistertiensis Per Orbem Vniversvm: Libros X …, Antwerpen 1640, II, S. 30.
  453. Hartmut Scholz, Die Restscheiben der Kreuzgangsverglasung, in: Uwe Gast u. a., Der Altenberger Dom, Regensburg 2008 (Meisterwerke der Glasmalerei, 2), S. 75‒81, hier S. 80f. (mit Auflistung aller Reste).
  454. „Qui … fecit fieri suis pecuniis fenestras vitreas in opposito calefactorii in ambitu“; Woldemar Harleß, Das Memorienregister der Abtei Altenberg, in: Zeitschrift des Bergischen Geschichtsvereins 31 (N. F. 21), 1895, S. 119‒150, hier S. 133; Ernst von Oidtman, Das Schöffen- und Adelsgeschlecht von der Eren, in: Jahrbuch des Kölnischen Geschichtsvereins 16, 1934, S. 14f. und 34.
  455. Zur Lage des Kalefaktoriums: Karl Eckert, S. Bernard von Clairvaux. Glasmalereien aus dem Kreuzgang von Altenberg bei Köln, unter Auswertung des Manuskripts Stephan Steffen 1915, Wuppertal 1953, S. 45; zur Unterscheidung zweier Kreuzgänge in Altenberg: Sabine Lepsky, Klausur Altenberg, in: Die Zisterzienser. Das Europa der Klöster, Ausstellungskatalog Bonn 2017/18, Bonn 2017, S. 147‒153.
  456. Nach im Victoria and Albert Museum bewahrten Resten war er in den Sockelzeilen um Bilder der Stifter und Stifterinnen, meist mit Interzessoren, ergänzt (Dagmar Täube, Perlen rheinischer Kunst. Die Glasmalereien aus dem Kreuzgang des Klosters Mariawald, in: Dagmar Täube u. a. [Hg.], Rheinische Glasmalerei. Meisterwerke der Renaissance, Ausstellungskatalog Köln, Regensburg 2007 [Sigurd Greven-Studien, 7], Bd. 2, S. 159‒251 und Abb.).
  457. Ulrike Rülander, in: Simone Epking u. a., Der Dom zu Münster 793 ‒ 1945 ‒ 1993, Bd. 2: Die Ausstattung, Teilbd. 1, Mainz am Rhein 2004 (Denkmalpflege und Forschung in Westfalen, 26), S. 88‒91; Udo Grote und Stephan Kube (Fotos), Der Dom zu Münster. Höhepunkte der Kathedralkirche St. Paulus, Münster 2014, Abb. S. 140‒143.
  458. „… in fenestris Circuitus monasteriorum illius Ordinis historia vitae Bernhardi … depicta est“ (Rodolphus Hospinianus, De monachis …, Zürich 1588, hier zitiert nach der 2. Aufl. Zürich 1609, S. 157v).
  459. Zusammenfassend: Hartmut Scholz, Die mittelalterlichen Glasmalereien in Mittelfranken und Nürnberg extra muros, Berlin 2002 (Corpus Vitrearum Medii Aevi Deutschland, X,1), Text, S. 196f.
  460. Hans Mosler, Das Erzbistum Köln, Bd. 1, Berlin 1965 (Germania Sacra N. F., 2), S. 52f.
  461. Gerda Panofsky-Soergel, Rheinischer-Bergischer Kreis, Bd. 2, Düsseldorf 1972 (Die Denkmäler des Rheinlandes, 19), S. 93‒95, 132f.
  462. Karl Eckert, S. Bernard von Clairvaux. Glasmalereien aus dem Kreuzgang von Altenberg bei Köln, unter Auswertung des Manuskripts Stephan Steffen 1915, Wuppertal 1953; Dagmar Täube, Der hl. Bernhard als leuchtendes Vorbild. Die Glasmalereien der Kreuzgänge der Klöster Altenberg und St. Apern, in: Dagmar Täube u. a. (Hg.), Rheinische Glasmalerei. Meisterwerke der Renaissance, Ausstellungskatalog Köln, Regensburg 2007 (Sigurd Greven-Studien, 7), Bd. 2, S. 11‒20, 23‒139; Hartmut Scholz, Die Restscheiben der Kreuzgangsverglasung, in: Uwe Gast u. a., Der Altenberger Dom, Regensburg 2008 (Meisterwerke der Glasmalerei, 2), S. 75‒79.
  463. Vgl. hierzu ausführlich: Karl Eckert, S. Bernard von Clairvaux. Glasmalereien aus dem Kreuzgang von Altenberg bei Köln, unter Auswertung des Manuskripts Stephan Steffen 1915, Wuppertal 1953, S. 45‒47 und 47‒55.
  464. Herbert Rode, Die mittelalterlichen Glasmalereien des Kölner Domes, Berlin 1974 (Corpus Vitrearum Medii Aevi Deutschland, IV,1), bes. S. 163‒168 und S. 180‒185; zusammenfassend: Dagmar Täube, Der hl. Bernhard als leuchtendes Vorbild. Die Glasmalereien der Kreuzgänge der Klöster Altenberg und St. Apern, in: Dagmar Täube u. a. (Hg.), Rheinische Glasmalerei. Meisterwerke der Renaissance, Ausstellungskatalog Köln, Regensburg 2007 (Sigurd Greven-Studien, 7), Bd. 2, S. 21f., 139‒157 und Abb.
  465. Voyage littéraire de deux religieux bénédictins de la Congrégation de Saint Maur …, Teil 1, Paris 1707, S. 101 („… le grand cloître, qui est vouté & vitré“).
  466. Hermannus Keussen (Hg.), Chronicon monasterii Campensis ordin. Cisterciensis, in: Annalen des historischen Vereins für den Niederrhein, insbesondere die alte Erzdiöcese Köln 20, 1869, S. 318 („Anno domini MoCCCCoXXXIo … Eodem anno pars ambitus ante capitulum cum fenestris vitreis“).
  467. Leonhard Scherg, Philipp Trunk und seine Schriften über das Kloster Bronnbach, in: Wertheimer Jahrbuch 1988/89, S. 71‒119, hier S. 95 („… depictis undique fenestris clausus“), Übersetzung auf S. 103; Katinka Krug, Kloster Bronnbach. Die Baugeschichte von Kirche und Klausur des Zisterzienserklosters, Stuttgart 2012 (Forschungen und Berichte der Bau- und Kunstdenkmalpflege in Baden-Württemberg, 15), S. 160.
  468. Voyage littéraire de deux religieux bénédictins de la Congrégation de Saint Maur …, 1. Teil, Paris 1707, S. 195f. („Le cloître est grand, vouté & vitré“).
  469. Bei der Aufhebung des Klosters im Jahr 1538 wurden in Kreuzgang und Kapitelsaal 28 Scheiben gemalten Glases verzeichnet („xxviii panys of payntyd glass“): Sarah Brown, Introduction, in: John D. Austin, Merevale Church and Abbey. The Stained Glass, Monuments and History of the Church of Our Lady and Merevale Abbey, Warwickshire, Studley 1998, S. 1‒4, hier S. 2.
  470. Heike M. Simon, Zur Entwicklung und Bedeutung der Brunnenhäuser innerhalb der mittelalterlichen Sakralbaukunst deutscher und österreichischer Territorien, Frankfurt am Main u. a. 1997 (Europäische Hochschulschriften, Reihe XXXVIII, Kunstgeschichte, 290), S. 37‒41 (das Zitat S. 38), 146‒165.
  471. Markus Thome, Kirche und Klosteranlage der Zisterzienserabtei Heiligenkreuz. Die Bauteile des 12. und 13. Jahrhunderts, Petersberg 2007 (Studien zur internationalen Architektur- und Kunstgeschichte, 52), S. 202.
  472. Die heutige Verglasung mit Wappen „besonderer Wohltäter des Stifts“ stammt von 1886/87; vgl. hierzu: Peter Zawrel, Das Nachleben der Kuenringer, in: Kuenringer-Forschungen, Wien 1981 (Jahrbuch für Landeskunde von Niederösterreich N. F. 46/47, 1980/81), S. 268‒313, hier S. 302; zum Bau: Heike M. Simon, Zur Entwicklung und Bedeutung der Brunnenhäuser innerhalb der mittelalterlichen Sakralbaukunst deutscher und österreichischer Territorien, Frankfurt am Main u. a. 1997 (Europäische Hochschulschriften, Reihe XXXVIII, Kunstgeschichte, 290), S. 56‒63, und zuletzt Mario Schwarz, Die Baukunst des 13. Jahrhunderts in Österreich, Wien u. a. 2013, S. 134‒140.
  473. Hermann Watzl, Über Pitanzen und Reichnisse für den Konvent des Klosters Heiligenkreuz 1431, in: Analecta Cisterciensia 34, 1978, S. 40‒147, hier S. 53f., Nr. 1; zum Bau: Markus Thome, Kirche und Klosteranlage der Zisterzienserabtei Heiligenkreuz. Die Bauteile des 12. und 13. Jahrhunderts, Petersberg 2007 (Studien zur internationalen Architektur- und Kunstgeschichte, 52), S. 201‒220; vgl. aber auch: Mario Schwarz, Die Baukunst des 13. Jahrhunderts in Österreich, Wien u. a. 2013, S. 309f.
  474. Zum Kapitelsaal als Grablege: Annegret Laabs, Malerei und Plastik im Zisterzienserorden. Zum Bildgebrauch zwischen sakralem Zeremoniell und Stiftermemoria 1250‒1430, Petersberg 2000 (Studien zur internationalen Architektur- und Kunstgeschichte, 8), S. 135f., 138; zum Bau des Kapitelsaals (um 1230): Markus Thome, Kirche und Klosteranlage der Zisterzienserabtei Heiligenkreuz. Die Bauteile des 12. und 13. Jahrhunderts, Petersberg 2007 (Studien zur internationalen Architektur- und Kunstgeschichte, 52), S. 163–174.
  475. Eva Frodl-Kraft, Die mittelalterlichen Glasgemälde in Niederösterreich, Teil 1, Wien u.a. 1972 (Corpus Vitrearum Medii Aevi Österreich, II), S. 113‒125 und Abb.; Elisabeth Oberhaidacher-Herzig, Die Bildfenster im Brunnenhaus von Stift Heiligenkreuz und die Memoria der Babenberger Fundatoren, in: Österreichische Zeitschrift für Kunst und Denkmalpflege 66, 2012, S. 291‒299.
  476. Für Rudolf von Habsburg als Auftraggeber sprachen sich zuletzt aus: Alexander Sauter, Fürstliche Herrschaftsrepräsentation. Die Habsburger im 14. Jahrhundert, Ostfildern 2003 (Mittelalter-Forschungen, 12), S. 31‒34; Mario Schwarz, Die Baukunst des 13. Jahrhunderts in Österreich, Wien u. a. 2013, S. 309f.
  477. Annegret Laabs, Malerei und Plastik im Zisterzienserorden. Zum Bildgebrauch zwischen sakralem Zeremoniell und Stiftermemoria 1250‒1430, Petersberg 2000 (Studien zur internationalen Architektur- und Kunstgeschichte, 8), S. 138; Elisabeth Oberhaidacher-Herzig, Die Bildfenster im Brunnenhaus von Stift Heiligenkreuz und die Memoria der Babenberger Fundatoren, in: Österreichische Zeitschrift für Kunst und Denkmalpflege 66, 2012, S. 291–299; vgl. auch: Markus Thome, Kirche und Klosteranlage der Zisterzienserabtei Heiligenkreuz. Die Bauteile des 12. und 13. Jahrhunderts, Petersberg 2007 (Studien zur internationalen Architektur- und Kunstgeschichte, 52), S. 219f. Für die aufschlussreiche Diskussion über die Auftraggeberfrage danken wir Dr. Günther Buchinger, Wien.
  478. Nicolaus Heutger, Kloster Walkenried. Geschichte und Gegenwart, Berlin 2007 (Studien zur Geschichte, Kunst und Kultur der Zisterzienser, 27), S. 76 (allgemeiner Hinweis auf eine Kreuzgangverglasung).
  479. Heike M. Simon, Zur Entwicklung und Bedeutung der Brunnenhäuser innerhalb der mittelalterlichen Sakralbaukunst deutscher und österreichischer Territorien, Frankfurt am Main u. a. 1997 (Europäische Hochschulschriften, Reihe XXXVIII, Kunstgeschichte, 290), S. 74.
  480. Zur Datierung: Ute Chibidziura, Das mittelalterliche Zisterzienserkloster Neuberg an der Mürz. Seine Stellung in der gotischen Architektur Österreichs, Diss. Köln 2001, S. 222, 287 (https://kups.ub.uni-koeln.de/957/1/diss.pdf, zuletzt abgerufen am 11.06.2019).
  481. Bruno Griesser OCist, Registrum Epistolarum Stephani de Lexinton abbatis de Stanlegia et de Savigniaco, in: Analecta Sacri Ordinis Cisterciensis 8, 1952, S. 210 (7.); vgl. Matthias Untermann, Forma Ordinis. Die mittelalterliche Baukunst der Zisterzienser, München/Berlin 2001 (Kunstwissenschaftliche Studien, 89), S. 117.
  482. Un grand monastère au XVIe siècle, in: Annales archéologiques 3, 1845, S. 229; vgl. Helen J. Zakin, French Cistercian Grisaille Glass, New York/London 1979, S. 76.
  483. Richard Marks, Cistercian window glass in England and Wales, in: Christopher Norton und David Park (Hg.), Cistercian art and architecture in the British Isles, Cambridge u. a. 1986, S. 215 und S. 216, Fig. 25.
  484. Hartmut Scholz, Die mittelalterlichen Glasmalereien in Mittelfranken und Nürnberg extra muros, Berlin 2002 (Corpus Vitrearum Medii Aevi Deutschland, X,1), Text, S. 192f., Anhänge, Tafeln, S. 563, Regest Nr. 35.
  485. Rüdiger Becksmann, Die mittelalterlichen Glasmalereien in Baden und der Pfalz (ohne Freiburg i. Br.), Berlin 1979 (Corpus Vitrearum Medii Aevi Deutschland, II,1), S. 218 und S. 299, Regest Nr. 56.
  486. Sarah Brown, Introduction, in: John D. Austin, Merevale Church and Abbey. The Stained Glass, Monuments and History of the Church of Our Lady and Merevale Abbey, Warwickshire, Studley 1998, S. 2.
  487. Marcel Aubert, L’architecture cistercienne en France, Bd. 1, Paris 1943, S. 313, Anm. 1; Pedro Redol, O Mosteiro da Batalha e o Vitral em Portugal nos Séculos XV e XVI, Batalha, Câmara Municipal da Batalha 2003, S. 55f. Freundliche Mitteilung von Pedro Redol, Lissabon.
  488. Eva Fitz, Eine unerwartete Entdeckung ‒ Die Glasmalereifragmente aus dem Ostflügel des Zisterzienserinnenklosters Zarrentin, in: KulturERBE in Mecklenburg und Vorpommern 8, 2012, S. 135‒140, 141f.
  489. Rüdiger Becksmann, Die mittelalterlichen Glasmalereien in Schwaben von 1350 bis 1530 (ohne Ulm), unter Mitwirkung von Fritz Herz, auf der Grundlage der Vorarbeiten von Hans Wentzel † und Ferdinand Werner, Berlin 1986 (Corpus Vitrearum Medii Aevi Deutschland, I,2), S. 347.
  490. Rüdiger Becksmann, Die mittelalterlichen Glasmalereien in Baden und der Pfalz (ohne Freiburg i. Br.), Berlin 1979 (Corpus Vitrearum Medii Aevi Deutschland, II,1), S. 220‒223; zum Bau: Dagmar Zimdars u. a., Baden-Württemberg I. Die Regierungsbezirke Stuttgart und Karlsruhe, München/Berlin 1993, S. 659.
  491. Rüdiger Becksmann, Die mittelalterlichen Glasmalereien in Baden und der Pfalz (ohne Freiburg i. Br.), Berlin 1979 (Corpus Vitrearum Medii Aevi Deutschland, II,1), S. 300, Regest Nr. 62f.
  492. Nürnberg, Germanisches Nationalmuseum, Inv.nr. Hz195–204; Rüdiger Becksmann, Die mittelalterlichen Glasmalereien in Baden und der Pfalz (ohne Freiburg i. Br.), Berlin 1979 (Corpus Vitrearum Medii Aevi Deutschland, II,1), S. 221‒223; Petra Beisel-Autenrieth, Verschollene Glasfenster aus dem Zisterzienserkloster Schönau, in: Der Odenwald. Zeitschrift des Breuberg-Bundes 66, 2019, S. 48‒74.
  493. Rüdiger Becksmann, Die mittelalterlichen Glasmalereien in Baden und der Pfalz (ohne Freiburg i. Br.), Berlin 1979 (Corpus Vitrearum Medii Aevi Deutschland, II,1), S. 217f. und S. 299, Regest Nr. 55f.
  494. Rüdiger Becksmann, Die mittelalterlichen Glasmalereien in Schwaben von 1350 bis 1530 (ohne Ulm), unter Mitwirkung von Fritz Herz, auf der Grundlage der Vorarbeiten von Hans Wentzel † und Ferdinand Werner, Berlin 1986 (Corpus Vitrearum Medii Aevi Deutschland, I,2), S. 347.
  495. Dieter Griesbach-Maisant und Ulrike Kunert, Sammelt die noch übrig gebliebenen Stücke, damit sie nicht (auch noch) verloren gehen. Glasmalerei aus Kloster Eberbach, in: Der Denkmalpfleger als Vermittler. Gerd Weiß zum 65. Geburtstag, Stuttgart 2014 (Arbeitshefte des Landesamtes für Denkmalpflege Hessen, 25), S. 214; vgl. auch: Uwe Gast, unter Mitwirkung von Ivo Rauch, Die mittelalterlichen Glasmalereien in Oppenheim, Rhein- und Südhessen, Berlin 2011 (Corpus Vitrearum Medii Aevi Deutschland, III,1), S. 493, mit falscher, auf anderen Angaben beruhender Lokalisierung.
  496. Günter Brucher, Architektur von 1300 bis 1430, in: ders. (Hg.), Geschichte der bildenden Kunst in Österreich, Bd. 2: Gotik, München u. a. 2000, S. 230‒297, hier S. 291, Nr. 61; Margit Stadlober, Die Kreuzkapelle des Stiftes Rein als Quelle des neuen Raumbewusstseins innerhalb des Sakralbaus im 15. Jahrhundert, in: Ulrich Becker u. a. (Hg.), Ich hab das selbig paun lassen. Beiträge zur Kunst der Spätgotik in der Steiermark, Graz 2011 (Joannea, N. F. 02/2011), S. 192‒205; Horst Schweigert, Architektur der Gotik in der Steiermark, in: Gerhard Pferschy (Hg.), Die Steiermark im Spätmittelalter, Wien u. a. 2018 (Geschichte der Steiermark, 4), S. 597‒623, hier S. 613.
  497. Franz Kieslinger, Gotische Glasmalerei in Österreich bis 1450, Zürich u. a. 1928, S. 71; Eva Frodl-Kraft, Die mittelalterlichen Glasgemälde in Wien, Graz u. a. 1962 (Corpus Vitrearum Medii Aevi Österreich, I), S. 133f.; Suzanne Beeh-Lustenberger, Glasmalerei um 800‒1900 im Hessischen Landesmuseum in Darmstadt, Frankfurt a. M. 1967 (Abbildungsteil) und Hanau 1973 (Textteil) (Kataloge des Hessischen Landesmuseums, 2), Abb. 85‒91 und S. 109‒116, Nr. 147‒164; Ernst Bacher, Die mittelalterlichen Glasgemälde in der Steiermark, Teil 1, Wien u. a. 1979 (Corpus Vitrearum Medii Aevi Österreich, III), S. 85‒88; zusammenfassend: Horst Schweigert, Malerei und Bildhauerkunst der Gotik in der Steiermark, in: Gerhard Pferschy (Hg.), Die Steiermark im Spätmittelalter, Wien u. a. 2018 (Geschichte der Steiermark, 4), S. 639.
  498. Rudolf M. Kloos, Die Inschriften des Landkreises Bamberg bis 1650, in Zusammenarbeit mit Lothar Bauer und mit Beiträgen von Isolde Maierhöfer, München 1980 (Die deutschen Inschriften, 18, Münchener Reihe, 6), S. 13, Nr. 13.
  499. Koksijde, Abdijmuseum Ten Duinen, https://erfgoedinzicht.be/collecties/detail/4a874adc-2502-51ab-955b-c8a377438e76 (zuletzt abgerufen am 25.07.2019); Chantal Fontaine-Hodiamont, Blason en vitrail aux armes de Bourgogne … Coxyde, fouilles de l’abbaye des Dunes, Museum van de Duinenabdij / Wapenschild in glasraam met de wapens van Bourgondië … Koksijde, opgravingen Duinenabdij, Museum van de Duinenabdij, in: Institut royal du Patrimoine artistique / Koninklijk Instituut voor het Kunstpatrimonium. Bulletin 28, 1999/2000, S. 277–283.
  500. Pedro Redol, O Mosteiro da Batalha e o Vitral em Portugal nos Séculos XV e XVI, Batalha, Câmara Municipal da Batalha 2003, S. 53. Freundliche Mitteilung von Dr. Pedro Redol, Universidade Nova, Lissabon.
  501. Vgl. Matthias Untermann, Handbuch der mittelalterlichen Architektur, Darmstadt 2009, S. 75f., 123, 142.
  502. Manfred F. Fischer, Das ehemalige Zisterzienserkloster Heilsbronn bei Ansbach (Baugeschichte 1132‒1284), in: Jahrbuch für fränkische Landesforschung 24, 1964, S. 21‒109, hier S. 43‒53; Matthias Untermann, Forma Ordinis. Die mittelalterliche Baukunst der Zisterzienser, München/Berlin 2001 (Kunstwissenschaftliche Studien, 89), S. 280.
  503. Hartmut Scholz, Die mittelalterlichen Glasmalereien in Mittelfranken und Nürnberg extra muros, Berlin 2002 (Corpus Vitrearum Medii Aevi Deutschland, X,1), Text, S. 189, 194 (Zitat), 195; Miriam Montag-Erlwein, Heilsbronn von der Gründung 1132 bis 1321. Das Beziehungsgeflecht eines Zisterzienserklosters im Spiegel seiner Quellenüberlieferung, Berlin/Boston 2011 (Studien zur Germania Sacra, N. F. 1), S. 342‒344.
  504. Zu Lichtenthal: Ilas Bartusch, Die Inschriften der Stadt Baden-Baden und des Landkreises Rastatt, Wiesbaden 2009 (Die Deutschen Inschriften, 78, Heidelberger Reihe, 17), S. XXIV (http://www.inschriften.net/baden-baden-und-landkreis-rastatt/einleitung/2-historischer-ueberblick.html, zuletzt abgerufen am 19.08.2019); zur Stiftung Rudolf Rules von Friedberg: Daniel Hess, Die mittelalterlichen Glasmalereien in Frankfurt und im Rhein-Main-Gebiet, Berlin 1999 (Corpus Vitrearum Medii Aevi Deutschland, III,2), S. 326.
  505. Rüdiger Becksmann, Die mittelalterlichen Glasmalereien in Baden und der Pfalz (ohne Freiburg i. Br.), Berlin 1979 (Corpus Vitrearum Medii Aevi Deutschland, II,1), S. 9–11; zu den Resten in London ergänzend: Paul Williamson, Medieval and Renaissance Stained Glass in the Victoria and Albert Museum, London 2003, Abb. 21 und S. 135f., Nr. 21.
  506. Zum Bau: Klaus G. Beuckers, Köln. Die Kirchen in gotischer Zeit. Zur spätmittelalterlichen Sakralbautätigkeit an den Kloster-, Stifts- und Pfarrkirchen in Köln, Köln 1998 (Stadtspuren ‒ Denkmäler in Köln, 24), S. 255‒257, bes. S. 257; zur Ausstattung: Angela Kulenkampff, Zur Ausstattung der Grablege der Grafen von Neuenahr im ehemaligen Zisterzienserinnenkloster Mariengarten in Köln zwischen 1459 und 1530 ‒ zugleich ein Beitrag zum Werk des Meisters der Hl. Sippe, in: Ulrich Schneider (Hg.), Festschrift für Gerhard Bott zum 60. Geburtstag, Darmstadt 1987, S. 29‒52; Margrit Jüsten-Hedtrich, St. Maria ad ortum / Mariengarten, in: Colonia Romanica. Jahrbuch des Fördervereins Romanische Kirchen Köln e. V. 11, 1996 (Kölner Kirchen und ihre mittelalterliche Ausstattung, 2), S. 117‒122.
  507. Angela Kulenkampff, Zur Ausstattung der Grablege der Grafen von Neuenahr im ehemaligen Zisterzienserinnenkloster Mariengarten in Köln zwischen 1459 und 1530 ‒ zugleich ein Beitrag zum Werk des Meisters der Hl. Sippe, in: Ulrich Schneider (Hg.), Festschrift für Gerhard Bott zum 60. Geburtstag, Darmstadt 1987, S. 44 und 48.
  508. Rüdiger Becksmann und Ulf-Dietrich Korn, Die mittelalterlichen Glasmalereien in Lüneburg und den Heideklöstern, unter Mitwirkung von Fritz Herz, Berlin 1992 (Corpus Vitrearum Medii Deutschland, VII,2), S. 209f.; dagegen: Claudia Mohn, Mittelalterliche Klosteranlagen der Zisterzienserinnen. Architektur der Frauenklöster im mitteldeutschen Raum, Petersberg 2006 (Berliner Beiträge zur Bauforschung und Denkmalpflege, 4), S. 235‒237.
  509. Rüdiger Becksmann und Ulf-Dietrich Korn, Die mittelalterlichen Glasmalereien in Lüneburg und den Heideklöstern, unter Mitwirkung von Fritz Herz, Berlin 1992 (Corpus Vitrearum Medii Deutschland, VII,2), S. 209–214.
  510. Dagmar Zimdars u. a., Baden-Württemberg I. Die Regierungsbezirke Stuttgart und Karlsruhe, München/Berlin 1993 (Georg Dehio Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler), S. 422; Regina Holzinger, Kloster Kirchheim am Ries 1267‒1505, Hamburg 1997 (Kunstgeschichte, 58), S. 95f.
  511. Hans Wentzel, Die Glasmalereien in Schwaben von 1200–1350, Berlin 1958 (Corpus Vitrearum Medii Aevi Deutschland, I,1), S. 221f., Abb. 522f.; Michael Burger, Fenestrae non historiatae. Ornamentale Glasmalerei der Hochgotik in den Regionen entlang des Rheins (1250–1350), Berlin 2018 (Corpus Vitrearum Medii Aevi Deutschland, Studien, III), S. 192, Anm. 642.
  512. Elena Kosina, Die mittelalterlichen Glasmalereien in Niedersachsen (ohne Lüneburg und die Heideklöster), unter Verwendung von Vorarbeiten von Ulf-Dietrich Korn, Berlin 2017 (Corpus Vitrearum Medii Aevi Deutschland, VII,1), S. 297‒299; Richard Marks, Cistercian window glass in England and Wales, in: Christopher Norton und David Park (Hg.), Cistercian art and architecture in the British Isles, Cambridge u. a. 1986, S. 220f. (Hailes) und S. 221f. (Merevale).
  513. Paul Williamson, Medieval and Renaissance Stained Glass in the Victoria and Albert Museum, London 2003, S. 149f., Nr. 78.


Verweise