Zisterzienser, Zisterzienserinnen (D. Kunsthandwerk)

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englisch: Cistercians; französisch: Cisterciens, Cisterciennes; italienisch: Cistercensi, Suore cistercense.


Kristina Hegner (II) und Esther P. Wipfler (I.A-C) (2018)


Kelch mit Patene, um 1230, aus dem Zisterzienserinnenkloster Mariensee.
Kelch, um 1264, aus dem Zisterzienserinnenkloster Marienstern.
Patene, um 1264, aus dem Zisterzienserinnenkloster Marienstern.
Kelch, 3. Viertel 13. Jh., Zisterzienserkloster Marienstatt.
Kelch, zwischen 1427 und 1433, im ehem. Zisterzienserinnenkloster Isenhagen.
Stifterin Katharina von Hoya auf dem Fuß des Kelchs, zwischen 1427 und 1433, im ehem. Zisterzienserinnenkloster Isenhagen.
Ziborium, um 1320, aus dem Zisterzienserinnenkloster Tennenbach.
Ziborium, um 1330, aus dem Zisterzienserinnenkloster Lichtenthal.
Ziborium, um 1924, Trappistenkloster Tamié.
Hostienmonstranz, 1286, aus der Zisterzienserinnenabtei Herkenrode.
Hostienmonstranz, Letztes Viertel 18. Jh., ehem. Zisterzienserinnenkloster Burtscheid.
Reliquiar mit den Reliquien von St. Bernhard und St. Malachias aus dem Zisterzienserkloster Clairvaux, 12. und 19. Jh.
Reliquiar des Hl. Johannes des Täufers, zwischen 1290 und 1296, Zisterzienserinnenkloster Marienstern.
Reliquiar des Hl. Evermarus, 1707, ehem. Zisterzienserinnenkloster Burtscheid.
Reliquiar mit Dornen der Dornenkrone Christi, um 1400, ehem. Zisterzienserinnenkloster Rostock.
Reliquiar Hl. Sebastian, 1497, aus dem Zisterzienserkloster Kaisheim.
Kreuz, um 1260/70, aus dem Zisterzienserkloster Tennenbach.
Kreuz mit Reliquien, Anfang 15. Jh., ehem. Zisterzienserkloster Alcobaça.
Sog. Krümme Roberts von Molesme, Ende 11./Anfang 12. Jh., aus dem Zisterzienserkloster Cîteaux.
Abtsstab, 12. Jh., aus dem Zisterzienserkloster Himmerod.
Abtsstab, 2. Viertel des 13. Jh., aus dem Zisterzienserkloster Chaalis.
Abtsstab, 1547, ehem. Zisterzienserkloster Bebenhausen.
Äbtissinnenstab, 1741, Zisterzienserinnenkloster Seligenthal.
Pazifikale, 1503, aus dem Zisterzienserkloster Eberbach.
Reliquienschrein, 1499, gefertigt im Zisterzienserinnenkloster Bersenbrück.
Tafelreliquiar mit Vesperbild, um 1500, aus dem Zisterzienserinnenkloster zum Heiligen Kreuz Rostock.
Flitterkrone für ein Mechelner Christkind, um 1500, aus dem Zisterzienserinnenkloster zum Heiligen Kreuz Rostock (?).
Reliquienkapsel mit Wachsrelief der Himmelskönigin, Mitte 18. Jh., Zisterzienserinnenkloster Gutenzell.
Reliquientafel mit Hl. Antonius von Padua, Ende 18. Jh./19. Jh., Zisterzienserinnenabtei St. Marienstern.
Reliquientafel mit Gottesmutter, Ende 18. Jh., aus dem Zisterzienserinnenkloster Mariahof, Neudingen.
Andachtsbild mit kreuztragendem Christus, um 1840, Zisterzienserinnenkloster Mariahof, Neudingen.

I. Goldschmiedekunst

Aus oder in Zisterzienserklöstern haben sich keine annähernd vollständigen Kirchenschätze erhalten, allerdings vermitteln die überlieferten Inventare insbesondere des Klosters Clairvaux, aber auch diejenigen aus den Abteien Heilsbronn, Himmelpforte, Fountains und die Visitationsberichte wie derjenige der Abtei Thame einen Eindruck über die Fülle des Verlorenen.[1]

Auch wenn es bislang keinerlei Hinweise darauf gibt, dass die Werke der Goldschmiedekunst in den Klöstern selbst angefertigt wurden, lässt sich dies nicht völlig ausschließen. Bislang wurden Goldschmiedearbeiten, sofern eine Einordnung überhaupt möglich war, fast ausschließlich städtischen Werkstätten zugewiesen. Eine Ausnahme bildet z. B. der Äbtissinnenstab, der von dem Benediktiner Felix Dreißig 1741 geschaffen wurde (Abb.).

Insbesondere die Gestaltung des Altargeräts, auch desjenigen, das nicht zu den „Vasa sacra“ zählte, wurde vom Generalkapitel im 12. Jh., im „Exordium parvum“ und „Exordium magnum“, mit Auflagen versehen: Die Leuchter durften nur aus Eisen, die Weihrauchfässer aus Eisen oder Kupfer sein; auch die Weinkännchen durften keinerlei Gold und Silber enthalten. Wie in anderen Bereichen entfernte man sich schon bald von diesem Ideal. Die erhaltenen Beispiele zeigen eine große Vielfalt an verwendeten Materialien und Gestaltungsmöglichkeiten, so dass sich diese kaum von den Werken unterscheiden, die nicht für den Gebrauch im Orden hergestellt wurden. Nur selten finden sich ikonographische Verweise auf den Zisterzienserorden wie die Darstellung der Ordensheiligen oder der im Orden besonders verbreiteten Themen wie der Schutzmantelmadonna (s. Bildkünste), da vor allem die aufwendigen Stücke vielfach Gegenstand ordensfremder Stiftungen waren. Ihre Gestaltung orientierte sich deshalb auch am Repräsentationsanspruch des Donators und seinen Themenwünschen. Deshalb ist es schwierig, nicht im ursprünglichen Kontext erhaltene Stücke den Schätzen bestimmter Klöster zuzuordnen, wenn Abtswappen oder dementsprechende Inschriften fehlen. Dies gilt zuerst für die Primarabteien, aber auch für alle später säkularisierten Klöster.[2]

A. Vasa sacra

Kelche und Fistulae konnten zwar aus Silber und vergoldet sein, sollten aber nicht aus Gold bestehen.[3] Auch in den „Capitula“ wurde dies festgeschrieben.[4] Dass die Kelche nur aus Silber sein sollten, wird noch einmal in den Kodifikationen von 1289 und 1316 wiederholt.[5] Allerdings beweisen die Nachricht der Stiftung eines goldenen Kelches für den Hochaltar der Abtei Mellifont für das Jahr 1157[6] und erhaltene bzw. dokumentierte Stücke des 12. und 13. Jh., dass dem Gebot schon recht früh zuwider gehandelt wurde. Es ist jedoch erkennbar, dass etwas anderes als Edelmetall als Behälter für den eucharistischen Wein nicht erwünscht war und deshalb auch das Pfortaer Gefäß aus Holz in Kelchform definitiv nicht zu den „vasa sacra“ gezählt werden kann. Wenn es sich dabei tatsächlich um einen Fund aus einem Mönchsgrab handelt, wie Joseph Braun vermutete[7] und in der Literatur dann als Faktum kolportiert wurde,[8] dann wäre er allenfalls als Sepulkralkelch (s. Funeralinsignien) anzusprechen.

1. Kelche und Patenen

Die großen Kelche, die vor allen an Feiertagen in der Konventsmesse verwendet wurden, sind deutlich in ihrer Ausgestaltung von den kleineren Kelchen zu unterscheiden, welche die Mönche für ihre Privatmessen verwendeten.[9] Diese dürften in ihrer Einfachheit kaum den Statuten widersprochen haben. Bewahrt sind jedoch zumeist die aufwendigeren Speisekelche, mit deren Stiftung inbesondere die mit dem jeweiligen Kloster verbundenen Adelsgeschlechter ihre Memoria auf standesgemäße Weise sichern wollten.

So zeigen der kostbare, verschollene Mariensterner Henkelkelch aus der ersten Hälfte des 13. Jh. mit getriebenen Reliefs und die ebenso reichhaltig mit Gravuren dekorierte Patene, deren Aufbewahrungsort ebenfalls unbekannt ist (Abb.; Abb.) ein umfassendes ikonographisches Programm: Auf den Wandungen der Cuppa sind sechs Szenen der Vita Christi von der Geburt bis zur Himmelfahrt dargestellt, auf dem Fuß befindet sich eine vielfigurige Darstellung des Weltgerichts: Unterhalb des von Evangelistensymbolen umgebenen und in der Mandorla thronenden Christus sind die Apostel, andere Heilige und die Stifter abgebildet. Die Inschrift am unteren Rand verweist auf die Stifterin.[10] Die Ikonographie der Mariensterner Patene hat das Messopfer und seine Präfigurationen zum Inhalt. In den vier darüber liegenden halbkreisförmigen Flächen sind Christus und die gebräuchlichen alttestamentlichen Typen des Abendmahls, die Opferung Isaaks durch :Abraham, Abel und Melchisedek mit dem Kelch und einem runden, an eine Hostie erinnernden Brot, dargestellt.[11] Ein anderer Kelch aus Marienstern, der ins dritte Viertel des 13. Jh. datiert wird, zeigt auf der Cuppa gravierte Darstellungen des Abendmahls, der Kreuztragung, der Kreuzigungsgruppe und der Frauen und Engel am Grabe, die mit umfangreichen Inschriften versehen sind.[12] Die Ikonographie des Mariensterner Kelches aus der Mitte und dem letzten Viertel des 13. Jh. zeigt auf dem Fuß dagegen Moses und den brennenden Dornbusch, die Aufrichtung de ehernen Schlange, Ezechiel an der Tempelpforte und Jonas, der dem Walrachen entsteigt.[13] Auch für Clairvaux ist ein solcher aufwendiger Kelch nachweisbar.[14] Kelch und Patene aus dem Zisterzienserinnenkloster Mariensee, Hildesheim (?), um 1230 (Abb.), weisen unterschiedliche Konzepte der Bildgestaltung auf: Während der Fuß des Kelches der typologischen Tradition entsprechend die Kreuzigung mit alttestamentlichen Typen zeigt (Tod Abels, Opferung Isaaks, Opfer aus Wein und Brot des Melchisedeks), ist die Ikonographie der Patene reduziert auf Engelsdarstellungen.[15] Der aus dem Zisterzienserinnenkloster Zehdenick stammende Kelch aus dem ausgehenden 13. Jh. zeigt dagegen auf dem Fuß Szenen aus dem Leben Christi (Verkündigung, Geburt, Kreuzigung, Auferstehung). Sein Nodus trägt außer den Evangelistensymbolen wiederholt das Antlitz Christi.[16] Der sog. Wettinger Stifterkelch,[17] zeigt die üblichen Szenen der Vita Christi erweitert um das seltene Motiv der Maria mit dem Christuskind an der Hand und die mariologischen Motive der Marienkrönung und der im Zisterzienserorden beliebten Schutzmantelmadonna (s. Bildkünste).[18] Ikonographisch sehr viel schlichter sind dagegen der Marienstatter Kelch aus der Mitte des 14. Jh.[19] und der um 1330/40 geschaffene Kelch, der möglicherweise aus Altzella stammt.[20]

Stücke wie der vergoldete Marienstatter Kelch aus dem 3. Viertel des 13. Jh. (Abb.)[21] oder ein Kelch des ausgehenden 13. Jh. aus vergoldetem Silber im ehem. Zisterzienserinnenkloster Heilig Kreuz in Rostock belegen, dass auch für die Gemeinschaft schlichtere Kelche in Gebrauch waren. Dabei lässt sich kaum entscheiden, ob diese aus Regeltreue gewählt wurden oder ob die Mittel zur Anschaffung aufwendigerer Stücke fehlten.

Explizite Bezüge zum Zisterzienserorden sind selten feststellbar. Dieser Mangel an Spezifika erschwert die Zuweisung von Stücken an Klöster des Ordens, fragwürdig ist deshalb auch die Stilisierung des Kelches in der Berliner Marienkirche zum „Choriner Askanierkelch“.[22]

Auch im 14. Jh. gibt es keine Unterschiede zu zeitgenössischen Werken: Bei dem sehr aufwendig gestalteten Kelch aus dem Zisterzienserinnenkloster Rulle, Osnabrück (?), 1320/30 (Osnabrück, Domschatzkammer und Diözesanmuseum), dominiert die virtuose Dekoration mit Blattornamenten die figürlichen Darstellungen.[23] Für das Zisterzienserkloster Hude existiert die Beschreibung eines Kelches aus dem verlorenen Klosterschatz, der als Stiftung des Abtes Robert 1397 bezeichnet gewesen ist und in dessen Inschrift die Wandlungsworte des „Canon Missae“ zitiert wurden.[24] Auf der Patene soll das Abendmahl und „wie der Teufel in Judam fährt“ dargestellt gewesen sein.[25]

Die erhaltenen Beispiele von „Vasa sacra“ des 15. Jh. aus Zisterzienserklosterkirchen weisen der allgemeinen ikonographischen Entwicklung entsprechend kaum noch typologische Verweise auf und beschränken sich auf zentrale Szenen der Vita Christi und Mariens wie bei dem Kelch in Neuzelle.[26] Derjenige im ehemaligen Kloster Løgum aus dem 15. Jh. zeigt nur eine Kreuzigungsszene.[27] Der von der Äbtissin Katharina von Hoya zwischen 1427 und 1433 wohl dem Zisterzienserinnenkloster Wienhausen gestiftete Kelch (Abb.) besitzt zudem auf seinem Fuß neben dem Bild der Stifterin (Abb.), einem aus Perlmutt geschnitzten Bildchen der Muttergottes und einem Kruzifix auch einen weiß gefleckten roten Jaspis, der als Amulett gegen Krankheit geschätzt wurde.[28]

Eine Besonderheit stellt allerdings der für Clairvaux überlieferte Kelch dar, dessen Cuppa mit vier Glöckchen versehen war. Nach Braun ist er der einzige, der in französischen Inventaren des ausgehenden Mittelalters und des 16. Jh. erwähnt wird. Erhalten haben sich derartige Kelche nur aus dem ausgehenden 15. Jh. und dem frühen 16. Jh. in Portugal.[29] Für das verlorene Stück der Abtei Clairvaux ist eine entsprechende Datierung auch nicht auszuschließen: Im Inventar von 1741 ist zwar angemerkt, dass der Kelch von dem heiligen Malachias (gest. 1148) und anderen Heiligen benutzt worden sei,[30], in dem Inventar von 1405 wird jedoch kein Kelch mit Glöckchen genannt. Demnach ist es möglich, dass der Kelch zwar danach, aber noch im 15. Jh. in den Besitz des Klosters gelangte. Darüber hinaus wäre es denkbar, dass diese Form des Kelches als Reaktion auf die Einführung der Kelchelevation gewählt wurde, die zwar erst 1444 bestätigt wurde[31] aber wohl schon im 14. Jh. im Orden gebräuchlich war.

Die weitere Entwicklung lässt ebenfalls keine zisterziensischen Besonderheiten erkennen.[32]

2. Pyxiden und Hostienmonstranzen

Die Aufbewahrung der Eucharistie für die Kommunion der Kranken und Sterbenden, die an der Messe nicht teilnehmen konnten (s. Versehgerät),[33] war auch in Cîteaux erforderlich. Wie aus dem Rituale des 12. Jh. hervorgeht, wurde die Kommunion in einem mit einem Velum bedeckten Kelch zu jenen gebracht.[34] Allerdings wurde die Aufbewahrung der Eucharistie in der abendländischen Kirche im Allgemeinen erst im Anschluss an die Definition der Transsubstantiationslehre 1215 verbindlich geregelt.[35] Die Gründe für diese Regelungen lagen in der begründeten Furcht vor dem Diebstahl der kostbaren Gefäße und des Missbrauchs des Inhalts, wie er in den insbesondere im Zisterzienserorden gesammelten Legenden berichtet wird.[36]

In den Statuten des Generalkapitels des Zisterzienserordens findet sich eine entsprechende Verordnung im Jahr 1238: „Iniungitur auctoritate Capituli Generalist ut Eucharistia in cunctis domibus Ordinis nostri sub clavi et bona sera conservatur“.[37] Ähnlich wird in einem Statut im Jahre 1262 ein „geeignetes Gefäß“ empfohlen, in dem der Leib Christi sicherer als im Kelch zu den Kranken gebracht werden könne.[38] Bestimmungen über den genauen Aufbewahrungsort und das Gefäß sind bis auf ein nicht sicher zu datierendes Statut, das besagt „Vas cui imponimus pixidem ubi corpus Domini reconditur unius sit coloris“[39], in den Statuten nicht zu finden. In anderen Quellen wie den „Consuetudines“, cap. XCIII und C, die von der Krankenkommunion handeln, wird dieses Gefäß oder der Ort der Aufbewahrung nicht präziser beschrieben.[40] Wenn es erwähnt wird, ist nur von einem kleinen Gefäß[41] oder „repositorium“[42] die Rede. Offensichtlich wurden hierfür, bis auf die allgemeinen Bestimmungen über das Material der Vasa sacra,[43] keine für den Orden verbindlichen Bestimmungen erlassen. Man konnte sich demnach in den einzelnen Abteien an den regionalen Lösungen orientieren.

Das Schatzverzeichnis von Clairvaux aus dem Jahre 1405 nennt immerhin drei nach ihrer Funktion bzw. dem Bestimmungsort unterschiedene eucharistische Aufbewahrungsgefäße: „39. Item vas de argento, deauratum, ad portandum corpus Xpisti die sacramenti in processione. 40. Item vas argenteum, deauratum, ad portandum corpus Xpisti propter infirmos. 41. Item aliud vas argenteum, deauratum, in quo est corpus Domini in ecclesia.“[44]

Als Aufbewahrungsgefäße dienten z. B. die folgenden Pyxiden: Die Hostiendose aus vergoldetem Silber in Wienhausen, die in das ausgehende 13. Jh. datiert wird, trägt auf dem Deckel eine gravierte Darstellung der Kreuzigung mit Maria und Johannes sowie auf der Außenwand sieben sitzende Apostel unter dreipassförmigen Arkaden.[45] Ein gemäß den Statuten „einfarbiges“, nur aus vergoldetem Kupfer aus unterschiedlichen Teilen angefertigtes Ziborium (Fuß, Schaft und Laterne spätgotisch, Deckel wohl später[46]) hat sich aus dem Kloster Ebrach erhalten.[47] Lediglich eine auf die Rotuli gravierte Inschrift in gotischen Minuskeln, die Buchstaben „h i l e l“, ziert das Gefäß. Sie wurde entweder als bislang noch nicht entschlüsselte Abkürzung oder, zusammenhängend, als Zitat aus dem Hebräischen interpretiert, wonach das Wort „er rühmt“ bedeuten würde. Das Gefäß ist in Form eines Kelches auf einem sechspassigen Fuß gestaltet und wurde seiner Funktion entsprechend mit einem Deckel versehen. Der gewölbte Deckel ist mit einer Laterne bekrönt, die man als Hinweis auf das Heilige Grab verstehen kann. Wie auch das Tennenbacher Ziborium zeigt (Abb.), wurden eucharistische Gefäße häufig turmförmig in Erinnerung an das Grab Christi gestaltet.[48]

Nicht nur als Aufbewahrungsgefäß, sondern auch in Prozessionen verwendet worden sein könnten das Tennenbacher Ziborium und das Lichtenthaler Kästchen aus der ersten Hälfte des 14. Jh mit ihrer reichen Ikonographie (Abb.; Abb.). Das in der Stiftungsinschrift auf dem Dachfirst als „Arca“ bezeichnete Lichtenthaler Kästchen ist in Form eines kleinen Schreines gestaltet, der von Löwenfiguren – den Repräsentanten des Stammes Juda – getragen wird. Nicht nur diese Gestalt, sondern auch die Bezeichnung nimmt auf die im Allerheiligsten der Stiftshütte aufbewahrte Bundeslade Bezug, die neben den Gesetzestafeln und dem Stab Aarons nach dem Hebräerbrief 9,4 auch das Manna enthielt,[49] welches als die Präfiguration des Abendmahles galt. Damit wurde auf den Aspekt der Erneuerung des Alten Bundes hingewiesen, der im Canon Missae ausgesprochen wird. Darüber hinaus war die Arche auch als Metapher für Maria in den Litaneien gebräuchlich, um der Vorstellung von ihr als „Gefäß Christi“ Ausdruck zu verleihen.[50] Die auf allen Seiten befindlichen Darstellungen aus transluzidem Email haben die Eucharistie oder ihre alttestamentlichen Typen zum Inhalt. Darüber hinaus zeigen sie die Propheten und Zeugen der Inkarnation. Der sonst häufige, explizite Hinweis auf den Opfertod fehlt jedoch.[51] Die Darstellung der Anbetung durch die Drei Könige wird von den Bildern des Hl. Bernhard sowie der Stifterin, nach der Inschrift die Konventualin Margarete Pfrumbom, Tochter des Speyerer Patrizier Albert Phrumbaum, gerahmt.[52] An Vergleichsbeispielen mangelt es: So ist z. B. nicht bekannt, wie die „Arca“ aussah, die unter dem Abt Winrich von Waldsassen (1265–1276) für das Kloster Saar/Zd'ár nad Sázavou angeschafft wurde[53].

Aus ungefähr der gleichen Zeit wie das Lichtenthaler Kästchen stammt das Ziborium aus Tennenbach (Nürnberg, Germanisches Nationalmuseum),[54] das vielleicht ebenfalls in Straßburg oder in einer Freiburger Werkstatt geschaffen wurde, also mit großer Sicherheit auch keine Klosterarbeit war, denn zu dieser Zeit war das Goldschmiedehandwerk zünftisch organisiert. Die Form und das ikonographische Programm des 35 cm hohen Gefäßes unterscheiden sich jedoch grundlegend von der Arca aus Lichtenthal. Dies zeigt, welche maßgebliche Rolle der Auftraggeber bei der Gestaltung spielte. Da es sich in beiden Fällen um Angehörige des Ordens handelte, weist es auch darauf hin, dass man sich im Orden keinen bestimmten Gestaltungsprinzipien verpflichtet fühlte. Das hexagonale Gefäß mit einem pyramidenförmig gestalteten Deckel sitzt auf einem Schaft, der in einem flachen Sechspassfuß endet. Sämtliche Flächen tragen Darstellungen aus Email. Auf dem Fuß sind Szenen der Vita Christi dargestellt. Auf dem Knauf sind sechs Apostel zu sehen, während auf der Gefäßwand Verweise auf den Orden und die Stifter zu finden sind: Neben Maria mit dem Kind, Johannes dem Täufer und Christus mit einer Hostie sind Benedikt und Bernhard sowie die Dreifaltigkeit mit dem in der Inschrift genannten Stifter, Johannes Zenlin, der von 1337–1346 als Abt von Tennenbach amtierte, abgebildet. Das Stifterbild ist ebenso wie die Darstellung Christi mit der Hostie durch Inschriften hervorgehoben. Neben der Hostie, die mit dem Christusmonogramm „IHS“ versehen ist, steht ein Schriftband mit dem Zitat aus dem Canon Missae „HOC • EST • CORPUS • MEUM.“ Der kniende Abt hält ein Schriftband mit den Worten „ADORO • LAU(DO) • ET • CL(AMO) • TE • S(AN)C(TA)M • T(RINITATEM)“. Weitere Propheten und Heilige sind auf den Deckelflächen zu sehen.[55]

Das Tennenbacher und das Lichtenthaler Ziborium führen vor Augen (Abb.; Abb.), dass auch bei den Zisterziensern die kostbarsten und künstlerisch aufwendigsten Formen von Pyxiden, die in einer Zeit möglich waren, Verwendung fanden. Dabei wählte man in der selben Region und nahezu gleichzeitig dafür durchaus unterschiedliche Formen und ikonographische Programme.

Dass in mittelalterlichen Zisterzienserklöstern auch Hängetabernakel üblich waren, ist zumindest den schriftlichen Quellen zu entnehmen: So wird ein taubenförmiges Ziborium für die Abtei le Pin/S. M. de Pinu (Vienne) in der Vita des seligen Giraud de Sales erwähnt, der 1120 verstarb.[56] Für den zisterziensischen Bereich sind weitere Hinweise auf den Gebrauch taubenförmiger Pyxiden im Mittelalter spärlich und zweifelhaft: In der savoyardischen Abtei Tamié, die 1861 durch Trappisten wiederbesiedelt wurde, ist bis heute eine solche Pyxis erhalten, die über dem Altar in der Kapelle des Hauptheiligen St. Pierre de Tarentaise an einer Krümme aufgehängt war (Abb.), allerdings wurde diese Pyxis erst um 1924 angefertigt und 1936 wieder entfernt.[57] Auch für das Nonnenkloster Notre-Dame de la Paix in Chimay in Belgien, das ebenfalls dem Reformzweig des Zisterzienserordens angehörte, ist für 1932 der Gebrauch einer solchen Taube belegt.[58] Es wird angenommen, dass die Taube zur Weihe der Kirche 1925 aufgehängt wurde.[59] Man ersetzte sie jedoch aufgrund des 1938 erfolgten Dekrets „die Aufbewahrung des Sakraments betreffend“ bereits 1939 durch ein anderes Tabernakel.[60] Angeblich ist die eucharistische Taube in Hauterive noch jünger.[61]

Der Gebrauch eines taubenförmigen Gefäßes für die Aufbewahrung der Eucharistie geschah aber offenbar nicht als Wiederbelebung ordensinterner Traditionen, sondern zur Manifestation besonders starker Verbundenheit mit früheren Formen des Christentums. Dieses Phänomen ist insbesondere bei Reformorden zu beobachten. Verallgemeinerungen hinsichtlich einer durchgängigen und generell im Zisterzienserorden zu beobachtenden Tradition der Verwendung von taubenförmigen Hängetabernakeln entbehren deshalb der Grundlage.[62] Andere als die genannten schriftlichen Belege für mittelalterliche Hängetabernakel in Zisterzienserklöstern, auch für nicht näher definierte, sind zweifelhaft.[63] Besser dokumentiert ist dagegen die Aufhängung des Gefäßes mit der Eucharistie in nachtridentinischer Zeit, als diese in entsprechenden Statuten festgelegt wurde: 1601 bestimmte das Generalkapitel jedoch zunächst nur, dass das Tabernakel an einem herausragenden Ort „super maius altare“ zu stehen habe, als Material sowohl für dieses als auch für das Ziborium werden Gold und Silber ausdrücklich erlaubt,[64] im Rituale von 1689 ist dann von einer Aufhängung die Rede.[65] Für Cîteaux ist 1699 die Aufhängung an einer Krümme belegt.[66] Auch für die Abtei le Pin ist eine solche nachweisbar.[67] In der zwischen 1750 und 1756 wieder eingerichteten Zisterzienserkirche von Valloires, der letzten großen Klosteranlage des Ordens in Frankreich, wird der Hochaltar von einer Säule – allerdings aus Schmiedeeisen – überragt, an der das eucharistische Gefäß hängt. Engel, die adorieren und von der Decke auf den Altar hindeuten, weisen auf das Altarsakrament hin.[68] Die erst spät erfolgte genauere Regelung der Aufbewahrung der Eucharistie und die Unterschiedlichkeit der zitierten Beispiele vermittelt den Eindruck, dass vorher eine Vielfalt der Lösungen geherrscht hat, die keineswegs nur in einer wie auch immer gearteten Aufhängung des eucharistischen Aufbewahrungsgefäßes bestanden haben muss. Auch später unterscheiden sich die Gefäße selbst nicht von zeitgenössischen Arbeiten.[69]

Eindeutig als eucharistisches Schaugefäß verwendet wurde die 1286 für das Zisterzienserinnenkloster Herkenrode bei Lüttich angefertigte Monstranz, die zu den ältesten erhaltenen ihrer Art gehört (Abb.). Sie wurde im Auftrag der Äbtissin Aleyde de Diest in Paris geschaffen und war eine Folge der Einführung des Fronleichnamsfestes in der Diözese Lüttich 1264.[70] Die Einführung des Festes wurde dort maßgeblich durch die dem Zisterzienserorden nahestehende Juliane vom Berg Cornillon angeregt. Die Monstranz ist als mehrseitiges Türmchen auf hohem Fuß gestaltet und durch Kristallscheiben als Schaubehälter angelegt. Die Türmchenform war für Tabernakel auch während des gesamten 14. Jh. verbreitet, wie das Tennenbacher Ziborium zeigt (Abb.). Eine Besonderheit ist, dass sie zwei Lunulae enthält, die zweite wurde wohl für die nach einem Wunder verehrte Hostie 1317 eingefügt.

Die weitere Entwicklung der Monstranz lässt keine zisterziensischen Spezifika erkennen (z. B. Abb.).[71]

B. Reliquiare

Auch auf diesem Gebiet lassen sich nur wenige, insbesondere ikonographische Hinweise auf den Orden finden, sei es durch die Darstellung Bernhards von Clairvaux wie auf dem Reliquiar aus der Zisterzienserabtei Grandselve, Toulouse, Ende 13. Jh. (Bouillac, Pfarrkirche) oder die Darstellungen der Schutzmantelmadonna (z. B. auf dem Sebastiansreliquiar: Abb.),[72] die jedoch auch an nicht mit dem Orden in Zusammenhang stehenden Werken zu finden sind. Die größten Überlieferungslücken weist wohl das Mutterland des Ordens auf, symptomatisch dafür ist das Schicksal des Schatzes von Clairvaux, insbesondere der Schädelreliquie des heiligen Bernhard: Sie befindet sich seit 1857 in einem Reliquiar des 12. Jh. aus dem Benediktinerkloster Nesle-la-Reposte, das ursprünglich die Reliquien des Hl. Alban beherbergte und im 19. Jh. stark überarbeitet wurde (Abb.).[73]

Ansonsten gab es auch Reliquiare, die nicht aus Edelmetall gefertigt waren, vor allem wenn keine Ausstellung beabsichtigt war,[74] aber auch wenn kein Stifter eine aufwendige Lösung finanzierte. Dies könnte bei dem Reliquienostensorium aus Kupfer und Bergkristall, um 1400, aus dem Besitz des Zisterzienserinnenkloster Heilig Kreuz in Rostock der Fall gewesen sein (Abb.).[75]

Es sind jedoch auch aus diesem Bereich aufwendige Goldschmiedearbeiten seit dem 14. Jh. erhalten: Dies zeigen Reliquienbüsten wie jene mit Reliquien Johannes des Täufers in Marienstern (Abb.), in der ehem. Zisterzienserinnenabtei Burtscheid (z. B. Abb.)[76] oder die zahlreichen weiteren Reliquiare, die noch heute im Besitz des Klosters Marienstern sind, wie das Büstenreliquiar der hl. Paulina, um 1280–1295 und 14. Jh.,[77] oder das Pazifikale mit Reliquien, vielleicht aus Konstanz, um 1470, im Zisterzienserinnenkloster Lichtenthal.[78] Das solche Werke auch aus internen Stiftungen hervorgehen konnten, zeigt die Statuette mit Reliquien des hl. Sebastian von 1497, ein herausragendes Werk Augsburger Goldschmiedekunst, das nach dem Entwurf von Hans Holbein d. Ä. im Auftrag des Abtes Georg Kastner von Kaisheim angefertigt wurde (Abb.).[79]

Schließlich konnten auch Prozessions- und Altarkreuze Reliquien enthalten. Ein besonders prachtvolles Beispiel hat sich aus Alcobaça erhalten (Abb.), das flächendeckend mit Maßwerk dekoriert ist und möglicherweise zusammen mit einer ähnlich gestalteten Monstranz vom Prior João d'Ornelas 1412 gestiftet wurde.[80]

C. Sonstiges

Altar- und Vortragekreuze gehören zur obligatorischen Grundausstattung der Klosterkirchen. Das Maulbronner Kreuz aus dem ausgehenden 12. Jh. (Abb.), das aus vergoldeter Bronze gefertigt und mit Perlen und Schmucksteinen besetzt ist (Stuttgart Landesmuseum), gehörte wohl zur Erstausstattung der Kirche, die 1178 geweiht wurde; es unterscheidet sich nicht von anderen aus der Zeit.[81] Die „Crux gemmata“, um 1260/70, kam unter Abt Petrus II. Schmid von Wettingen (gest. 1633) aus dem Zisterzienserkloster Tennenbach nach Wettingen. Das Wappen dieses Abtes ist auf der Rückseite unter dem Bergkristall am Fuß dargestellt sowie zusammen mit dem Konventswappen in einer Applik darüber, Schmid ließ auch den Sockel anfertigen (Abb.).[82]

Es sind Abtstäbe aus frühester Zeit erhalten (Abb.[83]; Abb.; Abb.). Vergleicht man die nicht figürlich gestaltete Krümme aus Bein mit vergoldeten Beschlägen, die in Himmerod gefunden wurde (Abb.),[84] mit jener aus der Abtei Chaalis, Departement Oise, einer limousiner Arbeit aus dem 2. Viertel des 13. Jh. (Abb.),[85] mit einer Darstellung der Verkündigung, so zeigt sich das gesamte Spektrum damals üblicher Gestaltungsmöglichkeiten, das sich auch in späterer Zeit findet (z. B. Abb.; Abb.).[86]

Dies erschwert auch die Identifikation anderer Objektgruppen, die zur Ausstattung der Klöster gehörten und Aufgaben für Goldschmiede sein konnten wie z. B. Brustkreuze, wenn diese ohne ihren ursprünglichen Kontext, entsprechende Nachrichten oder Inschriften (wie z. B. auf dem Pazifikale aus dem Kloster Eberbach (Abb.])[87] überliefert sind.

II. Klosterarbeiten

A. Allgemeines

Wie in allen Nonnenklöstern versteht man auch in Zisterzienserinnenkonventen unter Klosterarbeiten die in Handarbeit entstandenen Reliquienbehältnisse und Andachtsbildchen in Stick- und Drahtarbeit.[88] Die meisten der überlieferten Arbeiten stammen aus dem 18. und 19. Jh. Eine Vielzahl von ihnen blieb vor allem aus bzw. in jenen Klöstern erhalten, die bis zur Säkularisation von 1802 bestanden, z. B. Mariahof in Neudingen, oder seit ihrer Gründung bis heute bestehen, wie die Zisterzienserinnenabteien in Lichtenthal bei Baden-Baden, Oberschönenfeld in Schwaben und St. Marienstern in der Oberlausitz. Dort werden bis in die Gegenwart Klosterarbeiten hergestellt. Sie dienten und dienen der persönlichen Andacht und als Geschenk.

In der Forschung hat man sich bislang auf die Erfassung und Einordnung von Klosterarbeiten einzelner Konvente, bestimmter Regionen oder Epochen konzentriert. Spezifisch zisterziensische Merkmale wurden dabei bislang nicht erkannt.

B. Mittelalter

Die Anfertigung von Handarbeiten als Teil der klösterlichen Disziplin ist entweder vom Orden oder von den zuständigen Diözesanbischöfen angeordnet worden. Ihrer Fragilität wegen sind aus dem Mittelalter nur wenige Klosterarbeiten erhalten.

Im westfälischen Kloster Bersenbrück fertigten die Nonnen um 1499 und 1520 zwei großformatige Reliquienschreine für die Kreuzherren von Bentlage, heute im Museum Kloster Bentlage, Rheine (Abb.).[89] Statuetten des Gekreuzigten bzw. erweitert um Maria und Johannes sind eingebettet in einen Garten von geschmückten Knochenpartikeln, Perlen, Edelsteinen, goldener Zinnfolie, Silberpailletten und künstlichen Blumen. Zwei Reliquientriptychen, in deren ursprünglich 35 Fächern kleine mit Reliquienpartikeln gefüllte und mit Flitter und Schmuckbrakteaten bestickte Kissen sowie dekorativ umwickelte und gefasste Knöchlein und Kunstblumen lagen, standen auf dem Nonnenchor des Klosters zum Heiligen Kreuz in Rostock.[90]

Aus dem Rostocker Kloster sind auch kleine Klosterarbeiten erhalten: z. B. ein Reliquienkissen mit Heiligen- und Heiliglandreliquien, verziert mit sparsamer Perlenstickerei und Schmuckblättchen[91] und ein Tafelreliquiar mit Vesperbild vor einer Rosenhecke aus seidenumwickeltem Draht (Abb.).[92] Das sparsam gefasste Papiermasserelief wurde wahrscheinlich von einem im Konvent erhaltenen Relief aus weißem Pfeifenton abgenommen. Neun Andachtsbildchen von Papiermasse aus dem 15. Jh. bis um 1500 fand man in den 1950er Jahren unter dem Nonnengestühl im evangelischen Damenstift Kloster Wienhausen.[93] Aus seidenumwickelten Draht und organischem Material stellten die Rostocker Nonnen Blütenkränze für Heiligenfiguren her. Die zu einem bekleideten Mechelner Christkind gehörende Krone besteht aus einem hohen Gestell, Draht- und Stickarbeit sowie beweglichen Metallblättchen vor Goldfolie (Abb.).[94]. Bei der Verzierung von Skulpturenkleidern verwendete man oft die gleichen Techniken wie bei Klosterarbeiten.[95]

C. Neuzeit

Im Zug der Gegenreformation kam es v. a. in Süddeutschland zur Anfertigung von Reliquienbehältnissen, z. B. bei den Zisterzienserinnen von Gutenzell, Rottenmünster und Mariahof in Neudingen.[96] Aus Gutenzell stammt u. a. eine Reliquienkapsel aus Messing, im Zentrum ein gefasstes Agnus Dei aus Wachs mit der Himmelskönigin bzw. eine größere Reliquie der Quattuor Coronati, umlaufend weitere kleinere Partikel, eingestreute Blüten und Blätter aus Golddrahtarbeit, kombiniert mit weißen Wachsperlen (Abb.).[97] Im Zusammenhang mit der barocken Ausstattung der Klosterkirche fassten die Zisterzienserinnen auch sechs Leiber von Katakombenheiligen mit Draht- und Stickarbeiten. Auch in weiteren Klöstern (Rottenmünster, Heggbach, Wonnenthal) wurden um die Mitte des 18. Jh. noch ganze Leiber mit Goldborten, Metall- und Seidenstickerei geschmückt.[98] Jedoch überwiegt generell die Herstellung von kleineren Klosterarbeiten.

In der sächsischen Zisterzienserinnenabtei St. Marienstern fertigten die Schwestern Tafelreliquiare, Reliquien- und Agnus-Dei-Tafeln, Filigraneier mit Marien- und Nonnenszenen, Priesterkronen zu Primiz und Jubiläen, Schmuckkästchen und -uhren, kleine Wachsfiguren und aufwändige Stickerei. Noch heute betreiben die Schwestern von Marienstern Wachsgießerei, Paramentenstickerei, Buchbinderei und Hostienbäckerei.[99] Eine der Reliquientafeln vereint eine Seidenapplikation aus dem späten 18. Jh. zur Missionsreise des Hl. Antonius von Padua mit einem älteren ovalen Bild des Heiligen in Gouache auf Pergament und einer wohl im 19. Jh. geschaffenen Umrahmung, in die sechs Reliquienpartikel verschiedener Heiliger zwischen blütenartige Gebilde aus Golddraht, Glassteinen, Pailletten, farbigen Papierblüten usw. integriert sind (Abb.).[100] Im ausgehenden 18. Jh. erfreute sich die Verwendung von sog. Spitzenbildern großer Beliebtheit. Auch in St. Marienstern entstanden dergleichen. Rahmungen in Schnitt-, Stich- und Stanztechnik umgaben die gemalten Andachtsbildchen.[101] Aus Mariahof stammen u.a. zwei reich mit gelüsterter Folie und buntem Seidenfaden verzierte Reliquientafeln mit jeweils einem Spitzenbild von etwa 1780, Herz Jesu bzw. Gottesmutter, als Gouache auf geschnittenem Pergament (Abb.).[102] Qualitätvolle Stickereien auf Reliquiaren und Andachtsbildern wurden v.a. in der Zisterzienserinnenabtei Lichtenthal, der Grablege der Markgrafen von Baden, im späten 18. und beginnenden 19. Jh. gefertigt. Stickbilder gelangten als Geschenke auch in Konvente anderer Orden, wie ein Andachtsbild mit Jesusknaben vom Ende des 18. Jh. in das Benediktinerinnenkloster Amtenhausen bei Geisingen (Sammlung der Erzdiözese Freiburg).[103] Die Nonnen stellten auch profane Stickbilder als Geschenke her, so einen Lichtschirm mit Blumenstrauß (Augustinermuseum Freiburg).[104] Solange Klosterfrauen ein Bleiberecht in den aufgehobenen Klöstern hatten, pflegten sie noch bis ins 19. Jh. hinein das Fassen von Reliquien mit Draht- und Stickarbeiten auf Seiden-oder Samtgrund, wie im erst 1840 verwaisten Kloster Mariahof. Meist sind die Gehäuse aus Pappe und als Mittelmotive werden Elfenbeinkruzifixe oder deren Imitate in Hausenblasenleim sowie Medaillen desselben Materials gegenüber Stick- und Spitzenbildern bevorzugt.[105] Noch um 1840 entstanden z. B. ein Reliquienkreuz mit Wundmalen Christi aus Wachs und ein Andachtsbild in sparsamer Gold- und Silberdrahtarbeit auf Seide mit Hausenblasenrelief des kreuztragenden Christus in der Mitte (Abb.).[106] Im 20. Jh. fertigten die Zisterzienserinnen von Lichtenthal u.a. 1915 und 1947 zwei Anhänger in Klosterarbeit mit Reliquien des Seligen Bernhard von Baden (Sammlung der Erzdiözese Freiburg).[107]

III. Textilien

In Bearbeitung

Anmerkungen

  1. Zu Clairvaux: Henry d'Arbois de Jubainville, Trésor de Clairvaux, in: Revues des Sociétés Savantes des departements, 5e sér., V, 1873, S. 490–508; Heilsbronn: Rudolf G. Stillfried, Kloster Heilsbronn. Ein Beitrag zu den Hohenzollerschen Forschungen, Berlin 1877; Himmelpforte: Gustav Abb und Gottfried Wentz, Das Bistum Brandenburg, 1. Teil, Berlin/Leipzig 1929 (Germania Sacra, 1,1), S. 336 (Schatzverzeichnis von 1536); zum Inventar von Fountains, 1537, und dem Visitationsbericht von Thame, 1526: Jane Geddes, Cistercian Metalwork in England, in: Christopher Norton und David Park (Hg.), Cistercian Art and Architecture in the British Isles, Cambridge u. a. 1986, Nachdruck 1988, S. 259f.
  2. Zum Beispiel Altenberg: Petra Janke, Option Barock. Die Altenberger Zisterzienserkirche in der späten Blütezeit des Klosters 1643–1779, Berlin 2016, S. 85–97.
  3. Exordium Parvum XVII: „neque candelabra nisi unum ferreum neque thuribula nisi cupraea vel ferrea, [...] sed calices argenteos non aureos, sed si fieri poterit deauratos, et fistulam argenteam, et si possibile fuerit deauratum, [...] et ut ampullae vinariae sine auro et argento essent.“, zit. nach Christopher Norton und David Park (Hg.), Cistercian Art and Architecture in the British Isles, Cambridge u. a. 1986, Nachdruck 1988, S. 323; vgl. Exordium Magnum Cap. XXI (Bruno Griesser [Ed.], Exordium magnum Cisterciense sive narratio de initio Cisterciensis ordinis auctore Conrado. Ad codicum fidem recensuit, Turnhout 1997 [Corpus Christianorum Continuatio mediaevalis, 138], S. 45).
  4. „Omnia monasterii ornamenta, vasa et utensilia, sine auro, argento et gemmis praeter calicem et fistulam quae quidem duo sola argentea et deaurata, sed aurea nequaquam habere permittimus“; zit. nach Christopher Norton und David Park (Hg.), Cistercian Art and Architecture in the British Isles, Cambridge u. a. 1986, Nachdruck 1988, S. 323, vgl. Carl-Wilhelm Clasen, Liturgisches Gerät in Zisterzienserklöstern, in: Die Zisterzienser. Ordensleben zwischen Ideal und Wirklichkeit, Ausstellungskatalog Aachen, Bonn 1980, S. 395.
  5. 1289, Dist. III, 2 und 1316, III, 2 (Christopher Norton und David Park [Hg.], Cistercian Art and Architecture in the British Isles, Cambridge u. a. 1986, Nachdruck 1988, S. 385 und S. 389).
  6. Jane Geddes, Cistercian Metalwork in England, in: Christopher Norton und David Park (Hg.), Cistercian Art and Architecture in the British Isles, Cambridge u. a. 1986, Nachdruck 1988, S. 258.
  7. Joseph Braun, Das christliche Altargerät, München 1932, S. 45.
  8. Mittendrin, Sachsen-Anhalt in der Geschichte, hg. von Franz-Joseph Brüggemeier, Ausstellungskatalog Vockerode 1998, S. 119, Nr. 2.28.
  9. Joseph Braun, Das christliche Altargerät, München 1932, S. 141.
  10. „IUGGA D[E]O CARA CALICEM QV[A]E PONIS IN ARA UT SIT CLARA V[IR]GO MARIA D[EIP]ARA“; Marius Winzeler, St. Marienstern. Der Stifter, sein Kloster und die Kunst Mitteleuropas im 13. Jahrhundert, Dößel 2011, Kat.nr. I.1.
  11. Marius Winzeler, St. Marienstern. Der Stifter, sein Kloster und die Kunst Mitteleuropas im 13. Jahrhundert, Dößel 2011, Kat.nr. I.2.
  12. Marius Winzeler, St. Marienstern. Der Stifter, sein Kloster und die Kunst Mitteleuropas im 13. Jahrhundert, Dößel 2011, Kat.nr. I.3.
  13. Marius Winzeler, St. Marienstern. Der Stifter, sein Kloster und die Kunst Mitteleuropas im 13. Jahrhundert, Dößel 2011, Kat.nr. I.4-5 (Kelch und dazugehörige Patene).
  14. Im Inventar von 1741 ist der Kelch mit seiner reichen Ikonographie ausführlich beschrieben: „Un beau gros calice de vermeil doré, patène, et cuillière, dont le manche est de cristal de roche, en même matière que le calice. Autour du bord des lèvres dudit calice sont les douze apôtres et leurs noms. Plus bas, autour de la pomme, les quatre évangélistes en hiéroglyphes. Sur le pied, un Crucifix, la Sainte Vierge, saint Jean, et trois figures du sacrifice d'Abel, d'Abraham et de Melchisédec. Le tout en relief, et deux perles précieuses et fort grosses données, dit-on, à Clairvaux par une reine de France. Nota: Ce calice fut donné par Conrad, seigneur allemand, fils d'Eginon, comte d'Urach et de Furstemberg, et d'Agnès de Seyn, XIe abbé de Clairvaux en 1214.“ (zit. nach Charles Lalore [Ed.], Le trésor de Clairvaux du XIIe au XVIIIe siècle, Troyes 1875, S. 6f.).
  15. Nürnberg, Germanisches Nationalmuseum, KG516 und KG517; Mittelalter. Kunst und Kultur von der Spätantike bis zum 15. Jahrhundert, Nürnberg 2007 (Die Schausammlungen des Germanischen Nationalmuseums, Bd. 2), S. 16, 302, Abb. 270, S. 303, 304, 429, Kat. 424 a,b; Heinrich der Löwe und seine Zeit. Herrschaft und Repräsentation der Welfen 1125–1235, Ausstellungskatalog Braunschweig, München 1995, Bd. 1, Nr. G 37 m. Abb.; Piotr Skubiszewski, Die Bildprogramme der romanischen Kelche und Patenen, in: Metallkunst von der Spätantike bis zum ausgehenden Mittelalter (Schriften der frühchristlich-byzantinischen Sammlung, I), hg. von Arne Effenberger. Berlin 1982, S. 198–267, Nr. 38, Abb. 58; Erich Meyer, Spätromanische Abendmahlskelche in Norddeutschland, in: Jahrbuch der Preußischen Kunstsammlungen, 53, 1932, S. 163–181, hier S. 166.
  16. Heinrich Jerchel u. a. (Bearb.), Die Kunstdenkmäler der Provinz Brandenburg, Bd. III, 2, Berlin 1937, S. 171f.; laut Dehio-Handbuch von 1983 befindet sich der Kelch im Dommuseum in Brandenburg (Georg Dehio. Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler, Die Bezirke Berlin/DDR, Potsdam, Sonderausgabe Darmstadt 1983, S. 473), in der Ausgabe des Jahres 2000 wird er nicht mehr erwähnt (Georg Dehio. Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler, Brandenburg, München und Berlin 2000, S. 117f.).
  17. Gold. Schatzkunst zwischen Bodensee und Chur, Ausstellungskatalog Bregenz, Ostfildern 2008, S. 136 (Franz Kirchweger).
  18. Auf dem Nodus sind die Kindheit und Jugend Christi mit der Verkündigung an Maria, der Geburt Christi, der Darbringung im Tempel, Maria mit dem Christuskind an der Hand sowie die Marienkrönung und die Schutzmantelmadonna dargestellt. Die Chronologie der Ereignisse wird fortgesetzt auf den Medaillons des Fußes mit den Szenen der Passion (Ölberg, Geißelung, Kreuztragung, Kreuzigung) und der Auferstehung. Auf der dazugehörigen Patene wird das Programm mit der Darstellung Christi als Weltenrichter vervollständigt. Der Kelch und die Patene befinden sich heute in Mehrerau (Faszination eines Klosters. 750 Jahre Zisterzienser-Abtei Lichtenthal, Ausstellungskatalog Karlsruhe, Sigmaringen 1995, S. 186f.).
  19. Cîteaux 1098–1998. Rheinische Zisterzienser im Spiegel der Buchkunst, Ausstellungskatalog Mainz, Wiesbaden 1998, S. 176f. (mit Abb.).
  20. Johann Michael Fritz, Goldschmiedekunst der Gotik in Mitteleuropa, München 1982, Nr. 245, S. 219.
  21. Die Zisterzienser. Das Europa der Klöster, Ausstellungskatalog Bonn, Darmstadt 2017, Kat.nr. 34.
  22. Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg schenkte den Kelch mit einer vermutlich nicht dazugehörigen Patene 1642 der Berliner Nikolaikirche. Nach 1945 wurden beide Stücke an die Berliner Marienkirche weitergegeben. Angaben über die Provenienz sind nicht erhalten. Auf der Patene sind zu beiden Seiten des thronenden Christus Markgraf Johannes II. (gest. 1281) und seine Frau Hedwig von Mecklenburg-Werle (gest. 1287) dargestellt, wie aus der Inschrift hervorgeht. Das männliche Stifterpaar auf dem Kelchfuß wird unterschiedlich identifiziert: Wenn man davon ausgeht, dass die beiden Stücke gleichzeitig und für einander geschaffen wurden, könnte es sich um Markgraf Johannes II. mit seinem Bruder Markgraf Otto IV. (gest. 1309) handeln (so z. B. Ausstellungskatalog Stuttgart, Bd. 1, 1977, Nr. 591 [Dietrich Kötzsche]). Wenn man Wolfgang Erdmann folgt, sei der Kelch früher als die Patene angefertigt worden und das Brüderpaar als Markgraf Johannes I. (gest. 1266) und Otto III. (gest. 1267) zu identifizieren. Daraus folge, dass das Altargerät für die Feier von Seelenmessen zu Ehren der abgebildeten Verstorbenen in Mariensee bzw. Chorin gedacht gewesen sei, wohin der Konvent 1273 verlegt wurde (Wolfgang Erdmann u. a., Zisterzienser-Abtei Chorin. Geschichte, Architektur, Kult und Frömmigkeit, Fürsten-Anspruch und -Selbstdarstellung, klösterliches Wirtschaften sowie Wechselwirkungen zur mittelalterlichen Umwelt, Königstein im Taunus 1994, S. 12. Leider fehlt seiner Argumentation die Begründung für die frühere Datierung und zwingende Verbindung mit Chorin). Auch der im Literaturverzeichnis dieses Bandes angekündigte diesbezügliche Aufsatz des Autors („Der Choriner Askanierkelch“ in: Brandenburgische Denkmalpflege 3, 1994, Heft 2), der dort nicht erschienen ist, sondern postum an anderer Stelle veröffentlicht wurde (Wolfgang Erdmann, Der Choriner „Askanier-Kelch“, in: Dirk Schumann [Hg.], Sachkultur und religiöse Praxis, Berlin 2007 [Studien zur Geschichte, Kunst und Kultur der Zisterzienser, 8], S. 384–400) enthält sie nicht. Die ältere Forschung zog neben dem Zisterzienserkloster Chorin noch zwei andere Klöster in Betracht, deren Ausstattungsstücke nachweislich nach Berlin gelangten: Das Dominikanerkloster Straußberg und das Zisterzienserinnenkloster Zehdenick. Das erstgenannte wurde von Martin Scheins – und ihm folgte die unmittelbare Forschung – wegen der zu den Stiftern der Patene passenden Gründungsdaten bevorzugt. Das Inventar dieses Klosters gelangte nachweislich 1548 in den Besitz der Kurfürsten (Martin Scheins, Kelch und Patene des XIII. Jahrhunderts in der St. Nikolaikirche zu Berlin, Teil II, in: Vermischte Schriften im Anschlusse an die Berlinische Chronik und an das Urkundenbuch, Bd. 1., Berlin 1888, C. Berliner Denkmäler, Tafel 7, S. 10). Der Kirchenschatz des Zisterzienserinnenklosters Zehdenick war nicht unbedeutend: Nach dem Inventar von 1536 besaß der Konvent u. a. 4 vergoldete Kelche. 1541 wurde die Ablieferung des Schatzes bis auf zwei Kelche und eine Patene nach Berlin von den Visitatoren im Namen des Kurfürsten angemahnt (Adolph Friedrich Riedel [Ed.], Codex diplomaticus Brandenburgensis, 1. Hauptteil, Bd. 13, Berlin 1857, S. 160; Gustav Abb und Gottfried Wentz, Das Bistum Brandenburg, 1. Teil, Berlin/Leipzig 1929 [Germania Sacra, 1,1], S. 349). Auch wenn, wie dargelegt, die Provenienz keineswegs gesichert ist, wird die Bezeichnung „Choriner Askanierkelch“ weiter kolportiert (z. B. Stefanie Seeberg, Liturgie und Dinglichkeit. Die Ausstattung von Liturgie und Hochaltar der Zisterzienser, in: Die Zisterzienser. Das Europa der Klöster, Ausstellungskatalog Bonn, Darmstadt 2017, S. 5).
  23. Außer dem Kruzifix auf dem Fuß sind lediglich auf den Rotuli figürliche Darstellungen vorhanden, dabei handelt es sich um die Evangelistensymbole und christologische Sinnbilder wie u. a. den Pelikan und das Lamm: Johann Michael Fritz, Goldschmiedekunst der Gotik in Mitteleuropa, München 1982, Abb. 139, Erläuterungen, S. 203.
  24. „Hic est calix novi testamenti in sanguine meo qui pro vobis fundetur. Robertus abbas in Huda me formari fecit anno domini 1397“; zit. nach Georg Sello, Das Cisterzienserkloster Hude bei Oldenburg, Oldenburg/Leipzig 1895, S. 43.
  25. Georg Sello, Das Cisterzienserkloster Hude bei Oldenburg, Oldenburg/Leipzig 1895, S. 42.
  26. Der Kelch aus dem ausgehenden 15. Jh., vermutlich eine Stiftung des Abtes Philipp I. (1483–1500), zeigt neben Geburt und Auferstehung Christi, Maria im Strahlenkranz und der Krönung Mariens noch einige beliebte Heilige: Ute Schwarzenberger, Paramente und kirchliches Gerät, in: Joachim Fait und Joachim Fritz (Hg.), Neuzelle. Festschrift zum Klosterjubiläum vor 700 Jahren 1268–1968, München/Zürich 1968, S. 123 und Abb. 46.
  27. Danmarks Kirker, Bd. 21, Kopenhagen 1957, S. 186 (S. 1110) mit Abb. 44, S. 187.
  28. Inschriften: urn:nbn:de:0238-di076g013k0004203 (DI 76, Lüneburger Klöster, Nr. 42 [Sabine Wehking]); Horst Appuhn, Bilder aus Isenhagen, Königstein/Taunus 1989, S. 42f.; Die Zisterzienser. Ordensleben zwischen Ideal und Wirklichkeit, Ausstellungskatalog Aachen, Bonn 1980, G 7; ein ähnlicher Kelch derselben Stifterin befindet sich in Wienhausen (Joachim Bühring und Konrad Maier, Die Kunstdenkmale des Landes Niedersachsen, Bd. 34, Hannover 1970, Nachdruck 1980, Bd. 1, S. 143 und Bd. 2, Abb. 186). Ein Heliotrop oder Blutjaspis ziert die Vorderseite des Tennenbacher Kreuzes (um 1260/70) an dem Kreuzungspunkt der Balken hinter dem Kopf Christi (Abb.). Ein solcher, angeblich das Blut Christi enthaltende Jaspis wurde im Schweriner Dom als Reliquie verehrt, wie durch die Stiftungsurkunde von 1220 belegt ist (Friedrich Wilhelm Lisch, Schwerin bis zum Übergang der Graffschaft Schwerin an das Haus Meklenburg, in: Jahrbücher des Vereins für mecklenburgische Geschichte und Alterthumskunde, 41-42, Schwerin 1876, S. 54).
  29. Joseph Braun, Das christliche Altargerät, München 1932, S. 161f.
  30. Charles Lalore (Ed.), Le trésor de Clairvaux du XIIe au XVIIIe siècle, Troyes 1875, S. 7.
  31. Josephus M. Canivez (Ed.), Statuta Capitulorum Generalium Ordinis Cisterciensis, Bd. 4, Löwen 1937 (Bibliothèque de la Revue d'Histoire ecclésiastique, 12), S. 551.
  32. Beispiele: Die Zisterzienser. Ordensleben zwischen Ideal und Wirklichkeit, Ausstellungskatalog Aachen, Bonn 1980, Nr. B 4 (Kelch aus dem Kloster Kamp, Ende 15. Jh.); J 8 (Kelch aus dem Kloster Kamp, Heinrich Koppers, Köln 1711); I 55 (Kelch aus dem Kloster Altenberg, Johann Zeckel, Augsburg 1701); I 57 (Kelch aus dem Kloster Ebrach, Augsburg 1685); I 58 (Messgarnitur aus Kloster Langheim, Augsburg 1735).
  33. Zu den Aufbewahrungsgründen ausführlich: Otto Nußbaum, Die Aufbewahrung der Eucharistie, Bonn 1979 (Theophaneia. Beiträge zur Religions- und Kirchengeschichte des Altertums, 29), S. 21–36.
  34. Hermann M. Herzog (Ed.), Ecclesiastica officia. Gebräuchebuch der Zisterzienser aus dem 12. Jahrhundert. Lateinischer Text nach den Handschriften Dijon 114, Trient 1711, Ljubljana 31, Paris 4346 und Wolfenbüttel Codex Guelferbytanus 1068 ..., Langwaden 2003 (Quellen und Studien zur Zisterzienserliteratur, 7), S. 362 (Caput XCII, 17-37).
  35. Das Dekret „Sane“ von Papst Innocenz III. schrieb vor, dass die Eucharistie und das Chrisma unter Verschluss aufzubewahren sei („sub fideli custodia clavibus adhibitis conserventur, ne possit ad illa temeraria manus extendi, ad aliqua horribilia et nefaria exercenda“; Otto Nußbaum, Die Aufbewahrung der Eucharistie, Bonn 1979 [Theophaneia. Beiträge zur Religions- und Kirchengeschichte des Altertums, 29], S. 373). Seine Nachfolger Honorius III. und Gregor IX. wiederholten das Gebot, letzterer sogar mit einer Strafandrohung (Archdale Arthur King, Eucharistic Reservation in Cistercian Churches, in: Collectanea Ordinis Cisterciensium Reformatorum 20, 1958, S. 115). Auch die Synoden griffen es auf und trugen zu seiner Verbreitung bei.
  36. Ausführlich: Esther Wipfler, „Corpus Christi“ in Liturgie und Kunst der Zisterzienser im Mittelalter, Münster i. W. 2003 (Vita regularis, 18), S. 34–44.
  37. Josephus M. Canivez (Ed.), Statuta Capitulorum Generalium Ordinis Cisterciensis, Bd. 2, Löwen 1934 (Bibliothèque de la Revue d'Histoire ecclésiastique, 10), S. 185.
  38. „Ad venerationem Corporis Iesu Christi, et ad securitatem maiorem ordinat Capitulum generale quod abbates, qui voluerint et potuerint, aliquod vas idoneum sibi studeant comparare, in quo corpus dominicum, ad communicandum infirmos securius quam in calice deferatur“ (Josephus M. Canivez [Ed.], Statuta Capitulorum Generalium Ordinis Cisterciensis, Bd. 3, Löwen 1935 (Bibliothèque de la Revue d'Histoire ecclésiastique, 11), S. 2).
  39. Es ist fraglich, ob das Statut zu denjenigen der Jahre 1182–1183 gehört (Christopher Norton und David Park [Hg.], Cistercian Art and Architecture in the British Isles, Cambridge u. a. 1986, Nachdruck 1988, S. 331).
  40. Hugo Séjalon (Ed.), Nomasticon Cisterciense seu antiquiores ordinis Cisterciensis constitutiones a R. P. D. Juliano Paris collectae ac notis et observationibus adornatae ..., Editio nova emendata, Paris 1892, S. 178 und 188; vgl. Archdale Arthur King, Eucharistic Reservation in Cistercian Churches, in: Collectanea Ordinis Cisterciensium Reformatorum 20, 1958, S. 117.
  41. Z. B. Consuetudines, cap. XXII: „Abbas vero corpus domini cum vasculo in quo est ad altare deferens“ (zit. nach Philippe Guignard [Ed.], Les monuments primitifs de la Règle cistercienne, publiés d'après les manuscrits de l'abbaye de Cîteaux, Dijon 1878 [Analecta Divionensia, 6], S. 115).
  42. Kapitel 114 nach Ludwig Dolberg, Die Kirchen und Klöster der Cistercienser nach den Angaben des „Liber usuum“ des Ordens, in: Ordo Sancti Benedicti. Studien und Mittheilungen aus dem Benediktiner- und dem Cistercienser-Orden 12/13, 1891/92, S. 45.
  43. Bereits im Exordium parvum wird festgelegt, dass die Kelche zwar aus Silber und vergoldet sein können, aber nicht aus Gold bestehen dürfen, so auch im Exordium Magnum Cap. XXI (Bruno Griesser [Ed.], Exordium magnum Cisterciense sive narratio de initio Cisterciensis ordinis auctore Conrado. Ad codicum fidem recensuit, Turnhout 1997 [Corpus Christianorum Continuatio mediaevalis, 138], S. 45); in den Statuten des Jahres 1290 wird sogar festgelegt, dass die Gefäße weder aus Gold noch aus Silber bestehen dürfen (siehe Josephus M. Canivez [Ed.], Statuta Capitulorum Generalium Ordinis Cisterciensis, Bd. 3, Löwen 1935 [Bibliothèque de la Revue d'Histoire ecclésiastique, 11], S. 246).
  44. Zit. nach Henry d'Arbois de Jubainville, Trésor de Clairvaux, in: Revues des Sociétés Savantes des departements, 5e sér., V, 1873, S. 493.
  45. Joachim Bühring und Konrad Maier, Die Kunstdenkmale des Landes Niedersachsen, Bd. 34, Hannover 1970, Nachdruck 1980, Bd. 1, S. 145f.; Konrad Maier, Kloster Wienhausen 1972 (Kloster Wienhausen 1), Abb. S. 42.
  46. Vgl. z. B. die Ziborien, Nürnberg, 1400 und 1411: Heinrich Kohlhaussen, Nürnberger Goldschmiedekunst des Mittelalters und der Dürerzeit 1240 bis 1540, Berlin 1968, Nr. 163 und 175.
  47. Vgl. Die Zisterzienser. Ordensleben zwischen Ideal und Wirklichkeit, Ausstellungskatalog Aachen, Bonn 1980, Kat.nr. C. 9.
  48. In der „Expositio brevis antiquae liturgiae gallicanae“ des Ps.-Germanus von Paris wird dieser Zusammenhang dargelegt: „Corpus vero Domini ideo defertur in turribus, quia monumentum Domini in similitudinem turris fuit scissum in Petra [...]“ (zit. nach Jacques-Paul Migne [Hg.], Patrologiae cursus completus. Series latina, Bd. 72, Paris 1849, Sp. 93 A; vgl. Otto Nußbaum, Die Aufbewahrung der Eucharistie, Bonn 1979 [Theophaneia. Beiträge zur Religions- und Kirchengeschichte des Altertums, 29], S. 320f.).
  49. Inschriften: http://www.inschriften.net/baden-baden-und-landkreis-rastatt/inschrift/nr/di078-0016.html ; vgl. z. B. Ad Hebraeos 9,4: „aureum habens thuribulum, et arcam testamenti circumtectam ex omni parte auro, in qua urna aurea habens manna, et virga Aaron, quae fronduerat, et tabulae testamenti“.
  50. Siehe z. B. die Lauretanische Litanei in der Pariser Fassung, Ende 12. Jh., Bibliothèque nationale de France ms. lat. 5267 fol. 80r: „39. Federis arca“, zit. nach Gilles-Gérard Meersseman, Der Hymnos Akathistos im Abendland, Bd. 2, Freiburg i. Ü. 1960 [Spicilegium Friburgense. Texte zur Geschichte des kirchlichen Lebens, 3], S. 223.
  51. Auf den Dachflächen sind das Abendmahl, das Passahmahl, Abraham und Melchisedek und die Speisung des Elias dargestellt. Die Seitenwände des Häuschens zeigen Szenen der Kindheit Christi wie die Verkündigung und die Anbetung der Drei Könige, ferner die Darstellung im Tempel und die Propheten, Zeugen und Chronisten Moses, Lukas, Johannes den Evangelisten, Baruch, Paulus und Johannes den Täufer.
  52. Johann Michael Fritz, Goldschmiedekunst der Gotik in Mitteleuropa, München 1982, S. 179f., Abb. 224 und Farbtafel IV.
  53. Fontes rerum bohemicarum II, Prag 1874, S. 540; vgl. Jiří Kuthan, Kunstschätze der Zisterzienserklöster in Böhmen und Mähren. Ein Beitrag zur Geschichte mittelalterlichen Kunstgewerbes, in: Cistercienser-Chronik 95, 1988, 1–2, S. 33.
  54. Ralf Schürer, Das Ziborium des Abtes Zenlin aus dem Zisterzienserkloster Tennenbach, in: Ders. und Jutta Zander-Seidel, Erwerbungen zur Kunst des Mittelalters: Ziborium aus Kloster Tennenbach – Zwei Nürnberger Bildteppiche, Berlin/Nürnberg 2006 (Patrimonia, 165), S. 6–36.
  55. Ausführlich: Ingeborg Krummer-Schroth, Ein gotisches Ziborium aus dem Kloster Tennenbach bei Freiburg, in: Jahrbuch des Zentralinstituts für Kunstgeschichte V/VI, 1989/90, S. 213–226; Ralf Schürer, Das Ziborium des Abtes Zenlin aus dem Zisterzienserkloster Tennenbach, in: Ralf Schürer und Jutta Zander-Seidel, Erwerbungen zur Kunst des Mittelalters: Ziborium aus Kloster Tennenbach – Zwei Nürnberger Bildteppiche, Berlin/Nürnberg 2006 (Patrimonia, 165), S. 6–36.
  56. Archdale Arthur King, Eucharistic Reservation in Cistercian Churches, in: Collectanea Ordinis Cisterciensium Reformatorum 20, 1958, S. 121.
  57. Wie Entwurfszeichnungen beweisen, orientierte man sich an der für die Kathedrale von Arras dokumentierten Lösung der Hängung und bei der Gestaltung der Taube an einem Beispiel aus S. Nazaro in Mailand (nach einer schriftlichen Mitteilung an die Verfasserin von Fr. Jean Bénilde aus der Abtei Notre-Dame de Tamié vom 24. Januar 1996).
  58. Dies ist einem Schriftwechsel zwischen der „Sacra Congregatio de Sacramentis“ in Rom und dem Generalkapitel des Reformzweiges des Zisterzienserordens vom November bis Dezember 1932 zu entnehmen (s. Rom, Casa Generalizia dell'Ordine Cistercense / Maison Généralice OCSO, Archives, Dossiers, Pièce 74c; Kopien dieses und des folgenden Schriftstücks verdanke ich Fr. Jean Bénilde aus der Abtei Notre-Dame de Tamié). Aus dem Schriftwechsel geht ferner hervor, dass diese Form der Aufbewahrung außer an den oben zitierten Orten auch nicht seit 1892, dem Jahr der Union der drei Trappisten-Congregationen, üblich war (ebd., Pièce 74 a).
  59. Nach einer Mitteilung von Fr. Gabriel der Abtei Notre-Dame de Scourmont, der Mutterabtei von Chimay, vom 14. 04. 1996 an die Verfasserin.
  60. Dies geht aus den Annalen Scourmonts vom 20. 01.1939 und 17.08.1958 hervor. Am 9. 09. 1958 wurde die eucharistische Taube an eine Privatperson verkauft (Nach einer schriftlichen Mitteilung von Fr. Gabriel der Abtei Notre-Dame de Scourmont vom 14. 04. 1996 an die Verfasserin).
  61. Archdale Arthur King, Eucharistic Reservation in Cistercian Churches, in: Collectanea Ordinis Cisterciensium Reformatorum 20, 1958, S. 122.
  62. So z. B. unter dem Stichwort „Colombe eucharistique“, in: Catholicisme. Hier – aujourd'hui – demain, Bd. 2, Paris 1949, Sp. 1323: „Les monastères cisterciens en usèrent longtemps et même jusqu'au XVIIIe“.
  63. Siehe Esther Wipfler, „Corpus Christi“ in Liturgie und Kunst der Zisterzienser im Mittelalter, Münster i. W. 2003 (Vita regularis, 18). S. 277.
  64. „28. Tabernaculum praedictum non alibi quam in eminentiori loco super maius altare, si fieri possit, collocetur, quod, ut sit velut gloriosum corporis Christi monumentum, quam decentissime ornetur exterius, et si fieri potest decoretur interius auro et serico panno, et in eo extendatur corporale super quod reponatur sanctuarium, sive vasculum quod ciborium vocatur, quod aureum vel argenteum esse debet mundissima sindone interius circumcinctum, ut in eo dignius quinque aut septem sacrosanctae hostiae omni die dominico renovandae consecretur“ (Josephus M. Canivez [Ed.], Statuta Capitulorum Generalium Ordinis Cisterciensis, Bd. 7, Löwen 1939 [Bibliothèque de la Revue d'Histoire ecclésiastique, 14A], S. 207f.).
  65. „Si Sacramentum fuerit suspensum super altare, si debet...“ (Rituale Cisterciense, lib. II, cap. VIII, n. 34, zit. nach Archdale Arthur King, Eucharistic Reservation in Cistercian Churches, in: Collectanea Ordinis Cisterciensium Reformatorum 20, 1958, S. 122).
  66. Archdale Arthur King, Eucharistic Reservation in Cistercian Churches, in: Collectanea Ordinis Cisterciensium Reformatorum 20, 1958, S. 123.
  67. Xavier Barbier de Montault, Revue des Inventaires, in: Revue de l'Art chrétien 33, 1890, S. 406f.
  68. Joan Evans, Monastic Iconography in France. From the Renaissance to the Revolution, Cambridge 1970, S. 20 und Abb. 45a/b. Zu diesem Phänomen der Altargestaltung im Zeitalter der Gegenreformation: Karl Noehles, Visualisierte Eucharistietheologie. Ein Beitrag zur Sakralikonologie im Seicento romano, in: Münchner Jahrbuch der bildenden Kunst, 3. Folge, 29, 1978, S. 92–116.
  69. Z. B.: Ziborium aus dem Kloster Altenberg, Köln 1715 und 1724 (Die Zisterzienser. Ordensleben zwischen Ideal und Wirklichkeit, Ausstellungskatalog Aachen, Bonn 1980, Kat.nr. I 56).
  70. Holger Guster, Die Hostienmonstranzen des 13. und 14. Jahrhunderts in Europa, Diss. Heidelberg 2009, Kat.nr. 1; online veröffentlicht: URL: http://www.ub.uni-heidelberg.de/archiv/10179.
  71. Beispiele: Die Zisterzienser. Ordensleben zwischen Ideal und Wirklichkeit, Ausstellungskatalog Aachen, Bonn 1980, Nr. H 11 (Zylindermonstranz, Aachen, 1619, ehem. Zisterzienserinnenkloster Burtscheid); I 59 (Strahlenmonstranz aus dem Kloster Bredelar, Ludwig Schneider, Augsburg, 1714/18); Ernst Günther, Kirchenschätze der ehemaligen Abteikirche St. Johann und der Pfarrkirche St. Michael in Aachen-Burtscheid, Aachen 1996, S. 78f., mit Abb. (Strahlenmonstranz aus dem letzten Drittel des 18. Jh., die in Aachen für die Marienkapelle des Zisterzienserinnenklosters Burtscheid angefertigt wurde).
  72. London, Victoria and Albert Museum, Inv.nr. M.27-2001 http://collections.vam.ac.uk/item/O62629/reliquary-of-st-sebastian-reliquary-unknown/
  73. Anne Lester, Le trésor de Clairvaux, in: Clairvaux l’aventure cistercienne, Ausstellungskatalog Troyes, Paris 2015, S. 214f.
  74. Z. B. Reliquienbehälter aus Glas und Keramik, die aus den Seitenaltären der Klosterkirche von Marienstatt geborgen wurden: Die Zisterzienser. Das Europa der Klöster, Ausstellungskatalog Bonn, Darmstadt 2017, Nr. 29.
  75. Kristina Hegner, Reliquiare und Klosterarbeiten des Mittelalters im Rostocker Zisterzienserinnenkloster zum Heiligen Kreuz, in: Dirk Schumann (Hg.), Sachkultur und religiöse Praxis, Berlin 2007 (Studien zur Geschichte, Kunst und Kultur der Zisterzienser, 8), S. 223–240, hier S. 227, mit Abb. 1. Das Ostensorium enthielt einen Dorn aus der Dornenkrone Christi.
  76. Die Zisterzienser, Ausstellungskatalog Aachen 1980, C 19; Ernst Günther, Kirchenschätze der ehemaligen Abteikirche St. Johann und der Pfarrkirche St. Michael in Aachen-Burtscheid, Aachen 1996, S. 40–52 und 57–62.
  77. Marius Winzeler, Reliquien und Reliquiare des Mittelalters im Kloster Marienstern, in: Dirk Schumann (Hg.), Sachkultur und religiöse Praxis, Berlin 2007 (Studien zur Geschichte, Kunst und Kultur der Zisterzienser, 8), S. 241–264.
  78. Faszination eines Klosters. 750 Jahre Zisterzienser-Abtei Lichtenthal, Ausstellungskatalog Karlsruhe, Sigmaringen 1995, Nr. 81.
  79. London, Victoria and Albert Museum, Inv.nr. M.27-2001 http://collections.vam.ac.uk/item/O62629/reliquary-of-st-sebastian-reliquary-unknown/; Terryl Kinder und Roberto Cassanelli (Hg.), The Cistercian Arts from the 12th to the 21st Century, Mailand u. a. 2014, S. 202 mit Abb. auf S. 205.
  80. Petra Kruse (Hg.), Museu Nacional de Arte Antiga, Lissabon, München 1999 (Die großen Sammlungen, 8), S. 76, Nr. 16 (Anísio Franco), mit Abb.
  81. Die Zisterzienser. Das Europa der Klöster, Ausstellungskatalog Bonn, Darmstadt 2017, Nr. 31, mit Abb.
  82. Die Zisterzienser. Das Europa der Klöster, Ausstellungskatalog Bonn, Darmstadt 2017, Nr. 32, mit Abb.; Joanna Mühlemann, Artus in Gold. Der Erec-Zyklus auf dem Krakauer Kronenkreuz, Petersberg 2013, S. 242–247; Gold. Schatzkunst zwischen Bodensee und Chur, Ausstellungskatalog Bregenz, Ostfildern 2008, S. 122 (Franz Kirchweger); Die Zisterzienser, Ausstellungskatalog Aachen 1980, C 17, S. 466–469. Das Kreuz weist einen sehr reichen Steinbesatz (169) auf.
  83. Nach: Clairvaux l’aventure cistercienne, Ausstellungskatalog Troyes, Paris 2015, S. 266.
  84. Cîteaux 1098–1998. Rheinische Zisterzienser im Spiegel der Buchkunst, Ausstellungskatalog Mainz, Wiesbaden 1998, Nr. 25; vgl. dazu auch die Krümme aus Elfenbein, Ende 13. Jh., mit der Darstellung eines Abts aus dem Kloster Løgum in Kopenhagen, Nationalmuseum: Saint Bernard & le monde cistercien, Ausstellungskatalog Paris 1990/91, 2. Aufl. Paris 1992, S. 213, Nr. 37.
  85. Saint Bernard & le monde cistercien, Ausstellungskatalog Paris 1990/91, 2. Aufl. Paris 1992, S. 267, Nr. 186c.
  86. seligenthal.de, anders leben seit 1232, Ausstellungskatalog Landshut 2008, S. 47 mit Abb. S. 46; Die Zisterzienser, Ausstellungskatalog Aachen 1980, Kat.nr I 14; ferner: Abtsstab aus dem Kloster Altenberg, Augsburg 1723 (ebd., I 61).
  87. Die Zisterzienser, Ausstellungskatalog Aachen 1980, G 19, S. 593; Cîteaux 1098–1998. Rheinische Zisterzienser im Spiegel der Buchkunst, Ausstellungskatalog Mainz, Wiesbaden 1998, Nr. 35.
  88. Vgl. z. B. Werner Schiedermair, Adalbert Eder. Meister der Klosterarbeiten, in: Hans Frei und Werner Schiedermair (Hg.), Barocke Klosterarbeiten. Oberschönenfeld (Schriftenreihe der Museen des Bezirks Schwaben, 25), zugleich Ausstellungskatalog, Oberschönenfeld 2001, S. 7–11; ebd., S. 132 (Glossar).
  89. Die Bentlager Reliquiengärten [Forschungsergebnisse zu den spätmittelalterlichen Reliquiengärten im Kloster Bentlage], Münster 2002 (Sonderdruck der Aufsätze in: Westfalen, Bd. 77, 1999); Hinweis auf Kloster Bersenbrück bei Susan Marti, Hörstel-Gravenhorst, St. Bernhard, Rektoratskirche (ehem. Klosterkirche) und Kunsthaus Kloster Gravenhorst, in: Hiltrud Kier und Marianne Gechter (Hg.), Frauenklöster im Rheinland und in Westfalen, Regensburg 2004, S. 169; Goldene Pracht. Mittelalterliche Schatzkunst in Westfalen, Ausstellungskatalog Münster, München 2012, S. 76, 416, Abb. 73, 74; https://de.wikipedia.org/wiki/Bentlager_Reliquieng%C3%A4rten (Aufruf am 23.5.2018).
  90. Kästen zerstört, ehemals Mecklenburgisches Landesmuseum Schwerin Inv.nr. KK 8 und 9. Zu KK 8 siehe Kristina Hegner, Kleinbildwerke des Mittelalters in den Frauenklöstern des Bistums Schwerin, vornehmlich im Zisterzienserinnenkloster zum Heiligen Kreuz in Rostock und im Klarissenkloster Ribnitz, Münster 1996, S. 111, Nr. 36, Abb. S. 181.
  91. Staatliches Museum Schwerin, zu Inv.nr. MK 36. Siehe Bestandskatalog Aus Mecklenburgs Kirchen und Klöstern. Der Mittelalterbestand des Staatlichen Museums Schwerin, bearb. von Kristina Hegner, Petersberg 2015, S. 251, Kat.nr. 201, Abb. 201.
  92. Staatliches Museum Schwerin, Inv.nr. MK 38. Siehe Bestandskatalog Aus Mecklenburgs Kirchen und Klöstern. Der Mittelalterbestand des Staatlichen Museums Schwerin, bearb. von Kristina Hegner, Petersberg 2015, S. 245−246, Kat.nr. 196, Abb. 196.
  93. Horst Appuhn und Christian von Heusinger, Der Fund kleiner Andachtsbilder des 13. bis 17. Jahrhunderts in Kloster Wienhausen, in: Niederdeutsche Beiträge zur Kunstgeschichte 4, 1965, S. 157–238.
  94. Staatliches Museum Schwerin, Inv.nr. MK 135 und zu Pl. 600. Siehe Bestandskatalog Aus Mecklenburgs Kirchen und Klöstern. Der Mittelalterbestand des Staatlichen Museums Schwerin, bearb. von Kristina Hegner, Petersberg 2015, S. 250−251, Kat.nr. 200, Abb. 200 und S. 247−248, Kat.nr. 197, Abb. 197.
  95. In der einstigen Zisterzienserinnenabtei Wienhausen werden 20 Kleider, bestimmt für die Gnadenbilder und für kleine Skulpturen, bewahrt: Charlotte Klack-Eitzen u. a., Heilige Röcke. Kleider für Skulpturen in Kloster Wienhausen, Regensburg 2013.
  96. „Gold, Perlen und Edel-Gestein …“. Reliquienkult und Klosterarbeiten im deutschen Südwesten, Ausstellungskatalog Freiburg i. Br., München 1995, S. 44, 49, 51, mit Abb.
  97. Augustinermuseum Freiburg. Siehe „Gold, Perlen und Edel-Gestein …“. Reliquienkult und Klosterarbeiten im deutschen Südwesten, Ausstellungskatalog Freiburg i. Br., München 1995, S. 224−225, Kat.nr. 151, Abb. 151.
  98. „Gold, Perlen und Edel-Gestein …“. Reliquienkult und Klosterarbeiten im deutschen Südwesten, Ausstellungskatalog Freiburg i. Br., München 1995, S. 44, 49, 54, mit Abb.
  99. Zu den Klosterarbeiten in St. Marienstern siehe: Zeit und Ewigkeit. 128 Tage in St. Marienstern, Ausstellungskatalog St. Marienstern, Halle a. d. Saale 1998, S. 333.
  100. Zeit und Ewigkeit. 128 Tage in St. Marienstern, Ausstellungskatalog St. Marienstern, Halle a. d. Saale 1998, S. 332, Kat.nr. 4.127 (Heike Schwerdel-Schmidt).
  101. Zeit und Ewigkeit. 128 Tage in St. Marienstern, Ausstellungskatalog St. Marienstern, Halle a. d. Saale 1998, S. 335, bes. Kat.nr. 4.134 (Siegfried Seifert).
  102. Augustinermuseum Freiburg. Siehe „Gold, Perlen und Edel-Gestein …“. Reliquienkult und Klosterarbeiten im deutschen Südwesten, Ausstellungskatalog Freiburg i. Br., München 1995, S. 211−212. Kat.nr. 133/134, Abb. 133 und 134.
  103. „Gold, Perlen und Edel-Gestein …“. Reliquienkult und Klosterarbeiten im deutschen Südwesten, Ausstellungskatalog Freiburg i. Br., München 1995, S. 52 und S. 258−259, Kat.nr. 191, Abb. 191.
  104. „Gold, Perlen und Edel-Gestein …“. Reliquienkult und Klosterarbeiten im deutschen Südwesten, Ausstellungskatalog Freiburg i. Br., München 1995, S. 265−266, Kat.nr. 198, Abb. 198.
  105. „Gold, Perlen und Edel-Gestein …“. Reliquienkult und Klosterarbeiten im deutschen Südwesten, Ausstellungskatalog Freiburg i. Br., München 1995, S. 212−216, Kat.nr. 135, 136, 138, Abb. 135, 136, 138, Hinweis auf, S. 211, Kat.nr. 133/134.
  106. Beide Augustinermuseum Freiburg. Siehe „Gold, Perlen und Edel-Gestein …“. Reliquienkult und Klosterarbeiten im deutschen Südwesten, Ausstellungskatalog Freiburg i. Br., München 1995, S. 216−218, Kat.nr. 139, 140, Abb. 139, 140.
  107. „Gold, Perlen und Edel-Gestein …“. Reliquienkult und Klosterarbeiten im deutschen Südwesten, Ausstellungskatalog Freiburg i. Br., München 1995, S. 235−236, Kat.nr. 168, 169, Abb. 168, 169.