Zisterzienser, Zisterzienserinnen (B. Architektur)

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Jens Rüffer (I.A. und I.B.c.) , Stefanie Seeberg und Fabian Wolf (I.C.1.) (2018)

Zisterziensisches Klosterschema nach Marcel Aubert.
Grundriss der Klosterkirche Fontenay.
Karte der Zisterzienserklöster in England, Wales und Schottland.
Karte der Ausgrabungen im südlichen Querhausarm der Klosterkirche Fountains (Yorkshire, West Riding).
Grundrisse der Klosterkirchen von Waverley (Surrey), Fountains, Sawley (Lancashire) und Tintern (Monmouthshire).
Grundrisse der Klosterkirchen von Rievaulx (Yorkshire, North Riding), Fountains und Vauclair (Aisne).
Blick von Südosten ins Langhaus der Klosterkirche von Fountains.
Blick von Südwesten auf das Langhaus der Klosterkirche von Buildwas (Shropshire).
Blick von Westen auf das Querhaus und Sanktuarium der Klosterkirche von Roche (Yorkshire, West Riding).
Grundriss der Klosterkirche von Byland (Yorkshire, North Riding) mit Bauphasen.
Grundriss der Klosterkirche von Jervaulx (Yorkshire, North Riding).
Grundriss der Erweiterung des Sanktuariums mit der „Chapel of Nine Altars“ im Osten der Klosterkirche von Fountains.
Blick von Südwesten auf die Erweiterung des Sanktuariums der Klosterkirche von Fountains.
Grundriss der Erweiterung von Chor und Sanktuarium der Klosterkirche von Rievaulx.
Blick nach Südosten auf die südliche Mittelschiffswand des neuen Chores der Klosterkirche von Rievaulx.
Grundriss der Klosterkirche von Dore (Herefordshire) mit polygonalem Kapitelsaal nördlich des Querhauses.
Blick von Süden auf das Querhaus und den Chorneubau der Klosterkirche Dore.
Grundriss der Klosterkirche von Tintern mit Bauphasen.
Grundriss der Klosterkirche von Neath (Port Talbot) mit Bauphasen.
Grundriss der Klosterkirche von Beaulieu (Hampshire).
Grundriss von Querhaus und Sanktuarium der Klosterkirche von Hailes (Gloucestershire).
Grundriss der Klosterkirche von Sweethart (Dumfries und Galloway).
Grundriss der Klosterkirche von Valle Crucis (Denbigshire).
Grundriss der Klosterkirche Strata Florida (Ceredigion) mit Bauphasen.
Grundriss der Klosterkirche von Vale Royal (Cheshire) nach Grabungsbefunden.
Grundriss der Klosterkirchen I und II von Melrose (Roxburghshire).
Grundriss und Längsschnitt des Kapitelsaals des Klosters Rievaulx.
Blick nach Süden auf das zweigeschossige Refektoriumsgebäude des Klosters Rievaulx.
Blick nach Norden auf das zweigeschossige Refektoriumsgebäude des Klosters Byland.
Blick nach Süden auf das Refektorium des Klosters Fountains.
Blick nach Südwesten auf die Treppe vom Dormitorium der Laienbrüder im südlichen Seitenschiff der Klosterkirche von Fountains.
Großes Rondell im südlichen Querhausarm der Klosterkirche von Byland.
Blick nach Südosten auf Fragmente des Schreins für Abt Wilhelm am Kapitelsaal des Klosters Rievaulx.

Inhaltsverzeichnis

I. Mittelalter

A. Einführung

Den Ausgangspunkt für die Einschätzung der zisterziensischen Architektur bildet die neuartige und innovative Verfassung, durch die die Zisterzienser den ersten monastischen Orden des Mittelalters im kirchenrechtlichen Sinn begründeten. Unter der zentralen Aufsicht des Generalkapitels wurde auch in baulicher und gestalterischer Hinsicht über ein möglichst einheitliches Erscheinungsbild des Ordens gewacht. Bereits die „Carta Caritatis Prior“ forderte, dass die einzelnen Konvente nach einer Liebe, nach einer Regel und nach einer vergleichbaren Lebensführung streben sollten („una caritate, una regula similibusque moribus“). Das Ziel bestand in der Einheit des Ordens, sowohl nach innen („unanimitas“) als auch nach außen („uniformitas“). Als monastische Reformbewegung standen sämtliche Aspekte des benediktinischen Klosterlebens auf dem Prüfstand. Vor allem in der Auseinandersetzung mit dem cluniazensischen Mönchtum waren die Mönche des „Novum monasterium“ willens, sich auf das Notwendige („necessitas“) zu beschränken und auf alles Überflüssige („superfluitas“) zu verzichten. Was als notwendig, was als überflüssig galt, musste im Generalkapitel immer wieder neu ausgehandelt werden. Der Begriff der „forma ordinis“, der um 1200 in den Statuten des Generalkapitels eingeführt wird, erfasst, ohne präzise Definition, das positive äußere Erscheinungsbild des Ordens, und zwar so, wie man von den Zeitgenossen gesehen werden wollte.

Die Architektur musste in erster Linie den Erfordernissen des Klosteralltags dienen. Die angestrebte „uniformitas“ sollte aber auch mit ästhetischen Mitteln die Zugehörigkeit der Klöster zum Orden visualisieren. Dies geschah nicht durch Gestaltungsgesetze, durch einen architektonischen Kanon oder einen wie auch immer gearteten ordenseigenen, vom Generalkapitel beschlossenen Baustil. Es wurden vielmehr zeitgenössische Formen variiert oder adaptiert und der architektonische Formenapparat im regionalen Kontext maßvoll reduziert. Die Bauten zeigen in der Regel sowohl eine Rückbesinnung auf die burgundischen Wurzeln und die Ordenstraditionen als auch eine bewusste Positionierung zu den Bauten der regional konkurrierenden Orden, der Bischofs- und großen Stadtpfarrkirchen. Die zisterziensische Architektur basiert nicht auf einem starren System dogmatischer Vorgaben, sondern auf einer Auseinandersetzung mit den jeweils veränderten Ansprüchen.

1. Forschung

Die Zisterzienserforschung wird nicht nur innerhalb der in Universität und Denkmalpflege angesiedelten Fächer betrieben, sondern auch im Orden, wobei die Schwerpunkte der ordenseigenen Forschung vor allem auf Geschichte, Theologie und Spiritualität liegen. Architekturhistorische und kunsthistorische Themen werden dort eher selten bearbeitet. Für die Zeit bis in die 1990er Jahre liegt ein systematisch und chronologisch angelegter Forschungsüberblick zur Architektur der Zisterzienser durch Matthias Untermann vor.[1] Ergänzungen für das folgende Jahrzehnt geben Markus Hörsch und Jens Rüffer.[2]

Die wissenschaftliche Bearbeitung der Zisterzienserarchitektur setzte ungefähr zur Mitte des 19. Jh. ein. Die architekturhistorische Forschung konnte bis zur Mitte des 20. Jh. noch nicht auf quellenkritische Editionen zisterziensischer „Consuetudines“ und legislativer Texte zurückgreifen. Wesentliche Arbeitsgrundlage blieb in jener Zeit das Repertorium von Leopold Janauscheck[3], in dem die Filiationen zusammengestellt sind, sowie die erste umfassende Edition der „Consuetudines“ durch Philippe Guignard nach dem Codex 114 der Bibliothèque municipale von Dijon.[4] Hierzu gehört auch die gut ein halbes Jahrhundert später erschienene achtbändige Ausgabe der Statuten der Generalkapitel durch Joseph Maria Canivez O.C.S.O.[5] Ab der Mitte des 20. Jh. wurden die maßgeblichen schriftlichen Quellen, die in der Regel Ordensangehörige quellenkritisch erarbeiteten, publiziert. Dies begann mit der Edition der frühesten Texte der „Ecclesiastica Officia“. Canisius Noschitzka edierte diese nach dem Codex 31 der Universitätsbibliothek Ljubljana[6] und Bruno Griesser nach dem Codex 1711 von Trient[7]. Beide Texte gingen in der „Editio princeps“ von Danièle Choisselet und Placide Vernet[8] auf. Bernard Lucet publizierte die Kodifikationen aus dem Jahr 1202 und die der Jahre 1237 und 1257.[9] Die frühen Dokumente, insbesondere die Redaktionen der „Carta Caritatis“, „Exordia“ und „Capitula“ bzw. „Instituta“ veröffentlichten 1974 auf dem aktuellen Forschungsstand Jean de la Croix Bouton und Jean Baptiste van Damme.[10] Dem ging eine längere Diskussion voraus, die vor allem durch Jean-A. Lefèvre getragen wurde. Die derzeit letzten großen Editionen früher legislativer Texte besorgte Chrysogonus Waddell mit den Redaktionen der „Exordia“, „Carta Caritatis“ sowie den in diesem Zusammenhang überlieferten „Capitula“ beziehungsweise „Instituta“.[11] Ein Jahr später erschienen die „Usus conversorum“[12] und im Jahr 2002 veröffentliche Waddell die Beschlüsse des Generalkapitels aus dem 12. Jh. nach der Überlieferung und nicht nach den zum Teil willkürlich datierten Generalkapitelsversammlungen in der Ausgabe von Canivez.[13]

Die ersten bauhistorischen Studien ab der Mitte des 19. Jh. entstanden im Kontext der Architektenausbildung, u. a. in Form von Tafelwerken zu Baustilen wie die von Edmund Sharpe[14] oder die von Friedrich Adler[15], der sich herausbildenden Denkmalpflege (Ferdinand von Quast, Friedrich Schinkel, Johann Rudolf Rahn oder William St. John Hope)[16] sowie der Kunstgeschichte, wo Franz Kugler, Karl Schnaase und Wilhelm Lübke erste Überblickswerke zu kunsthistorischen Epochen und zur Baugeschichte veröffentlichten.[17] Diese Darstellungen ordneten die Architektur in der Regel ein, ohne Beziehung zu den legislativen Bestimmungen. Wichtig wurde die Zisterzienserarchitektur jedoch in Bezug auf den gotischen Baustil sowie dessen rasche Verbreitung in Europa. Carl Schnaase sah 1856 in den Zisterziensern „gewissermaassen Missionäre, welche die Grundsätze der französischen Architektur bei anderen Völkern verbreiteten“.[18] Ferdinand de Roisin beschrieb 1859 den Einfluss der Zisterzienser auf die Architektur in Deutschland unter der Überschrift „Les Missionaires de l’art gothique en Allemagne au XIIe siècle“.[19] Der daraus abgeleitete Topos, die Zisterzienser als „Missionare der Gotik“ zu betrachten, fand in älteren Publikationen Resonanz und ist noch in populärwissenschaftlichen Darstellungen verbreitet.[20] Von Anbeginn ging es allerdings darum, die aktive Rolle der Zisterzienser bei der Verbreitung gotischer Formen außerhalb der französischen Kronlande und außerhalb des Frankenreiches zu beschreiben. Die rasche Ausbreitung der Zisterzienser hatte nicht nur einen Anstieg der Bauaktivitäten bis in die entferntesten Regionen Europas zur Folge, sondern sorgte aufgrund der korporativen Struktur und der zentralistischen Organisationsform mit dem Generalkapitel an der Spitze auch dafür, dass die beim Generalkapitel zusammenkommenden Äbte zumindest eine visuelle Erfahrung von den Dimensionen gotischen Bauens erlangen konnten. Zum anderen zeigen die Klosterkirchen und Klausurgebäude selbst, dass die Zisterzienser nie ein Problem darin sahen, innovative Bautechniken einzusetzen und aktuelle architektonische Elemente und Formen zu adaptieren.[21]. Es gibt jedoch keine systematische Untersuchung zur Rolle der Zisterzienser bei der Ausbreitung gotischer Architekturprinzipien in Europa. Diese nachzuweisen dürfte schwierig sein, denn die Zisterzienser konkurrierten mit prominenten Bischofskirchen oder großen Stadtkirchen in der jeweiligen Region. Wenn auch die Mitarbeit von Mönchen und Konversen am Bau von Klöstern belegt ist, so ist die Vorstellung von ordenseigenen, wandernden Bautrupps mittlerweile Teil der Forschungsgeschichte.[22]

Während in der Regel nur die Kirchenbauten die Aufmerksamkeit der ersten Generationen von Bau- und Kunsthistorikern weckten, wurde vor allem in England der Klosterkomplex in seiner Gesamtheit bearbeitet. Allerdings beschränkt sich Bilsons 1909 erschienene Analyse der Rezeption der zisterziensischen Architektur im 12. Jh. nur auf die Kirchenbauten.[23] Hermann Rüttimann (1911) und Josef Saur (1913) zählten zu den ersten, die Architektur und Kunst der Zisterzienser in den Kontext der legislativen Texte stellten.[24]

In diesen frühen Arbeiten stand die Frage zur Diskussion, inwieweit die Zisterzienser einen eigenen Baustil entwickelten. Sie ist bereits von Bilson (1909) und Hans Rose (1916) verneint worden.[25] Während ein „Zisterzienserstil“ in der Architektur nie begründet werden konnte, ist die Frage nach zisterziensischen Elementen in der Architektur berechtigt. Wolfgang Bickel hat dazu 1986 einen Vorschlag gemacht, der kaum rezipiert wurde.[26] Um die Dynamik der Veränderungen erfassen zu können, schlug er drei Paare von Determinanten vor, die er als prägend für die Architektur ansah: erstens, „die asketisch-spiritualistische und die sensitive Determinante“, zweitens „die burgundische Determinante und die Ortsdeterminante“ und schließlich drittens die „Traditions- und Epochendeterminante“.

Ein „idealer Klosterplan“ wurde vor allem in der populärwissenschaftlichen Literatur postuliert. Als solcher wurde der Plan der Raumfolgen betrachtet, den Marcel Aubert 1943 seiner äußerst materialreichen Studie zu den französischen Klöstern beigab (Abb.).[27] Bereits Micklethwaite hatte 1882 innerhalb seiner Studien zu den englischen Klöstern einen vergleichbaren Plan veröffentlicht.[28] Für die Zisterzienser gab es jedoch zu keiner Zeit den Anspruch auf identische Grundrisse. Die ersten Klosterbauten, wie das in Abbildungen und Beschreibungen überlieferte „monasterium vetus“ von Clairvaux (1115), verfügten noch nicht über eine derartig regelmäßige Klausuranlage.[29] Die in den „Idealplänen“ erscheinende Raumfolge lässt sich in Teilen erstmals in den frühesten „Ecclesiastica Officia“ (cap. 55.14) nachweisen.[30] Ein Blick auf die Grundrisse der Klosteranlagen zeigt, dass die meisten Klöster der Idee grundsätzlich folgten, jedoch die Umsetzung variierte. Verschiedene Lösungen gab es bei den Raum- und Geschosserschließungen (Treppen, Durchgänge) oder der Anordnung der Latrinen. Eine weitere langlebige These war die des sog. bernhardinischen Plans (Abb.). In Zusammenhang mit Ausgrabungen in Himmerod fiel Karl Heinz Esser (1953) auf, dass innerhalb der Filiation von Clairvaux besonders häufig sowohl die östlichen Kapellen der Querhausarme als auch das Altarhaus gerade geschlossen sind.[31] Er sah darin ein architektonisches Motiv, das dem persönlichen Einfluss Bernhards von Clairvaux zuzuschreiben sei. Abgesehen davon, dass sich eine persönliche Einflussnahme Bernhards nicht nachweisen lässt, sind gerade Ostabschlüsse an benediktinischen Kirchen und Bischofskirchen z. B. in England eher die Regel. Hanno Hahn (1957) erweiterte die These von Esser, indem er den bernhardinischen Plan mit dem Aufriss von Fontenay, einem Tochterkloster von Clairvaux, verknüpfte.[32] Um die These des bernhardinischen Plans aufrechthalten zu können, setzte Hahn eine steinerne Klosterkirche in Clairvaux voraus, nach deren Vorbild Fontenay errichtet worden sei. Es hat sich aber gezeigt, dass die Verknüpfung von Grund- und Aufriss zu keinen sinnvollen historischen Aussagen führt. Nachdem die These des bernhardinischen Plans zunehmend in Frage gestellt wurde,[33] hat Matthias Untermann 2001 das Konzept des bernhardinischen Plans neu formuliert.[34], indem er die Grundrissdisposition vom Aufriss entkoppelte und die persönliche Einflussnahme Bernhards ausschloss. Man könne allenfalls eine „Dispositio Claraevallensis“ erkennen, durch die die Bedeutung der Primarabtei zeichenhaft in späteren Bauten weiterlebe.

Schwierig zu beurteilen sind die Gründungsbauten und die Frage, inwieweit diese Provisorien waren.[35] Denn diese Einordnung setzt eine langfristige vorausschauende Planung voraus sowie die Intention, dass die ersten Gebäude nur als temporäre Bauten errichtet wurden. Genährt wird die Hypothese durch die in den frühen Generalkapitelbeschlüssen geforderte räumliche Mindestausstattung eines Klosters mit Oratorium, Refektorium, Dormitorium, Zellen für die Gäste und den Pfortenbruder. Diese Räume stellen aber nur einen Bruchteil dessen dar, was bereits in den „Ecclesiastica Officia“ (55.14) im vierten Jahrzehnt des 12. Jh. Konsens schien. Darüber hinaus hatte die erste Anlage weitreichende Konsequenzen für folgende Bauten, insbesondere für die Anlage von Frisch- und Abwassersystemen. Die Gründungsbauten wurden zwar oft in einfacher Bauweise aus Holz und Lehm errichtet, in der Bauausführung waren sie dennoch äußerst solide. Das hölzerne „monasterium vetus“ in Clairvaux stand noch im 18. Jh., und in Meaux Abbey wurde der Gründungsbau von 1150 nach knapp zehn Jahren wieder in Holz erneuert. Diese Konstruktionen wurden noch im 15. Jh. als Wirtschaftsbauten genutzt.[36]

Die Raumfolgen der inneren Klausur, aber auch die schlichte Architektur der Klosterkirchen und Klausurgebäude, führte dazu, diese unter dem Aspekt der Rationalisierung (W. Braunfels, 1978)[37] und dem des Funktionalismus (F. Bucher, 1959)[38] zu analysieren. Visuell unterstützt wurden derartige Thesen durch Fotografen wie Lucien Hervé, der seine Ästhetik in Le Thoronet erprobte und mit dieser zum Fotografen Le Corbusiers avancierte.[39] Vergleichbare ästhetische Strategien der Visualisierung mittelalterlicher Sakralarchitektur finden sich auch in den Zodiaque-Bänden zur romanischen und gotischen Architektur.[40]

2. Legislative Bestimmungen zur Architektur und ihrer Ausstattung

Beschlüsse des Generalkapitels, die sich auf die Architektur und die baugebundene Ausstattung beziehen, sind marginal. Bis 1245 sind es nicht mehr als 1,5% aller überlieferten Beschlüsse.[41] Zudem sind die „Statuta“ sehr allgemein gehalten und in der Regel als Verbote formuliert. Bis in die zweite Hälfte des 12. Jh. setzten die Zisterzienser vorausschauend Recht, danach wurden Einzelfälle beurteilt. Die frühesten „Capitula“ beziehen sich auf die Lage der Abtei, das Kirchenpatrozinium und die Mindestanzahl von Funktionsräumen. So heißt es im neunten Kapitel „De construendis abbatiis“, dass Klöster abseits von Dörfern, befestigten Orten bzw. Städten zu errichten seien. Das Oratorium ist der Muttergottes zu weihen und folgende Räume müssen dem neu einziehenden Konvent zur Verfügung stehen: Oratorium, Refektorium, Dormitorium sowie Zellen für die Gäste und den Pfortenbruder. Außerhalb der Klostermauern dürfen nur Stallungen errichtet werden, keine Wohnungen.[42] Das Kapitel 26 „De sculpturis et picturis et cruce lignea“ bestimmt, dass auf Skulpturen zu verzichten sei, Malereien seien nur auf Kreuzen zulässig, die wiederum nur aus Holz gefertigt sein dürfen.[43] Die späteren „Instituta“ (Nr. 32) bestimmen, dass bei Zuwiderhandlung die Gebäude abzureißen seien.[44] Des Weiteren heißt es, dass Glasfenster weiß und ohne Bilder bzw. Kreuze sein sollen (Nr. 82).[45] Für Kirchentüren galt ebenfalls Einfarbigkeit, d. h. weiß oder schwarz.[46] Farbigkeit konnte generell zum Problem werden, auch für Balken, gefasste Steine oder Dachziegel.[47] Das Generalkapitel untersagte zudem Glockentürme, auch freistehende.[48] Die Einzelbeschlüsse wurden im frühen 13. Jh. in Kodifikationen zusammengefasst. Die ältesten erhaltenen stammen aus dem Jahr 1202. In der ersten Distinktion fasst das Kapitel „De abbatia construenda et ecclesia et utensilibus suis et ornamentis et grangiis et aliis edificiis“ den damaligen Stand zusammen. Hinsichtlich der Glasmalereien wurden jene Abteien, die ursprünglich aus anderen Kongregationen stammten, von der strengen Regel dispensiert. Neu ins Blickfeld rückten aufwändig gestaltete Fußböden.[49]

In den Beschlüssen gibt es Charakterisierungen, die nichts zum Verständnis der Sache beitragen. Negative Bedeutungen haben „contra formam et consuetudinem ordinis, diversitas, superfluitas“ oder „curiositas“. Positive Entsprechungen sind „paupertas, necessitas, simplicitas“ oder „uniformitas“.[50] Derartig konnotierte Einschätzungen finden sich bereits in der sogenannten Streitliteratur, die die Auseinandersetzungen um ein regelgerechtes Leben zwischen Cluniazensern und Zisterziensern prägte.[51] Einzeluntersuchungen zeigen, dass das Generalkapitel in den ästhetischen Debatten wenig ambitioniert vorging. In England wurden massige Vierungstürme errichtet, ohne dass es darüber zum Streit kam.[52] Mehr noch, in jenen Fällen, in denen der Rückbau von zu großen Gebäuden, farbigen Fenstern oder aufwändigen Fußböden angeordnet wurde, ist nicht bekannt, ob die Konvente dieser Aufforderung überhaupt Folge leisteten.

3. Baumeister und Baubetrieb

Die straffe zentralistische Ordensorganisation, die relative Uniformität hinsichtlich des Raumkonzeptes der inneren Klausur, der Drang zur Eigenwirtschaft, das Postulat der Handarbeit, der Ausbau des Konverseninstituts sowie idealisierende und heroisierende Selbstdarstellungen von bauenden Mönchen in hochmittelalterlichen Chroniken und spätmittelalterlichen Bildern (u. a. „Vita prima“, II,5,31[53]; Maulbronn, Fundationstafel, um 1450: Abb.), ließen vermuten, dass die Zisterzienser auch ihre Klöster mit ordenseigenem Personal errichteten. Genährt wurde diese Ansicht zusätzlich durch frühe Quellenbelege, in denen Mönche ausgesandt wurden (Achardus nach Himmerod, Gottfried d’Ainai nach Fountains, Robert nach Mellifont sowie Adam, späterer Abt von Meaux, nach Woburn, Kirkstead und Vaudey), um andere Konvente bei der Klostergründung und den ersten Baumaßnahmen zu unterstützen.[54]

Allerdings gibt es für die allgemeine These ordenseigener Bautrupps keine hinreichenden Quellenbelege. Die Instruktoren sind nicht als Werkmeister im technischen Sinn zu interpretieren, denn sie unterwiesen die Konvente zuweilen auch in den Gewohnheiten. Für Neubaumaßnahmen ist davon auszugehen, dass mit der voranschreitenden Komplexität der Architektur (durchgehende Wölbung der Räume, gotische Skelettbauweise) professionelle Bauleute gegen Bezahlung engagiert wurden, sodass lediglich die Aufsicht über das Bauvorhaben in den Händen eines Konversen oder Mönches lag. Der Neubau einer Abteikirche oder der von Klausurgebäuden dürfte schon deshalb nicht aus eigenem Personal bestritten worden sein, da hier auf Dauer viel zu viele Arbeitskräfte gebunden worden wären, die an anderer Stelle, u.a. zur Erntezeit, gefehlt hätten. Andererseits ist es nicht zu bestreiten, dass es unter den Konversen auch baukundige „fratres“ gab, doch dürften diese für die allgemeine Instandhaltung des Baubestandes verantwortlich gewesen sein.[55] Dagegen spricht auch nicht der vom Generalkapitel gerügte Brauch, dass einige Konvente hervorragende Handwerker an weltliche Herrscher oder Bischöfe ausliehen.[56]

In den Quellen ist keine auf die konkrete Bautätigkeit fixierte spezifische Terminologie belegt; deshalb sollte ein „magister operis“ bei den Zisterziensern nicht zwingend als Baumeister interpretiert werden, der Begriff bezeichnet wohl eher den Bauverwalter, der auch die Finanzaufsicht führte. Namen von Bauleuten, die in Zeugenreihen von Urkunden genannt werden, sind ebenfalls nur schwer zuzuordnen, vor allem dann, wenn unklar ist, wo diese ausgestellt wurden.[57] Bemerkenswert ist deshalb das Account-Book von Beaulieu Abbey von 1269/1270, das ein Instandhaltungsdepartment bezeugt, dem ein „custos operis“ vorstand[58], Die Abrechnung für Bau und Ausstattung der 1409 geweihten Abtskapelle von Kloster Rein zeigt, dass hier externes Fachpersonal beschäftigt wurde.[59].

B. Bauten

1. Männerklöster

a. Burgund

In Bearbeitung

b. Deutschsprachige Länder

In Bearbeitung

c. Britische Inseln

Forschungsstand

Die wissenschaftliche Bearbeitung der Zisterzienser begann von historischer Seite in England mit der überarbeiteten und erweiterten Ausgabe des „Monasticon Anglicanum“ und der topographisch-antiquarischen Literatur des 19. Jh., deren Autoren sich mitunter auch für die Architektur interessierten.[60] Die Architektur erhielt im Zuge der Klassifizierungsdebatte über den gotischen Stil und aufgrund des Interesses an (neo-)gotischen Bauformen erstmals größere Aufmerksamkeit. Die Werke von Edmund Sharpe (1809–1877) „Architectural Parallels“ und „The Architecture of the Cistercians“ begründeten die architekturhistorischen Forschungen zu den Zisterziensern auf den britischen Inseln.[61] Im ausgehenden 19. Jh., nun auch mit ersten denkmalpflegerischen Interessen, begann die bauarchäologische Erschließung. Die antiquarischen Forschungen von John Richard Walbran (1817–1869), die mit Ausgrabungen verbunden waren, stehen am Anfang der wissenschaftlichen architekturhistorischen Erschließung von Fountains Abbey (Yorkshire, West Riding).[62] Neue Maßstäbe setzten die Arbeiten des Gelehrten William Henry St John Hope (1854–1919) sowie die des Architekten und Bauforschers Harold Brakspear (1870–1934), die u. a. Beaulieu (Hampshire), Fountains, Furness (Cumbria), Kirkstall (Yorkshire, West Riding), Rievaulx (Yorkshire, North Riding), Stanley (Wiltshire), Tintern (Monmouthshire) oder Waverley (Surrey) galten.[63] Gleichzeitig verfasste der Architekturhistoriker John Bilson (1856–1943) die erste übergreifende architekturhistorische Studie.[64] Einen gewissen Abschluss fand diese Phase mit Charles Reed Peers (1868–1952), unter dessen Leitung im Auftrag der Denkmalpflege viele Objekte freigelegt wurden (u. a. Rievaulx).[65]

Der Historiker David Knowles (1896–1974) legte die erste übergreifende Monographie zur Geschichte der monastischen Orden in England vor.[66] Auf seine Initiative gehen auch verschiedene Repertorien zurück.[67] Während die ältere Forschung sich bei der Interpretation der Architektur noch am evolutionären Modell von Jugendphase, Reife und Verfall orientierte, den Einfluss des hl. Bernhards meist überschätzte und die Architektur hinsichtlich der Visualisierung moralischer Werte überinterpretierte, ist die jüngere Forschung demgegenüber kritischer eingestellt. Einen Wendepunkt markiert die Studie „Architecture of Solitude“ (1984) von Peter Fergusson, der die Architektur der Zisterzienser Englands im 12. Jh. systematisch beschrieb und analysierte.[68] Der Aufsatzband „The Cistercian Art and Architecture in the British Isles“ (1986) zieht ein erstes Fazit des damaligen Forschungsstandes zur Geschichte, Architekturgeschichte sowie zur baugebundenen und mobilen Ausstattung der Bauten.[69] Ende der 1990er und zu Beginn des 21. Jh. entstanden neben vielen Einzelstudien zu konkreten Abteien mehrere übergreifende Arbeiten, die den hohen Stand der Zisterzienserforschung in England demonstrieren, z. B. von Janet Burton[70] und Glyn Coppack[71] sowie der Katalogband „The Cistercian Abbeys of Britain“[72]. Die Geschichte der walisischen Abteien bearbeitete David H. Williams[73], deren Architekturgeschichte David M. Robinson[74], die der schottischen vor allem Richard Fawcett.[75]

Die jüngere Forschung zeigt, dass spätestens nach der Mitte des 12. Jh. die Architektur der Zisterzienser hinsichtlich der formalen Durchbildung architektonischer Elemente (Gesimse, Pfeilerprofile, Tür- und Fenstergewände, später auch das Maßwerk) in der Auseinandersetzung mit lokalen oder regionalen Traditionen entstand, während der sog. bernhardinische Plan weiterhin variiert wurde. Im Aufriss ist, soweit festestellbar, die Zweizonigkeit am häufigsten. Gemessen am einstigen historischen Gesamtbestand ist die bauliche Überlieferung sehr fragmentarisch. Von Schlüsselbauten wie Meaux Abbey (Yorkshire, East Riding) ist nichts mehr an aufgehendem Mauerwerk erhalten, die Reste sind bisher auch nicht archäologisch erforscht.[76]

Geschichte

Die britischen Inseln bildeten im Hochmittelalter mit den drei Herrschaftsgebieten von England, Schottland und Wales ein geschlossenes Territorium. Während der englische König Eduard I. (1272–1307) im Jahr 1282 die Unabhängigkeit von Wales beendete, es einer Verwaltungsreform unterzog und England eingliederte, blieb das schottische Königreich weitgehend unabhängig, trotz verschiedener kriegerischer Auseinandersetzungen mit der englischen Krone. Die Konflikte zwischen Wales und England bzw. zwischen Schottland und England sowie die bewaffneten Streitigkeiten um die englische Thronfolge hatten in unterschiedlicher Weise auch Einfluss auf die Geschichte der Abteien, vor allem jener in den Grenzregionen, die unter den kriegerischen Auseinandersetzungen litten. Kirchenpolitisch aber auch architekturhistorisch ist für Wales bedeutsam, dass es dort im frühen 12. Jh. noch keine großen Benediktinerabteien gab. Die meisten Häuser waren Priorate normannischer oder englischer Cluniazenserabteien. Für das englische Territorium wiederum ist zu berücksichtigen, dass der anglo-normannische Hochadel auch nach der normannischen Eroberung weiterhin durch familiäre Beziehungen mit dem Kontinent verbunden blieb. Dies zeigt sich bereits bei zwei der frühesten Klostergründungen in der Wahl des Mutterklosters. Die Gründungskonvente von Waverley (gegr. 1128) und Tintern (gegr. 1131) kamen aus dem Kloster L’Aumône (Loire-et-Cher), das zur Filiation von Cîteaux (Côte-d’Or) gehörte (Abb.).[77]

Eine der frühesten Zisterzen in England geht auf die Initiative Bernhards von Clairvaux zurück, der sich 1131 an König Heinrich II. (1100–1135) wandte und ihn um Unterstützung zur Gründung eines Zisterzienserklosters bat. Des Königs Justiziar für Yorkshire, Northumberland, Carlisle und Westmoreland, Walter Espec († 1153/58), fand sich als Stifter, unterstützt von Thurstan (1114–1140), Erzbischof von York. Ein Jahr später sandte Bernhard einen Konvent unter Leitung seines Sekretärs Wilhelm († 1145), der wohl selbst aus der Region stammte, zur Gründung von Rievaulx Abbey aus. Die Ansiedlung der Zisterzienser im Norden Englands und deren Ruf führte zur Spaltung des Konvents der großen und wohlhabenden Benediktinerabtei St. Mary’s vor den Toren der Stadt York. Der reformwillige Teil verließ nach einem handgreiflichen Streit im Oktober 1132 unter der Obhut von Erzbischof Thurstan das Kloster und wagte einen Neuanfang in dem westlich von Ripon gelegen Skell Dale. Im Frühjahr 1133 bat die Gemeinschaft Bernhard um die Aufnahme in die Filiation von Clairvaux (Aube). Mit der Gründung von Fountains Abbey schien sich die Geschichte von Cîteaux zu wiederholen.[78] Rievaulx und Fountains waren überaus erfolgreich und hatten großen Einfluss im Norden Englands und in Teilen Schottlands durch ihre Tochterklöster. Zwischen 1139 und 1150 sandte Fountains sieben Konvente aus, die Klöster gründeten: Kirkstaed, Louth Park u. Vaudey in Lincolnshire, Newminster in Northumberland, Woburn in Bedfordshire sowie Kirkstall und Meaux in Yorkshire. Die achte Gründung, Lysa, erfolgte in Norwegen.[79] Rievaulx etablierte zwischen 1136 und 1147 fünf Tochterklöster, drei in England (Warden in Bedfordshire, Revesby in Lincolnshire und Rufford in Nottinghamshire) sowie zwei in Schottland (Melrose in Roxburghshire und Dundrennan in Kirkcudbrightshire). Die beiden letzteren wurden vom schottischen König David I. (1124–1153) gestiftet. Die schottischen Gründungen verdanken sich der guten Beziehung zwischen König David und Abt Aelred von Rievaulx († 1167), der einst am schottischen Hof diente.[80]

Auf den britischen Inseln war die Filiation von Clairvaux besonders erfolgreich. Sie dominierte über Fountains und Rievaulx den Norden Englands, hatte in Wales Einfluss über Whiteland (Carmarthenshire,1140) und Margam (Neath Port Talbot, 1147) und war in Schottland über Melrose und Dundrennan am stärksten vertreten. Cîteaux besaß mit Beaulieu Abbey (gegr. 1203) nur eine direkte Gründung, wirkte aber auch über die Töchter von L’Aumône, mit Waverley und Tintern. Morimond (Haute-Marne) hatte zwei Gründungen, von denen Abbey Dore (Herefordshire, gegr. 1147) herausragte, während Pontigny (Yonne) und La Ferté (Saône-et-Loire) auf den britischen Inseln nicht Fuß fassen konnten. Eine wichtige Rolle spielten die Klöster aus der ursprünglich eigenständigen Kongregation von Savigny (Manche), die 1147 in den Zisterzienserorden inkorporiert wurden (u. a. Furness, gegr. 1123; Byland, gegr. 1135; Buildwas, gegr. 1135). Zu diesem Zeitpunkt besaß Savigny zwölf Häuser in England und zwei in Wales.[81]

Die Mehrheit der Klöster wurde im 12. Jh. gegründet. Die Stifter kamen vor allem aus dem Hochadel und dem hohen Klerus. Die Konvente achteten darauf, möglichst viele Stifter zu gewinnen. Dadurch waren sie unabhängiger von einzelnen Familieninteressen. Dies konnte zudem bei wechselnden Allianzen in kriegerischen Auseinandersetzungen von Vorteil sein. Die ersten Gründungen in Wales, sowohl die zisterziensischen als auch die von Savigny (u. a. Neath, Neath Port Talbot, gegr. 1130 oder Basingwerk, Flintshire, gegr. 1131), konnten weder auf die Unterstützung des walisischen Adels zählen, noch rekrutierten sie viele Mönche aus der einheimischen Bevölkerung. Dies änderte sich erst mit dem Engagement von Rhys ap Gruffudd (†1197), der 1165 die Schirmherrschaft über Strata Florida (Ceredigion) übernahm. Der Fürst von Deheubarth begann Wales unter seine Kontrolle zu bringen. Der politischen Abgrenzung zu England standen Stiftungen von Zisterzienserklöstern, die ihren Ursprung in Burgund hatten, nicht im Weg. Im Jahr 1201 stiftete Madog ap Gruffudd, Prince of Powys Fadog († 1236), die Abtei Valle Crucis (Denbigshire), wo er auch begraben wurde. Es war die letzte Gründung eines Zisterzienserklosters in Wales. Mit der Eingliederung von Wales in das englische Königreich im Jahr 1282 wurden königliche walisisch-dynastische Gründungen gegenstandslos. Während sich die schottische Krone durch die Kontakte zu Rievaulx und aufgrund ihrer politischen Interessen in der Grenzregion zu England von Beginn an engagierte, traten die englische Krone und deren Familien als direkte Stifter erst spät in Erscheinung. König Johann Ohneland (1199–1216) gründete 1203 die Abtei Beaulieu, die von Mönchen aus Cîteaux besiedelt wurde. Das Kloster wurde auch durch dessen Sohn, Heinrich III. (1216–1272), gefördert. Heinrichs Bruder, Richard von Cornwall († 1272), stiftete 1246 Hailes (Gloucestershire) mit einem Konvent von Beaulieu. Die Abtei Vale Royal (Cheshire) wurde 1266 vom späteren König Eduard I. (1272–1307) etabliert, der mit der Gründung ein Gelübde erfüllte. Die Mönche kamen aus Dore. Die letzte königliche Stiftung, die auch die letzte Gründung einer Zisterze in England war, erfolgte 1350 unter Edward III. (1327–1377) in London.[82] Nahe dem Tower wurde die Abtei St. Mary Graces mit Mönchen von Beaulieu besiedelt. Während die Disposition dieser Gründung durch das städtische Grundstück vorgegeben war, waren den königlichen Stiftungen von Beaulieu, Hailes und Vale Royal kaum Grenzen gesetzt. Dies äußert sich nicht nur in ihren enormen räumlichen Dimensionen, sondern auch in den anspruchsvollen Grundrissen ihrer Ostpartien: Sie besaßen ein Sanktuarium mit Umgang und Radialkapellen.[83]

Obwohl theologische Gelehrsamkeit nicht das primäre Ziel zisterziensischen Ordenslebens war, führte die Konkurrenz mit den Mendikanten zur Gründung von Studienhäusern. Das erste entstand 1237 unter Stephan Lexington († 1258), Abt von Savigny, im Pariser Stadthof von Clairvaux und wurde 1245 durch die Kurie bestätigt. Edmund, Earl of Cornwall († 1300), stiftete 1281 die Abtei Rewley, nahe Oxford, als Studienhaus für das Studium Generale an der Universität Oxford. Das Kollegiatshaus verlor diese Funktion vor 1398. Einen neuen Versuch startete Henry Chichele (1414–1443), Erzbischof von Canterbury, der das Kolleg St. Bernard in Oxford (heute St. John’s) einrichtete.[84]

Die Wirtschaftskraft und den Reichtum der Klöster belegen vielfach die Dimensionen der Bauten selbst. Ein wichtiger Einkommensfaktor blieb die Landwirtschaft, vor allem die Schafzucht, die primär der Wollproduktion diente. Ausdruck dieser ökonomischen Stärke sind u. a. die Grangien, deren Bauten fast vollständig zerstört sind.[85]

Der wirtschaftliche Aufschwung führte seit dem 13. Jh. dazu, dass sich Abteien zunehmend verschuldeten, auch um größere Bauprojekte finanzieren zu können. Dafür liehen sich die Konvente nicht nur Geld zu überhöhten Zinsen, sondern verkauften auch zukünftige Wollerträge, deren reale Preise dann meist hinter dem erwarteten Erlös zurückblieben. Die Situation verschärfte sich mit dem Zusammenbruch des Wollmarktes in Flandern. Dennoch hatten bei der Auflösung der Abteien viele Häuser noch bedeutenden Besitz an Land und Einkünften. Das Ende der Klöster wurde durch Heinrich VIII. (1509–1547) eingeleitet, als ihn das Parlament 1534 im „First Act of Supremacy“ als Oberhaupt der Kirche anerkannte. Dies bedeutete einen unwiderruflichen Bruch mit der Kurie in Rom. Die Aufhebung der Klöster geschah in drei Schritten. Der König ließ zuerst den Besitz der Abteien ermitteln und das Ergebnis im sog. „Valor ecclesiasticus“ dokumentieren.[86] Im Jahr 1536 („First Suppression Act“) ordnete das Parlament die Aufhebung aller Abteien an, die weniger als £ 200 Einkommen pro Jahr hervorbrachten. Drei Jahre später wurden die verbliebenen Klöster aufgelöst („Second Suppression Act“). In Schottland entzog das schottische Parlament mit der Annahme des „Papal Jurisdiction Act“ (1560) dem Papst die juristische Verfügungsgewalt über die schottische Kirche.[87]

Die Aufhebung der Abteien und ihr Verkauf führte zu einer systematischen Verwertung der Baumaterialien. Zudem inszenierte man später in einigen Fällen (u. a. Fountains, Rievaulx, Roche oder Kirkstall) deren Ruinen innerhalb eines meist aufwändig gestalteten Landschaftsparks, ohne dass die Veränderungen an den Gebäuden dokumentiert sind. Die Zerstörung der klösterlichen Bausubstanz war auf den britischen Inseln so nachhaltig, dass es hier keine annähernd komplette zisterziensische Klosterkirche mehr gibt.

Lage der Klöster

Die Klöster wurden den zisterziensischen Gewohnheiten folgend meist an Orten gegründet, die in einiger Entfernung zu Siedlungen lagen. Diese Einöde haben sich die Mönche manchmal durch Bauernlegen selbst geschaffen, indem sie die Bewohner umsiedelten und das Dorf auf eine Grangie rückführten. Der Siedlungsplatz hingegen war oft nicht sorgfältig genug gewählt. Ungefähr die Hälfte aller Konvente Englands ist mindestens ein Mal umgezogen. Die Mönche von Byland Abbey (Yorkshire, North Riding) fanden erst im fünften Anlauf einen Platz von Dauer.[88]

Klosterkirchen
Die frühesten Bauten aus Holz

Die zeichnerische Überlieferung des ersten Holzklosters von Clairvaux (1115) durch die Darstellungen von Dom N. Millet (1708) belegen eine pragmatische Raumordnung, die noch nichts von dem späteren regelmäßigen Klosterschema hat (Burgund). Zugleich zeugt das Gebäudeensemble von einer ökonomisch effizienten Bauweise, die all jene Bedürfnisse befriedigen konnte, die vom Generalkapitel für die Erstbesiedlung eines Ortes vorgegeben waren. In Fountains und Sawley (Lancashire) wurden Reste hölzerner Bauten ergraben, die als Klausurgebäude interpretiert werden.[89] Allerdings bleibt Glyn Coppacks Interpretation der Grabungsbefunde für Fountains (Abb.) und dessen darauf aufbauende Rekonstruktion nach dem Vorbild von Clairvaux I („monasterium vetus“) äußerst zweifelhaft.[90]

Für Meaux Abbey können die ersten Klosterbauten aus der schriftlichen Überlieferung erschlossen werden.[91] Die durch den Stifter Wilhelm le Gros († 1179), Earl of Albemarle, um 1150 errichteten Gebäude beschrieb der Chronist Thomas de Burton († 1437) folgendermaßen: Es seien zwei Häuser in einfacher Bauweise gewesen, ein großes Gebäude („magna domus“), in das die Gemeinschaft einzog, und ein zweites Haus („capella“), das zwei Geschosse besaß. Im Untergeschoss sollen die Mönche geschlafen und im Obergeschoss gebetet haben. Zu Burtons Zeit diente das große Haus noch als Bäckerei („pistrinum“) und im zweiten befand sich das Büro des Kellermeisters („camera cellarii“). Abt Adam von Meaux (1150–1160) ließ dieses Kloster in einer ähnlichen Struktur in Holzbauweise wieder erneuern, wobei in Burtons Gegenwart das Hauptgebäude noch als Brauerei („brasium“) genutzt wurde. Die Solidität der Holzbauten macht diese nicht zwingend zu Provisorien. Die erste Steinkirche von Meaux wurde unter Abt Michael (1235–1249) vollendet.[92]

Während der Gründungsabt von Rievaulx, Wilhelm, als ehemaliger Sekretär Bernhards, mit den Gegebenheiten in Clairvaux vertraut war, wurden die Mönche von Fountains, die um Aufnahme in die Filiation von Clairvaux baten, durch Bernhards Gesandten, Gottfried d’Ainai, in die Gewohnheiten von Clairvaux eingewiesen. Die Klosterchronik, die Hugo von Kirkstall im frühen 13. Jh. verfasste, charakterisiert Gottfried als „multorum monasteriorum ordinator et instructor“. Gemäß seinen Anweisungen hätten die Mönche in Fountains Häuser gebaut, Werkstätten eingerichtet und so gesungen und psalliert, wie der Alte es sie lehrte („Ad eijus consilium casas erigunt, ordinant officinas, cantantes et psallentes prout senex docebat“).[93] Diese Instruktoren, wie es auch Adam von Meaux für Kirkstead (gegr. 1139), Woburn (gegr. 1145) und Vaudey (gegr. 1147) war, sind nicht als Baumeister im technischen Sinn zu bezeichnen.[94]

Die ersten Monumentalbauten aus Stein

Die frühesten steinernen Klosterkirchen in Waverley (nach 1128), Tintern (nach 1131), Fountains (nach 1136), Sawley (nach 1147), vielleicht auch die in Rievaulx (nach 1131), hatten ein einschiffiges Langhaus, ein kurzes Querhaus mit gerade geschlossenen Ostkapellen sowie ein rechteckiges Sanktuarium (Abb.). Damit unterschieden sie sich von den anglo-normannischen Kirchen, die in der Regel über ein basilikales Langhaus, eine ausgeschiedene Vierung sowie über einen Vierungsturm verfügten. Zudem waren diese Kirchen mit aufwändigem architektonischen Schmuck ausgestattet. Der gerade Abschluss von Querhauskapellen und Sanktuarium hingegen findet sich auf den britischen Inseln nicht nur an Zisterzienserkirchen, sondern auch an Kirchen anderer Orden sowie an Kathedralbauten.[95] Darüber hinaus praktizierten die Augustinerchorherren, Prämonstratenser oder die zur Kongregation von Savigny gehörenden Konvente zur selben Zeit bei ihren Kirchenbauten eine den Zisterziensern vergleichbare Schlichtheit.[96]

Im Norden Englands setzten in der Mitte des 12. Jh. Rievaulx, Fountains und Kirkstall (gegr. 1147) architektonische Maßstäbe. Die Kirchen dürften von nun an durch professionelle Bauleute errichtet worden sein. Die unter Abt Aelred (1147–1167) entstandene Klosterkirche in Rievaulx (Abb.) verfügte über ein dreischiffiges, neunjochiges Langhaus, dem im Westen eine schmale Vorhalle vorgelagert war. Dem schloss sich ein ausladendes Querhaus mit je drei Ostkapellen im Osten an, wobei die direkt am Sanktuarium angrenzenden Kapellen nach Osten hervorragten. Das Altarhaus schloss ebenfalls gerade. Das Langhaus war im Aufriss basilikal und die Mittelschiffswand zweizonig (Arkaden, Obergaden). Die sehr schlicht gestalteten Langhausarkaden wurden von quadratischen Pfeilern getragen. Während die Seitenschiffe wohl mit Quertonnen eingewölbt waren, verfügte das Langhaus entweder über einen offenen Dachstuhl oder war mit einer hölzernen Längstonne überspannt.[97] Die erste 1146 geweihte Steinkirche in Melrose dürfte im Grund- und Aufriss der des Mutterklosters Rievaulx weitgehend gefolgt sein.[98] Nur wenige Jahre später (1150/53) wurde in Fountains unter Abt Richard III. (1150–70), einst Praecentor in Clairvaux, dann Abt von Vauclair (Aisne), eine neue Klosterkirche errichtet (Abb.).[99] Sie war in ihrer Struktur Rievaulx sehr ähnlich mit einem dreischiffigen, im Aufriss zweizonigen basilikalen Langhaus mit westlicher Vorhalle und Seitenschiffen mit Quertonnen aus Stein. Das Mittelschiff besaß eine Holztonne, ein ausladendes Querhaus mit je drei Ostkapellen, eine ausgeschiedene Vierung, ein gerade geschlossenes Sanktuarium. Die Ostkapellen und das Sanktuarium waren mit einem steinernen Spitztonnengewölbe überfangen. Das Langhaus (Abb.) war mit elf Jochen länger als in Rievaulx und in den architektonischen Details stärker ausgearbeitet. Anstelle der einfachen quadratischen Arkadenpfeiler wurden nun die profilierten Arkaden von Rundstützen mit schmalen Pfeifenkapitellen getragen. Ähnlich wie in Rievaulx ist in der südlichen Querhauswand eine Wendeltreppe integriert, die den Zugang zu einem Raum über den Ostkapellen gewährte bzw. zum Dachstuhl führte. In beiden Klosterkirchen waren sowohl Lang- als auch Querhaus gleich hoch aufgeführt. Das Sanktuarium schloss wahrscheinlich etwas niedriger an die Vierung an. In beiden Kirchen erstreckte sich das Chorgestühl der Mönche wohl von der Ostseite der Vierung bis ins Langhaus hinein, in beiden Langhäusern trennte ein Lettner den Bereich der Laienbrüder von dem der Chormönche. Die nach dem Ortswechsel ab 1152 errichtete Kirche von Kirkstall, Tochterkloster von Fountains, ist zwar kleiner als die des Mutterklosters (achtjochiges Langhaus), doch wurden deren architektonische Formen gesteigert.[100] Die Rundstützen sind als eine Art Bündelpfeiler ausgebildet, Seitenschiffe und Sanktuarium sind kreuzrippengewölbt. Da um 1100 in Durham die ersten Kreuzrippengewölbe in England eingezogen wurden, muss die Wölbung nicht unbedingt kontinentale Vorbilder gehabt haben.

Regionale und lokale Traditionen wurden nun wichtiger. Der sog. bernhardinischer Plan, der zweizonige Wandaufriss, die Quertonnen in den Seitenschiffen, das Tonnengewölbe im Sanktuarium und in den Querhauskapellen wurden zwar noch beibehalten, doch zeigen sowohl die Struktur des Baukörpers (ausgeschiedene Vierung, massige, wenn auch niedrige Vierungstürme[101], gleiche Firsthöhe von Lang- und Querhaus) als auch die nun eingesetzten architektonischen Schmuckelemente (Pfeiler-, Bogen-, Fenster- und Türgewändeprofile) Bezüge zu englischen Bauten. Für die Osteile und das Querhaus von Fountains könnte auch Vauclair als Anregung gedient haben. Das Langhaus wiederum zeigt Parallelen zu dem der etwas später errichteten Abteikirche von Buildwas (Abb.),[102], einer Filiation von Savigny.

Im Süden Englands und in Wales sind zur gleichen Zeit keine so ambitionierten Projekte nachweisbar. Allerdings wird die Beurteilung der Gesamtsituation erheblich durch die weitgehend zerstörte Bausubstanz erschwert. Bei Abteien wie Whiteland (nach 1140), Margam (1147–1170/80), Buildwas (1150–1190), Strata Florida (um 1184–1201), Strata Marcella (Powys, nach 1170) oder Abbey Dore (Ende 12. Jh.) folgte man dem sog. bernhardinischen Plan.[103] Die Reste des Langhauses in Margam demonstrieren die solide Kargheit der Anfänge: einfache Pfeiler- und Bogenform der Arkaden, darüber eine ungegliederte Wandfläche mit einem Rundbogenfenster über dem Scheitel eines jeden Arkadenbogens. Elaboriertere Formen kamen in Buildwas zum Einsatz (Abb.). Im Langhaus erheben sich über einem quadratischen Sockel Rundstützen wie in Fountains, die mit einem schmalen quadratischen Pfeifenkapitell abgeschlossen werden. Die Wand über den Arkaden ist durch zwei Gesimsbänder horizontal gegliedert. Über dem unteren Gesims setzten die Rundbogenfenster an und das obere folgt dem Bogenlauf der Fenster. Eine Besonderheit stellt der Westabschluss des Langhauses dar. Hier wurde auf einen Zugang verzichtet. Insgesamt wirkt der Kirchenbau schwer. Dieser Eindruck wird durch die relativ niedrige Höhe von Lang- und Querhaus sowie dem massig erscheinenden Vierungsturm noch verstärkt.[104] In Dore (ab 1173) haben sich Teile des Querhauses erhalten (Abb.).[105] Vermutet werden je zwei gestaffelte Ostkapellen und ein einschiffiges Langhaus (Abb.).[106] Im Grundriss dürfte die ursprüngliche Disposition von Querhaus und Sanktuarium der von Rievaulx oder Fountains mit den gestaffelten Ostkapellen sehr nahe gekommen sein.

Die Rezeption frühgotischer Formen im Norden

Etwa zur selben Zeit, als man den ersten vollständigen monumentalen gotischen Sakralbau Englands, den Chorneubau von Christ Church Canterbury (Kent, ab 1174), das neue Sanktuarium der Kathedrale von York (ab 1154) sowie die Kollegiatskirche zu Ripon (Yorkshire, West Riding, 1160er) errichtete, wurde im Norden Englands mit dem Bau von drei prominenten Klosterkirchen begonnen: Roche (um 1170), Byland (um 1160/70) und Furness Abbey (1160).[107] Diese ersten frühgotischen Kirchenbauten der Zisterzienser folgten in der Durchbildung architektonischer Elemente weitgehend den regionalen zeitgenössischen Traditionen. Die Klosterkirchen von Roche (Abb.) und Furness kombinieren erstmals den sog. bernhardinischen Grundriss mit einem dreizonigen Wandaufriss, wobei in Roche die mittlere Zone als Blendtriforium ausgebildet ist. Der Bereich wird von doppelten unprofilierten Blendarkaden bestimmt. Die vertikale Wandgliederung besteht in massiven halbrunden Vorlagen. Die Kirche war durchgängig kreuzrippengewölbt, jedoch übernahmen die Zisterzienser hier weder das französische Streben nach Höhe noch das nach der Auflösung der Wand. Die größere Mauertiefe erlaubte den Verzicht auf offenes Strebewerk. Im schottischen Dundrennan (letztes Viertel 12. Jh.) zeigen die beiden Seiten der Querhausarme unterschiedliche Strukturen: Während im nördlichen Arm die Westseite zweizonig mit langen Rundbogenfenstern gestaltet ist, zeigt die gegenüberliegende Seite, mit Arkade, Triforium und Obergaden auch eine in den Proportionen zu Roche vergleichbare Gestaltung.[108]

Die Klosterkirche von Byland übertraf alle bisherigen Dimensionen (Abb.) mit einem elfjochigen, dreischiffigen basilikalen Langhaus mit Vorhalle, Querhausarmen mit westlichen Seitenschiffen sowie einem dreijochigen, dreischiffigen gerade geschlossenem Sanktuarium ohne Umgang mit fünf Altarstellen vor der Ostwand. Hinter dem Hochaltar gab es zwar einen Durchgang, der Teil des Mittelschiffes und mit einer Holztonne eingewölbt war. Matthias Untermann bezeichnet diese Form als „integrierten Umgang“.[109] Da Seitenschiffe und Mittelschiff bis zur Ostwand durchliefen, dürfte der Abschluss in einer Querschnittfassade bestanden haben. Das dreischiffige Sanktuarium wurde, jedoch ohne Kapelleneinbauten, um 1190/1200 vom Tochterkloster Jervaulx (Yorkshire, North Riding, Abb.) rezipiert.[110] Das Lang- und Querhaus in Byland wies einen dreizonigen Wandaufriss mit dem ältesten nachweisbaren echten Triforium in England auf. Profilierte spitzbogige Arkaden wurden von Bündelpfeilern getragen. Das Triforium bestand aus einer spitzbogigen Zwillingsarkade, die von einem Rundbogen überfangen und von zwei schmaleren Spitzbogen flankiert wurde. Die Wandtiefe des Obergadens wurde durch einen Laufgang aufgelöst, ein typisches Motiv anglo-normannischer Bautradition. Die Westfassade dominierte nun ein monumentales Rosenfenster. Architektonische Details wie Kapitelle oder Gesimse waren von höchster Qualität, so auch die Bautechnik. Während jedoch das Dienstsystem mit drei Vorlagen auf ein Kreuzrippengewölbe ausgelegt war, wurde über das Mittelschiff des Langhauses letztlich ein hölzernes Tonnengewölbe eingezogen. Die Kirche von Byland war der erste zisterziensische Kirchenbau, der vollständig im „Early English“ errichtet worden war. Die Architektur der Zisterzen im Westen Englands und in Wales war gegenüber der im Norden Englands kleiner dimensioniert und einfacher gestaltet.

Ab 1200 wurde die Auseinandersetzung mit der insularen Architektur zur Regel. Die Kirchen waren im Vergleich zu den Standards der Großbauten innerhalb der französischen Kronlande in der Gestaltung weniger homogen und wirkten wesentlich massiger, da die Wand im Obergadenbereich immer noch zweischalig angelegt wurde. Neben dem sog. bernhardinischen Plan, der vielfach in walisischen und schottischen Abteikirchen weiterlebte, wurde der Typ des dreischiffigen Sanktuariums von Jervaulx nun variiert, das heißt mit oder ohne (integriertem) Umgang, umgesetzt (u. a. Fountains, Hailes I, Margam, Neath, Netley / Hampshire, Rievaulx, Stanley, Tintern, Whalley / Lancashire).[111] Für die architekturhistorischen Vergleiche ist zu beachten, dass es verschiedene Parallelen zu anderen Kathedral- und Ordensbauten gibt, der Baubestand aus jener Zeit jedoch sehr lückenhaft ist und bedeutende Referenzbauten wie das so bedeutende Sanktuarium von York Minster (ab 1154) komplett verloren sind.

Chorerweiterungen und Großprojekte (13.-14. Jh.)

Bei den Bauprojekten des 13. Jh. orientierte man sich konsequent an den regionalen architektonischen Standards und Innovationen. Dies zeigt sich vor allem in den Proportionen und in der Wandgestaltung. Es bestand offenbar weder die Absicht, die Raumhöhen noch weiter zu steigern, noch einen räumlich-proportional ausgewogenen Baukörper zu erzielen. Bei Erweiterungen der Sanktuarien wie in Rievaulx oder Fountains wird das additive Prinzip der Jochreihung deutlich. Die meisten Zisterzen behielten den sog. bernhardinischen Plan und den zweizonigen Aufriss bei. An die burgundische Tradition erinnert darüber hinaus die dem Langhaus vorangestellten Vorhallen. Die Wand wurde nach den regionalen Gepflogenheiten bis in den Obergaden nicht aufgelöst. Eine neue Aufgabe bestand jedoch darin, die Sanktuarien für die Präsentation von Reliquienschreinen zu gestalten. Während in Rievaulx der Schrein Aelreds – Aelred wurde nie offiziell kanonisiert – einen Bezug zum Orden besitzt, stellen die Heiligkreuz-Reliquie in Dore und die Heiligblut-Reliquie in Hailes einen allgemeinen christologischen Bezug her.

Einer der wichtigsten zisterziensischen Referenzbauten im Norden Englands war die 1207 unter Abt Alexander (1197–1210) begonnene und unter Abt Michael (1235–1249) vollendete Klosterkirche von Meaux. Sie ist komplett verloren, ihr Grundriss nicht ergraben.[112] Nur wenige Jahre nach seinem Amtsantritt begann Abt Johann von York (1203–1211) das Sanktuarium in Fountains (Abb., Abb.) zu erweitern. Beendet wurde das Projekt mit der „Chapel of Nine Altars“ unter Abt Johann von Kent (1220–1247).[113] Das neue dreischiffige, fünfjochige Sanktuarium besaß im Mittelschiff einen zweizonigen Aufriss. Dieser war durch die Übernahme der Firsthöhe des Langhauses bedingt. Den Abschluss im Osten bildete eine Art zweites Querhaus in dessen Ostwand sich ursprünglich ein großes Rosenfenster befand und an deren unterer Zone einst neun Altäre standen. Ob die Zahl der Altarstellen als bewusste Parallele zur Zahl der Chorumgangskapellen in Clairvaux zu verstehen ist, bleibt fraglich. Die Länge des Sanktuariums als auch die formale Gestaltung architektonischer Elemente stellt kein Zeugnis der Armut dar. Blendarkaden an den Seitenschiffswänden, der Einsatz des sog. „Purbeck Marble“, alternierende Bündelpfeiler oder durch gestaffelte Dreierarkaden gerahmte Lanzettfenster in den Seitenschiffen und im Obergaden stehen im starken Kontrast zum alten Langhaus. Die Struktur des Wandaufrisses im Langchor setzt sich modifiziert in der „Chapel of Nine Altars“ fort. Der Mönchschor wurde nach Abschluss der Bauarbeiten nicht nach Osten verlegt, obwohl die Klosterchronik die Erweiterung vor allem damit rechtfertigte, dass dieser sehr armselig und dunkel gewesen sei („chorus humilior et obscurior“).[114] Mit Blick auf Pfeiler, Dreierarkaden und Höhe der Gewölbeanfänger bestehen Ähnlichkeiten zu Beverley Minster (Yorkshire, East Riding). Der allgemeine Formenapparat entspricht dem des „Early English“ und die Attraktivität der „Chapel of Nine Altars“ führte zur Kopie in Durham (nach 1242).[115]

In den 1220er Jahren begann man auch in Rievaulx das alte Presbyterium durch ein erheblich größeres zu ersetzen.[116] Das neue war dreischiffig, sechs Joche lang, mit integriertem Umgang und durchgängig in Stein gewölbt (Abb., Abb.). Für den nun dreizonigen Wandaufriss im Mittelschiff musste das Querhaus aufgestockt werden. Der gerade Abschluss der Ostwand folgte den regionalen Traditionen, jedoch verzichteten die Bauherren auf ein Rosenfenster. Sie favorisierten Lanzettfenster, die eine Zweizonigkeit vortäuschten. Darüber hinaus erhielt der Neubau ein offenes Strebewerk. Wie schon in Jervaulx wurde hinter dem Altar eine Rückwand eingezogen, an deren Ostseite sich der Schrein Aelreds von Rievaulx befand. In Rievaulx wurde auch das Chorgestühl in den Neubau verlegt. Für das neue Presbyterium finden sich mit Blick auf die formale Durchbildung architektonischer Elemente Parallelen zu den Querhäusern von York Minster, zu Hexham Priory (Northumberland), Kirkham Priory oder Whitby Abbey (beide Yorkshire, North Riding).[117]

Im Süden und Westen fehlten jene zisterziensischen Großprojekte, die mit Fountains und Rievaulx vergleichbar wären. Der Neubau von Waverley, begonnen 1203, ist verloren und nur über den Grundriss erschließbar. Basingwerk (frühes 13. Jh.) bleibt mit bernhardinischem Plan und bescheidenen Dimensionen im klassischen Rahmen.[118] Die noch unvollendeten Ostteile des Sanktuariums von Abbey Dore (Grundriss) sind ab ungefähr 1190, durch ein größeres dreijochiges Sanktuarium mit einschiffigem Umgang ersetzt worden. An der Osteite des kreuzrippengewölbten Umgangs entstanden fünf Kapellen. Umgang und Kapellen erhielten ein niedrigeres Pultdach (Abb.). Der östlichste Teil wurde als zweischiffige Halle errichtet. Die mittleren schmaleren Bündelpfeiler tragen sechs kleinere Gewölbefelder.[119] Das Mutterkloster Morimond war ähnlich gestaltet, jedoch hatte man den Umgang dort komplett mit Kapellen ausgestattet. Strukturell näher lag die Lösung von Byland, die später wohl auch in Waverley adaptiert wurde.

Die Zeit um 1300 brachte noch einmal größere Bauaktivitäten im Südwesten Englands, vor allem in Wales, von denen Tintern und Neath Abbey herausragen.[120] Die Abteikirche von Tintern (Abb.), die eine ältere einschiffige romanische Kirche ersetzte, wurde von Osten beginnend in zwei Bauphasen zwischen 1269 und dem 1. Jahrzehnt des 14. Jh. errichtet.[121] An das sechsjochige Langhaus schließt ein ausladendes Querhaus mit je zwei Kapellen an den Ostwänden der Querhausarme an. Das dreischiffige Sanktuarium ist drei Joche lang mit Umgang und besaß einst vier zusätzliche Altäre an der Ostwand. Tintern dürfte sich an Waverley und Netley (Mitte 13. Jh.) orientiert haben. Die Kirche war komplett gewölbt und mit hohen Maßwerkfenstern in zeitgenössischen Formen ausgestattet. Die Adaption aktueller dekorativer Formen zeigt sich vor allem im Vergleich der großen Maßwerkfenster von Westfassade und Ostwand des Sanktuariums.

Die Klosterkirche von Neath (Abb.), die ebenfalls einen kleineren einschiffigen romanischen Vorgängerbau ersetzte, entstand zwischen 1280 und 1330.[122] An das relativ kurze Langhaus schloss ein ausladendes Querhaus mit massigen Vierungspfeilern und je zwei gerade geschlossenen Ostkapellen in den Querhausarmen an. Das Sanktuarium erstreckte sich von der Vierung über drei Joche nach Osten. Die vier Altäre des integrierten Umgangs befanden sich alle an der Ostwand. Der Umgang dürfte kein umlaufendes Dach besessen haben. Die Kirche war komplett rippengewölbt mit Schlusssteinen, die sowohl vegetabilen als auch figürlichen Schmuck besaßen. Die Fenster wurden mit Maßwerk ausgestattet. Die großen Maßwerkfenster der Westfassade und Ostwand des Sanktuariums bedurften im Westen wohl massiver Zungenmauern, die das erste Joch schlossen und im Osten Strebebögen, deren Pfeiler wie in Rievaulx jenseits des Umganges errichtet worden waren.

Königliche Stiftungen im 13. Jh.

Während in Schottland mit Melrose (1136), Newbattle (1140), Dundrennan (1142) und Holme Cultram (1150) sehr früh ein direktes Engagement des Königshauses nachweisbar ist[123], begannen die Mitglieder der königlichen Familie Englands vergleichsweise spät, Zisterzienserklöster zu stiften.[124] Doch zeigten diese bereits in der Grundrissgestalt ein hohes Anspruchsniveau. Mit Ausnahme von Croxden (Staffordshire) – 1176 gestiftet von Bertram de Verdun – verfügten Beaulieu, Hailes und Vale Royal über einen radialen Umgang mit Kapellenkranz.[125] Die monumentale Klosterkirche von Beaulieu weist eine Gesamtlänge von ungefähr 102 m auf. Das Sanktuarium (Abb.) war 1227 soweit fortgeschritten, dass der Konvent dort die Gottesdienste feiern konnte. Im Jahr 1246 fand die Weihe der Kirche statt. Über einem kreuzförmigen Grundriss wurde ein neunjochiges Langhaus errichtet. Das ausladende Querhaus mit je drei Kapellen an der Ostseite hatte im Nordquerhausarm zusätzlich drei Kapellen an deren Westseite. Im südlichen Querhausarm lag, wie in Westminster Abbey (London), der östliche Kreuzgangflügel. Östlich der Vierung erstreckte sich das Sanktuarium über drei Joche. Der Chorumgang verband zehn Kapellen, die als Raumform in zisterziensischer Tradition nicht nach außen hervortraten. Jedoch hatte das Sanktuarium offenes Strebewerk. Inwieweit in der Raumstruktur von Sanktuarium, Umgang und Kapellenkranz auf Pontigny oder Clairvaux Bezug genommen wurde, ist offen. Auf jeden Fall orientierte man sich beim Ostteil nicht an der Baugestalt des Mutterklosters Cîteaux. Zwischen 1244 und 1251 übernahm Heinrich III. das Patronat über Netley und stiftete das große Maßwerkfenster der Ostfassade, dessen Formen sich an denen von Westminster Abbey anlehnen.[126] Mit den königlichen Stiftungen wurde das Maßwerk im zisterziensischen Kontext eingeführt.[127] Hailes wurde durch die Stiftung einer Heiligblutreliquie 1270, die Edmund von Cornwall dem Kloster schenkte, zu einem Pilgerzentrum. Letzteres und ein Brand im Jahr 1271 waren wohl die Gründe dafür, das gerade geschlossene, dreischiffige, vierjochige Sanktuarium durch einen Umgang mit fünf polygonalen Radialkapellen (Abb.) zu erweitern. Das neue Sanktuarium wurde 1277 geweiht. Ob die einzelnen nach Osten hervortretenden Kapellen unter einem Dach zusammengefasst waren oder Einzeldächer besaßen und ob der Umgang direkt belichtet wurde, ist nicht mehr zu entscheiden.[128]

Das wohl ambitionierteste Projekt auf den britischen Inseln war Vale Royal, besiedelt mit Mönchen von Dore (Filiation Morimond). Es wurde jedoch nie vollendet. Im Jahr 1277 legte König Edward I. den Grundstein. Das Bauprojekt lag von 1278–1290 in den Händen des Baumeisters Walter von Hereford († 1309), der danach auch in königlichen Diensten stand. Im Jahr 1290 zog sich der König plötzlich aus der Finanzierung zurück und überließ den Mönchen die Baustelle, die diese finanziell überforderte. Noch in den 1330er Jahren wurde beklagt, dass die Kirche immer noch Baustelle sei, Gewölbe und Fenster teilweise fehlten, ganz zu schweigen von den anderen Klausurbauten. Geplant war ein zehnjochiges Langhaus, dem sich ein ausladendes Querhaus mit je drei Kapellen an der Ostseite anschloss. Das Sanktuarium dürfte dem ursprünglichen dreischiffigen von Hails entsprochen haben.[129]

In Schottland gründete 1273 Lady Dervoguilla von Galloway, Patronin des Balliol-College in Oxford, Sweetheart Abbey (Abb.) als Grablege für sich und ihren bereits um 1268 verstorbenen Mann John Balliol. Ihr Sohn bestieg als John II. (1292–1296) für kurze Zeit den schottischen Thron.[130] Der Konvent kam aus der königlichen Stiftung Dundrennan. Die Kirche, die im Grundriss dem sog. bernhardinischen Plan folgt, ist von moderaten Dimensionen: sechsjochiges Langhaus, ein Querhaus mit je zwei Ostkapellen und ein gerade geschlossenes Sanktuarium. Die Gestalt des im Aufriss zweizonigen Gebäudes wirkt gedrungen, was durch den großen Vierungsturm noch betont wird. Während das Langhaus mit seinen Bündelpfeilern und maßvoll profilierten Arkaden und einer nur durch horizontale Gesimse gegliederten Obergadenwand durchaus typisch für Architektur des ausgehenden 13. Jh. sind, fallen im Sanktuarium die großen Maßwerkfenster auf, vor allem jenes fünfbahnige in der Ostwand. Eigentümlich ist die Obergadenzone, in der Triforium und Obergaden miteinander kombiniert scheinen. Die Wand ist zweischalig. Im Inneren ist vor die Öffnung eine Dreierarkade gestellt. Die Außenfenster, die ältere ersetzen, sind fünf gestaffelte Lanzetten, die durch einen Bogen zusammengefasst werden. Die Bogenprofile, Kapitelle, Säulen- bzw. Pfeilerformen folgen dem zeitgenössischen Repertoire.

Die Bauten der Klosterkirchen, die von den walisischen Prinzen gestiftet wurden, folgten mit Ausnahme von Strata Florida englischen Vorbildern. Das Langhaus der Kirche von Cwmhir muss von imposanter Größe (14 Joche?) gewesen sein.[131] Die geringen erhaltenen Reste lassen jedoch keine Rückschlüsse auf die Lage und Gestalt von Querhaus und Sanktuarium zu. Die im frühen 13. Jh. erbaute Kirche von Valle Crucis (Abb.) folgt im Grundriss dem sog. bernhardinischen Plan und fällt in den Dimensionen relativ bescheiden aus: fünfjochiges Langhaus, Querhaus mit je zwei Ostkapellen, Vierungsturm, gerade geschlossenes Sanktuarium.[132] In Strata Florida (Abb.) entstand ab Mitte der 1180er Jahre eine Klosterkirche, die im Grundriss ebenfalls dem sog. bernhardinischen Plan folgte und über ein ausladendes Querhaus mit je drei Kapellen an der Ostseite verfügte. Die Bauarbeiten erstreckten sich über ein halbes Jahrhundert und dürften mit der Weihe 1255 noch nicht abgeschlossen gewesen sein.[133]

Spätmittelalter

Nach der Mitte des 14. Jh. wurden nur wenige Klosterkirchen errichtet. Die Bautätigkeit beschränkte sich zumeist auf Umbaumaßnahmen, die häufig darin bestanden, die alten Fenster der Ost- und Westfassaden durch große mehrbahnige Maßwerkfenster zu ersetzen, gelegentlich wurde auch das Sanktuarium erneuert.[134] In Vale Royal nahm Eduard Prince of Wales ab 1353 wieder die Baufinanzierung auf. Daraufhin wurde 1359 der Baumeister Wilhelm von Helpeston, dessen Vertrag erhalten ist, verpflichtet, Radialkapellen zu bauen (Abb.). Die ergrabenen Strukturen der Radialkapellen zeigen eine singuläre Form. Sieben polygonale Kapellen traten nach außen hervor und im Inneren wurden an der östlichen Umgangswand, die die polygonalen Kapellen miteinander verband, sechs weitere Kapellen durch eingebaute Zungenwände gebildet. Nachdem ein Jahr später das Langhaus durch einen Sturm zerstört worden war, entschieden Abt und Konvent, die Ausmaße des Kirchenbaus stark zu reduzieren.[135]

Im Jahr 1385 wurde die schottische Abtei Melrose durch Truppen Richards II. (1377–1399) schwer verwüstet. Abt und Konvent entschieden, eine neue Klosterkirche zu errichten.[136] Diese fiel erheblich größer aus als der Vorgängerbau (Abb.), der dem sog. bernhardinischen Plan folgte und gestaffelte Ostkapellen besaß. Der Neubau erhielt wieder gerade geschlossene Ostkapellen und ein rechteckiges Sanktuarium (Abb.). Die inneren Kapellen wurden nach Osten verlängert, das Sanktuarium auf drei Joche vergrößert. Der Aufriss ist zweizonig, jedoch sind die architektonischen Einzelformen (Pfeiler, Kapitelle, Bogenprofile, Maßwerke etc.) zum Teil detailliert ausgearbeitet. Sie entsprechen den zeitgenössischen Formen des frühen „Perpendicular Style“. Hinzu kommen Strebepfeiler und Fialen am Außenbau sowie ein reicher figürlicher Skulpturenschmuck am Innen- und Außenbau, der auch lebensgroße Figuren einschließt. Am südlichen Seitenschiff wurden ähnlich wie in Eberbach Kapellen angebaut. Dies blieb auf den britischen Inseln einzigartig. Mit der neuen Kirche von Melrose, die nicht vollendet wurde, versuchten die Mönche gar nicht erst, Einfachheit und Armut anzudeuten. Sie konkurrierten im Formenapparat mit den großen Kirchen, sowohl in Schottland als auch im Norden Englands, von denen sich die Kirche in Melrose nicht prinzipiell unterschied. Darüber hinaus wird in Melrose an der Westwand des Südquerhauses, über dem Eingang zur Wendeltreppe, in zwei Inschriften John Morrow als Baumeister genannt. Er sei in Paris geboren, habe an St. Andrews Priory (Fife), der Kathedrale von Glasgow und der Abteikirche von Paisley (Renfrewshire, Cluniazenser) gearbeitet. Des Weiteren habe er in Nithsdale und Galloway gewirkt und sei schließlich in Melrose beschäftigt gewesen.[137]

Das Selbstbewusstsein der Äbte als Bauherren zeigt sich in jener Zeit auch in den Wappenkartuschen. So ziert das Wappen von Abt Andreas Hunter (1444–1465) in Melrose einen Schlussstein. In ähnlicher Weise verewigten sich in Fountains Abt John Darnton (1479–1495), der die „Chapel of Nine Altars“ reparieren und modernisieren ließ, sowie sein Nachfolger Marmeduke Huby (1495–1526), unter dem der Turm am nördlichen Querhaus erbaut wurde.[138] Auf den britischen Inseln behielt die Kirchenarchitektur der Zisterzienser über die Jahrhunderte im Wesentlichen drei Traditionen bei, die auf die Ursprünge in Burgund verweisen. In der Grundrissgestalt folgte die Mehrheit der Konvente dem sog. bernhardinischen Plan, einschließlich einer dem Langhaus im Westen vorgelagerten Vorhalle. Im Aufriss dominiert die Zweizonigkeit. Einige frühe Klosterkirchen (Rievaulx, Margam, Querhaus in Fountains) waren auch in der Gestalt der Pfeiler, Arkaden und der fast ungegliederten Obergadenwand relativ nah an den burgundischen Ursprüngen. Ab der zweiten Hälfte des 12. Jh. orientierten sich die Konvente in der formalen Durchbildung der einzelnen architektonischen Elemente vor allem an dem lokalen und/oder regionalen insularen Formenrepertoire. Für die meisten Abteien war zudem ein zwar massiger, jedoch relativ niedriger Vierungsturm kennzeichnend, dessen Fenster die Vierung und damit den Mönchschor belichteten („lantern tower“). In den Großprojekten der Zeit um 1200 und des frühen 13. Jh. wurde zwar die in Frankreich etablierte gotische Bauweise übernommen, doch behielt man die anglo-normannische Tradition der massigen Wand bis in den Obergaden bei. Es dominierten Lanzettfenster. An den Ost- bzw. Westfassaden wurden Rosenfenster (Plattenmaßwerke) unterschiedlicher Größe eingesetzt (u. a. Rievaulx, Fountains), wobei das sicher rekonstruierte Rosenfenster in Byland (um 1200) schon Kathedralformat besaß. Im Spätmittelalter wurde die Wandfläche nur an der westlichen Mittelschiffswand des Langhauses und an der östlichen Wand des Sanktuariums durch Fenster unterbrochen. In einigen Abteien wurden dafür große mehrbahnige Maßwerkfenster eingesetzt (z. B. Fountains). Darüber hinaus wurde in der Rezeption der gotischen Bauweise der französische Trend zur Proportionierung der Baukörper und der der Höhensteigerung ignoriert. Während bei den Stiftungen aus königlichen Familien bereits deren Anspruchsniveau im Grundriss erkennbar war (dreischiffiges Sanktuarium mit Umgang und Radialkapellen), zeigen auch die Erweiterungen der Presbyterien in Rievaulx und Fountains ein hohes zisterziensisches Selbstwertgefühl.

Konventsgebäude

Der schlechte Überlieferungszustand der Klöster betraf nicht nur die Klosterkirche, sondern auch die Gebäude der inneren und äußeren Klausur. Die Kreuzgänge sind fast komplett verschwunden, wobei zumindest ihre Struktur in einigen Fällen rekonstruiert werden kann.[139] Unter den Konventsgebäuden sind der Kapitelsaal, das Refektorium und das Infirmarium architektonisch am aufwändigsten gestaltet.

Kapitelsaal

Im Kapitelsaal konstituierte sich der Konvent institutionell als eine Gemeinschaft, die mit der Welt in vielfältiger Weise in Kontakt stand. Die Kapitelsäle vieler Abteien ragten weit über die östliche Mauerbegrenzung des Mönchshauses hinaus. Damit trat der Kapitelsaal als eigenständiger Raum oder Baukörper auch äußerlich hervor. Dies ist schon früh in Fountains (um 1170) zu erkennen. Wie in Rievaulx und später in Furness (um 1200) führte in Fountains der Zugang zum Dormitorium der Mönche über den Eingang zum Kapitelsaal, weshalb dessen Eingangsbereich niedriger war als der Hauptraum. Indem man das Dormitorium erst südlich des Kapitelsaales beginnen ließ, war es möglich, die Raumhöhe des Kapitelsaales zu steigern. In Kirkstall wurde im frühen 14. Jh. der neue Kapitelsaal östlich des alten errichtet, der nun zu einem niedrigeren Vorraum wurde. Eine andere Option bestand in der Absenkung des Fußbodens wie in Buildwas (Ende 12. Jh.). Der Kapitelsaal in Rievaulx (Abb.) stellt eine Besonderheit dar. Östlich des niedrigen Eingangsbereichs öffnete sich ein dreischiffiger, basilikaler im Osten apsidial geschlossener Raum, der vor allem durch die Obergadenfenster belichtet wurde.[140] Das Mittelschiff flankierten zwei schmale Seitenschiffe, die einen Umgang bildeten. Während der mittlere Raum für die Mönche bestimmt war, sollen die schmalen Seitenräume den Laienbrüdern vorbehalten gewesen sein,[141] was jedoch nicht zu belegen ist. Eine andere Besonderheit stellen die polygonalen, fast komplett freistehenden Kapitelsäle von Dore (um 1200, Abb.), Margam (um 1200) und Whalley (Lancashire, 1. H. 14. Jh.) dar, deren Vorbilder in den Kapitelhäusern englischer Kathedralen zu suchen sind. Sie wurden östlich des Mönchshauses errichtet.[142]

Refektorium

Die ab der Mitte des 12. Jh. errichteten Refektorien standen in der Regel mit der Giebelseite zum Kreuzgang. Da sich für das Refektorium keine zwingende Höhenbegrenzung ergab, konnte seine Bedeutung durch die Vergrößerung nach Süden und durch dessen Erhöhung gesteigert werden. Die um 1170/1180 errichteten Refektorien von Rievaulx (Abb.) und Fountains deuten dies noch an. Aufgrund des abfallenden Geländes ist das Refektorium in Rievaulx zweigeschossig. Für diese pragmatische Lösung gibt es in der schottischen Benediktinerabtei Dunfermline (Fife, 1. H. 14. Jh.) eine eindrucksvolle spätmittelalterliche Parallele. Das Refektorium in Byland (um 1170/80, Abb.) ist ebenfalls zweigeschossig, obwohl dort kein signifikantes Höhenniveau kompensiert werden musste.[143]

In Zusammenhang mit den Refektorien ist auf die Lavatorien hinzuweisen. Auf den britischen Inseln haben sich keine signifikanten Reste von Brunnenhäusern erhalten, jedoch Lavatorien, die als Reihenwaschanlagen an der südlichen Klausurwand nahe oder beiderseits des Einganges zum Refektorium installiert worden sind (Rievaulx, Fountains (Abb.), Tintern, Cleeve, Hailes, Whalley).[144]

Infirmarium

Einen dritten Gebäudetypus stellen die Infirmarien dar. Die Sorge um die Gebrechlichen und Kranken ist ein zentrales Gebot der Evangelien. Die östlich der Klausur liegenden Reste des großen Infirmariums in Rievaulx (2. H. 12. Jh.) zählen zu den frühesten Beispielen auf den britischen Inseln. Während in Fountains von dem großen Infirmariekomplex, der unter Abt Johann von Kent (1220–1240) errichtet wurde, und dem in Tintern (2. H. 13. Jh.) nur noch wenige Reste über Bodenniveau vorhanden sind, ist in Kirkstall (13. Jh.) und Furness (frühes 14. Jh.) noch einiges mehr an Bausubstanz erhalten. Die in der Regel als Hallen angelegten Räume wurden im Spätmittelalter meist durch Einbauten unterteilt.[145]

Baugebundene Ausstattung

Für die baugebundene Ausstattung der Räume, die farbige Akzentuierung architektonischer Elemente, die mehrfarbig gestalteten Fußböden und die in Grisaille oder mehrfarbigen Malereien versehenen Fenster ist die Überlieferung, gemessen am historischen Gesamtbestand, marginal. Doch finden sich an einigen Orten noch Hinweise.

Farbfassung und Wandmalerei

Die Rekonstruktion der Farbfassungen und Wandmalereien ist nicht nur aufgrund des ruinösen Zustandes der Gebäude besonders schwierig, sondern auch aufgrund der andauernden Verwitterung, durch die viele Beobachtungen früherer Zeiten nicht mehr verifiziert werden können.[146] Im zisterziensischen Kontext bestand die einfachste Variante der Farbfassung darin, die Wandflächen weiß zu tünchen oder die Mauerfugen farbig über hellem oder dunklem Grund auszuzeichnen. In Fountains (1150–1170) wurde die Klosterkirche teilweise verputzt und darüber in weißen Linien ein einfaches Fugennetz ausgezogen. Im Südquerhaus folgt dieses nicht den realen Fugen. Weitere Varianten in Fountains sind weiße Doppellinien (Pfeiler und Rippen im Refektorium der Laienbrüder, Nachttreppe der Laienbrüder (Abb.), weißes Fischschuppenmuster (Durchgang im Westflügel) sowie weiß ausgezogene geometrische Muster an den Fenstergewänden des Mönchsrefektoriums. Ähnliche Befunde sind in Kirkstall und Jervaulx zu beobachten. In einer nächsten Stufe, die schon im letzten Drittel des 12. Jh. zu beobachten ist, im frühen 13. Jh. jedoch zur Regel wird, wurde weiß mit anderen Farben kombiniert, mit Zinnoberrot (Jervaulx, Kapitelsaal), Schwarz (Fountains, Raum zwischen Südquerhaus und Kapitelsaal), Rot, Violett, Gelb, Schwarz (Dore, Chorumgang). Fischgrätenmuster sind für Fountains (Mönchspforte) und Dore (Sanktuariumsumgang) nachgewiesen. Mit dem zweiten Viertel des 13. Jh. werden Kombinationen von weiß mit anderen Farben nicht mehr eingesetzt. Mehrfarbige Akzentuierungen finden sich an Gewänden und Bögen von Fenstern bzw. Durchgängen sowie an der Bauskulptur (Kapitelle, Schlußsteine) bis hin zu figürlichen Szenen (Hailes, „Capella ante portas, um 1320/30, Apostel, Jagdszenen, Mischwesen). Letztere sind auch schriftlich für Byland (Pietà, Ende 14. Jh.), Newminster und Cleeve (Kreuzigung, 2. H. 14. Jh.) überliefert. Während die einfache Farbgestaltung mit mehrfarbigen Linien und Mustern – für letztere gab es Schablonen (Meaux) – nicht zwingend von professionellen Bautrupps ausgeführt werden mussten, nimmt Park für die komplexeren Wandmalereien spezialisierte Handwerker an. Ob die einfachen Formen der Dekoration von Wand und architektonischen Elementen, die die Zisterzienser bis in das frühe 13. Jh. pflegten, diese von den anderen religiösen Reformgemeinschaften unterschieden, muss aufgrund mangelnder Befunde offenbleiben. Die späteren geometrischen, mehrfarbigen und figürlichen Malereien folgten den allgemeinen zeitgenössischen Standards.

Fussbodenfliesen

Beispiele von Fußbodenfliesen (siehe Fliese) haben sich ungefähr von rund zwei Dritteln der Abteien erhalten, in Byland befinden sich noch größere Teile in situ.[147] Die frühesten Beispiele datieren vom Ende des 12. Jh., die spätesten stammen aus dem 15. Jh. Die Klosterkirche von Jervaulx verlor ihren noch komplett erhaltenen Fußboden nach seiner Freilegung im Verlauf des 19. Jh. Die ältesten Fragmente (Bordesley, Worcestershire; Boxley, Kent; Sawley; Warden, Bedfordshire und Waverley) zeigen geometrische Motive und sind Vergleichsbeispielen auf dem Kontinent (Chaalis, Oise; Les Dunes, Westflandern; Fontenay, Côte-dʼOr und Morimond) sehr ähnlich. Farblich dominieren bei diesen glasierten Fliesen, die zwischen 1190 und 1220 datiert werden können, dunkelbraun und ein dunkles Grün. Im Norden Englands (Byland: Abb., Fountains, Rievaulx) haben sich Beispiele von Mosaikfliesen erhalten, die auch für Sawley, Meaux, Louth Park, Newminster sowie für die schottischen Abteien Newbattle (Midlothian) und Melrose nachgewiesen werden können. Bis auf Fountains (1226/47) und Meaux (1249/69), wo die Chroniken die verantwortlichen Äbte benennen, fehlen genaue Datierungen, sodass für die gesamte Gruppe ein Entstehungszeitraum zwischen ungefähr 1235 und 1265 angenommen wird.[148] Die ausgelegten Muster waren in der Regel geometrisch abstrakt und konnten sehr komplex angelegt sein. Die Farben der glasierten Mosaikfliesen beschränken sich auf gelb, ein dunkles Grün oder schwarz. Die Ornamente ergeben sich aus dem hell-dunkel Kontrast. Höhepunkte dieser Gestaltung stellen größere Rondelle aus mehr als 500 Teilen dar wie sie für Byland (noch in situ) sowie für Meaux, Louth Park, Newbattle, Rievaulx sowie Sawley nachgewiesen sind. Möglicherweise war Melrose der Ausgangspunkt für die Anlage dieser Rondelle.[149] Die Muster, vor allem jenes von Meaux, übersteigen an Komplexität und Technik all das, was auf den britischen Inseln und auf dem Kontinent bekannt geworden ist. Aufgrund der anspruchsvollen Technik und der ausgeführten hohen Qualität ist von hoch spezialisierten Werkstätten auszugehen. Da die technischen Grundlagen für die Mosaikfliesen bereits in Frankreich existierten, wird angenommen, dass mit den Zisterziensern diese Technik auf die Insel kam und dass die Handwerker diese weiter perfektionierten. Wenn der Mosaikfußboden von Beaulieu Abbey zeitnah mit der Vollendung des neuen Sanktuariums (um 1227) entstanden ist, wäre dies das früheste Beispiel. Die Technik dürfte dann aus der Normandie importiert worden sein. Von hier fand das Wissen seinen Weg in den Norden Englands. Die scheinbar einfache Gestaltung dieser Mosaikfußböden täuscht über die finanziell aufwändige Herstellungsweise hinweg, insofern sind hier visuelle „simplicitas“ und „paupertas“ trügerisch. Mosaikfußböden blieben jedoch nicht auf die Zisterzienser beschränkt (Thornton Abbey, Lincolnshire; Guisborough Priory, North Yorkshire). Sie haben nichts „Zisterziensisches“ an sich, weder stilistisch noch mit Blick auf eine konservative Haltung.

Kurz vor der Mitte des 13. Jh. begann man Fliesen mit Inlays aus einem helleren Ton zu fertigen. Frühe Beispiele sind aus Beaulieu (Weihe der Kirche 1246) und aus dem alten Refektorium von Cleeve (Sommerset) überliefert.[150] In Cleeve, wo der Fußboden sich noch in situ befindet, dominieren heraldische Motive, die sich auf die Hochzeit von Edmund von Cornwall (1249–1300) und Margaret de Clare im Jahr 1271 beziehen. In Hailes ist der Fußboden des neuen Sanktuariums mit dessen Vollendung auf 1278 zu datieren. Hier zeigt der Fußboden wie in Cleeve neben geometrischen Ornamenten und vegetabilen Formen auch heraldische Motive. Im Spätmittelalter wurden die Motive aus mehreren Fliesen zusammengesetzt und mit Inschriften versehen (Hailes, Fountains). Diese zweifarbige Technik, die bis in das Spätmittelalter im Gebrauch war, ist weder von Zisterziensern erfunden worden, noch war sie auf jene beschränkt. Ab der Mitte des 13. Jh. folgt die stilistische Gestaltung derartiger Fußböden lokalen und regionalen Traditionen.

Glasmalerei

Von der Verglasung der mittelalterlichen Klöster ist kaum etwas erhalten.[151] Einzig in der ehemaligen Klosterkirche von Dore Abbey sind, da Querhaus und Sanktuarium noch heute als Pfarrkirche genutzt werden, einige wenige Scheiben bewahrt, sowohl in Grisaille (1180–1250) als auch figürliche Malereien. Diese befinden sich nicht mehr an den ursprünglichen Stellen, auch sind die alten Scheiben neu verglast worden. In Fountains sind bei Ausgrabungen Reste einer Verglasung in Grisaille gefunden worden, die der ersten Klosterkirche zugeordnet werden und die bei dem Brand 1147 stark beschädigt worden sein sollen. In Bordesley, Newminster und Warden haben Ausgrabungen Reste von Verglasungen zu Tage gefördert, die aus den Querhäusern und Sanktuarien stammen und ins 13. Jh. datiert werden. Des Weiteren wurden Scheiben in Kirkstall (1225/50) und Hailes (um 1250) gefunden, die den Refektorien zuzuordnen sind. All diese Scheiben sind mit vegetabilen Ornamenten bemalt. In diesen Fällen zeigte sich, so Richard Marks, dass die Ornamente nicht durch die Bleiruten geformt, sondern durch Bemalung erzeugt worden sind. Zudem gebe es aus dieser Zeit weder figürliche Glasmalereien noch farbiges Glas.

Ein erster schriftlicher Hinweis auf farbiges Glas ist für Tintern Abbey überliefert (Ende 13. Jh.). Im Ostfenster der „Capella ante portas“ von Merevale (Warwickshire) sind Scheiben erhalten, die eine unvollständig Darstellung der Wurzel Jesse zeigen. Ob diese Scheiben wirklich aus der Klosterkirche stammen, bleibt Vermutung. Reste spätmittelalterlicher Verglasung (Mitte 14. Jh.) mit figürlichen Darstellungen enthalten zwei Fenster im Südquerhaus.

Chorgestühle, Lettner, Abschrankungen, Schreine

Zu den immobilen Teilen der Raumausstattung gehören Lettner, Chorgestühl, Altarabschrankungen und Retabel (siehe C.). In der Regel nahm der Mönchschor die Vierung und die östlichen Langhausjoche ein. Im Gegensatz zu Fountains führte in Rievaulx die Errichtung des neuen Sanktuariums auch zur Verlegung des Chorgestühls nach Osten. In Tintern sind die Spuren jener Mauer noch erkennbar, die vor den Langhausarkaden aufgeführt wurde und die sowohl den Chor der Laienbrüder als auch den der Mönche von den Seitenschiffen trennte. In vielen Klöstern bestanden diese Abschrankungen wohl aus hölzernen Einbauten. In Fountains sind unter dem Chorgestühl Tongefäße platziert worden, um die Gesangsakustik zu verbessern.[152] Reste von mittelalterlichen Chorgestühlen aus Zisterzienserkirchen sind offenbar nicht erhalten.

In Melrose ist der spätgotische Lettner (1. H. 15. Jh.), der als einfache Trennwand mit mittleren Durchgang und Tribüne aufgeführt wurde, noch überliefert.[153] Der Kontrast zu Tintern könnte nicht größer sein. Denn Tintern besaß einst einen in reichen gotischen Formen verzierten und farbig gefassten Lettner (1325–1330).[154] Sanktuarien wie in Rievaulx oder die klassischen Ambulatorien dürften ebenfalls Abschrankungen besessen haben, die Chor- und/oder Altarraum vom Umgang schieden. Von der Ausstattung des Altarbereiches ist in Furness noch ein fein ausgearbeiteter Zelebrantensitz mit Piscina aus dem Spätmittelalter erhalten.[155]

Eine Besonderheit englischer Sakralarchitektur, die von den Zisterziensern übernommen wurde, ist der „Reredos“, eine hohe Wand, die im Osten hinter dem Hochaltar errichtet wurde und so den Altarbereich von dem rückwärtigen Raum, der meist einen Reliquienschrein beherbergte, trennte, wie z. B. in Rievaulx, wo der Schrein des Abtes Aelred präsentiert wurde (Abb.).[156]

d. Italien

In Bearbeitung

e. Polen

In Bearbeitung

f. Böhmen

In Bearbeitung

g. Spanien

2. Frauenklöster

a. Mittel- und Norddeutschland

b. Süddeutschland, Österreich und die Schweiz

3. Stadthöfe und Studienhäuser

4. Wirtschaftsbauten und Grangien

In Bearbeitung

5. Wasserwirtschaft

In Bearbeitung

6. Beinhäuser und *Friedhofsanlagen

C. Ausstattung

Tafelkreuz, um 1250, ehem. Zisterzienserklosterkirche in Schulpforte.
Kelchschrank, Lübeck (?), um 1300, ehem. Zisterzienserklosterkirche in Bad Doberan.
Sog. Kredenzschrank oder „Ministerium“, um 1300, ehem. Zisterzienserklosterkirche in Bad Doberan.

In der ersten Verfassung der Zisterzienser, der „Carta Caritatis Prior“,[157] wurde festgelegt, dass Bräuche, Gesang und die für die Messe notwendigen Bücher in allen Klöstern übereinstimmen sollten, damit alle unter der gleichen Regel und nach den gleichen Gewohnheiten lebten.[158]

Bernhard von Clairvaux maß in seiner um 1125 verfassten „Apologia ad Guillelmum Abbatem“ der Ausstattung eine große Bedeutung zu.[159] Er verurteilte die goldenen Reliquiare, unnötige Bilder und Schmuck sowie den blendenden Glanz durch ein Übermaß an Kerzen, Perlen und Edelsteinen.[160] Etwa zur gleichen Zeit machte das Generalkapitel in den „Capitula“ Vorgaben für den Schmuck und die Ausstattung des Klosters: Abgesehen vom Altargerät (siehe dazu Goldschmiedekunst) sollte alles ohne Gold, Silber und Edelsteine gestaltet sein.[161] Darüber hinaus lehnte man Skulpturen kategorisch ab, Malerei war allenfalls auf hölzernen Kreuzen gestattet.[162] Wiederholt wird in den Statuten betont, dass man keine goldenen Kreuze haben solle und die Kreuze auch nur so groß sein sollten, dass man sie in der Prozession tragen oder auf den Altar stellen könne.[163] Vorgaben zu diesen und weiteren Ausstattungselementen wurden aber in den Statuten und Beschlüssen des Generalkapitels immer wieder modifiziert. Man reagierte auf Veränderungen und Strömungen, gegen die sich der Orden nicht verschließen konnte oder wollte. Bemalte Kreuze, anstelle der in der Regel plastischen Triumphkreuze des 13. Jh. haben sich z. B. in den Klöstern in Loccum und Schulpforte erhalten (Abb.). Tatsächlich stammen nördlich der Alpen die meisten erhaltenen Tafelkreuze aus Zisterzienserkirchen, allerdings ist ihre Verbreitung nicht auf diesen Orden beschränkt.[164] Dass die Vorgaben zur Ausstattung für sehr wichtig gehalten wurden, zeigt die Tatsache, dass sie in den Texten häufig wiederholt wurden. In den „Capitula“ des 12. Jh. wurden – im Unterschied zum Kirchenbau – jedoch keine Maßnahmen gegen Verstöße bezüglich der Ausstattung vermerkt.[165]

Im weiteren Verlauf des 13. Jh. gehörten Darstellungen von Christus, Maria und Heiligen dann aber zur Ausstattung der Kirchen der Zisterzienser. In Wandmalereien (siehe 3.) oder Glasfenstern (siehe 4.) und zuweilen auch dem Chorgestühl (siehe 2.) oder an Leuchtern[166] schmückten sie den Altarraum.

Die mittelalterliche Ausstattung einer Zisterzienserkirche ist nirgends so vollständig erhalten wie in der ehemaligen Klosterkirche in Bad Doberan. Häufig ist von der mobilen Ausstattung nur noch, zumeist fragmentarisch, das Hochaltarretabel überliefert.[167]

Schränke bzw. verschließbare Nischen[168] für liturgisches Gerät oder den Reliquienschatz waren jedoch aus praktischen Gründen ordensübergreifend üblich. Die wenigen überlieferten Beispiele lassen keine Verallgemeinerungen zu. Ein freistehender Chorschrank aus dem 12. Jh. mit Spuren ursprünglicher Bemalung findet sich noch im französischen Zisterzienserkloster Aubazine.[169] In der Kirche des ehem. Zisterzienserklosters in Løgumkloster ist ein Schrank des ersten Drittels des 14. Jh. erhalten. Aufgrund seiner Ikonographie und der Größe der Fächer liegt eine Nutzung als Reliquienschrank nahe.[170] Seine Aufstellung wird, vergleichbar der Situation in Bad Doberan, in der den Binnenchor umgebenden Mauer angenommen. In der ehem. Zisterzienserklosterkirche in Bad Doberan hat sich ein aufgrund seiner Ikonographie als Kelchschrank zu identifizierendes Möbel (Abb.) erhalten. Nach den Mörtelspuren auf den Außenseiten zu schließen, war er ursprünglich in eine Mauer eingelassen. Sowohl im geöffneten als auch geschlossenen Zustand verweist das Bildprogramm des Schrankes auf seine Nutzung zur Aufbewahrung der Kelche: So fordert unter anderem im Giebelfeld Christus den vor ihm stehenden Benutzer durch den Text in seinem geöffneten Codex auf, Herz, Hand und Lippen zu reinigen, bevor er die Gefäße berührt und aus ihnen trinkt. In die Mauer gegenüber war ein weiterer Schrank eingelassen (Abb.), der mit einem ausklappbaren Brett und schwenkbaren Haltevorrichtungen für Kerzen zur Vorbereitung des eucharistischen Mahls oder zur Ausstellung von Reliquien dienen konnte.[171]

1. Altar

Torso einer Madonna, um 1250. Ehem. Zisterzienserkloster in Schulpforte.
Zwei Madonnenfiguren, 2. Hälfte 13. Jh. und um 1260. Ehem. Zisterzienserkloster in Walkenried.
Madonnenfigur im ehem. Zisterzienserkloster in Maulbronn. Rheinisch-kölnische Werkstatt, um 1330/40.
Maria mit Kind, wohl aus dem Zisterzienserkloster Pont-aux-Dames. Île-de-France, um 1340.
Hochaltaraufsatz der Sainte Chapelle in Paris, um 1240. Kupferstich von 1790.
Reliquienschrein des Hochaltars der ehem. Zisterzienserklosterkirche in Loccum, um 1280 und 19. Jh.
Hochaltarretabel der ehem. Zisterzienserklosterkirche in Bad Doberan, um 1300.
Steinretabel. Zisterzienserabtei in Fontenay, um 1325.
Atlartafel im ehem. Zisterzienserkloster in Løgumkloster, um 1325.
Corpus-Christi-Schrein, mit später hinzugefügter Inschriftentafel in der ehem. Zisterzienserklosterkirche in Bad Doberan. Malereien: Umfeld Lübeck, um 1320/1330.
Pfingstwunder aus dem Zisterzienserkloster in Salem. Umkreis des Meisters Heinrich, um 1320/30.
Christus mit der Seele Mariens aus dem Zisterzienserkloster in Salem (Bodenseegebiet). Umkreis des Meisters Heinrich, um 1320/30.
Hochaltarretabel. Zisterzienserkloster in Marienstatt, um 1350.
Passionstafel aus in der Zisterzienserklosterkirche in Zinna, um 1360/70.
Neun Tafeln mit dem Leben Jesu aus der Zisterzienserabtei in Hohenfurt. Meister von Hohenfurt, um 1345/50.
Retabel im ehem. Zisterzienserinnenkloster in Fröndenberg (ohne Flügel und mit nachträglicher Mitteltafel). Meister des Fröndenberger Altars, Soest oder Dortmund, um 1410/20.
Rekonstruktion des Hochaltarretabels des Zisterzienserklosters in Kamp. Maasland (Lüttich ?), um 1440.
Rekonstruktion des Hochaltarretabels des Zisterzienserklosters in Heisterbach. Meister des Heisterbacher Altars, um 1445/1450.
Rekonstruktion des Hochaltarretabels des Zisterzienserklosters in Marienfeld. Schrein: um 1440, Flügel: Johann Koerbecke, 1457.
Hochaltarretabel, sog. „Friedrichsaltar“, aus dem Zisterzienserstift Neukloster in Wiener Neustadt, 1447.

In Zisterzienserkirchen spielte wie anderenorts die Ausstattung des Altars eine zentrale Rolle, sei es in Form von Textilien (siehe dazu III.), bemalten Holztafeln oder Schreinen mit Skulpturen und oder Reliquienbehältern (zu Reliquiaren siehe II.). Obwohl Bernhard von Clairvaux die „mit Gold bedeckten Reliquien“ kritisierte,[172] wurden zu deren Material und Größe in den Statuten von 1185 keine Vorgaben gemacht. Die Ausstellung der „vase reliquiarum“ waren an Festtagen auf dem Hochaltar erlaubt.[173] Das Männerkloster Altenberg erhielt um 1300 von Abt Heinrich III. für seinen Hochaltar eine große, goldene, mit Edelsteinen geschmückte Tafel, in die 81 Reliquien in der Reihenfolge der Heiligenlitanei eingefügt waren.[174]

a. Marienstatuen

In Caesarius von Heisterbachs „Dialogus Miraculorum“ erfährt man, dass bereits vor 1240 auf dem Altar des Klosters Essen (Jesse) eine Marienstatue des „sedes sapientiae“-Typus stand.[175] Thronende Madonnen des ersten Drittels des 13. Jh. befinden sich auch in den (ehem.) Zisterzienserinnenklöstern Börstel, Lichtenthal und Willebadessen. Die außerordentliche Qualität einiger heute noch erhaltener Werke lässt einen regen Austausch der Klöster mit den bedeutendsten Kunstzentren vermuten.[176]

Im deutschsprachigen Raum sind noch 20 Marienfiguren aus der Zeit vor 1400 aus und in verschiedenen Abteien erhalten.[177] Im ehemaligen Zisterzienserinnenkloster Marienberg in Börstel wurde bei einer Kirchenrenovierung 1963 eine Madonna vom Anfang des 13. Jh. aufgefunden, nachdem sie mehrere Jahrhunderte in der Mensa des Hochaltars eingemauert war. Das Zisterzienserkloster Pforta besaß laut Überlieferung zahlreiche Muttergottesbilder. Die bedeutendste ist eine nur als Torso überkommene Steinskulptur. Die auf einer Bank thronende Gottesmutter gehört stilistisch zu den sächsischen Bildwerken aus dem zweiten Viertel des 13. Jh. (Abb.). In Walkenried ist eine Sitzstatue auf dem Hochaltar für das Jahr 1265 beurkundet, die man mit einer der beiden erhaltenen Marienfiguren gleichsetzt (Abb.).[178] Der Sitztypus war noch um 1320 verbreitet, wie die rheinisch-kölnische Madonna in Maulbronn zeigt, die wohl in einem Schrein mit Klappflügeln auf einem Seitenaltar im Bereich des südlichen Seitenschiffs Aufstellung fand (Abb.).[179] Gerade die einander z. T. sehr ähnlichen Kölner Muttergottesfiguren aus dem ersten Viertel des 14. Jh., die von Klöstern verschiedener Orden erworben wurden, belegen eine ordensunabhängige Herstellung und Gestaltung.[180]

Aus dem ausgehenden 13. und 14. Jh. sind ferner zwei Marienfiguren erhalten, die eine Pyxis halten (Abb.) und auf Altar bzw. im Schrein auf dem Altar standen (Abb.). Es ist ungeklärt, ob diese Form auf einer ordensinternen Tradition beruhte.[181]

b. Retabel

1240 wurde der Umgang mit Bildtafeln auf Altären durch die Statuten des Generalkapitels neu geregelt. Solche frühen Retabel waren inzwischen überall in Europa üblich[182] und wurden speziell von den neuen Orden der Franziskaner und Dominikaner seit längerem erfolgreich eingesetzt.[183] Wie der Formulierung „tabularum quae altaribus Ordinis nostri superponuntur“ („der Tafeln, die auf den Altären unseres Ordens aufgestellt werden“) in den Statuten von 1240 zu entnehmen ist, gehörten sie zu dieser Zeit auch in Zisterzienserkirchen zur Ausstattung vieler Altäre und wurden nun offiziell erlaubt, allerdings in reduzierter Farbigkeit, wenn möglich monochrom.[184] Drei Jahre vorher, 1237, waren die Vorgaben gegenüber den Bildern noch deutlich ablehnender.[185] Gefordert wurde 1240, dass farbige Tafeln entfernt bzw. mit weißer Farbe überarbeitet werden sollten. 1257 wurde die Forderung nach monochromen Bildtafeln wiederholt.[186] Es ist deshalb anzunehmen, dass sie nicht konsequent umgesetzt wurde. Unter den wenigen erhaltenen Beispielen der einst zahlreichen frühen Altartafeln ist keine entsprechend nachgearbeitete Tafel bekannt.[187] Neben Bildtafeln ist wohl grundsätzlich auch mit Steinretabeln zu rechnen, wie das um 1325 in der Île de France entstandene Kalksteinretabel für den Hochaltar der Abteikirche von Fontenay zeigt (Abb.).[188] Die Überlieferungssituation lässt allerdings keine Rückschlüsse auf deren Verbreitung zu.

Bislang liegt keine vergleichende Untersuchung zisterziensischer Retabel in Europa vor,[189] was auch durch die schlechte Überlieferungssituation bedingt ist: In England sind Tafelbilder für die Altarausstattung – als Antependien und Retabel – seit dem 12. Jh. in den Textquellen nachweisbar,[190] aber nicht erhalten. Anzunehmen ist, dass es sie im 13. Jh. auch auf Altären der Zisterzienser gab.[191] Vor allem in Italien und Spanien belegen überlieferte Beispiele die ordensunabhängige Verbreitung der Tafelbilder für den Altar. Aufgrund fehlender Untersuchungen ist auch die hier vorgenommene Zusammenstellung erhaltener Retabel des 15. Jh. unvollständig und auf das deutsche Sprachgebiet konzentriert, in dem der größte Bestand an Kunstwerken aus Zisterzienserklöstern überliefert ist.

13. Jh.

Seit dem Frühmittelalter ermöglichten Tabernakel oder auf den Altar gestellte Podeste festliche Arrangements. Seit Beginn des 13. Jh. wurden in allen Orden – also auch bei den Zisterziensern – neue Lösungen für die Präsentation der sakralen Schätze und Bildwerke am Altar erprobt. Ein international aufsehenerregendes Beispiel war die eindrucksvolle Präsentation von Reliquien auf dem Altar der Sainte-Chapelle in Paris, die der französische König Ludwig IX. als Hofkapelle errichten ließ. Zunächst hinter, etwas später auf einer Bühne über dem Hochaltar stand ein großer, kostbarer, goldener Schrein, auf dessen Außenseiten ein reiches Bildprogramm zu sehen war und in dessen Inneren die wertvollen Passionsreliquien, allen voran die Dornenkrone Christi, aufgestellt waren. Durch einen Drehmechanismus des um 1240 entstandenen, heute nicht mehr erhaltenen Schreins, dessen Aussehen jedoch durch Darstellungen wie den Stich von 1790 überliefert ist (Abb.), konnten die Reliquien gezeigt werden. Für ihre Verwahrung und Präsentation waren die Mönche der ebenfalls unter Ludwig IX. errichteten und als königliche Grablege genutzten Zisterzienserabtei in Royaumont zuständig.[192] Unter diesen Voraussetzungen erstaunt es nicht, dass auch dort der Hochaltar aufwendig ausgestattet wurde. Royaumont gehört zu den wenigen Fällen, die wegen deutlicher Überschreitung der Vorgaben 1263 vom Generalkapitel ermahnt wurden, zu Demut und Schlichtheit zurückzukehren,[193] was bedeutete, dass sie das Ziborium mit Engelsäulen, Bildern, Skulpturen und Vorhängen zurückbauen mussten.[194]

Große Schreine für die Präsentation der Heiltümer auf dem Hochaltar, wie er für die Sainte-Chapelle überliefert ist, lassen sich, wenn auch nicht in dieser Ausführung, im 13. Jh. auch in Zisterzienserklöstern finden. Caesarius von Heisterbach beschreibt um 1200 einen Schrein, der zur Aufstellung des Allerheiligsten und der Reliquien diente.[195] Offensichtlich waren größere Schreine kein Einzelfall, denn 1213 wurden sie ausdrücklich verboten.[196] Ein hölzerner Schrein für den von Caesarius beschriebenen Zweck hat sich in der ehem. Zisterzienserklosterkirche in Loccum erhalten. Er wurde für den Hochaltar des Kirchenneubaus um 1280 angefertigt (Abb.).[197] Bei der Gestaltung orientierte man sich an den großen mit versilbertem und vergoldetem Metall verkleideten Schreinen des 12. und 13. Jh.[198] Anders als diese ist der Loccumer Schrein aus goldgefasstem Holz gefertigt und besitzt keinen plastischen Figurenschmuck. Allerdings war eine solche Materialwahl und reduzierte Ausstattung grundsätzlich nicht nur von Ordensidealen und -statuten, sondern auch von den verfügbaren Geldmitteln abhängig.[199] Im Unterschied zu den geschlossenen Reliquienschreinen war er so konstruiert, dass die Wände zu öffnen waren und die im Inneren verborgenen Reliquien gezeigt werden konnten. Der Mitteltabernakel diente vermutlich der Aufbewahrung des Allerheiligsten, wie es den zisterziensischen Gewohnheiten der Zeit entsprach.[200] Funktionale Aspekte wie Reliquien- und Sakramentsverwahrung waren die Hauptgründe für die Errichtung der frühen Hochaltarretabel im Orden.[201] Die Verbote übermäßiger Ausstattung durch Malerei oder Skulptur wurden zwar noch 1289 und 1316 wiederholt, in der Folgezeit wurde aber kein Versuch mehr unternommen, die Ausstattung zisterziensischer Kirchen zu regulieren.[202]

14. Jh.

Bereits um 1300 war der Bau eines noch prächtigeren Aufsatzes für den Hochaltar der Klosterkirche in Doberan möglich (Abb.).[203] Das Retabel ist ein großer, hölzerner, vergoldeter und maßwerkverzierter Schrein mit drei Maßwerktürmen. In der Mittelnische stand ursprünglich eine Muttergottesfigur mit einer Pyxis, die wohl der Aufbewahrung der konsekrierten Hostie diente.[204] In die seitlichen Gefache des Schreins konnten Reliquien eingestellt werden. Die großen Türflügel, mit denen er zu schließen ist, waren beidseitig mit Heiligenfiguren und Tafelbildern mit der Passion Christi geschmückt. Mit dem Schrein ist in Doberan eines der ältesten Beispiele eines Flügelretabels überliefert. Für Gläubige, die nicht dem Konvent angehörten, war der Bereich um den Hochaltar nur sehr eingeschränkt zugänglich. Um der zu Beginn des 14. Jh. verbreiteten Sakramentsverehrung nachzukommen, scheint man in Doberan eine eigene Lösung gefunden zu haben: Der Corpus Christi-Schrein dürfte der mobilen Ausstellung von Sakrament und Reliquien außerhalb des Sanktuariums gedient haben (Abb.).[205]

Auch den 1313 „Mariae Himmelfahrt“ geweihten Hochaltar der Klosterkirche in Salem schmückte einst ein Flügelretabel. Erhalten sind lediglich zwei Reliefs, um 1320/30, die das Pfingstwunder und, aus einem Marientod, den Christus mit der Seele Mariens zeigen (Abb. und Abb.).[206] Ebenfalls nur als Fragment überliefert ist das Retabel aus der Zisterzienserklosterkirche in Zinna (Abb.).

Andernorts hielt man an der traditionellen Tafel als Schmuck für den Altar fest und verwahrte die Reliquien in einem eigenen Schrein: Die als Antependium oder Retabel aufgestellte Tafel in Løgumkloster zeigt im Zentrum den Weltenrichter und auf beiden Seiten je sechs Szenen aus dem Leben Jesu (Abb.).[207]

Das Flügelretabel des Zisterzienserklosters Marienstatt (Abb.) wurde um 1350 in einer Kölner Werkstatt geschaffen.[208] Vermutlich stand in seinem Mittelrisalit eine ältere, besonders verehrte Reliquienbüste, vielleicht der heiligen Ursula selbst, oder die Eucharistie wurde dort ausgesetzt.[209] Das Retabel ermöglichte darüber hinaus den Bestand an Reliquien der Jungfrauen aus dem Gefolge der hl. Ursula, deren Kult vom Zisterzienserorden besonders gefördert wurde,[210] in Form der Reliquienbüsten zu zeigen.[211] Im oberen Register erblickt man im zentralen Gefach eine vollplastische Marienkrönung, die sog. Triumph-Gruppe, die von geschnitzten Apostelfiguren auf den Seitenteilen und Flügeln flankiert wird. Da sich der „Legenda aurea“ zufolge in der Sterbestunde Mariens die Apostel um ihr Bett versammelt haben sollen, waren letztere als Zeugen ihrer Himmelfahrt zu verstehen, und die Marienkrönung konnte im Sinne der aus der Interpretation des Hohen Lieds entwickelten Brautmystik des Heiligen Bernhard gedeutet werden.[212] Zusammen mit der architektonischen Gliederung repräsentiert das Gesamtprogramm gleichsam die Kirche selbst: ein himmlisches Konzil. Die versammelten Heiligen sind in ihrer Reihung eher als Stand denn als Individuen aufgefasst.[213] Man hat darin eine Absage an den Materialismus des Heiligenkults gesehen.[214]

In der Zisterzienserabtei Hohenfurt ging ein wichtiger Teil der Ausstattung auf eine private Stiftung zurück: Die neun Tafeln mit dem Leben Jesu wurden für den Hauptaltar oder den Lettner der Zisterzienserklosterkirche in Hohenfurth von Peter I. von Rosenberg um 1345/50 gestiftet (Abb.).[215] Die Anordnung der Tafeln, ob in einer Reihe oder in drei Reihen übereinander, am Lettner oder Hochaltar, ist umstritten.[216]

Die böhmische Passionstafel aus dem Zisterzienserkloster Zinna, um 1360/70, könnte auf dem Kreuz- oder Hochaltar der Klosterkirche gestanden haben.[217]

Auch wenn generell sicher nicht jeder Altar mit einem Retabel geschmückt war, lässt sich für die frühe Phase des Flügelretabels festhalten, dass sich die Zisterzienser bei der Ausstattung ihrer Altäre nicht zurücknahmen, sondern an der allgemeinen Entwicklung großen Anteil hatten. Marianische Bildprogramme und die dauerhafte Aufbewahrung und Präsentation von Reliquien auf dem Hochaltar, die vom Generalkapitel gefordert war, stellen keine ordensspezifischen Merkmale dar. Zwei Drittel der erhaltenen bzw. rekonstruierbaren Flügelaltäre des 14. Jh. weisen mariologische Programme auf, was angesichts der ausgeprägten Marienfrömmigkeit der Zeit nicht verwundert.[218]

15. Jh.

Das um 1410/20 entstandenen Retabel für den Hochaltar des Zisterzienserinnenklosters Fröndenberg (Abb.) ist im Aufbau mit dem knapp hundert Jahre älteren Marienstatter Altar vergleichbar. Das Flügelretabel zeigte im geschlossenen Zustand stehende Heilige, geöffnet einen sechzehnteiligen Marienzyklus. Die Bilderzählung erfolgt allerdings durch Tafelgemälde, die stilistisch in den Umkreis Konrad von Soest einzuordnen sind.[219] In der ausgesparten Mittelzone des Retabels befand sich ein halbfiguriges Madonnenbild (Dortmund, Museum für Kunst und Kulturgeschichte). Wie die Untersuchung der Tafel aus Eichenholz ergab, wurden vor ihrer Bemalung in die Vorderseite kleine Holzplättchen aus Nadelholz eingelassen, die durch zwei Bohrlöcher von hinten zu sehen sind. Daraus wurde geschlossen, dass es sich um einen Nachfolger des verlorenen Gnadenbildes, vermutlich einer byzantinischen Marienikone, handelt. Dem neuen, ähnlich gestalteten Bild wurde durch den Einschluss der Reliquien des alten dessen Wirkung verliehen, denn es soll sich der Legende nach um Holz aus dem Kreuz Christi gehandelt haben.[220]

Das Hochaltarretabel aus Kamp, dem ersten Zisterzienserkloster im deutschen Sprachraum, war ein breitgelagertes Triptychon mit Figurenschrein und beidseitig bemalten Flügeln (Abb.). Maria und Gottvater im Zentrum des Schreins wurden, ganz ähnlich wie in Marienstatt, flankiert von den zwölf Aposteln. Sie sind überfangen von hohen, filigran gearbeiteten, vergoldeten Baldachinarchitekturen; in den maßverblendeten Gefachen der Sockelzone dürften sich Reliquien befunden haben. Die Flügelinnenseiten zeigen einen acht Bildfelder umfassenden Passionszyklus, die -außenseiten die heilige Familie, die in beiden Fällen von einem gemalten, je unterschiedlich gemusterten Goldbrokathintergrund hinterfangen werden. Der Stil der Malerei lässt südniederländische Vorbilder erkennen; die Schnitzfiguren stehen dem Retabel von Tongeren nahe. Malerei wie Skulpturen verweisen über vergleichbare Werke nach Lüttich. Demnach dürfte das Hochaltarretabel in Kamp wohl vollständig in Lüttich in Auftrag gegeben worden sein.[221] Kontakte zum Maasgebiet gab es über das Provinzialkapitel. Im Januar 1422 trafen sich z. B. die Äbte von Kamp, Altenberg, Heisterbach, Val-St. Lambert, Aulne, Val-Dieu, Grandpré und Termunten in Maastricht.[222]

Bei dem sog. Heisterbacher Altar, um 1445/50 (Abb.), von dem sich nur die doppelseitig bemalten Flügelbilder aus dem Umkreis Stephan Lochners erhalten haben,[223] handelte es sich wohl um das Hochaltarretabel des Zisterzienserklosters, das im 16. Jh. einem neuen Retabel weichen musste. Im Inventar von 1802 wird der Heisterbacher Altar als „Reliquienaltar“ bezeichnet. Der verlorene Mittelteil wurde 1805 zur „Errichtung eines Reliquiarums“ in die Propstei- und Pfarrkirche St. Pankratius in Oberpleis überführt und gilt als verschollen. Der Altaraufsatz kann als doppelt wandelbares Flügelretabel rekonstruiert werden: Die hl. Ursula mit Schutzmantel und der Anführer der Thebäischen Legion (1945 verbrannt) bildeten die Flügelaußenseiten, die erste Öffnung zeigte den sechzehnteiligen Marien- und Passionszyklus, dessen Szenen vor vergoldetem Hintergrund mit rotem und blauem Pressbrokat wiedergegeben sind. Die zweite Öffnung zeigte auf den Flügeln Tafelbilder der Heiligen Benedikt und Bernhard sowie sechs der zwölf Apostel unter gemalten Baldachinen, in der Sockelzone maßwerkverblendete Reliquiennischen. Auf dem Schrein setzte sich die Reihe vermutlich mit geschnitzten Apostelfiguren sowie echtem Maßwerk und Reliquien fort, während mittig, einer Beschreibung des 19. Jh. zufolge, wohl Christus und Maria zu sehen waren. Wie bei den Zisterziensern üblich, war der Hochaltar der Muttergottes geweiht. Der Heisterbacher Altar gehört mit ca. 6 x 2 m zu den größten erhaltenen Altären einer Kölner Werkstatt des 15. Jh. Er hatte in der etwa sieben Meter breiten Apsis, dem einzigen erhaltenen Gebäudeteil der Klosterkirche, genügend Platz. An der südlichen Apsiswand gibt es einen Durchbruch mit kleeblattförmigem Abschluss, der ursprünglich als verschließbare Nische der Aufbewahrung des Altargeräts gedient haben könnte.[224]

Das Zisterzienserkloster Marienfeld in Harsewinkel ließ um 1440 für seinen umfangreichen Reliquienschatz, der zuvor in zwei Gehäusen auf dem Kreuzaltar aufgestellt war und zu dem auch Reliquien der Gefährtinnen der hl. Ursula zählten, einen Schrein mit Skulpturen für den Hochaltar anfertigen. 1457 folgten die Flügel, die außen die Passion Christi und innen einen Marienzyklus des Münsteraner Maler Johann Koerbecke zeigten. Von den einst sechzehn Bildtafeln haben sich fünfzehn in verschiedenen Sammlungen weltweit erhalten. Darüber hinaus sind eine geschnitzte Sitzmadonna für das zentrale Schreinfach, neun Apostelfiguren der Predella und einige Schädelreliquien mit textilem Schmuck überliefert. Auf Grundlage einer Beschreibung von 1708 konnte das Aussehen dieses Altaraufbaus rekonstruiert werden (Abb.).[225] Dies zeigt abermals die große Bedeutung des umfangreichen Reliquienfunds von 1109 innerhalb der Stadt Köln, den man auf die Ursula-Legende bezog. Ursula-Reliquien sind neben Marienfeld vor allem in den Zisterzienserklöstern in Marienstatt, Altenberg und Kamp nachzuweisen, wobei die Stadthöfe der beiden letztgenannten in Köln unmittelbar an den Fundort, den sog. „ager ursulanus“, grenzten.[226] Die bereits in Marienstatt zu beobachtende Kombination aus Malerei, Skulptur und Reliquie wurde in den drei aufgeführten Beispielen im 15. Jh. konsequent weiterentwickelt bzw. an den Stil der Zeit angepasst, wie es auch in Dom- Stifts- sowie Klosterkirchen anderer Orden geschah.

Nicht zu unterschätzen ist der Einfluss der Stifter und Patrone der Klöster, besonders deutlich unter königlichem Patronat wie bei dem erwähnten reichen Altarensemble in Royaumont oder im Fall des sog. Friedrichaltars, eines großen Flügelretabels, das von König Friedrich IV. wahrscheinlich für das Zisterzienserkloster in Viktring (Kärnten) gestiftet, aber 1447 in der Kirche des Zisterzienserklosters in Neukloster in der Wiener Neustadt auf dem Hochaltar aufgestellt wurde (Abb.).[227] Vor allem war es auch das Bemühen um eine zeitgemäße Präsentation der Heiltümer, die innerhalb des Zisterzienserordens zu Flügelretabeln enormen Ausmaßes führte. Es wurden sowohl lokale als entfernte Künstler engagiert, wobei die jeweilige Region, das jeweilige personelle Netzwerk bzw. die jeweilige klösterliche Kunstpraxis eine Rolle gespielt haben.[228]

2. Chorgestühle

3. Wand- und Deckenmalerei

4. Glasmalerei

In Bearbeitung

II. Neuzeit

A. Rechtliche Grundlagen

B. Bauten

1. Neuzeitlich modernisierte mittelalterliche Klöster

a. Frankreich

b. Deutschsprachige Länder

In Bearbeitung

c. Italien

d. Polen

e. Böhmen

In Bearbeitung

f. Spanien

2. Neue Klosteranlagen

a. Frankreich

b. Deutschsprachige Länder

In Bearbeitung

c. Italien

d. Polen

e. Böhmen Männer- und Frauenklöster

In Bearbeitung

f. Spanien

3. Klosterhöfe und Grangien

In Bearbeitung

C. Raumausstattungen

In Bearbeitung

1. Kirchen

2. Kapitelsäle

3. Refektorien

4. Bibliotheken

5. Sammlungsräume

6. Festsäle

D. Gartenanlagen

E. Kalvarienberge, Heilige Stiegen

Anmerkungen

  1. Matthias Untermann, Forma Ordinis. Die mittelalterliche Baukunst der Zisterzienser, München u. a. 2001 (Kunstwissenschaftliche Studien, 89), S. 22–42.
  2. Markus Hörsch, Tendenzen der Zisterzienser-Literatur der letzten zehn Jahre unter besonderer Berücksichtigung kunsthistorischer Studien zu den Ordensklöstern in Mitteleuropa, in: Cîteaux 58, 2007, S. 131–170; Jens Rüffer, Neuere Tendenzen der Cistercienserforschung, in: Analecta Cisterciensia 60, 2010, S. 307–332; einen disziplinenübergreifenden Forschungsüberblick bietet nach Ländern gegliedert: Ralf Lützelschwab (Hg.), Zisterzienserforschung heute – Versuch einer Bestandsaufnahme, in: Cistercienser Chronik 124, 2017, S. 403–585.
  3. Leopold Janauschek, Originum Cisterciensium, Bd. 1, Wien 1877. Der zweite Band ist nie erschienen.
  4. Philippe Guignard (Hg.), Les monuments primitifs de la règle cistercienne, publiés d’aprés les manuscrits de l’abbaye de Cîteaux, Dijon 1878 (Analecta Divionensia, 6).
  5. Joseph M. Canivez (Hg.), Statuta Capitulorum Generalium Ordinis Cisterciensis ab anno 1116 ad annum 1786, Bd. 1–8, Louvain 1933–1941 (Revue d’histoire ecclésiastique, Bibliothèque, 9–14).
  6. Canisius Noschitzka, Codex manuscriptus 31 Bibliothecae Universitatis Labacensis, in: Analecta Sacri Ordinis Cisterciensis 6, 1950, S. 1–124.
  7. Bruno Griesser, Die „Ecclesiastica officia Cisterciensis Ordinis“ des Cod. 1711 von Trient, in: Analecta Sacri Ordinis Cisterciensis 12, 1956, S. 153–288.
  8. Danièle Choisselet und Placide Vernet (Hg.), Les „Ecclesiastica Officia“ cisterciens du XIIème siècle: text latin selon les manuscrits édités de Trente 1711, Ljubljana 31 et Dijon 114, version française, annexe liturgique, notes, index et tables, Reiningue 1989 (La Documentation cistercienne, 22).
  9. Bernard Lucet (Hg.), La Codification Cistercienne de 1202 et son évolution ultérieure, Rom 1964 (Bibliotheca Cisterciensis, 2); Bernard Lucet (Hg.), Les Codifications Cisterciennes de 1237 et de 1257, Paris 1977.
  10. Jean de la Croix Bouton und Jean Baptiste van Damme, Les plus anciens textes de Cîteaux. Sources, textes et notes historique, Achel 1974 (Cîteaux. Commentarii cisterciensis, Studia et Documenta, 2).
  11. Chrysogonus Waddell (Hg.), Narrative and Legislative Texts from Early Cîteaux. Latin text in dual edition with English translation and notes, Brecht 1999 (Cîteaux. Commentarii cistercienses, Studia et Documenta, 9).
  12. Chrysogonus Waddell (Hg.), Cistercian Lay Brothers Twelfth-Century Usages with Related Texts. Latin text with concordance of Latin terms, English translations and notes, Brecht 2000 (Cîteaux. Commentarii cistercienses, Studia et Documenta, 10).
  13. Chrysogonus Waddell (Hg.), Twelfth-Century Statutes from the Cistercian General Chapter, Brecht 2002 (Cîteaux. Commentarii cistercienses, Studia et Documenta, 12).
  14. Edmund Sharpe, Architectural Parallels, or the Progress of Ecclesiastical Architecture in England, London 1848.
  15. Friedrich Adler, Mittelalterliche Backstein-Bauwerke des preussischen Staates, Bd. 1–12, Berlin 1862–1898.
  16. William Henry St. John Hope, Fountains Abbey, in: Yorkshire Archaeological Journal 15, 1900, S. 269–402; William Henry St. John Hope, Architectural Description of Kirkstall Abbey, Leeds 1907 (The Publications of the Thoresby Society, 16); Johann Rudolf Rahn, Die mittelalterlichen Kirchen des Zisterzienserordens in der Schweiz, in: Mitteilungen der Antiquarischen Gesellschaft in Zürich 18, 1872, H. 2, S. 65–90.
  17. Franz Kugler, Handbuch der Kunstgeschichte, Bd. 2.1, 3. gänzlich umgearbeitete Aufl., Stuttgart 1859; Franz Kugler, Geschichte der Baukunst, Bd. 2 und 3, Berlin 1858 und 1859; Wilhelm Lübke, Geschichte der Architektur von den ältesten Zeiten bis auf die Gegenwart, 3. stark vermehrte Aufl., Leipzig 1865; Carl Schnaase, Geschichte der bildenden Künste, Bd. 3 und 5, 2. vermehrte und verbesserte Aufl., Düsseldorf 1872.
  18. Carl Schnaase, Geschichte der bildenden Künste, Bd. 3, 2. vermehrte und verbesserte Aufl., Düsseldorf 1872, S. 336; Carl Schnaase, Geschichte der bildenden Künste im Mittelalter, Bd. 5, Düsseldorf 1872.
  19. Ferdinand de Roisin, Les Missionaires de l’art gothique en Allemagne au XIIe siècle, in: Bulletin monumental 25, 1859, S. 708–730.
  20. Dazu kritisch: Matthias Untermann, Forma Ordinis. Die mittelalterliche Baukunst der Zisterzienser, München u. a. 2001 (Kunstwissenschaftliche Studien, 89), S. 680–681.
  21. Für Irland hat dies Roger Stalley zeigen können (Roger Stalley, The architecture of the Cistercian churches in Ireland, 1142–1272, in: Christopher Norton und David Park [Hg.], Cistercian art and architecture in the British Isles, Cambridge 1986, S. 117–138), für den Norden Englands tat dies Christopher Wilson (Christopher Wilson, The Cistercians as ‘missionaries of Gothic’ in Northern England, in: Christopher Norton und David Park [Hg.], Cistercian art and architecture in the British Isles, Cambridge 1986, S. 86–116.
  22. Matthias Untermann, Forma ordinis. Die mittelalterliche Baukunst der Zisterzienser, München u. a. 2001 (Kunstwissenschaftliche Studien, 89), S. 208-231.
  23. John Bilson, The Architecture of the Cistercians with Special Reference to Some of Their Earlier Churches in England, in: The Archaeological Journal 66, 1909, S. 185–280.
  24. Hermann Rüttiman, Der Bau- und Kunstbetrieb der Cistercienser unter dem Einfluss der Ordensgesetzgebung im 12. und 13. Jahrhundert, in: Cistercienser Chronik 23, 1911, S. 1–13, 50–57, 69–88 und 100–114; Josef Saur, Der Cistercienser-Orden und die deutsche Kunst des Mittelalters: besonders in Hinsicht auf die Generalkapitelverordnungen vom 12. bis 14. Jahrhundert, in: Studien und Mitteilungen zur Geschichte des Benediktinerordens und seiner Zweige 2. Neue Folge 34, 1913, S. 475–522 und 660–699.
  25. John Bilson, The Architecture of the Cistercians with Special Reference to Some of Their Earlier Churches in England, in: The Archaeological Journal 66, 1909, S. 185–280; Hans Rose, Die Baukunst der Zisterzienser, München 1916.
  26. Wolfgang Bickel, Die Kunst der Cistercienser, in: Ambrosius Schneider (Hg.), Die Cistercienser: Geschichte – Geist – Kunst, 3. erweiterte Aufl., Köln 1986, S. 178–316.
  27. Marcel Aubert, L’architecture cistercienne en France, Bd. 1–2, 1. Aufl., Paris 1943 und 2. Aufl., Paris 1947.
  28. John T. Micklethwaite, Of the Cistercian Plan, in: The Yorkshire Archaeological and Topographical Journal 7, 1882, S. 239–258.
  29. Jean O. Schaefer, The Earliest Churches of the Cistercian Order, in: Meredith P. Lillich (Hg.), Studies in Cistercian Art and Architecture, Bd. 1, Kalamazoo, Michigan u. a. 1982 (Cistercian Studies Series, 66), S. 1–12; Matthias Untermann, Forma Ordinis. Die mittelalterliche Baukunst der Zisterzienser, München u. a. 2001 (Kunstwissenschaftliche Studien, 89), S. 123–127.
  30. Danièle Choisselet (Hg.), Les „Ecclesiastica Officia“ cisterciens du XIIème siècle: text latin selon les manuscrits édités de Trente 1711, Ljubljana 31 et Dijon 114, version française, annexe liturgique, notes, index et tables, Reiningue 1989 (La Documentation cistercienne, 22), S. 172.
  31. Karl H. Esser, Über den Kirchenbau des hl. Bernhard von Clairvaux. Eine kunstwissenschaftliche Untersuchung aufgrund der Ausgrabung der romanischen Abteikirche Himmerod (mit Ausgrabungsbericht), in: Archiv für mittelrheinische Kirchengeschichte 5, 1953, S. 105–222.
  32. Hanno Hahn, Die frühe Kirchenbaukunst der Zisterzienser, Berlin 1957.
  33. Wolfgang Rug, Der ,bernhardinische Plan‘ im Rahmen der Kirchenbaukunst der Zisterzienser im 12. Jahrhundert, o. O. 1983; Benoît Chauvin, Le plan bernardin réalités et problèmes, in: Histoire de Clairvaux. Actes du Colloque de Bar-sur-Aube / Clairvaux, 22 et 23 Juin 1990, Bar-sur-Aube 1991, S. 243–244.
  34. Matthias Untermann, Forma Ordinis. Die mittelalterliche Baukunst der Zisterzienser, München u. a. 2001 (Kunstwissenschaftliche Studien, 89), S. 305–306 und 610–612.
  35. Matthias Untermann, Forma Ordinis. Die mittelalterliche Baukunst der Zisterzienser, München u. a. 2001 (Kunstwissenschaftliche Studien, 89), S. 177–183; Jens Rüffer, Die Zisterzienser und ihre Klöster. Leben und Bauen für Gott, Darmstadt 2008, S. 32f.
  36. Edward A. Bond (Ed.), Chronica monasterii de Melsa a fundatione usque ad annum 1396, auctore Thoma de Burton, abbate, Bd. 1, London 1866 (Rolls Series, 43,1), Nachdruck Nendeln 1967, S. 107.
  37. Wolfgang Braunfels, Abendländische Klosterbaukunst, Köln 1978, S. 11–17. Am Sonntag wurden die Klausurräume der Mönche mit Weihwasser besprengt, beginnend mit dem Kreuzgang, dann folgten im Uhrzeigersinn der Kapitelsaal, das Auditorium, das Dormitorium, die Latrinen, der Wärmeraum, das Refektorium, die Küche sowie das Cellarium. Die Räumlichkeiten für die Laienbrüder werden nicht genannt.
  38. François Bucher, La fonctionnalisme de saint Bernard et les églises cisterciennes suisses, in: Actes du XIXe Congrès international d’histoire de l’art, Paris, 8–13 septembre 1958, relations artistiques entre la France et les autres pays depuis le haut moyen âge jusqu’à la fin du XIXe siècle, Paris 1958, S. 49–56.
  39. Lucien Hervé in Zusammenarbeit mit François Cali, La Plus Grande Aventure du monde. L’architecture mystique de Cîteaux, Paris 1956; François Cali (Hg.), The Architecture of Truth. The Cistercian Abbey of Le Thoronet in Provence, London 1957 (dt. Übers. Lucien Hervé, Architektur der Wahrheit. Die Zisterzienserabtei Le Thoronet, aus dem Englischen von Martin Richter, Berlin 2001); Éric Cez u. a. (Hg.), Le Cobusier – Lucien Hervé. Kontakte, München 2011; Maximilian Sternberg, Vorreiter der Moderne? Rezeptionen der Zisterzienserbaukunst im 20. Jahrhundert, in: Georg Möhlich u. a. (Hg.), Die Zisterzienser im Mittelalter, Köln 2017, S. 45–62.
  40. Janet T. Marquardt, Zodiaque. Making Medieval Modern, 1951–2001, University Park, Pennsylvania 2015.
  41. Rupert Schreiber und Mathias Köhler, Die ‚Baugesetze‘ der Zisterzienser. Studien zur Bau- und Kunstgeschichte des Ordens, Meßkirch 1987.
  42. De construendis abbatiis, in: Chrysogonus Waddell (Hg.), Narrative and Legislative Texts from Early Cîteaux. Latin text in dual edition with English translation and notes, Brecht 1999 (Cîteaux. Commentarii cistercienses, Studia et Documenta, 9), S. 187.
  43. Exordium cistercii, summa cartæ caritatis, cum capitulis, in: Chrysogonus Waddell (Hg.), Narrative and Legislative Texts from Early Cîteaux. Latin text in dual edition with English translation and notes, Brecht 1999 (Cîteaux. Commentarii cistercienses, Studia et Documenta, 9), S. 191.
  44. Instituta generalis capituli apud cistercium, in: Chrysogonus Waddell (Hg.), Narrative and Legislative Texts from Early Cîteaux. Latin text in dual edition with English translation and notes, Brecht 1999 (Cîteaux. Commentarii cistercienses, Studia et Documenta, 9), S. 338.
  45. Instituta generalis capituli apud cistercium, in: Chrysogonus Waddell (Hg.), Narrative and Legislative Texts from Early Cîteaux. Latin text in dual edition with English translation and notes, Brecht 1999 (Cîteaux. Commentarii cistercienses, Studia et Documenta, 9), S. 362.
  46. Statut 1158:12, in: Chrysogonus Waddell (Hg.), Twelfth-Century Statutes from the Cistercian General Chapter, Brecht 2002 (Cîteaux. Commentarii cistercienses, Studia et Documenta, 12), S. 577.
  47. Statut 1158:16, in: Chrysogonus Waddell (Hg.), Twelfth-Century Statutes from the Cistercian General Chapter, Brecht 2002 (Cîteaux. Commentarii cistercienses, Studia et Documenta, 12), S. 579.
  48. Statut 1158-1189/90:30, in: Chrysogonus Waddell (Hg.), Twelfth-Century Statutes from the Cistercian General Chapter, Brecht 2002 (Cîteaux. Commentarii cistercienses, Studia et Documenta, 12), S. 619.
  49. Cod. 1202, I,6, in: Bernard Lucet (Hg.), La Codification Cistercienne de 1202 et son évolution ultérieure, Rom 1964 (Bibliotheca Cisterciensis, 2), S. 29–30.
  50. Matthias Untermann, Forma Ordinis. Die mittelalterliche Baukunst der Zisterzienser, München u. a. 2001 (Kunstwissenschaftliche Studien, 89), S. 113-118.
  51. Hierzu gehören die „Epistola 1 ad Robertum“ und die „Apologia ad Guillelmum abbatem“ des Bernhard von Clairvaux, die sogenannte „Riposte de l’ancien monachisme au manifeste de Saint Bernard“ und der „Tractatus cuiusdam abbatis“, beides Antworten auf Bernhards Kritiken sowie der Idung von Prüfening zugeschriebene „Dialogus duorum monachorum“; ausführlich: Tobias Frese, Die Bildkritik des Bernhard von Clairvaux. Die Apologia im monastischen Diskurs, Bamberg 2006.
  52. Peter Fergusson, Early Cistercian Churches in Yorkshire and the Problem of the Cistercian Crossing Tower, in: Journal of the Society of Architectural Historians 29, 1970, S. 211–221; Stuart A. Harrison, “I lift up mine eyes.” A Re-Evaluation of the Tower in Cistercian Architecture in Britain and Ireland, in: Terryl Nancy Kinder (Hg.), Perspectives for an Architecture of Solitude. Essays on Cistercians, Art and Architecture in Honour of Peter Fergusson, Turnhout 2004 (Medieval Church Studies, 11 und Cîteaux. Studia et Documenta, 13), S. 125–136.
  53. Paul Verdeyen (Hg.), Wilhelm von St. Thierry. Vita prima Sancti Bernardi Claraevallis Abbatis. Liber primus, accedunt libri II–V, Turnhout 2011 (Corpus Christianorum Continuatio Mediaevalis, 89B), S. 110–111.
  54. Matthias Untermann, Forma Ordinis. Die mittelalterliche Baukunst der Zisterzienser, München u. a. 2001 (Kunstwissenschaftliche Studien, 89), S. 227–231.
  55. Günther Binding, Gedanken zum Baubetrieb der Zisterzienser im 12./13. Jahrhundert, in: Cistercienser Chronik 104, 1997, S. 251–257; Matthias Untermann, Forma Ordinis. Die mittelalterliche Baukunst der Zisterzienser, München u. a. 2001 (Kunstwissenschaftliche Studien, 89), S. 208–231; Jens Rüffer, Die Zisterzienser und ihre Klöster. Leben und Bauen für Gott, Darmstadt 2008, S. 23–27.
  56. Statut 1210:34, in: Joseph M. Canivez (Hg.), Statuta Capitulorum Generalium Ordinis Cisterciensis ab anno 1116 ad annum 1786, Bd. 1, Louvain 1933 (Revue d’histoire ecclésiastique, Bibliothèque, 9), S. 375.
  57. Peter Fergusson, Architecture of Solitude. Cistercian Abbeys in Twelfth-Century England, Princeton 1984, S. 165–172.
  58. Stanley F. Hockey (Hg.), The Account-Book of Beaulieu Abbey, London 1975 (Camden Fourth Series, 16), S. 202–206, Nr. 48 und 49.
  59. Gerhard Jaritz, Die Reiner Rechnungsbücher (1399–1477) als Quelle zur klösterlichen Sachkultur des Spätmittelalters, in: Heinrich Appelt (Hg.), Die Funktion der schriftlichen Quelle in der Sachkulturforschung, Wien 1976 (Veröffentlichungen des Instituts für mittelalterliche Realienkunde Österreichs, 1), S. 145–249, hier S. 245–249.
  60. Roger Dodsworth and William Dugdale (Hg.), Monasticon Anglicanum. A History of the Abbies and other Monasteries, Hospitals, Frieries, and Cathedral and Collegiate Churches, with their dependencies, in England and Wales; also of all such Scotch, Irish, and French Monasteries, …, London 1655, revised Edition by J. Caley, H. Ellis and B. Bandinel, Bd. 1–6, London 1817–1830, Nachdruck London 1846.
  61. Edmund Sharpe, Architectural Parallels or the Progress of Ecclesiastical Architecture in England through the Twelfth and Thirteenth Centuries, exhibited in a series of parallel examples, selected from the following abbey churches: Fountains, Kirkstall, Furness, Roche, Byland, Hexham, Jervaulx, Whitby, Rievaulx, Netley, Bridlington, Tintern, St. Mary’s York, Guisborough, Selby, Howden, 1. Aufl., London 1848 und 2. Aufl., London 1878; Edmund Sharpe, The Architecture of the Cistercians, London 1874.
  62. John R. Walbran, Memorials of Fountains Abbey, Bd. 1–2, Durham 1862 und 1876 (Publications of the Surtees Society, 42 und 67).
  63. William Henry St. John Hope, Notes on the Architectural History of and Arrangements of Louth Park Abbey, in: Lincoln Record Society 1, 1891, S. 1–85; William Henry St. John Hope, Rievaulx Abbey, in: The Builder 67, 1894, S. 9–12; William Henry St. John Hope, Fountains Abbey, in: Yorkshire Archaeological Journal 15, 1900, S. 269–402; William Henry St. John Hope, The Abbey of St Mary’s in Furness, Lancashire, in: Transactions of the Cumberland and Westmorland Antiquarian and Archaeological Society 16, 1900, S. 221–302; William Henry St. John Hope und John Bilson, Architectural Description of Kirkstall Abbey, Leeds 1907 (Publications of the Thoresby Society, 16); William Henry St. John Hope und Harold Brakspear, The Cistercian Abbey of Beaulieu in the County of Southampton, in: The Archaeological Journal 63, 1906, S. 129–186; William Henry St. John Hope und Harold Brakspear, Jervaulx Abbey, in: Yorkshire Archaeological Journal 21, 1911, S. 303–344; Harold Brakspear, The Architecture of Hailes Abbey, in: Transactions of the Bristol and Gloucestershire Archaeological Society 24, 1901, S. 350–357; Harold Brakspear, The Church of Hailes Abbey, in: The Archaeological Journal 58, 1901, S. 350–357; Harold Brakspear, On the First Church of Furness, in: Transactions of the Lancashire and Cheshire Antiquarian Society 18, 1901, S. 70–87; Harold Brakspear, The Cistercian Abbey of Stanley Wiltshire, in: Archaeologia 60, 1906–1907, S. 493–516; Harold Brakspear, Stanley Abbey, in: Wiltshire Archaeological and Natural History Magazine 35, 1907–1908, S. 541–581.
  64. John Bilson, The Architecture of the Cistercians, with Special Reference to Some of their Earlier Churches in England, in: The Archaeological Journal 66, 1909, S. 185–280.
  65. Charles R. Peers, Rievaulx Abbey, North Yorkshire, London 1929; Charles R. Peers, Rievaulx Abbey. The Shrine in the Chapter House, in: The Archaeological Journal 86, 1929, S. 20–28.
  66. David Knowles, The Monastic Orders in England. From the Times of St. Dunstan to the Fourth Lateran Council 940–1216, Cambridge 1940 und überarbeitete Aufl., Cambridge 1962.
  67. Ian Borthwick Cowan und David E. Easson (Hg.), Medieval Religious Houses, Scotland. With an appendix on the houses in the Isle of Man, 2. Aufl., London 1976; David Knowles und Richard N. Hadcock (Hg.), Medieval Religious Houses, England and Wales, London 1994; Allison Binns, Dedications of Monastic Houses in England and Wales 1066–1216, Woodbridge 1989; David Knowles u. a. (Hg.),The Heads of Religious Houses, England and Wales I (940–1216), 2. Aufl., Cambridge 2001; David Michael Smith (Hg.), The Heads of Religious Houses, England and Wales, Bd. 2–3, Cambridge 2001 und 2008; Donald Elmslie Robertson Watt und Norman F. Shead (Hg.), The Heads of the Religious Houses in Scotland from the Twelfth to Sixteenth Centuries, Edinburgh 2001.
  68. Peter Fergusson, Architecture of Solitude. Cistercian abbeys in twelfth-century England, Princeton, New Jersey 1984.
  69. Christopher E. Norton und David Park (Hg.), Cistercian Art and Architecture in the British Isles, Cambridge 1986.
  70. Janet Burton, Monastic and Religious Orders in Britain, Cambridge 1994; Janet Burton, The Cistercian Adventure, in: David M. Robinson (Hg.), The Cistercian Abbeys of Britain. Far from the Concourse of Men, London 1998, S. 6–33; Janet Burton, The Monastic Order in Yorkshire 1069–1215, Cambridge 1999.
  71. Glyn Coppack, The White Monks. The Cistercians in Britain 1128–1540, London 1998; Glyn Coppack, “According to the form of the Order.” The earliest Cistercian Buildings in England and their Context, in: Terryl Nancy Kinder (Hg.), Perspectives for an Architecture of Solitude. Essays on Cistercians, Art and Architecture in Honour of Peter Fergusson, Turnhout 2004 (Medieval Church Studies, 11; Cîteaux. Studia et Documenta, 13), S. 35–46; Glyn Coppack, Fountains Abbey. The Cistercians in Northern England, Stroud 2009; Glyn Coppack und Roy Gilyard-Beer, Fountains Abbey, North Yorkshire, 2. Aufl., London 1995; Glyn Coppack u. a., Sawley Abbey: The Architecture and Archaeology of a Smaller Cistercian Abbey, in: Journal of the British Archaeological Association 155, 2002, S. 22–114.
  72. David M. Robinson (Hg.), The Cistercian Abbeys of Britain. Far from the Concourse of Men, London 1998.
  73. David H. Williams, The Welsh Cistercians, Bd. 1–2, Tenby 1984.
  74. David M. Robinson, The Cistercians in Wales. Architecture and Archaeology 1130–1540, London 2006.
  75. Richard Fawcett, Scottish Abbeys and Priories, London 1994; Richard Fawcett, The architectural context of the border abbey churches in the twelfth and thirteenth century, in: John B. Gillingham (Hg.), Anglo-Normann Studies XXV: Proceedings of the Battle Conference 2002, Woodbridge 2002, S. 85–106; Richard Fawcett, The Architecture of the Scottish Medieval Church 1100–1560, New Haven 2011.
  76. Nicola Coldstream, Cistercian Architecture from Beaulieu to the Dissolution, in: Christopher E. Norton und David Park (Hg.), Cistercian Art and Architecture in the British Isles, Cambridge 1986, S. 139–159; Nicola Coldstream, The Mark of Eternity. The Cistercians as Builders, in: David M. Robinson (Hg.), The Cistercian Abbeys of Britain. Far from the Concourse of Men, London 1998, S. 34–61.
  77. Harold Brakspear, Waverley Abbey, Guildford 1905; David M. Robinson, Tintern Abbey, überarbeitete Aufl., Cardiff 2011.
  78. Janet Burton, The Monastic Order in Yorkshire 1069–1215, Cambridge 1999, S. 98–124; Peter Fergusson und Stuart A. Harrison, Rievaulx Abbey. Community, architecture, memory, New Haven 1999, S. 37–43; Jens Rüffer, Gründungsgeschichten der Zisterzienser in Yorkshire, in: Cistercienser Chronik 111, 2004, S. 19–36, hier S. 21–25.
  79. Janet Burton und Roger Stalley, Tables of Cistercian affiliations, in: Christopher E. Norton und David Park (Hg.), Cistercian Art and Architecture in the British Isles, Cambridge 1986, S. 397.
  80. Janet Burton und Roger Stalley, Tables of Cistercian affiliations, in: Christopher E. Norton und David Park (Hg.), Cistercian Art and Architecture in the British Isles, Cambridge 1986, S. 396.
  81. Janet Burton und Roger Stalley, Tables of Cistercian affiliations, in: Christopher E. Norton und David Park (Hg.), Cistercian Art and Architecture in the British Isles, Cambridge 1986, S. 394–401.
  82. Ian Grainger und Christopher Phillpotts (Hg.), The Cistercian abbey of St Mary Graces, East Smithfield, London, London 2011 (MOLA Monograph, 44).
  83. David H. Williams, The Welsh Cistercians, Bd. 1, Tenby 1984, S. 1–63; Janet Burton, The Cistercian Adventure, in: David M. Robinson (Hg.), The Cistercian Abbeys of Britain. Far from the Concourse of Men, London 1998, S. 6–33; David M. Robinson, The Cistercians in Wales. Architecture and Archaeology 1130–1540, London 2006, S. 19–36.
  84. Clifford H. Lawrence, Stephen of Lexington and University Studies in the Thirteenth Century, in: The Journal of Ecclesiastical History 11, 1960, S. 164–178; Werner Rösener, Abbot Stephen Lexington and his efforts for reform of the Cistercian Order in the thirteenth century, in: Rozanne E. Elder (Hg.), Goad and Nail. Studies in Medieval Cistercian History, Kalamazoo, Michigan 1985 (Studies in Cistercian Medieval History, 10), S. 46–55.
  85. Colin Platt, The Monastic Grange in Medieval England. A Reassessment, New York 1969. Zu den wenigen erhaltenen bzw. rekonstruierten Speicherbauten zählen: die Scheunenruine der Klostergrangie von Beaulieu Abbey (Beaulieu St. Leonards, 1. H. 13. Jh.); die Grangienscheune von Great Coxwell, ebenfalls Beaulieu (1. H. 13. Jh. / um 1400); die Zehntscheune im Kloster Buckland (Devon, Steinwerk um 1300, Dachstuhl 15. Jh.); die weitgehend rekonstruierte Grangienscheune am Kloster Coggeshall (Essex, 2. H. 13. Jh., Dachstuhl 14. Jh.) sowie die restaurierte Scheune der Grangie Wanborough (Surrey, 2. H. 14. Jh.), Kloster Waverley (siehe Wirtschaftsbauten). Tobias Schöneweis, Die Architektur der zisterziensischen Wirtschaftsbauten, Wien u. a. 2018.
  86. John Caley (Hg.), Valor ecclesiasticus temp. Henr. VIII auctoritate regia institutus, Bd. 1–6, London 1810–1834.
  87. Janet Burton, The Cistercian Adventure, in: David M. Robinson (Hg.), The Cistercian Abbeys of Britain. Far from the Concourse of Men, London 1998, S. 29–33; George William Otway Woodward, The Dissolution of the Monasteries, London 1966; George W. Bernard, The Dissolution of the monasteries, in: History 96, 2011, S. 390–410.
  88. Robert A. Donkin, The Cistercians. Studies in the Geography of Medieval England and Wales, Toronto 1978 (Pontifical Institute of Mediaeval Studies, Studies and Texts, 38).
  89. Roy Gilyard-Beer und Glyn Coppack, Excavations at Fountains Abbey, North Yorkshire, 1979–1980. The Early Development of the Monastery, in: Archaeologia 108, 1986, S. 147–188; Glyn Coppack, Fountains Abbey. The Cistercians in Northern England, Stroud 2009, S. 22–25; Glyn Coppack u. a., Sawley Abbey. The Architecture and Archaeology of a Smaller Cistercian Abbey, in: Journal of the British Archaeological Association 155, 2002, S. 22–114, hier S. 30–48.
  90. Narratio de fundatione Fontanis monasterii in comitatu Eboracensi, in: John R. Walbran (Hg.), Memorials of the Abbey of St. Mary of Fountains, Bd. 1, Durham u. a. 1863 (The Publications of the Surtees Society, 42), S. 1–129, hier S. 34–35; Jens Rüffer, Fountains Abbeys frühe Klosterkirchen – Zum Stand der Bauforschung, in: Cîteaux 53, 2002, S. 73–98, hier S. 75–78. Das Holzkloster stand gemäß der Klosterchronik nahe einer großen Ulme, die in einiger Entfernung vom heutigen Kirchenbau zu lokalisieren ist. Darüber hinaus müssen Pfostenlöcher für die Rekonstruktion ergänzt werden. Schließlich bedeutet ein erster Kirchenbau aus Holz an ergrabener Stelle, dass am selben Ort die nachfolgenden steinernen Kirchen Fountains I und Fountains II darüber errichtet worden sind.
  91. Edward A. Bond (Ed.), Chronica monasterii de Melsa a fundatione usque ad annum 1396, auctore Thoma de Burton, abbate, Bd. 1, London 1866 (Rolls Series, 43,1), Nachdruck Nendeln 1967, S. 82 und 107.
  92. Jens Rüffer, Rievaulx – Fountains – Meaux Abbey. Macht und Herrschaft der Zisterzienser in Yorkshire im 12. Jahrhundert, in: Dirk Schumann (Hg.), Architektur im weltlichen Kontext, Berlin 2001 (Studien zur Geschichte, Kunst und Kultur der Zisterzienser, 4), S. 500–542, hier S. 537–540.
  93. Narratio de fundatione Fontanis monasterii in comitatu Eboracensi, in: John R. Walbran (Hg.), Memorials of the Abbey of St. Mary of Fountains, Bd. 1, Durham u. a. 1863 (The Publications of the Surtees Society, 42), S. 1–129, hier S. 47.
  94. Edward A. Bond (Hg.), Chronica monasterii de Melsa a fundatione usque ad annum 1396, auctore Thoma de Burton, abbate, Bd. 1, London 1866, Nachdruck Nendeln 1967 (Rolls Series, 43,1), S. 76. Peter Fergusson sah in Adam noch einen baukundigen Mönch (Peter Fergusson, The First Architecture of the Cistercians in England and the Work of Abbot Adam of Meaux, in: Journal of the British Archaeological Society 136, 1984, S. 74–86; Peter Fergusson, The Builders of Cistercian Monasteries in Twelfth Century England, in: Meredith Parsons Lillich [Hg.], Studies in Cistercian Art and Architecture, Bd. 2, Kalamazoo, Michigan 1984 [Cistercian Studies Series, 69], S. 14–29. Dazu kritisch: Matthias Untermann, Forma Ordinis. Die mittelalterliche Baukunst der Zisterzienser, München u. a. 2001 (Kunstwissenschaftliche Studien, 89), S. 207–231; Jens Rüffer, Bauen für die Ewigkeit. Architektur der Zisterzienser zwischen ästhetischen Qualitäten und ethischen Werten, in: Andreas Behrendt und Jens Rüffer (Hg.), Spiritualität in Raum und Bild, Berlin 2007 (Studien zur Geschichte, Kunst und Kultur der Zisterzienser, 26), S. 129–159, hier S. 139–141.
  95. Millard Fillmore Hearn, The rectangular ambulatory in English medieval architecture, in: Journal of the Society of Architectural Historians 30, 1971, S. 187–208; Susanne Schünke, Entwicklungen in den Chorformen englischer Kirchen vom 11. bis ins 13. Jahrhundert, Köln 1987.
  96. Richard Halsey, The earliest architecture of the cistercians in England, in: Christopher E. Norton und David Park (Hg.), Cistercian Art and Architecture in the British Isles, Cambridge 1986, S. 65–85; Nicola Coldstream, The Mark of Eternity. The Cistercians as Builders, in: David M. Robinson (Hg.), The Cistercian Abbeys of Britain. Far from the Concourse of Men, London 1998, S. 40–41; Peter Fergusson und Stuart A. Harrison, Rievaulx Abbey. Community, Architecture, Memory, New Haven 1999, S. 45–48.
  97. Peter Fergusson und Stuart A. Harrison, Rievaulx Abbey. Community, Architecture, Memory, New Haven 1999, S. 59–81.
  98. Richard Fawcett und Richard Oram, Melrose Abbey, Stroud 2004, S. 76–86.
  99. Glyn Coppack, Fountains Abbey. The Cistercians in Northern England, Stroud 2009, S. 46–56.
  100. William Henry St. John Hope und John Bilson, Architectural Description of Kirkstall Abbey, Leeds 1907 (Publications of the Thoresby Society, 16).
  101. Peter Fergusson, Early Cistercian Churches in Yorkshire and the Problem of the Cistercian Crossing Tower, in: Journal of the Society of Architectural Historians 29, 1970, S. 211–221; Stuart A. Harrison, “I lift up mine eyes.” A Re-Evaluation of the Tower in Cistercian Architecture in Britain and Ireland, in: Terryl Nancy Kinder (Hg.), Perspectives for an Architecture of Solitude. Essays on Cistercians, Art and Architecture in Honour of Peter Fergusson, Turnhout 2004 (Medieval Church Studies, 11; Cîteaux. Studia et Documenta, 13), S. 125–136.
  102. David M. Robinson, Buildwas Abbey, London 2002.
  103. David M. Robinson, The Cistercians in Wales. Architecture and Archaeology 1130–1540, London 2006, S. 55–76.
  104. David M. Robinson, Buildwas Abbey, London 2002, S. 4–13.
  105. Carolyn M. Malone, Abbey Dore. English Versus French Design, in: Meredith Parsons Lillich (Hg.), Studies in Cistercian Art and Architecture, Bd. 2, Kalamazoo, Michigan 1984 (Cistercian Studies Series, 69), S. 50–75.
  106. Brian O’Callaghan, An Analysis of the Architecture of the Cistercian Church of Abbey Dore, in: David A. Whitehead (Hg.), Medieval Art, Architecture and Archaeology at Hereford, Leeds 1995 (The British Archaeological Association Conference Transactions, 15), S. 94–104; Stuart A. Harrison und Malcolm Thurlby, An Architectural History, in: Ron Shoesmith und Ruth Richardson (Hg.), A Definitive History of Dore Abbey, 2. Aufl., Woonton, Almeley 2000, S. 45–62, hier 45–49.
  107. John Bilson, Roche Abbey, in: Yorkshire Archaeological Journal 20, 1908–1909, S. 447–454; Peter Fergusson und Stuart A. Harrison, Roche Abbey, London 2013; Stuart A. Harrison, Byland Abbey, North Yorkshire, London 1997; William Henry St. John Hope, The Abbey of St Mary’s in Furness, Lancashire, in: Transactions of the Cumberland and Westmorland Antiquarian and Archaeological Society 16, 1900, S. 221–302; Harold Brakspear, On the First Church of Furness, in: Transactions of the Lancashire and Cheshire Antiquarian Society 18, 1901, S. 70–87; Stuart A. Harrison u. a., Furness Abbey, Cumbria, überarbeitete Aufl., London 2011; Nicola Coldstream, The Mark of Eternity. The Cistercians as Builders, in: David M. Robinson (Hg.), The Cistercian Abbeys of Britain. Far from the Concourse of Men, London 1998, S. 44–48.
  108. Peter Fergusson, The Late Twelfth-Century Rebuilding at Dundrennan Abbey, in: Antiquaries Journal 53, 1973, S. 232–243; Stuart A. Harrison, The Early Church of Dundrennan Abbey, in: Journal of the British Archaeological Association 151, 1998, S. 137–148; James S. Richardson, Dundrennan Abbey, Edinburgh 2003.
  109. Matthias Untermann, Forma Ordinis. Die mittelalterliche Baukunst der Zisterzienser, München u. a. 2001 (Kunstwissenschaftliche Studien, 89), S. 550–552.
  110. William Henry St. John Hope und Harold Brakspear, Jervaulx Abbey, in: Yorkshire Archaeological Journal 21, 1911, S. 303–344.
  111. Nicola Coldstream, The Mark of Eternity. The Cistercians as Builders, in: David M. Robinson (Hg.), The Cistercian Abbeys of Britain. Far from the Concourse of Men, London 1998, S. 48.
  112. Baunachrichten sind lediglich aus der Klosterchronik überliefert: Edward A. Bond (Hg.), Chronica monasterii de Melsa a fundatione usque ad annum 1396, auctore Thoma de Burton, abbate, Bd. 1, London 1866, Nachdruck Nendeln 1967 (Rolls Series, 43,1), S. 234 und 326 sowie Bd. 2 (Rolls Series, 43,2), S. 64; Jens Rüffer, Rievaulx – Fountains – Meaux Abbey. Macht und Herrschaft der Zisterzienser in Yorkshire im 12. Jahrhundert, in: Dirk Schumann (Hg.), Architektur im weltlichen Kontext, Berlin 2001 (Studien zur Geschichte, Kunst und Kultur der Zisterzienser, 4), S. 500–542, hier S. 538–540.
  113. Glyn Coppack, Fountains Abbey. The Cistercians in Northern England, Stroud 2009, S. 73–84.
  114. John R. Walbran (Hg.), Narratio de fundatione Fontanis monasterii in comitatu Eboracensi, in: Memorials of the Abbey of St. Mary of Fountains, Bd. 1, Durham u. a. 1863 (The Publications of the Surtees Society, 42), S. 1–129, hier S. 128.
  115. Peter Draper, The Nine Altars at Durham and Fountains, in: Nicola Coldstream und Peter Draper (Hg.), Medieval Art and Architecture at Durham Cathedral, Leeds 1980 (The British Archaeological Association Conference Transactions, 3), S. 74–86.
  116. Peter Fergusson und Stuart A. Harrison, Rievaulx Abbey. Community, Architecture, Memory, New Haven 1999, S. 151–174.
  117. Nicola Coldstream, The Mark of Eternity. The Cistercians as Builders, in: David M. Robinson (Hg.), The Cistercian Abbeys of Britain. Far from the Concourse of Men, London 1998, S. 52–54.
  118. David M. Robinson, Basingwerk Abbey, überarbeitete Aufl., Cardiff 2006.
  119. Brian O’Callaghan, An Analysis of the Architecture of the Cistercian Church of Abbey Dore, in: David A. Whitehead (Hg.), Medieval Art, Architecture and Archaeology at Hereford, Leeds 1995 (The British Archaeological Association Conference Transactions, 15), S. 94–104; Stuart A. Harrison und Malcolm Thurlby, An architectural history, in: Ron Shoesmith und Ruth Richardson (Hg.), A Definitive History of Dore Abbey, 2. Aufl., Woonton, Almeley 2000, S. 45–62, hier S. 56–60.
  120. David M. Robinson, Tintern Abbey, überarbeitete Aufl., Cardiff 2011; David M. Robinson, Neath Abbey, überarbeitete und erweiterte Aufl., Cardiff 2006.
  121. David M. Robinson, Tintern Abbey, überarbeitete Aufl. Cardiff 2011.
  122. David M. Robinson, Neath Abbey, überarbeitete and erweiterte Aufl., Cardiff 2006.
  123. Richard Oram, David I. The King Who Made Scottland, Stroud 2008, S. 105–106 und 162–165.
  124. Nicola Coldstream, The Mark of Eternity. The Cistercians as Builders, in: David M. Robinson (Hg.), The Cistercian Abbeys of Britain. Far from the Concourse of Men, London 1998, S. 54–56.
  125. Peter Ellis, Croxden Abbey, Staffordshire, in: Staffordshire Historical and Archaeological Society Transactions 36, 1994–1995, S. 29–51; Jackie Hall, Croxden Abbey Church. Architecture, Burial and Patronage, Journal of the British Archaeological Association, 160, 2007, H. 1, S. 39-128; Lawrence R. Hoey, Croxden Abbey, in: John Madison (Hg.), Medieval Art and Architecture at Lichfield, London 1993 (The British Archaeological Association Conference Transactions, 13), S. 36–49; William Henry St. John Hope und Harold Brakspear, The Cistercian Abbey of Beaulieu in the County of Southampton, in: The Archaeological Journal 63, 1906, S. 129–186; Virgina M. Jansen, Architectural Remains of King John’s Abbey, Beaulieu (Hampshire), in: Meredith Parsons Lillich (Hg.), Studies in Cistercian Art and Architecture, Bd. 2, Kalamazoo, Michigan 1984 (Cistercian Studies Series, 69), S. 76–114; Harold Brakspear, The Architecture of Hailes Abbey, in: Transactions of the Bristol and Gloucestershire Archaeological Society 24, 1901, S. 350–357; Harold Brakspear, The Church of Hailes Abbey, in: The Archaeological Journal 58, 1901, S. 350–357; Jonathan George Coad, Hailes Abbey, Gloucestershire, 2. Aufl., London 1993; Frederick H. Thompson, Excavations at the Cistercian Abbey of Vale Royal, Cheshire, 1958, in: The Antiquaries Journal 42, 1962, S. 183–207; Robina McNeil und Rick C. Turner, An Architectural and Topographical Survey of Vale Royal Abbey, in: Journal of the Chester Archaeological Society 70, 1987–1988, S. 51–59; Glyn Coppack u. a., A Gazetteer of the Cistercian Abbeys in Britain, in: David M. Robinson (Hg.), The Cistercian Abbeys of Britain. Far from the Concourse of Men, London 1998, S. 62–205, hier S. 68–69, 91–92, 122–125 und 192–193.
  126. Glyn Coppack u. a., A Gazetteer of the Cistercian Abbeys in Britain, in: David M. Robinson (Hg.), The Cistercian Abbeys of Britain. Far from the Concourse of Men, London 1998, S. 151–153.
  127. So Nicola Coldstream, The Mark of Eternity. The Cistercians as Builders, in: David M. Robinson (Hg.), The Cistercian Abbeys of Britain. Far from the Concourse of Men, London 1998, S. 59.
  128. Jonathan George Coad, Hailes Abbey, Gloucestershire, 2. Aufl., London 1993.
  129. Frederick H. Thompson, Excavations at the Cistercian Abbey of Vale Royal, Cheshire, 1958, in: The Antiquaries Journal 42, 1962, S. 183–207.
  130. James Smith Richardson, Sweetheart Abbey, Edinburgh 2002.
  131. Courtenay A. Ralegh, The Cistercian Abbey of Cwmhir, Radnorshire, in: Archaeologia Cambrensis 131, 1982, S. 58–76; David M. Robinson, The Cistercians in Wales. Architecture and Archaeology 1130–1540, London 2006, S. 230–234.
  132. Derek Haydn Evans, Valle Crucis Abbey. Pillar of Eliseg, überarbeitete Aufl., Cardiff 2008.
  133. David M. Robinson, Strata Florida Abbey, Talley Abbey, überarbeitete Aufl., Cardiff 2007.
  134. Nicola Coldstream, The Mark of Eternity. The Cistercians as Builders, in: David M. Robinson (Hg.), The Cistercian Abbeys of Britain. Far from the Concourse of Men, London 1998, S. 60f.
  135. Frederick H. Thompson, Excavations at the Cistercian Abbey of Vale Royal, Cheshire, 1958, in: The Antiquaries Journal 42, 1962, S. 183–207; Glyn Coppack u. a., A Gazetteer of the Cistercian Abbeys in Britain, in: David M. Robinson (Hg.), The Cistercian Abbeys of Britain. Far from the Concourse of Men, London 1998, S. 192–193.
  136. Christopher Wilson, Late Gothic / Retro Gothic. The Third Building Phase of Melrose Abbey, in: Stephan Gasser u. a. (Hg.), Architektur und Monumentalskulptur des 12.–14. Jahrhunderts – Architecture et sculpture monumentale du 12e au 14e siècle, Bern 2006, S. 393–409; Richard Fawcett und Richard Oram, Melrose Abbey, Stroud 2004, S. 93–164.
  137. Richard Fawcett und Richard Oram, Melrose Abbey, Stroud 2004, S. 134–137.
  138. Richard Fawcett und Richard Oram, Melrose Abbey, Stroud 2004, S. 92; Glyn Coppack, Fountains Abbey. The Cistercians in Northern England, Stroud 2009, S. 89–96 und 103.
  139. David M. Robinson und Stuart A. Harrison, Cistercian Cloisters in England and Wales, in: Martin Henig und John McNeill (Hg.), The Medieval Cloister in England and Wales, London 2006 (Journal of the British Archaeological Association, 159), S. 105–130.
  140. Zeichnerische Rekonstruktion: Peter Fergusson und Stuart A. Harrison, Rievaulx Abbey. Community, architecture, memory, New Haven 1999, S. 96.
  141. Peter Fergusson und Stuart A. Harrison, Rievaulx Abbey. Community, architecture, memory, New Haven 1999, S. 98.
  142. Stuart Harrison, The Cloistral Ranges and a fresh look at the Chapter House, in: Ron Shoesmith und Ruth Richardson (Hg.), A Definitive History of Dore Abbey, 2. Aufl., Woonton, Almeley 2000, S. 113–124; Glyn Coppack u. a., A Gazetteer of the Cistercian Abbeys in Britain, in: David M. Robinson (Hg.), The Cistercian Abbeys of Britain. Far from the Concourse of Men, London 1998, S. 201–204.
  143. Deutung dieses Phänomens als Verweis auf den Abendmahlsraum in Jerusalem: Peter Fergusson, The Twelfth-Century Refectories at Rievaulx and Byland, in: Christopher E. Norton und David Park (Hg.), Cistercian Art and Architecture in the British Isles, Cambridge 1986, S. 160–180; Jens Rüffer, Refektorien – Zisterzienser und benediktinische Tradition. Anmerkungen zur Liturgie- und Funktionsgeschichte eines Raumes, in: Renate Oldermann (Hg.), Gebaute Klausur. Funktion und Architektur mittelalterlicher Klosterräume, Bielefeld 2008, S. 43–62, hier S. 49–56.
  144. James C. Bond, Mittelalterliche Wasserversorgung in England und Wales, in: Klaus Grewe (Hg.), Die Wasserversorgung im Mittelalter, Mainz 1991 (Geschichte der Wasserversorgung, 4), S. 149–183, hier S. 161–168.
  145. Gaby Lindenmann-Merz, Infirmarien, Kranken- und Sterbehäuser der Mönche. Eine architekturhistorische Betrachtung der Infirmeriekomplexe nordenglischer Zisterzienserklöster, Paderborn 2009 (MittelalterStudien des Instituts zur interdisziplinären Erforschung des Mittelalters und seines Nachwirkens, 19).
  146. David Park, Cistercian Wall Painting and Panel Painting, in: Christopher E. Norton und David Park (Hg.), Cistercian Art and Architecture in the British Isles, Cambridge 1986, S. 181–210.
  147. Christopher E. Norton, Early Cistercian Tile Pavements, in: Christopher E. Norton und David Park (Hg.), Cistercian Art and Architecture in the British Isles, Cambridge 1986, S. 228–255; Jenny Stopford, Medieval Floor-Tiles of Northern England. Pattern and Purpose. Production between the 13th and 16th Centuries, Oxford 2005, S. 10–24 und 91–192.
  148. Christopher E. Norton, Early Cistercian Tile Pavements, in: Christopher E. Norton und David Park (Hg.), Cistercian Art and Architecture in the British Isles, Cambridge 1986, S. 247.
  149. Christopher E. Norton, Early Cistercian Tile Pavements, in: Christopher E. Norton und David Park (Hg.), Cistercian Art and Architecture in the British Isles, Cambridge 1986, S. 245.
  150. William Henry St. John Hope und Harold Brakspear, The Cistercian Abbey of Beaulieu in the County of Southampton, in: The Archaeological Journal 63, 1906, S. 129–186, hier S. 180–181; Jane Harcourt, The medieval floor-tiles of Cleeve Abbey, Sommerset, in: Journal of the British Archaeological Association 153, 2000, S. 30–70.
  151. Richard Marks, Cistercian Window Glass in England and Wales, in: Christopher E. Norton und David Park (Hg.), Cistercian Art and Architecture in the British Isles, Cambridge 1986, S. 211–227.
  152. Kenneth Harrison, Vitruvius and Acoustic Jars in England During the Middle Ages, in: Transactions of the Ancient Monuments Society 15, 1968, S. 49–58.
  153. Richard Fawcett und Richard Oram, Melrose Abbey, Stroud 2004, S. 170.
  154. Stuart A. Harrison u. a., A Fourteenth-Century Pulpitum Screen at Tintern Abbey, Monmouthshire, in: The Antiquaries Journal 78, 1998, S. 177–288.
  155. Stuart A. Harrison u. a., Furness Abbey, Cumbria, überarbeitete Aufl., London 2011, S. 6.
  156. Peter Fergusson und Stuart A. Harrison, Rievaulx Abbey. Community, Architecture, Memory, New Haven 1999, S. 166–169, 174.
  157. Die Datierung der „Caritatis Prior“ ist strittig: Constance Bernam schlug eine Spätdatierung um 1170 vor (Constance Hoffmann Bernam, The Cistercian Evolution. The Invention of a Religious Order in Twelfth-Century Europe, Philadelphia 2000, S. 56–68). Waddell hingegen blieb bei der Frühdatierung um 1119 (Chrysogonus Waddell [Hg.], Narrative and Legislative Texts from Early Citeaux. Latin text in dual edition with English translation and notes, Brecht 1999 [Studia et Documenta, 9]). Ihm folgte Jörg Oberste (Jörg Oberste, Constitution in progress. Der Zisterzienserorden und das System der „Carta caritatis“, in: Georg Mölich u. a. [Hg.], Die Zisterzienser im Mittelalter, Köln 2017, S. 31–34.
  158. Annegret Laabs, Malerei und Plastik im Zisterzienserorden. Zum Bildgebrauch zwischen sakralem Zeremoniell und Stiftermemoria 1250-1430, Petersberg 2000 (Studien zur internationalen Architektur- und Kunstgeschichte, Bd. 8), S. 10; Beate Braun-Niehr, Der Codex Gisle als Graduale für das Zisterzienserinnenkloster Rulle bei Osnabrück, in: Beate Braun-Niehr (Hg.), Der Codex Gisle. Ma 101, Bistumsarchiv, Osnabrück. Kommentar zur Faksimile-Edition, Luzern 2015 (Der Codex Gisle, Kommentar Bd. 1), S. 9; Beate Braun-Niehr, „Die Bücher für den Gottesdienst sollen überall einheitlich sein.“ Der ‚Codex Gisle‘ als Graduale für das Zisterzienserinnenkloster Rulle bei Osnabrück, in: Georg Mölich u. a. (Hg.), Die Zisterzienser im Mittelalter, Köln 2017, S. 203–228.
  159. Gerhard Bernhard Winkler (Ed.), Bernardus (Claraevallensis). Apologia ad Guillelmum Abbatem, Innsbruck 1992 (Bernhard von Clairvaux. Sämtliche Werke, lateinisch/deutsch, Bd. 2), S. 192f.; Gerhard Bernhard Winkler, Die Zisterzienser zwischen Ideal und Wirklichkeit, in: Helmut Findenig (Hg.), Stift Viktring 1142–1192, Festschrift zum 850. Jahrestag der Klostergründung, Klagenfurt 1992, S. 15–20; Conrad Rudolph, The „Things of Greater Importance“. Bernard of Clairvaux’s Apologia and the Medieval Attitude toward Art, Philadelphia 1990.
  160. Gerhard Bernhard Winkler (Ed.), Bernardus (Claraevallensis). Apologia ad Guillelmum Abbatem, Innsbruck 1992 (Bernhard von Clairvaux. Sämtliche Werke, lateinisch/deutsch, Bd. 2), S. 193.
  161. Capitula, Kap. 25; Christopher Norton, Table of Cistercian Legislation on Art and Architecture, in: Christopher Norton und David Park (Hg.), Cistercian Art and Architecture in the British Isles, Cambridge u. a. 1986, S. 315–393, hier S. 323: „Omnia monasterii ornamenta, vasa et utensilia sine auro, argento et gemmis praeter calicem et fistulam quae quidem duo sola argenta et deaurata, sed aurea nequaquam habere permittimus“; Annegret Laabs, Malerei und Plastik im Zisterzienserorden. Zum Bildgebrauch zwischen sakralem Zeremoniell und Stiftermemoria 1250-1430, Petersberg 2000 (Studien zur internationalen Architektur- und Kunstgeschichte, Bd. 8), S. 10.
  162. Capitula, Kap. 26; Christopher Norton, Table of Cistercian Legislation on Art and Architecture, in: Christopher Norton und David Park (Hg.), Cistercian Art and Architecture in the British Isles, Cambridge u. a. 1986, S. 324: „Sculpturas nusquam, picturas tantum licet habere in crucibus quae et ipsae nonnisi lignaeae habeantur.“; Bernd Nicolai, Arcae Architecturales. Überlegungen zum Verhältnis von Kirchenarchitektur und Altarwerk bei den Zisterziensern, in: Hartmut Krohm u. a. (Hg.), Entstehung und Frühgeschichte des Flügelaltarschreins, Wiesbaden 2001, S. 177–192, hier S. 177. Falls das Kruzifix aus der 2. Hälfte des 12. Jh. tatsächlich aus Kloster Heisterbach stammt, wäre dies ein frühes Beispiel für ein bemaltes Holzkruzifix: Die Zisterzienser. Das Europa der Klöster, Ausstellungskatalog Bonn, Darmstadt 2017, S. 178, Kat.nr. 3 (Katrin Heitmann).
  163. Capitula 1157: „Cruces cum auro non habeantur, nec tam magnae quae congrue non portentur ad processionem, sed ad altare ponantur. Item aureae vel argentae cruces notabilis magnitutinis non fiant“ und 1237: „Cruces pictas ligneas habeamus; auree vel argentee notabilis magnitudinis non fiant“, Christopher Norton, Table of Cistercian Legislation on Art and Architecture, in: Christopher Norton und David Park (Hg.), Cistercian Art and Architecture in the British Isles, Cambridge u. a. 1986, S. 329 und 369.
  164. Vgl. Esther Pia Wipfler, Zwischen Rezeption und Sonderweg. Die bemalten Tafelkreuze des 12. und 13. Jahrhunderts nördlich der Alpen als monastisches Phänomen, in: Yvonne Schmuhl und Esther Pia Wipfler (Hg.), Inkarnat und Signifikanz. Das menschliche Abbild in der Tafelmalerei von 200 bis 1250 im Mittelmeerraum, München 2017 (Veröffentlichungen des Zentralinstituts für Kunstgeschichte in München, Bd. 42; Schriften der Forschungsstelle Realienkunde, Bd. 3), S. 458–469.
  165. Christopher Norton, Table of Cistercian Legislation on Art and Architecture, in: Christopher Norton und David Park (Hg.), Cistercian Art and Architecture in the British Isles, Cambridge u. a. 1986; Annegret Laabs, Malerei und Plastik im Zisterzienserorden. Zum Bildgebrauch zwischen sakralem Zeremoniell und Stiftermemoria 1250-1430, Petersberg 2000 (Studien zur internationalen Architektur- und Kunstgeschichte, Bd. 8), S. 11.
  166. Exemplarisch dazu: Vera Henkelmann, Genese und Funktion des Doberaner Marienleuchters – Traditionsbewahrung und Multifunktionalität, in: Gerhard Weilandt und Kaja von Cossart (Hg.), Die Ausstattung des Doberaner Münsters. Kunst im Kontext, Petersberg 2018 (Edition Mare Balticum, Bd. 2), S. 348–361.
  167. Zur Altarausstattung: Stefanie Seeberg, Liturgie und ihre Dinglichkeit – Die Ausstattung von Liturgie und Hochaltar bei den Zisterziensern, in: Die Zisterzienser. Das Europa der Klöster, Ausstellungskatalog Bonn, Darmstadt 2017, S. 66–80.
  168. Beispiele: Annegret Laabs, Malerei und Plastik im Zisterzienserorden. Zum Bildgebrauch zwischen sakralem Zeremoniell und Stiftermemoria 1250-1430, Petersberg 2000 (Studien zur internationalen Architektur- und Kunstgeschichte, Bd. 8), S. 100, Abb. 75; Achim Hubel, Reliquienschränke in Kirchenräumen des 13. Jahrhunderts. Überlegungen zu Funktion und Typus, in: Architectura et historia, 1999, S. 37–61.
  169. Emma Cazabonne, La vita liturgica come arte. Oggetti liturgici cisterciensi, in: Terryl Nancy Kinder und Roberto Cassanelli (Hg.), Cisterciensi. Arte e storia, Mailand 2015, S. 201–206, hier S. 206.
  170. Esther Pia Wipfler, „Corpus Christi“ in Liturgie und Kunst der Zisterzienser im Mittelalter, Münster i. W. 2003 (Vita regularis, Bd. 18), S. 301f.
  171. Johannes Voss, Der Doberaner Kelchschrank. Ein Beitrag über Konstruktion, Standort und Datierung, in: Hartmut Krohm u. a. (Hg.), Entstehung und Frühgeschichte des Flügelaltarschreins, Wiesbaden 2001, S. 125–142; Esther Pia Wipfler, „Corpus Christi“ in Liturgie und Kunst der Zisterzienser im Mittelalter, Münster i. W. 2003 (Vita regularis, Bd. 18), S. 297–300; Kaja von Cossart, Studien zur Erstausstattung der Zisterzienserklosterkirche Doberan um 1300, Diss. Technische Universität Berlin 2016, S. 124, 244−245.
  172. Gerhard Bernhard Winkler (Ed.), Bernardus (Claraevallensis). Apologia ad Guillelmum Abbatem, Innsbruck 1992 (Bernhard von Clairvaux. Sämtliche Werke, lateinisch/deutsch, Bd. 2), S. 194−195.
  173. Christopher Norton, Table of Cistercian Legislation on Art and Architecture, in: Christopher Norton und David Park (Hg.), Cistercian Art and Architecture in the British Isles, Cambridge u. a. 1986, S. 331; Annegret Laabs, Malerei und Plastik im Zisterzienserorden. Zum Bildgebrauch zwischen sakralem Zeremoniell und Stiftermemoria 1250-1430, Petersberg 2000 (Studien zur internationalen Architektur- und Kunstgeschichte, Bd. 8), S. 31.
  174. Annegret Laabs, Malerei und Plastik im Zisterzienserorden. Zum Bildgebrauch zwischen sakralem Zeremoniell und Stiftermemoria 1250-1430, Petersberg 2000 (Studien zur internationalen Architektur- und Kunstgeschichte, Bd. 8), S. 30.
  175. Caesarius von Heisterbachs, Dialogus Miraculorum, eingeleitet von Horst Schneider, übers. und kommentiert von Nikolaus Nösges und Horst Schneider, Bd. 3, Turnhout 2009 (Fontes Christiani, Bd. 86/3), S. 1460–1461, Lib. VII, Kap. 46.
  176. Friederike Warnatsch-Gleich, Herrschaft und Frömmigkeit. Zisterzienserinnen im Hochmittelalter, Berlin 2005 (Studien zur Geschichte, Kunst und Kultur der Zisterzienser, Bd. 21), S. 196.
  177. Annegret Laabs, Malerei und Plastik im Zisterzienserorden. Zum Bildgebrauch zwischen sakralem Zeremoniell und Stiftermemoria 1250-1430, Petersberg 2000 (Studien zur internationalen Architektur- und Kunstgeschichte, Bd. 8), S. 86.
  178. „in altari et super ymaginem beatae Mariae virginis“, vgl. Bernd Nicolai, Die Entdeckung des Bildwerks. Frühe Marienbilder und Altarretabel unter dem Aspekt zisterziensischer Frömmigkeit, in: Herbert Beck und Kerstin Hengevoss-Dürkop (Hg.), Studien zur Geschichte der europäischen Skulptur im 12./13. Jahrhundert, Bd. 1, Frankfurt am Main 1994 (Schriften des Liebieghauses. Museum alter Plastik), S. 29−43, hier S. 33.
  179. Johannes Tripps, Die Maulbronner Madonna. Überlegungen zu Aufstellungsort und Präsentation, 2016, [1]
  180. Zu den Kölner Muttergottesfiguren u. a. Ulrike Bergmann, Die Kölner Skulptur der Hochgotik, in: Glanz und Größe des Mittelalters. Kölner Meisterwerke aus den großen Sammlungen der Welt, Ausstellungskatalog Köln, München 2011, S. 139−140.
  181. Esther Pia Wipfler, „Corpus Christi“ in Liturgie und Kunst der Zisterzienser im Mittelalter, Münster i. W. 2003 (Vita regularis, Bd. 18), S. 280.
  182. Zur Verbreitung der Retabel im 13. Jh. in Europa: Justin E. A. Kroesen und Victor Michael Schmidt (Hg.), The Altar and its Environment. 1150−1400, Turnhout 2009 (Studies in the visual cultures of the Middle Ages, Bd. 4).
  183. Wolter von dem Knesebeck, Bernhard von Clairvaux und das Bild- und Kunstverständnis bei den Zisterziensern, in: Die Zisterzienser. Das Europa der Klöster, Ausstellungskatalog Bonn, Darmstadt 2017, S. 100–113, hier S. 110.
  184. Zu den Statuten von 1240: Christopher Norton, Table of Cistercian Legislation on Art and Architecture, in: Christopher Norton und David Park (Hg.), Cistercian Art and Architecture in the British Isles, Cambridge u. a. 1986, S. 374.
  185. Christopher Norton, Table of Cistercian Legislation on Art and Architecture, in: Christopher Norton und David Park (Hg.), Cistercian Art and Architecture in the British Isles, Cambridge u. a. 1986, S. 368: „Superfluitates et curiositates notabilis in sculpturis et picturis, […], que deformant antiquam ordinis honestam […]“.
  186. Capitula 1240: „ut omnes tabulae depictae diversis coloribus amoveantur aut colore albo colorentur“; 1257: „Tabule vero que altaribus apponuntur uno colore tantum modo colorentur“, Christopher Norton, Table of Cistercian Legislation on Art and Architecture, in: Christopher Norton und David Park (Hg.), Cistercian Art and Architecture in the British Isles, Cambridge u. a. 1986, S. 374 und 378.
  187. Prinzipiell aber war es durchaus nicht unüblich Tafelbilder, etwa als Anpassung an ein verändertes Ausstattungsensemble, zu überfassen, so dass tatsächlich einige Tafeln monochrom übermalt worden sein können. So wurden etwa die Malereien auf den Flügeltafeln des Kölner Clarenaltars von 1350 etwa 50 Jahre später behutsam übermalt, um Farbigkeit und ikonografische Details zu verändern. Vgl. Christa Schulze-Senger und Wilfried Hansmann, Der Clarenaltar im Kölner Dom. Dokumentation der Untersuchung, Konservierung und Restaurierung, Worms 2005 (Arbeitsheft der rheinischen Denkmalpflege, Bd. 64), S. 149−150 und 232.
  188. Donna Sadler, The Retable of the Abbey on Fontenay, in: Meredith Parsons Lillich (Hg.), Studies in Cistercian Art and Architecture, Bd. 4, Kalamazoo 1993, S. 89–109.
  189. Eine Forschungslücke, die Laabs bereits 2000 beklagte, vgl. Annegret Laabs, Malerei und Plastik im Zisterzienserorden. Zum Bildgebrauch zwischen sakralem Zeremoniell und Stiftermemoria 1250-1430, Petersberg 2000 (Studien zur internationalen Architektur- und Kunstgeschichte, Bd. 8), S. 8−9.
  190. Zum Beispiel werden in der Chronik von Meaux figürlich bemalte Holztafeln für den Hochaltar erwähnt, die unter Abt Roger (1286–1310) und seinem Nachfolger Adam von Skyrne (1310–1339) in der Klosterkirche aufgestellt wurden (Edward A. Bond [Hg.], Chronica monasterii de Melsa a fundatione usque ad annum 1396, auctore Thoma de Burton, abbate, Bd. 2, London 1866, Nachdruck Nendeln 1967 (Rolls Series, 43,2), S. 237–238 und 312–313).
  191. Vgl. Paul Binski, Statues, Retables, and Ciboria: The English Gothic Altarpiece in Context, before 1350, in: Justin E. A. Kroesen und Victor Michael Schmidt (Hg.), The Altar and its Environment. 1150−1400, Turnhout 2009 (Studies in the visual cultures of the Middle Ages, Bd. 4), S. 31–46, hier S. 32−33. In der älteren Literatur bisher erst ab 1300 angegeben, vgl. David Park, Cistercian Wall Painting and Panel Painting, in: Christopher Norton und David Park (Hg.), Cistercian Art and Architecture in the British Isles, Cambridge u. a. 1986, S. 181–210, hier S. 182 und 208−209.
  192. Annegret Laabs, Malerei und Plastik im Zisterzienserorden. Zum Bildgebrauch zwischen sakralem Zeremoniell und Stiftermemoria 1250-1430, Petersberg 2000 (Studien zur internationalen Architektur- und Kunstgeschichte, Bd. 8), S. 37; Klaus Krüger, „Aller zierde wunder trugen die altaere“. Zur Genese und Strukturentwicklung des Flügelaltarschreins im 14. Jahrhundert, in: Hartmut Krohm u. a. (Hg.), Entstehung und Frühgeschichte des Flügelaltarschreins, Wiesbaden 2001, S. 69–85, hier S. 76−77.
  193. Statuten 1263: „… ad humilitatem et simplicitatem antiquam Ordinis Redigat“, Christopher Norton, Table of Cistercian Legislation on Art and Architecture, in: Christopher Norton und David Park (Hg.), Cistercian Art and Architecture in the British Isles, Cambridge u. a. 1986, S. 380.
  194. Vgl. Annegret Laabs, Malerei und Plastik im Zisterzienserorden. Zum Bildgebrauch zwischen sakralem Zeremoniell und Stiftermemoria 1250-1430, Petersberg 2000 (Studien zur internationalen Architektur- und Kunstgeschichte, Bd. 8), S. 11 und 21.
  195. Annegret Laabs, Malerei und Plastik im Zisterzienserorden. Zum Bildgebrauch zwischen sakralem Zeremoniell und Stiftermemoria 1250-1430, Petersberg 2000 (Studien zur internationalen Architektur- und Kunstgeschichte, Bd. 8), S. 36.
  196. Christopher Norton, Table of Cistercian Legislation on Art and Architecture, in: Christopher Norton und David Park (Hg.), Cistercian Art and Architecture in the British Isles, Cambridge u. a. 1986, S. 354; Annegret Laabs, Malerei und Plastik im Zisterzienserorden. Zum Bildgebrauch zwischen sakralem Zeremoniell und Stiftermemoria 1250-1430, Petersberg 2000 (Studien zur internationalen Architektur- und Kunstgeschichte, Bd. 8), S. 20−21.
  197. Annegret Laabs, Malerei und Plastik im Zisterzienserorden. Zum Bildgebrauch zwischen sakralem Zeremoniell und Stiftermemoria 1250-1430, Petersberg 2000 (Studien zur internationalen Architektur- und Kunstgeschichte, Bd. 8), S. 29–31; Norbert Wolf, Deutsche Schnitzretabel des 14. Jahrhunderts, Berlin 2002, S. 268–270; Esther Pia Wipfler, „Corpus Christi“ in Liturgie und Kunst der Zisterzienser im Mittelalter, Münster i. W. 2003 (Vita regularis, Bd. 18), S. 95-99.
  198. Esther Pia Wipfler, „Corpus Christi“ in Liturgie und Kunst der Zisterzienser im Mittelalter, Münster i. W. 2003 (Vita regularis, Bd. 18), S. 97f.
  199. Wolter von dem Knesebeck, Bernhard von Clairvaux und das Bild- und Kunstverständnis bei den Zisterziensern, in: Die Zisterzienser. Das Europa der Klöster, Ausstellungskatalog Bonn, Darmstadt 2017, S. 101–113, hier S. 109.
  200. Im Ecclesiastica officia (Cap. XXI. Item de cena domini) wird festgelegt, dass eine geweihte Hostie „in vasculo supra altare“, also in sog. Hängetabernakeln über dem Altar aufzubewahren ist, damit sie während der Andacht der Mönche und Koversen zu sehen war (vgl. Annegret Laabs, Malerei und Plastik im Zisterzienserorden. Zum Bildgebrauch zwischen sakralem Zeremoniell und Stiftermemoria 1250-1430, Petersberg 2000 [Studien zur internationalen Architektur- und Kunstgeschichte, Bd. 8], S. 24).
  201. Annegret Laabs, Malerei und Plastik im Zisterzienserorden. Zum Bildgebrauch zwischen sakralem Zeremoniell und Stiftermemoria 1250-1430, Petersberg 2000 (Studien zur internationalen Architektur- und Kunstgeschichte, Bd. 8), S. 55. Sakramentskult und -verwahrung waren z. B. auch für das Zisterzienserkloster Santa María de Piedra in Saragossa der Grund, 1390 ein Flügelretabel fertigen zu lassen. Präsentiert wurde darin die Hostie, die zehn Jahre zuvor im nahegelegenen Cimballa während der Wandlung geblutet haben sollte.
  202. Vgl. David Park, Cistercian Wall Painting and Panel Painting, in: Christopher Norton und David Park (Hg.), Cistercian Art and Architecture in the British Isles, Cambridge u. a. 1986, S. 181–210, hier S. 184.
  203. Kaja von Cossart, Die Ausstattung des Doberaner Münsters und die Lübecker Werkstätten um 1300, in: Gerhard Weilandt und Kaja von Cossart (Hg.), Die Ausstattung des Doberaner Münsters. Kunst im Kontext, Petersberg 2018 (Edition Mare Balticum, Bd. 2), S. 106–119; Juliane von Fircks, Makroarchitektur und Mikroarchitektur. Aspekte von Formfindung und Funktion am Doberaner Hochaltarretabel, in: Gerhard Weilandt und Kaja von Cossart (Hg.), Die Ausstattung des Doberaner Münsters. Kunst im Kontext, Petersberg 2018 (Edition Mare Balticum, Bd. 2), S. 310–325.
  204. Auch für die Figur in Maulbronn wird diskutiert, ob in dem rot gefassten und verschließbaren Hohlraum in ihrem Inneren das Allerheiligste aufbewahrt wurde. Annegret Laabs, Malerei und Plastik im Zisterzienserorden. Zum Bildgebrauch zwischen sakralem Zeremoniell und Stiftermemoria 1250-1430, Petersberg 2000 (Studien zur internationalen Architektur- und Kunstgeschichte, Bd. 8), S. 24−25; Johannes Tripps, Die Maulbronner Madonna. Überlegungen zu Aufstellungsort und Präsentation, 2016, [2]. Diese Vorstellung der Muttergottes als Gefäß des Leibs Christi wird in zeitgenössischen Textquellen, u. a. im Rationale Divinorum Officiorum des Durandus von Mende, der den Leib Marias als „Sacrarium“ (Rat. I, i, 38) bezeichnet, thematisiert, vgl. Guillelmi Duranti, Rationale divinorum officiorum, hg. von Anselme Davril und Timothy M. Thibodeau, Bd. 1, Turnhout 1995 (Corpus Christianorum. Continuatio Mediaevalis, Bd. CXL), S. 23.
  205. Annegret Laabs, Malerei und Plastik im Zisterzienserorden. Zum Bildgebrauch zwischen sakralem Zeremoniell und Stiftermemoria 1250-1430, Petersberg 2000 (Studien zur internationalen Architektur- und Kunstgeschichte, Bd. 8), S. 96.
  206. Zu den Reliefs: Olaf Siart, Die Bischofsstadt Konstanz als künstlerisches Zentrum Schwabens im 13. und 14. Jahrhundert, in: Die Schwaben. Zwischen Mythos & Marke, Ausstellungskatalog Stuttgart 2016, S. 193f., Kat.nr. 27f.; Die Zisterzienser. Das Europa der Klöster, Ausstellungskatalog Bonn, Darmstadt 2017, S. 194−195, Kat.nr. 21 (Olaf Siart). Die Maulbronner Passionsreliefs (um 1394) schmückten vermutlich den Lettner der Klosterkirche, vor dem ein Kreuzaltar stand: Holger Schumacher, Die Maulbronner Passionsreliefs. Stil, Ikonographie und Rekonstruktion, in: Landesdenkmalamt Baden-Württemberg (Hg.), Maulbronn. Zur 850jährigen Geschichte des Zisterzienserklosters, Bd. 1, Stuttgart 1997 (Forschungen und Berichte der Bau- und Kunstdenkmalpflege in Baden-Württemberg, Bd. 7), S. 467–490; Heribert Meurer, Frühe szenische Retabel in Schwaben, in: Hartmut Krohm u. a. (Hg.), Entstehung und Frühgeschichte des Flügelaltarschreins, Wiesbaden 2001, S. 215–230.
  207. Die Zisterzienser. Das Europa der Klöster, Ausstellungskatalog Bonn, Darmstadt 2017, S. 193−194, Kat.nr. 20 (Anja Claus); Annegret Laabs, Malerei und Plastik im Zisterzienserorden. Zum Bildgebrauch zwischen sakralem Zeremoniell und Stiftermemoria 1250-1430, Petersberg 2000 (Studien zur internationalen Architektur- und Kunstgeschichte, Bd. 8), S. 100; Kaja von Cossart, Studien zur Erstausstattung der Zisterzienserklosterkirche Doberan um 1300, Diss. Technische Universität Berlin 2016, S. 147–149.
  208. Doris Fischer (Hg.), Holz und Steine lehren dich …. Die Restaurierung der Klosterkirche Marienstatt, Worms 2011 (Denkmalpflege in Rheinland-Pfalz, Forschungsberichte Bd. 9) mit älterer Literatur. Zu den Schriftquellen zu Marienstatt: Christian Hillen, Die Zisterzienserabtei Marienstatt, Berlin 2017 (Germania Sacra, Die Bistümer der Kirchenprovinz Köln, Dritte Folge, Bd. 14).
  209. Esther Pia Wipfler, „Corpus Christi“ in Liturgie und Kunst der Zisterzienser im Mittelalter, Münster i. W. 2003 (Vita regularis, Bd. 18), S. 108.
  210. Winfried Wilhelmy, Das Marienstatter Retabel. Wege der Forschung und eine wiedergefundene Mitte, in: Doris Fischer (Hg.), Holz und Steine lehren dich …. Die Restaurierung der Klosterkirche Marienstatt, Worms 2011 (Denkmalpflege in Rheinland-Pfalz, Forschungsberichte Bd. 9), S. 277–288, hier S. 280. Das Kloster Altenberg verfügte über zahlreiche Reliquien der 11.000 Jungfrauen. Verwiesen sei auch auf das Zisterzienserinnenkloster in Casbas, aus dem sich ein Vitenretabel der heiligen Ursula erhalten hat: Zweiter Meister von Bierge (zugeschrieben), um 1300, Holz, 120,3 x 172,8 x 8,5 cm, Barcelona, Museu Nacional d’art de Catalunya, Inv.Nr. 00437-000.
  211. Nach einer Quelle des 16. Jh. wurde im Hochaltarretabel ein „Sakramentsbüchschen“, wohl eine Pyxis, aufbewahrt. Wilhelmy geht davon aus, dass im 15. Jh. die Mittelnische für die Sakramentsverehrung umgebaut wurde. Winfried Wilhelmy, Das Marienstatter Retabel. Wege der Forschung und eine wiedergefundene Mitte, in: Doris Fischer (Hg.), Holz und Steine lehren dich …. Die Restaurierung der Klosterkirche Marienstatt, Worms 2011 (Denkmalpflege in Rheinland-Pfalz, Forschungsberichte Bd. 9), S. 280–283 und 284.
  212. Vgl. Winfried Wilhelmy, Das Marienstatter Retabel. Wege der Forschung und eine wiedergefundene Mitte, in: Doris Fischer (Hg.), Holz und Steine lehren dich …. Die Restaurierung der Klosterkirche Marienstatt, Worms 2011 (Denkmalpflege in Rheinland-Pfalz, Forschungsberichte Bd. 9), S. 278−279.
  213. Vgl. Hans Belting, Bild und Kult. Eine Geschichte des Bildes vor dem Zeitalter der Kunst, München 1990, S. 500.
  214. Bernhard Decker, Das Ende des mittelalterlichen Kultbilds und die Plastik Hans Leinbergers, Bamberg 1985, S. 65−66, 81 und 113.
  215. Jiří Fajt, Art and representation in the High Middle Ages, in: Bohemia & Central Europe 1200–1550. The Permanent Exhibition of the Collection of Old Masters of the National Gallery in Prague at the Convent of St Agnes of Bohemia, hg. von Štĕpánka Chlumská, Prag 2006, S. 13−63, hier S. 28−29.
  216. Wilfried Franzen, Hohenfurther Zyklus, in: Jiří Fajt (Hg.), Karl IV., Kaiser von Gottes Gnaden. Kunst und Repräsentation des Hauses Luxemburg 1310-1437, München u. a. 2006, S. 86.
  217. Robert Suckale, Die Passionstafel in Pechüle. Ein Retabel der Klosterkirche Zinna?, in: Oliver H. Schmidt und Dirk Schuhmann (Hg.), Zisterzienser in Brandenburg, Berlin 1996 (Studien zur Geschichte, Kunst und Kultur der Zisterzienser, Bd. 1), S. 128–135.
  218. Vgl. Winfried Wilhelmy, Das Marienstatter Retabel. Wege der Forschung und eine wiedergefundene Mitte, in: Doris Fischer (Hg.), Holz und Steine lehren dich …. Die Restaurierung der Klosterkirche Marienstatt, Worms 2011 (Denkmalpflege in Rheinland-Pfalz, Forschungsberichte Bd. 9), S. 277–288.
  219. Krone und Schleier. Kunst aus mittelalterlichen Frauenklöstern, Ausstellungskatalog Bonn und Essen, München 2005, S. 350–353, Kat.nr. 233a–d (Stephan Kemperdick).
  220. Esther Pia Wipfler, „Corpus Christi“ in Liturgie und Kunst der Zisterzienser im Mittelalter, Münster i. W. 2003 (Vita regularis, Bd. 18), S. 86-88.
  221. Reinhard Karrenbrock, Die Abteikirche in Kamp und ihre mittelalterliche Ausstattung, in: Die Zisterzienser. Das Europa der Klöster, Ausstellungskatalog Bonn, Darmstadt 2017, S. 154–167; Reinhard Karrenbrock und Marc Peez: Das spätmittelalterliche Hochaltarretabel der Zisterzienserkirche Kamp, in: Jahrbuch der rheinischen Denkmalpflege 46, 2018, S. 234–270.
  222. Swen Holger Brunsch, Das Zisterzienserkloster Heisterbach von seiner Gründung bis zum Anfang des 16. Jahrhunderts, Siegburg 1998, S. 85.
  223. Jeanine Walcher und Ulrike Fischer, Verborgene Ansichten. Neue Erkenntnisse zum „Heisterbacher Altar“, in: Zeitschrift für Kunsttechnologie und Konservierung 26, 2012, S. 54–70; Die Sprache des Materials. Die Technologie der Kölner Tafelmalerei vom „Meister der heiligen Veronika“ bis Stefan Locher, Berlin 2013, S. 314–323, Kat.nr. 27 (Jeanine Walcher).
  224. Felix Prinz, Zu Verbleib und Rekonstruktion des Heisterbacher Altars, in: Münchner Jahrbuch der bildenden Kunst, 3. Folge 66, 2015, S. 141–150.
  225. Reinhard Karrenbrock, Heilige Häupter in textiler Zier. Das spätgotische Hochaltarretabel der Zisterzienser-Klosterkirche Marienfeld und sein verlorener Reliquienschrein, in: Petra Marx (Hg.), Neue Forschungen zur Alten Kunst. Zum hundertjährigen Bestehen des LWL-Landesmuseums für Kunst und Kulturgeschichte in Münster (1908-2008) und seiner Mittelalterforschung, Münster i. W. 2010 (Westfalen, Bd. 85/86, 2007/2008), S. 263–300; vgl. auch Géza Jászai, Der ehemalige Hochaltar der Klosterkirche der Zisterzienserabtei Marienfeld. Ein neuer Rekonstruktionsversuch, in: Westfalen, Bd. 68, 1990, S. 31–47; Paul Pieper, Kunstwerk des Monats. Johann Koerbecke: Christus erscheint Maria, in: Westfalenspiegel. Illustrierte Monatszeitschrift, März 1967, S. 22–24; Jochen Luckhardt, Der Hochaltar der Zisterzienserklosterkirche Marienfeld, Münster i. W. 1987 (Bildhefte des Westfälischen Landesmuseums für Kunst und Kulturgeschichte, Bd. 25); zu sechs Tafeln vom Hochaltarretabel des Zisterzienserklosters Marienfeld vgl. Hermann Arnold (Hg.), Einblicke – Ausblicke. 100 Spitzenwerke im neuen LWL-Museum für Kunst und Kultur in Münster, Köln 2014, S. 80f. (Petra Marx und Patrick Kammann).
  226. Gerd Steinwascher, Die Zisterzienserstadthöfe in Köln, Bergisch Gladbach 1981.
  227. Zur Bedeutung ordensexterner Einflüsse: Emilia Jamroziak, Cistercians and the world. Intercession, patrons and neighbours, in: Die Zisterzienser. Das Europa der Klöster, Ausstellungskatalog Bonn, Darmstadt 2017, S. 115–121.
  228. Vgl. Wolter von dem Knesebeck, Bernhard von Clairvaux und das Bild- und Kunstverständnis bei den Zisterziensern, in: Die Zisterzienser. Das Europa der Klöster, Ausstellungskatalog Bonn, Darmstadt 2017, S. 100–113, hier S. 112.


Verweise