Totenkranz, Totenkrone

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Yvonne Schmuhl (2015)


Totenschädel mit Kronenfragmenten. Marktplatz, Neukalen (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte).
Sargporträt des Caspar von Uchtenhagen († 1603). Bad Freienwalde, Stadtpfarrkirche St. Nikolai.
unten: Bräutigam mit Braut, Epitaph des Johann Jakob Ottraw († 1635). Butzbach (Wetteraukreis).
Totenporträt der Herzogin Anna Johanna von Württemberg († 1679).
Grabmal für Sophie Juliana von Bibra († 1690). Bibra, Kreis Schmalkalden-Meiningen, Evangelische Pfarrkirche.
Verstorbene als Braut Christi, Epitaph für Johanna Magdalena Christina Marl († 1737). Thüringen (Erfurt?).
Eigenkrone für Caroline Erdmuthe Auguste Jenichen († 1774). Luckau, St. Nikolai.
Totenkrone. Erding/Oberbayern, 18. Jh.
Konsolbretter, Anfang 18. bis Anfang 19. Jh., Rerik (Landkreis Rostock), St. Johannes.
Leihkrone mit Spanschachtel. Brodswinden, Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde, Ende 18./Anfang 19. Jh.
Bahrtuch mit Totenkrone. Wohl Gunzenhausen, Pfofeld (Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen), Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde St. Michael, 19. Jh.
Kästen mit Kissen. Päwesin (Landkreis Potsdam Mittelmarkt), Dorfkirche, 1831, 1832 und 1853(?).
Kranzkästen mit Totenkronen, 2. Hälfte 19. Jh., Herzberg (Gemeinde Rietz-Neuendorf, Brandenburg), Dorfkirche.
Betende Frauen beim Vaterunser in einer hessischen Dorfkirche. Otto Piltz, 1879–1882.
Kränze zum Teil für Gefallene des 1. Weltkrieges. Neukirchen (Klein Belitz), Pfarrkirche.

I. Bezeichnung, Definition

Im Folgenden werden die Totenkränze und -kronen beschrieben, die nicht zu den Funeralinsignien gezählt werden. Im Bestattungsbrauch werden Kranz und Krone gleichwertig verwendet. Man unterscheidet damit lediglich die Form. „Totenkrone“ wird hier wie in der Fachliteratur als Oberbegriff verwendet.[1] Es handelt sich dabei hauptsächlich um Kronen oder Kränze, zuweilen auch Mischformen, die in weiten Teilen Europas aber insbesondere im deutschsprachigen Raum vom 16. Jh. bis in das 20. Jh. vor allem beim christlichen Ledigenbegräbnis eingesetzt wurden: Die Totenkrone erhielten verstorbene ledige Erwachsene beiderlei Geschlechts sowie Kinder und Jugendliche und in seltenen Fällen im Kindbett verstorbene Frauen.

II. Forschungsgeschichte

Otto Lauffer, der sich 1916 erstmals wissenschaftlich dem Thema widmete[2], stellte fest, dass der Brauch konfessionsübergreifend üblich war. Ihm folgten zumeist auf bestimmte Regionen begrenzte Arbeiten, die zum Teil auch schon Verbote und Verordnungen zum Brauch behandeln.[3] Ernst Helmut Segschneider wertete dann systematisch die Dokumentation des „Atlas der Deutschen Volkskunde (ADV)“ aus.[4] Sie basierte auf den Ergebnissen einer Umfrage in den 30er Jahren des 20. Jh. in etwa 20 000 Ortschaften im Deutschen Reich, in Österreich und in einigen deutschsprachigen Gebieten Ost- und Südeuropas, die folgende Fragen enthielt: „Wird beim Tode einer Jungfrau eine Totenkrone verwendet und wie? Woraus besteht sie? Wessen Eigentum ist sie? Wo wird sie nach dem Begräbnis aufbewahrt? Von wem wird eine Jungfrau aufgebahrt? Worin unterscheidet sich sonst die Aufbahrung einer Jungfrau von der allgemein üblichen Aufbahrung eines Verstorbenen? Sind Totenkronen auch sonst noch üblich und für wen?“[5]. Die anschließenden Studien waren regional begrenzt.[6] Erst mit der Ausstellung 2007/2008 und dem begleitenden Katalog des Museums für Sepulkralkultur in Kassel wurde das Thema erneut umfassend sowie Fach und Epochen übergreifend behandelt.[7] Bislang fehlt noch eine international vergleichende Erforschung des Phänomens.

Seit den 1990er Jahren ist die Totenkrone auch zunehmend Objekt archäologischer Forschungen.[8]So stammen die meisten frühen Belege aus Grabungen auf Friedhöfen des 16. Jh. Aus Friedhöfen des 19. und 20. Jh. liegt wegen der Wahrung der Totenruhe nur wenig Vergleichsmaterial vor.

III. Geschichte

Griechen und Römer verwendeten den Kranz im Totenkult, dabei wurde jedoch keine Differenzierung nach dem Familienstand der/des Verstorbenen gemacht.[9] Eine spezielle Funktion innerhalb des Ledigenbegräbnisses erfüllten in der griechischen Antike hingegen die Loutrophoren.[10] Diese Gefäße, denen im Hochzeitsritus eine bestimmte Rolle zukam, wurden gleichsam als Ersatz für die im Leben verwehrte Ehe den Toten mitgegeben. Dieser Stiftungsgrund findet sich auch bei Totenkronen.

Im Mittelalter war der aus dem Blütenkranz entwickelte Schleierkranz, das Schapel, ein Kennzeichen unverheirateter Frauen und Mädchen. Sie trugen es auf dem offenen Haar im Gegensatz zu den verheirateten Frauen, die nach I Cor,11 ihr Haar in der Öffentlichkeit mit einer Haube zu bedecken hatten. In Hochzeitsdarstellungen tragen die junge Frau wie auch ihr Bräutigam Blütenkränze oder nach diesem Vorbild gestaltete Reifen mit Schmucksteinbesatz.[11] Zuweilen wurden wie in der Antike auch die Sieger eines Wettstreites mit Blütenkränzen ausgezeichnet. Ansonsten findet man Rosenkränze bei Männern auch auf Grabmälern. Ein bekanntes deutsches Beispiel ist das Grabmal von Graf Heinrich von Sayn, 1247/48, im Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg. Dort trägt nicht nur der Graf einen Kranz aus Rosen, sondern er setzt auch seinem Töchterchen einen solchen auf. Weitere Belege finden sich in Frankreich und Flandern.[12] Rosenzweig und Rosenkranz verweisen in diesem Kontext auf den paradiesischen Ort, an dem die Seligen auf das Weltgericht warten. So wird z. B. in der Weltgerichtsdarstellung des Westportals der Kathedrale in Bourges, um 1240, ein Seliger mit einem Rosenkranz auf dem Kopf gezeigt. Dahinter hält seine personifizierte Seele den Rosenzweig.[13] Bereits das Motiv des Kranzes verwies auf die Erlösung nach dem Jüngsten Gericht. So ist im Neuen Testament mehrfach davon die Rede, dass man im Jenseits einen unvergänglichen Siegeskranz empfangen werde.[14] Er wurde deshalb als Symbol für das ewige Leben verstanden. Die Krone ist deshalb auch häufig Bestandteil von Kopf- oder Schädelreliquiaren, wie zum Beispiel des Reliquiars mit dem Schädel der hl. Elisabeth, zwischen 1236 und 1249 aus älteren Teilen zusammengefügt, im Staatlichen Historischen Museum in Stockholm oder des Büstenreliquiars des hl. Candidus, 2. Hälfte 12. Jh., in der Stiftskirche St. Maurice d'Agaune.[15]

Als Grabbeigabe ist er jedoch – vielleicht aufgrund des vergänglichen Materials – bislang nur äußerst selten belegt (z. B. im Grab des Werner von Oberwesel).[16]

Im christlichen Ledigenbegräbnis wurden Totenkränze systematisch vermutlich erst im 16. Jh. verwendet, wie archäologische Befunde für den Nordosten Deutschlands und die Quellenuntersuchung nahelegen (Abb.).[17] So sind in zwei Tagebuchnotizen eines Ratsherrn aus Köln bei den Begräbnissen zweier Mädchen („…wie ein jonfer…“) Kränze erwähnt.[18] Auch die ältesten bekannten Kronen auf Grabsteinen stammen aus jenem Jahrhundert.[19]

Die früheste bekannte Darstellung (1603) eines aufgebahrten Toten mit Totenkrone stammt aus der Stadtpfarrkirche St. Nikolai in Bad Freienwalde (Abb.). Sie zeigt einen im Alter von neun Jahren verstorbenen Jungen mit Totenkrone.[20]

In den Kirchen haben sich naturgemäß nur jüngere Exemplare von Totenkronen aus der Blütezeit des Brauchs im 17. und 18. Jh. und nach den ‚Säuberungen‘ der Säkularisation aus dem 19. und 20. Jh. erhalten.

Den Beginn des Brauchs sieht man im Zusammenhang der sich im 16. Jh. verändernden Beigabenpraxis bei Bestattungen und der nun im Bürgertum aufkommenden Sitte, die Toten aufzubahren.[21] Lippok vermutete, dass die Totenkronen zuerst von wohlhabenden Städtern im Rahmen ihrer Memorial- und Beigabenpraxis verwendet wurden und dann von breiteren Schichten der Bevölkerung übernommen worden seien. Die Totenkronen hätten zunächst aus kostbareren Materialien bestanden und seien dann durch Imitate – statt Perlen Glaskugeln – oder kostengünstigere, industriell in Deutschland hergestellte leonische Gespinste (z. B. Abb.) ersetzt worden.[22] Die Elite habe schließlich die Ausübung des Brauches eingestellt, um sich von der einfachen Bevölkerung abzusetzen. In armen, rückständigen ländlichen Gebieten hat sich der Brauch, dessen Rückgang im Allgemeinen etwa um 1870 festzustellen ist, tatsächlich am längsten gehalten.

Bereits aus dem 17. und 18. Jh. sind jedoch Luxusverbote aus allen Regionen des deutschsprachigen Raums bekannt, die den Prunk, insbesondere bei den Totenkronen, unterbinden sollten. In den Verordnungen für den hessischen Raum [23] wurden z. B. Leihkronen anstelle von Eigenkronen gefordert.[24] Ein völliges Verbot wurde vor allem in den geistlichen Fürstentümern Mainz, Fulda und Trier erlassen. Die älteste dieser Trauerordnungen ist 1736 in Mainz erstellt worden und diente in Fulda und Trier als Vorbild.[25] Trotz zahlreicher Trauerordnungen und Erlasse auch in der folgenden Zeit[26] gegen den Grabluxus war der Brauch in einigen Gebieten bis weit ins 20. Jh. üblich.[27] In Herzberg (Lkr. Oder-Spree) wurden noch beim Umbau der Kirche 1882/1883 Räumlichkeiten für die Totenkronen mit eingeplant.[28] Die sich verändernden Moralvorstellungen führten jedoch zum endgültigen Ende des Totenkronenbrauchs im 20. Jh. So nahm man beispielsweise die als unbarmherzig empfundene Ablehnung eines solchen Begräbnisses für eine schwangere Selbstmörderin zum Anlass, den Brauch in einem Dorf in Franken ganz abzuschaffen. Im entsprechenden Beschluss des Kirchenvorstandes von 1962 heißt es schlicht: „In Zukunft soll die Ausgabe der Krone bei unverheiratet Verstorbenen entfallen…“.[29]

IV. Verbreitung

Der Totenkronenbrauch gilt vor allem als Phänomen des deutschsprachigen Raums[30], doch findet er sich auch in Skandinavien, Dänemark, Großbritannien oder Frankreich.[31]

Für Deutschland sind die Besonderheiten des Brauchs bisher für folgende Regionen erforscht: Thüringen, Hessen,[32] Franken,[33] Berlin, Brandenburg[34] und Niedersachsen[35]. Dabei zeigen erste Vergleiche, dass es auch in unmittelbar benachbarten Gebieten große Differenzen bei der Ausübung des Bestattungsbrauchs mit Totenkronen und deren Gestaltung gegeben hat. Sie variierte zum Teil von Ort zu Ort.[36] Regionale Veränderungen sind zudem im Verlauf der Zeit festzustellen. Dennoch können einige generelle Aussagen über die Entwicklung des Phänomens gemacht werden: 1. Der Kranz gewinnt zunehmend an Bedeutung. 2. Die Leihkronen ersetzen, oft ausgelöst durch Luxusgesetze und moralische Bedenken, die Eigenkronen. 3. Im 19. Jh. sind sogenannte Schlummerkissen und eine Aufbewahrung in Kronenkästen vorherrschend. Nach wie vor unbeantwortet ist die Frage, warum der Totenkronenbrauch laut ADV in katholischen wie evangelischen Gegenden gleichermaßen verbreitet war, aber fast nur in evangelischen Gotteshäusern Totenkronen und -kränze erhalten sind.[37]

V. Deutungen

Lauffer interpretierte die Krone vor allem als Zeichen der Jungfräulichkeit, als „symbolischer Ersatz“ für die Braut- bzw. Bräutigamskrone.[38] Die im ADV dokumentierten Ergebnisse der Feldforschung legen jedoch nahe, dass ein monokausaler Erklärungsansatz dem Brauch nicht gerecht werden kann. Von den Zeugen des Brauchs werden die Totenkronen nicht nur als „Brautkrone“, sondern auch als „Tugendkrone“ bezeichnet.[39]

Für die Deutung als Märtyrerkrone konnte bislang nur ein Beispiel aus dem Mittelalter benannt werden, das jedoch auch die Kriterien des Ledigenbegräbnisses erfüllt.[40]

A. Brautkrone

Am klarsten sind die zahlreichen Verbindungen zum Hochzeitsbrauch bzw. dem Schmuck von Braut und Bräutigam erkennbar. Zunächst weist die Eigenkrone selbst in ihrer Gestaltung deutliche Anklänge zur Brautkrone auf. So stimmen nicht nur oft die Grundform und die Materialien mit denen der Brautkrone überein, sondern auch einzelne Symbole. Es lassen sich beispielsweise an beiden kleine Herzen oder Püppchen finden, letztere sind in Verbindung mit einem Kinderwunsch zu sehen.[41]

Ein weiteres Indiz ist ein Spruch, den man beim Wurf der Krone ins Grab in Mähren ausrief: „Es war Dir im Leben nicht beschieden, so sei es Dir im Tode.“[42] Auch die sogenannte Ehrenpforte entstammt dem Hochzeitsbrauch. Während dort das Haus der Brautleute mit jungen Bäumen geschmückt wird, stellte man diese beim Ledigenbegräbnis am Friedhofseingang auf.[43] Der Gedanke, dass ein Leben nur dann als vollendet galt, wenn man verheiratet war, spielte offenbar dabei eine große Rolle.

Erhaltene Bildzeugnisse legen nahe, dass die Vermählung im Jenseits mit Christus (bei Mädchen)[44] und mit einer fiktiven Braut (bei Jungen)[45] vollzogen wurde (Abb. und Abb.): So zeigt das Epitaph für die 1737 im Alter von vier Jahren verstorbene Pfarrerstochter Johanna Magdalena Christina Marl das bräutlich gekleidete Mädchen vor dem Kreuz, das Christus zu sich holt (Abb.).[46] Auch die Inschriften auf Kronenbrettern bezeichnen verstorbene Mädchen als „Braut Christ“.[47] Parallelen zur „geweihten Jungfrau“ bzw. der Nonne als „Braut Christi“ sind offensichtlich: Sogenannte Nonnensärglein oder Gemälde von aufgebahrten Nonnen und Ordensschwestern zeigen die Verstorbene mit einer Art Toten- und/oder Brautkrone.[48]

In literarischen Texten des 18. und 19. Jh. wird das Motiv der Totenkrone als Gegenbild zur Brautkrone verwendet: So verwandelt sich beispielsweise bei Carl Maria von Webers Freischütz (1821) die Brautkrone direkt in eine Totenkrone, und in Anastasius Grüns (Anton Alexander Graf von Auersperg, gest. 1876) Gedicht „Der Liebe Verlust, VI. Kränze“ wird ein geradezu symbiotisches Verhältnis beschrieben: „Mancher Brautkranz sproßt‘ und blühte/ Aus des Kirchhofs Mutterschoß:/ Drum im Haar der Braut noch lispelt/ Er vom Grab, dem er entsproß.“[49]

B. Tugendkrone

In den Inschriften der Kronenbrettern wird die Krone in Anlehnung an Bibelztitate häufig als ein Zeichen der Tugend gedeutet, mit man dem die Hoffnung auf ewiges Leben verband (vgl. dazu auch die Deutung der Funeralinsignien): „Wir trugen dir der Tugend/ FriedensKrone nach; doch der/ die ewge Krone gibt in seinen Hö/hen, sagt dir, sagt uns getrost,/ ihr sollt euch wiedersehen.“[50]

Eine Tugendkrone stand nach Apoc 2,10 jedem Christen zu. Das Fehlen einer Krone bei Neugeborenen wurde deshalb mit einer fehlenden Taufe erklärt.[51] Andererseits ist auch verständlich, warum im Kindbett verstorbenen Frauen in einigen Regionen ebenfalls eine Totenkrone von ihren Ehemännern gestiftet wurden.

VI. Auftrag, Herstellung und Verwendung

A. Auftrag

Aus den Inschriften und anderen Überlieferungen geht hervor, dass verschiedene Personenkreise für die Herstellung und die Stiftung der Totenkronen zuständig waren. Am häufigsten sind die Eltern (oder der Pate) des verstorbenen Kindes genannt. Daneben können aber auch die ebenfalls ledigen Altersgenossen des anderen Geschlechts für die Herstellung des Schmuckes zuständig sein.[52] In den seltenen Fällen, in denen im Kindbett verstorbene Frauen eine Totenkrone erhalten haben, wird der Ehemann als Stifter genannt.[53]

B. Herstellung

Die Herstellung des Totenschmucks konnte man selbst übernehmen oder aber in Auftrag geben. Noch in den 1980er Jahren hat eine Trachtenschneiderin aus Röllshausen in Nordhessen Totenkronen angefertigt.[54] In dem Fall eines Totenkranzes im Glaskasten von 1878 aus St. Kilian in Westhausen in Thüringen befindet sich noch ein Zettel mit einem handschriftlichen Vermerk des Preises.[55] Er wurde von einem Spielkameraden gestiftet. Es war also auch möglich, einen aus Kunstblumen vorgefertigten Kranz zu erwerben. Die in der Regel kostbarer gearbeiteten Leihkronen wurden gestiftet oder aus einer Gemeinschaftskasse bezahlt.[56]

Neben den zwei Grundformen Kranz und Krone ist mitunter – zum Beispiel für den thüringischen Raum – auch „das Schap(pe)l“ nachgewiesen, eine Mischform aus Kranz und Krone, die in verschiedenen Regionen zur Tracht der Braut gehört.[57] Die Materialien, die für die Kronen und Kränze genutzt wurden, sind regional, zeitlich aber auch nach dem Gebrauch zu scheiden. Das Material war auch abhängig davon, ob es sich um eine Eigen- oder Leihkrone handelte.

Für Eigenkronen (Abb.) verwendete man in der Regel vergänglichere und auch billigere Materialien. Sie erinnern oft an Klosterarbeiten und bestanden aus einem Gestell, über dem Leder, Papier, sogenannte leonische Gespinste (ursprünglich in Lyon hergestellte und am Ende des 16. Jh. in Nürnberg industriell gefertigte Drahtwaren), Perlen oder Blüten angebracht waren.[58] Die Kostbarkeit der Krone variierte aber je nach Status der Verstorbenen. So zeugen Zitrusfrüchte und echte Perlen häufig von wohlhabenden Stiftern, wie bei einer Brandenburger Bestattung aus dem Jahr 1707 oder in Pritzen (Lkr. Oberspreewald-Lausitz).[59].

Anders verhält es sich bei den Leihkronen (Abb.), die ihrem Zweck entsprechend länger in Gebrauch waren. Sie wurden aus getriebenen und verzierten Metallblechen hergestellt, waren bemalt, vergoldet oder versilbert und mit Steinen geschmückt. In seltenen Fällen waren sie auch aus Wachs.[60] Mitunter kann man Leihkronen nicht von Eigenkronen unterscheiden. Als Zierrat findet man auch den Reichsapfel oder ein einfaches Kreuz, die offenbar auf Herrscherkronen verweisen.[61]

Die Totenkränze bestanden in der Regel aus einem Drahtkranz, an dem Kunstblumen, Kräuter, Zweige und sonstiger Zierrat befestigt wurden. Unter den Pflanzen, die Verwendung fanden, ist zu allererst Rosmarin zu nennen, der oft auf Kirchhöfen gepflanzt wurde, da man ihm wegen seines starken Geruchs apotropäische Wirkung nachsagte.[62] Daneben fanden aber auch Myrte, Lorbeer, Gewürznelken, Zitrusfrüchte, Kräuter und verschiedene Blumen Verwendung.[63]

Diese Kränze sind nur selten als Realien nachweisbar, finden sich aber umso häufiger auf Gemälden oder in literarischen Zeugnissen (Abb.).

Eine Sonderform bildet die Stabkrone: Für den Raum Stader Geest, das mittlere Weser-Elbe-Gebiet, um Paderborn und Göttingen sind Totenkronen belegt, die durch ihre Stabkonstruktion wesentlich von anderen Kronen abweichen.[64] Die Halterung ermöglichte einerseits ein Mittragen im Leichenzug, andererseits konnte man die Krone nach der Beerdigung ins frische Grab stecken. Dies weist in seiner Memorialfunktion eine gewisse Parallele zum Gebrauch des ‚Hochzeitsbaums‘ auf.

C. Verwendung

Nur sehr selten wurde der Totenkronen/-kranzbrauch ausschließlich im Privaten vollzogen.[65] Für die Leihkronen kann man in der Regel annehmen, dass sie bei der Überführung des Leichnams zum Friedhof am Bahrtuch, das man über dem Sarg ausbreitete, befestigt waren. Schlaufen an Bahrtüchern und Ösen an Leihkronen zeugen davon (Abb.).[66] Die Eigenkronen konnten der/dem Verstorbenen direkt auf das Haupt gesetzt werden. Dann kamen sie entweder mit ins Grab oder wurden später in der Kirche aufgehängt (Abb.).

Neben Kranz und Krone gab es je nach Region verschiedene weitere Beigaben und Utensilien, die bei einem Ledigenbegräbnis Verwendung fanden oder auf andere Weise untrennbar mit diesem Brauch verbunden waren, auch dabei gibt es regionale Unterschiede.[67]

Eine Sonderform der Verwendung ist die Befestigung der Krone in einer sogenannten Ehrenpforte. Diese ist eindeutig den Hochzeitsbräuchen entlehnt. Im Raum von Ostthüringen bis Westschlesien war die Ehrenpforte eine Konstruktion direkt auf dem Grab, die aus vier Pfosten mit Querstreben bestand (Abb.). Die Krone konnte hier auf dem Kreuzungspunkt befestigt werden.[68]

VII. Aufbewahrung

Sofern es sich nicht um Kränze und Totenkronen handelte, die mit der oder dem Verstorbenen begraben wurden, verfuhr man mit ihnen im Anschluss an das Begräbnis unterschiedlich. Eine Leihkrone kam zurück an ihren angestammten Platz und wurde zum Beispiel in einer Schachtel verstaut.[69] Ging es jedoch um eine Eigenkrone oder einen -kranz, so konnte man sie in der Kirche zur dauerhaften Erinnerung präsentieren. Nur selten – und wohl auf katholische Regionen beschränkt – wurde ein meist aus dem Haar der/des Verstorbenen gefertigter Kranz mit nach Hause genommen, vergleichbar den Hochzeitskränzen.[70] Je nach regionaler Sitte wurden die zur Erinnerung bestimmten Kronen und Kränze in der Kirche präsentiert. Neben dem einfachen Aufhängen an den Emporen, was durch Kircheninterieurs gut bezeugt ist,[71] sind vor allem drei Arten von Verwahrutensilien überliefert.

A. Konsolbretter

Am häufigsten wurden Totenkronen- und kränze auf sog. Konsolbrettern aufbewahrt[72]. Oft geschwungen (zum Bespiel herzförmig) gearbeitet, bemalt und beschriftet (Abb.) konnten sie als einfache und kostengünstige Entsprechung zu Epitaphien der Memoria der Verstorbenen dienen.[73] Nicht selten sind nur diese, nicht aber die dazugehörigen Kränze und Kronen erhalten. Sie werden ab dem frühen 19. Jh. von den Kranz- und Kronenkästen verdrängt.

B. Kranz- und Kronenkästen

Kronenkästen[74] wurden seit Anfang des 19. Jh. als Verwahrutensilien für Totenkränze, -kronen und auch für Kissen (s. u.) genutzt, wobei sie die Konsolbretter verdrängten (Abb.). Es gibt jedoch regionale Unterschiede, so ist diese Art der Aufstellung im Norden Brandenburgs eher unüblich, im Raum um Hannover hingegen vorherrschend. Die Kästen selbst bestanden in der Regel aus fünf Holzwänden und einer Glasscheibe, die den Kasten nach vorne abschloss. Je nach Region und Status der/des Verstorbenen waren sie unterschiedlich aufwändig verziert. Die Inschrift befindet sich meist auf einem angefügten Brett, das auch nach der Art der Konsolbretter gefertigt sein kann, so dass der Kronen-/Kranzkasten auf die Konsole gestellt wurde. Nachdem es unüblich wurde, die Totenkronen in den Kirchen aufzustellen, ging man in vielen Regionen dazu über, die Kronen und Kränze in meist eher schlichten Totenkästen auf dem Grab aufzustellen.

C. Kissen

Vor allem in der Biedermeierzeit trug man die Kronen und Kränze auch auf sogenannten Schlummerkissen[75] zum Grab (Abb.). Im Anschluss wurden die Kissen zusammen mit den Kronen in der Kirche ausgestellt. In einigen Regionen sind die Kissen selbst zum Erinnerungsmal geworden. Sie tragen dann eine Inschrift und sind meist mit einem Kranz bestickt.

D. Inschriften

Die erhaltenen Inschriften auf Konsolbrettern (Abb.), den Kästen (Abb.) oder auch den selteneren Ruhekissen (Abb.) bestehen meist aus einem tröstenden Spruch. Er ist in der Regel der volkstümlichen Dichtkunst zuzuordnen und wurde nur in seltenen Fällen der Bibel oder dem Gesangbuch entnommen.[76] Ein typischer Spruch lässt den/die Verstorbene/n in Versen reden: „Ihr guten Eltern weinet nicht,/ Ich wohne jetzt im bessern Licht./ Die Krone habt Ihr mir bereit./ Ich danke euch nun in Ewigkeit.“[77] Die Inschriften und/oder Verse nennen in der Regel den Namen und das Alter des/der Verstorbenen und den Stifter: „Christian Friedrich Fi=/ scher geboren den 27ten October 1822 gestorb. den 18ten/ Januar 1846 alt 23 Jahr 2 Monat/ 22 Tage// Gewidmet von dessen Eltern/ Wilhelm Fischer. Charlotte/ Fischer geborne Drost.“[78] Mitunter finden sich aber auch die Krankheit der/des Verstorbenen: „Dieses Denkmal/ der Liebe/ und des Schmerzes/ gilt der:/ Anne Charlotte Chris=/ tiane Rintisch. Sie/ wurde geboren am 21ten/ Maerz 1836 und wur=/ de ein Opfer des To=/ des den 28 Juni 1845,/ indem sie schon als Kind/ wahre Nächstenliebe ü=/ ben und andere vom/ Ertrinken/ retten woll=/ te.“[79]

VIII. Darstellungen und Beschreibungen

Die häufigsten Träger der Darstellung von Totenkronen sind Epitaphien und Grabsteine. Ihre Inschriften erläutern die Symbolik und können als Quellen der Deutung genutzt werden.[80] Zahlreiche Darstellungen zeigen dabei die Aufbahrung. Das älteste bekannte Gemälde, das die Aufbahrung eines Kindes mit Totenkrone zeigt, ist die Darstellung des im Alter von neun Jahren verstorbenen Caspar von Uchtenhagen, gest. 1603 (Abb.). Bei der Öffnung des Sarges im 19. Jh. konnte man eine Übereinstimmung zwischen dem Gemälde und der tatsächlichen Bestattungssituation feststellen.[81]

In der Literatur findet der Brauch ebenfalls seinen Niederschlag.[82]

In zahlreichen Gedichten wird auf die Totenkronen Bezug genommen, so z. B. schrieb Ludwig C. Hölty 1775: „Was schaust du so hell und klar/ Durch diese Apfelbäume,/ Wo weiland ich so selig war,/ Und träumte süße Träume?/ Verhülle deinen Silberglanz,/ Und schimmre, wie du schimmerst,/ Wenn du den frühen Todtenkranz/ Der jungen Braut beflimmerst“[83] Während hier der Status der Verstorbenen als Braut betont wird, bezeugt ein weiteres Gedicht Höltys die Anbringung in der Kirche: „Ihr Freunde, hänget, wann ich gestorben bin,/ Die kleine Harfe hinter dem Altar auf,/ Wo an der Wand die Todtenkränze/ Manches verstorbenen Mädchens schimmern“[84] In dem von Anastasius Grün verfassten Gedicht „Der Verlust“ wird eine Aufbahrung mit Totenkronen beschrieben: „Auf schwarzbehangenem Gerüst der Trauer/ Lag sie, die ich geliebt, im Lilienkleid./ Rings um das Bildnis des Erlösers glomm/ Trübflackernd Kerzenlicht und schimmerte/ Mit müdem Strahl durchs düstere Gemach./ Dort im Gefäß, gefüllt mit Weihbronn, lag/ Des Rosmarines deutungsvoller Zweig./ Sie aber schlief, so ruhig, blaß und schön,/ Die Händ' am Busen übers Kreuz gefaltet,/ Ein duft’ger Kranz umschlang der Jungfrau Haupt./ Stumm war ihr Mund, doch ahnt‘ ich, was er sprach,/ Und spiegelt meinen Liebesblick auch nimmer/ Ihr Auge wieder, sieht’s doch Erdenleid/ Nicht mehr und wird vom Weinen nimmer rot“[85]

Ebenso wurde das Motiv in barocken Predigten[86], in Märchen[87] und Volksliedern verwendet.[88]

Nicht selten werden Totenkronen in Reiseberichten erwähnt.[89]

Anmerkungen

  1. Ulrike Neurath-Sippel, Totenhochzeit mit Kranz und Krone – Ein forschungsgeschichtlicher Überblick, in: Totenhochzeit mit Kranz und Krone. Zur Symbolik im Brauchtum des Ledigenbegräbnisses, Ausstellungskatalog Kassel 2007, S. 11–19.
  2. Otto Lauffer, Der volkskundliche Gebrauch der Totenkronen in Deutschland, in: Zeitschrift für Volkskunde 26, 1916, S. 225–246; vgl. auch bei den folgenden Ausführungen: Ulrike Neurath-Sippel, Totenhochzeit mit Kranz und Krone – Ein forschungsgeschichtlicher Überblick, in: Totenhochzeit mit Kranz und Krone. Zur Symbolik im Brauchtum des Ledigenbegräbnisses, Ausstellungskatalog Kassel 2007, S. 11–19.
  3. Siehe Wilhelm Diehl, Zur Geschichte des Sarg- und Grabschmucks (1776–1779), in: Hessische Chronik 8, 1919, S. 109–122.
  4. Ernst Helmut Segschneider, Totenkranz und Totenkrone im Ledigenbegräbnis, Bonn 1976.
  5. Siehe Nummer 164 auf Fragebogen IV des Fragenkatalogs. Da die Fragen bereits die Bezeichnung „Totenkrone“ enthalten, sind Informationen wie die regionale Bezeichnung nicht überliefert (vgl. Ernst Helmut Segschneider, Totenkranz und Totenkrone im Ledigenbegräbnis, Bonn 1976, S. 10f.).
  6. Z. B. Gerhard Seib, Kranz und Krone im Ledigenbegräbnis. Beispiele aus Hessen und dem Harz, in: Hans-Kurt Boehlke (Hg.), Wie die Alten den Tod gebildet. Wandlungen der Sepulkralkultur 1750–1850, Mainz 1979 (Kasseler Studien zur Sepulkralkultur, 1); Karin Hahn, Die Totenkronen aus Vahle, in: Sollinger Heimatblätter 2, 1987, S. 12–15; Gudrun Porath, Die Totenkronen im Uslaer Land, unveröffentlichte Magisterarbeit, Universität Göttingen 1990.
  7. Totenhochzeit mit Kranz und Krone. Zur Symbolik im Brauchtum des Ledigenbegräbnisses, Ausstellungskatalog Kassel 2007.
  8. Juliane Lippok, Corona funebris. Neuzeitliche Totenkronen als Gegenstand der archäologischen Forschung, Langenweißbach 2009.
  9. Michael Blech, Studien zum Kranz bei den Griechen, Berlin/New York 1982, S. 75–81 und S. 81–108.
  10. Rosmarie Mösch-Klingele, Braut ohne Bräutigam. Schwarz- und rotfigurige Lutrophoren als Spiegel gesellschaftlicher Veränderungen in Athen, Mainz 2010.
  11. Z. B.: Verlobungsbild, oberrheinischer Meister um 1470 (The Cleveland Museum of Art. Meisterwerke von 300 bis 1550, Ausstellungskatalog München 2007, Titelbild und Kat.nr. 97).
  12. Rainer Kahsnitz, Blütenkranz und Blütenzweig, in: Die Gründer von Laach und Sayn. Fürstenbildnisse des 13. Jahrhunderts, Ausstellungskatalog Nürnberg 1992, S. 66–69 mit Abb. S. 22 und 26.
  13. Ausführlich dazu mit Abbildung und weiteren Beispielen: Ebd.
  14. I Cor 9,25: „omnis autem qui in agone contendit ab omnibus se abstinet et illi quidem ut corruptibilem coronam accipiant nos autem incorruptam“ („Alle, die an einem Wettkampf teilnehmen wollen, nehmen harte Einschränkungen auf sich. Sie tun es für einen Siegeskranz, der vergeht. Aber auf uns wartet ein Siegeskranz, der unvergänglich ist.“) II Tim 4,8: „in reliquo reposita est mihi iustitiae corona quam reddet mihi Dominus in illa die iustus iudex non solum autem mihi sed et his qui diligunt adventum eius“ („fortan liegt mir bereit der Siegeskranz der Gerechtigkeit, den der Herr, der gerechte Richter, mir als Belohnung geben wird an jenem Tag; nicht allein aber mir, sondern auch allen, die sein Erscheinen lieb gewonnen haben.“) I Petr 5,4: „et cum apparuerit princeps pastorum percipietis inmarcescibilem gloriae coronam“ („Und wenn der Oberhirte offenbar geworden ist, so werdet ihr den unverwelklichen Siegeskranz der Herrlichkeit empfangen.“) Offenbarung 3, 11: „venio cito tene quod habes ut nemo accipiat coronam tuam“(„Ich komme bald. Halte fest, was du hast, damit niemand deinen Siegeskranz nehme!“) Zur Ikonographie des Kranzes als Ehren- und Siegeszeichen sowie Krone des Ewigen Lebens: Heinrich D. Laag, Kranz, in: Lexikon der Christlichen Ikonographie, Freiburg i. Br. u. a. 1970, Bd. 2, Sp. 558–560.
  15. Bruno Reudenbach, Kopf, Arm und Leib. Reliquien und Reliquiare der Heiligen Elisabeth in: Elisabeth von Thüringen – Eine europäische Heilige, Ausstellungskatalog Eisenach 2007, Petersberg 2007, S. 193–202, hier S. 198f.
  16. Juliane Lippok, Corona funebris. Neuzeitliche Totenkronen als Gegenstand der archäologischen Forschung, Langenweißbach 2009, S. 85f. Zu diesem Fall ausführlich: Thomas Wetzstein, Vom „Volksheiligen“ zum „Fürstenheiligen“. Die Wiederbelebung des Wernerkults im 15. Jahrhundert, in: Archiv für mittelrheinische Kirchengeschichte 51, 1999, S. 11–68; Daniela Wolf, Ritualmordaffäre und Kultgenese. Der „gute Werner von Oberwesel“, Bacharach 2002.
  17. Juliane Lippok, Corona funebris. Neuzeitliche Totenkronen als Gegenstand der archäologischen Forschung, Langenweißbach 2009; Ernst Helmut Segschneider, Totenkranz und Totenkrone im Ledigenbegräbnis, Bonn 1976, S. 16f.
  18. Ernst Helmut Segschneider, Totenkranz und Totenkrone im Ledigenbegräbnis, Bonn 1976, S. 16f.
  19. Gerhard Seib, Kranz und Krone für Kinder und Ledige in der Grabmalikonografie, in: Totenhochzeit mit Kranz und Krone. Zur Symbolik im Brauchtum des Ledigenbegräbnisses, Ausstellungskatalog Kassel 2007, S. 137–155.
  20. Sargporträt des Caspar von Uchtenhagen, Bad Freienwalde, Stadtpfarrkirche St. Nikolai.
  21. Juliane Lippok, Corona funebris. Neuzeitliche Totenkronen als Gegenstand der archäologischen Forschung, Langenweißbach 2009, S. 86f.
  22. Juliane Lippok, Corona funebris. Neuzeitliche Totenkronen als Gegenstand der archäologischen Forschung, Langenweißbach 2009, S. 23 f.
  23. Gerald Bamberger, Totenkronen und Totenkränze in Hessen als Gegenstand von Verordnungen, in: Totenhochzeit mit Kranz und Krone. Zur Symbolik im Brauchtum des Ledigenbegräbnisses, Ausstellungskatalog Kassel 2007, S. 47–79.
  24. Für die Landgrafschaft Hessen-Kassel heißt es in einem Zirkularschreiben an die Beamten: „Nachdem wir nun seinen dieserhalb gethanen Antrag genehmiget, mithin resolviret haben, daß die zu vielen und im gantzen wirklich beträchtlichen Kostengelegenheit gebende Gewohnheit, für unverheiratete Personen jedesmal neue Kronen verfertigen zu laßen, unterbleiben-, und vielmehr wie in denen Fürstlich darmstädtischen Landen solches eingeführet ist, in jeder Kirche nur eine oder zwei Kronen in einer Capsul auffbewahret, und beim Begräbnis ohnverheirateter Personen jedesmal gebraucht werden sollen; so habt ihr solches in eurem Gerichtbarkeitsbezirk bekannt zu machen, auch auff deßen Befolgung genau zu sehen.“
  25. Sie lautet: „Eilfftens: solle kein anders Grab-Tuch oder Leuchter gebrauchet werden als was hieran in derjenigen Kirch vorhanden ist, wohin der Abgelebte beygestellet wird, wie wir dann auch alle Cronen, Roßmarin und andere Kräntz sofort allen übrigen Zierath auff dem Toden-Sarg und Leichen-Spiegel hiemit völlig auffgehoben haben wollen, denen in Unseren Diensten stehenden Adel allein erlaubende, die Wappen ihres Geschlechts und Ahnen aufzulegen; die Schilder deren Bruderschafften, worinnen der Verstorbene sich befunden, auffzuhangen solle ferners ohnbenommen bleiben.“ (Darmstadt, Staatsarchiv, F 11 Nr. 86/1; auch Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, 100, Nr. 205; zitiert nach Gerald Bamberger, Totenkronen und Totenkränze in Hessen als Gegenstand von Verordnungen, in: Totenhochzeit mit Kranz und Krone. Zur Symbolik im Brauchtum des Ledigenbegräbnisses, Ausstellungskatalog Kassel 2007, S. 72).
  26. Zu den Folgeerlassen z. B. Gerald Bamberger, Totenkronen und Totenkränze in Hessen als Gegenstand von Verordnungen, in: Totenhochzeit mit Kranz und Krone. Zur Symbolik im Brauchtum des Ledigenbegräbnisses, Ausstellungskatalog Kassel 2007, S. 49f., 56f. etc.
  27. Vahle bis etwa 1950 (Gudrun Porath, Totenkronen in Niedersachsen am Beispiel Vahle, in: Totenhochzeit mit Kranz und Krone. Zur Symbolik im Brauchtum des Ledigenbegräbnisses, Ausstellungskatalog Kassel 2007, S. 88); Ehingen am Ries bis 1970 (Andrea K. Thurnwald, Totenkronen in Franken – Vom lebendigen Brauch zum musealen Relikt, in: ebd., S. 107; Elisabeth Dietz aus Röllshausen fertigte noch 1980 Totenkronen an (ebd., Abb. 108 und 109); eine erhaltene Leihkrone in der Ev.-Luth. Kirchengemeinde in Brodswinden zuletzt am 19. Juni 1966 für ein Ledigenbegräbnis verwendet (ebd., S. 107–112 und Abb. 152f.).
  28. Sylvia Müller-Pfeifruck, „Liebste Eltern last den Graam“ – Die Denkmäler des Totenkronenbrauchs in Berlin und in der Mark Brandenburg, in: Totenhochzeit mit Kranz und Krone. Zur Symbolik im Brauchtum des Ledigenbegräbnisses, Ausstellungskatalog Kassel 2007, S. 129.
  29. Andrea K. Thurnwald, Totenkronen in Franken – Vom lebendigen Brauch zum musealen Relikt, in: Totenhochzeit mit Kranz und Krone. Zur Symbolik im Brauchtum des Ledigenbegräbnisses, Ausstellungskatalog Kassel 2007, S. 108.
  30. Zu Österreich: Ernst Helmut Segschneider, Totenkranz und Totenkrone im Ledigenbegräbnis, Bonn 1976, S. 194–208; zur Schweiz: Atlas der schweizerischen Volkskunde, II. Teil, 5. Lfg., bearb. von Paul Geiger u. a., Basel 1960.
  31. Dazu Juliane Lippok, Corona funebris. Neuzeitliche Totenkronen als Gegenstand der archäologischen Forschung, Langenweißbach 2009, S. 8. Zum nicht deutschsprachigen Raum: Hanne Poulsen, Livets sejrskrans, in: Nordslesvigske Museer 12, 1985, S. 63–76; Dimitrj Zelenin, Slavischer Grundriß. Russische (ostslavische) Volkskunde, Berlin/Leipzig 1927, S. 322; Luise Hagberg, När döden gästar. Svenska folkseder och svensk folktro i samband med död och begravning, Stockholm 1937, S. 329; Claude Seignolle, Le folklore de la Provence, Paris 1963, S. 379.
  32. Gerhard Seib, Kranz und Krone im Ledigenbegräbnis – Beispiele aus Hessen und Thüringen, in: Totenhochzeit mit Kranz und Krone. Zur Symbolik im Brauchtum des Ledigenbegräbnisses, Ausstellungskatalog Kassel 2007, S. 21–39.
  33. Dagmar Thormann, Totenkronen in Franken. Beispiele aus der Inventarisierung des kirchlichen Kunstgutes der Evang.-Luth. Kirche in Bayern, in: Totenhochzeit mit Kranz und Krone. Zur Symbolik im Brauchtum des Ledigenbegräbnisses, Ausstellungskatalog Kassel 2007, S. 91-100; Andrea K. Thurnwald, Totenkronen in Franken – Vom lebendigen Brauch zum musealen Relikt, in: ebd., S. 101–114.
  34. Sylvia Müller-Pfeifruck, „Liebste Eltern lasst den Graam“ – Die Denkmäler des Totenkronenbrauchs in Berlin und in der Mark Brandenburg, in: Totenhochzeit mit Kranz und Krone. Zur Symbolik im Brauchtum des Ledigenbegräbnisses, Ausstellungskatalog Kassel 2007, S. 115–136; Juliane Lippok, Corona Funebris – Neuzeitliche Totenkronen als Gegenstand der archäologischen Forschung, Langenweißbach 2009.
  35. Gudrun Porath, Totenkronen in Niedersachsen am Beispiel Vahle, in: Totenhochzeit mit Kranz und Krone. Zur Symbolik im Brauchtum des Ledigenbegräbnisses, Ausstellungskatalog Kassel 2007, S. 81–90.
  36. So wurden in einigen Regionen Brandenburgs gemäß des archäologischen Befundes mehr männliche als weibliche Individuen mit einer Totenkrone bestattet, obwohl auch dort in der Regel mehr Mädchen und junge Frauen damit geehrt wurden. Dabei war es im Raabtal üblich, die Krone je nach Material ins Grab oder in die Kirche zu geben (Ernst Helmut Segschneider, Totenkranz und Totenkrone im Ledigenbegräbnis, Bonn 1976, S. 219). Für Hessen sind allgemein Totenkronen bestehend aus einem Holzgestell und farbigem Papier typisch, im Taunus werden jedoch Zitrusfrüchte und Gewürznelken verwendet (Gerhard Seib, Kranz und Krone im Ledigenbegräbnis – Beispiele aus Hessen und Thüringen, in: Totenhochzeit mit Kranz und Krone. Zur Symbolik im Brauchtum des Ledigenbegräbnisses, Ausstellungskatalog Kassel 2007, S. 25).
  37. Siehe Reiner Sörries, Einige grundsätzliche Anmerkungen zum Totenkronenbrauch, in: Totenhochzeit mit Kranz und Krone. Zur Symbolik im Brauchtum des Ledigenbegräbnisses, Ausstellungskatalog Kassel 2007, S. 250f.; Ernst Helmut Segschneider, Totenkranz und Totenkrone im Ledigenbegräbnis, Bonn 1976, S. 167–169.
  38. Otto Lauffer, Der volkskundliche Gebrauch der Totenkronen in Deutschland, in: Zeitschrift für Volkskunde 26, 1916, S. 227–229.
  39. Ernst Helmut Segschneider, Totenkranz und Totenkrone im Ledigenbegräbnis, Bonn 1976, S. 12.
  40. Lippok führte als Beleg an, dass der Leichnam Werner von Oberwesels, der 1287 als Zwölfjähriger Opfer eines gewaltsamen (fälschlich den Juden des Ortes angelasteten) Todes wurde, bei der Graböffnung im 15. Jh. einen Kranz trug (Juliane Lippok, Corona funebris. Neuzeitliche Totenkronen als Gegenstand der archäologischen Forschung, Langenweißbach 2009, S. 85f. Zu diesem Fall ausführlich: Thomas Wetzstein, Vom „Volksheiligen“ zum „Fürstenheiligen“. Die Wiederbelebung des Wernerkults im 15. Jahrhundert, in: Archiv für mittelrheinische Kirchengeschichte 51, 1999, S. 11–68; Daniela Wolf, Ritualmordaffäre und Kultgenese. Der „gute Werner von Oberwesel“, Bacharach 2002).
  41. Otto Lauffer, Der volkskundliche Gebrauch der Totenkronen in Deutschland, in: Zeitschrift für Volkskunde 26, 1916, S. 234.
  42. Ernst Helmut Segschneider, Totenkranz und Totenkrone im Ledigenbegräbnis, Bonn 1976, S. 146.
  43. Zur Ehrenpforte: Ernst Helmut Segschneider, Totenkranz und Totenkrone im Ledigenbegräbnis, Bonn 1976, S. 133–140; Sylvia Müller-Pfeifruck, „Liebste Eltern lasst den Graam“ – Die Denkmäler des Totenkronenbrauchs in Berlin und in der Mark Brandenburg, in: Totenhochzeit mit Kranz und Krone. Zur Symbolik im Brauchtum des Ledigenbegräbnisses, Ausstellungskatalog Kassel 2007, S. 130.
  44. Totenhochzeit mit Kranz und Krone. Zur Symbolik im Brauchtum des Ledigenbegräbnisses, Ausstellungskatalog Kassel 2007, Abb. 187.
  45. Totenhochzeit mit Kranz und Krone. Zur Symbolik im Brauchtum des Ledigenbegräbnisses, Ausstellungskatalog Kassel 2007, Abb. 105.
  46. Epitaph von 1737, Kassel, Museum für Sepulkralskulptur, Leihgabe aus Privatbesitz.
  47. Z. B. in Bornsdorf, Lkr. Dahme-Spreewald, 1733 (Sylvia Müller-Pfeifruck, „Liebste Eltern lasst den Graam“ – Die Denkmäler des Totenkronenbrauchs in Berlin und in der Mark Brandenburg, in: Totenhochzeit mit Kranz und Krone. Zur Symbolik im Brauchtum des Ledigenbegräbnisses, Ausstellungskatalog Kassel 2007, S. 121).
  48. München, Bayerisches Nationalmuseum, Inv.nr. Kr K 126. (Totenhochzeit mit Kranz und Krone. Zur Symbolik im Brauchtum des Ledigenbegräbnisses, Ausstellungskatalog Kassel 2007, Abb. 184).
  49. Ulrike Neurath-Sippel, „Und lehn an ihren Todtenkranz die bleichgehärmte Wange“ – Totenkranz und –krone in romantischer Lyrik und Epik, in: Totenhochzeit mit Kranz und Krone. Zur Symbolik im Brauchtum des Ledigenbegräbnisses, Ausstellungskatalog Kassel 2007, S. 302.
  50. Sylvia Müller-Pfeifruck, „Liebste Eltern lasst den Graam“ – Die Denkmäler des Totenkronenbrauchs in Berlin und in der Mark Brandenburg, in: Totenhochzeit mit Kranz und Krone. Zur Symbolik im Brauchtum des Ledigenbegräbnisses, Ausstellungskatalog Kassel 2007, S. 121.
  51. Juliane Lippok, Corona funebris. Neuzeitliche Totenkronen als Gegenstand der archäologischen Forschung, Langenweißbach 2009, S. 80–82.
  52. Glaskasten mit Totenkrone und Inschrift in Westhausen, Pfarrkirche St. Kilian, 1878.
  53. Z. B. aus der Trinitatiskirche, Altengottern (Thüringen), jetzt in der dortigen Wigbertikirche (für Maria Christiane Wilhelmine Frank, geb. Döll, 1850–1870 von ihrem Ehemann).
  54. Totenhochzeit mit Kranz und Krone. Zur Symbolik im Brauchtum des Ledigenbegräbnisses, Ausstellungskatalog Kassel 2007, Abb. 108 und 109.
  55. Westhausen, Pfarrkirche St. Kilian, 1878.
  56. Dagmar Thormann, Totenkronen in Franken: Beispiele aus der Inventarisierung des kirchlichen Kunstgutes der Evang.-Luth. Kirche in Bayern, in: Totenhochzeit mit Kranz und Krone. Zur Symbolik im Brauchtum des Ledigenbegräbnisses, Ausstellungskatalog Kassel 2007, S. 92 und 96 (hier mit Stifterinschrift).
  57. Bibra, Kreis Schmalkalden-Meiningen, Ev. Pfarrkirche.
  58. Eine schöne Übersicht zu den Materialien bietet Juliane Lippok, Corona funebris. Neuzeitliche Totenkronen als Gegenstand der archäologischen Forschung, Langenweißbach 2009, S. 17–33.
  59. Juliane Lippok, Corona funebris. Neuzeitliche Totenkronen als Gegenstand der archäologischen Forschung, Langenweißbach 2009, Kat.nr. 27 und 68 68.
  60. Totenkrone aus Murau, Steiermark, Linz, Oberösterreichisches Landesmuseum, Inv. Nr. 11289c.
  61. Totenkrone in Waldkirchen, Museum Goldener Steig.
  62. Sigrid Metken, Hochzeitskranz und Totenkrone. Der Rosmarin im Volkbrauch, in: Volkskunst 11, 1988, 1, 10–17.
  63. Juliane Lippok, Corona funebris. Neuzeitliche Totenkronen als Gegenstand der archäologischen Forschung, Langenweißbach 2009, S. 29–31.
  64. Zu Stabkronen und Kassa: Ernst Helmut Segschneider, Totenkranz und Totenkrone im Ledigenbegräbnis, Bonn 1976, S. 51f. und 30–32.
  65. Sylvia Müller-Pfeifruck, „Liebste Eltern lasst den Graam“ – Die Denkmäler des Totenkronenbrauchs in Berlin und in der Mark Brandenburg, in: Totenhochzeit mit Kranz und Krone. Zur Symbolik im Brauchtum des Ledigenbegräbnisses, Kassel 2007, S. 130.
  66. Dagmar Thormann, Vortragekreuz, Bahrtuch und Krankenkelch – Zeugnisse des Totenbrauchtums in den Kirchen, in: Andrea K. Thurnwald (Hg.), Trauer und Hoffnung. Sterbebräuche, Totengedenken und Auferstehungsglauben in evangelischen Gemeinden, Bad Windsheim 2003, S. 65–88, bes. S. 71–80.
  67. Eine Unterscheidung nach dem Familienstand der Verstorbenen wird in evangelischen Teilen Frankens mitunter z. B. bei der Wahl des Vortragekreuzes, das bei der Beerdigung mitgeführt wird, getroffen. In der Regel wird ein kleineres für Unverheiratete verwendet. Eine Unterscheidung war aber auch zwischen Mann und Frau, Alt und Jung möglich (Dagmar Thormann, Vortragekreuz, Bahrtuch und Krankenkelch – Zeugnisse des Totenbrauchtums in den Kirchen, in: Andrea K. Thurnwald (Hg.), Trauer und Hoffnung. Sterbebräuche, Totengedenken und Auferstehungsglauben in evangelischen Gemeinden, Bad Windsheim 2003, S. 65–88, bes. S. 65–71. Das Bremisch-niedersächsische Wörterbuch aus dem 18. Jh. belegt „ein Büschel. Dodenkasse, ein Blumenstrauß, der auf das Grab unverheuratheter Personen gestellt wird. Hannöv.“ (zitiert nach: Ernst Helmut Segschneider, Totenkranz und Totenkrone im Ledigenbegräbnis, Bonn 1976, S. 32).
  68. Ernst Helmut Segschneider, Totenkranz und Totenkrone im Ledigenbegräbnis, Bonn 1976, S. 133-140. Ähnliche Gestelle sind vereinzelt auch in anderen Regionen, wie zum Beispiel im Raum Sonthofen oder Landsberg/Lech belegt (ebd., S. 138).
  69. Totenhochzeit mit Kranz und Krone. Zur Symbolik im Brauchtum des Ledigenbegräbnisses, Ausstellungskatalog Kassel 2007, Abb. 152.
  70. Ernst Helmut Segschneider, Totenkranz und Totenkrone im Ledigenbegräbnis, Bonn 1976, S. 22; Alfred Höck und Dieter Kramer, Verzeichnis volkskundlicher Bestände der hessischen Museen, Marburg 1970, Register, S. 349 s. v. Haarbilder.
  71. Totenhochzeit mit Kranz und Krone. Zur Symbolik im Brauchtum des Ledigenbegräbnisses, Kassel 2007, Abb. 112, 188, 189.
  72. Ausführlich: Sylvia Müller-Pfeifruck, „Liebste Eltern lasst den Graam“ – Die Denkmäler des Totenkronenbrauchs in Berlin und in der Mark Brandenburg, in: Totenhochzeit mit Kranz und Krone. Zur Symbolik im Brauchtum des Ledigenbegräbnisses, Ausstellungskatalog Kassel 2007, S. 117–124; Jessica Joeks, Die Restaurierung von Totenkronenkonsolen, in: Totenhochzeit mit Kranz und Krone. Zur Symbolik im Brauchtum des Ledigenbegräbnisses, Ausstellungskatalog Kassel 2007, S. 291–297; Gudrun Porath, Totenkronen in Niedersachsen am Beispiel Vahle, in: Totenhochzeit mit Kranz und Krone. Zur Symbolik im Brauchtum des Ledigenbegräbnisses, Ausstellungskatalog Kassel 2007, S. 83f.
  73. Jutta Schuchard, Bildliche Darstellungen von Kranz und Krone im Ledigenbegräbnis, in: Totenhochzeit mit Kranz und Krone. Zur Symbolik im Brauchtum des Ledigenbegräbnisses, Ausstellungskatalog Kassel 2007, S. 241–246.
  74. zu Kronenkästen z. B. Sylvia Müller-Pfeifruck, „Liebste Eltern lasst den Graam“ – Die Denkmäler des Totenkronenbrauchs in Berlin und in der Mark Brandenburg, in: Totenhochzeit mit Kranz und Krone. Zur Symbolik im Brauchtum des Ledigenbegräbnisses, Ausstellungskatalog Kassel 2007, S. 124–128.
  75. Sylvia Müller-Pfeifruck, „Liebste Eltern lasst den Graam“ – Die Denkmäler des Totenkronenbrauchs in Berlin und in der Mark Brandenburg, in: Totenhochzeit mit Kranz und Krone. Zur Symbolik im Brauchtum des Ledigenbegräbnisses, Ausstellungskatalog Kassel 2007, S. 126.
  76. Zu Inschriften: Sylvia Müller-Pfeifruck, „Liebste Eltern lasst den Graam“ – Die Denkmäler des Totenkronenbrauchs in Berlin und in der Mark Brandenburg, in: Totenhochzeit mit Kranz und Krone. Zur Symbolik im Brauchtum des Ledigenbegräbnisses, Ausstellungskatalog Kassel 2007, S. 117–122; Gudrun Porath, Totenkronen in Niedersachsen am Beispiel Vahle, in: Totenhochzeit mit Kranz und Krone. Zur Symbolik im Brauchtum des Ledigenbegräbnisses, Ausstellungskatalog Kassel 2007, S. 84–86.
  77. Datiert 1823; Kronenbrettt aus Klosterfelde (Lkr. Barnim), Museum Europäischer Kulturen Berlin; vgl. Totenhochzeit mit Kranz und Krone. Zur Symbolik im Brauchtum des Ledigenbegräbnisses, Ausstellungskatalog Kassel 2007, S. 119.
  78. Zitiert nach: Totenhochzeit mit Kranz und Krone. Zur Symbolik im Brauchtum des Ledigenbegräbnisses, Ausstellungskatalog Kassel 2007, S. 86.
  79. Dorfkirche Wulfersdorf, Lkr. Oder-Spree, von 1845.
  80. Zu Epitaphien: Jutta Schuchard, Bildliche Darstellungen von Kranz und Krone im Ledigenbegräbnis, in: Totenhochzeit mit Kranz und Krone. Zur Symbolik im Brauchtum des Ledigenbegräbnisses, Ausstellungskatalog Kassel 2007, S. 241–246; zu Grabsteinen: Gerhard Seib, Kranz und Krone für Kinder und Ledige in der Grabmalikonografie, in: Totenhochzeit mit Kranz und Krone. Zur Symbolik im Brauchtum des Ledigenbegräbnisses, Ausstellungskatalog Kassel 2007, S. 137–155.
  81. Jutta Schuchard, Bildliche Darstellungen von Kranz und Krone im Ledigenbegräbnis, in: Totenhochzeit mit Kranz und Krone. Zur Symbolik im Brauchtum des Ledigenbegräbnisses, Ausstellungskatalog Kassel 2007, S. 241.
  82. Ulrike Neurath-Sippel, „Und lehn an ihren Todtenkranz die bleichgehärmte Wange“ – Totenkranz und -krone in romantischer Lyrik und Epik, in: Totenhochzeit mit Kranz und Krone. Zur Symbolik im Brauchtum des Ledigenbegräbnisses, Ausstellungskatalog Kassel 2007, S. 299–304.
  83. Ludwig C. Hölty, An den Mond, 1775, zit. nach Ludwig Christoph Heinrich Hölty. Gesammelte Werke und Briefe, hg. von Walter Hettche, Göttingen 1998, S. 203; vgl. Ulrike Neurath-Sippel, „Und lehn an ihren Todtenkranz die bleichgehärmte Wange“ – Totenkranz und –krone in romantischer Lyrik und Epik, in: Totenhochzeit mit Kranz und Krone. Zur Symbolik im Brauchtum des Ledigenbegräbnisses, Ausstellungskatalog Kassel 2007, S. 301.
  84. Ludwig C. Hölty, Auftrag, 1776, zit. nach Ludwig Christoph Heinrich Hölty. Gesammelte Werke und Briefe, hg. von Walter Hettche, Göttingen 1998, S. 215; vgl. auch die letzte Strophe des Gedichts „An einen Freund, der sich in ein schönes Dienstmädchen verliebte“ (ebd., S. 214); vgl. Ulrike Neurath-Sippel, „Und lehn an ihren Todtenkranz die bleichgehärmte Wange“ – Totenkranz und –krone in romantischer Lyrik und Epik, in: Totenhochzeit mit Kranz und Krone. Zur Symbolik im Brauchtum des Ledigenbegräbnisses, Ausstellungskatalog Kassel 2007, S. 302.
  85. Anastasius Grüns Werke in sechs Teilen, Berlin 1909, Bd. 2, S. 44; vgl. Ulrike Neurath-Sippel, „Und lehn an ihren Todtenkranz die bleichgehärmte Wange“ – Totenkranz und –krone in romantischer Lyrik und Epik, in: Totenhochzeit mit Kranz und Krone. Zur Symbolik im Brauchtum des Ledigenbegräbnisses, Ausstellungskatalog Kassel 2007, S. 302.
  86. Martin Kügler, Leichenpredigten als Quelle für Grabbeigaben im protestantischen Begräbniswesen der Neuzeit, Archäologische Informationen 26/2, 2003, S. 437–445.
  87. Z. B. Brüder Grimm „Das Todtenhemdchen“ (KHM 109; Brüder Grimm, Kinder- und Haus-Märchen, Bd. 2, Berlin 1815, S. 132f.); vgl. Ulrike Neurath-Sippel, „Und lehn an ihren Todtenkranz die bleichgehärmte Wange“ – Totenkranz und -krone in romantischer Lyrik und Epik, in: Totenhochzeit mit Kranz und Krone. Zur Symbolik im Brauchtum des Ledigenbegräbnisses, Ausstellungskatalog Kassel 2007, S. 300.
  88. Z. B. das Volkslied „Rosmarin“ in „Des Knaben Wunderhorn“ (Ludwig Achim von Arnim, Des Knaben Wunderhorn, alte deutsche Lieder, Mainz 1929, S. 230); Ulrike Neurath-Sippel, „Und lehn an ihren Todtenkranz die bleichgehärmte Wange“ – Totenkranz und -krone in romantischer Lyrik und Epik, in: Totenhochzeit mit Kranz und Krone. Zur Symbolik im Brauchtum des Ledigenbegräbnisses, Ausstellungskatalog Kassel 2007, S. 302 und 304.
  89. Z. B. Theodor Fontane, Wanderungen durch die Mark Brandenburg (Theodor Fontane, Wanderungen durch die Mark Brandenburg, Berlin 1873, Bd. 3, S. 198; Johann Wolfgang von Goethe, Reise am Rhein, Main und Neckar (05. 09. 1814 zur Kirche zu Ingelheim; Goethes Werke, III. Abteilung, Goethes Tagebücher, Weimar 1893, Bd. 5, S. 129f.); Ulrike Neurath-Sippel, „Und lehn an ihren Todtenkranz die bleichgehärmte Wange“ – Totenkranz und –krone in romantischer Lyrik und Epik, in: Totenhochzeit mit Kranz und Krone. Zur Symbolik im Brauchtum des Ledigenbegräbnisses, Ausstellungskatalog Kassel 2007, S. 304.

Verweise