Porphyr

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englisch: porphyry; französisch: porphyre; italienisch: porfido.


Yvonne Schmuhl (2016)


Roter Porphyr vom Mons Porphyrites (Ägypten) und grüner Porphyr aus Krokeai (Griechenland).
Rotes und grünes Porphyrimitat aus Glas.
Wölfin (Torso), 2. Jh. n. Chr.
Antikes Gefäß. Pisa, Dom.
Antike Wanne, wiederverwendet als Taufbecken. Mailand, Dom.
Antike Wannen, wiederverwendet unter Papst Leo IV. (reg. 847-855) als Reliquienbehälter. Basilika der Ss. Quattro Coronati.
Antike Wanne, wiederverwendet für einen Altar. Rom, San Bartolomeo all’Isola.
Tetrarchen, 4. Jh. Venedig, San Marco.
Sarkophag der Konstantia, 2. Drittel 4. Jh.
Sarkophag der Helena, 2. Drittel 4. Jh.
Antike Säulen in der Vorhalle des Baptisteriums der Lateransbasilika in Rom.
Antike Säulen im Baptisterium der Lateransbasilika in Rom.
Antike Säulen im Presbyterium. Rom, San Lorenzo fuori le mura.
Neonisches Baptisterium in Ravenna.
Antike Säulen im Presbyterium. Rom, S. Agnese fuori le mura.
Rota porphyretica. Rom, Petersdom.
Altarziborium mit wiederverwendeten Porphyrsäulen, 9. Jh. Mailand, Sant'Ambrogio.
Antike Säulen, Ravenna, Sant’Apollinare Nuovo.
Taufbecken, aufgestellt unter Kaiser Otto I. (reg. 962-973). Magdeburg, Dom.
Säulen im Chor des Magdeburger Doms, beg. 1209.
Sarkophag Friedrichs II. (gest. 1250). Palermo, Kathedrale.
Grabmal für Henry III. (gest. 1271). London, Westminster Abbey.
Kanzel, 13. Jh. Rom, Santa Maria in Aracoeli.
Bischofsthron, 13. Jh. Rom, San Lorenzo fuori le mura.
Kosmatenfußboden, 13. Jh. London, Westminster Abbey.
Andrea del Verrocchio, Grabmarkierung für Cosimo de’ Medici, 1472. Florenz, San Lorenzo.
Andrea del Verrocchio, Grabmal für Giovanni und Piero de’ Medici, 1472. Florenz, San Lorenzo.
Leonardo da Vinci, Rückseite des Bildnis der Ginevra de’ Benci, 1474/78.
Jacometto Veneziano, Rückseite des Porträts des Alvise Contarini, 1485–95.
Giovanni da Piamonte, Wandmalerei mit Porphyrimitat, 2. Hälfte 15. Jh. Florenz, San Pancrazio, Heiliges Grab.
Francesco di Giovanni Ferrucci, gen. del Tadda, Porträt von Cosimo I., 16. Jh.
Francesco di Giovanni Ferrucci, gen. del Tadda, Porphyrbrunnen, 1555–57. Florenz, Palazzo Vecchio.
Francesco di Giovanni Ferrucci, gen. del Tadda, Iustitia, 1581.
Porträt Alexanders des Großen, 17. Jh.
Tomaso Fedele, Himmlische und irdische Liebe, ca. 1630.
Silvio Calci, Reliquiar aus Porphyr, vor 1635, als Teil eines Altaraufsatzes. Saint-Maximin-la-Sainte-Baume (Dép. Var), Sainte-Marie-Madeleine.
Alessandro Algardi, Büste von Innozenz X., um 1647.
Karel Du Jardin, Les joueurs de morra, 1660/70.
Deckelvasenpaar aus Holz, Frankreich, um 1700.
Sarkophag für Papst Clemens XII. (reg. 1730-1740) Rom, Lateransbasilika
Vase, Frankreich, um 1770.
Mörser mit Stößel, 18. Jh.
Vase aus grünem Porphyr, 18. Jh.
Kanne und Schale aus Porzellan, Frankreich, 1795.
Tischplatte in Pietradura-Technik, Florenz, 1825.
Louis Visconti, Sarkophag Napoleon Bonapartes in "Rosso Antico", 1840–1861. Paris, Invalidendom.
Messer, 19. Jh.
Vase aus „Rosso Antico“, letztes Viertel 19. Jh.
Giuseppe Sacconi, Grabmal König Umbertos I., um 1900. Rom, Pantheon.
Taufbecken. Pisa, S. Frediano, Anfang 20. Jh.
Stephen Cox, Altar, 1993. London, Harringay, St. Paul.

I. Definition und Bezeichnung

In der Geologie bezeichnet man mit dem Begriff „Porphyr“ ein Gefügebild: Es handelt sich um magmatisches Gestein, in dem unterschiedlich große Mineralkörper eingeschlossen sind.[1]

In den Kunst- und Geschichtswissenschaften wird der Begriff – wie auch hier – für den roten Porphyr vom Mons Porphyrites im heutigen Ägypten sowie den grünen Porphyr aus Lakonien/Griechenland (letzterer hier zur Unterscheidung immer mit dem Farbzusatz) verwendet (Abb.). Dies widerspricht dem antiken Gebrauch des Begriffs, der aufgrund der charakteristischen rotbraunen Färbung des Gesteins, analog zu dem Farbstoff, der aus der Purpurschnecke („πορφύρα“, „purpura“) gewonnen wird, nur für den Stein vom Mons Porphyrites genutzt wurde.[2] In Antike und Mittelalter subsumierte man den roten und grünen Porphyr auch unter ‚Marmor‘.[3] Bei der Benennung kommen am häufigsten Adjektive vor, die entweder einem Begriff für „Stein“ oder einem Gegenstand beigefügt werden. Als Formen, die einem Substantiv für „Stein“[4] zugeordnet werden, sind „πορφύρεος“[5], „πορφυρίτης“[6], „πορφυρειτικός“[7] überliefert. Die lateinischen Entsprechungen lauten „purpureus“[8] und „porphyrites“[9], „porphyreticus“[10]. Daneben gibt es spätantike und mittelalterliche Bezeichnungen, die die Herkunft des Gesteins aus Ägypten und als Spolien aus Rom verdeutlichen: „λίθος Αἰγύπτιος“[11] und „λίθος Ῥωμαῖος“[12].

In antiken und mittelalterlichen Quellen können die oben genannten Adjektive lediglich eine Umschreibung für die Farbe sein, so dass im Einzelfall entschieden werden muss, ob tatsächlich Porphyr gemeint war.[13]

Der heute meistens „grüner Porphyr“ oder „porfido verde“ genannte Stein wurde in Antike und Mittelalter in der Regel nach seiner Herkunft aus Krokeai „krokeisch“ oder dem Landstrich Lakonien „lakedaimonisch“ bzw. „marmo di Sparta“ benannt.[14] Giorgio Vasari (1511–1574) bezeichnete den grünen Porphyr als „Serpentin“.[15] In den Kunst- und Geschichtswissenschaften wird der Begriff Porphyr ebenso für den krokeischen Stein verwendet, was auf eine ähnliche Nutzung zurückzuführen ist.

II. Vorkommen, Gewinnung und Verarbeitung

Am Mons Porphyrites befindet sich der einzige Steinbruch, der den harten roten Porphyr liefert. Er liegt in der östlichen Wüste Ägyptens etwa 165 km von der Stadt Qena in nord-östlicher Richtung entfernt und etwa 50 km westlich von Hurghada. Der Transport erfolgte in der Antike über den Nil.[16] Die einzelnen Steinbrüche befinden sich auf Bergkuppen.[17] Im Wadi Abu Ma’amel wurde ein Kastell als Verwaltungszentrum angelegt.[18] Für die Verwaltung waren vermutlich Beamte aus der „familia Caesaris“ zuständig. Die Qualitätsprüfungen des Gesteins bzw. die Abnahme der halbfertigen Werkstücke übernahm ein „ἀρχιτέκτων“.[19] Die meisten Arbeiter waren Sklaven, Kriegsgefangene, Sträflinge (sog. „damnati ad metalla“), Soldaten und freie Lohnarbeiter, die sich als einzige auf das Handwerk verstanden.[20] Für die Zeit der großen Verfolgungen Anfang des 4. Jh. sind zahlreiche Christen als „damnati ad metalla“ am Mons Porphyrites durch eine Kirche und Kleinfunde bezeugt.[21]

Die älteste Inschrift am Mons Porphyrites stammt wohl aus der Regierungszeit des Tiberius (reg. 14–37) und ist auf den 4. Juli 29 datiert.[22] Für diese Zeit gibt es jedoch weder Schriftquellen noch Objekte, die die Verwendung von Porphyr belegen könnten. Die erste Erwähnung der Steinbrüche findet sich bei Plinius dem Älteren (23/24–79), der über ein Porträt aus Porphyr berichtet, das der ägyptische Statthalter im Jahr 41 Kaiser Claudius (reg. 41–54) gesandt habe.[23] Für die Regierungszeiten von Trajan (reg. 98–117), Hadrian (reg. 117–138) und Diokletian (reg. 284–305) belegen zahlreiche Quellen die Beliebtheit des Materials. Aus der folgenden Zeit gibt es nur wenige Funde, die vom Betrieb des Steinbruchs zeugen.[24] Seit dem späten 3. Jh. berichteten die Autoren jedoch vor allem über das Leid der zur Zwangsarbeit am Mons Porphyrites verbannten Christen.[25]

Der Abbau des Porphyrs dauerte wohl noch bis zur Mitte des 5. Jh. Danach musste man ausschließlich Spolienmaterial verwenden.

Zu Beginn des 15. Jh. machte die Übersetzung von Ptolemaios‘ Geographie ins Lateinische die Lage der Steinbrüche am Mons Porphyrites wieder bekannt.[26] Seit dem 19. Jh. gab es Expeditionen zum Mons Porphyrites, erstmals 1822 von James Burton.[27] Die erneute Ausbeutung scheiterte an logistischen Problemen, so dass seitdem lediglich einzelne Blöcke gebrochen wurden.[28]

In Krokeai (Lakonien/Griechenland), dem Herkunftsort des härteren grünen Porphyrs, gab es keinen regulären Steinbruchbetrieb: Schon Pausanias (um 115 bis um 180) und Plinius der Ältere bemerkten, dass durch die Beschaffenheit des Gesteins mit seinem recht engen sog. Kluftnetz (Fugennetz, das durch Brüche entsteht) nur relativ kleine Werksteine gewonnen werden konnten.[29]

Auch Giorgio Vasari meinte, dass nur Stücke von geringer Größe vorkämen und der Stein sich nicht für Skulpturen eigne.[30] Fälschlicherweise gab er an, dass man den grünen Porphyr (von ihm Serpentin genannt) auch in Ägypten brechen könne.[31]

Vasari beschrieb, wie die Kosmaten und andere Handwerker Porphyr bis zu seiner Zeit zu Platten verarbeiteten: Mit einer von zwei Männern bedienten zahnlosen Kupfersäge zerschnitt man mit stetig gewässertem Schmirgel den Stein.[32] Poliert wurde (und wird) Porphyr ebenfalls mit Schmirgel sowie Lederlappen.[33] Da Porphyr ein Hartgestein ist, benötigt man besonders widerstandsfähiges, aus gehärtetem Stahl bestehendes Werkzeug. Das erforderliche Wissen scheint seit der Antike nie völlig verloren gegangen zu sein, wofür die Kosmatenarbeiten, die Sarkophage im Dom zu Palermo oder auch frühe Werke der Renaissance, z. B. von Pier Maria Serbaldi da Pescia (um 1455 bis nach 1522), sprechen.[34]

Einen Neuansatz gab es am Hof Cosimo de’ Medicis (1519–1574). Als Giorgio Vasari 1568 für Cosimo einen Brunnen für den Innenhof seines Palazzo entwerfen sollte, den Francesco di Giovanni Ferrucci, gen. del Tadda (1497–1585) in Porphyr auszuführen hatte (Abb.), wurde ein Härter für den Stahl aus einem pflanzlichen Destillat entwickelt; in ihm wurde das glühende Eisen gelöscht. Es war nun wieder möglich, Porphyr rundplastisch zu bearbeiten.[35] Diese Entdeckung wurde von Vasari seinem Gönner Cosimo zugeschrieben, durch Benvenuto Cellini (1500–1571) jedoch dem Bildhauer Francesco di Giovanni Ferrucci, gen. del Tadda.[36] Dieser rühmte sich noch in seiner Grabinschrift, über Jahre der einzige Porphyrbildhauer gewesen zu sein.[37] Das Bestreben am Hof der Medici, besser geeignetes Werkzeug für die Bearbeitung des Porphyrs herzustellen, war möglicherweise eine Reaktion auf die Herausforderung durch die Imitationen der Maler (s. VI.C). Denn gerade die Weiterverarbeitung des Porphyrs, der wie kaum ein anderes Material in der Folge als Sinnbild für Härte und Dauerhaftigkeit galt, eignete sich als Antwort auf die konkurrierende Kunstgattung.

Als Malgrund wurde Porphyr gelegentlich von Malern aus dem Umkreis von Vasari oder Agnolo Bronzino (1503–1572) verwendet.[38]

III. Quellen zur Deutung des Materials

In Literatur und Dichtung wird Porphyr aufgrund seiner natürlichen Eigenschaften (Härte und Beständigkeit) oder seiner antiken Verwendung als herrschaftliches Symbol genannt oder metaphorisch eingesetzt.

Bereits von den „Omphalia“ in Konstantinopel ist überliefert, dass die rangniedere Kaiserin oder auch der büßende Regent auf dem grünen, der Kaiser hingegen auf dem roten Porphyromphalion stand. Diese farbliche Unterscheidung findet man auch bei der Tinte, die der Kaiser zur Unterschrift nutzte: Im Namen des unmündigen Kaisers wurde grüne verwendet, während mündige Kaiser die purpurne nutzten. Der grüne lakedaimonische Porphyr wurde der Hierarchie der Bedeutungen entsprechend eingesetzt.[39]

Bei der Beschreibung des Grabmals von Kamille in seinem Eneasroman scheint sich Heinrich von Veldeke (1150–1190/1200) an vorhandenen Bauwerken, wie dem Mausoleum der Galla Placidia in Ravenna orientiert zu haben.[40] Das kann man möglicherweise auch auf eine von ihm genannte Porphyrsäule beziehen. Ähnliche Beispiele gab es im 12. Jh. in Kirchen Italiens in großer Zahl. In der Palastbeschreibung des mythischen Priesterkönigs Johannes, 3. Viertel 12. Jh., erwähnt er eine Stufe aus Porphyr.[41] Eine Porphyrstufe wird auch in Dante Alighieris (1265–1321) „Göttlicher Komödie“ bei der Beschreibung der Stufen zum Purgatorio erwähnt: „Lo terzo, che di sopra s’ammassiccia, porfido mi parea, sí fiammeggiante, come sangue che fuor di vena spiccia.“ („Die dritte, höchste, porphyrtondurchglutet / Zu klarem Rot, als ob des Pulses Welle / Mit frischverspritztem Strahl sie überblutet.“)[42] heißt es, wodurch der hohe Rang, den man damals dem Gestein beimaß, verdeutlicht wird.

In der Renaissance stand die Härte und Beständigkeit des Materials im Vordergrund.[43] So schrieb zum Beispiel auch Leonardo Da Vinci von der Härte dieses Materials.[44] Vasari begann in seiner „Einführung in die Künste“ bei den nach Härte sortierten Steinen mit Porphyr.]].[45]

Noch in Rainer Maria Rilkes (1875–1926) „Orpheus. Eurydike. Hermes“ wird die Schwere des Porphyrs hervorgehoben („und schwer wie Porphyr sah es aus im Dunkel“)[46]. Der Geologe John Scafe (1776–1843) setzte in seinem „King Coal’s Levee, or Geological Etiquette“ Porphyr mit Ägypten und Pracht gleich.[47]

IV. Phasen der Verwendung

A. Römische Kaiserzeit

Häufig wird mit Verweis auf Delbrueck[48] behauptet, dass bereits im Alten Ägypten oder im Ägypten der Ptolemäer Porphyr abgebaut worden sei und das Gestein schon in hellenistischer Zeit als Herrschaftszeichen gegolten habe.[49] Nachweislich abgebaut wurde er jedoch erst seit dem 1. Jh. n. Chr. Der Porphyr wurde parallel zu Buntmarmorsorten in der römischen Kaiserzeit verwendet. Er war keiner Reglementierung unterworfen.[50] Eine Gleichsetzung mit Purpur kann nach Ausweis der Skulpturen noch nicht erfolgt sein: Ein eindrucksvolles Beispiel sind hier die Barbarenstatuen vom Trajansforum in Rom,[51] deren Gewänder zwar in Porphyr gearbeitet wurden, aber gewiss nicht auf den teuren Purpurstoff verwiesen haben.

B. Spätantike

Die Gleichsetzung des Porphyrs mit der Purpurfarbe erfolgte vermutlich erst am Ende des 3. Jh., als unter Kaiser Diokletian das höfische Zeremoniell strengen Regeln unterworfen und in vielen Details ausgebaut wurde.[52] Das war die Voraussetzung für die große Bedeutung, die man dem Material in der Spätantike beimaß. Durch die Nennung im Preisedikt Diokletians[53] wird wiederum deutlich, dass der Stein zwar zu dieser Zeit noch käuflich zu erwerben, aber als teuerste ‚Marmorsorte’ nur für wenige erschwinglich war.

C. Mittelalter

In Byzanz knüpfte man an antike Traditionen an und verwendete Porphyr sowohl im profanen als auch im kirchlichen Bereich zur Herrschaftsrepräsentation. Die römische Kirche übernahm davon viele Elemente bei der Ausstattung ihrer Bauten (siehe V.B). Noch 1585 verbot Papst Sixtus V. (1585–1590) bei seinem Amtsantritt, dass man Porphyr in Rom zu einem anderen Zweck ausgrabe, als der Verwendung in Kirchen.[54]

D. Seit der Renaissance

Die Verwendung des Porphyrs vor allem im profanen Kontext setzte erst wieder mit der Renaissance ein. Nun wurden auch in größerer Zahl Skulpturen und Gebrauchsgegenstände aus diesem Material angefertigt.

Vor allem in Florenz und in Rom entstanden Werkstätten, die sich auf die Verarbeitung des Porphyrs spezialisierten, z. B. die der Ferrucci[55] oder des Tommaso Fedele[56] (1598–1658), und die den Bedarf an neuen Verwendungsmöglichkeiten außerhalb des herrschaftlichen und kirchlichen Bereichs deckten. Die Medici in Florenz, allen voran Cosimo de’ Medici, spielten dabei eine herausragende Rolle.[57]

Schon für Piero de’ Medici sind Porphyrfragmente, Säulchen, Basen und Kapitelle, in einem Inventar seines Palastes aus dem Jahr 1495 erwähnt.[58] Eine umfangreiche Sammlung legte Cosimo I. de’ Medici (1519–1574) an,[59] die in die Bestände des 1588 gegründeten Opificio delle Pietre Dure in Florenz übergingen.[60] Während es sich dabei vor allem um Material zur Weiterverarbeitung handelte, gab es aber auch Sammler, die offensichtlich antike Porphyrskulpturen nicht nur des Materials wegen, sondern auch um ihrer selbst willen schätzten. Zu ihnen gehörte Andrea della Valle (1463–1534), in dessen Haus Vasari Porphyrskulpturen wie die gefangenen Barbaren und die Wölfin (Abb.) sah.[61]

Außerhalb Italiens wurden Objekte aus Porphyr nur selten systematisch gesammelt: Insbesondere Kardinal Richelieu (1585–1642), Kardinal Mazarin (1602–1661) und Ludwig XIV. (reg. 1643–1715) erwarben nachantike, auch eigens angefertigte Stücke – zumeist Vasen und Büsten.[62] Belegt sind Objekte aus Porphyr auch in den Sammlungen von König Philipp IV. von Spanien (1605–1665) oder auch von Richard Seymour-Conway, 4th Marquess of Hertford (1800–1870).[63]

V. Verwendung

A. Sepulkraler Kontext

Angeblich sollen bereits die römischen Kaiser Nero (reg. 54–68) und Septimius Severus (reg. 193–211) in Porphyrurnen bzw. -sarkophagen bestattet worden sein, doch erst nach Kaiser Diokletian ist dies nachweisbar. In die Zeit Konstantins des Großen (reg. 306–337) gehören zwei Sarkophage in Rom mit einer Schlacht- und einer Weinleseszene. Sie werden mit Helena (248/250 bis um 330) und Konstantia (um 320–354), also mit Mutter und Tochter des Kaisers, in Verbindung gebracht (Abb., Abb.). Konstantin ließ sich in einem Porphyrsarkophag in der Apostelkirche in Konstantinopel bestatten. In seiner Nachfolge fanden zahlreiche Kaiser in Byzanz ihre letzte Ruhe in Porphyrsarkophagen.[64] Man versuchte, im Westen des Reiches an diese Tradition anzuknüpfen. Möglicherweise wurden Theoderich der Große (451/56–526) in Ravenna und sicher Peter der Große von Aragón (1240–1285) im Kloster Santes Creus in Katalonien in wiederverwendeten Porphyrwannen bestattet.[65] In Anlehnung an Byzanz wurden dann auch König Roger II. (reg. 1130–1154), Kaiser Heinrich VI. (1165–1197), seine Gattin Konstanze von Sizilien (1154–1198) und Kaiser Friedrich II. (1194–1250; Abb.) in der Kathedrale von Palermo in Porphyrsarkophagen beigesetzt.[66] Wegen des knappen Materials mussten auch Säulen zu Sarkophagen umgearbeitet werden. Für die Gräber der Könige Roger II. und Henry III. (gest. 1272), letzteres in Westminster Abbey in London (Abb.), griff man auf einfache Porphyrplatten zurück.

An diese Bedeutung des Materials knüpfte man noch für die Bestattung König Umbertos I. von Italien (reg. 1878–1900) mit seinem porphyrnen Grabmal im Pantheon von Rom an (Abb.). Auch an Emanuele Philiberto (1869–1931), Herzog von Aosta, erinnert auf dem Soldatenfriedhof von Redipuglia ein Grabmal aus einem Porphyrblock.

Päpste nutzten diese Art der Bestattung ebenfalls: Bezeichnenderweise waren es mit Innozenz II. (reg. 1130–1143) und Anastasius IV. (reg. 1153–1154) gerade zwei Zeitgenossen Rogers II., die sich erstmals in konstantinischen Porphyrsarkophagen (Abb., Abb.) bestatten ließen, aufgestellt im Mittelschiff der Lateransbasilika.[67] Das gleiche galt noch für Clemens XII. (reg. 1730–1740, Abb.).

Auch die Medici nutzten in Florenz Porphyr für ihre Grablegen: So schuf Andrea del Verrocchio (1435/1436–1488) die Grabmäler für Cosimo (Abb.) sowie Giovanni (gest. 1463) und Piero de’ Medici (gest. 1469) in der Basilika San Lorenzo in Florenz (Abb.).[68] Als Markierung diente Porphyr ferner für die Gräber von Piccarda Bueri (1368–1433) in San Lorenzo (Florenz) sowie Ferdinando I. de’ Medici (1549–1609).[69] Auf den sepulkralen Kontext verweist auch das Motiv des Sarkophags aus Porphyr in der Malerei als Vanitassymbol (z. B. Abb.).[70]

B. Ausstattung von profanen Räumen

1. Omphalia

Als Markierungen waren Porphyrscheiben in verschiedenen Räumen des kaiserlichen Palastes in Konstantinopel in den Boden eingelassen, sogenannte Omphalia. Auf ihnen standen aber nicht nur Herrscher oder Herrscherin, sondern dort konnten auch die verstorbenen Herrscher aufgebahrt oder rechtskräftig Schuldbriefe verbrannt werden.[71]

Die Gleichsetzung des Porphyrs mit Purpur hatte zur Folge, dass auch die Omphalia im Sinne der „adoratio purpurae“ verehrt wurden, denn es ist überliefert, dass ausländische Gäste sich auf ihnen niederwerfen oder sie küssen mussten.[72]

2. Porphyra

Nach seiner Ausstattung mit Porphyrplatten wurde ein Gebäude auf dem Areal des kaiserlichen Palasts in Byzanz „Porphyra“ genannt, in dem Mitglieder der kaiserlichen Familie entbunden wurden. Über den Bau berichtete Anna Komnena, die Tochter des Kaisers Alexios I. Komnenos (1081–1118), dass er viereckig gewesen sei und ein pyramidales Dach getragen habe. Die Porphyra sei mit dem purpurfarbenen Stein ausgekleidet, den die früheren Kaiser (in Konstantinopel) aus Rom mitgebracht hätten. Die Zeit ihrer Entstehung ist umstritten, doch deuten die inoffiziellen Bezeichnungen „natus in purpure“ für Honorius (geb. 384) und „ἐν τὴν πορφύρα“ für Theodosius II. (geb. 401) darauf hin, dass es die Porphyra schon am Ende des 4. Jh. gegeben hat.[73]

In der byzantinischen Geschichtsschreibung begegnet aufgrund dieses Geburtsortes häufiger die Bezeichnung „porphyrogennetos“, was meist mit purpurgeboren übersetzt wird. Dieser Ausdruck wird für legitime Kinder aus der kaiserlichen Familie verwendet, die entweder in der „Porphyra“ oder nach Regierungsantritt des Vaters geboren wurden.[74]

C. Ausstattung von Sakralräumen

1. Wand, Fußboden und Säule

Zur Repräsentation des Herrschers in Byzanz gehörte auch die Hervorhebung seines Standortes während der Liturgie. Das porphyrne Omphalion in der Hagia Sophia hatte einen Durchmesser von mehr als 3 m und ist wohl im 14. Jh. zerstört und durch eine Granitplatte ersetzt worden. Der Platz der Kaiserin hingegen war auf einem Omphalion aus grünem Porphyr auf der Empore.

Die Sitte der Omphalia (s. V.B.1). gelangte mit der Aneignung des kaiserlichen Zeremoniells durch den Papst ebenfalls nach Rom. Hier wird dann der lateinische Begriff „rota“ verwendet.[75] Eine „rota porphyretica“ wird für Alt-St. Peter erstmals für die Zeit um 900 erwähnt (Abb.). Ihr kam bei verschiedenen Kaiserkrönungen seit Otto I. (962–973) und im Ritus der Papstkrönung eine herausragende Bedeutung zu.[76] In der Längsachse der konstantinischen Basilika waren Porphyrplatten in den Boden eingelassen: vor dem Haupteingang im Narthex ursprünglich ein Kreuz, später eine Rota. Dann befand sich im Mittelschiff eine weitere Rota und schließlich war der Boden vor der Confessio mit Porphyr ausgelegt.[77]

Die in den Boden eingelassenen Porphyrscheiben in den Kirchen Roms des 12. bis 14. Jh. sind häufig Kosmatenarbeiten; man kann sie wohl auf die Vorbilder in Alt-St. Peter zurückzuführen; ob sie auch eine liturgische Funktion besaßen, ist nicht nachgewiesen.[78] In Westminster Abbey in London sind in den Boden vor dem Altar zwei Porphyrscheiben, ebenfalls eine Kosmatenarbeit, eingelassen (Abb.).

Bei der Ausgestaltung der Kapelle im Palazzo Medici-Riccardi in Florenz spielte der Auftraggeber, vermutlich Piero de’ Medici, auf die repräsentative Bedeutung des Materials an: Die zentral in den Boden eingelassene große Porphyrrota war sein Standplatz und zugleich Mittelpunkt der Kapelle, wie für den Empfang des Mailänders Galeazzo Maria Sforza (1444–1476) überliefert ist.[79]

Der Porphyr ist häufig der einzige Stein, der in frühchristlichen und mittelalterlichen Quellen wie dem „Liber Pontificalis“ bei der Gestaltung von Kirchen ausdrücklich erwähnt wird.[80]

Honorius I. (reg. 625–638) ließ beim Neubau von S. Agnese fuori le mura auch die Apsisinnenwand mit Lisenen aus Porphyr ausstatten, ganz ähnlich der Apsis von S. Sabina, wodurch dieser Bereich jeweils besonders hervorgehoben wurde. Auch die Apsis der Capella Palatina in Palermo ist durch porphyrne Lisenen gegliedert, sie wurde von Roger II. in Auftrag gegeben und 1140 geweiht. Darüber hinaus tragen dort Porphyrsäulen die der Apsis vorgeblendeten Bögen.[81] Ebenso wurde die Apsis von S. Maria in Domnica mit Porphyrsäulen am Apsisbogen versehen, die man in späterer Zeit mit gemalten Bögen zu einer Kolonnade ergänzte.[82] Möglicherweise wurde auch noch im Chor des Magdeburger Doms darauf Bezug genommen, Otto der Große hatte Porphyrsäulen aus Ravenna schon für den ottonischen Bau herbeischaffen lassen (Abb.).

Auch im Bereich der Confessio in frühchristlichen Kirchen setzte man Porphyr häufig ein. Das betraf sowohl den Fußboden, die Treppen als auch die Confessio-Wände, die mit Platten geschmückt und hervorgehoben wurden, wie für Alt-St. Peter durch Papst Leo I. und für S. Maria Maggiore durch Paschalis I. überliefert.[83]

Den Eingang des Baptisteriums des Lateran, das Kaiser Konstantin der Große ausstatten ließ, zierten monumentale Porphyrsäulen (Abb.).[84] Möglicherweise ließ dieser auch schon die acht Säulen errichten, die später von Papst Sixtus III. (reg. 432–440) als Stützen für die Kuppel verwendet wurden (Abb.). Unter Papst Hilarius (reg. 461–468) wurde zwischen dem Taufbecken und dem Oratorium des Hl. Kreuzes im Norden ein Atrium mit Wasserbecken angebaut, das mit Porphyr verkleidet wurde. Damals bekamen auch die Kapellen an der Ost- und Westseite des Baptisteriums von Porphyrsäulen flankierte Eingänge.[85] Nach diesem Vorbild ließ Sixtus III. die Taufkapelle von S. Maria Maggiore ebenfalls mit Porphyr ausstatten.[86] Sicher in Anlehnung an diese Traditionen in Rom wurde der Stein auch in anderen Baptisterien in Italien an besonderer Stelle verbaut, wie z. B. in der Taufkapelle der Kathedrale von Ravenna, die wohl unter Bischof Ursus (reg. um 399 bis um 426) errichtet und unter Bischof Neon (reg. um 450 bis um 473) restauriert wurde (Abb.).[87]

Wie wertvoll der Porphyr gerade im Früh- und Hochmittelalter war, zeigt der Einsatz sogar weniger repräsentativer Stücke innerhalb der Architektur.

Sowohl roter als auch grüner Porphyr gehörten zu den beliebtesten Materialien der Kosmaten. Neben den eingelassenen Scheiben im Boden, findet sich das Material bevorzugt an Ambo bzw. Kanzel (Abb.) oder Kathedra des Bischofs (Abb.)[88].

2. Taufbecken

Im Baptisterium des Lateran ließ Konstantin der Große, wie im „Liber Pontificalis“ berichtet wird,[89] in der Mitte ein porphyrnes Becken einrichten und darin eine Porphyrsäule mit einer Weihrauchschale.

Aus Porphyr wurden auch nördlich der Alpen Taufbecken gefertigt, insbesondere dort, wo keine eigene Taufkapelle vorhanden war. Das Taufbecken im Magdeburger Dom wurde von Kaiser Otto dem Großen (reg. 962–973) zusammen mit anderen Spolien aus Italien, eventuell aus Ravenna, gestiftet (Abb.).

Um ehemals römische Badewannen handelt es sich bei den porphyrnen Taufbecken in der Metzer Kathedrale und im Dom zu Mailand (Abb.).

Vereinzelte Beispiele gibt es noch aus dem 20. Jh., so in S. Frediano in Pisa ein porphyrnes Taufbecken mit Trägerfigur aus dem beginnenden 20. Jh. (Abb.) und ein zweites, das Stephen Cox (geb. 1946) für St. Paul, Harringay, London[90], am Ende des 20. Jh. schuf.

3. Altar

Wahrscheinlich ausgehend von den frühen konstantinischen Ausgestaltungen des Petrus- und des Laurentiusgrabes im Vatikan bzw. an der Via Tiburtina wurden auch spätere (Grab-)Altäre zum Teil sehr aufwendig mit Porphyr ausgestattet. Konstantin hatte nach dem „Liber Pontificalis“ das Grab des Petrus mit Porphyrsäulen und das des Laurentius in unbekannter Form mit Porphyr versehen lassen.[91] Papst Sixtus III. ließ die Confessio des Laurentiusgrabes mit Säulen und Platten (Fußboden oder Stylobat) schmücken, ähnlich der gleichzeitigen Ausstattung des Petrusgrabes. Ein weiteres Beispiel für eine solche Ausgestaltung bietet S. Lorenzo fuori le mura.[92] Auch Honorius I. (reg. 625–638) hat diese Tradition bei den Neubauten von S. Agnese (Abb.) und S. Pancrazio fortgeführt. Später kamen vor allem noch Leo III. (reg. 795–816)[93] und auch Sergius II. (reg. 844–847)[94] als Auftraggeber hinzu. Im 9. Jh. hatten die wichtigsten Patriarchalbasiliken ein Altarziborium mit Porphyrsäulen.

Die vier – mittlerweile freistehenden – Säulen in der Apsis von Sant'Apollinare Nuovo in Ravenna, 4. Jh. (?), oder der Altarbaldachin in Sant'Ambrogio in Mailand, 4. Jh. (?), zeugen davon, dass die Tradition, den Altarbaldachin auf Porphyrsäulen zu lagern, ebenso in Norditalien bekannt war (Abb., Abb.).[95]

Auch die Altäre selbst wurden mit Porphyr geschmückt, allerdings ist dies in der Regel nicht genau datierbar. Stipites aus Porphyr sind u. a. erhalten oder überliefert für S. Lorenzo fuori le mura (Abb.), S. Pancrazio, S. Cecilia und S. Maria ad Martyres (Pantheon) in Rom.[96]

Mittelalterliche Tragaltäre enthalten einen gesalbten und geweihten Stein (bezeugt seit 517 mit dem 26. Kanon des Konzils von Epao).[97] Die Art des Steins wurde jedoch nicht bestimmt. So muss man die häufige Verwendung von rotem und grünem Porphyr in diesem Zusammenhang dem Bestreben nach einer besonders wertvollen Ausführung zurechnen (z. B. Abb.).[98]

Der britische Bildhauer Stephen Cox griff im 20. Jh. bei der Ausstattung von St. Paul in Harringay (London) auch auf diese Tradition zurück und schuf einen monumentalen Altar aus Porphyr (Abb.).[99]

4. Reliquiar

In karolingischer Zeit wurde es in Rom üblich, die Reliquien in Porphyrwannen unterhalb des Altars zu bestatten.[100] In der Basilika der Ss. Quattro Coronati auf dem Coelius-Hügel in Rom befinden sich die Wannen aus Porphyr mit den Gebeinen der Märtyrer in der Krypta; Papst Leo IV. (reg. 847–855) ließ sie unter dem Altar bestatten (Abb.).[101] Die „Vier Gekrönten“ waren Steinmetze, die zur Zeit des Kaisers Diokletian im Porphyrsteinbruch gearbeitet hatten; als sie sich als Christen jedoch weigerten, eine Statue des Gottes Asklepios herzustellen, wurden sie der Legende nach lebendig in Bleisärge eingeschlossen und in einen Fluss geworfen.[102] In der Eugenia-Kapelle in der Basilika Ss. Apostoli in Rom befindet sich ebenfalls unter dem Altar eine Porphyrwanne mit Reliquien.

Die Wannen und Sarkophage mit Gebeinen wurden später für Altäre verwendet wie in S. Bartolomeo all’Isola, 12. Jh. (Abb.), und in S. Pancrazio, erbaut unter Honorius I. (reg. 625–638), in Rom.

Selten war die Aufstellung innerhalb eines barocken Altaraufbaus, z. B. in St-Maximin (Département Var) mit Reliquien der Maria Magdalena (Abb.).[103]

Darüber hinaus waren Objekte aus Porphyr wie die angebliche Geißelsäule Christi[104] oder Gefäße, die mit dem Weinwunder Jesu bei der Hochzeit zu Kanaa in Verbindung gebracht wurden (Abb.)[105], als sekundäre Reliquien Gegenstand der Verehrung.

D. Porträt

Erst mit der Gleichsetzung von Porphyr mit Purpur in der Spätantike wurde das Material häufig für Kaiserporträts verwendet. Am bekanntesten sind die Tetrarchen von San Marco in Venedig (Abb.). Sie schmückten ursprünglich als Reliefs die oberen Schäfte eines Doppelsäulenmonuments in Thessaloniki oder einer anderen spätantiken Residenz und wurden von dort nach Konstantinopel gebracht. Mit den Kreuzfahrern gelangten dann lediglich die herausgesägten Figuren als Beute nach Venedig – wobei ein Fuß verloren ging und in Istanbul blieb.[106]

Francesco di Giovanni Ferrucci, gen. del Tadda schuf erstmals nach den spätantiken/frühbyzantinischen Beispielen eine Reihe von Porträts aus diesem Stein: Elf von Ihnen gehören zu einer Serie von Medaillons, die Profilansichten einzelner Mitglieder der Medici im Relief zeigen (Abb.). Ein Selbstbildnis in vergleichbarer Machart ziert auch sein Grab.[107]

In der Folge sind zahlreiche, vor allem rundplastische Porträts aus Porphyr entstanden. Meist zeigen sie antike Herrscher, wie Alexander den Großen (356–323 v. Chr.; Abb.), oder römische Kaiser.[108]

Seltener sind Porträts von neuzeitlichen kirchlichen und weltlichen Würdenträgern. Zu den Päpsten, die ihr Bildnis in Porphyr verewigen ließen, gehörten Urban VIII. (reg. 1623–1644) und Innozenz X. (reg. 1644–1655; Abb.).[109]

E. Denkmäler, Skulpturen und Reliefs

Nachahmungen von Porphyrdenkmälern in Form von monumentalen Säulen oder Obelisken[110], wie sie in Konstantinopel standen und spätestens seit den Kreuzfahrern auch im Westen bekannt waren, scheint es dort im Mittelalter nicht gegeben haben. Porphyrsäulen fanden zwar danach als Träger von Statuen o. ä. Verwendung, doch waren diese Ensembles von bescheidenerem Ausmaß.[111]

Auch in der italienischen Renaissance war die Anfertigung einer ca. 2,40 m hohen Skulptur der Iustitia aus mehreren Porphyrstücken eine Ausnahme, da das Material erschöpft war, das man aus den antiken Ruinen hätte bergen können. Die Figur wurde im Auftrag von Cosimo de’ Medici von Francesco di Giovanni Ferrucci, gen. del Tadda als Bekrönung einer monumentalen Säule aus Granit auf der Piazza S. Trinita in Florenz geschaffen (Abb.).[112] Von der ‚lebensgroßen‘ Mosesstatue des Palazzo Pitti schuf Raffaello Curradi (1611–1655)[113] lediglich den Kopf und die Extremitäten, der Torso ist antik.

Die übrigen rundplastischen Werke sind entweder Büsten oder kleinere Skulpturen, z. B. ein schlafender Junge von Tommaso Fedele (1598–1658).[114] Von diesem Bildhauer sind auch Porphyrreliefs mit Kinderdarstellungen erhalten: ein Johannes, ein Herakles und eine Allegorie der himmlischen und irdischen Liebe (Abb.).[115]

Im 20. Jh. schuf Stephen Cox mit damals abgebautem Porphyr vom Mons Porphyrites verschiedene Skulpturen, bei denen er sich mit der antiken Verwendung des Gesteins auseinandersetzte.[116]

F. Möbel

Seit dem 16. Jh. kamen Pietra dura-Arbeiten (s. Inkrustation) wieder in Mode, von denen noch antike Beispiele erhalten waren.[117] Besondere Berühmtheit erlangte die Florentiner Werkstatt der Medici[118], die im Jahr 1588 von Ferdinando I. de’ Medici gegründet wurde und bis 1859 existierte. Aus der Spätzeit stammt eine Porphyrtischplatte mit Muscheln und Korallen (Abb.).[119] Teile der auf die Sammlung der Medici zurückgehenden, umfangreichen Steinvorräte sind im Hof des Opificio delle Pietre Dure deponiert.

G. Gebrauchsgegenstände

Die Verwendung des harten Gesteins für Mörser und Reibplatten für Schminke und Malerpigmente, die bereits für die römische Kaiserzeit belegt ist, wurde im 15. Jh. wiederbelebt und blieb bis ins 18. Jh. hinein üblich (Abb.).[120]

Am häufigsten sind aus Porphyr gefertigte Vasen erhalten.[121] Die ältesten stammen aus dem 16. Jh., die Mehrzahl wurde jedoch im 17. und 18. Jh. hergestellt (Abb., Abb.); häufig aufwendig montiert waren sie begehrte Sammelobjekte (siehe dazu IV.D). Einige konnten der Werkstatt des Bildhauers Silvio Calci (tätig um 1640–1650) zugewiesen werden.[122]

Aus dem 19. Jh. sind Gegenstände aus Porphyr wie Tabaksdosen, Besteck (Abb.), Briefbeschwerer, Schreibutensilien, antikisierende Miniatursäulen oder auch Lampen- und Kerzenständer erhalten.[123]

VI. Substitute und Imitationen

Wenn das Material nicht vorrätig oder zu teuer war, wurde Porphyr nicht selten imitiert. Man konnte anstelle des Porphyrs „Rosso antico“ nutzen (Abb.). Dieser Stein ist ähnlich rot gefärbt, weist aber nicht die weißen Einschlüsse auf.[124] Häufig ist die in Scagliola gearbeitete Nachahmung des Porphyrs, ebenso die Imitation durch Malerei. Diese illusionistische Kunst der Stuckateure stieß auch auf Kritik.[125]

Auch ephemere Monumente des Barock wurden gelegentlich durch eine Porphyr vortäuschende Fassung nobilitiert, z. B. der Sockel für das hölzerne Reiterdenkmal zum feierlichen Einzug Kurfürst Max Emanuels von Bayern 1686 in München.[126]

A. Architektur

„Rosso antico“ diente häufig als Ersatz für Porphyr in der Verkleidung der Apsiswand in Anlehnung an Alt-St. Peter, S. Sabina und S. Agnese in Rom, so z. B. in S. Prassede in Rom, wo dieses Material auch für die Podiumstreppen verwendet wurde. Eine malerische oder in Scagliola gearbeitete Nachahmung des Porphyrs gab es seit der Renaissance, z. B. für die Wanddekoration im Heiligen Grab in S. Pancrazio in Florenz durch Giovanni da Piamonte aus der 2. Hälfte 15. Jh. (Abb.) und in der sog. Reichen Kapelle in der Münchner Residenz.

B. Skulptur und Kunstgewerbe

Auch im Bereich der Skulptur glich man den Materialmangel mit Imitationen aus. Herzog (später Kurfürst) Maximilian I. (reg. 1597–1651) von Bayern ließ bei der Ausstattung der Münchner Residenz im Zentrum des Bildprogramms seines Kaisersaals eine „Virtus“ aus Porphyr imitierender Scagliola platzieren.[127] Vasen aus „Rosso antico“ wurden im 18. und 19. Jh. wie ihre Vorbilder aus Porphyr mit metallener Montur versehen (Abb.). Der Ersatz durch bemaltes Holz kommt ebenfalls bei Vasen des 18. oder 19. Jh. vor (Abb.).[128]

Napoleon Bonaparte (gest. 1821) wurde in einem Sarkophag aus „Rosso antico“ beigesetzt (Abb.), was offensichtlich an die kaiserlichen Porphyrsarkophage anknüpfen sollte.[129]

Nicht zuletzt wurden die Materialien Glas (Abb.), und Porzellan (Abb.) so verarbeitet bzw. dekoriert, dass sie roten oder grünen Porphyr imitieren.[130] Fiktiver Porphyr konnte durch Wachs, Öl oder eine Politur zum Glänzen gebracht werden, so dass er dem echten Porphyr auch darin glich.[131]

C. Malerei

Nicht nur in der Buchmalerei[132], sondern auch auf den Rückseiten von Gemälden der Renaissance sind Porphyrplatten illusionistisch wiedergegeben.[133] Letzteres ist ein Phänomen, das im Zusammenhang mit dem Wettstreit der Künste im Zeitalter der Renaissance zu sehen ist,[134] denn auch wenn sie bislang nur für einzelne Künstler dokumentiert wurde, z. B. einem unbekannten Künstler aus Ferrara, Simone Martini (1284–1344), Michele Giambono (um 1400–1462), Gerard David (um 1460–1523), Zanobi Strozzi (1412–1468), Fra Bartolomeo (1472–1517), Giovanni di Paolo (um 1403–1482), Lippi Memmi (13./14. Jh.) oder Leonardo Da Vinci (1452–1519; Abb.)[135], scheint diese Art der Rückseitengestaltung häufiger vorzukommen. Dass es bei diesen gemalten Porphyrplatten um Dauerhaftigkeit geht, macht Jacometto Veneziano (15. Jh.) auf der Rückseite seines Bildnis von Alvise Contarini (New York, Metropolitan Museum of Art; Abb.) besonders deutlich: Das goldene Medaillon trägt die Inschrift „AIEI“, das griechische Wort für „ewig“, und zeigt einen jungen Hirschen oder Rehbock mit goldenem Halsband, was auf Plinius verweisen könnte, der den Hirschen ein langes Leben zuschrieb.[136]

Wenn die Maler ein Material „erschufen“, das zu den härtesten und beständigsten Werkstoffen der Bildhauer gehörte, stellten sie sich mit ihrer Kunst gleichsam über die Bildhauerei.

Anmerkungen

  1. Dieter Barz u. a., Porfido Rosso Antico, in: Porphyre, Aschaffenburg 2012 (Mitteilungen des naturwissenschaftlichen Museums Aschaffenburg, 26), S. 107.
  2. Helmut Dürbeck, Zur Charakteristik der griechischen Farbenbezeichnungen, Bonn 1977, S. 129–137. Zur Bezeichnung erklärte Isidor von Sevilla: „Nominis eius causa quod rubeat [ut] Purpura“ (Isidori Hispalensis Episcopi Etymologiarum sive Originum II., hg. von Wallace M. Lindsay, Oxford 1911); zu Purpur: Reinhold Meyer, History of Purple as a Status Symbol in Antiquity, Brüssel 1970.
  3. Thomas Raff, Die Sprache der Materialien. Anleitung zu einer Ikonologie der Werkstoffe, Münster u. a. 2008 (Münchner Beiträge zur Volkskunde, 37), S. 23; Sible de Blaauw, Papst und Purpur. Porphyr in frühen Kirchenausstattungen in Rom, in: Tesserae. Festschrift für Josef Engemann, Münster 1991 (= Jahrbuch für Antike und Christentum. Ergänzungsband, 18), S. 36–50.
  4. Sueton, Nero 50 (Sueton, Kaiserbiographien, lateinisch und deutsch, hg. und übersetztvon Otto Wittstock, Berlin 1993, S. 372); Theophanes Continuatus 5, 85: „λίθος“ (Theophanes Continuatus, Chronographia. Corpus Scriptorum Historiae Byzantinae, hg. von Immanuel Bekker, Bonn 1838, S. 327); Konstantinos VII. Porphyrogennetos, De Caeremoniis 2, 42 (Konstantinos VII. Porphyrogennetos, De Caeremoniis. Corpus scriptorum historiae byzantinae, hg. von Barthold Georg Niebuhr, Bonn 1829, S. 646); Lucan 10, 116: „lapis“ (M. Annaeus Lucanus, Bellum Civile/Der Bürgerkrieg, hg. von Wilhelm Ehlers, Darmstadt 1973, S. 478f.); Passio sanctorum IV coronatum 3: „metallum“ (Dario del Bufalo, Porphyry. Red Imperial Porphyry. Power and Religion, Turin u. a. 2012, S. 65); Historia Augusta, Heliogabal 24, 6: „saxum“ (Ernst Hohl [Hg.], Scriptores Historiae Augustae, Bd. 1, Leipzig 1965, S. 241).
  5. Hermann Dessau (Hg.), Inscriptiones latinae selectae, Bd. 1, Berlin 1892, S. 183 (ILS 822).
  6. Georg Petzl (Hg.), Die Inschriften von Smyrna, II, 1, Bonn 1987, S. 192, Nr. 697 (IGRR IV 1431, Z. 40/42).
  7. London, British Library, Inv.nr. Pap 328, Z. 20.
  8. Lucan 10, 116 (M. Annaeus Lucanus, Bellum Civile/Der Bürgerkrieg, hg. Wilhelm Ehlers, Darmstadt 1973, S. 478f.).
  9. Corpus Inscriptionum Latinarum 13, 04319: http://db.edcs.eu/epigr/epi (letzter Zugriff: 21.01.2016)
  10. Historia Augusta, Antoninus Pius 11, 8 (Ernst Hohl [Hg.], Scriptores Historiae Augustae, Bd. 1, Leipzig 1965, S. 45).
  11. Theophanes Continuatus 5, 85 (Theophanes Continuatus, Chronographia. Corpus Scriptorum Historiae Byzantinae, hg. von Immanuel Bekker, Bonn 1838, S. 327).
  12. Konstantinos VII. Porphyrogennetos, De Caeremoniis 2, 42 (Konstantinos VII. Porphyrogennetos, De Caeremoniis. Corpus scriptorum historiae byzantinae, hg. von Barthold Georg Niebuhr, Bonn 1829, S. 646).
  13. Sible de Blaauw, Papst und Purpur. Porphyr in frühen Kirchenausstattungen in Rom, in: Tesserae. Festschrift für Josef Engemann, Münster 1991 (= Jahrbuch für Antike und Christentum. Ergänzungsband, 18), S. 37.
  14. Plinius d. Ä., Naturgeschichte, Buch 36, 55: „Lacedaemonium“ (C. Plinius Secundus d. Ä. Naturkunde, lateinisch und deutsch, Buch 36, hg. von Roderich König, München 1992, S. 46); Lukian, Hippias, 5: „λακαίνη Λίθος“ (Lucian, Bd. 1, hg. von Austin M. Hamon, London 1921, S. 40); Expositio totius mundi et gentium 52: „lapis lacedaemonius“ (Expositio totius mundi et gentium, hg. von Giacomo Lumbroso, Rom 1899, S. 37); dazu: Raniero Gnoli, Marmora Romana, Rom 1971, S. 115–118; Monumenta Germaniae Historica, Scriptores, Bd. 14, hg. von Friedrich Vollmer, Hannover 1905, ND München 1984, S. 4 (Lied III); Raniero Gnoli, Marmora Romana, Rom 1971, S. 115–118; zum krokeischen Stein aus geologischer Sicht: Joachim Lorenz, „Porfido verde antico“ von Krokees, Lakonien, Peloponnes, Griechenland. Der originale Fundort zwischen Faros und Stefania, in: Porphyre, Aschaffenburg 2012 (Mitteilungen des naturwissenschaftlichen Museums Aschaffenburg, 26), S. 24–41.
  15. Giorgio Vasari, Einführung in die Künste der Architektur, Bildhauerei und Malerei, übersetzt von Victoria Lorini, hg., kommentiert und eingeleitet von Matteo Burioni, Berlin 2006, S. 32 mit Anm. 25.
  16. Valerie Maxfield und David Peacock, The Roman Imperial Quarries. Survey and Excavation at Mons Porphyrites 1994–1998, Bd. 1, London 2001; dies., The Roman Imperial Quarries. Survey and Excavation at Mons Porphyrites 1994–1998, Bd. 2, London 2007 (jeweils mit ausführlicher Bibliographie); Michael T. Klein, Untersuchungen an den kaiserlichen Steinbrüchen an Mons Porphyrites und Mons Claudianus in der östlichen Wüste Ägyptens, Bonn 1988.
  17. Valerie Maxfield und David Peacock, The Roman Imperial Quarries. Survey and Excavation at Mons Porphyrites 1994–1998, Bd. 1, London 2001, Abb. 1.3.
  18. Valerie Maxfield und David Peacock, The Roman Imperial Quarries. Survey and Excavation at Mons Porphyrites 1994–1998, Bd. 1, London 2001, S. 12–57.
  19. Zum „ἀρχιτέκτων“: Mariano San Nicoló, Ägyptisches Vereinswesen zur Zeit der Ptolemäer und Römer, Bd. 1, München 1972, S. 87–89; Kurt Fitzler, Steinbrüche und Bergwerke im ptolemäischen und römischen Ägypten. Ein Beitrag zur antiken Wirtschaftsgeschichte, Leipzig 1910, S. 57–65.
  20. Zu den Arbeitskräften: Michael T. Klein, Untersuchungen an den kaiserlichen Steinbrüchen an Mons Porphyrites und Mons Claudianus in der östlichen Wüste Ägyptens, Bonn 1988, S. 25–45; Helmut Wilsdorf, Bergleute und Hüttenmänner im Altertum bis zum Ausgang der römischen Republik. Ihre wirtschaftliche, soziale und juristische Lage, Berlin 1952.
  21. David Peacock, The Passio Sanctorum Quattuor Coronatorum: A Petrological Approach, in: Antiquity 69, 1995, S. 362–368; Dario del Bufalo, Porphyry. Red Imperial Porphyry. Power and Religion, Turin u. a. 2012, S. 65–82.
  22. Valerie Maxfield und David Peacock, The Roman Imperial Quarries. Survey and Excavation at Mons Porphyrites 1994–1998, Bd. 2, London 2007, S. 414–426.
  23. Plinius d. Ä, Naturgeschichte, Buch 36, 57: C. Plinius Secundus d. Ä. Naturkunde, lateinisch und deutsch, Buch 36, hg. und übersetzt von Roderich König, München 1992, S. 48f.
  24. Eine Münze des Konstantius II. (reg. 337–361), eine Münze des Theodosius I. (reg. 379–394); Kleinfunde, des 4. oder frühen 5. Jh.: Michael T. Klein, Untersuchungen an den kaiserlichen Steinbrüchen an Mons Porphyrites und Mons Claudianus in der östlichen Wüste Ägyptens, Bonn 1988, S. 108f.; Valerie Maxfield und David Peacock, The Roman Imperial Quarries. Survey and Excavation at Mons Porphyrites 1994–1998, Bd. 2, London 2007, S. 414–426.
  25. Z. B. Passio SS. Quattuor Coronatorum Auctore Porphyrio, sanctorum IV coronatorum, in: Dario Del Bufalo, Porphyry. Red Imperial Porphyry. Power and Religion, Turin 2012, S. 65–72 (lat. und engl.); Eusebius, De martyribus palaestinae 8: Eusèbe de Césarée. Histoire ecclésiastique, Bd. 3, hg. von Gustave Bardy und Pierre Périchon (Sources Chrétiennes, 55), Paris 1959, S. 121–174; Wilhelm Schamoni (Hg.), Martyrer der Frühkirche. Berichte und Dokumente des Eusebius von Cäsarea, Düsseldorf 1964, S. 155-158.
  26. Suzanne B. Butters, The Triumph of Vulcan. Sculptors’ Tools, Porphyry, and the Prince in Ducal Florence, Bd. 1, Florenz 1996, S. 35–40.
  27. Valerie Maxfield und David Peacock, The Roman Imperial Quarries. Survey and Excavation at Mons Porphyrites 1994–1998, Bd. 1, London 2001, S. 8.
  28. Valerie Maxfield und David Peacock, The Roman Imperial Quarries. Survey and Excavation at Mons Porphyrites 1994–1998, Bd. 1, London 2001, S. 8.
  29. Pausanias 3, 21, 4, Pausanias. Beschreibung Griechenlands, übers. und hg. Ernst Meyer, Zürich 1954, S. 177; Plinius d. Ä, Naturgeschichte, Buch 36, 55: C. Plinius Secundus d. Ä. Naturkunde, Buch 36, lateinisch und deutsch, hg. von Roderich König, München 1992, S. 47; vgl. Raniero Gnoli, Marmora Romana, Rom 1971, S. 115–118.
  30. Giorgio Vasari, Einführung in die Künste der Architektur, Bildhauerei und Malerei, übers. von Victoria Lorini, hg., kommentiert und eingeleitet von Matteo Burioni, Berlin 2006, S. 32f.
  31. Joachim A. Lorenz, „Porfido verde Antico“ von Krokees, Lakonien, Peloponnes, Griechenland, in: Porphyre, Aschaffenburg 2012 (Mitteilungen des naturwissenschaftlichen Museums Aschaffenburg, 26), S. 23–41.
  32. Giorgio Vasari, Einführung in die Künste der Architektur, Bildhauerei und Malerei, übers. von Victoria Lorini, hg., kommentiert und eingeleitet von Matteo Burioni, Berlin 2006, S. 28.
  33. Giorgio Vasari, Einführung in die Künste der Architektur, Bildhauerei und Malerei, übers. von Victoria Lorini, hg., kommentiert und eingeleitet von Matteo Burioni, Berlin 2006, S. 30.
  34. Peter Cornelius Claussen, Magistri Doctissimi Romani. Die römischen Marmorkünstler des Mittelalters, Stuttgart 1987; Dorothy F. Glass, Studies on Cosmatesque Pavements, Oxford 1980; Dario del Bufalo, Marmorari magistri romani, Rom 2010; Sarkophage in Palermo: Joachim Poeschke, Regum Monumenta. Kaiser Friedrich II. und die Grabmäler der normannisch-staufischen Herrscher im Dom zu Palermo, München 2011; Josef Deér, The Dynastic Porphyry Tombs of the Norman Period in Sicily, Cambridge 1959; Serbaldi della Pescia, Pietro Maria, in: Allgemeines Künstlerlexikon-Internationale Künstlerdatenbank-Online; Dario del Bufalo, Porphyry. Red Imperial Porphyry. Power and Religion, Turin u. a. 2012, S. 45 und Nr. S64.
  35. Giorgio Vasari, Einführung in die Künste der Architektur, Bildhauerei und Malerei, übers. von Victoria Lorini, hg., kommentiert und eingeleitet von Matteo Burioni, Berlin 2006, S. 25–32 (jedoch falsch mit dem Sarkophag der Helena anstelle der Konstantia bebildert); Suzanne B. Butters, The Triumph of Vulcan. Sculptors’ Tools, Porphyry, and the Prince in Ducal Florence, Bd. 1 und 2, Florenz 1996; Daniela di Castro Moscati, The Revival of the Working of Porphyry in Sixteenth-Century Florence, in: Apollo 126, 1987, Nr. 308, S. 242–248; Philippe Malgouyres, Porphyre. La pierre pourpre des Ptolémées aux Bonaparte, Paris 2003, S. 17–23.
  36. Benvenuto Cellini: La vita, I trattati, hg. von Pietro Scarpellini, Rom 1967, S. 552.
  37. Suzanne B. Butters, The Triumph of Vulcan. Sculptors’ Tools, Porphyry, and the Prince in Ducal Florence, Bd. 1, Florenz 1996, S. 158; Bd. 2, Abb. 45.
  38. Porträt des jungen Ferdinand de’ Medici, Öl auf Porphyr, Mailand, Gallerie Carlo Orsi (Suzanne B. Butters, The Triumph of Vulcan. Sculptors’ Tools, Porphyry, and the Prince in Ducal Florence, Bd. 2, Florenz 1996, Taf. XXXII).
  39. Richard Delbrueck, Antike Porphyrwerke, Berlin und Leipzig 1932, S. 27.
  40. Ulrich Engelen, Die Edelsteine in der deutschen Dichtung des 12. und 13. Jahrhunderts, München 1978, S. 202.
  41. Der Priester Johannes, Bd. 1, hg. von Friedrich Zarncke, Leipzig 1879, S. 919, § 68. Ulrich Knefelkamp, Die Suche nach dem Reich des Priesterkönigs Johannes, Gelsenkirchen 1986; Dietrich Huschenbett, 'Priesterkönig Johannes' ('Presbyterbrief'), in: Verfasserlexikon 7, Berlin/New York 1989, Sp. 828–842.
  42. Purgatorio 9, 100: Dante Alighieri, Die göttliche Komödie, ital. und dt. von August Vezin, Basel 1989, S. 478f.
  43. Quellen zusammengestellt bei: Christiane J. Hessler, Zum Paragone. Malerei, Skulptur und Dichtung in der Rangstreitkultur des Quattrocento, Berlin 2014, S. 511, Anm. 828.
  44. Luca Beltrami (Hg.), Documenti e memorie riguardanti la vita e le opere di Leonardo da Vinci: in ordine cronologico, Mailand 1919, S. 135f., Nr. 212; Edoardo Sanguineti und Marcello Turchi (Hg.), Ludovico Ariosto, Orlando furioso, Mailand 1964, S. 1443.
  45. Giorgio Vasari, Einführung in die Künste der Architektur, Bildhauerei und Malerei, übersetzt von Victoria Lorini, hg., kommentiert und eingeleitet von Matteo Burioni, Berlin 2006, S. 25.
  46. Ernst Zinn, Rainer Maria Rilke. Die Gedichte, Frankfurt 1986, S. 488.
  47. Thomas Raff, Die Sprache der Materialien. Anleitung zu einer Ikonologie der Werkstoffe, München 2008 (Münchner Beiträge zur Volkskunde, 37), S. 79.
  48. Richard Delbrueck, Antike Porphyrwerke, Berlin und Leipzig 1932; zur historischen Entwicklung auch zusammenfassend bei Raniero Gnoli, Marmora Romana, Rom 1971, S. 98–118.
  49. So z. B. Anna Maria Giusti, Pietre Dure. Hardstone in Furniture and Decorations, London 1992, S. 36, Thomas Raff, Die Sprache der Materialien. Anleitung zu einer Ikonologie der Werkstoffe, Münster u. a. 2008 (Münchner Beiträge zur Volkskunde, 37), S. 134; Matteo Burioni, in: Giorgio Vasari, Einführung in die Künste der Architektur, Bildhauerei und Malerei, übers. von Victoria Lorini, hg., kommentiert und eingeleitet von Matteo Burioni, Berlin 2006, S. 13; Claudia Wedepohl, In den glänzenden Reichen des ewigen Himmels. Cappella del Perdono und Tempietto delle Muse im Herzogpalast von Urbino, München 2009, S. 81.
  50. Valerie Maxfield und David Peacock, The Roman Imperial Quarries. Survey and Excavation at Mons Porphyrites 1994–1998, Bd. 2: The Excavations, London 2007, S. 414–423.
  51. Dario del Bufalo, Porphyry. Red Imperial Porphyry. Power and Religion, Turin u. a. 2012, Nr. S16, S17; Philippe Malgouyres, Porphyre. La pierre pourpre des Ptolémées aux Bonaparte, Paris 2003, S. 48–51.
  52. Frank Kolb, Herrscherideologie in der Spätantike, Berlin 2001, S. 38–46.
  53. Zu den entsprechenden Stellen des Preisedikts: Michael T. Klein, Untersuchungen an den kaiserlichen Steinbrüchen an Mons Porphyrites und Mons Claudianus in der östlichen Wüste Ägyptens, Bonn 1988, S. 92–94; Siegfried Lauffer (Hg.), Diokletians Preisedikt, Berlin 1971, S. 192.
  54. Suzanne B. Butters, The Triumph of Vulcan. Sculptors’ Tools, Porphyry, and the Prince in Ducal Florence, Bd. 1, Florenz 1996, S. 43.
  55. Zu dieser ‚Wiederentdeckung‘: Suzanne B. Butters, The Triumph of Vulcan. Sculptors’ Tools, Porphyry, and the Prince in Ducal Florence, Bd. 1 und 2, Florenz 1996.
  56. Gerhard Bissell, Tommaso Fedele (1598), in: Allgemeines Künstlerlexikon-Internationale Künstlerdatenbank-Online; Daniela di Castro, Tommaso Fedeli, virtuoso del porfido, in: Antologia di Belle Arti 1993, S. 150–157; Stefano Pierguidi, The Bronze and Porphyry Portrait of Pope Urban VIII by Gian Lorenzo Bernini and Tommaso Fedeli, in: The Burlington Magazine 157, 2015, 1347, S. 394–397.
  57. Susan McKillop, Dante and Lumen Christi: A Proposal for the Meaning of the Tomb of Cosimo de’ Medici, in: Cosimo ‚il Vecchio‛ de’ Medici, 1389–1464, Oxford 1992, S. 245–301; Suzanne B. Butters, The Triumph of Vulcan. Sculptors’ Tools, Porphyry, and the Prince in Ducal Florence, Bd. 1 und 2, Florenz 1996; Andreas Beyer, Funktion und Repräsentation. Die Porphyr-Rotae der Medici, in: Andreas Beyer und Bruce Boucher (Hg.), Piero de’ Medici „il Gottoso“ (1416–1469), Berlin 1993, S. 151–167; Philippe Malgouyres, Porphyre. La pierre pourpre des Ptolémées aux Bonaparte, Paris 2003, S. 90–95.
  58. Andreas Beyer, Funktion und Repräsentation. Die Porphyr-Rotae der Medici, in: Andreas Beyer und Bruce Boucher (Hg.), Piero de’ Medici „il Gottoso“ (1416–1469), Berlin 1993, S. 163; Eugène Müntz, Les Collections des Médicis au XVe siècle, Paris 1888, S. 61.
  59. Suzanne B. Butters, The Triumph of Vulcan. Sculptors’ Tools, Porphyry, and the Prince in Ducal Florence, Bd. 2, Florenz 1996, S. 383–390.
  60. Anna Maria Giusti, Pietre Dure. Hardstone in Furniture and Decorations, London 1992, S. 34–133.
  61. Zur Sammlung von Andrea della Valle: Kathleen Wren Christian, Instauratio and Pietas: The della Valle Collections of Ancient Sculpture, in: Nicholas Penny und Eike D. Schmidt (Hg.), Collecting Sculpture in Early Modern Europe, New Haven und London 2008, S. 33–65; Matteo Burioni gibt an, dass die Wölfin heute verschollen sei (Giorgio Vasari, Einführung in die Künste der Architektur, Bildhauerei und Malerei, übers. von Victoria Lorini, hg., kommentiert und eingeleitet von Matteo Burioni, Berlin 2006, S. 147 Anm. 10), aber schon Richard Delbrueck hatte sie mit dem erhaltenen Torso identifiziert (Richard Delbrueck, Antike Porphyrwerke, Berlin und Leipzig 1932, S. 59; vgl. z. B. auch Dario Del Bufalo, Porphyry. Red Imperial Porphyry. Power and Religion, Turin 2012, S. 92).
  62. Philippe Malgouyres, Porphyre. La pierre pourpre des Ptolémées aux Bonaparte, Paris 2003, S. 138 und 144; Dario Del Bufalo, Porphyry. Red Imperial Porphyry. Power and Religion, Turin 2012, Nr. V55, V56, V84 (Kardinal Richelieu), V54, V 57, V58, V59 (Kardinal Mazarin), V60, V64, V75, V76, V97 (Ludwig XIV.).
  63. Dario Del Bufalo, Porphyry. Red Imperial Porphyry. Power and Religion, Turin 2012, Nr. V87 (Philipp IV.); V110, V111 (Richard Seymour-Conway, 4th Marquess of Hertford).
  64. Neslihan Asutay-Effenberger, Die Porphyrsarkophage der oströmischen Kaiser. Versuch einer Bestandserfassung, Zeitbestimmung und Zuordnung, Wiesbaden 2006 (Spätantike, frühes Christentum, Byzanz, Reihe B, Studien und Perspektiven, 15).
  65. Robert Heidenreich und Heinz Johannes, Das Grabmal Theoderichs zu Ravenna, Wiesbaden 1971, S. 68–70; zum Grab Peters III. von Aragón: Philippe Malgouyres, Porphyre. La pierre pourpre des Ptolémées aux Bonaparte, Paris 2003, S. 76.
  66. Joachim Poeschke, Regum Monumenta. Kaiser Friedrich II. und die Grabmäler der normannisch-staufischen Herrscher im Dom zu Palermo, München 2011; Josef Deér, The Dynastic Porphyry Tombs of the Norman Period in Sicily, Cambridge 1959.
  67. Sible de Blaauw, Papst und Purpur. Porphyr in frühen Kirchenausstattungen in Rom, in: Tesserae. Festschrift für Josef Engemann, Münster 1991 (= Jahrbuch für Antike und Christentum. Ergänzungsband, 18), S. 47.
  68. Wendy Stedman Sheard, Verrocchio’s Medici Tomb and the Language of Materials, in: Steven Bule u. a. (Hg.), Verrocchio and Late Quattrocento Italian Sculpture, Florenz 1992, S. 63–90; Suzanne B. Butters, The Triumph of Vulcan. Sculptors’ Tools, Porphyry, and the Prince in Ducal Florence, Bd. 2, Florenz 1996, Abb. XX–XXII; Philippe Malgouyres, Porphyre. La pierre pourpre des Ptolémées aux Bonaparte, Paris 2003, S. 91–93.
  69. Dario del Bufalo, Porphyry. Red Imperial Porphyry. Power and Religion, Turin u. a. 2012, S. 39 meint, dass Otto der Große sich in Magdeburg unter einer Porphyrplatte bestatten lassen wollte. Die zitierte Quelle (Thietmar von Merseburg 2, 17) berichtet davon nichts.
  70. Jennifer M. Kilian, The Paintings of Karel Du Jardin, 1626-1678. Catalogue Raisonné, Amsterdam 2005, Kat.nr. 74A mit S. 303, Farbtaf. 15, und Kat.nr. 74 mit S. 359, Abb. 60.
  71. Peter Schreiner, Omphalion und Rota Porphyretica. Zum Kaiserzeremoniell in Konstantinopel und Rom, in: Byzance et les Slaves. Études de Civilisation. Mélanges Ivan Dujčev, Paris 1979, S. 401–410; Yvonne Schmuhl, Omphalia: Porphyr als Mittel kaiserlicher Repräsentation in der Spätantike, in: Oliver Pilz und Mirko Vonderstein (Hg.), Keraunia. Beiträge zu Mythos, Kult und Heiligtum in der Antike. Festschrift für Uta Kron, Berlin 2011, S. 177–188.
  72. William T. Avery, The „Adoratio Purpurae“ and the Importance of the Imperial Purple in the Fourth Century of the Christian Era, in: Memoirs of the American Academy in Rome 17, 1940, S. 66–80.
  73. Nimmt man jedoch eine Entstehung im 8. Jh. an, bleibt die Frage nach der Herkunft so großer Mengen Porphyrs. Durch die Beendigung des Abbaus im 5. Jh. war eine Beschaffung des Materials schwierig und ist aus Rom zuletzt für das frühe 6. Jh. überliefert. Dario Del Bufalo vermutete, dass ein dreieckiges Fragment in Istanbul, Topkapı Sarayı, zur ursprünglichen Porphyraverkleidung gehört haben könnte (Dario Del Bufalo, Porphyry. Red Imperial Porphyry. Power and Religion, Turin 2012, S. 31).
  74. Alfred Hermann, Porphyra und Pyramide. Zur bedeutungsgeschichtlichen Überlieferung eines Baugedankens, in: Jahrbuch für Antike und Christentum 7, 1964, S. 117–138.
  75. M. Michel Andrieu, La rota porphyretica de la basilique vaticane, in: Mélanges d'archéologie et d'histoire 66, 1954, S. 189–218.
  76. Zu den Kaiserkrönungen: Sible de Blaauw, Cultus et decor. Liturgie en architectuur in laatantiek en middeleeuws Rome. Basilica Salvatoris, Sanctae Mariae, Sancti Petri, Delft 1987, S. 313–316; zu den Papstkrönungen: M. Michel Andrieu, La rota porphyretica de la basilique vaticane, in: Mélanges d'archéologie et d'histoire 66, 1954, S. 189–218; Peter Schreiner, Omphalion und Rota Porphyretica. Zum Kaiserzeremoniell in Konstantinopel und Rom, in: Byzance et les Slaves. Études de Civilisation. Mélanges Ivan Dujčev, Paris 1979, S. 406.
  77. Sible de Blaauw, Papst und Purpur. Porphyr in frühen Kirchenausstattungen in Rom, in: Tesserae. Festschrift für Josef Engemann, Münster 1991 (= Jahrbuch für Antike und Christentum. Ergänzungsband, 18), S. 46; M. Michel Andrieu, La rota porphyretica de la basilique vaticane, in: Mélanges d'archéologie et d'histoire 66, 1954, S. 189–218; Sible de Blaauw, Cultus et decor. Liturgie en architectuur in laatantiek en middeleeuws Rome. Basilica Salvatoris, Sanctae Mariae, Sancti Petri, Delft 1987, S. 313–316; 350–356.
  78. Sible de Blaauw, Papst und Purpur. Porphyr in frühen Kirchenausstattungen in Rom, in: Tesserae. Festschrift für Josef Engemann, Münster 1991 (= Jahrbuch für Antike und Christentum. Ergänzungsband, 18), S. 47.
  79. Rab Hatfield, Cosimo de’ Medici and the Chapel of his Palace, in: Francis Ames-Lewis (Hg.), Cosimo ‚il Vecchio‛ de’ Medici, 1389–1464, Oxford 1992, S. 223–225; zu Deutungsmöglichkeiten: Andreas Beyer, Funktion und Repräsentation. Die Porphyr-Rotae der Medici, in: Andreas Beyer und Bruce Boucher (Hg.), Piero de’ Medici „il Gottoso“ (1416–1469), Berlin 1993, S. 151–167.
  80. Beispiele: Sible de Blaauw, Papst und Purpur. Porphyr in frühen Kirchenausstattungen in Rom, in: Tesserae. Festschrift für Josef Engemann, Münster 1991 (= Jahrbuch für Antike und Christentum. Ergänzungsband, 18), S. 36–50; ferner auch als „lapis purpureus“ in der „Notitia ecclesiarum urbis Romae“ Appendices zu Alcuin, hg. Jaques Paul Migne, Paris 1851, Sp. 1363A.
  81. Patrizio Pensabene, La rotae porfiretiche nel pavimento della Capella Palatina, in: Atti del IV Colloquio dellʾAssoziazione italiana per lo studio e la conservazione del mosaico, Ravenna 1997, S. 333–341.
  82. Sible de Blaauw, Papst und Purpur. Porphyr in frühen Kirchenausstattungen in Rom, in: Tesserae. Festschrift für Josef Engemann, Münster 1991 (= Jahrbuch für Antike und Christentum. Ergänzungsband, 18), S. 46; vgl. Liber Pontificalis 100, 13: Raymond Davis (Hg.), The Lives of the Ninth-Century Popes (Liber Pontificalis), Liverpool 1995, S. 14.
  83. Sible de Blaauw, Papst und Purpur. Porphyr in frühen Kirchenausstattungen in Rom, in: Tesserae. Festschrift für Josef Engemann, Münster 1991 (= Jahrbuch für Antike und Christentum. Ergänzungsband, 18), S. 42f.; Sible de Blaauw, Cultus et decor. Liturgie en architectuur in laatantiek en middeleeuws Rome. Basilica Salvatoris, Sanctae Mariae, Sancti Petri, Delft 1987, S. 190–194.
  84. Sible de Blaauw, Papst und Purpur. Porphyr in frühen Kirchenausstattungen in Rom, in: Tesserae. Festschrift für Josef Engemann, Münster 1991 (= Jahrbuch für Antike und Christentum. Ergänzungsband, 18), S. 38.
  85. Auch in Florenz flankieren Porphyrsäulen den Eingang zum Baptisterium San Giovanni: Giorgio Vasari, Einführung in die Künste der Architektur, Bildhauerei und Malerei, übersetzt von Victoria Lorini, hg. ... von Matteo Burioni, Berlin 2006, S. 32; Antonio Paolucci (Hg.), Il Battistero di San Giovanni a Firenze, Bd. 2, Florenz 1994, Abb. 9.
  86. Sible de Blaauw, Papst und Purpur. Porphyr in frühen Kirchenausstattungen in Rom, in: Tesserae. Festschrift für Josef Engemann, Münster 1991 (= Jahrbuch für Antike und Christentum. Ergänzungsband, 18), S. 38; Liber Pontificalis 46, 7: Raymond Davis (Hg.), The Book of Pontiffs (Liber Pontificalis), Liverpool 2010, S. 36.
  87. Carola Jäggi, Ravenna. Kunst und Kultur einer spätantiken Residenzstadt. Die Bauten und Mosaiken des 5. und 6. Jahrhunderts, Regensburg 2013, S. 69–71, S. 118–129.
  88. Peter Cornelius Claussen, Magistri Doctissimi Romani. Die römischen Marmorkünstler des Mittelalters, Stuttgart 1987: Abb. 38, 43, 56, 58, 63, 70, 200; Thron des Papstes im Lateran/Rom; Thron in S. Lorenzo fuori le mura/Rom; Dario Del Bufalo, Marmorari Magistri Romani, Rom 2010 (passim).
  89. Liber Pontificalis 34, 13: Raymond Davis (Hg.), The Book of Pontiffs (Liber Pontificalis), Liverpool 2010, S. 17.
  90. James Hall, Stephen Cox. The Sculpture Project for the Cairo Opera House, in: Apollo 130, 1989, S. 308–311; Suzanne B. Butters, The Triumph of Vulcan. Sculptors’ Tools, Porphyry, and the Prince in Ducal Florence, Bd. 1, Florenz 1996, S. 52; Valerie Maxfield und David Peacock, The Roman Imperial Quarries. Survey and Excavation at Mons Porphyrites 1994–1998, Bd. 2, London 2007, S. 426; Stephen Bann, The Sculpture of Stephen Cox, London 1995, Nr. 472.
  91. Sible de Blaauw, Papst und Purpur. Porphyr in frühen Kirchenausstattungen in Rom, in: Tesserae. Festschrift für Josef Engemann, Münster 1991 (= Jahrbuch für Antike und Christentum. Ergänzungsband, 18), S. 38; Liber Pontificalis 34, 16: Raymond Davis (Hg.), The Book of Pontiffs (Liber Pontificalis), Liverpool 2010, S. 18.
  92. Sible de Blaauw, Papst und Purpur. Porphyr in frühen Kirchenausstattungen in Rom, in: Tesserae. Festschrift für Josef Engemann, Münster 1991 (= Jahrbuch für Antike und Christentum. Ergänzungsband, 18), S. 39.
  93. Sible de Blaauw, Papst und Purpur. Porphyr in frühen Kirchenausstattungen in Rom, in: Tesserae. Festschrift für Josef Engemann, Münster 1991 (= Jahrbuch für Antike und Christentum. Ergänzungsband, 18), S. 40; Liber Pontificalis 98, 60: Raymond Davis (Hg.), The Lives of the Eighth-Century Popes (Liber Pontificalis), Liverpool 2007, S. 202f.
  94. Sible de Blaauw, Papst und Purpur. Porphyr in frühen Kirchenausstattungen in Rom, Tesserae. Festschrift für Josef Engemann, Münster 1991 (= Jahrbuch für Antike und Christentum. Ergänzungsband, 18), S. 40; Liber Pontificalis 104, 29: Raymond Davis (Hg.), The Lives of the Ninth-Century Popes (Liber Pontificalis), Liverpool 1995, S. 88.
  95. Mariëtte Verhoeven, The Early Christian Monuments of Ravenna. Transformation and Memory, Turnhout 2011, S. 152–156.
  96. S. Cecilia: Fra Mariano da Firenze, Itinerarium urbis Romae (1518), hg. von Enrico Bulletti, Rom 1931, S. 103.
  97. Michael Budde, Altare portatile. Kompendium der Tragaltäre des Mittelalters 600-1600, Bd. 1, Münster 1998, S. 14.
  98. Beispiele: Michael Budde, Altare portatile. Kompendium der Tragaltäre des Mittelalters 600-1600, Münster 1998, Kat.-Nr. 2, 3, 11, 13, 17–21, 23, 27, 29–31, 34, 43f., 49, 54–56, 64–66, 69, 75, 82, 89, 95, 97, 101f., 104f., 114, 150; Lorenz verwies auf die kreuzförmigen Einschlüsse im grünen Porphyr (Joachim A. Lorenz, „Porfido verde Antico“ von Krokees, Lakonien, Peloponnes, Griechenland, in: Porphyre, Aschaffenburg 2012 [Mitteilungen des naturwissenschaftlichen Museums Aschaffenburg 26], S. 26). Dies ist nicht durch Quellen belegt.
  99. Stephen Bann, The Sculpture of Stephen Cox, London 1995, S. 30, Nr. 471, Taf. 31.
  100. Paulinus Nolanus, Epistulae 1, 32, 17: Paulinus Nolanus, Epistulae, hg. von Wilhelm Hartel, Wien 1894 (Corpus scriptorum ecclesiasticorum latinorum, 29), S. 292; dass die in besonderem Maße für Rom gilt, ist möglicherweise damit zu erklären, dass hier noch immer das Verbot der Aufbewahrung von Gebeinen innerhalb der Stadt respektiert wurde (so Arnold Angenendt, Heilige und Reliquien. Die Geschichte ihres Kultes vom frühen Christentum bis zur Gegenwart, München 1994, S. 167–182).
  101. Sible de Blaauw, Papst und Purpur. Porphyr in frühen Kirchenausstattungen in Rom, in: Tesserae. Festschrift für Josef Engemann, Münster 1991 (= Jahrbuch für Antike und Christentum. Ergänzungsband, 18), S. 45.
  102. Sible de Blaauw, Papst und Purpur. Porphyr in frühen Kirchenausstattungen in Rom, in: Tesserae. Festschrift für Josef Engemann, Münster 1991 (= Jahrbuch für Antike und Christentum. Ergänzungsband, 18), S. 45; Dario del Bufalo, Porphyry. Red Imperial Porphyry. Power and Religion, Turin u. a. 2012, S. 65–72 (lat., engl.); Herma Bashir-Hecht, Quattuor Coronati, in: Lexikon der christlichen Ikonographie 8, Freiburg i. Br. u. a. 1976, Sp. 235–238; ferner: David Peacock, The Passio Sanctorum Quattuor Coronatorum: A Petrological Approach, Antiquity 69, 1995, S. 362–368; Dario Del Bufalo, Marmorari magistri romani, Rom 2010, S. 230-233; ders., Porphyry. Red Imperial Porphyry. Power and Religion, Turin 2012, S. 73-82; Nr. R37.
  103. Dario Del Bufalo, Porphyry. Red Imperial Porphyry. Power and Religion, Turin 2012, Nr. V52.
  104. Spekulation ist, dass auch ein Salbstein Christi aus Porphyr gewesen sein soll (so Claudia Wedepohl, In den glänzenden Reichen des ewigen Himmels. Cappella del Perdono und Tempietto delle Muse im Herzogpalast von Urbino, München 2009, S. 84–86).
  105. Dario Del Bufalo, Porphyry. Red Imperial Porphyry. Power and Religion, Turin 2012, Nr. V6, V12, V13, V18, V36.
  106. Hans-Peter Laubscher, Beobachtungen zu den tetrarchischen Kaiserbildnissen aus Porphyr, in: Jahrbuch des Deutschen Archäologischen Instituts 114, 1999, S. 206–252; eine Sammlung aller ihm bekannter Porphyrporträts bringt Dario Del Bufalo, Porphyry. Red Imperial Porphyry. Power and Religion, Turin 2012, S. 85–135.
  107. Suzanne B. Butters, The Triumph of Vulcan. Sculptors’ Tools, Porphyry, and the Prince in Ducal Florence, Bd. 1 und 2, Florenz 1996, S. 306–315; vgl. Monica Bietti und Annamaria Giusti [Hg.], Ferdinando I de’ Medici 1549–1609. Maiestate Tantum, Florenz 2009, S. 80f.
  108. Philippe Malgouyres, Porphyre. La pierre pourpre des Ptolémées aux Bonaparte, Paris 2003, S. 128–135.
  109. Stefano Pierguidi, The Bronze and Porphyry Portrait of Pope Urban VIII by Lorenzo Bernini and Tommaso Fedeli, in: The Burlington Magazine Juni 2015, S. 394–397; Zu Innozenz X.: Rom, Palazzo Doria Pamphili, Sala dei Velluti.
  110. Franz A. Bauer, Stadt, Platz und Denkmal in der Spätantike, Mainz 1996, S. 167–187; 228–233; 165–167.
  111. Suzanne B. Butters, The Triumph of Vulcan. Sculptors’ Tools, Porphyry, and the Prince in Ducal Florence, Bd. 1, Florenz 1996, S. 67.
  112. Suzanne B. Butters, The Triumph of Vulcan. Sculptors’ Tools, Porphyry, and the Prince in Ducal Florence, Bd. 1, Florenz 1996, S. 327–332.
  113. Von ihm stammt auch die Figur des Goliath in Florenz, Boboli Gärten (Dario Del Bufalo, Porphyry. Red Imperial Porphyry. Power and Religion, Turin 2012, Nr. H60) sowie das Porträt Ferdinands II. de’ Medici in Florenz, Uffizien, Inv.nr. 45 (ebd. Nr. H58).
  114. Rom, Dino und Ernesta Santarelli Stiftung, Inv.nr. 246.
  115. Johannes: Venedig, Archäologisches Museum, Inv.nr. 341; Herakles: Madrid, Prado, Inv.nr. E 297; Allegorie: Madrid, Prado, Inv.,nr. E 300.
  116. James Hall, Stephen Cox. The Sculpture Project for the Cairo Opera House, in: Apollo 130, 1989, S. 308–311; Dulwich Picture Gallery. Stephen Cox, London 1997, Nr. 15, 16.
  117. Giorgio Vasari, Einführung in die Künste der Architektur, Bildhauerei und Malerei, übers. von Victoria Lorini, hg., kommentiert und eingeleitet von Matteo Burioni, Berlin 2006, S. 132, Kapitel 31.
  118. Anna Maria Giusti, Pietre Dure. Hardstone in Furniture and Decorations, London 1992, S. 34–133.
  119. Neapel, Palazzo Reale, Entwurf Giovan Battista Giorgi, 1825.
  120. Dario Del Bufalo, Porphyry. Red Imperial Porphyry. Power and Religion, Turin 2012, Nr. M1–M34.
  121. Dario Del Bufalo, Porphyry. Red Imperial Porphyry. Power and Religion, Turin 2012, Nr. V40–V149.
  122. Susanna Partsch, Silvio Calci, in: Allgemeines Künstlerlexikon-Internationale Künstlerdatenbank-Online; Dario Del Bufalo, Porphyry. Red Imperial Porphyry. Power and Religion, Turin 2012, Nr. V44, V48, V52; L. Nizza: V45.
  123. Siehe zum Beispiel die Auktion bei Bukowskis, Stockholm 2013, Aukt.nr. 574, Los 683: https://www.bukowskis.com/en/auctions/574/683-three-swedish-porphyry-19th-century-knives.
  124. Sible de Blaauw, Papst und Purpur. Porphyr in frühen Kirchenausstattungen in Rom, in: Tesserae. Festschrift für Josef Engemann, Münster 1991 (= Jahrbuch für Antike und Christentum. Ergänzungsband, 18), S. 44.
  125. August Reichensperger, Die christlich-germanische Baukunst und ihr Verhältnis zur Gegenwart, Trier 1845, S. 18f.
  126. Sibylle Appuhn-Radtke, „Emblematicè schrüfftlich geziret ...“. Ephemere Dekorationen nach Entwurf von Johann Andreas Wolff, in: Arbeiten für Hof und Kirche. Der Universalkünstler Johann Andreas Wolff (1652–1716), hg. von Sibylle Appuhn-Radtke, Josef H. Biller, Dagmar Dietrich und Maria-Luise Hopp-Gantner, München 2016 [im Druck].
  127. München, Residenz, Kaisersaal: Winfried Nerdinger (Hg.), Geschichte der Rekonstruktion/Konstruktion der Geschichte, München 2010, S. 174. Für diesen Hinweis danke ich Christian Quaeitzsch, Bayerische Schlösserverwaltung, München.
  128. Sammlung Röbbig, München: Deckelvasenpaar aus gedrechseltem und lackiertem Holz als Imitation von Porphyr ([1] [letzter Zugriff: 21.01.2016]).
  129. Philippe Malgouyres, Porphyre. La pierre pourpre des Ptolémées aux Bonaparte, Paris 2003, S. 182–190.
  130. Glas: Bonn, Akademisches Kunstmuseum; Porzellan: New York, Metropolitan Museum of Art, Inv.nr. 2004.158a (Sèvres, 1795).
  131. Suzanne B. Butters, The Triumph of Vulcan. Sculptors’ Tools, Porphyry, and the Prince in Ducal Florence, Bd. 1, Florenz 1996, S. 43.
  132. Gherardo di Giovanni, Frontispiz zu Piero di Lorenzo de’ Medicis Kopie einer Ausgabe der Werke Homers (1488/1489), Neapel, Nationalbibliothek S. Q. XXIII. K. 22, fol. 1r (Suzanne B. Butters, The Triumph of Vulcan. Sculptors’ Tools, Porphyry, and the Prince in Ducal Florence, Bd. 2, Florenz 1996, Taf. XXV).
  133. Bildnis eines jungen Mannes, Los Angeles, J. P. Getty Museum, Inv.nr. 85.PB.233; Lukas, Los Angeles, J. P. Getty Museum, Inv.nr. 82.PB.72; Schmerzensmann, New York, Metropolitan Museum of Art, Inv.nr. 06.180; Abschied Christi von seiner Mutter, New York, Metropolitan Museum of Art, Inv.nr. 14.40.636; Christi Geburt, New York, Metropolitan Museum of Art, Inv.nr. 24.22; Porträt eines Mannes, New York, Metropolitan Museum of Art, Inv.nr. 1982.60.8; Madonna mit Kind, Altenburg, Lindenau-Museum, Inv.nr. 76; Thronende Madonna mit Kind, Altenburg, Lindenau-Museum, Inv.nr. 43; Bildnis der Ginevra de’ Benci, Washington, National Gallery Inv.nr. 2326; auch Rahmungen: London, Victoria and Albert Museum, Inv.nr. 552-1877.
  134. Christiane J. Hessler, Zum Paragone: Malerei, Skulptur und Dichtung in der Rangstreitkultur des Quattrocento, Berlin 2014, S. 477–486, 508–518; Suzanne B. Butters, The Triumph of Vulcan. Sculptors’ Tools, Porphyry, and the Prince in Ducal Florence, Bd. 1, Florenz 1996, S. 108–111.
  135. Bildnis eines jungen Mannes, Malibu, J. P. Getty Museum, Inv.nr. 85.PB.233; Lukas, Malibu, J. P. Getty Museum, Inv.nr. 82.PB.72; Schmerzensmann, New York, Metropolitan Museum of Art, Inv.nr. 06.180; Abschied Christi von seiner Mutter, New York, Metropolitan Museum of Art, Inv.nr. 14.40.636; Christi Geburt, New York, Metropolitan Museum of Art, Inv.nr. 24.22; Porträt eines Mannes, New York, Metropolitan Museum of Art, Inv.nr. 1982.60.8; Madonna mit Kind, Altenburg, Lindenau-Museum, Inv.nr. 76; Thronende Madonna mit Kind, Altenburg, Lindenau-Museum, Inv.nr. 43; Bildnis der Ginevra de’ Benci, Washington, National Gallery, Inv.nr. 1967.6.1.b; im 19. Jahrhundert: Giovan Battista Giorgi, Florenz, Museo dell’Opificio delle Pietre Dure, Inv.nr. 2706 (Monica Bietti und Annamaria Giusti [Hg.], Ferdinando I de’ Medici 1549–1609. Maiestate Tantum, Florenz 2009, S. 198).
  136. Inv.nr. 1975.1.86; Plinius, Naturgeschichte, Buch 8, 119 (C. Plinius Secundus d. Ä. Naturkunde, lateinisch und deutsch, Buch 8, hg. von Roderich König, München 1976, S. 92); vgl. Christiane J. Hessler, Zum Paragone. Malerei, Skulptur und Dichtung in der Rangstreitkultur des Quattrocento, Berlin 2014, S. 514–518.