Globus

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englisch: globe; französisch: globe, sphère; italienisch: globo.


Wolfram Dolz (I.-III.B.) und Esther P. Wipfler (III.C.) (2015)


Atlas Farnese, um 150 n. Chr.
Himmelsglobus, Muhammad ibn Muawayyad-al-Urdi, Marâgha, um 1300.
Andrea Pisano, Gionitus, der erste Astronom. Relief vom Campanile des Doms in Florenz, ab 1334.
Erdglobus, Martin Behaim, Nürnberg, 1492.
Himmelsglobus, Johannes Stöffler, Justingen, 1493.
Albrecht Dürer, Holzschnitt, 1515.
Medaille auf König Franz I. von Frankreich, Rückseite mit Erd- und Himmelsglobus, 1515.
Erdglobus, Johannes Schöner, Bamberg, 1515.
Erdglobus, Gerhard Mercator, Löwen, 1541.
Tobias Stimmer, Bildnis des Petrus Apianus, 1587.
Uhrwerkangetriebener Himmelsglobus, Gerhard Emmoser, Wien, 1579.
Uhrwerkangetriebener Himmelsglobus, Georg Roll, Augsburg, 1584.
Figurenuhr, Urania, Paulus Schiller, Nürnberg, um 1620.
Doppelporträt von Gerhard Mercator und Jodocus Hondius aus dem Mercator-Hondius-Atlas, Amsterdam 1620.
Globuspokal, Elias Lenker, Augsburg. 1624–1628.
Diego Velázquez, Demokrit, 1628–1629.
Erdglobus und Himmelsglobus, Willem und Joan Blaeu, Amsterdam, um 1645.
Pieter Boel, Stillleben mit Globus und Kakadu, um 1658.
Jan Vermeer van Delft, Der Geograph, 1669.
Nachtlampenuhr mit dem Himmelsglobus haltenden Chronos, Giuseppe Campani, um 1680.
Erdglobus und Himmelsglobus, Vincenzo Coronelli, Paris, 1683.
Erdglobus und Himmelsglobus, Vincenzo Coronelli, Venedig, 1693.
Vincenzo Coronelli, Globensegmente, 1697, Libro dei Globi, Venedig 1701.
Emblem, Deckendekoration im Kügelgen-Haus, Dresden, um 1700.
Erd- und Himmelsglobus, Johann Baptist Homann, Nürnberg, um 1716.
Matthias Seutter, Sphaerae artificiales, Augsburg, um 1730.
Franz Georg und Franz Joseph Hermann, Das Element Erde, symbolisiert durch den Globus, Bad Schussenried, ehem. Prämonstratenserkloster, Bibliothekssaal, 1755/1757.
Denis Diderot, Encyclopédie ..., Paris 1775
Erdglobus, Johann Gabriel Doppelmayr/Wolf Paul Jenig, Nürnberg, 1792 bzw. Himmelsglobus, Johann Gabriel Doppelmayr, Nürnberg, 1728.
Jean-Marc Nattier, Madame Infante, Louise-Élisabeth de France, Duchesse de Parma, als Verkörperung der Erde, 1750.
Erdglobus (Globusuhr), Louis Charles Desnos, Paris, 1782.
Erdglobus, Johann Georg Klinger, Nürnberg, 1792.
Relieferdglobus, Karl Wilhelm Kummer, Berlin, 1836.
James Wyld, Begehbares Kugelmodell der Erde, London, 1851.
Montage eines Globus, J. G. Wollweber, Globuskunde zum Schulgebrauch und Selbststudium, Freiburg i. Br. 1879.
Reinhold Begas, Alexander-von-Humboldt-Denkmal, Berlin, 1883.
Räths Physikalischer Erdglobus, Leipzig 1970.
Fred Wilson, Atlas, 1995.

I. Allgemeines

A. Definition

Das Wort Globus stammt aus dem Lateinischen und bedeutet Kugel.[1] Globen sind Modelle, die entweder die Sternpositionen mit Sternbildern in Form eines Himmelsglobus oder die Oberfläche der Erde als Erdgloben darstellen. Dazu zählen aber auch Globen von anderen Himmelskörpern wie z. B. Mond und Mars. Globen, die einem weltumspannenden Thema, z. B. der Geologie, dem Klima oder dem Weltverkehr, gewidmet sind, werden als thematische Globen bezeichnet. Armillarsphären, sind globenverwandte Darstellungen, die entweder das geozentrische oder das heliozentrische Weltbild veranschaulichen.

B. Geschichte

1. Himmelsglobus

Die Ägypter waren bereits 3000 v. Chr. in der Lage, Kalendarien nach Mondbeobachtungen aufzustellen. Hierfür waren Beobachtungs- und Demonstrationsinstrumente erforderlich. Gleiches trifft für die Babylonier zu, denen die Erfindung der Armillarsphäre, einer Ringkugel, die die wichtigsten Himmelskreise (Äquator, Wende- und Polarkreise sowie die Ekliptik) zeigt, zugeschrieben wird.[2] Hieraus wurde bald der Himmelsglobus entwickelt. Auch die Bezeichnungen der Sternbilder entstammen jener Zeit und haben zum Teil bis in die Gegenwart ihre Gültigkeit behalten. Homer nahm diese in seine Epen auf und Claudius Ptolemäus (um 90 n. Chr. bis um 170 n. Chr.) legte in seinem astronomischen Werk „Almagest“ die bis in die Gegenwart bekannten 48 Sternbilder der nördlichen Hemisphäre fest.[3] Aus der Zeit um 150 n. Chr. ist der älteste noch erhaltene Himmelsglobus überliefert. Er wurde bei Grabungsarbeiten in Rom entdeckt und 1562 von Kardinal Alessandro Farnese erworben. Nach ihm wurde die 1,86 m hohe Marmorskulptur „Atlas Farnese“ genannt (Abb.). Die Himmelskugel mit einem Durchmesser von 65 cm, die von einem knienden Atlas getragen wird, zeigt die Sternbilder im Relief, offensichtlich auf der Grundlage der „Almagest“ des Ptolemäus. Weitere erhaltene Globen aus der Antike sind der „Mainzer Himmelsglobus“ aus Messing mit einem Durchmesser von 11 cm aus der Zeit zwischen 150 und 220 n. Chr. (Mainz, Römisch-Germanisches Zentralmuseum) und der silberne sogenannte „Kugel-Globus“ (Paris, Sammlung Nicolas und Alexis Kugel).[4]

Auf der Grundlage des aus der Antike überlieferten Wissens ließen die islamischen Astronomen seit dem 11. Jh. Himmelsgloben aus Messing herstellen, z. B. befindet sich im Museo Galileo in Florenz der älteste datierte arabische Himmelsglobus aus dem Jahre 1085.[5] Der „Arabische Himmelsglobus“ des Mathematisch-Physikalischen Salons in Dresden ist ein weiteres Zeugnis wissenschaftlicher Exaktheit und kunsthandwerklicher Perfektion. Der um 1300 von Muhammad ibn Muawayyad-al-Urdi in Marâgha gefertigte Globus gehört zu den fünf ältesten arabischen Globen der Welt (Abb.). Die Messingkugel ist graviert und mit Silber und Gold tauschiert. Wie aus einem Schriftwechsel des sächsischen Kurfürsten August (1526–1586) hervorgeht, erwarb er den Globus 1562 von dem Coburger Mathematiker Nikolaus Valerius.[6] Nicolaus Cusanus (1401–1464) erwarb 1444 in Nürnberg einen Himmelsglobus.[7] 1480 fertigte der in Wien tätige Dominikaner Hans Dorn (1430/40–1509) einen Himmelsglobus für den ungarischen Hofastronomen Marcin Bylica (1433–1493) an.[8] Vor allem in Süddeutschland wirkten bedeutende Kosmographen wie Johannes Stöffler (1452–1531) und Johannes Schöner (1477–1547), deren Globen den Wissensstand um 1500 dokumentieren (Abb.).[9]

2. Erdglobus

Im Vergleich zum Himmelsgewölbe war es für den Menschen komplizierter, die Erde in ihrer kugelförmigen Gestalt zu erkennen. Hierbei musste er sich von der unmittelbaren Anschauung lösen. Mit den Lehren von Aristoteles (384–322 v. Chr.) und Eudoxos von Knidos (um 408–355 v. Chr.) wurde die Kugelgestalt bekannt. Eratosthenes von Alexandria (um 279 bis um 192 v. Chr.) führte ausgehend von der Kugelgestalt der Erde eine der ersten Erdmessungen aus und kam dem tatsächlich Erdumfang von ca. 40.000 km sehr nahe.[10] Aus der Zeit der Antike sind keine Erdgloben oder unmittelbare Erdkarten erhalten, aus der Literatur konnten jedoch Erdbilder von Hesiod (700 v. Chr.), Hekataios (um 500 v. Chr.), Herodot (440 v. Chr.) und Ptolemaeus (um 90 bis um 170 n. Chr.) rekonstruiert werden. Den hier genannten Erdbildern sind die zentrale Lage der griechischen Inselwelt und die drei vom Weltmeer umgebenen Erdteile Europa, Asien und Afrika gemeinsam.

Der älteste noch erhaltene Erdglobus wurde von Martin Behaim (um 1459–1507) zeitgleich mit der Entdeckung Amerikas, 1492, in Nürnberg geschaffen (Abb.). Ebenso wie der Erdglobus, der 1860 in Laon entdeckt wurde, zeigt er das Kartenbild der Zeit vor den Entdeckungen des Kolumbus.[11]

3. Entwicklung seit der Renaissance

In der Renaissance wuchs der Bedarf an Erd- und Himmelsgloben rasch an, da sie als Modelle die besten Möglichkeiten boten, sowohl das wiederbelebte Wissen der Antike als auch die Erkenntnisse, die die großen Entdeckungen hervorbrachten, zu vermitteln. War der erste Erdglobus noch eine handgemalte Einzelanfertigung, so folgten bald darauf die ersten gedruckten Holzschnittgloben. Johannes Schöner war der erste Globenhersteller, der 1515 Globen als Paare, bestehend aus Himmels- und Erdglobus, in Serie herausgab. Von dieser frühen Ausgabe sind nur noch zwei Erdgloben im Durchmesser von 27 cm, je einer in der Herzogin Anna Amalia Bibliothek der Klassik Stiftung Weimar und im Historischen Museum Frankfurt am Main, erhalten geblieben (Abb.).[12] Dieser Globus gehört mit den Waldseemüller-Globensegmenten von 1507 zu den ersten Globen, die Amerika als selbständigen Kontinent zeigen und die für diesen den Namen „America“ nach Amerigo Vespucci prägten. Durch Gemma Frisius (1508–1555) und Gerhard Mercator (1512–1594; Abb.) entstand an der Universität Löwen ein kosmographisch-kartographisches Zentrum. Hier schuf Mercator 1541 einen Erdglobus, der auf exakter mathematischer Grundlage beruht (Abb.).[13] Zur Kartierung benutzte Mercator hauptsächlich die ihm zugänglichen aktuellen Originalkarten, z. B. Portolane; wo sie nicht vorhanden waren, musste er sich auf ptolemäisches Wissen beziehen. Sein großes Verdienst besteht in der Weiterentwicklung der Kartenprojektion. Die Darstellung der Loxodrome (Verbindungslinie zweier Punkte der Erdoberfläche, die alle Meridiane unter gleichem Winkel schneidet) auf seinem Erdglobus regten Mercator zum winkeltreuen Zylinderentwurf an. Als „Mercatorentwurf“ ist er bis heute die Grundlage für jede Seekarte.

Basierend auf Karten von Mercator, portugiesischen und niederländischen Seekarten, stellten die Verlage Hondius und Blaeu in Amsterdam ab 1600 bedeutende Globen her. Sie zeichnen sich nicht nur durch präzise Kupferstiche der kartographischen Elemente aus, sondern besitzen auch prunkvolle Kartuschen und Schmuckelemente. Neben Jodocus Hondius (1563–1612; Abb.) und dessen Nachfolgern gehörten Willem Jansz. Blaeu (1571–1638) und seine Söhne zu den produktivsten Globenherstellern des 17. Jh.[14] Blaeus Herstellerspektrum reichte von Globen mit einem Kugeldurchmesser von 6 bis zu 68 cm. Die Globen waren sowohl Navigationshilfsmittel als auch Repräsentationsobjekte, die man häufig sowohl in fürstlichen als auch klösterlichen Bibliotheken findet (Abb.). Für die Kartierung des Nordhimmels verwendete Willem Blaeu den Sternkatalog von Tycho Brahe (1546–1601). Die Expeditionen der Niederländer nach Java und Sumatra, an denen Wissenschaftler wie Pieter Dirkszoon Keyser (1540–1596) und Frederick de Houtman (1571–1627) teilnahmen,[15] ermöglichten nicht nur die genaue Kartierung der dortigen Inselwelt, sondern auch die des Südhimmels (Abb.). Mit Vincenzo Coronelli (1650–1718) war der Gipfelpunkt barocker Globenherstellung erreicht. Er gründete 1684 in Venedig die erste geographische Gesellschaft „Accademia degli Argonauti“. Die Arbeiten an seinem mit fast 4 Metern im Durchmesser größten Globenpaar für König Ludwig XIV. begannen 1681 und endeten 1683 (Abb.). Es sind aufwendige Manuskriptgloben, die sich heute in der Pariser Nationalbibliothek befinden. Auf dieser Grundlage wurden 1688 seine 1,10 m großen Globen mit Segmenten aus Kupferstichen seriell hergestellt (Abb.).[16] Auch in Deutschland gab es einen begehbaren Globus (Durchmesser drei Meter), der zwischen 1650 und 1664 im Auftrag Herzog Friedrichs III. von Gottorf von dem Hofgelehrten und Bibliothekar Adam Olearius konstruiert und dem Limburger Büchsenmacher Andreas Bösch ausgeführt wurde. Er war in einem eigenen Gebäude im Garten des Gottorfer Schlosses bei Schleswig aufgestellt, bis er nach St. Petersburg gelangte, wo er sich heute noch befindet. Ein moderner Nachbau wurde 2005 fertiggestellt.[17] Im 19. Jh. übertraf der anlässlich der Weltausstellung in London angefertigte begehbare Globus des Kartographen James Wyld mit seiner Größe von 18,39 m alles bisher Dagewesene (Abb.). Wyld's Great Globe (auch Wyld's Monster Globe genannt) war auf dem Leicester Square in London von 1851 bis 1862 zu besichtigen. Im Innern konnte man maßstabsgetreu die Oberfläche der Erde studieren, die in Gips aufmodelliert war.[18]

In Frankreich regte der berühmte Astronom Jean Dominique Cassini (1625–1712) den Mathematiker Nicolas Bion (1652–1733) zur Bearbeitung von Himmelsgloben an.[19] Im Zuge der Aufklärung setzte in der zweiten Hälfte des 18. Jh. bereits eine Serienfertigung von Gebrauchsgloben ein. Es begann mit Globen von Louis Charles Desnos (1725–1805) und Didier Robert de Vagoundy (1723–1786) sowie dessen Nachfolger Charles François Delamarche (1740–1811), der die Globenproduktion des 19. Jh. einleitete (Abb.).[20]

Zu den erfolgreichsten deutschen Globenherstellern jener Zeit gehörte der Mathematiker, Astronom und Kartograph Johann Georg Doppelmayr (1671–1750) in Nürnberg. Er bezog sich im starken Maße auf französische Arbeiten. Seine Globen wurden von Johann Georg Puschner (1706–1754) gestochen.[21] Ab 1728 erschienen Globenpaare mit einem Kugeldurchmesser von 28 cm, es folgten 1730 Globen mit 20 cm und 1736 mit 10 cm Durchmesser (Abb.). Auf Grund des Erfolges gaben sogar noch Ende des 18. Jh. Wolfgang Paul Jenig (1743–1805) und im 19. Jh. Johann Bernhard Bauer (1752–1839) weitere Auflagen von Doppelmayr-Globen heraus. Ebenfalls in Nürnberg etablierte sich der Verlag von Johann Georg Klinger (1764–1806), wo 1790 die ersten Globen mit den verbesserten Kupferstichplatten von Johann Ludwig Andrea (1667–1725) gedruckt wurden (Abb.). Ab 1851 firmierte der Verlag unter dem Namen „C. Abel-Klinger Kunsthandlung“ und gab bis zu Beginn des 20. Jh. Globen heraus.[22]

Am Ende des 18. Jh. beteiligten sich der Astronom Johann Elert Bode (1747–1826) und der Geograph Daniel Friedrich Sotzmann (1754–1840) aus Berlin als wissenschaftliche Autoren an der Herstellung Nürnberger Globen (Abb.). Beide Wissenschaftler können als Mitinitiatoren für die Entstehung der Berliner Globenproduktion angesehen werden.[23] Nachdem der Berliner Landkartenhändler und Verleger Simon Schropp (1751–1817) zunächst Nürnberger und Leipziger Globen vertrieben hatte, erwarb er zwischen 1810 und 1813 die Verlagsrechte an den Globen von Christian Gottlieb Riedig (1768–1853) aus Leipzig. Damit verlagerte sich das Zentrum der Globenherstellung von Nürnberg nach Berlin. Bereits 1836 erschien von Karl Wilhelm Kummer (1785–1855) in Berlin der erste Reliefglobus in Deutschland (Abb.).[24] Dieser Globus stellt nun auch Gebirge in einem überhöhten Maßstab plastisch dar. Nachfolgend etablierten sich in Potsdam und Berlin Verlage von Dietrich Arnold Reimer (1818–1899), Ernst Schotte (1829–1895), Ludwig Julius Heymann (1836–1899) und Paul Oestergard (1872–1956), die schließlich Globen industriell mit einer Auflage von bis zu mehreren 10.000 Exemplaren jährlich herstellten.[25] Nach dem Zweiten Weltkrieg setzten nur die Verlage Dietrich Reimer und der Columbus Verlag von Paul Oestergaard die Produktion fort. Während der Reimer Verlag in den sechziger Jahren seine Produktion einstellte, baute der Columbus Verlag 1948 in Stuttgart eine neue Produktionsstätte auf. Seit 1989 ist der Verlag in Krauchenwies (Landkreis Sigmaringen) angesiedelt und gibt bis heute Globen heraus. Auch in Mitteldeutschland existierten bedeutende Globenverlage wie z. B. von 1804 bis 1907 das Geographische Institut Weimar und der 1917 in Leipzig von Paul Räth gegründete Globenverlag, der derzeit von einer italienischen Firmengruppe weitergeführt wird. Von herausragender Bedeutung war auch die von Jan Felkl (1817–1887) um 1850 in Prag und ab 1870 in Rostok bei Prag errichtete Globenfabrik, denn hier wurden für die Österreichisch-Ungarische Monarchie Globen in sehr hohen Auflagen und in 17 Sprachen vorwiegend für den Schulunterricht produziert. Die Produktion wurde 1952 eingestellt.[26]

In England verlief die Entwicklung der Globenherstellung ähnlich wie in Deutschland. Impulse kamen im 16. Jh. aus den Niederlanden. Zwar gab der Engländer Emery Mollyneux (gest. 1598) das erste gedruckte Globenpaar 1592 in London heraus, doch die Globensegmente wurden von einem Niederländer gestochen. Es war Jodocus Hondius d. Ä. (1563–1612), der 1583 als Protestant aus Gent fliehen musste und erst 1593 nach Amsterdam zurückkehrte.[27] Im frühen 18. Jh. etablierten sich in London viele Globenhersteller. Darunter ragt John Senex (1648–1740) besonders hervor. Selbst nach dem Verkauf der Druckplatten an James Ferguson (1710–1776) und Benjamin Martin (1705–1782) wurde der Name Senex auf den Globen fortgeführt.[28]

In der letzten Hälfte des 18. Jh. beherrschten George Adams (1709–1772) den englischen Markt. Danach folgten John Carry (ca. 1754–1835), sein Bruder und seine Söhne. Mit der Einführung des Geographie-Unterrichts in den Schulen wurden Globen als Lehrmittel immer wichtiger, so dass Globen der Firma Newton & Co. von 1850 bis in das 20. Jh. eine weite Verbreitung fanden.[29]

II. Technik

A. Montage

Ein kompletter historischer Globus besteht aus Globuskugel, Globusgestell mit Horizontring, Meridianring, Stundenring und Höhenquadrant (Abb.). An den Polen der Kugel befinden sich kleine Metallstifte, die in die Holzachse im Innern eingeschlagen sind. Damit kann die Kugel drehbar im Meridianring gelagert werden. Die Globuskarte wurde je nach vorhandener Drucktechnik zunächst im Holzschnittverfahren, dann als Kupferstich, später als Stahlstich, Lithographie oder im Offsetverfahren hergestellt. Da man eine Kugel nicht einfach in die Ebene abrollen kann, muss ein Kartenentwurf gewählt werden, der die großen Verzerrungen ausgleicht. Für diesen Zweck eignet sich das sphärische Zweieck. Solch ein Zweieck überdeckt meist 30 Längengrade, so dass für den Kugelumfang von 360° mindestens zwölf Segmente benötigt werden, damit sich diese gut an die Kugel anschmiegen (Abb.). Der Meridianring trägt eine 4 x 90° Teilung, die zur Bestimmung der geographischen Breite beim Erdglobus oder der Polhöhe beim Himmelsglobus benutzt wird. Der Meridianring wird in Nuten des Horizontringes und einer kleinen Säule des Gestells geführt.

Auf den bedruckten Horizontringen der Globen vom 17. bis 19. Jh. sind neben der Gradteilung und Einteilung der Tierkreiszeichen auch Kalenderringe aufgetragen. Anfangs waren der Julianische und der Gregorianische Kalender gleichzeitig in Gebrauch. Am Nordpol befindet sich der Stundenring. Die Montage eines Globus wurde immer weiter reduziert. So verzichtete man in jüngerer Zeit vor allem auf die vier Füße mit dem Horizontring. Infolgedessen besitzt ein moderner Globus nur noch einen runden Fuß mit Säule, an der der Halbmeridianring befestigt ist. Dieser trägt den Globus mit einer in 23,5 Grad geneigten feststehenden Achse (Abb.).

Das Gestell der Globen konnte aufwendig künstlerisch gestaltet sein (z. B. Abb.). So stattete der Bildhauer Hans Aernhofer die Träger des von Philipp Apian entworfenen Erdglobus und des von Heinrich Arboreus geplanten Himmelsglobus (ausgeführt zwischen 1573 und 1576 im Auftrag von Herzog Albrecht V. von Bayern) mit geschnitzten Atlanten und Karyatiden als Stützen und delphinartigen Meerwesen als Füße aus (München, Bayerische Staatsbibliothek; Zeichnung von L. Gmelin, 1884: Abb.).[30] Das Paar Globen aus Fayence der Manufaktur der Madame Le Coq de Villeray in Rouen wird von monumentalen Stützen aus dem gleichen Material getragen, die auf Löwen ruhen. Die Malerei von Pierre II Chapelle auf dem Träger, 1725, zeigt auf dem Himmelsglobus u. a. die mit den vier Elementen verbundenen Gottheiten Juno, Amphitrite, Vulcanus und Ceres, sowie die verschiedenen Konzepte des Sonnensystems. Auf der Stütze des Erdglobus sind u. a. die Götter und Göttinen der Jahreszeiten (Flora, Ceres, Bacchus, Vulcanus) und auf den Voluten drei der Sieben freien Künste (Grammatik, Musik, (Geometrie) sowie die Malerei in Form von Trophäen dargestellt (Rouen, Musée de la Céramique; Abb.).[31]

B. Material

Globen sind aus verschiedenen Materialien zusammengefügt. Die Kugel besteht meist aus einer Holzachse und zwei hohlen Papierhalbkugeln. Anfangs verwendete man für diese mehrere Lagen Altpapier.[32] Später bestanden die Kugeln aus Pappmaché. Darüber wurde ein Gemisch aus Gips und Leim aufgetragen. Anschließend wurden die gedruckten Kartensegmente aufgeklebt und abschließend mit Stärkekleber und einem Firnis geschützt (Abb.). Da sich die ausgleichende Gipsschicht auf der Kugel unregelmäßig verteilte, kam es zu Gewichtsverlagerungen. Mit Hilfe von kleinen Säckchen, die mit Bleikugeln gefüllt waren, wurde die Unwucht ausgeglichen. Über die Jahrhunderte hat sich das Verfahren bei Seriengloben kaum verändert.

Bei sehr großen Kugeln wurden auch Holzleisten zur Versteifung in die Kugeln eingebracht. Ausnahmen stellen Manuskript- und Metallgloben dar. Bei den Manuskriptgloben wurde die Kugeloberfläche direkt bemalt, z. B. der Erd- und der Himmelsglobus von Hans Donauer d. Ä., zwischen 1573 und 1576 (dreidimensionale Darstellungen: Abb., Abb.).

Metallgloben bestehen meist aus getriebenen Messingschalen, die graviert und deren Oberflächen oft vergoldet wurden. Einzelne Kunstkammerobjekte, z. B. Globuspokale, besitzen Kugelschalen aus Silber.[33] Die Globengestelle von Papiergloben sind aus Holz gefertigt. Je nach Verfügbarkeit und Mode wurde zunächst Eiche verwendet. Später kamen Obsthölzer und exotische Holzarten zum Einsatz. Dies trifft besonders für Globen am Ende des 18. und Anfang des 19. Jh. zu, für die man Zitronenholz oder Mahagoni verwendete. Letzteres wurde meist nur zum Furnieren benutzt. Zur Drehung der Kugel ist ein Meridianring nötig, der in der Regel aus Messing besteht. Moderne Globuskugeln werden mit Hilfe eines speziellen Tiefziehverfahrens aus Kunststoff hergestellt.

III. Funktionen

A. Wissenschaftliches Instrument

Globen waren in erster Linie wissenschaftliche Instrumente. Sie dienten als Lehrmittel in den Wissensdisziplinen der Geographie und Astronomie und wurden in den Seefahrtsschulen bei der Ausbildung von Navigatoren eingesetzt. Gegenüber einer Weltkarte hat ein Erdglobus den Vorteil, dass er die Erdoberfläche weitestgehend verzerrungsfrei, das heißt nahezu flächen- und winkeltreu abbildet. Himmelsgloben besitzen dagegen einen höheren Abstraktionsgrad. Sie geben die seit der Antike bestehende Vorstellung wieder, dass die Gestirne an einer die Welt umspannenden Schale angeheftet seien, die sich einmal täglich um die Erde bewegt. Anders als beim Erdglobus wird der Himmelsglobus in der Hohlkugel vorgestellt. Da man aber diesen in der Regel nur von außen betrachten kann, müssen die Reihenfolge der Tierkreiszeichen und die Figuren der Sternbilder vom Zeichner des Globus umgedreht werden. Doch beim Taschenglobus aus dem Verlag von Johann Baptist Homann (1664–1724) bestand auch die Möglichkeit, in den aufklappbaren Himmelsglobus zu schauen.[34] Solche Globen dienten dem Erlernen von astronomischen Zusammenhängen (Abb.). Sowohl auf den Erd- als auch auf den Himmelskugeln befinden sich wichtige Kreise und Punkte zur Orientierung: Äquator/Himmelsäquator, Ekliptik, nördlicher und südlicher Wendekreis, nördlicher und südlicher Polarkreis, Nord- und Südpol/nördlicher und südlicher Himmelspol. Parallel zum Äquator verlaufen beim Erdglobus die Breitenkreise und senkrecht von Pol zu Pol die Meridiane. Dabei ist zu beachten, dass der Nullmeridian im Lauf der Jahrhunderte gewechselt hat. Seit der Antike verlief er über die kanarische Insel Ferro (El Hierro).[35] Auf der Internationalen Meridiankonferenz wurde 1884 der Meridian von Greenwich als Nullmeridian festgelegt. Anstatt der Meridiane sind auf dem Himmelsglobus die ekliptikalen Längen von Ekliptikpol zu Ekliptikpol verzeichnet. Als weitere Besonderheit sind zwei Koluren vorhanden: Die Äquinoktialkolur verbindet als Kreis senkrecht zum Äquator verlaufend die Äquinoktialpunkte (Frühlings- und Herbstpunkt) und die Himmelspole. An beiden Punkten herrscht Tag- und Nachtgleiche. Die Solstitialpunkte (Sommer- und Wintersonnenwende) werden mit dem Kreis der Solstitialkolur verbunden.

Die Globuskugeln können mit Hilfe ihrer Ringe auf beliebige Polhöhen eingestellt werden. Stellt man die Kugel z. B. auf die geographische Breite von Dresden mit ca. 51 Grad Nord ein, so können z. B. die Aufgangs- unter Untergangszeiten der Sonne für diesen Ort am Horizontring abgelesen werden. Dazu muss man vorher den Standort der Sonne im Tierkreiszeichen auf der Ekliptik markieren. Mit dieser Methode findet man auch die exakten Himmelsrichtungen für die Auf- und Untergänge über den Horizont im Verlaufe eines Jahres. Gleiches trifft für die Sichtbarkeit der Sterne mit ihren Sternbildern zu. Da der Globus ein sehr komplexes Instrument ist, kann hier nur eine Auswahl an wissenschaftlichen Funktionen genannt werden: Ermittlung der Zeitverschiebung, Bestimmung der geographischen Breite und Länge eines Ortes, Ablesen der kürzesten Flugverbindung zwischen zwei Orten etc. Selbstverständlich dienen Erdgloben auch zur Orientierung, insbesondere kann sehr gut die Verteilung der Landmassen und der Meeresflächen auf der Erde veranschaulicht werden. Beim Himmelsglobus lässt sich der gesamte Himmel darstellen, den man von seinem jeweiligen Beobachtungsort von der Erde aus nur teilweise sehen kann.

Himmelsgloben waren häufig Bestandteile astronomischer Uhren, wie z. B. der Planetenuhr von Eberhard Baldewein, 1563-1568 (Dresden, Mathematisch-Physikalischer Salon; Abb.)[36], der monumentalen astronomischen Standuhr aus der Prälatur des Zisterzienserklosters Salem mit einem Uhrwerk von Pater Aurelius a San Daniele und Schnitzereien von Johann Georg Dirr, Wien um 1770 (München, Bayerisches Nationalmuseum; Abb.)[37], oder wurden durch das Uhrwerk angetrieben (Abb.).[38] Häufig wurden solche technischen Meisterwerke in die Kunst- und Wunderkammern aufgenommen (s. folgender Abschnitt).

B. Kunstkammerobjekt

Auch der Besitz von repräsentativen Globen in Form von mechanischen Himmelsgloben oder Globuspokalen sind Sinnbild für das Wissen des Besitzers über die Welt und den Kosmos. Oft gehörten derartige Objekte zum Bestand fürstlicher und bürgerlicher Kunstkammern. So auch der mechanische Himmelsglobus von Georg Roll (1546–1592) und Johannes Reinhold (um 1550–1596), Augsburg 1586, des Mathematisch-Physikalischen Salons,[39] sowie die Globuspokale von Elias Lenker (gest. 1671), Augsburg 1624–1628 (Abb.) des Grünen Gewölbes in Dresden, die ursprünglich in der Dresdner Kunstkammer der sächsischen Kurfürsten aufbewahrt wurden.[40] Die Stadt Basel gab 1752 einen Erdglobus aus vergoldetem Messing bei Isaak Bruckner in Auftrag, der sich in den dortigen Sammlungen erhalten hat.[41]

Derartige Globen dienten auch als diplomatische Geschenke. So wurden zwei Globuspokale von Wenzel Jamnitzer (1563–1618), die Jeremias Ritter (1582–1646) 1631 vollendete, als Geschenke der Stadt Nürnberg 1632 dem schwedischen König Gustav II. Adolf überreicht.[42]

Globen wurden häufig mit Messgeräten kombiniert oder in diese integriert, wie die Globusuhr aus vergoldeter Bronze, E. 16. Jh. (Berlin, Staatliche Museen Preußischer Kulturbesitz, Kunstgewerbemuseum),[43] und der vergoldete Planetenautomat von Eberhard Baldewein, der 1563–1569 im Auftrag des Kurfürsten August von Sachsen (reg. 1553–1586) in Kassel nach einem dortigen Vorbild (Kassel, Staatliche Kunstsammlungen, Museum für Astronomie und Technikgeschichte) geschaffen wurde, zeigen (Abb.).[44] Giuseppe Campani fertigte um 1680 in Rom eine Uhr, bei der die Figur des Chronos einen Himmelglobus hält, der die Stunden anzeigt und für die Zeitablesung in der Dunkelheit beleuchtet werden kann (Mailand, Privatbesitz; Abb.).[45]

C. Bildmotiv

Globen sind seit etwa der Mitte des 15. Jh. häufiger Motive in Porträts, Stillleben, allegorischen Darstellungen und in der Emblematik;[46] darüber hinaus kommen sie auch in der Bauplastik vor.[47]

1. Mythologie

Der Himmelsglobus ist Bestandteil der Darstellung des Titanen Atlas, der zur Strafe das Himmelgewölbe tragen muss (z. B. als moderne Adaption mit Bezug auf die Situation Schwarzafrikas: Fred Wilson, Atlas, 1995 (Abb.)[48]). Da Herkules ihn vertrat, als jener die goldenen Äpfel der Hesperiden pflückte, wird auch Herkules als Globus-Träger gezeigt.[49]

2. Attribut

In Folgen der Sieben freien Künste wurde die Geometrie sowie die Astrologie oder Astronomie, mit Erd- bzw. Himmelsglobus dargestellt, so von Cornelis Cort nach Frans Floris, 1565, und Cornelis Drebbel nach Hendrik Goltzius.[50] Häufig begleitet der Erdglobus die Geographie, gelegentlich auch Iustitia, so auf einem Gemälde von Piero del Pollaiolo, das zwischen 1469 und 1472 für eine Serie der sieben Tugenden für den Gerichtssaal der Mercanzia in Florenz geschaffen wurde (Florenz, Uffizien).[51]

Als Attribut der vier Fakultäten ist der Globus zuweilen diese gemeinsam oder einzelne Disziplinen. Gregorio Guglielmi stattete 1755 den Festsaal der Akademie der Wissenschaften in Wien mit einem Wandgemälde aus, das eine Allegorie der vier Fakultäten mit dem Globus zeigt (Abb).[52] In Johann Anwanders Deckengemälde der Aula (sog. Goldener Saal) der ehem. Universität in Dillingen von 1762 ist er der Personifikation der Philosophischen Fakultät zugewiesen (Abb.), in der Dekoration einer Türrahmung des Lesesaals der Universitätsbibliothek in Heidelberg war er hingegen Attribut der Naturwissenschaftlichen Fakultät; die Stuckarbeit hatte der Bildhauer Wilhelm Füglister um 1905 nach Entwürfen Josef Durms ausgeführt (1954 zerstört; Abb.).[53]

Die Weltläufigkeit des Merkur wurde oft mit dem Erdglobus illustriert, z. B. von Harmen Jansz. Muller nach Maarten van Heemskerck[54] und Markus Lüpertz, 2007 („Mercurius“, Bronzeplastik auf dem Platz der Deutschen Post in Bonn).

Die Muse Urania ist häufig durch den Himmelsglobus ausgewiesen, z. B. in der Plakettenserie von Peter Flötner (Basel, Historisches Museum)[55], bei einer Figurenuhr, um 1620 (Abb.), und in dem Gemälde von Heinrich Maria von Hess, das Apoll mit den Neun Musen zeigt, 1826 (München, Bayerische Staatsgemäldesammlungen, Neue Pinakothek)[56].

Zahlreiche Porträts von Wissenschaftlern (Abb.), Astronomen, Geographen (Abb.), Kartographen (Abb.)[57], Geschäftsreisenden und Seefahrern (Abb.)[58] zeigen Globen als Arbeitsinstrument und Zeichen der Gelehrsamkeit.[59] So stellte zu Beginn des 16. Jh. Jan van der Straet (gen. Stradanus) einen Kosmographen in seinem Arbeitszimmer auf einem Kupferstich dar und Tobias Stimmer malte Nikolaus Kopernikus auf der astronomischen Uhr des Straßburger Münsters, 1571–1574.[60] Ähnlich hatte bereits Albrecht Dürer 1515 in dem Holzschnitt mit der Karte der Sternenkonstellationen des nördlichen Himmels die Astronomen Aratus, Ptolomäus, Manilius und al Sufi charakterisiert (Abb.). Den Globus als berufsständisches Attribut zeigen auch die als Pendants ausgeführten Gemälde von Jan Vermeer van Delft „Der Astronom“, 1668 (Paris, Musée du Louvre), und „Der Geograph“, 1669 (Frankfurt a. M., Städelsches Kunstinstitut; Abb.).[61] Dabei hat Vermeer jeweils einen Himmels- bzw. Erdglobus aus der Werkstatt des Amsterdamer Globen- und Kartenherstellers Jodocus Hondius abgebildet.[62] Der Kartograph Herzog Albrechts V. von Bayern, Philipp Apian, wurde von Hans Mielich mit Zirkel und Globus zwischen 1560 und 1572 auf der Rückseite des Hochaltarretabels der Ingolstädter Frauenkirche verewigt.[63] In Karl Theodor von Pilotys Gemälde „Seni an der Leiche Wallensteins“, 1855 (München, Neue Pinakothek)[64], verweist der Himmelsglobus nicht nur auf den Hofastronomen Seni, sondern auch auf die Macht der Fortuna, die sich – auf dem Kerzenleuchter in der Nähe des Globus in Rückenansicht dargestellt – abgewandt hat.

Weltoffenheit und -erfahrenheit sowie Gelehrsamkeit symbolisieren Erd- und Himmelsglobus auf dem Gemälde „Die Gesandten" von Hans Holbein d. J. von 1533, das die französischen Diplomaten Jean de Dinteville und Georges de Selves am Hofe Heinrichs VIII. von England präsentiert Abb.. Die Sternenkonstellation auf dem Himmelsglobus, der nach dem Vorbild eines Globus von Johannes Schöner gemalt wurde, gab Anlass zu vielfältigen Deutungen.[65]

3. Allegorie

Das Bild des Globus steht vor allem für die Erde, auch als eines der Elemente (z. B. Abb.[66]), sowie die Welt (ebenso die verkehrte Welt[67]). Das Motiv kann so auf den Kreislauf des menschlichen Lebens bezogen werden,[68] die Welt der menschlichen Arbeit symbolisieren[69] oder Bestandteil von Allegorien sein, die die Macht der Fortuna versinnbildlichen.[70] Dabei ist Fortuna so auf dem Globus stehend oder balancierend verbildlicht wie Victoria in der Antike vor allem auf Münzen dargestellt wurde.[71] Die Darstellung des Apoll mit einem Globus, der mit der Lilie geschmückt ist, geht auf Ludwig XIV. von Frankreich zurück und ist hauptsächlich auf Medaillen zu finden, die anläßlich seines Regierungsantritts 1661 herausgegeben wurden.[72] Die Personifikation der Providentia, die den Tau über den Erdglobus ausschüttet, zeigte Jean-Baptiste Boudard 1766 in seiner Iconologie.[73]

Häufig wird der Globus mit der Bedeutung von Macht, Reichtum, Wissen und Gelehrsamkeit verbunden. So findet man Erdgloben in der Hand Christi[74] sowie in Darstellungen von weltlichen Herrschern und Staatsmännern: In einer ephemeren Festdekoration wurde 1443 Caesar auf der Weltkugel dargestellt, wie es auf einem Cassone 1452 überliefert ist.[75] Der Reichsapfel der deutschen Kaiser ist das Symbol für die Herrschaft im Heiligen Römischen Reich. Die Kombination von Kreuz und Weltkugel versinnbildlicht die von Gott an den Kaiser verliehene Macht über sein Weltenreich.[76] Auf dem Reichsapfel des schwedischen Königs Erik XIV. (Regierungszeit 1560–1568) wurde sogar das Kartenbild der Erde eingraviert. In einem Gemälde von Georg Gower, 1588, ruht die Hand von Königin Elisabeth I. von England auf einem Erdglobus (Abb.). Dabei verdeutlicht die Kombination mit der Krone und der Seeschlacht gegen die spanische Armada die aufstrebende Seemacht England mit ihrem Anspruch auf Nordamerika als englische Kolonie. Der Sieg des Kurfürsten Maximilian II. Emanuel von Bayern über die Türken wurde 1714 in einem Monument aus Bronze von Guillielmus de Grof in Paris verewigt, das in seinem Untergeschoss einen Globus zeigt (München, Bayerisches Nationalmuseum).[77] Das Motiv der Krone über Erd- und Himmelskugel mit dem Motto „Unus non sufficit orbis“ (Eine Welt ist nicht genug) in Anlehnung an Juvenals Satiren (X, 168) auf einer Medaille auf König Franz I. von Frankreich (Abb.)[78], die nach der Einnahme von Mailand 1515 geschlagen wurde, dient als Sinnbild für den Expansionsdrang dieses Fürsten. Als Bestandteil der Herrschaftsikonographie erscheint auch Fama auf dem Globus, so in der Wanddekoration Marmorsaals des Liechtenstein-Palais in Wien von Santino Bussi, 1706/1708 (Abb.).[79]

Bei dem heraldischen Himmelsglobus des Mathematikprofessors und Astronomen Erhard Weigel, um 1690, aus bemaltem Kupfer sind die Sternzeichen durch Ordenszeichen und Motive aus den Wappenbildern der amtierenden Herrscher ersetzt.[80]

In Analogie zu den das Himmelsgewölbe tragenden Atlas und Herkules wurde auch der das Christuskind tragende Christophorus mit dem Globus gezeigt.[81]

Gelegentlich ist der Globus auch Teil der Allegorie der Dreifaltigkeit sowie des Glaubens, so setzt die Personifikation der Fides den Fuß auf den Erdball in Johannes Vermeers Gemälde, zwischen 1671–1674, die wohl von Cesare Ripas Darstellung der Theologie (Iconologia, Amsterdam 1644) angeregt wurde, die allerdings eine weibliche Personifikation mit dem Himmelsglobus zeigt.[82] In diesem Kontext ist er auch auf dem Deckengemälde von Paul Troger und Gaetano Fanti im Benediktinerstift Melk mit dem Triumph der „Sapientia divina“ und der Verherrlichung des Glaubens, 1731–1732, dargestellt.[83] Die universale Geltung der Theologie versinnbildlichen auch die Kanzeln mit Körben und/oder Schalldeckeln, die außen oder innen als Globen gestaltet sind.[84]

Die Personifikation der Natur als Amme des Kosmos mit der Erdkugel, die sie mit ihren Brüsten nährt, nach Plinius oder als Illustration zur aristotelischen Physik ist ebenfalls selten überliefert.[85] Allegorien des melancholischen Temperaments zeigen gelegentlich den Geometer beim Vermessen der Welt als Repräsentanten der Wissenschaftler, denen ein depressiver Charakter zugeschrieben wurde. Dazu mag Dürers Personifikation der Melancholie von 1514 beigetragen haben, deren Attribut auch eine Kugel ist.[86]

4. Emblematik

In der Emblematik sind Globen ebenfalls verbreitete Bilder für die Welt, das Glück (auch in seiner Unbeständigkeit), die Hoffnung, geistliche und weltliche Macht sowie die göttliche Liebe, die Himmel und Erde zusammenhält.[87] Darüber hinaus bedeutet er Gelehrsamkeit: Unter dem Motto „in morte vita“ wurde in den Emblemata des Joannes Sambucus, 1566, auf ihre weltweite Verbreitung verwiesen, die den Tod überdauert. Die Darstellung unter dem dem Motto „secura experientia“ bedeutet hingegen beim gleichen Autor, dass man gefahrlos Erfahrungen zu sammeln vermag, wenn man sich auf die Erkenntnisse anderer verlassen kann.[88] Den Himmelsglobus setzte Gilles Corrozet mehrmals in seiner 1540 in Paris zum ersten Mal erschienenen „Hecatongraphie“ als Symbol für die Hoffnung ein.[89] Mit dem wohl nach Jacobus Typotius gewählten Motto „Sic omnia praetereunt“ (So vergeht alles)[90] versehen, ist der Globus Bestandteil des um 1700 gemalten emblematischen Programms der Decke eines den Dresdner Denkern und Dichtern gewidmeten Raums im sog. Kügelgenhaus in Dresden und versinnbildlicht so die Vergänglichkeit der Welt[91] Im Deckengemälde von Johann Baptist Zimmermann der Bibliothek des ehem. Kartäuserklosters Buxheim ist der Globus mit dem gespreizten Zirkel und dem Motto „etiam coelos metimur / et undas“ dargestellt. Damit versinnbildlicht er das Vermessen der Welt im Sinne ihrer Erforschung.[92] In der ehem. Spitalkirche Hl. Geist in Ingolstadt zeigt das Deckengemälde, um 1720 oder 1740, den Globus auf einem Tisch mit dem Motto „Constantia. Moveor, Non Mutor Ab Ullo.“ als Bild für Beständigkeit trotz Veränderung.[93] Auf dem Deckengemälde in der Pfarrkirche Mariä Heimsuchung in Hohenpolding (Landkreis Erding), um 1752, steht der Globus als Emblem im Dienst der Marienverehrung: Der Globus mit zwei Fernrohren unter dem Vollmond illustriert hier das Motto „A(ll)er Reiniste Mutter. (LL 14). Ein Hell Liechter Schein / Ohne Mackhl Gantz Rein“.[94]

Ein Himmelglobus mit dem Motto „Me Trahit Altus Honos.“ zeigt im Deckengemälde der Pfarrkirche St. Lucia und Ottilia in Weilheim, Lkr. Donau-Ries, das wohl von Johann Anwander um 1742 geschaffen wurde,[95] dass die Ehre der Tugend bis in den Himmel folgt. Dieses Motto mit dem Himmelglobus war in der Herrscherpanegyrik sehr beliebt.[96] Globen sind auch Bestandteile von Stillleben, vor allem im 17. Jh, z. B. auf dem Gemälde des deutschen Malers Broder Matthisen (um 1637–1666) in der Gemäldegalerie in Dresden.[97]

Nicht erst im Zeitalter der Globalisierung finden sich Globen auch in vielen Firmensignets, Finanz- und Hilfsorganisationen, um deren weltumspannende Vernetzung zu dokumentieren, so führt die 1927 gegründete Pan American World Airways, die die ersten interkontinentalen Flüge anbot, den Globus als Firmensignet.[98]

Anmerkungen

  1. Friedrich Kluge, Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache, 17. Aufl. Berlin 1957, S. 261.
  2. Oswald Muris, Gert Saarmann, Der Globus im Wandel der Zeiten, Berlin 1961, S. 16.
  3. Gerald J. Toomer, Ptolemy´s Almagest, Princeton 1998.
  4. Elly Dekker, Illustrating the Phaenomena. Celestial Cartography in Antiquity and the Middle Ages, Oxford 2013, S. 57–102.
  5. Emilie Savage-Smith, Islamicate Celestial Globes. Their History, Construction, and Use, Washington, DC 1985.
  6. Adolph Drechsler, Der Arabische Himmelsglobus des Mohammed ben Muyîd el-´Ordhi vom Jahre 1279 im Mathematisch-physikalischen Salon zu Dresden, Dresden 1922, S. 3.
  7. Elly Dekker, Illustrating the Phaenomena. Celestial Cartography in Antiquity and the Middle Ages, Oxford 2013, S. 343.
  8. Elly Dekker, Illustrating the Phaenomena. Celestial Cartography in Antiquity and the Middle Ages, Oxford 2013, S. 390–401.
  9. Elly Dekker, Illustrating the Phaenomena. Celestial Cartography in Antiquity and the Middle Ages, Oxford 2013, S. 401–408.
  10. Bialas, Volker, Erdgestalt, Kosmologie und Weltanschauung, Stuttgart 1982, S. 30-32.
  11. Germanisches Nationalmuseum, Nürnberg, Inventarnummer WI 1826, Ulrich Knefelkamp, Der Behaim-Globus und die Kartographie seiner Zeit, in: Focus Behaim Globus, Teil 1: Aufsätze, Ausstellungskatalog, Germanisches Nationalmuseum, Nürnberg 2. Dezember 1992 bis 28. Februar 1993, S. 217-222.
  12. Frank Berger (Hg.), Der Erdglobus des Johannes Schöner von 1515, Frankfurt a. M. 2013.
  13. Die große Kunstkammer. Bürgerliche Sammler und Sammlungen in Basel, Ausstellungskatalog Basel 2011, S. 191f. Zu Mercators Himmelsglobus, Löwen 1551: ebd., S. 192f.
  14. Peter van der Krogt, Globi Neerlandici. The production of globes in the Low Countries, Utrecht 1993.
  15. Peter van der Krogt, Globi Neerlandici. The production of globes in the Low Countries, Utrecht 1993, S. 152–160.
  16. Peter E. Allmeyer-Beck (Hg.), Modelle der Welt. Erd- und Himmelsgloben, Wien 1997, S. 62–63.
  17. Herwig Guratzsch (Hg.), Der neue Gottorfer Globus, Leipzig 2005; Engel Petrovic Karpeev, Bol'soj Gottorpskij globus. Muzej Antropologii i Etnografii Imeni Petra Velikogo, St. Petersburg 2003; Felix Lühning, Der Gottorfer Globus und das Globushaus im 'Newen Werck', Schleswig 1997 (Gottorf im Glanz des Barock, Ausstellungskatalog, Bd. 4); Tür des Großen Gottorfer Globus, Lomonossow-Museum, 1654–1664: Palast des Wissens. Die Kunst- und Wunderkammer Zar Peter des Großen, Bd. 1, Katalog, bearb. von Brigitte Buberl und Michael Dückershoff, München 2003, S. 156–161 mit Kat.nr. 85.
  18. Iris Schröder, Das Wissen von der ganzen Welt: Globale Geographien und räumliche Ordnungen, Paderborn 2011, S. 7f.
  19. Silvia Sumira, The Art and History of Globes, London 2014, S. 26.
  20. Silvia Sumira, The Art and History of Globes, London 2014, S. 26.
  21. Erd- und Himmelsgloben, Sammlungskatalog, bearb. von Wolfram Dolz, Dresden o. J. [1994], S. 7.
  22. Erd- und Himmelsgloben, Sammlungskatalog, bearb. von Wolfram Dolz, Dresden o. J. [1994], S. 41.
  23. René Lehmann, Berliner Globenhersteller 1790–1970, Berlin 2010, S. 15.
  24. Erd- und Himmelsgloben, Sammlungskatalog, bearb. von Wolfram Dolz, Dresden o. J. [1994], S. 60f.
  25. René Lehmann, Berliner Globenhersteller 1790-1970, Berlin 2010, S. 31–97.
  26. Ludvík Mucha, Geschichte und Liste der modernen tschechischen Globen, in: Der Globusfreund 21-23 (1972/73/74), 1973, S. 234-235.
  27. Silvia Sumira, The Art and History of Globes, London 2014, S. 22.
  28. Silvia Sumira, The Art and History of Globes, London 2014, S. 26.
  29. Sylvia Sumira, The Art and History of Globes, London 2014, S. 22–30.
  30. Thomas Horst, Zur Entstehung der Manuskriptgloben des Heinrich Arboreus und des Philipp Apian, in: Der Globusfreund 57/58, 2009/2010 (2011), S. 111–127, hier: 114–116; Kathrin Müller, Himmel und Erde in Bewegung. Fragment eines Münchner Globusgestells im Museum der Wallfahrtskirche Weihenlinden, in: Bibliotheksforum Bayern 8, 2014, S. 212–215.
  31. Claude Frégnac, Europäische Fayencen, Stuttgart 1976, Abb. 193.
  32. Sylvia Sumira, The Art and History of Globes, London 2014, S. 38; Mara Miniati u. a., Coronelli-Globen im Museo Galileo – Istituto e Museo di storia della scienza in Florenz. Geschichte und Restaurierung, in: Der Globusfreund 59/60, 2011/2012 (2014), S. 65–83, hier: 74–83.
  33. Z. B. der Globuspokal von Jakob Stampfer, Zürich, um 1550/1552: Die große Kunstkammer. Bürgerliche Sammler und Sammlungen in Basel, Ausstellungskatalog Basel 2011, S. 194–198.
  34. Erd- und Himmelsgloben, Sammlungskatalog, bearb. von Wolfram Dolz, Dresden o. J. [1994], S. 102–103.
  35. Peter E. Allmeyer-Beck (Hg.), Modelle der Welt. Erd- und Himmelsgloben, Wien 1997, S. 62-63; Gustav Forster, Längenfehler und Ausgangsmeridiane in alten Landkarten und Positionstabellen (Schriftenreihe Studiengang Geodäsie und Geoinformation Universität der Bundeswehr München, 80), Neubiberg 2005.
  36. Emmanuel Poulle, Helmut Sändig, Joachim Schardin und Lothar Hasselmeyer, Die Planetenlaufuhr. Ein Meisterwerk der Astronomie und Technik der Renaissance geschaffen von Eberhard Baldewein 1563-1568 (Jahreschrift der Deutschen Gesellschaft für Chronometrie 47), Stuttgart 2008
  37. Bayerisches Nationalmuseum. Handbuch der kunst- und kulturgeschichtlichen Sammlungen, hg. von Renate Eikelmann, München 2000, S. 255; Klaus Maurice, Die deutsche Räderuhr. Zur Kunst und Technik des mechanischen Zeitmessers im deutschen Sprachraum, München 1976, Bd. 2, Nr. 1002.
  38. Beispiele: Klaus Maurice, Die deutsche Räderuhr. Zur Kunst und Technik des mechanischen Zeitmessers im deutschen Sprachraum, München 1976, Bd. 1, S. 57–60, 62, 64–67, 139, 147–151, 169f., 280, Fig. 51, Taf. II und XVII, Bd. 2, Abb. 212f., 213, 215f., 231 und 249–263.
  39. Wolfram Dolz, Joachim Schardin, Klaus Schillinger, Helmut Schramm, Kostbare Instrumente und Uhren, Leipzig 1994, S. 32. ferner: Weltenglanz. Der Mathematisch-Physikalische Salon Dresden zu Gast in Augsburg, Ausstellungskatalog, Berlin München 2009, S. 36–59.
  40. Ulrike Weinhold, Die Welt auf den Schultern – Überlegungen zu den beiden Augsburger Globuspokalen im Grünen Gewölbe in Dresden, in: Der Globusfreund. Wissenschaftliche Zeitschrift für Globenkunde 59/60, 2011/2012 (2014), S. 126–141.
  41. Die große Kunstkammer. Bürgerliche Sammler und Sammlungen in Basel, Ausstellungskatalog Basel 2011, S. 204.
  42. Ulrike Weinhold, Die Welt auf den Schultern – Überlegungen zu den beiden Augsburger Globuspokalen im Grünen Gewölbe in Dresden, in: Der Globusfreund. Wissenschaftliche Zeitschrift für Globenkunde 59/60, 2011/2012 (2014), S. 126–141.
  43. Karl-Heinz Ludwig und Volker Schmidtchen, Metalle und Macht 1000–1600, Berlin/Frankfurt a. M. 1992 (Propyläen Technikgeschichte, 2), S. 560, Abb. 210, S. 571, Abb. 217a
  44. Klaus Maurice, Die deutsche Räderuhr. Zur Kunst und Technik des mechanischen Zeitmessers im deutschen Sprachraum, München 1976, Bd. 1, S. 146–148, mit Bd. 2, Abb. 215 und 216.
  45. Alfred P. Zeller, Uhren, Stuttgart 1972, S. 146, mit Abb. 49.
  46. Le globe et son Image, Ausstellungskatalog, Paris 1995; Yojiro Utsunomiya, Erdgloben auf Bildern. Der Globus als Übermittler von Information und Allegorie, in: Der Globusfreund 47/48, 1999/2000, S. 107–124.
  47. Jan Mokre, Globen unter freiem Himmel. Beispiele aus Wien, in: Der Globusfreund 47/48, 1999/2000, S. 125–141.
  48. Doro Globus (Hg.), Fred Wilson. A Critical Reader, London 2011, S. 439.
  49. Z. B.: Roman Anton Boos, Herkules und Atlas mit dem Himmelsglobus, Terrakotta, München um 1779/1780 (Mit Leib und Seele. Münchner Rokoko von Asam bis Günther, Ausstellungskatalog München 2015, S. 284f., Kat. 118); ferner: Ulrike Weinhold, Die Welt auf den Schultern – Überlegungen zu den beiden Augsburger Globuspokalen im Grünen Gewölbe in Dresden, in: Der Globusfreund. Wissenschaftliche Zeitschrift für Globenkunde 59/60, 2011/2012 (2014), S. 126–141.
  50. „Der Welt Lauf“. Allegorische Graphikserien des Manierismus, hg. von Martin Kaulbach und Reinhart Schleier, Ausstellungskatalog Stuttgart, Ostfildern-Ruit 1997, Nr. 13.6f. und Nr. 14.6f., mit Abb.
  51. Antonio Natali (Hg.), La stanza dei Pollaiolo. I restauri, una mostra, un nuovo ordinamento, Florenz 2007 (Gli Uffizi, 16), Kat.nr. 3.
  52. Stefanie von Langen, Die Fresken von Gregorio Guglielmi, München 1994 ([Tuduv-Studien, Reihe Kunstgeschichte, 64), S. 129–141.
  53. Ulrike Grammbitter-Ostermann, Die Universitätsbibliothek, in: Die Gebäude der Universität Heidelberg, hg. von Peter A. Riedl, Berlin u. a. 1987, Textband, S. 196, Tafelband, Abb. 151.
  54. Allegorische Graphikserien des Manierismus, hg. von Martin Kaulbach und Reinhart Schleier, Ausstellungskatalog Stuttgart, Ostfildern-Ruit 1997, Nr. 16.2., mit Abb.
  55. Barbara Dienst, Der Kosmos des Peter Flötner. Eine Bildwelt der Renaissance in Deutschland, München/Berlin 2002 (Kunstwissenschaftliche Studien, 90), S. 384 (dort fälschlich als Erdkugel bezeichnet), mit Abb. 196.
  56. Spätklassizismus und Romantik, bearb. von Thea Vignau-Wilberg u. a., München 2003 (Bayerische Staatsgemäldesammlungen. Neue Pinakothek, München. Gemäldekataloge, IV), S. 171–173.
  57. Tobias Stimmer, Holzschnitt für das „Contrafacturbuch“, Basel 1587 (German Masters of the Sixteenth Century, Hans Rudolf Manuel (Deutsch), Tobias Stimmer, bearb. von Jane S. Peters, New York 1988 [Illustrated Bartsch, 19.2], S. 367)
  58. William Hogarth, Porträt des Captain Coram, Öl auf Leinwand, 1740 (London, Foundling Museum; Mark Hallet und Christine Riding, Hogarth, Ausstellungskatalog London, Paris und Madrid 2007, London 2006, S. 162f., Nr. 84; zum Nachstich: William Hogarth 1697–1764, Ausstellungskatalog Berlin, Gießen 1980, Nr. 126).
  59. Kristen Lippincott, Macht und Politik. Die Rolle des Globus in der Portraitkunst der Renaissance, in: Der Globusfreund 49/50, 2001/2002, S. 129–147; weitere Beispiele: Andrea Pisano, Gionitus, der erste Astronom, Relief vom Campanile des Domes in Florenz, ab 1334 (Abb.), Florenz, Museo dell’Opera del Duomo (Joachim Poeschke [Hg.], Die Skulptur des Mittelalters in Italien. Gotik, Bd. 2, München 2000, Taf. 215); Maarten van Heemskerck, Porträt des Reinerus Gemma Frisius, 1540–1545, Rotterdam, Museum Boymans-van Beuningen (Heemskerck et l'humanisme. Une oeuvre à penser, hg. von Francis Ribemont, Ausstellungskatalog Rennes 2010, S. 84, Abb. 26); Selbstbildnisse des Augustin Hirschvogel, o. J. und 1549 (Hollstein's German Engravings, Etchings and Woodcuts 1400–1700, Bd. 13A, hg. von Tilman Falk, bearb. von Robert Zijlma, Roosendal 1984, S. 181f.); bei vielen Porträts von Tobias Stimmer findet sich der Globus in den Randleisten; Lucas Kilian, Porträt des Philosophen und Mediziners Gregor Horst, Kupferstich, 1625; Robert Nanteuil (1623/1630–1678), Kardinal Mazarin, Kupferstich (Arthur MacGregor, Curiosity and Enlightenment. Collectors and Collections from the Sixteeth to the Nineteenth Century, New Haven/London 2007, S. 79, Abb. 56); Jan de Braij, Porträt des Haarlemer Drucker Abraham Casteleyn und seiner Frau Margarieta van Bancken, 1663, Amsterdam, Rijksmuseum (Jan Piet Filedt Kok u. a., Netherlandish Art in the Rijksmuseum. 1600–1700, Amsterdam 2001, S. 195, Kat.nr. 78); Luca Giordano, Kynischer Philosoph, um 1660, München, Bayerische Staatsgemäldesammlungen, Alte Pinakothek (Luca Giordano. 1634–1705, Ausstellungskatalog Wien, hg. von Wilfried Seipl, Wien 2001, S. 89, Abb. 7); Diego Velázquez (1599–1660), Demokrit, 1628/29 (Abb.), Rouen, Musée des Beaux-Arts (José Lopez-Rey [Hg.], Velázquez. Werkverzeichnis, Köln 1996, S. 97, Abb. 40); Jacques André-Joseph Arved, Porträt des schwedischen Botschafters Carl Gustav Tessin, 1740, Stockholm Nationalmuseum (Pontus Grate, French Paintings II. Eighteenth Century, Stockholm 1994, S. 38f., Nr. 65, mit Taf. 17); Jean Daullé nach R. Tournière, Pierre-Louis Moreau de Maupertuis, Kupferstich 1741 (Le globe et son Image, Ausstellungskatalog, Paris 1995, S. 60); Maurice Quentin de La Tour, La Marquise de Pompadour, 1755, Louis Duval de L'Epinoy, 1745, Gabriel-Bernard de Rieux, 1741 (Christine Debrie und Xavier Salmon, Maurice-Quentin de La Tour. Prince des pastellistes, Paris 2000, S. 108, 112 und 122); George Romney, Die Familie Beaumont, 1777 bis 1779, London, Tate Gallery, Portraits Publics. Portraits Privés 1770–1830, Ausstellungskatalog Paris 2006, S. 141, Abb. 1; Philipp Galle, Petrus Apianus, 1587?, Graphische Sammlung des Germanischen Nationalmuseums (Peter Mortzfeld, Die Portraitsammlung der Herzog-August-Bibliothek Wolfenbüttel, München 1986, Bd. 1, S. 180); Jean-Marc Nattier, Madame Infante, Louise-Élisabeth de France, Duchesse de Parma, als Verkörperung der Erde, 1750 (Abb.; Jean Marc Nattier, Paris 1999, S. 224); Benoît-Louis Henriquez nach N. R. Jollain, Porträt von J. d'Alembert mit Globus, Kupferstich 1777 (Le globe et son Image, Ausstellungskatalog, Paris 1995, S. 58); Edward Savage, The Washington Family, 1789–1796 (National Porträt Gallery, Smithonian Institution, Washington, DC: Frances Kathryn Pohl, Framing America. A Social History of American art, New York u. a. 2002, S. 90f., mit Abb. 2.19); Asmus Jakob Carstens, Sokrates im Korb, 1791, Weimar (Goethe und die Kunst, Ausstellungskatalog Frankfurt und Weimar, Ostfildern 1994, S. 360); Gottfried Schadow, Grabmal für Anton Friedrich Büsching, 1795, Berlin, Stiftung Stadtmuseum, Landesmuseum für Kultur und Geschichte, Märkisches Museum (Bernhard Maaz [Hg.], Johann Gottfried Schadow und die Kunst seiner Zeit, Köln 1994, S. 119, Abb. 66); Hermann Biow, Porträt Wm. Campbell, Daguerreotypie 1842/1844 (The Yorck Project, Bild 828); Eduard Hildebrandt, Humboldt sitzend in seinem Bibliothekszimmer in Berlin, 1856 (Orte der Sehnsucht, Ausstellungskatalog Regensburg 2008, S. 281, Abb. 234); Oskar Kokoschka, Botschafter Ivan Maisky, 1942–1943, London, Tate Gallery (Gloria Sultano/Patrick Werkner, Oskar Kokoschka. Kunst und Politik 1937–1950, Wien u. a., 2003, S. 173, Abb. 13); Helmut Newton, His Highness the Aga Khan, Fotographie 1997 (Helmut Newton. Work, hg. von Manfred Heiting, Köln u. a. 2000, S. 157).
  60. Karl-Heinz Ludwig und Volker Schmidtchen, Metalle und Macht 1000–1600, Berlin/Frankfurt a. M. 1992 (Propyläen Technikgeschichte, 2), S. 560, Abb. 210, S. 563, Abb. 212; zur Straßburger Uhr: Tobias Stimmer 1539–1584, Ausstellungskatalog Basel 1984, S. 97–117.
  61. Johannes Vermeer. „Der Geograph“ und „Der Astronom“ nach 200 Jahren wieder vereint, Ausstellungskatalog Frankfurt a. M. 1997. Der Katalog versammelt viele weitere Beispiele für die beiden Typen; Michael Eissenhauer (Hg.), Johannes Vermeer. Der Geograph, die Wissenschaft der Malerei, Kassel 2003 (Monographische Reihe/Staatliche Museen Kassel, 10).
  62. Johannes Vermeer. „Der Geograph“ und „Der Astronom“ nach 200 Jahren wieder vereint, Ausstellungskatalog Frankfurt a. M. 1997, Nr. 2 und 10.
  63. Gabriele Wimböck, Der Ingolstädter Münsteraltar, München 1998 (Arbeitshefte des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege, 91), S. 84, mit Abb. 38 und Farbtaf. XIII.
  64. Großer Auftritt. Piloty und die Historienmalerei, Ausstellungskatalog, München u. a. 2003, Kat.nr. 5.
  65. Etty Dekker und Kristen Lippincott, The Scientific Instruments in Holbein’s Ambassadors, in: Journal of the Warburg and Courtauld Institutes 62, 1999, S. 93–125; John North, The Ambassadors' Secret. Holbein and the World of the Renaissance, London/New York 2001, S. 82–89 und 115–118; Daniela Roberts, „Imago Mundi“. Eine ikonographische und mentalitätsgeschichtliche Studie, ausgehend von Hans Holbein d. J. „The Ambassadors“, Hildesheim u. a. 2009, S. 121–129 und 145–150.
  66. zum Kontext: Frank Kuhn, Der Bibliothekssaal im Neuen Kloster Schussenried, 2. Aufl. Lindenberg 2007.
  67. Beispiele: Le globe et son Image, Ausstellungskatalog, Paris 1995, S. 50 und 68f.
  68. Z. B. in einem Zyklus von Kupferstichen nach Maarten van Heemskerck, 1564 („Der Welt Lauf“. Allegorische Graphikserien des Manierismus, hg. von Martin Kaulbach und Reinhart Schleier, Ausstellungskatalog Stuttgart, Ostfildern-Ruit 1997, Nr. 40.1, mit Abb.; Heemskerck et l'humanisme. Une oeuvre a penser, Ausstellungskatalog Rennes, hg. von Francis Ribemont, Rennes 2010, Nr. 46).
  69. Z. B. durch einen mit Arbeitsinstrumenten übersähten Globus in einem Kupferstich von Philips Galle nach Maarten van Heemskerck, 1572 („Der Welt Lauf“. Allegorische Graphikserien des Manierismus, hg. von Martin Kaulbach und Reinhart Schleier, Ausstellungskatalog Stuttgart, Ostfildern-Ruit 1997, Nr. 11.1, mit Abb.).
  70. Z. B. in einem Zyklus von Kupferstichen unter dem Titel „Omnium rerum vicissitudo est“ (Allen Dingen ist der Wechsel eigen), verlegt von Jacques de Gheyn II mit Versen von Hugo Grotius, 1596/97 („Der Welt Lauf“. Allegorische Graphikserien des Manierismus, Ausstellungskatalog hg. von Martin Kaulbach und Reinhart Schleier, Stuttgart, Ostfildern-Ruit 1997, Nr. 42.9, mit Abb.) oder einer Uhr, um 1670, Jean Baptiste Gonon aus Lyon zugeschrieben, Mailand, Privatbesitz (Alfred P. Zeller, Uhren, Stuttgart 1972, S. 146, Nr. 48, mit Abb. S. 113).
  71. Le globe et son Image, Ausstellungskatalog, Paris 1995, S. 14f.
  72. Le globe et son Image, Ausstellungskatalog, Paris 1995, S. 40 und 45; Medaille mit Erdglobus als Attribut des Apoll, 1667, anlässlich der Gründung der Akademie der Wissenschaften in Paris: ebd., S. 44.
  73. Dazu wird erklärt: „C'est-à-dire la sagesse & la puissance divine qui gouverne tout. On la personnifie par une Matrône vêtue maiestueusement & portée sur un nuage, tenant un grand vase dont elle répand la rosée sur un globe terrestre. Elle a un oeil ouvert & rayonnant sur sa poitrine, pour marquer que rien ne lui est caché.“ (Jean-Baptiste Boudard, Iconologie ..., Wien 1766, Nachdruck New York/London 1976, S. 83; vgl. Le globe et son Image, Ausstellungskatalog, Paris 1995, S. 66f.)
  74. Zum Beispiel auf einem rheinischen Tafelgemälde mit dem Salvator Mundi ist die Erdkugel in Gestalt eines Globus von Kaspar Vopel aus dem Jahr 1537 wiedergegeben (Hochrenaissance im Vatikan. Kunst und Kultur im Rom der Päpste 1503–1534, Ausstellungskatalog Bonn, Ostfildern-Ruit 1998, Nr. 133, mit Abb. S. 140).
  75. Philine Helas, „Mundus in rotundo et pulcherrime depictus, nunquam sistens sed continuo volvens“. Ephemere Globen in den Festinszenierungen des italienischen Quattrocento, in: Der Globusfreund 45/46, 1997/1998, S. 155–175, Taf. 16.
  76. Percy Ernst Schramm, Sphaira, Globus, Reichsapfel. Wanderung und Wandlung eines Herrschaftszeichens von Caesar bis zu Elisabeth II., Stuttgart 1958; Le globe et son Image, Ausstellungskatalog, Paris 1995, S. 15–33 und 37; Jan Mokre, Immensum in parvo – Der Globus als Symbol, in: Peter E. Allmeyer-Beck (Hg.), Modelle der Welt, Wien 1997, S. 75–87.
  77. Nationalmuseum München. Führer durch die Schausammlung, München 1988, S. 89.
  78. Le globe et son Image, Ausstellungskatalog, Paris 1995, S. 34f.
  79. Zentralinstitut für Kunstgeschichte, München, Photothek, Farbdiaarchiv.
  80. Die große Kunstkammer. Bürgerliche Sammler und Sammlungen in Basel, Ausstellungskatalog Basel 2011, S. 202–204.
  81. Ulrike Weinhold, Die Welt auf den Schultern – Überlegungen zu den beiden Augsburger Globuspokalen im Grünen Gewölbe in Dresden, in: Der Globusfreund. Wissenschaftliche Zeitschrift für Globenkunde 59/60, 2011/2012 (2014), S. 126–141.
  82. Johannes Vermeer, Ausstellungskatalog Den Haag u. a., Zwolle 1995, S. 190–195.
  83. Zentralinstitut für Kunstgeschichte, München, Photothek, Farbdiaarchiv.
  84. Zum Beispiel: Kanzel der Marienkirche in Bergen, Norwegen, unbekannter Künstler, 1676: Tor E. Rössaak, Himmelsglobus als Kanzelschmuck, in: Der Globusfreund 31/32, 1983/1984, S. 131-139; Josef Winterhalder d. Ä. schuf 1760 die Globuskanzel in Znojmo/Znaim (Martin Pavlíček, Josef Winterhalder st. (1702-1769), Brno 2005 (Dějiny a teorie umění, 9), S. 128, Abb. 111.
  85. Karin Leonhard, Raum als Medium und als Amme. Zur Raumdiskussion um 1300, in: Raum – Perspektive – Medium 2: Wahrnehmung im Blick, hg. von Yvonne Schweizer u. a., Tübingen 2010 (reflex: Tübinger Kunstgeschichte zum Bildwissen, 2), Abb. 2f.: URN: http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-opus-44841; zur Vorgeschichte der „natura lactans“: Gernot Böhme und Hartmut Böhme, Feuer, Wasser, Erde, Luft: eine Kulturgeschichte der Elemente, 3. Aufl. München 2010, S. 225f.; vgl. dazu auch „terra lactans“: Erde.
  86. Z. B. Herman Jansz. Muller nach Maarten van Heemskerck, Le tempérament mélancolique, Kupferstich 1566: Heemskerck et l'humanisme. Une oeuvre a penser, Ausstellungskatalog Rennes, hg. von Francis Ribemont, Rennes 2010, S.S. 102, Nr. 28, mit Abb.
  87. Untersuchung von 78 Darstellungen: Catherine Hofmann, Der Globus als Emblem in den Emblematikbüchern des Abendlandes (16. und 17. Jh.), in: Der Globusfreund 49/50, 2002, S. 87–128.
  88. Arthur Henkel und Albrecht Schöne (Hg.), Emblemata. Handbuch zur Sinnbildkunst des XVI. und XVII. Jahrhunderts, Stuttgart 1967, Sp. 999 und 1426.
  89. Gilles Corrozet, L’Hecatongraphie (1544) & les emblèmes du „Tableau de Cebes“ (1543), Genf 1997 (Textes littéraires français, 480), H. 48f. und H. 58; vgl. Catherine Hofmann, Der Globus als Emblem in den Emblematikbüchern des Abendlandes (16. und 17. Jh.), in: Der Globusfreund 49/50, 2001/2002, S. 121.
  90. Symbola divina et humana, Teil III, Prag 1603, S. 47.
  91. Das Kügelgenhaus in Dresden und seine emblematische Deckendekoration, mit Beiträgen von Hartmut Freytag u. a., München 2000, S. 40, mit Abb. 27 und Umschlag.
  92. Cornelia Kemp, Angewandte Emblematik in süddeutschen Barockkirchen, München/Berlin 1981 (Kunstwissenschaftliche Studien, 53), S. 177.
  93. Cornelia Kemp, Angewandte Emblematik in süddeutschen Barockkirchen, München/Berlin 1981 (Kunstwissenschaftliche Studien, 53), S. 219.
  94. Cornelia Kemp, Angewandte Emblematik in süddeutschen Barockkirchen, München/Berlin 1981 (Kunstwissenschaftliche Studien, 53), S. 213.
  95. Cornelia Kemp, Angewandte Emblematik in süddeutschen Barockkirchen, München/Berlin 1981 (Kunstwissenschaftliche Studien, 53), S. 315f.
  96. Z. B.: Totenoffizium der Universität Oxford zum Gedenken an Königin Elisabeth II. von England, 1603 (John Nichols's The Progresses and Public Processions of Queen Elizabeth ..., hg. von Elizabeth Goldring u. a., Bd. 4, Oxford 2014, S. 430); Marcellino von Pisa, Moralis encyclopaedia, id est, Scientiarum omnium chorus, expendens ..., Bd. 3, Lyon 1656; Verzameling Van Zinspreuken, Zinne-Beelden, En Zinne-Beeldige Vercieringen Enz. : Door Order Van Zyn Czaarsche Majesteit Peter Alexis, Bygenaamd de Groote, Keizer van Rusland, Getekend en Gesneden ..., Amsterdam 1741, S. 41.
  97. Weitere Beispiele: Antonio Perreda, Vanitas, um 1634, Wien, Kunsthistorisches Museum (Spanish Still Life from Velázques to Goya, Ausstellungskatalog London 1995, S. 81, Abb. 26); Gerrit Dou, Globus, Bücher und Laute, um 1635, Montreal, Hornstein Collection (Still-Life Paintings from the Netherlands, 1550–1720, Ausstellungskatalog Amsterdam 1999, Taf. 34). Simon Luttichuys, Vanitasallegorie/Ecke eines Malerateliers, 1646, Pittsburgh, The Collection of Teresa Heinz and the Late Senator John Heinz (Sybille Ebert-Schifferer, Die Geschichte des Stillebens, München 1998, Abb. 100; Still-Life Paintings from the Netherlands, 1550–1720, Ausstellungskatalog bearb. von Alan Chong und Wouter Kloek, Amsterdam 1999, Taf. 37); Pieter Steenwijck, Vanitas (Allegorie auf den Tod des Admirals Tromp), nach 1656, Leiden, Stedelijk Museum De Lakenhal (Sybille Ebert-Schifferer, Die Geschichte des Stillebens, München 1998, Abb. 101); Pieter Boel, Stillleben mit Globus und Kakadu, um 1658 (Abb.), Wien, Gemäldegalerie der Akademie der bildenden Künste (Das Flämische Stillleben. 1550–1680, Ausstellungskatalog Wien und Essen, Lingen und Wien 2002, Nr. 43); Petrus Schotanus, Vanitasstilleben mit Himmelsglobus und Bibel, Mitte 17. Jh., Leeuwaarden, Fries Museum (Leselust. Niederländische Malerei von Rembrandt bis Vermeer, hg. von Sabine Schulze, Ausstellungskatalog Frankfurt a. M. 1993, S. 283); Adriaen Valck, Vanitas-Stilleben, 1660, Hamburg, Kunsthalle (Omar Calabrese, Die Geschichte des Selbstporträts, München 2006, S. 344, Abb. 312); Pieter Boel, Großes Vanitasstilleben, dat. 1663, Lille, Musée des Beaux-Arts (Sybille Ebert-Schifferer, Die Geschichte des Stillebens, München 1998, Abb. 105); Maria van Oosterwyck, Vanitas-Stillleben, 1668, Wien, Kunsthistorisches Museum (Die Entdeckung der Natur. Naturalien und Kunstkammern des 16. und 17. Jahrhunderts, Ausstellungskatalog Wien 2006, S. 25); Trompe-l’oeil met een trompet, hemelglobe en een proclamatie van Frederik III, 1670, Kopenhagen, Statens Museum for Kunst (Olaf Koester, Trompe-l’oeil schilderijen, Den Haag 2005, S. 41); Jan van der Heyden, Zimmerecke mit Raritäten, dat. 1712, Budapest, Szépmüvészeti Múzeum (Sybille Ebert-Schifferer, Die Geschichte des Stillebens, München 1998, Abb. 106); Jan van der Heyden, Stilleben mit Globus, Büchern und chinesischem Seidenstoff, Wien, Akademie der Bildenden Künste (Die holländischen Gemälde des 17. Jahrhunderts in der Gemäldegalerie der Akademie der Bildenden Künste in Wien, Ausstellungskatalog, hg. von Renate Trnek, Wien u. a. 1992, S. 193); Henri-Horace-Roland Delaporte, Stilleben mit einer Vase aus Lapislazuli, Globus und Dudelsack, 1763 (Lawrence Gowing, Die Gemäldesammlung des Louvre, Köln 1988, S. 497).
  98. Weitere Beispiele in der Werbung auch in der Architektur: Yojiro Utsunomiya, Erdgloben auf Bildern. Der Globus als Übermittler von Information und Allegorie, in: Der Globusfreund 47/48, 1999/2000, S. 107–124; Jan Mokre, Globen unter freiem Himmel. Beispiele aus Wien, in: ebd., S. 137.

Verweise