Gebetsschnur

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englisch: chaplet, rosary, beads; französisch: chapelet, rosaire; italienisch: rosario


Bernhard Rösch (2016)


Paternostermacher. Hausbuch der Mendelschen Zwölfbrüder-Stiftung, Nürnberg, um 1425.
Offener Zehner mit Gebetnüssen, Ende 16. Jh.
Offener Zehner, Ende 16. Jh., Detail mit drei geöffneten Nüssen.
Offener Zehner mit Tragering, zehn Aveperlen, Paternosterkugel und Credo-Kreuz aus Bandachat, süddeutsch, Ende 17. Jh.
Offener Zehner mit Tragering, zehn Aveperlen, Paternosterkugel und Credo-Kreuz aus Bernstein mit Gnadenbildminiatur, süddeutsch, Anfang 18. Jh.
Geschlossener Zehner aus Jaspisperlen mit Bisamapfel, 16. Jh.
Scheibenrosenkranz aus Karneol, Ende 15. Jh.
Rosenkranz von vier Gesätzen, Aveperlen aus Gagat, Paternosterperlen aus Silber, Ende 15. Jh.
Rosenkranz von zwölf mal fünf Gesätzen, Aveperlen aus Koralle, Paternosterperlen aus Silber, mit Kreuzigungsgruppe, Silber vergoldet, deutsch, Ende 15. Jh.
Rosenkranz von fünf mal drei Gesätzen aus Bergkristall, Spanien, um 1500.
Rosenkranz von drei mal acht Gesätzen aus Heliotrop mit silbervergoldetem Avekreuz, süddeutsch, 16. Jh.
Rosenkranz von fünf mal zehn Gesätzen aus Steinbockhorn, Salzburg, um 1700.
Rosenkranz von fünf mal zehn Gesätzen mit Silberfiligran-, Granat- und Rubinglas-Sprengperlen sowie Reliquien-Anhänger, Schwäbisch-Gmünd, 18. Jh.
Rosenkranz von sechs mal zehn Gesätzen aus Holz und Natternwirbeln mit An- und Einhängern, süddeutsch, Anfang 18. Jh.
Rosenkranz von fünf mal zehn Gesätzen mit Aveperlen aus rotem Glas, Frankreich, Ende 19. Jh.
Psalter von fünfzehn mal zehn Gesätzen mit Aveperlen aus Bergkristall, Spanien, um 1700.
Konrad Bitzer (?), Doppelporträt Wilhelms IV. Graf Schenk von Schenkenstein und der Agnes Gräfin von Werdenberg-Trochtelfingen, Konstanz (?), zwischen 1441 und 1449.

I. Definition

Unter einer Gebetsschnur versteht man an einer Schnur aufgereihte, an einen Lederriemen angebundene oder mittels Kettengliedern verbundene, aus unterschiedlichen Materialien bestehende Knoten, Kugeln, Perlen oder Scheiben, die als Zählhilfe für eine bestimmte Anzahl wiederholter Gebetsformeln dienen. Diese Zählhilfen werden ergänzt durch weitere Bestandteile, die regional und zeitlich wechseln und eine Individualisierung und funktionale Differenzierung der Gebetsschnur erlauben, z. B. Kreuze, Quasten, Münzen oder Kapseln (siehe IV.B). Alle Bestandteile, darunter die sog. Paternoster-Kugeln (für das Vaterunser[1]), die kleineren, sog. Ave-Perlen (für den „Englischen Gruß“ bzw. die „Geheimnisse“ des Rosenkranzgebets[2]), und das Credo-Kreuz (für das Glaubensbekenntnis[3]), können unterschiedliche Materialien, Größen und Oberflächenstrukturen aufweisen. Dadurch sind sie nicht nur optisch, sondern auch haptisch leicht zu unterscheiden und entsprechen der Rhythmisierung der gesprochenen Gebetsformeln. Es gibt offene und geschlossene Gebetsschnüre.[4]

„Rosenkranz“ wird hier nicht als Synonym für Gebetsschnur, sondern als Untergruppe der Gesamtgattung verstanden (siehe IV.D.4). Der Begriff „Gebetskette“ ist missverständlich, da er auch für das Kettengebet verwendet wird; er sollte daher vermieden werden.

Gebetsschnüre sind in vielen Religionen gebräuchlich,[5] aber die folgenden Ausführungen sind auf ihre Verwendung in der katholischen Kirche beschränkt.[6]

II. Wortgebrauch

Im Mittellateinischen wurden die Bezeichnungen „psalterium“ (150 Perlen),[7] „capelatum“, „capelletum“ oder „capellina“[8], „corona“,[9] (u. a. für den Birgitten-Rosenkranz[10]; siehe IV.D.4), „sertum rosaceum“[11] und, seit dem 13. Jh. belegbar, „rosarium“[12] verwendet. Eine seit ca. 1270 zuerst in Spanien nachweisbare ätiologische Legende erläuterte den letzteren Begriff aus der wunderbaren Verwandlung eines fünfzig Mal wiederholten Englischen Grußes in Rosen.[13]

Im deutschen Sprachraum war die lateinische Bezeichnung „Paternoster“ vom 13. bis in das 18. Jh. vorherrschend;[14] in Süddeutschland wurden auch die Bezeichnungen „Pater“, „Päter“ oder „Nuster“ gebraucht.[15] Der Terminus „Rosenkranz“ ist seit dem 14. Jh. für die Gebetsform, aber erst seit dem späten 17. Jh. für die Gebetsschnur selbst nachzuweisen; er wurde seitdem meist synonym zu dieser gebraucht. Parallel dazu veränderte der Begriff Paternoster seine Bedeutung, indem er jetzt jede Schnur, die mit Perlen, Anhängern oder sonstigen Schmuck besetzt war und um den Hals getragen wurde, bezeichnete.[16] Die einzelnen Kugeln nannte man „Paternostersteine“, seit der frühen Neuzeit meist „Pater“ oder „Päterle“.[17]

Im Französischen lassen sich sich die Begriffe „chapelet“ und „patenôtre“ mindestens bis in das 13. Jh. zurückverfolgen.[18] Der Begriff „rosaire“ war erst seit dem 16. Jh. verbreitet[19] und bezeichnete entweder den „Psalter“ (siehe IV.D.3) oder den Rosenkranz im engeren Sinne (siehe IV.D.4), während „chapelet“ seitdem meist den „Zehner“ (siehe IV.D.1–2) meinte.[20]

Im Italienischen bezeichnet „corona“ sowohl die Gebetsform als auch die Gebetsschnur.[21] Der Begriff wurde in der Neuzeit offenbar meistens für die Gebetsschnur mit 63 oder 72 Perlen benutzt.[22] „Rosario“ meint häufig den „Psalter“, aber auch den eigentlichen Rosenkranz.[23]

Im Englischen wurden die Begriffe „paternoster“[24] und „pater“ im 15. Jh. um die Bezeichnungen „rosary“ bzw. „Our Lady's Psalter“ ergänzt.[25] Im Altenglischen begegnet daneben „bed“ bzw. „bedes“ für die einzelnen Kugeln.[26]

III. Geschichte

Das Wiederholungsgebet hat orientalische Wurzeln und war offenbar seit dem 3. Jh. im christlichen Eremitentum und Mönchtum des östlichen Mittelmeerraumes verbreitet.[27] In der Irischen Kirche war vor dem 8. Jh. das häufige Repetieren der 150 Psalmen, oft aufgeteilt in drei Gruppen zu je 50 Psalmen, als liturgische Form wie als Bußleistung verbreitet.[28] In England ist es 816 im Zusammenhang mit der Totenliturgie für einen Bischof in einer Synode nachgewiesen.[29]

In Cluny, wo die Konversen als „illiterati“ seit Mitte des 11. Jh. eine vereinfachte Form des Stundengebetes ausübten, bestand ihr Gebet im Kern aus der Wiederholung von Vaterunsern; es wurde in der Zahl den Psalmen angeglichen.[30]

Mit dem Aufschwung des Zisterzienserordens im 12. Jh. erfuhr das Konverseninstitut eine enorme Verbreitung. Zugleich waren die Zisterzen Zentren einer neuen Marienverehrung, in deren Gefolge neben das Pater Noster das Ave Maria trat.[31] 1198 erklärte eine Pariser Synode beide Gebete in ihrer Wirksamkeit für gleichwertig. Dabei wurde die christologische Dimension des Ave Maria durch Einschub des Wortes „Jesus“ und durch die betrachtende Verbindung mit dem Leben Christi erweitert.[32]

Ave Maria und Pater Noster als Wiederholungsgebete waren seit dem 13. Jh. nicht mehr auf die Orden beschränkt, sondern wurden zu Hauptgebetsformen einer neuen Laienfrömmigkeit.[33] Der Anteil der Mendikanten an der Ausprägung der Gebetsform bestand hauptsächlich in deren Verbreitung. Die von Alanus de Rupe (de la Roche, ca. 1428–1475) vertretene Stiftung des Rosenkranzgebetes durch den hl. Dominikus[34] entbehrt zwar jeder gesicherten Grundlage, reflektiert aber die Pflege der Gebetsform durch die Dominikaner. Diese führte zu einer vermehrten Produktion von Gebetsschnüren (siehe IV.C).

Die einzelnen Gebetsformen sind hingegen nicht zu rekonstruieren; entsprechend ist die Deutung der Perlen bei Gebetsschnüren bis etwa 1470 kaum möglich: Ob die größeren Perlen im 14. Jh. bereits für das Vaterunser standen oder für einen anderen Einschub, ist ungewiß. Ebenso unklar ist, ob der Terminus „Aveperlen“, der im Warenverzeichnis eines Londoner Paternoster-Händlers 1381 auftaucht, im engen Sinne auszulegen ist oder lediglich die äußere Form meint.[35]

Die Gebetsform des Rosenkranzes entstand um 1400 in der Trierer Kartause.[36] Zwar ist der Anteil des Priors Adolf von Essen und seines Novizen Dominikus von Preußen an dieser Entwicklung umstritten,[37] doch verbreitete sich die neue Form rasch, nachdem Dominikus 1409 die bekannten Relativsätze („clausulae“) des Rosenkranzes formuliert hatte.[38] Auf den Kartäuser Heinrich von Kalkar (1328–1408) geht die Gewohnheit zurück, ein Vaterunser mit zehn Ave Maria zu verbinden und danach die kleine Doxologie zu sprechen.[39]

Andere Gebetsformen und -schnüre wie der wohl seit dem 14. Jh. verwendete Birgittenrosenkranz mit 63 Perlen, belegt v. a. im 16. Jh. bei Franziskanern, oder der „Paternôtre de notre Sauveur“ mit 33 Perlen traten nun in den Hintergrund, starben aber offenbar nicht ganz aus.[40] Ohnehin wird man berücksichtigen müssen, dass die Formen des Wiederholungsgebetes als außerliturgische Frömmigkeitspraktiken steten Wandlungen und individueller Ausgestaltung unterworfen waren. Bruderschaften wie die 1470/75 gegründete Rosenkranzbruderschaft verfestigten lokale Gebräuche jedoch innerhalb ihrer Gemeinschaft.[41] 1491 erteilte Papst Innozenz VII. den Sodalen einen Ablass von 100 Jahren.[42]

Papst Pius V. schrieb 1569 ein Rosenkranzgebet mit 150 Ave-Anrufungen vor, die in 15 Zehnergruppen („Gesätze“) gegliedert wurden; jede dieser Gruppen war mit einem Vaterunser einzuleiten.[43] Perlen und Kugeln der Gebetsschnüre nahmen diese Vorgaben auf. Unterschieden wurden der Freudenreiche, der Schmerzhafte und der Glorreiche Rosenkranz;[44] 2002 wurde zusätzlich der Lichtreiche Rosenkranz eingeführt.[45] Die Verwendung geweihter Rosenkränze ermöglicht unterschiedliche Ablässe.[46]

IV. Überlieferung

In erhaltenen Gebetsschnüren sind bisweilen ältere Kugeln oder Anhänger mit neuangefertigten Elementen kombiniert, was die Datierung erschwert. So dienen bildliche Darstellungen (Epitaphien, Altargemälde, Porträts) als ergänzende Quellen.[47]

A. Text- und Bildquellen

Die ältesten Schriftquellen zu Gebetsschnüren setzten Mitte des 13. Jh. in ganz unterschiedlichen literarischen Genera ein, nachdem das Beten des „Ave Maria“ neben Vaterunser und Glaubensbekenntnis in verschiedenen Diözesen und anlässlich von Konzilien empfohlen worden war (Paris 1196, Durham 1217, Trier 1227):[48] z. B. Ulrich von Lichtensteins „Vrouwenbuoch“, 1257, in dem Paternoster als zur Ausstattung vornehmer Damen gehörig genannt sind,[49] Étienne Boileaus „Livre des Métiers“, um 1260,[50] und ein Luxusverbot für Gebetsschnüre auf dem Ordenskapitel der Dominikaner in Orvieto, 1261.[51]

Die ältesten bildlichen Darstellungen stammen hingegen erst vom Ende des 13. Jh., so am Grabmal des Templers Gerard (gest. 1273) in Villers, Belgien.[52] In den um oder kurz nach 1300 entstandenen „Très riches heures de Metz“ finden sich z. B. mehrere Darstellungen von Frauen mit Gebetsschnüren.[53] Im deutschen Raum wurden Sepulkralfiguren seit dem frühen 14. Jh. mit Gebetsketten ausgestattet, so am Grabmal Ottos III. von Ravensburg und seiner Gemahlin (Bielefeld, Marienkirche, nach 1306), am Grabmal des Wiricho und der Agnes von Treuchtlingen (Heidenheim, Pfarrkirche, nach 1349), am Grabmal des Otto zur Lippe und seiner Gemahlin (Lemgo, St. Marien, nach 1360) und am Grabmal zweier Gräfinnen von Weilnau (Unterreichenbach, Hessen, nach 1364). Die hier dargestellten Gebetsketten werden ausnahmslos von den Frauen (überwiegend um den Hals) getragen, sind geschlossen und lang (über 50 Perlen gleicher Größe) und größtenteils ohne Schmuckelemente.

Im 15. Jh. wird das Bild der Gebetsschnur reicher; vor allem anhand von gemalten Darstellungen lassen sich nun Typen, Materialien und Trageweise identifizieren. So ergreift das Jesuskind auf dem Fröndenberger Altar, um 1400, eine lange Gebetskette aus Korallen-Perlen, wohl einen Psalter, den Maria um den Hals trägt (Dortmund, Museum für Kunst und Kulturgeschichte).[54]

Der kurze Rosenkranz mit weniger als 50 Perlen, der besonders von Männern getragen wird,[55] tritt in offener und geschlossener Form auf, so am Grabmal des Ulrich von Teck und seiner Gemahlin (Mindelheim, Schwaben, Pfarrkirche, nach 1432), am Grabmal des Ulrich Kastenmayer (Straubing, St. Jakob, um 1432) und auf Jan van Eycks Doppelporträt des Giovanni Arnolfini und seiner Gemahlin (London, National Gallery, 1434). Die lange, aus über 50 Perlen bestehende Gebetsschnur bleibt überwiegend den Frauen vorbehalten; von ihnen wird sie auch als Gürtel getragen. Auf einem Tafelbild mit der dem Meister des Marienlebens zugeschriebenen Heimsuchung, um 1470 (München, Bayerische Staatsgemäldesammlungen), sind die Perlen farblich differenziert: Vier dunkle wechseln mit einer hellen ab. Andere Beispiele des späten 15. Jh. weisen ebenfalls eine Gliederung oder zusätzliche Elemente aus, so ein Rosenkranz auf Friedrich Herlins Familienaltar (Nördlingen, Stadtmuseum), bei dem ein Wechsel zwischen drei kleinen und einer großen Perle und ein Bergkristallstab als Einhänger dargestellt ist. Rogier van der Weyden zeigte auf dem Bildnis des Philipp de Croy, um 1460, eine offene kurze Gebetsschnur mit Kreuz als Anhänger, d. h. die frühe Darstellung eines Zehners.

Ebenfalls im 15. Jh. wurde die Beigabe von Gebetsketten bei der Darstellung von Pilgern und Pilgerheiligen wie Jakobus d. Ä. und Sebaldus oder Eremiten wie Bruder Klaus gebräuchlich.[56]

B. Materialien

Um 1260 nannte Étienne de Boileau im „Livre des Métiers“ der Pariser Paternosterzünfte („Patenôtriers d’os et de corne“, „Patenôtriers de corail“, „Patenôtriers d’ambre et de gest“)[57] folgende Materialien, aus denen Gebetsschnüre zu fertigen seien: Bein („os“), Koralle (Abb.), Perlmutt („coquilles“), Bernstein („ambre“; vgl. italienisch: „ambra da rosari“;[58] Abb.), Gagat („gest“), Messing („saulier“) und Kupferdraht („laiton d'archel“).[59] 1405 befanden sich im Nachlaß der Margarethe von Flandern zahlreiche Gebetsschnüre aus Bernstein, Koralle und Gagat.[60] Bernstein war vor allem im Nord- und Ostseeraum verbreitet („gelber Paternosterstein“).[61] Holz und Bein waren offenbar bereits im 13. Jh. die häufigsten Materialien; daneben ist mit vergänglichen Materialien wie Leder, textilen Kordeln, Fruchtkernen[62] und Nüssen[63] zu rechnen. Im 17. Jh. wurde neben Elfenbein, Koralle, Granat und Achat dunkles Holz bevorzugt, die Perlen häufig mit Einlegearbeiten aus Perlmutt, Zinn oder Schildpatt verziert.[64] Im Alpenraum gab es seit dem 17. Jh. häufig Gebetsschnüre aus Steinbockhorn-Perlen, deren Schliff reizvolle Spiegeleffekte ergab.[65] Im 18. Jh. verdrängten Perlen aus Glas, vor allem aus dem Granat imitierenden Rubinglas, das Holz weitgehend (Abb.).[66] In Schwäbisch-Gmünd entstand ein Zentrum für Silberfiligran (> Filigran), das sowohl Perlen als auch aufwendige Kreuze und Kapseln als Abschlüsse herstellte.[67] Daneben gab es eine große Palette von Materialimitaten, z. B. Ketten aus rot gefärbtem Bein, die Koralle vortäuschten,[68] seit dem frühen 20. Jh. auch synthetische Materialien als Nachahmung von Elfenbein, Bernstein oder Glas. Wohl nur lokale Verbreitung erfuhren/erfahren Rosenkränze aus kristallinem Salz, die seit dem 20. Jh. im Salzbergwerk Wieliczka (Polen) hergestellt werden.[69]

Die größte Varianzbreite ergaben seit dem Ende 15. Jh. unterschiedliche Ein- und Anhänger (Wendeköpfe, Herzen, Amulette, Agnus Dei-Kapseln und Heiligenfiguren, vor allem Maria, Christophorus, Georg, Sebastian) sowie Kreuze, Medaillons oder Reliquienkapseln aus unterschiedlichen Materialien als Abschlüsse. Offene Gebetsschnüre besaßen darüber hinaus Tragringe, für die häufig ältere Fingerringe verwandt wurden (siehe unten, D.1).

C. Produktion und Vertrieb

Spätestens im Jahr 1260 gab es Paternostermacher-Zünfte in Paris.[70] 1365 ist eine entsprechende Vereinigung z. B. in Lübeck bezeugt.[71] Das Hausbuch der Mendelschen Zwölfbrüderstiftung, Nürnberg, zeigt einen Paternostermacher aus der Zeit um 1425 bei der Anfertigung von Perlen mit Hilfe eines Fiedelbohrers (Abb.),[72] und diese Fertigkeit wurde auch 1561 in Schwäbisch Gmünd als eins der drei Meisterstücke von einem „Augsteindreher“ verlangt: die Anfertigung eines „gueten runden Rosenkranz, der ungefär 6 Loth wiegen soll“.[73]

Neuzeitliche Darstellungen von Gebetsschnur-Herstellern zeigen noch immer das Drechseln und Bohren von Perlen aus Holz oder Bein.[74] Die Fertigung von Silberperlen und anderem Zubehör aus Edelmetall war hingegen Sache der Silber- bzw. Goldschmiede.[75] Glasperlen kamen als Neben- oder Hauptprodukte aus Glashütten; auf Perlen für Gebetsschnüre spezialisierte Werkstätten wurden im Bayerischen Wald als „Patterlhütten“ bezeichnet.[76]

Vertrieben wurden Gebetsschnüre entweder von den Herstellern selbst oder von Händlern. Seit dem Spätmittelalter sind auch „Verleger“ bezeugt, die bei den Herstellern Gebetsschnüre aufkauften und an Einzelhändler weitergaben, so um 1450 in Ulm.[77] Vertriebszentren waren u. a. die großen Wallfahrtsorte, denn die hier erworbenen Schnüre konnten entweder als Pilgerzeichen oder vor Ort als Votivgaben dienen. Für den Heilig-Blut-Markt in Walldürn, Franken, von 1785 ist belegt, dass 40 der 50 Verkaufsbuden von Rosenkranz-Händlern genutzt wurden.[78] Gebetsschnüre wurden zugleich von fliegenden Händlern verkauft, wie eine Darstellung des „Betenkrämers“ aus der Wiener Kupferstichserie der „Kaufrufe“, um 1780, von Johann Christian Brand zeigt.[79] Die Menge der erhaltenen Gebetsschnüre in den Schatzkammern von Wallfahrtsorten spricht für ihre Beliebtheit als Votivgaben (siehe unten, V.A).[80] Nach Ausweis barocker Andachtsbildchen wurden viele Gnadenbilder mit Rosenkränzen behängt, z. B. diejenigen von Kevelaer (Kupferstich von Albrecht Schmidt, um 1750), Maria Dorfen (Kupferstich von Josef Anton Schmidt, Augsburg, 18. Jh.), Tuntenhausen (Kupferstich von J. Franck, 17. Jh.) und Stubenberg bei Braunau (Kupferstich von Josef Anton Zimmermann, Mitte 18. Jh.).[81] Häufig mit einem Rosenkranz ausgestattet sind die nach 1917 geschaffenen Marienfiguren vom Typus der Erscheinungen von Fatima.[82]

D. Typen seit der Renaissance

Erst im frühen 16. Jh. entstanden die vier Haupttypen von Gebetsschnüren, die mit datierbaren Beispielen zu belegen sind: der offene und geschlossene Zehner, der Psalter und der Rosenkranz. Neben einfachen wurden nun überaus kostbare und aufwendig gearbeitete Stücke hergestellt, die kaum zur täglichen Frömmigkeitsübung vorgesehen waren und möglicherweise bereits für Sammler hergestellt wurden.[83] Die Haupttypen blieben im 17. und 18. Jh. im wesentlichen unverändert, doch gewann der Rosenkranz besondere Bedeutung und verdrängte bis ca. 1720 die anderen Typen weitgehend.

1. Offener Zehner

Dieser Typ der Gebetsschnur, der vor allem von Männern verwendet wurde,[84] enthält in der Regel zehn (bis fünfzehn) nicht oder kaum differenzierte Perlen, einen Tragering und häufig einen Bisamapfel und/oder eine Quaste als Abschluß.[85] Der Ring ermöglichte nicht nur ein bequemes Tragen, sondern auch einen zusätzlichen Zählmodus, wenn er nacheinander an jeden Finger einer Hand gesteckt wurde: aus zehn Gebeten wurden die fünfzig des Rosenkranzes (siehe unten, Absatz 4).[86]

Beispiele: Zehner, süddeutsch, 1. H. 16. Jh., mit zehn Aveperlen und Paternosterkugel aus polyedrisch geschliffenem Karneol, aus gleichem Material das Credokreuz; Daumenring und Bisamapfel aus Silber.[87] – Schnur mit elf Korallen-Perlen mit Bisamapfel aus Silber vergoldet und Credo-Kreuz aus Koralle mit Hinterglasmalerei, Italien, 1578 (?), genannt im Schatzverzeichnis des Paul Esterházy, 1685.[88] – Zehner mit elf gravierten Perlen (zehn Ave-Perlen und die kaum unterschiedene Paternoster-Kugel) aus Elfenbein von Antonio Spano, Ende 16. Jh., mit griechischem Kreuz als Abschluss und Haltering in wohl zugehörigem Etui.[89] – Exemplar mit aufklappbaren Totenköpfen aus Holz, Ende 16. Jh., darin Miniaturreliefs von Bibelszenen; Tragering und mondförmiger Abschluss mit Anhängern (Abb. und Abb.).[90] – Zehner mit zehn Aveperlen, Paternosterkugel und Credo-Kreuz aus Bandachat, süddeutsch, Ende 17. Jh., Daumenring aus Silber, vergoldet und Medaille zur Hl. Blut-Reliquie Weingarten (Abb.).[91] – Schnur mit zehn polyedrisch geschliffenen Aveperlen, Paternosterkugel und Credo-Kreuz aus Bernstein, deutsch, Anfang 18. Jh., Totenkopf aus Elfenbein als Einhänger, Daumenring aus Silber, vergoldet mit Bernsteinbesatz, textile Quaste und Medaillon mit dem Gnadenbild von Maria Dreieichen, Niederösterreich, als Abschluss (Abb.).[92]

2. Geschlossener Zehner

Der geschlossene, relativ selten unverändert erhaltene Zehner hat die Form einer Halskette mit zehn bis fünfzehn Perlen; auch er trägt meist eine Quaste oder einen Bisamapfel. Geschlossene Zehner wurden oft zu offenen Zehnern umgearbeitet und mit einem Tragering versehen, da sie sich so leichter tragen und beim Beten verwenden ließen.

Beispiele: Ein geschlossener Zehner des 16. Jh. enthält längliche facettierte Perlen aus blauem und grünem Jaspis; als Anhänger dient eine Bisamkapsel mit rosafarbener Seidenquaste (Abb. 5).[93] – Ein relativ spätes Beispiel aus der Schwäbisch Gmünder Filigran-Produktion ist ein um 1800 entstandener Zehner mit Filigrankreuz als Abschluss.[94]

3. Psalter

Der zwischen dem 17. und 19. Jh. verbreitete Psalter ist die längste Form der Gebetsschnur mit 15 Gesätzen, d. h. Sequenzen aus je einer Paternoster-Kugel und zehn Ave-Perlen. Die Gesamtzahl der letzteren (150) entspricht nicht nur derjenigen der Psalmen, sondern auch der Anzahl der Ave-Gebete des von Pius IV. 1569 empfohlenen Rosenkranzgebets und führte zur Benennung der Gebetsschnur[95] analog zum Psalter in Buchform. Er wurde überwiegend von Frauen getragen.[96]

Beispiele: Psalter von fünfzehn mal zehn Gesätzen, Spanien, um 1700, mit Ave-Perlen aus facettiertem Bergkristall und Paternoster-Kugeln aus Quarz oder Glas sowie einem Silberkreuz als Abschluss (Abb.).[97] – Psalter von vierzehn mal zehn Gesätzen, 18. Jh., aus facettierten Korallenperlen, Vaterunser-Markierung durch je zwei Silberfiligranperlen und Arma Christi in Gold; Abschluss: Goldfiligrankreuz mit Perlen.[98] – Psalter von vierzehn mal zehn Gesätzen, 18. Jh., aus gelben Glas- und Filigranperlen mit zwölf Silbermünzen des 17. und 18. Jh. als Anhänger; Credokreuz und Abschlussmedaillon mit Madonna von Altötting in Silberfiligran.[99]

4. Rosenkranz

Der Rosenkranz ist die häufigste Form der Gebetsschnur, die in der Regel ein Drittel des Psalters umfasst (fünf Gesätze mit zehn Ave-Perlen und fünf Paternosterkugeln). Jedoch wurden sowohl die Anzahl der Gesätze als auch diejenigen der Ave-Perlen variiert. Um 1600 war die Entwicklung seines Aufbaus abgeschlossen: Credo, drei Aves (für die Theologischen Tugenden Fides, Caritas und Spes), ein Paternoster, dann die Gesätze, gefolgt jeweils von der kleinen Doxologie („Gloria Patri ...“ bzw. „Ehre sei dem Vater ...“).[100]

Es gibt jedoch diverse Sonderformen: Der auf Birgitta von Schweden zurückgeführte „Birgitten-Rosenkranz“ enthält 63 Ave-Perlen zu Ehren der 63 Lebensjahre Marias. Franziskaner schrieben Maria hingegen 72 Lebensjahre zu und variierten den Rosenkranz entsprechend. Ein Rosenkranz mit 33 Perlen erinnert an die Lebensjahre Christi; er wurde seit dem 15. Jh. ebenfalls im Franziskanerorden gepflegt und von Papst Pius II. mit einem Ablass belegt. Serviten verwandten seit dem 16./17. Jh. Rosenkränze mit sieben mal sieben Gesätzen.[101] Wenn Darstellungen der Fünf Wunden Christi zwischen die Zehnergruppen eingehängt wurden, entstand die Sonderform des „Fünfwunden-Rosenkranzes“.[102]

Beispiele: Rosenkranz mit fünf mal zehn Gesätzen, Santiago de Compostela (?), 15. Jh., aus Gagatperlen auf roter Seidenschnur, polygonale Paternosterkugeln mit durchbrochener Silberwandung und Pilgermuschel aus Perlmutt; Provenienz: Lüneburger Rathaus.[103] – Exemplar mit vier mal neun Gesätzen, Ende 15. Jh., mit facettierten Ave-Perlen aus Gagat und Vaterunser-Perlen aus geriefeltem Silber, Kristallstab als Einhänger (Abb.).[104] – Scheibenrosenkranz mit fünf mal zehn Gesätzen, Ende 15. Jh., aus durchbrochenen Karneol-Scheiben und runden Paternoster-Kugeln (Abb.).[105] – Rosenkranz, um 1500, Ave-Kugeln aus ovalen, figürlich gravierten und emaillierten Perlmedaillons, Paternoster-Kugeln hexagonal, Abschluss: „Nuss“ mit Darstellung der Madonna mit Kind.[106] – Exemplar mit fünf mal drei Gesätzen, Spanien, um 1500; Ave-Perlen in Form von Granatäpfeln (>Granatapfel) und Paternoster-Kugeln in Form von Eicheln aus Bergkristall geschliffen; Bergkristallamulett in vergoldeter Silberfassung (Abb.).[107] – Rosenkranz mit drei mal acht Gesätzen, deutsch, 16. Jh., mit Ave-Perlen aus Heliotrop und Paternoster-Kugel aus Bergkristall, als Einhänger Reliefs der Krönung Marias und Kreuzigung Christi, Silber vergoldet.[108] – Rosenkranz mit fünf mal zehn Gesätzen, Salzburg, um 1700, aus Steinbockhorn-Kugeln mit Miniaturmalerei, Reliquienkapsel mit Agnus Dei und Marienbild in Miniaturmalerei (Abb.).[109] – Exemplar mit fünf Gesätzen, Schwäbisch-Gmünd, 18. Jh., mit Paternosterkugeln und Credokreuz aus Silberfiligran, dazwischen Granat- und Rubinglas-Sprengperlen, Abschluss: runde Reliquienkapsel mit Miniaturen der Verkündigung an Maria und hl. Johann Nepomuk (Abb.).[110]

Zu monumentalen Darstellungen des Rosenkranzes siehe Freuden und Schmerzen Marias, Rosenkranzbild und Marienleuchter.

V. Funktionen

Außer ihrer Verwendung als Instrument persönlicher Frömmigkeitsübung (und Modeartikel) wuchsen der Gebetsschnur im Spätmittelalter weitere religions- und sozialgeschichtlich relevante Funktionen zu.

A. Votivgabe

Gebetsschnüre dienten vielfach als Votivgaben, wie die reichen Bestände in den Schatzkammern bedeutender Wallfahrtsorte nahelegen (siehe auch oben, IV.C). Das Votivbild des Hans Hofmann, gen. Weber von Weilheim, im Umgang der Gnadenkapelle Altötting, 15. Jh., zeigt ihn umgeben von geopferten Gebetsketten.[111] Dass diese Praxis bis in die Neuzeit fortlebt, belegen die in der Altöttinger Schatzkammer aufbewahrten Gebetsketten und die mit Devotionalien, darunter Gebetsketten, behängte sog. „Schmuckmadonna“ im Kölner Dom.[112]

B. Apotropaion

Die apotropäische Funktion von Gebetsschnüren aus bestimmten Materialien wurde sehr geschätzt (z. B. Achat gegen Epilepsie, Amethyst gegen Gift).[113] Koralle, Bergkristall und Perlmutt galten als universaler Schutz. Noch im 18. Jh. band man Kleinkindern kleine Schnüre mit einem Anhänger als Amulett um, die „Paternoster“ genannt wurden.[114] Dieser Brauch dürfte sehr viel älter sein, wie Marienbilder des 15. Jh. nahelegen.[115] Die Beigabe sonstiger Amulette aus Naturmaterialien (Abb.) oder geweihter Objekte wie Reliquienpartikeln, Wallfahrtszeichen und Agnus Dei-Wachsreliefs verstärkte den Schutz.[116]

C. Hygienische und medizinische Funktion

Mit der Amulettfunktion ist die vermeintliche medizinische Wirkung verwandt, die über die Gewohnheit, einen Bisamapfel als Anhänger an der Gebetsschnur zu tragen, greifbar ist; dabei handelte es sich in der Regel um eine größere Kugel aus Filigran oder durchbrochenem Metall, die mit wohlriechenden Substanzen gefüllt war. Zu entsprechenden Darstellungen auf Porträts siehe Bisamapfel.

D. Rechtssymbol

Als Rechtssymbol spielte die Gebetsschnur bei Verlobungen eine Rolle: Die Lübecker Luxus-Ordnung von 1454, die zu großen Aufwand bei Verlobungsfeiern einschränkte, erlaubt die feierliche Übergabe einer Gebetsschnur mit fünfzig Perlen („dat vifftich“) an die Braut nach der kirchlichen Feier.[117] Auf dem Doppelporträt Wilhelms IV. Graf Schenk von Schenkenstein und der Agnes Gräfin von Werdenberg-Trochtelfingen, wohl von Konrad Bitzer, Konstanz, zwischen 1441 und 1449, ergreifen die Eheleute gemeinsam eine Gebetskette aus Koralle mit einem Korallenast als Anhänger (Abb.).[118]

Anmerkungen

  1. Josef Ernst u. a., Vaterunser, in: Lexikon für Theologie und Kirche, Bd. 10, 3. Auflage Freiburg u. a. 2001, Sp. 548–551.
  2. Andreas Heinz u. a., Rosenkranz, in: Lexikon für Theologie und Kirche, Bd. 8, 3. Aufl. Freiburg u. a. 1999, Sp. 1302–1307. Texte bei Wilfried Kirsch, Handbuch des Rosenkranzes, Wien 1950, S. 157–244 und http://de.wikipedia.org/wiki/Rosenkranz (15.12.2014).
  3. Hans Waldenfels u. a., Glaubensbekenntnis, in: Lexikon für Theologie und Kirche, Bd. 4, 3. Auflage Freiburg u. a. 1995, Sp. 699–707.
  4. Grundlegende Literatur: Gislind Ritz, Die christliche Gebetszählschnur, Diss. masch. München 1955; dieselbe, Der Rosenkranz, München 1962; Andreas Heinz, Rosenkranz II, in: Theologische Realenzyklopädie, Bd. 29, Berlin u. a. 1998, S. 403–407; Urs-Beat Frei und Fredy Bühler (Hg.), Der Rosenkranz. Andacht – Geschichte – Kunst, Museum Bruder Klaus, Sachseln, Wabern/Bern 2003.
  5. Wassilios Klein, Rosenkranz I, in: Theologische Realenzyklopädie, Bd. 29, Berlin u. a. 1998, S. 401–403; Martin Baumann, Mala und Lobpreiskette, in: Urs-Beat Frei und Fredy Bühler (Hg.), Der Rosenkranz. Andacht – Geschichte – Kunst, Museum Bruder Klaus, Sachseln, Wabern/Bern 2003, S. 321–333.
  6. Zur Verwendung von Gebetsschnüren im orthodoxen Christentum siehe K. Nikolakopoulos, Rosenkranz II, in: Marienlexikon, hg. von Remigius Bäumer und Leo Scheffczyk, Bd. 5, St. Ottilien 1993, S. 556f.
  7. Albert Blaise, Lexicon latinitatis medii aevi, Turnhout 1975 (Corpus Christianorum continuatio medievalis), S. 749; Johann Heinrich Zedler, Großes vollständiges Universal-Lexicon, Bd. 32, Leipzig/Halle 1742, Nachdruck Graz 1961, Sp. 897.
  8. Charles du Fresne Sieur Du Cange, Glossarium mediae et infimae latinitatis, ed. G. A. L. Henschel, Bd. 2, Paris 1842, S. 132; Albert Blaise, Lexicon latinitatis medii aevi, Turnhout 1975, S. 139.
  9. Johann Heinrich Zedler, Großes vollständiges Universal-Lexicon, Bd. 32, Leipzig/Halle 1742, Nachdruck Graz 1961, Sp. 898.
  10. Wilfried Kirsch, Handbuch des Rosenkranzes, Wien 1950, S. 137.
  11. Johann Christoph Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, Leipzig 1798, Bd. 3, Nachdruck Hildesheim u. a. 1990, Sp. 1160.
  12. Charles du Fresne Sieur Du Cange, Glossarium mediae et infimae latinitatis, ed. G. A. L. Henschel, Bd. 5, Paris 1845, S. 800 (für sämtliche Typen von Gebetsschnüren verwendet); Andreas Heinz, Rosenkranz I, in: Marienlexikon, Bd. 5, St. Ottilien 1993, S. 553–555, hier S. 554; ders. u. a., Rosenkranz, in: Lexikon für Theologie und Kirche, Bd. 8, 3. Aufl. Freiburg u. a. 1999, Sp. 1302–1307, hier Sp. 1304.
  13. Stephan Beissel SJ, Geschichte der Verehrung Marias in Deutschland während des Mittelalters, Freiburg i. Br. 1909, Nachdruck Darmstadt 1972, S. 238; Rainer Scherschel, Der Rosenkranz – Das Jesusgebet des Westens, Freiburg 1979 (Freiburger Theologische Studien, 116), S. 92–94; Hildegard Elisabeth Keller, Rosen-Metamorphosen. Von unfesten Zeichen in spätmittelalterlichen Texten. Heinrich Seuses „Exemplar“ und das Mirakel „Marien Rosenkranz“, in: Urs-Beat Frei und Fredy Bühler (Hg.), Der Rosenkranz. Andacht – Geschichte – Kunst, Museum Bruder Klaus, Sachseln, Wabern/Bern 2003, S. 49–67.
  14. Deutlich auf die Sache bezogen: „paternostersnuor“ (Matthias Lexer, Mittelhochdeutsches Handwörterbuch, Bd. 2, Leipzig 1876, Sp. 212f.); Johann Christoph Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, Leipzig 1798, Nachdruck Hildesheim u. a. 1990, Bd. 3, Sp. 670f. Im Sachsenspiegel auch „Saxeel“ oder „Zapel“ genannt (Stephan Beissel SJ, Geschichte der Verehrung Marias in Deutschland während des Mittelalters, Freiburg i. Br. 1909, Nachdruck Darmstadt 1972, S. 239).
  15. Johann Christoph Adelung, Neues vollständiges Handwörterbuch der deutschen Sprache, Wien 1839, S. 240. Jacob und Wilhelm Grimm, Deutsches Wörterbuch, Bd. 13, München 1984 (Reprint von Bd. VII, Leipzig 1889), Sp. 900–991 und Sp. 1502–1503. Michel Buck (1832-1888), „D‘ Wallfaht“, in: Ders., Bagenga. Oberschwäbische Gedichte, hg. von Friedrich Pressel, Stuttgart 1892; wieder: dgl., hg. und kommentiert von Helmuth Mojan und Monika Wolf, Konstanz/Eggingen 2005 (Bibliotheca Suevica, 18), S. 109, Nr. 54, Z. 19 und 23.
  16. Johann Heinrich Zedler, Großes vollständiges Universal-Lexicon, Bd. 26, Leipzig/Halle 1740, Sp. 1289.
  17. Johann Andreas Schmeller, Bayerisches Wörterbuch, 1. Theil, Stuttgart u. a. 1827, S. 501. Monika Fritz-Scheuplein u. a., Wörterbuch von Unterfranken. Eine lexikographische Bestandsaufnahme, Würzburg 1997, S. 121. – 1698 war in Regensburg offenbar die Form „Baterlein“ bekannt (Christoph Weigel, Abbildungen der Gemeinnützlichen Hauptstände, Regensburg 1698, Nachdruck Dortmund 1977, S. 304f.).
  18. Denis Diderot und Jean-Baptiste D'Alembert, Encyclopédie ou Dictionnaire raisonné des sciences, des arts et des métiers, Bd. 3, Paris 1753, S. 175 und Bd. 12, Paris 1765, S. 168; Ernst Gamillscheg, Etymologisches Wörterbuch der französischen Sprache, 2. Aufl. Heidelberg 1966, S. 211 (s. v. „chape“) und S. 686 (s. v. „patenôtre“; bereits im 12. Jh. belegt); Paul Robert, Dictionnaire alphabetique et analogique de la langue française, Bd. 1, Paris 1970, S. 711 (s. v. „chapelet“), und Bd. 5, Paris 1971, S. 46 (s. v. „patenôtre“).
  19. Ernst Gamillscheg, Etymologisches Wörterbuch der französischen Sprache, 2. Aufl. Heidelberg 1966, S. 779; Paul Robert, Dictionnaire alphabetique et analogique de la langue française, Bd. 6, Paris 1970, S. 67.
  20. Jean Crasset SJ, La veritable devotion envers la Sainte Vierge, Paris 1679, S. 309; Explication du Catéchisme du diocese d’Amiens, Amiens 1818, S. 136; Charles-Guillaume Berault de Billiers, Nouvel manuel du rosaire vivant, Paris, 3. Aufl. 1836, S. 9.
  21. Belege seit dem 16. Jh. bei: Salvatore Battaglia, Grande dizionario della lingua italiana, Bd. 3, Turin 1964, S. 798 (s. v. Corona, Nr. 19).
  22. Johann Heinrich Zedler, Großes und vollständiges Universal-Lexicon, Bd. 26, Leipzig/Halle 1740, Sp. 1289–1290; Andreas Heinz, Rosenkranz II, in: Theologische Realenzyklopädie, Bd. 29, Berlin u. a. 1998, S. 403–407, hier S. 403.
  23. Matthias Kramer, Das neue Dictionarium oder Wort-Buch in teutscher und italienischer Sprache, Nürnberg 1676–1678, S. 882. Salvatore Battaglia, Grande dizionario della lingua italiana, Bd. 17, Turin 1993, S. 96 (s. v. Rosario, Nr. 2).
  24. Seit 1175 für die Gebetsschnur belegt (The Barnhart Concise Dictionary of Etymology, New York 1995, S. 546).
  25. The Oxford Dictionary of English Etymology, Oxford 1966, S. 657 (s. v. „pater“ und „paternoster“) sowie S. 773 (s. v. „rosary“).
  26. The Cassell Dictionary of Word Histories, London 1999, S. 55 (s. v. „bead“).
  27. Zu den Quellen siehe Rainer Scherschel, Der Rosenkranz – Das Jesusgebet des Westens, Freiburg 1979 (Freiburger Theologische Studien, 116), S. 21–39.
  28. Andreas Heinz, Rosenkranz II, in: Theologische Realenzyklopädie Bd. 29, Berlin u. a. 1998, S. 403–407, hier S. 404.
  29. Erwin Richter, Gebetszählweise als Spiegel alter Zeitrechnung, in: Deutsche Gaue 44, 1952, S. 17–29.
  30. Andreas Heinz, Rosenkranz I, in: Marienlexikon, Bd. 5, St. Ottilien 1993, S. 553–555, hier S. 553.
  31. Zu dessen Wurzeln siehe Rainer Scherschel, Der Rosenkranz – Das Jesusgebet des Westens, Freiburg 1979 (Freiburger Theologische Studien, 116), S. 49–64.
  32. Andreas Heinz, Die Zisterzienser und die Anfänge des Rosenkranzes, in: Analecta Cisterciensia 33, 1977, S. 262–304.
  33. Manfred Brauneck u. a., Religiöse Volkskunst, Köln 1978, S. 240–243.
  34. Manfred Brauneck u. a., Religiöse Volkskunst, Köln 1978, S. 241f. Zum verbreiteten Bildthema der „Rosenkranzspende an den hl. Dominikus“ siehe I. Frank, Dominikus von Caleruega, in: Lexikon der christlichen Ikonographie, Bd. VI, Freiburg i. Br. 1974, Sp. 72–79, besonders Sp. 77; Domingo Iturgaiz Ciriza OP, Santo Domingo de Guzmán en la iconografía española, Madrid 2003, z. B. Abb. 44.1 und 60.
  35. 500 Jahre Rosenkranz. Kunst und Frömmigkeit im Spätmittelalter und ihr Weiterleben, Ausstellungskatalog Erzbischöfliches Diözesanmuseum Köln, Köln 1975, S. 55.
  36. Karl Joseph Klinkhammer, Adolf von Essen und seine Werke, Freiburg 1972; Manfred Brauneck u. a., Religiöse Volkskunst, Köln 1978, S. 241; Andreas Heinz, Rosenkranz II, in: Theologische Realenzyklopädie, Bd. 29, Berlin u. a. 1998, S. 403–407, hier S. 405.
  37. Rainer Scherschel, Der Rosenkranz – Das Jesusgebet des Westens, Freiburg 1979 (Freiburger Theologische Studien, 116), S. 100–103.
  38. Andreas Heinz, Rosenkranz I, in: Marienlexikon, Bd. 5, St. Ottilien 1993, S. 553–555, hier S. 554.
  39. http://de.wikipedia.org/wiki/Rosenkranz (15.12.2014).
  40. Manfred Brauneck u. a., Religiöse Volkskunst, 2. Aufl. Köln 1979, S. 245.
  41. Stefan Jäggi, Rosenkranzbruderschaften. Vom Spätmittelalter bis zur Konfessionalisierung, in: Urs-Beat Frei und Fredy Bühler (Hg.), Der Rosenkranz. Andacht – Geschichte – Kunst, Museum Bruder Klaus, Sachseln, Wabern/Bern 2003, S. 91-105.
  42. Bulle „Splendor paternae gloriae“ vom 26. Februar 1491 (Wilfried Kirsch, Handbuch des Rosenkranzes, Wien 1950, S. 64f.).
  43. Breve „Consueverunt“ vom 17. September 1569 (http://de.wikipedia.org/wiki/Rosenkranz [15.12.2014]).
  44. Andreas Heinz u. a., Rosenkranz, in: Lexikon für Theologie und Kirche, Bd. 8, 3. Aufl. Freiburg u. a. 1999, Sp. 1302–1307, hier Sp. 1303.
  45. Breve „Rosarium Virginis Mariae“ von Papst Johannes Paul II., 16. Oktober 2002 (http://de.wikipedia.org/wiki/Rosenkranz#Lichtreiche_Geheimnisse_.28lucis_mysteria.29 [15.12.2014]).
  46. Wilfried Kirsch, Handbuch des Rosenkranzes, Wien 1950, S. 137 und 382–454.
  47. Vgl. z. B. die Holzschnitte in Jost Amman, Frauentrachtenbuch, Frankfurt a. M. 1586, in dem mehrere Frauen mit Gebetsketten abgebildet sind, die jedoch nur in Bezug auf ihre Abschlüsse differenziert wurden, so bei der Augsburgerin, Taf. H und den Ordensfrauen, Taf. X f–g.
  48. Stephan Beissel SJ, Geschichte der Verehrung Marias in Deutschland während des Mittelalters, Freiburg i. Br. 1909, Nachdruck Darmstadt 1972, S. 228f.
  49. Karl Lachmann (Hg.), Ulrich von Lichtenstein, Berlin 1841, S. 601f.
  50. Étienne Boileau, Le livre des métiers, ed. René de Lespinasse und François Bonnardot, Paris 1879, S. 57–61.
  51. Den Patres wurde es untersagt, kostbare Paternoster aus Bernstein oder Korallen zu tragen (Gislind Ritz, Die christliche Gebetszählschnur, Diss. masch. München 1955, S. 44; dieselbe, Der Rosenkranz, München 1962, S. 20).
  52. Stephan Beissel SJ, Geschichte der Verehrung Marias in Deutschland während des Mittelalters, Freiburg i. Br. 1909, Nachdruck Darmstadt 1972, S. 239.
  53. Metz, Bibliothèques-Médiathèques de Metz, MS BM 1588 (Philipp Hoch und Pierre-Edouard Wagner, Les très riches heures de Metz, Ausstellungskat. Metz 1996, passim).
  54. Petra Meschede, Der Fröndenberger Altar, Paderborn 1996 (Kunst in Westfalen, 2), S. 36, Abb. 12.
  55. Vgl. u. a. Darstellungen der Pfleger der Mendelschen Zwölfbruderstiftung, Nürnberg, in Miniaturen des Hausbuchs, z. B. fol. 43r: Wilhelm Mendel (gest. 1425) trägt eine kurze, geschlossene Gebetskette, während seine Gemahlin eine doppelt so lange, mit feineren Perlen besetzte Schnur benutzt (Das Hausbuch der Mendelschen Zwölfbrüderstiftung zu Nürnberg. Deutsche Handwerkerbilder des 15. und 16. Jh., hg. von Wilhelm Treue u. a., München 1965, Bildband, Abb. 77); ähnlich fol. 61v: Peter Mendel (+ 1452; ebd., Abb. 98).
  56. Leonie von Wilckens, Die Kleidung der Pilger, in: Wallfahrt kennt keine Grenzen, Ausstellungskatalog Bayerisches Nationalmuseum und Adalbert Stifter Verein München, München 1984, Regensburg 1984, S. 174–180, hier S. 178f.; Urs-Beat Frei, Der Rosenkranz – die Andachtskette als Attribut von Heiligen. Grundsätzliche Überlegungen zur Bezeichnung des Objekts „Rosenkranz“ sowie drei Thesen zu Bruder Klaus, in: ders. und Fredy Bühler (Hg.), Der Rosenkranz. Andacht – Geschichte – Kunst, Museum Bruder Klaus, Sachseln, Wabern/Bern 2003, S. 182–193. – Die „Verkleidung“ Satans, der Christus in Gestalt eines frommen Bruders versucht, ergänzte der Miniaturmaler des Stundenbuchs der Königin Isabella von Kastilien, um 1495–1497, durch einen geschlossenen Zehner (London, British Library, Add. ms. 18851, fol. 71: Janet Backhouse, The Isabella Breviary, London 1993, S. 15, Abb. 11).
  57. Eine Aufteilung der Materialien auf die drei Zünfte war im 18. Jh. noch üblich, aber anders gelöst: Die „Encyclopédie“ nennt Email, Glas und Bergkristall verarbeitende Handwerker „patenôtriers-boutonniers“ oder „emailleurs“; diese hatten sich 1709 mit den Glas- und Fayence-Händlern zusammengeschlossen. Die beiden anderen Zünfte verarbeiteten einerseits Holz und Horn, andererseits Bernstein und Koralle (Denis Diderot und Jean-Baptiste D'Alembert, Encyclopédie ou Dictionnaire raisonné des sciences, des arts et des métiers, Bd. 12, Paris 1765, S. 168).
  58. Salvatore Battaglia, Grande dizionario della lingua italiana, Bd. 17, Turin 1993, S. 96 (s. v. Rosario).
  59. Étienne Boileau, Le livre des métiers, ed. René de Lespinasse und François Bonnardot, Paris 1879, S. 57–61; dazu auch Gislind Ritz, Der Rosenkranz, in: 500 Jahre Rosenkranz. Kunst und Frömmigkeit im Spätmittelalter und ihr Weiterleben, Ausstellungskatalog Erzbischöfliches Diözesanmuseum Köln, Köln 1975, S. 51–101, hier S. 74–87.
  60. 500 Jahre Rosenkranz. Kunst und Frömmigkeit im Spätmittelalter und ihr Weiterleben, Ausstellungskatalog Erzbischöfliches Diözesanmuseum Köln, Köln 1975, S. 62–65.
  61. Beispiele, wohl des 15. und 16. Jh., in der Kunstkammer auf Schloss Ambras (Elisabeth Scheicher u. a., Die Kunstkammer, Innsbruck 1977 [Führer durch das Kunsthistorische Museum, 24], S. 120f., Nr. 310f. und 317).
  62. Doris Gerstl, Rosenkranz II, in: Marienlexikon, Bd. 5, St. Ottilien 1993, S. 555f., hier S. 556.
  63. Z. B. Rosenkranz aus Muskatnüssen und (erneuerter?) Lederquaste, deutsch, 16. Jh. (?), im Schloss Ambras (Elisabeth Scheicher u. a., Die Kunstkammer, Innsbruck 1977 [Führer durch das Kunsthistorische Museum, 24], S. 121, Nr. 314).
  64. Z. B. Urs-Beat Frei und Fredy Bühler (Hg.), Der Rosenkranz. Andacht – Geschichte – Kunst, Museum Bruder Klaus, Sachseln, Wabern/Bern 2003, Nr. 58, Abb. 427; Peter Keller und Johannes Neuhardt (Hg.), Edelsteine, Himmelsschnüre. Rosenkränze und Gebetsketten, Ausstellungskatalog Dommuseum zu Salzburg, Salzburg 2008, S. 162, Nr. 2.74.
  65. Anton Legner (Hg.), Reliquien. Verehrung und Verklärung, Ausstellungskatalog Sammlung Louis Peters, Schnütgen Museum Köln, Köln 1989, S. 289f., Nr. 211–214; Urs-Beat Frei und Fredy Bühler (Hg.), Der Rosenkranz. Andacht – Geschichte – Kunst, Museum Bruder Klaus, Sachseln, Wabern/Bern 2003, Nr. 74, Abb. 440; Peter Keller und Johannes Neuhardt (Hg.), Edelsteine, Himmelsschnüre. Rosenkränze und Gebetsketten, Ausstellungskatalog Dommuseum zu Salzburg, Salzburg 2008, z. B. S. 223, Nr. 2.266–2.268.
  66. Urs-Beat Frei und Fredy Bühler (Hg.), Der Rosenkranz. Andacht Geschichte Kunst, Museum Bruder Klaus Sachseln, Wabern/Bern 2003, Nr. 99f., Abb. 458f.; Peter Keller und Johannes Neuhardt (Hg.), Edelsteine, Himmelsschnüre. Rosenkränze und Gebetsketten, Ausstellungskatalog Dommuseum zu Salzburg, Salzburg 2008, z. B. S. 306–309, Nr. 2.550–2.564 passim.
  67. Manfred Brauneck u. a., Religiöse Volkskunst, Köln 2. Aufl. 1979, S. 247–249; Urs-Beat Frei und Fredy Bühler (Hg.), Der Rosenkranz. Andacht – Geschichte – Kunst, Museum Bruder Klaus, Sachseln, Wabern/Bern 2003, Nr. 40, Abb. 411; Peter Keller und Johannes Neuhardt (Hg.), Edelsteine, Himmelsschnüre. Rosenkränze und Gebetsketten, Ausstellungskatalog Dommuseum zu Salzburg, Salzburg 2008, z. B. S. 279f., Nr. 2.444–2.451.
  68. Peter Keller und Johannes Neuhardt (Hg.), Edelsteine, Himmelsschnüre. Rosenkränze und Gebetsketten, Ausstellungskatalog Dommuseum zu Salzburg, Salzburg 2008, z. B. S. 305, Nr. 2.545.
  69. Urs-Beat Frei und Fredy Bühler (Hg.), Der Rosenkranz. Andacht Geschichte Kunst, Museum Bruder Klaus Sachseln, Wabern/Bern 2003, Nr. 79, Abb. 444.
  70. Étienne Boileau, Le livre des métiers, ed. René de Lespinasse und François Bonnardot, Paris 1879, S. 57–61.
  71. Gislind Ritz, Der Rosenkranz, München 1962, S. 51.
  72. Der 31. Bruder der Stiftung war der „paternostrer“ Leupolt (Das Hausbuch der Mendelschen Zwölfbrüderstiftung zu Nürnberg. Deutsche Handwerkerbilder des 15. und 16. Jh., hg. von Wilhelm Treue u. a., München 1965, Textband, S. 112f.; Bildband, Abb. 24).
  73. Gislind Ritz, Der Rosenkranz, München 1962, S. 51.
  74. Z. B. Christoph Weigel, Abbildungen der Gemeinnützlichen Hauptstände, Regensburg 1698, Nachdruck Dortmund 1977, S. 304f. („Baterleinsmacher“); Denis Diderot und Jean-Baptiste D'Alembert, Encyclopédie ou Dictionnaire raisonné des sciences, des arts et des métiers (Gislind Ritz, Der Rosenkranz, München 1962, Abb. 51).
  75. Gislind Ritz, Der Rosenkranz, München 1962, S. 53.
  76. Gislind Ritz, Der Rosenkranz, München 1962, S. 52.
  77. Gislind Ritz, Der Rosenkranz, München 1962, S. 53.
  78. Wolfgang Brückner, Die Verehrung des Heiligen Blutes in Walldürn, Aschaffenburg 1958 (Veröffentlichungen des Geschichts- und Kunstvereins Aschaffenburg, 3), S. 81f.
  79. Gislind Ritz, Der Rosenkranz, München 1962, Abb. 52.
  80. Z. B. Maria Angela König, Weihegaben an U. L. Frau von Altötting, München 1939, Bd. 1, S. 329f., Taf. 21 und passim; Robert Bauer, Bayerische Wallfahrt Altötting, 2. Aufl. München 1970, S. 71, Abb. 83f.
  81. Hans Bleibrunner, Andachtsbilder aus Altbayern, München 1971, Abb. 39f., 71 und 184. Noch Ende 20. Jh. bekleidet und mit Rosenkranz geschmückt werden z. B. das Mariengnadenbild der Oberen Pfarrkirche in Bamberg, um 1320, und das um 1650 geschaffene Gnadenbild von Maria Stein, Kanton Solothurn (Mathilde Tobler, „Wahre Abbildung“. Marianische Gnadenbildkopien in der schweizerischen Quart des Bistums Konstanz, in: Der Geschichtsfreund 144, 1991, S. 1–426, hier S. 400, Abb. 245).
  82. Franz Michael Willam, Die Geschichte und Gebetsschule des Rosenkranzes, Wien 1948, Abb. bei S. 160; S. de Fiores u. a., Fatima, in: Marienlexikon, Bd. 2, St. Ottilien 1989, S. 444–451.
  83. Z. B. Gislind Ritz, Der Rosenkranz, München 1962, Abb. 36f.; Yvonne Hackenbroch, Renaissance Jewellery, München 1979, S. 315–317, Abb. 823–825.
  84. Manfred Brauneck u. a., Religiöse Volkskunst, Köln 1978, S. 244.
  85. Manfred Brauneck u. a., Religiöse Volkskunst, Köln 2. Aufl. 1979, S. 245–246.
  86. D. Gerstl, Rosenkranz II, in: Marienlexikon, Bd. 5, St. Ottilien 1993, S. 555f., hier S. 555.
  87. Peter Keller und Johannes Neuhardt (Hg.), Edelsteine, Himmelsschnüre. Rosenkränze und Gebetsketten, Ausstellungskatalog Dommuseum zu Salzburg, Salzburg 2008, S. 152, Nr. 2.36.
  88. András Szilágyi (Hg.), Die Esterházy-Schatzkammer. Kunstwerke aus fünf Jahrhunderten, Ausstellungskatalog Kunstgewerbemuseum, Budapest und Esterházy Privatstiftung, Eisenstadt, Budapest 2006, S. 68, Nr. 10.
  89. Konstanz, Münsterschatz (Gislind Ritz, Der Rosenkranz, München 1962, Abb. 34f.; 500 Jahre Rosenkranz. Kunst und Frömmigkeit im Spätmittelalter und ihr Weiterleben, Ausstellungskatalog Erzbischöfliches Diözesanmuseum Köln, Köln 1975, S. 163, Nr. B 3, Abb. 27).
  90. Köln, Schnütgen-Museum, Inv.nr. A 1059 (500 Jahre Rosenkranz. Kunst und Frömmigkeit im Spätmittelalter und ihr Weiterleben, Ausstellungskatalog Erzbischöfliches Diözesanmuseum Köln, Köln 1975, S. 164f., Nr. B 10, Abb. 24).
  91. Salzburg, Dommuseum, Inv.nr. H 42 (Peter Keller und Johannes Neuhardt [Hg.], Edelsteine, Himmelsschnüre. Rosenkränze und Gebetsketten, Ausstellungskatalog Dommuseum zu Salzburg, Salzburg 2008, S. 153, Nr. 2.42).
  92. Salzburg, Dommuseum, Inv.nr. H 32 (Peter Keller und Johannes Neuhardt [Hg.], Edelsteine, Himmelsschnüre. Rosenkränze und Gebetsketten, Ausstellungskatalog Dommuseum zu Salzburg, Salzburg 2008, S. 151, Nr. 2.32).
  93. Salzburg, Dommuseum (500 Jahre Rosenkranz. Kunst und Frömmigkeit im Spätmittelalter und ihr Weiterleben, Ausstellungskatalog Erzbischöfliches Diözesanmuseum Köln, Köln 1975, S. 168, Nr. B 39, Abb. 22 – hier als „Rosenkranz“ bezeichnet).
  94. Urs-Beat Frei und Fredy Bühler (Hg.), Der Rosenkranz. Andacht – Geschichte – Kunst, Museum Bruder Klaus, Sachseln, Wabern/Bern 2003, Nr. 40, Abb. 411.
  95. Zur Geschichte und den Gebetstypen des Psalters siehe Franz Michael Willam, Die Geschichte und Gebetsschule des Rosenkranzes, Wien 1948, S. 17–33.
  96. Manfred Brauneck u. a., Religiöse Volkskunst, Köln 1978, S. 244.
  97. Salzburg, Dommuseum, Inv.nr. H 51 (Peter Keller und Johannes Neuhardt [Hg.], Edelsteine, Himmelsschnüre. Rosenkränze und Gebetsketten, Ausstellungskatalog Dommuseum zu Salzburg, Salzburg 2008, S. 155, Nr. 2.51).
  98. 500 Jahre Rosenkranz. Kunst und Frömmigkeit im Spätmittelalter und ihr Weiterleben, Ausstellungskatalog Erzbischöfliches Diözesanmuseum Köln, Köln 1975, S. 172, Nr. B 67, Abb. 41.
  99. 500 Jahre Rosenkranz. Kunst und Frömmigkeit im Spätmittelalter und ihr Weiterleben, Ausstellungskatalog Erzbischöfliches Diözesanmuseum Köln, Köln 1975, S. 172, Nr. B 66, Abb. 42.
  100. Gislind Ritz, Die christliche Gebetszählschnur, Diss. masch. München 1955, S. 35f.
  101. Gislind Ritz, Die christliche Gebetszählschnur, Diss. masch. München 1955, S. 36.
  102. Wolfgang Brückner, Die Verehrung des Heiligen Blutes in Walldürn, Aschaffenburg 1958 (Veröffentlichungen des Geschichts- und Kunstvereins Aschaffenburg, 3), S. 117 und 119, Abb. 79.
  103. Cord Meckseper (Hg.), Stadt im Wandel, Ausstellungskatalog Braunschweigisches Landesmuseum 1985, Stuttgart-Bad Cannstadt 1985, Bd. 1, S. 405, Nr. 324.
  104. München, Bayerisches Nationalmuseum, Inv.nr. Ma 2985 (Gislind Ritz, Der Rosenkranz, München 1962, Abb. 13).
  105. München, Bayerisches Nationalmuseum, Inv.nr. R 940 (500 Jahre Rosenkranz. Kunst und Frömmigkeit im Spätmittelalter und ihr Weiterleben, Ausstellungskatalog Erzbischöfliches Diözesanmuseum Köln, Köln 1975, S. 168, Nr. B 34).
  106. London, Victoria and Albert-Museum (Gislind Ritz, Der Rosenkranz, München 1962, Abb. 21).
  107. Salzburg, Dommuseum, Inv.nr. H 3 (Peter Keller und Johannes Neuhardt [Hg.], Edelsteine, Himmelsschnüre. Rosenkränze und Gebetsketten, Ausstellungskatalog Dommuseum zu Salzburg, Salzburg 2008, S. 143, Nr. 2.3).
  108. Salzburg, Dommuseum, Inv.nr. H 5 (Peter Keller und Johannes Neuhardt [Hg.], Edelsteine, Himmelsschnüre. Rosenkränze und Gebetsketten, Ausstellungskatalog Dommuseum zu Salzburg, Salzburg 2008, S. 144, Nr. 2.5).
  109. Salzburg, Dommuseum, Inv.nr. H 50 (Peter Keller und Johannes Neuhardt [Hg.], Edelsteine, Himmelsschnüre. Rosenkränze und Gebetsketten, Ausstellungskatalog Dommuseum zu Salzburg, Salzburg 2008, S. 155, Nr. 2.50).
  110. Freiburg, Augustinermuseum (Gold, Perlen und Edel-Gestein ... Reliquienkult und Klosterarbeiten im deutschen Südwesten. Ausstellungskatalog Freiburg, Augustinermuseum 1995, München 1995, S. 228f., Nr. 157).
  111. Gislind Ritz, Der Rosenkranz, München 1962, S. 63. - Laut Robert Bauer, Bayerische Wallfahrt. Altötting, 2. Aufl. München/Zürich 1980, datiert das älteste Votivbild allerdings erst von 1501.
  112. Robert Bauer, Bayerische Wallfahrt, Altötting, 2. Aufl. München/Zürich 1980, S. 70–71; Gislind Ritz, Der Rosenkranz, München 1962, Abb. 55f. – Die als Gnadenbild verehrte Schmuckmadonna im Kölner Dom erhielt 1991 einen neuen Mantel, wobei der größte Teil der gestifteten Gebetsketten entfernt wurde; diese waren vorher der bekleideten Skulptur umgehängt (Dela von Boeselager, Zu Votivgaben an der "Schmuckmadonna" im Kölner Dom, in: Kölner Domblatt 56, 1991, S. 295–301).
  113. 500 Jahre Rosenkranz. Kunst und Frömmigkeit im Spätmittelalter und ihr Weiterleben, Ausstellungskatalog Erzbischöfliches Diözesanmuseum Köln, Köln 1975, S. 196–198.
  114. Johann Heinrich Zedler, Großes vollständiges Universal-Lexicon, Bd. 26, Leipzig/Halle 1740, Sp. 1289.
  115. Auf mehreren Tafelbildern von Quentin Metsys (Massys) trägt das Jesuskind einen Rosenkranz aus Koralle um den Hals, z. B. auf dem Gemälde der sog. „Vierge Dysons Perrins“ (London, National Gallery) und weiteren Bildern in Brüssel (Andrée de Bosque, Quentin Metsys, Brüssel 1975, S. 100–106, Kat.nr. III.38–III.40.
  116. Werner Schiedermair, Der Rosenkranz als Amulett, in: Urs-Beat Frei und Fredy Bühler (Hg.), Der Rosenkranz. Andacht – Geschichte – Kunst, Museum Bruder Klaus, Sachseln, Wabern/Bern 2003, S. 194-203.
  117. Gislind Ritz, Der Rosenkranz, München 1962, S. 60.
  118. Claus Grimm und Bernd Konrad, Die Fürstenberg Sammlungen Donaueschingen, München 1990, S. 100f., Kat.nr. 4, Taf. 1; Bernd Konrad, Die Malerei in Überlingen von 1400-1600, in: 1100 Jahre Kunst und Architektur in Überlingen, Petersberg 2005, S. 87f.

Verweise