Galvano, Galvanoplastik

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englisch: Galvanoplastic Sculpture; französisch: galvanoplastie; italienisch: galvanoplastica

Birgit Meißner (2019)

Johannes-Gutenberg-Denkmal in Frankfurt am Main in einer Aufnahme vor 1892. Entwurf von Eduard Schmidt von der Launitz, 1840−1858.
Modell und Abdruck einer galvanisierten Medaille nach Amédée Guillemin, El mundo físico, Barcelona 1882.
Seite aus dem Musterkatalog der WMF, Geislingen an der Steige 1904.
Muster der von der WMF angebotenen Patinierungsfarben.
Montagearbeiten nach 1913 an der Galvanoplastik des Bogenschützen. Ernst Moritz Geyger, entworfen ca. 1901.
Grabengel, WMF Nr. 727a. Entwurf von Raimund Liebhaber, ab 1904.
Signatur von Heinrich Pohlmann am Grabengel, WMF Nr. 831, entworfen ca. 1907.
Goethe-Schiller-Denkmal in Syracuse, NY. Entwurf von Ernst Rietschel, 1911.
Galvanoplastische Naturabformung eines Wrackbarsches. Nach Seetierabgüssen von Reinhard Gast, 1913.



I. Definition

Die Galvanotechnik ist ein Verfahren, das vorwiegend zur Oberflächenveredelung von technischen Geräten, aber auch für Dinge des täglichen Gebrauchs angewendet wird. Es gilt immer noch die Definition von Eduard Japing aus dem Jahr 1883: „Unter Galvanoplastik im weiteren Sinne begreift man alle Verfahren, durch welche mit Hilfe der Elektrolyse aus wässrigen Metallsalzlösungen zusammenhängende Metallniederschläge gewonnen werden. Dieselben dienen entweder nur zu einer oberflächlichen Färbung darunter liegender anderer Metallgegenstände…oder in dickeren, haltbaren Schichten dazu, metallische oder nicht metallische Unterlagen nicht nur schöner, sondern auch haltbarer und gegen äussere Einflüsse widerstandsfähiger zu machen … oder sie bilden endlich, losgelöst von der Unterlage, Form oder Matrize, negative Copien derselben von wunderbarer Schärfe und Genauigkeit, selbständige massive Objekte der Ornamentiv, Plastik etc.“[1] Das Verfahren wurde im Laufe der Zeit weiter optimiert und automatisiert, jedoch ist das Grundprinzip immer noch unverändert.

II. Forschungsstand

Georg Langbein untersuchte das Thema hauptsächlich unter chemisch-technischen Aspekten. Sein „Vollständiges Handbuch der galvanischen Niederschläge“, Leipzig 1895, ist ein noch nicht überholtes Lehrbuch mit einer Anleitung. Thomas Walter Jelinek und Günther A. Lausmann stellten ausführlich die historische Entwicklung der Technik dar.[2]

Obwohl es eine Vielzahl, zumeist kleinerer Betriebe gab, die Galvanoplastiken herstellten, 1878 gab es allein in Bayern 30 private Galvanisierungsanstalten[3], aber auch andernorts z. B. im Rheinland die „Galvanobroncen Galvano-Hammer-Werke/Galvanoplastische Kunstanstalt Heiligenhaus - Düsseldorf“ und die „Galvanoplastische Kunstanstalt Köln-Lindenthal“[4], wurde nahezu ausschließlich die Geschichte der bald den Markt beherrschenden Württembergischen Metallwarenfabrik: Volker Hecht widmete sich dabei der Wirtschaftsgeschichte.[5] Friedemann Schmoll ergänzte dies um einige kunsthistorischen Aspekte.[6] Systematisch wurde in Ansätzen lediglich die Grabplastik untersucht.[7]

Da in der Numismatik das Verfahren schon früh zur Anfertigung von Replikaten zur Ergänzung von Sammlungen eingesetzt wurde, diese aber ohne Kennzeichnung kaum vom Original zu unterscheiden waren, war die Galvanoplastik ein wiederkehrendes Thema in der Fachliteratur.[8] Die Problematik der schwierigen Unterscheidbarkeit vom Original, die zu einer Reihe von Fälschungen führte, betraf auch andere Bereiche des Kunstgewerbes.[9]

Fragen der Restaurierung behandelten exemplarisch Georg Haber und Maximilian Heimler[10] und die Publikation der Landesämter für Denkmalpflege in Sachsen und Sachsen-Anhalt 2001.[11]

III. Geschichte

Die Anfänge der Galvanotechnik reichen mutmaßlich bis in die Jahrhunderte vor unserer Zeitrechnung zurück. Dafür sprechen Funde bei Ausgrabungen in der Nähe von Bagdad in den 1950er Jahren, die Geräte hervorbrachten, welche für die Anwendung galvanischer Verfahren gedient haben könnten (vermutlich frühe Formen von Batterien). Zudem wurden in Pharaonengräbern vergoldete Gegenstände gefunden, die nicht durch Aufhämmern von Blattgold, sondern elektrolytisch vergoldet wurden. Darüber hinaus wird von zahlreichen verkupferten Tongefäßen, Figuren und hölzernen Lanzenspitzen berichtet.

Bis aus der eher zufällig gefundenen Elektrizität eine Wissenschaft entstanden war, die solche Vorgänge deuten konnte, dauerte es allerdings noch über zweitausend Jahre, in denen nicht immer kontinuierlich an diesem Thema geforscht wurde. Bis vor etwa 300 Jahren blieben die Kenntnisse über die Elektrizität fast unverändert auf jenem Stand. Erst als eine Stromquelle gefunden wurde, die kontinuierlich Strom lieferte, kann der Beginn der Elektrochemie und somit auch der Galvanotechnik verzeichnet werden.[12]

Der Mediziner und Anatomieprofessor Luigi Galvani (1737–1798) erlangte um 1780 grundlegende Kenntnisse über die Elektrochemie, die von Beobachtungen an Froschbeinen ausgingen. Er hatte diese auf Kupferhaken an einem Eisengeländer aufgehängt, und immer, wenn der Kontakt zwischen dem Kupfer und dem Eisen unterbrochen und dann wieder hergestellt wurde, zuckten die Muskeln. Die aus diesen Beobachtungen entstandenen Theorien entwickelte Alessandro Volta (1745–1827) weiter. 1805 wurde von Voltas Schüler Lodovico Brugnatelli erstmals eine Silbermünze galvanisch vergoldet. Danach folgten ständige Verbesserungen des Verfahrens, so dass bereits im Jahre 1834 in der Silberwarenfabrik Elkington galvanisch vergoldet werden konnte. Die Oberflächenveredlung auf galvanischem Wege verdrängte so immer mehr die klassische Feuervergoldung.

Auf dieser Basis gelang es Moritz von Jakobi, der als der Erfinder der Galvanoplastik gilt, im Jahre 1838 ein Verfahren vorzustellen, mit dem metallische Abformungen von Münzen und Ähnlichem hergestellt werden konnten. Hinzu kam zwei Jahre später die Entdeckung, dass sich durch das Aufbringen einer elektrisch leitfähigen Graphitschicht nichtleitende Materialien wie Holz, Gips oder Leimformen galvanisch verkupfern lassen. Durch die Entwicklung der Dynamomaschine durch Werner von Siemens im Jahre 1867 konnte endlich auch genügend Strom produziert werden, so dass der Weg zur industriellen Anwendung der Galvanoplastik frei wurde.[13]

Als der Münchner Erzgießer Ferdinand von Miller Mitte des 19. Jh. von der industriellen Anwendung der Galvanoplastik erfuhr, fürchtete er zunächst, dass sie die Herstellung von Bronzen überflüssig machen würde: „Professor Steinheil, der Pionier auf dem Gebiete der elektrischen Telegraphie, kam in die Erzgießerei, um … zu erzählen, was Jakobi in Russland und der Herzog von Leuchtenberg in München mit Hilfe der Elektrizität zu wege gebracht hätten. Man brauche keine Öfen mehr, man hänge das Modell in ein Bad mit Kupferlösung, und dann überziehe es sich mit Hilfe des elektrischen Stromes mit einer Metallkruste, die genau die Form des Modells wiedergäbe ...“.[14]

Zu dieser Zeit brüsteten sich vor allem französische Fabrikanten von Galvanoplastiken damit, selbst riesengroße Figuren wie beispielsweise die Bavaria in München auf galvanischem Wege herstellen zu können. Miller informierte sich in Paris über den Herstellungsprozess und verfolgte den Werdegang eines Riesenadlers, der letztendlich nicht gelang. Nach seiner Rückkehr probierten er und seine Frau auch selber galvanoplastische Arbeiten aus: „Es gelang dem Ehepaar, nicht nur Gips, sondern auch Blumen, Schmetterlinge und manches andere ausgezeichnet galvanisch zu überziehen. Auch größere Arbeiten fielen sehr gut aus. Das sprach sich bald herum. Adlige Damen des Hofes begannen fleißig, Millers zu besuchen mit der Bitte, ihnen Blumensträuße, Brautkränze und alles mögliche andere doch aus Gefälligkeit zu überziehen ...“.[15]

1858 wurde in Frankfurt am Main das mutmaßlich erste galvanoplastisch hergestellte Denkmal auf einem öffentlichen Platz enthüllt, drei Hauptfiguren des Johannes-Gutenberg-Denkmals waren als Galvanoplastiken ausgeführt, die acht Nebenfiguren wurden vorerst als Zinkguss gearbeitet, ehe sie nach einer genauen Untersuchung der Hauptfiguren 1892 galvanisch ersetzt wurden (Abb.).[16] Die Technik wurde dann bald zur Vervielfältigung beliebter Skulpturen eingesetzt, auch in kleinerem Format als das Original (vgl. Abb.). So wurde der Bogenschütze von Ernst Moritz Geyer von der Gießerei Gladenbeck (seit 1887 in Friedrichshagen)[17] und der WMF in sechs Größen von 30 bis 344 cm angeboten; im Format von 200 cm Höhe wurde die Skulptur fünf Mal seit 1913 von der WMF galvanoplastisch reproduziert (Abb.).[18]

IV. Galvanoplastische Herstellungsverfahren

Es lassen sich zwei Arten von Kupfergalvanoplastik unterscheiden, die Hohl– und die (häufigere) Kerngalvanoplastik.

A. Die Hohlgalvanoplastik

Zur Herstellung einer Hohlgalvanoplastik wird zunächst vom Original mit Hilfe von Gips, Guttapercha, Leim oder Silikon eine Abformung als Negativ angefertigt. War eine Künstlersignatur vorgesehen, ist diese spiegelverkehrt in den Gips geschnitten worden, so dass sie nach der Galvanisierung erhaben hervortrat. Die Form wird dann mit Graphitpulver elektrisch leitend gemacht und in das galvanische Bad gehängt, das in den meisten Fällen aus einer Mischung von Kupfersulfat und Schwefelsäure besteht. Hierzu gab Langbein verschiedene detailliertere Rezepte an.[19] Mit Hilfe von Kupferschrauben, die an weniger sichtbaren Stellen der Figur angebracht wurden, sowie daran befestigten Kupferdrähten wird der Strom flächendeckend an der Graphitoberfläche angelegt. Der Graphit wird mit Hilfe einer Bürste oder mit entsprechenden Graphitiermaschinen so aufgebracht, dass er homogen auf der Formoberfläche verteilt ist und keine Lücken aufweist.

Hohlgalvanoplastiken bestehen meist aus miteinander verlöteten Einzelteilen. Partiell wird bei besonders dünnwandigen Gegenständen durch ein Ausschwemmen mit Zinn oder Weichlot und durch das Einstreuen von Kupferspänen eine größere Stabilität erreicht. Die Lötnähte werden nachgearbeitet und die komplette Figur überpoliert. Dann kommt die ganze Figur zum „Übergalvanisieren“ erneut ins Bad, um die Bearbeitungsspuren mit einer dünnen Kupferschicht zu verdecken. Dabei muss die Figur allerdings vollständig abgedeckt werden, so dass nur die Lötnähte frei bleiben. Durch eine spezielle Technik wird erreicht, dass die Lötstellen keine Kanten bekommen, sondern sich an die übrige Kupferhaut optimal anpassen.[20]

Die Kopie eines Originals in Hohlgalvanotechnik ist – bei sorgfältiger Abformung der Gipsnegativschalen – ein exaktes Abbild, das die ursprüngliche Künstlerhandschrift sehr gut erkennen lässt.

Zur Herstellung eines Modells in einem anderen Maßstab bedienten sich die verschiedenen Firmen einer Kopiermaschine, die nach dem Prinzip des Storchschnabels beziehungsweise Panthographen arbeitet. An einem Ende befindet sich ein Stift und an dem anderen Ende ein rotierender Meißel. Während mit dem Stift von oben nach unten Millimeter für Millimeter des Originals abgetastet wird, schält der rotierende Meißel die abzuformende Plastik in der gewünschten Größe aus einem Gipsblock. Bei der Württembergische Metallwarenfabrik (WMF) war es möglich, eine Figur in verschiedenen Größen von 31 cm bis zu 4 m zu bestellen.

B. Die Kerngalvanoplastik

Bei einer Kerngalvanoplastik wird eine Gipskopie des Originalmodells angefertigt. Die zunächst hergestellte Negativform wird mit Gips ausgegossen und zur zusätzlichen Stabilisierung mit einem Eisengerüst versehen. Hierzu werden einzelne, nicht miteinander verbundene Rund- oder Vierkantschmiedeeisen in den noch weichen Gips gesteckt. Eine eventuelle Künstlersignatur wird direkt in den Gips hineingeschnitten, nach der Galvanisierung liegt sie dann geringfügig unter dem Oberflächenniveau.

Die erhärtete Gipsfigur wird anschließend imprägniert, um sie gegen den Angriff des säurehaltigen Bades zu schützen. In einem Gutachten über die ausgeführten Arbeiten der WMF heißt es zudem, dass die Festigkeit des Gipskernes durch das Imprägnieren um das Fünffache erhöht wurde. Dadurch und weil die Kernsubstanzen Gips und Imprägnierungsmittel nicht miteinander reagieren, garantierte die WMF eine Dauerhaftigkeit der Kerngalvanoplastiken, die der von Hohlgalvanoplastiken und Kupfertreibarbeiten gleichen sollte.[21]

Bei Langbein findet man die Anleitung, die fertige Gipsform mit der Bildseite nach oben in geschmolzenes Wachs oder Stearin zu hängen.[22] Dabei muss die Form nicht ganz untertauchen, denn aufgrund der Kapillarität des Gipses saugt sie sich von der Rückseite her voll. Die so imprägnierte Form wird – ebenfalls mit der Bildseite nach oben – zum Trocknen in einen Ofen gelegt. Überschüssiges Wachs läuft so auf der Rückseite heraus. Auf diese Weise wird die Oberfläche einer Figur nicht durch anhaftendes Wachs verfälscht. Auch das Hart-Harz Kolophonium wurde als Imprägnierungsmittel verwendet. Dies ist besonders charakteristisch für die WMF-Galvanoplastiken.

Ist die Imprägnierung erfolgt (meist durch bloße Tränkung in einer Mischung aus Kolophonium und Wachs), kann der Prozess im galvanischen Bad mit der graphitierten Gipsfigur als Kathode beginnen. An der Figur werden nun wie bei der Hohlgalvanoplastik mittels Kupferschrauben mehrere Kupferdrähte befestigt, die als Stromleitung dienen.

Der imprägnierte und graphitierte Gipskern wird durch die angeschlossene Stromquelle negativ aufgeladen. In der Badlösung befindet sich das Kupfersulfat in dissoziierter Form, also in Form von zwei unterschiedlich geladenen Ionen – dem negativen Sulfat- und dem positiven Kupfer-Ion. Das Kupfer-Ion wird nun von der negativ geladenen Kathode angezogen, nimmt dort die überschüssigen Elektronen auf und scheidet sich als elementares Kupfer auf dem Gipskern ab. Als Anodenmaterial dienen ein oder mehrere Kupferbleche, welche die Gipsfigur von allen Seiten in möglichst gleichmäßigem Abstand von 10–15 cm umgeben sollten. Die Anode löst sich im Verlauf der Galvanisierung auf und liefert so einen Nachschub für die verbrauchten Kupfer-Ionen aus dem Bad.

Die sich bildende Kupferschicht kann sehr viel dünner ausfallen als bei Hohlgalvanoplastiken, da der innenliegende Gipskern mit Eisenarmierung der Figur zusätzliche Stabilität verleiht. Die Schichtdicken bei Kerngalvanoplastiken betragen je nach Größe der Figur 0,3-3 mm, während die Stärke der Kupferschicht bei größeren Hohlgalvanoplastiken zwischen 4 und 8 mm liegen sollte. Typische, bei Grabfiguren häufig gefundene Schichtdicken betragen bei Kerngalvanoplastiken etwa 0,7 mm.

Bei eingehenden Untersuchungen der verschiedenen Teile einzelner Grabfiguren im Rahmen eines Forschungsprojektes[23] konnte festgestellt werden, dass es tatsächlich üblich war, die Figuren erst in Einzelteilen herzustellen und dann nach Bedarf zusammenzulöten. Alle Teile, die zu einer Figur gehören, tragen den Namen des Gipsgießers als Kürzel und eine Nummer, die das Auffinden der richtigen Teile im Lagerregal erleichterte.[24]

Das Verbinden der Teile geschah mit Hilfe eines Zapfensystems, so dass beispielsweise am Rumpf einer Figur die Kupferhaut über den Gipskern hinausreichte und beim anzusetzenden Arm der umgekehrte Fall existierte. Durch die Lötung wurden dann die beiden Teile fixiert, die Gipskerne aber vorher nicht „zusammengeklebt“.[25] Für die Montage wurde ein entsprechendes Passgerüst gebaut, damit der Gürtler zum einen die schweren Teile nicht halten musste und zum anderen die Lage der Einzelteile für ihn eindeutig war.

V. Die Württembergische Metallwarenfabrik (WMF)

Die WMF hatte 1890 nach dem Kauf der „Kunstanstalt für Galvanoplastik München“ die Technik der Galvanisierung nahezu perfektioniert und ein zumindest in Deutschland annähernd flächendeckendes Vertriebssystem aufgebaut. Filialen existierten nicht nur in Berlin, München, Hamburg und Stuttgart, sondern auch in London, Warschau und in Wien. Der Kauf der Münchner Galvanoplastikfabrik wurde in den ersten Jahren von der WMF als Fehlinvestition betrachtet. Nur dem persönlichen Engagement eines ihrer Mitbegründer, der in dem neuen Verfahren der Galvanisierung eine große Zukunft sah, ist es zu verdanken, dass der Betrieb nicht wieder veräußert wurde. Einen gewissen Umsatz erzielte man zu Anfang vor allem mit kleinen Statuetten, nach 1902 dominierten dann Grabplastiken die galvanoplastische Produktion. Dennoch war die Abteilung Galvanobronze bis 1914 nur mit maximal 5% am Gesamtumsatz der WMF beteiligt.[26]

Es wurde ein umfangreiches Marketingkonzept erarbeitet und in Form verschiedener Werbemaßnahmen umgesetzt. Die noch unbekannte Technik und ihre Produkte sollten unter den potentiellen Auftraggebern popularisiert und gleichzeitig eine Art „künstlerische Wertigkeit“ und Akzeptanz geschaffen werden. So begann man ab 1890 mit dem Kopieren antiker Statuen, die in verkleinerter Form mit einer maximalen Höhe von etwa 1 m als Zimmerschmuck dienten, bevor man – nun technisch dazu in der Lage – nicht nur Figuren aus diesem Themenkreis, sondern auch die Angebotspalette im wahren Wortsinn selbst vergrößerte (Abb.). In der Literatur werden galvanoplastische Relief–Arbeiten der WMF erwähnt, die bis zu 17 m hoch waren.[27] Andere hohlgalvanoplastische Figuren, wie zum Beispiel die Gruppe für die Filiale der „Riunione Adriatica di Sicurtà“ in Prag erreichten eine Höhe von 5,10 m und eine Breite von 5,50 m. Die Figuren auf der Oper in Paris – allerdings nicht von der WMF – sind etwa 10 m hoch.

Aber auch die WMF stand mit ihrer spezialisierten und maschinell erzeugten seriellen Fertigung von Plastiken im Gegensatz zur traditionellen Handarbeit und der Produktion in Manufakturen. Die Kritiker setzten häufig eine industrielle Fertigung mit künstlerischer Wertminderung gleich. Deshalb setzte die WMF auf viele ihrer Grabfiguren die Signatur des möglichst renommierten Künstlers und nannte in ihren Katalogen unter den jeweiligen Abbildungen der lieferbaren Figuren den entwerfenden Künstler mit Titel, z. B. „Professor Pohlmann“ (Abb.) oder „Professor Neri“. Ein argumentativ bemerkenswerter Versuch, dem „Markenziel Bronze“ näher zu rücken, ist einer Broschüre der Münchner Kunstanstalt für galvanoplastische Bronzen von 1893 – damals schon Teil der WMF – zu entnehmen: „Der Hauptbestandteil der ächten Bronzen ist also das Kupfer und es liegt in dem Vorherrschen dieses Metalls das Merkmal der Aechtheit der Bronze. Da das reine Kupfer ... zum Gusse untauglich ist, so müsste man dem Missstande durch Beigabe anderer Metalle abhelfen ... Je größer nun der Kupfergehalt genommen werden kann, desto mehr gewinnt die Bronze an Aechtheit und eine getriebene oder galvanoplastische Arbeit aus lauterem Kupfer repräsentiert also gewissermaßen die höchste Stufe ächter Bronze ...“.[28] Um die Gleichwertigkeit zum Bronzeguss dieser sehr denkmalfreudigen Zeit aufzuzeigen, wurden einige bedeutende Bronzeplastiken der Kunstgeschichte als „dreidimensionale Visitenkarten“ kopiert und zum Teil in Einzelbroschüren präsentiert.[29] Zu nennen sind hier beispielsweise die galvanoplastischen Kopien der Bronzetüren des Florentiner Baptisteriums von Lorenzo Ghiberti (Geislingen, WMF, Ausstellungsraum). Auch die Standbilder des Bamberger Reiters, des Condottiere Bartolommeo Colleoni von Andrea Verrocchio in Venedig sowie des Großen Kurfürsten von Andreas Schlüter in Berlin wurden galvanisch hergestellt und dienten als Beweis der Kunstfertigkeit des Verfahrens und des technischen Vermögens ihres Herstellers.[30] Um dies zu demonstrieren, formte man auch äußerst feingliedrige Dinge wie verschiedene Lederarten, aber auch Tiere ab (Abb.).[31] Besonders spektakulär muss die Kopie einer Schlangenhaut in Kupfer gewirkt haben.

Repräsentative zeitgenössische Fotografien der einzelnen Werkstätten zeigen deutlich, dass der Verkauf eines Produktes nun nicht mehr nur über ansprechend gestaltete Kataloge und Filialen vorangetrieben werden sollte, sondern auch durch eine inszenierte Präsentation des Produktionsablaufes.

Die Angebotspalette der WMF war immens und wurde im halbjährlichen Abstand durch eine Vorstellung von Neuheiten erweitert[32], schlecht absetzbare Modelle wurden aus den Katalogen gestrichen und nur noch auf Sonderwunsch angefertigt. Für jede Gattung gab es Kataloge und Preisverzeichnisse, in denen die angebotenen Produkte in Bild, Größe und Preis präsentiert wurden (Abb.). Zudem unterstrichen abgedruckte lobende Zeugnisse einiger, möglichst anerkannter Auftraggeber den Anspruch der neuen Technik: „Von der Reise zurück finde ich Ihre Sendung von 3 Figuren, sowie eine Ringergruppe und 1 Venus vor. Ich bin mit allen Gegenständen ausserordentlich zufrieden, sowohl was Niederschlag als Patinierung anbetrifft, und werde später wieder darauf zurückgreifen. … Professor Hermann Prell (Direktor der Kunst–Akademie) ... DRESDEN“.[33]

Neben Grabschmuck konnten Büsten, Statuen, Inschriften- und Relieftafeln für öffentliche und private Zwecke, Kriegerdenkmäler, aber auch Kirchengerät, Kruzifixe, Kerzenständer, Lampen, Pokale etc. bestellt werden. Beliebt waren persönliche Erinnerungsstücke: Kinderschuhe wurden mit einem galvanischen Überzug versehen und aufbewahrt, Pflanzen – bevorzugt Rosen – verkupfert. Auch Bauornamente wurden angeboten und aufgrund ihres gegenüber der Bronze deutlich geringeren Gewichtes und Kostenaufwandes gern verwendet. Einen wissenschaftlichen Anspruch konnte die WMF mit eigenen Katalogen zu aktuellen Ausgrabungsfunden herstellen.[34] Die dort entdeckten Münzen und anderen Objekte aus Metall wurden der Firma für eine detailgetreue Abformung geliehen, die galvanoplastischen Kopien dann an verschiedene Museen verkauft.

A. Grabfiguren

1. Herstellung und Vertrieb

Der Entwurf der Modelle für die Grabplastiken erfolgte teilweise in den Werkstätten der WMF (in diesem Fall erfolgte keine Namensnennung des Künstlers in den Katalogen), zum großen Teil aber auch in den Ateliers freischaffender Bildhauer. Neben der Zusammenarbeit mit populären Künstlern der Zeit, deren Entwürfe sogar in eigenen Katalogen präsentiert wurden,[35] entwickelte sich mit einigen Bildhauern wie Hans Dammann, Gustav Eberlein und Heinrich Pohlmann eine kontinuierliche Zusammenarbeit. Deren Entwürfe wurden oft mit allen Rechten gekauft, der Künstler erhielt eine einmalige Geldzahlung. Es konnten nun – nach Kundenwunsch – immer wieder Veränderungen an diesem Modell ausgeführt werden, so zum Beispiel am Modell Nr. 727 Abb. – hier wurden für einzelne Besteller Änderungen vorgenommen, hauptsächlich am Gewandverlauf.[36] Eine weitere praktizierte Variante bestand darin, dem Künstler pro verkauftem Objekt einen zuvor vereinbarten Anteil auszuzahlen, Veränderungen am Modell bedurften gegenseitiger Absprachen.[37]

Nahezu alle Figuren konnten in verschiedenen vorher festgelegten Größen und Varianten bestellt werden (Abb.; Abb.).[38] Die Vielfalt der Modifikationen richtete sich nach den technischen Gegebenheiten. Da die Plastiken aus mehreren Teilen zusammengesetzt wurden, konnten an diese Nahtstellen auch andere Elemente alternativ angesetzt werden. So war eine Engelsfigur entweder mit gesenkten oder mit erhobenen Flügeln lieferbar.[39] Der heute noch am häufigsten anzutreffende Engelstypus Nr. 727 von Raimund Liebhaber hielt nach Wunsch eine Rose (Nr. 727a: Abb.) oder einen Palmenzweig in der Hand (Nr. 727b), zu einem Preis von jeweils 700 Mark 1903. Er konnte aber auch – für 800 M – vor einem großen Kreuz aufgestellt geliefert werden (Nr. 727c). All diese Figuren waren entsprechend günstiger auch ohne Flügel erhältlich.[40] Gemessen am Jahresgehalt eines einfachen Metallarbeiters der WMF, das um 1900 bei etwa 800 Mark lag,[41] waren die Produkte jedoch nicht billig. Die Preiskalkulation richtete sich nach Größe und Form der Figur. Zunächst wurde die Oberfläche in Quadratdezimeter festgelegt. Diese Maßangabe multiplizierte man mit einem Faktor, der vermutlich den gesamten Arbeitsaufwand inclusive Lohnkosten, Arbeitszeit, Modellherstellung, Werkzeugen abdecken sollte. Der berechnete Betrag wurde verdoppelt – dies stellte mutmaßlich die Gewinnspanne der WMF dar. Die Größe der Oberfläche war auch für den Materialverbrauch an Kupfer ausschlaggebend, da die zu erreichenden Wandstärken abhängig von der Wahl der Technik (Hohl– oder Kerngalvanoplastik) fast konstant und somit berechenbar blieben. Je nach Künstlervertrag schlug man zum neuen Zwischenwert ca. 10% sogenannten Modellanteil auf, das heißt den Anteil für den Entwerfenden pro verkauftem Exemplar. Letztendlich erhielt auch der Händler einen bestimmten Betrag (oft ca. 25%) für eine verkaufte Figur.

Die Flexibilität bei der Herstellung zeigte die WMF auch im Vertrieb. Nachdem von 1898 bis 1902 galvanoplastische Denkmäler für Angehörige des preußischen Königshauses hergestellt worden waren, wurde die Herstellung von Denkmälern aus „minderwertigem Material, wie Galvanobronze usw. ...“[42] völlig untersagt. Daraufhin versuchte die Firma erneut, den künstlerischen und qualitativen Anspruch ihrer Produkte nachzuweisen. Als eigene Idee wurde nun darauf geachtet, dass pro Friedhof jeweils nur noch eine beschränkte Anzahl von Figuren eines Typs aufgestellt werden sollte.[43] Hierüber wurde genau Buch geführt und die Sperrvermerke in den aktuellen Katalogen publiziert. In den handschriftlich geführten Heften waren zahlreiche Angaben zum Kunstwerk, meist mit einer Abbildung, nachzulesen: Notizen zum Künstler, zur Größe des Modells, Katalognummer und Preis konnten ebenso wie Hinweise zu Auftraggebern und Lieferorten nachgeschlagen werden. Eine solche Buchführung ist für die Jahre 1901–1933 nachweisbar.

2. Restaurierung

Die hauptsächlich von der WMF hergestellten Grabplastiken, die um die Jahrhundertwende äußerst zahlreich auf den Friedhöfen aufgestellt wurden, sind dort kaum noch zu finden. Größere Schäden hauptsächlich an den Kerngalvanoplastiken – verbunden mit hohen Restaurierungskosten – aber auch Metalldiebstahl und Vandalismus sind die Ursachen.

Die verschiedenen Materialien in der Kerngalvanoplastik machen sie zu einem komplexen, schwer zu restaurierenden System. Durch ein von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) gefördertes Forschungsprojekt zur Untersuchung und modellhaften Restaurierung freibewitterter Bronze– und Galvanoplastiken[44], war es möglich, sich einen fundierten Einblick in diese interessante, aber nur kurz währende Fertigungsperiode zu erarbeiten.

Die frühen Grabfiguren der WMF (ab 1890) wurden bevorzugt in der Kerngalvanotechnik ausgeführt. Bereits 1894 wurden von der WMF Erfahrungsberichte über ein Vierteljahr freibewitterte Kerngalvanoplastiken herausgegeben. Zudem führte man Untersuchungen an künstlich bewitterten bzw. extremen Temperaturschwankungen (–10 bis 40°C[45] bzw. –50 bis 60°C[46]) ausgesetzten Kerngalvanoplastiken durch, um das Verhalten des Kerns und des Kupfers gleichzeitig zu beobachten: „Zur Ermittelung dieser Verhältnisse wurde ein unregelmäßig geformter Kupferring (Querschnitt eines Pferdebeins) mit Kernmasse gefüllt und in Sand allmählich auf +40° erwärmt und dann auf –10° abgekühlt. Hierbei war weder ein Verdrängen der Kupferhülle noch eine Lockerung, also Spielraum, zwischen beiden Materialien bemerkbar.“[47] Diese Art der Materialprüfung war zu dieser Zeit eher unüblich, ihre Veröffentlichung in den Verkaufskatalogen zeigt die Verantwortung, die die WMF für die Qualität ihrer Produkte übernommen hatte.

In den späteren Katalogen (ca. ab 1910) wurden nahezu ausschließlich Hohlgalvanoplastiken angeboten. Die Figuren mit Gipskern wertete die WMF in späteren Schriften als vorrangig für eine Aufstellung im Innenraum geeignet: „Ausser dem Hohlgalvanoverfahren wird die Technik noch nach einem anderen Verfahren, dem Kerngalvanoverfahren, ausgeübt, welches eine billigere Ausführung ermöglicht und hauptsächlich für figürlichen Schmuck für Innenräume Anwendung findet.“[48] Dies könnte als ein Anzeichen dafür gewertet werden, dass nach damals maximal 40 Jahren Standzeit einer Kerngalvanoplastik im Freien erste Mängel sichtbar wurden, die substantiell in der Herstellungstechnik ihre Ursache hatten, aber anfangs schwer als solche prognostizierbar waren. Der Betrieb bemühte sich natürlich auch um einen möglichst langen Erhalt der Figuren am Aufstellungsort. Neben der Einbeziehung wissenschaftlicher Gutachter wurden in den Katalogen Hinweise zur Pflege des Grabschmucks erteilt. Dass man sich nach relativ kurzer Zeit dennoch bevorzugt der Hohlgalvanoplastik zuwandte, ist ein Faktum, dessen sichere Bewertung noch offen bleibt. Festzustellen bleibt, dass sich die Anzahl der Kerngalvanoplastiken, welche seit mehr als 100 Jahren auf den Friedhöfen stehen, drastisch reduziert hat. Die Kriegsverluste stellen hier nur eine Ursache dar. Erschreckend ist der hohe Schwund, der innerhalb der letzten Jahre zu verzeichnen ist. 2001 befanden sich auf den exemplarisch begutachteten großstädtischen Friedhöfen in Sachsen und Sachsen-Anhalt ca. je ein bis zwei Kerngalvanoplastiken. Damals ging man davon aus, dass sich dieser Bestand ohne sichernde Maßnahmen in den nächsten 10 Jahren etwa halbieren würde. Grund hierfür ist der drastische Schadensverlauf, der – einmal in Gang gesetzt – nur mit rigorosen Maßnahmen zu stoppen ist. Oft müssen diese Figuren, da sie aufgrund der statischen Probleme eine Gefahr für die Besucher der Friedhöfe darstellen können, demontiert werden. Zu hoffen bleibt, dass sie anschließend vorübergehend in einen trockenen Raum untergestellt werden und nicht sofort aufgrund des beeinträchtigten und scheinbar irreparablen Gesamtbildes aussortiert werden.

Nicht ganz so kritisch stellt sich meist die Situation bei den Hohlgalvanoplastiken dar. Wurden diese bündig an die zugehörige Steinarchitektur angebracht und sind mechanische Beschädigungen ausgeblieben, werden oft nur Pflegemaßnahmen der Oberfläche erforderlich. Die größere Materialstärke verträgt den jährlichen Materialabtrag recht gut. Starke Verschmutzungen und Krustenbildung in untergriffigen, nicht bewitterten Partien (z. B. Gewandfalten) sind sowohl bei Kern- als auch bei Hohlgalvanoplastiken feststellbar, dabei kommt es zu einem ähnlichen Schadensbild wie bei freibewitterten Bronzeplastiken. In den meisten Fällen bestehen die Schäden an Kerngalvanoplastiken aus einer aufgeplatzten Kupferhaut, durch die der Gipskern hervorschaut. Manchmal sind sogar ganze Körperteile wie Flügel, Arme, Gesicht oder Attribute wie Palmblatt, Rose und Zweig abgebrochen. In diesen Fällen liegen oft die innenliegenden Eisenarmierungen bloß.

Der Schaden an einer solchen Figur beginnt häufig mit einem Defekt in der Kupferhaut infolge von Korrosion oder mechanischem Einwirken. Aber auch Produktionsmängel oder Materialermüdung sind als mögliche Fehlerquellen anzuführen wie z. B. eine unzureichende Kernimprägnierung und das dadurch mögliche Eindringen saurer Badflüssigkeit in den Kern. Darüber hinaus konnte es infolge unvollständiger Graphitierung zu einer inhomogenen Galvanobeschichtung kommen. Auch herstellungstechnisch begründete Spannungsrisse im Kupfergefüge, die durch die Anordnung der Kupferkristallite entstehen, sowie Verarbeitungsfehler bei der Montage in der Gürtlerei, wie z. B. undichte Lötnähte, Flickungen und Nachbesserungen an der Galvanohaut und den damit einhergehenden Veränderungen in der Metallstruktur, sind möglich. Nicht zuletzt war das Gelbbrennen und anschließende Patinieren ein chemisch sehr aggressiver Prozess, der ebenfalls zu Fehlstellen geführt haben könnte.

Durch die Aufstellung im Freien ist die Galvanoplastik großen Belastungen durch Winddruck ausgesetzt, was zwangsläufig zu Materialermüdung, Versprödung und anschließender Rissbildung führen muss.[49] Durch einen Defekt der Kupferhaut, z. B. Faltenrisse, kann nun Wasser von außen in den Gipskern eindringen. Trotz der Imprägnierung gelangt das Wasser allmählich bis zu den Eisenarmierungen, die zu rosten beginnen. Dadurch erweitern sie ihr Volumen und sprengen den Gipskern. Im Gipskern entsteht durch die Volumenerweiterung ein Radialdruck, der von innen gegen die Galvanohaut wirkt und so für ein weiteres Aufplatzen der Kupferhülle sorgt. Eine zusätzliche Belastung stellen die jahreszeitlich bedingten Temperaturschwankungen dar, die langfristig dafür sorgen, dass sich ein Hohlraum zwischen dem Gipskern und der Kupferhaut bildet.

Es existieren grundsätzlich zwei Wege, die zur Erhaltung des sehr stark gefährdeten Bestandes noch verbliebener Grabfiguren etc. führen. Der erste basiert auf der Entfernung des Gipskerns, um Ruhe in das System zu bringen. Der entfernte Gipskern wird dabei durch ein Gerüst aus Edelstahl, Kupfer oder Bronze ersetzt.[50] Diese Methode ist zuverlässig und geeignet, um einen längeren Erhalt der Kupferhaut zu garantieren. Allerdings bedingt er mit der Zerstörung des Gipskernes nicht nur die Beseitigung eines technologischen Fertigungszeugen, sondern entfernt den in der Herstellungskette einen Schritt näher am Originalmodell stehenden Kern. Der sich im Anschluss daran erst nach außen mit einem gewissen Zeichnungsverlust ablagernde Kupferniederschlag hingegen wird erhalten. Ein weiterer Nachteil ist der Verlust an mechanischer Stabilität durch den Wegfall des Kerns. Deshalb sollte – wenn die entsprechenden Voraussetzungen gegeben sind – immer der zweite Weg bevorzugt werden, der darin besteht, möglichst alle alten Teile zu erhalten und somit den Gipskern in der Figur zu belassen. Bei dieser viel aufwendigeren Methode müssen herausgebrochene oder fehlende Gipsstücke ersetzt und gefestigt und das Aufquellen des Gipses gestoppt werden. Zusätzlich ist eine Antirostversiegelung der Eisenarmierungen notwendig. Ist die vollständige Erhaltung des Gipskernes nicht mehr möglich, sollte umfassend geprüft werden, ob in einzelnen, noch fest von einer geschlossenen Kupferschicht umgebenen Partien der Gipskern exemplarisch belassen werden kann. Die Restaurierung der Kupferhaut erfordert neben dem Schließen von Löchern und Rissen eine Reinigung und eventuelle Freilegung der originalen Oberfläche. Über das Vorgehen muss aber von Fall zu Fall neu entschieden werden.

B. Weitere Anwendungen

Neben Grabschmuck wurde die galvanoplastische Technik für weitere Bereiche der Kunst und des Kunsthandwerks angewendet. So wurden Großplastiken wie z. B. die Brunnenfiguren des Neptunbrunnens in Tübingen, aber auch ganze Bauteile, sogar Kuppeln galvanoplastisch hergestellt. Galvanoplastische Kopien von bekannten Skulpturen waren beliebt. So steht z. B. in Syracuse/New York eine Kopie des Weimarer Goethe-Schiller-Denkmals von Ernst Rietschel (Abb.). Hergestellt wurde sie 1911 von der WMF.

Die galvanoplastische Technik unterstützte zudem verschiedene Lehrsammlungen und Museen durch die Kopie von Kunstwerken, Ausgrabungsfunden usw. Neben Münzen und Schmuck wurde auch der 1868 entdeckte sog. Hildesheimer Silberfund – römisches Tafelsilber aus dem 1. Jh. – durch die WMF galvanoplastisch kopiert. Die äußerlich kaum von den Originalen unterscheidbaren galvanoplastischen Kopien wurden vorrangig für Studien- und Lehrzwecke sowie für Ausstellungen verwendet, Objekte konnten so in großer Stückzahl reproduziert und verbreitet werden. So verzeichnen die wissenschaftlichen Sammlungen der Humboldt-Universität Berlin etliche galvanoplastische Kopien, wie z. B. die Kopie des Frieses des Apollon-Tempels von Bassai-Phigalla (im Maßstab 1:10)[51] oder die Kopie einer mykenischen Silbertasse aus einer Grabkammer von Mykene.[52]

Einen Einblick in die Anwendungen der galvanoplastischen Technik liefert auch das etwa 11.000 Einzelstücke – nicht nur Galvanoplastik - enthaltende historische Warenarchiv der WMF, dessen älteste Stücke aus den 1860er Jahren stammen. Das Archiv wird heute noch fortgeführt und enthält neben Produkten, die in großer Stückzahl angefertigt wurden, auch Unikate von Entwürfen. In einem Projekt des Landesamtes für Denkmalpflege Baden-Württemberg und der Firma WMF wird an einer Dokumentation des Archives gearbeitet.[53]

Anmerkungen

  1. Eduard Japing, Die Elektrolyse, Galvanoplastik und Reinmetallgewinnung. Mit besonderer Rücksicht auf ihre Anwendung in der Praxis, Wien u. a. 1883 (Elektro–technische Bibliothek, Bd. 7).
  2. Thomas Walter Jelinek und Günther A. Lausmann, Die Geschichte der Galvanotechnik, Bad Saulgau 2014.
  3. Barbara Mundt, Die deutschen Kunstgewerbemuseen im 19. Jahrhundert, München 1974 (Studien zur Kunst des neunzehnten Jahrhunderts, 22), S. 168.
  4. Barbara Leisner, Heiko K. L. Schulze und Ellen Thormann, Der Hamburger Hauptfriedhof Ohlsdorf. Geschichte und Grabmäler, Hamburg 1990 (Hamburg-Inventar, 4,1), Bd. 1, S. 129.
  5. Volker Hecht, Die Württembergische Metallwarenfabrik Geislingen, Steige 1853–1945. Geschäftspolitik und Unternehmensentwicklung, St. Katharinen 1995.
  6. Friedemann Schmoll, Kunst als Katalogartikel – Die Galvanoplastische Kunstanstalt der Württembergischen Metallwarenfabrik Geislingen/Steige, in: Schwäbische Heimat 47, 1996, 3, S. 245f.
  7. Reiner Sörries, Seid getröstet ... Zwei galvanoplastische Grabengel im Museum für Sepulkralkultur, in: Arbeitsgemeinschaft Friedhof und Denkmal e.V./Zentralinstitut und Museum für Sepulkralkultur, Tätigkeitsbericht 1992, S. 3-5; Caroline von Canitz, Galvanoplastik – eine kunstindustrielle Fertigungstechnik und ihre Produkte dargestellt am Beispiel der Grabplastik des ausgehenden 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts in Deutschland, Magisterarbeit Bamberg 1996.
  8. Zur Herstellung von Galvanos in der DDR: Klaus-Peter Brozatus, Die Verwendung von Galvanos in der Numismatik, in: Numismatische Beiträge 1970, H. 2, S. 48-50; Willy Fuchs, Fengler Heinz, Briefwechsel über Galvanos in der DDR, in: ebd., S. 50-53; Horst Zingler, Zur Technik der Galvanoherstellung, in: Numismatische Beiträge 1990, H. 4, S. 15-17.
  9. Barbara Mundt, Galvanos im Kunstgewerbe, in: Kunst und Fälschung, Bd. 2, Hannover 1980, S. 17-25.
  10. Georg J. Haber und Maximilian Heimler, Galvanoplastische Grabdenkmäler der Jahrhundertwende. Geschichte, Technik und Restaurierungsproblematik kunstindustrieller Katalogware, in: Restauro 97, 1991, S. 384–391; Georg Haber und Maximilian Heimler, Kupfergalvanoplastik. Geschichte, Herstellungstechniken und Restaurierungsproblematik kunstindustrieller Katalogware, in: Peter Heinrich (Hg.), Metall-Restaurierung. Beiträge zur Analyse, Konzeption und Technologie, München 1994, S. 160–181; Georg Haber, Die Restaurierung der galvanoplastischen Kopie des Reiterstandbildes des Großen Kurfürsten im Großen Kuppelsaal, in: Dieter Köcher und Bodo Bucynski (Hg.), Das Bodemuseum. Projekte und Restaurierungen, Lindenberg im Allgäu 2011, S. 82-97.
  11. Birgit Meißner u. a., Bronze- und Galvanoplastik. Geschichte – Materialanalyse – Restaurierung, Dresden 2001 (Arbeitshefte der Landesämter für Denkmalpflege Sachsen und Sachsen-Anhalt, Bd. 5).
  12. Vgl. Oskar Krämer u. a., Die Geschichte der Galvanotechnik und die Entwicklung der galvanischen Metallüberzüge bis zur Neuzeit, Saulgau 1959 (Schriftenreihe Galvanotechnik, Bd. 1), S. 14−22.
  13. Vgl. Oskar Krämer u. a., Die Geschichte der Galvanotechnik und die Entwicklung der galvanischen Metallüberzüge bis zur Neuzeit, Saulgau 1959 (Schriftenreihe Galvanotechnik, Bd. 1), S. 30−34
  14. Conrad Matschoß, Ferdinand von Miller, der Erzgießer. Zur Erinnerung an die 100. Wiederkehr seines Geburtstages, in: Beiträge zur Geschichte der Technik und Industrie. Jahrbuch des Vereines deutscher Ingenieure 5, 1913, S. 174−213, hier S. 188.
  15. Conrad Matschoß, Ferdinand von Miller, der Erzgießer. Zur Erinnerung an die 100. Wiederkehr seines Geburtstages, in: Beiträge zur Geschichte der Technik und Industrie. Jahrbuch des Vereines deutscher Ingenieure 5, 1913, S. 174−213, hier: S. 188.
  16. Hermann Lüer, Technik der Bronzeplastik, Leipzig 1902 (Monographien des Kunstgewerbes, Bd. 4), S. 131.
  17. Sabine Hierath, Gladenbeck, Hermann, in: Allgemeines Künstlerlexikon, Bd. 55, München u. a. 2007, S. 508.
  18. Martin H. Schmidt, Plastiken in Berlin: Der „Bogenschütze“ von Ernst Moritz Geyger. Ein Berliner Bildhauer und sein populärstes Werk. Verein für die Geschichte Berlins, Februar 1992, S. 1−9, hier: 8 und Anm. 8; Wilhelm Wendlandt, Die deutsche Industrie. Festgabe zum 25jährigen Regierungs-Jubiläum Seiner Majestät des Kaisers und Königs Wilhelm II, Bd. 1, Berlin 1913, S. 53.
  19. Georg Langbein, Vollständiges Handbuch der galvanischen Metall–Niederschläge (Galvanostegie und Galvanoplastik) mit Berücksichtigung der Contactgalvanisirungen, Eintaucheverfahren, des Färbens der Metalle sowie der Schleif- und Polirmethoden, Leipzig 1895, S. 318.
  20. Mitteilungen von Heinz Scheiffele, Design–Modellatelier der WMF in Geislingen/Steige an die Verfasserin.
  21. Stuttgart, Wirtschaftsarchiv Baden–Württemberg (WABW), WMF, S2/359/2: Galvanoplastische Kunst–Anstalt Geislingen–Steige (Hg.), Die Galvanobronze und ihre Anwendung zu Denkmälern und Prachtbauten, Geislingen an der Steige 1905, S. 8–12.
  22. Georg Langbein, Vollständiges Handbuch der galvanischen Metall–Niederschläge (Galvanostegie und Galvanoplastik) mit Berücksichtigung der Contactgalvanisirungen, Eintaucheverfahren, des Färbens der Metalle sowie der Schleif- und Polirmethoden, Leipzig 1895, S. 337−338.
  23. vgl. Abschnitt 1. Restaurierung
  24. Mitteilungen von Heinz Scheiffele, Design–Modellatelier der WMF in Geislingen/Steige.
  25. Mitteilungen von Heinz Scheiffele, Design–Modellatelier der WMF in Geislingen/Steige.
  26. vgl. Volker Hecht, Die Württembergische Metallwarenfabrik Geislingen, Steige 1853 – 1945. Geschäftspolitik und Unternehmensentwicklung, St. Katharinen 1995.
  27. ohne Autor, Galvanische Großplastiken, in: Die Metallwaren-Industrie und Galvano-Technik. Einziges Spezialfachblatt für Metallveredelung. Chemische und elektrochemische sowie mechanische Metallbearbeitung 25, 1927, H. 24, S. 476–479.
  28. Kunst–Anstalt für Galvanoplastische Bronzen in München (Hg.), Altes und Neues über Bronzen und Führer zu Münchens Bronzedenkmälern, Geislingen an der Steige 1893, S. 6.
  29. Friedemann Schmoll, Kunst als Katalogartikel – Die Galvanoplastische Kunstanstalt der Württembergischen Metallwarenfabrik Geislingen/Steige, in: Schwäbische Heimat 47, 1996, H. 3, S. 245−246.
  30. Die Herstellung eines Reiterstandbildes war von besonderer Bedeutung, da diese Kategorie sowohl in der Kunstgeschichte als auch in der Geschichte der Technik des Bronzegusses eine große Rolle spielt. So stellte die WMF das Reiterstandbild nach eigener Darstellung in einem Stück her – in Anlehnung an einen technisch sehr schwierigen und darum nur selten praktizierten Bronzeguss in einem Stück.
  31. „Im Jahr 1913 wurden neun Tierabformungen von der galvanoplastischen Anstalt der Württembergischen Metallwarenfabrik für die Dresdner Kunstgewerbeschule als Lehrmittel erworben. Ausgeführt wurden sie als detailgetreue Nachbildungen nach Seetierabgüssen von Reinhard Gast, dem Assistenten an der Zoologischen Station in Neapel.“ (Klara Nemeckova, Verstreute Lehrmittel in der Sammlung des Kunstgewerbemuseums, in: Museum of untold stories: Objekte und Geschichten aus den Staatlichen Kunstsammlungen, ausgewählt und erzählt von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern unserer Sammlungen, Ausstellungskatalog, Dresden 2018, Nr. 53).
  32. Ausführlich: Volker Hecht, Die Württembergische Metallwarenfabrik Geislingen, Steige 1853–1945. Geschäftspolitik und Unternehmensentwicklung, St. Katharinen 1995.
  33. Galvanoplastische Kunstanstalt Geislingen/Steige (Hg.), Ausgeführte Arbeiten, Zeugnisse und Gutachten, Geislingen an der Steige 1905, S. 92.
  34. Hildesheimer Silberfund von 1868 (ohne Autor, Hildesheimer Silberfund, in: Lexikon der Kunst. Architektur, Bildende Kunst, Angewandte Kunst, Industrieformgestaltung, Kunsttheorie 3, Neubearbeitung, Leipzig 1991, S. 255−256).
  35. Waldemar von Wasielewski, Professor Artur Volkmann, Geislingen an der Steige 1921 (Meister der Plastik, Bd. 1). In dieser Reihe auch − als Beilage zu Katalog Nr. 66 der Württembergischen Metallwarenfabrik, Abteilung für Galvanoplastik, Geislingen an der Steige − erschienen: Hans Dammann, Geislingen an der Steige 1923 (Meister der Plastik, Bd. 3), vgl. Meinhold Lurz, Erhalt der Aura trotz technischer Reproduktion. Berliner Künstler arbeiten für die WMF, in: Ethos und Pathos. Die Berliner Bildhauerschule 1786−1914, Bd. 2, Ausstellungskatalog, Berlin 1990, S. 331.
  36. Stuttgart, Wirtschaftsarchiv Baden–Württemberg (WABW), S2, Werkbuch der WMF 2 (3), 1907, S. 24, S. 72.
  37. Stuttgart, Wirtschaftsarchiv Baden–Württemberg (WABW), S2 / 1001: „N° 10580 Pilgerfigur von Bildhauer Fritz / 20 % Prämie vom Nettopreis / Nach Gera nicht lieferbar“ bzw. „10596 von Prof. Waderé / 125 cm Scheitelhöhe / ... M 4000 einmalige Zhlg“ – letzteres Modell wurde folglich mit allen Rechten erworben und ging somit in das Eigentum der WMF über.
  38. Haber 2011, S. 89, Abb. 13; Georg Haber, Die Restaurierung der galvanoplastischen Kopie des Reiterstandbildes des Großen Kurfürsten im Großen Kuppelsaal, in: Dieter Köcher und Bodo Buczynski (Hg.), Das Bode-Museum. Projekte und Restaurierungen. Für die Skulpturensammlung und das Museum für Byzantinische Kunst – Staatliche Museen zu Berlin, Lindenberg im Allgäu 2011, S. 89, Abb. 13.
  39. Nr. 825, mit abgesenkten Flügeln, oder 825a (später Nr. 913), mit erhobenen Flügeln, Modell von Heinrich Pohlmann.
  40. Preisliste zum Hauptmusterbuch von 1903: Galvanoplastische Kunstanstalt Geislingen–Steige (Hg.), Abteilung I: Grabschmuck, Geislingen an der Steige 1903, Ausgabe Februar 1906
  41. vgl. Volker Hecht, Die Württembergische Metallwarenfabrik Geislingen, Steige 1853–1945. Geschäftspolitik und Unternehmensentwicklung, St. Katharinen 1995.
  42. zitiert nach: Friedemann Schmoll, Kunst als Katalogartikel – Die Galvanoplastische Kunstanstalt der Württembergischen Metallwarenfabrik Geislingen/Steige, in: Schwäbische Heimat. Zeitschrift für Regionalgeschichte, württembergische Landeskultur, Naturschutz und Denkmalpflege 47, 1996, S. 246.
  43. Die Angaben hierzu in der Literatur differieren, es ist von ein bis drei Figuren gleichen Typs die Rede, so daß angenommen werden kann, daß eine anfängliche Beschränkung von einer Figur später auf bis zu drei erweitert wurde. In einem Schreiben der WMF an einen Steinmetzmeister in Niederbayern heißt es: „was den Wunsch des Herrn ... betrifft, so wollen wir ihm ... gerne in der Weise entgegenkommen, daß wir die Figur nicht mehr nach der dortigen Gegend liefern. Obwohl wir im allgemeinen nur den betr. Platz, an dem die Figur zur Aufstellung gelangt, bezw. noch einen kleinen Bezirk um diesen Platz herum für fernere Lieferung sperren, wollen wir in vorliegendem Falle auf den besonderen Wunsch des Herrn ... hin ein grösseres Gebiet abgrenzen. Wir haben dabei vorgesehen, die Figur nicht mehr nach dem Gebiet zu liefern, das innerhalb der Städte ... liegt... 23. August 1926“ (Stuttgart, Wirtschaftsarchiv Baden–Württemberg, S2/1007).
  44. Publikation zum Forschungsprojekt, vgl. Birgit Meißner u. a., Bronze- und Galvanoplastik. Geschichte – Materialanalyse – Restaurierung. Dresden 2001 (Arbeitshefte der Landesämter für Denkmalpflege Sachsen und Sachsen-Anhalt, Bd. 5).
  45. Galvanoplastische Kunst–Anstalt Geislingen–Steige (Hg.), Die Galvanoplastik und ihre Anwendung zu Denkmälern und Prachtbauten, Geislingen an der Steige 1898, Auszug aus dem Gutachten über das Verhalten der sog. Galvanobronze gegenüber den Atmosphärilien und der Wärme von Prof. E. Hoyer, München 6. April 1898, S. 53.
  46. Galvanoplastische Kunst–Anstalt Geislingen–Steige (Hg.), Die Galvanoplastik und ihre Anwendung zu Denkmälern und Prachtbauten, Geislingen an der Steige 1898, Gutachten über das Verhalten von Galvanobronzen gegen die Atmosphärilien von Prof. Dr. Haeußermann, Stuttgart, 6. Oktober 1897, S. 51.
  47. Galvanoplastische Kunst–Anstalt Geislingen–Steige (Hg.), Die Galvanoplastik und ihre Anwendung zu Denkmälern und Prachtbauten, Geislingen an der Steige 1898, Auszug aus dem Gutachten über das Verhalten der sog. Galvanobronze gegenüber den Atmosphärilien und der Wärme von Prof. E. Hoyer, München 6. April 1898, S. 53.
  48. Stuttgart, Wirtschaftsarchiv Baden–Württemberg (WABW), S2 / 986: Württembergische Metallwarenfabrik Geislingen/Steige (Hg.): Die Galvanoplastik in der Kunst, Geislingen an der Steige 1939, S. 7.
  49. Caroline von Canitz, Galvanoplastik – eine kunstindustrielle Fertigungstechnik und ihre Produkte dargestellt am Beispiel der Grabplastik des ausgehenden 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts in Deutschland, Magisterarbeit Bamberg, Otto–Friedrich–Universität, 1996, S. 71f.
  50. Vgl. Georg J. Haber und Maximilian Heimler, Galvanoplastische Grabdenkmäler der Jahrhundertwende. Geschichte, Technik und Restaurierungsproblematik kunstindustrieller Katalogware, in: Restauro. Zeitschrift für Konservierung und Restaurierung 97, 1991, H. 6, S. 384−391.
  51. http://www.sammlungen.hu-berlin.de/dokumente/8639/
  52. http://www.sammlungen.hu-berlin.de/dokumente/8823/
  53. Dieter Büchner, „Alles Schöne, was man so braucht“, das historische Warenarchiv der WMF in Geislingen an der Steige, in: Denkmalpflege in Baden-Württemberg 2018, H. 1, S. 23-30.