Fensterladen

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englisch: window-shutter; französisch: Contreven, guichet, volet; italienisch: Imposta di finestra, persiana imposta di finestra, scuri.


Adolf Reinle (1981)

RDK VII, 1501–1524


RDK VII, 1501, Abb. 1. Schloß Carcassonne, 11. Jh.
RDK VII, 1505, Abb. 2 a und b. Meister von Flémalle, voll. um 1427/28, New York.
RDK VII, 1507, Abb. 3. Lukas Moser, 1431, Tiefenbronn.
RDK VII, 1509, Abb. 4. Konrad Witz, um 1445, Straßburg.
RDK VII, 1509, Abb. 5. Meister von Alkmaar, 1504, Amsterdam.
RDK VII, 1513, Abb. 7. Gregor Memhardt, Ffm. 1652.
RDK VII, 1513, Abb. 8. Scanfs, Kt. Graubünden.
RDK VII, 1515, Abb. 9. Amalienburg im Schloßpark Nymphenburg, München, 1734-39.
RDK VII, 1517, Abb. 10. Zürich, 1765.
RDK VII, 1519, Abb. 11. Räuchlisberg-Hagenwil, 1786 (?).
RDK VII, 1521, Abb. 12. Carl Schütz, 1779, Wien.
RDK VII, 1521, Abb. 13. August Voit, Augsburg und Leipzig 1829.
RDK VII, 1523, Abb. 14. Diderot-d'Alembert, Paris 1757.

I. Definition, Bezeichnungen, Quellenlage

F. sind bewegliche, meist aus Holz, selten aus Eisen oder gar Stein bestehende Verschlüsse von Fensteröffnungen oder zusätzliche Abschirmung anderer *Fensterverschlüsse und als solche entweder vor oder hinter der Fensterverglasung angebracht. Ihr Zweck ist, vor Wetter zu schützen, gegen Einbruch zu sichern, Einblicke ins Innere zu verwehren und den Lichteinfall zu regulieren.

Die Bezeichnung Laden = Bohle, Brett (Grimm Bd. 6 S. 40f.; Schweiz. Idiotikon, Wb. der schweizerdt. Sprache, Frauenfeld 1881ff., Bd. 3 Sp. 1064ff., bes. Sp. 1065ff.) verweist auf die einfachste Form des F., wird aber für alle Arten des F. angewandt (aus dem ma., straßenwärts geöffneten Klappladen, der als Auslage- und Verkaufstisch diente, entstand die Bezeichnung = „Laden“ für Verkaufslokal, Geschäft).

Die Franzosen unterscheiden zwischen Außenladen = contrevent, auch paravent, und Innenladen = volet, auch guichet ([1] Bd. 2 S. 505, 616, 874; [4] S. 126, 362). Im Ital. gibt es neben imposta die Bezeichnung scuretto, die auf das besondere Bedürfnis der Abschirmung gegen Hitze und Licht hinweist. Jalousieläden (s. Sp. 1515) werden im Franz. als persienne [10, Bd. 4 Sp. 256f.], im Ital. als persiana bezeichnet.

Originale F., vor allem Außenläden aus ma., aber auch aus nachma. Zeit sind ihres akzessorischen Charakters und vergänglichen Materials wegen selten erhalten; sie waren in besonderem Maß der Mode unterworfen, konnten rasch angebracht oder entfernt werden. Textquellen sind spärlich, in Bauordnungen und Abrechnungen versteckt. Auf Baurissen sind F. üblicherweise nicht eingezeichnet. Architekturtheoretiker erwähnen sie selten und dann nur beiläufig. Am ergiebigsten sind Bilddokumente, insbesondere Buch- und Tafelmalerei der Gotik und Veduten des 16.–19. Jh.

II. Typen

Typen lassen sich am besten nach der Befestigungsweise unterscheiden; daneben ist auf den Anbringungsort – Außenseite des Baus oder Raumseite – zu achten.

1. Lose F.

Lose F. sind schildartige Bretterkonstruktionen, die man nach Bedarf auf der Raumseite in der Tiefe der Fensternische vor das Fenster geklemmt hat. Ein ringsum laufender rechtwinkliger Falz im Gewände sorgte für die nötige Abdichtung; ein Querbalken, in seitlichen Kanälen laufend, diente als Halterung. Die primitivste Form konnte aus einem angelehnten Brett und einem Stab bestehen, der in runden Löchern des Gewändes steckte (Chr. Simonen, Die Bauernhäuser des Kt. Graubünden, Bd. 1, Basel 1965, S. 38).

Beispiele loser F. aus dem MA dürften kaum noch zu finden sein, können aber aus Falzen und aus den Balkenkanälen in Gewänden und am Mittelpfosten der Fenster erschlossen werden, ohne daß über ihr Aussehen, z. B. Bemalung, etwas auszusagen wäre.

Solche Spuren loser F. finden sich z. B. an den Fenstern der Pfalz Kaiserswerth bei Düsseldorf, 12. Jh. (frdl. Mitt. Dr. Irmingard Achter, Bonn; Grundriß bei Bodo Ebhardt, Der Wehrbau Europas im MA, Bd. 1, Bln. 1939, Taf. 79 unten), der Kemenate des Hauses Jakobstr. 3 in Braunschweig, um 1225 (Rud. Fricke, Das Bürgerhaus in B. [16, Bd. 20], 1975, S. 123, Abb. 200), und an Zwillingsfenstern in der St. Blasiuskap. der ehem. Reichsburg in Rothenburg o. T., um 1200–1220 (Inv. Bayern, Mfr. 8 S. 449, Abb. 383). Zwillingsfenster im Steinhaus der Pfalz zu Wimpfen, um 1220–30, haben auch in der Vorlage des Mittelpfostens Balkenlöcher ([12] S. 76f. m. Textabb., Abb. 59; s. auch ebd. S. 95).

2. Schlagläden

Schlagläden sind wie Haus- oder Schranktüren seitlich in Angeln befestigt und sitzen entweder einseitig oder symmetrisch innen oder außen neben der Fensternische (Innen- oder Außenläden). Montiert wurden sie am Gewände in der Tiefe der Fensternische oder außen oder innen an der Wandfläche neben dem Fenster (innen: Kupferstich des Jan van der Straet, Frauen bei der Seidenraupenzucht, 2. H. 16. Jh.: Sigrid Hinz, Innenräume und Möbel, Bln. 1976, Abb. 179, s. auch ebd. Abb. 204), am steinernen Fensterkreuz oder am hölzernen Fensterstock (z. B. Sterzinger Altar: s. Sp. 1505). Innenläden wurden auch auf den Rahmen der beweglichen Fensterflügel befestigt (z. B. Vaux-le-Vicomte: [15] Abb. 3; s. auch [9] Abb. 11). F. können senkrecht zusammenklappbar und/oder horizontal in Einzelläden unterteilt sein (Abb. 2 a, 6). Es gab sie als einzigen Fensterverschluß und in Kombination mit feststehender oder beweglicher Verglasung.

Kommen äußere Schlagläden an vergitterten Fenstern vor, so wurde normalerweise der F. über dem Fenstergitter geschlossen, vereinzelt sogar über Fensterkörben (z. B. Das Bürgerhaus in der Schweiz, Bd. 22, Kt. Basel-Stadt 1, Zürich und Lpz. 1930, Textabb. 5). Gelegentlich hat man die F. auch innerhalb von Fensterkörben an der Fensterlaibung befestigt, so daß sie zusammengefaltet in der Laibung und an den Seiten des Fensterkorbes lagen (ebd. S. X, Textabb. 4, Taf. 146,1).

Schon in der Antike sind hölzerne, meist zweiflüglige Schlagläden als einziger Fensterverschluß nachweisbar (Reinhard Herbig, Mitt. des Dt. Arch. Inst., Röm. Abt. 44, 1929, 289ff.). Vasenmalerei bezeugt sie für griechische, Wandmalerei – z. B. aus der Villa des Fannius Synistor in Boscoreale, um 40 v. Chr. – für röm. Zeit (ders., Das Fenster in der Archit. des Altertums, Diss. Hdbg. 1925, Athen 1929, S. 29; Jean Charbonneaux, Roland Martin und François Villard, Das hellenist. Griechenland, Mchn. 1971, Abb. 170). Außenläden rekonstruierte man für die Thermen in Arles, E. 5. Jh. (Daniel Krencker und Emil Krüger, Die Trierer Kaiserthermen, Abt. 1 [= Trierer Grabungen und Forschgn., 1,1], Augsburg 1929, S. 249).

Bis zum Spät-MA sind die Beispiele spärlich (zu frühchr. und ma. steinernen F. s. Sp. 1516), erst von da an liefern Architekturdarstellungen eine größere Zahl von Belegen, die annehmen lassen, daß man in dieser Zeit Innenläden bevorzugte (die Nachteile der Außenläden noch beschrieben bei Nicolaus Goldmann, Vollständige Anweisung zu der Civilbauk., hrsg. von Leonhard Chr. Sturm, Wolfenbüttel 1696 [Neudr. = Stud. zur dt. Kg. 333, Baden-Baden und Straßburg 1962], S. 27 Nr. 13). Erst in der späteren Neuzeit scheint sich das Verhältnis umzukehren.

a. Einen Innenladen rekonstruiert Viollet-le-Duc nach Baubefunden – Angeln und Balkenkanälen – für das Schloß in Carcassonne, 11. Jh. (Abb. 1; [8] Bd. 5 S. 402f., Abb. 29f.; Beispiel des 12. Jh. ebd. S. 404f., Abb. 32). Bildliche Wiedergaben zeigen, daß Innenläden aus Rahmen und Füllung konstruiert und reich geziert sein konnten.

Den Mosaiken der s. Obergadenwand von S. Apollinare Nuovo in Ravenna, 1.V. 6. Jh., zufolge waren die Rundbogenfenster im Obergeschoß des Palastes Theoderichs d. Gr. im Bogenfeld verglast; im unverglasten unteren, durch einen steinernen Mittelpfosten halbierten Teil saßen rechteckige braune Holzläden; sie waren aus Rahmen und Füllung konstruiert und wohl nach innen zu öffnen (Deichmann, Ravenna, Abb. 107).

Im Trecento dienten unbemalte hölzerne Innenläden als einziger Fensterverschluß.

Rohe F. gibt Giotto auf dem Abendmahlsbild in der Scrovegni-Kap. in Padua wieder, gew. 1305 (Cesare Gnudi, G., Mailand 1958, Abb. 102; weitere Beisp. ebd. Abb. 104, 109, 162, Farbtaf. 34). Innenläden, gesehen von außen, zeigt das Straßenbild der Szene „Christus heilt den Blindgeborenen“ auf einer Predellentafel von Duccios Sieneser Domaltar, 1308–11 (London, Nat.Gall.: Giulio Cattaneo, L'opera completa di D. di Buoninsegna [= Classici dell'arte, 60], Mailand 1972, Taf. 63). Ähnlich sind F. auf der 1338–39 von Ambrogio Lorenzetti begonnenen Stadtansicht von Siena im dortigen Rathaus wiedergegeben (George Rowley, A. L., Princeton N. J. 1958, Taf.bd. Taf. 206, 208). Halboffene Innenläden wurden von sienesischen Malern oft dargestellt, z. B. von Bartolo di Fredi, Verkündigung an der Chorwand der Kirche von Paganico bei Grosseto, 1368 (Enzo Carli, B. di F. a Paganico, Florenz [1969], Abb. 8). – Als instruktive Rekonstruktion solcher Innenläden aus dem 14. Jh. seien die des Pal. Davanzati in Florenz genannt (Mario Bucci, Pal. di Firenze. Quartiere di S. M. Novella, Florenz 1973, Abb. 11–13).

Ein besonders anschauliches Zeugnis vom E. 15. Jh. ist ein Wandgem. von Ambrogio da Fossano gen. Borgognone in der Kirche der Certosa zu Pavia: ein vermauertes zweiteiliges Arkadenfenster ist mit einem reich geschnitzten Holzladen ausgemalt, dessen untere Partien Mönche nach innen geöffnet haben (Ant. Marassi, La C. di P. [Itinerari dei Mus. e Mon. d'Italia, 65], Rom 1950, Taf. 57; Tesori d'arte crist. Bd. 4, Bologna 1967, S. 444 Abb. 1). Ein Gegenstück aus der dt. Tafelmal. ist die Darstellung eines geschnitzten F. im Schlafgemach des Fürstenpaares auf Lukas Mosers Tiefenbronner Altar von 1431 (Abb. 3), ein skulpiertes Beispiel von 1515 Anton Pilgrams Selbstbildnis unter der Kanzel von St. Stephan in Wien (Kurt Gerstenberg, Die dt. Baumeisterbildnisse des MA, Bln. 1966, Abb. S. 208).

Sehr häufig kommen Innenläden auf Darstellungen von Interieurs mit der Verkündigung an Maria vor, besonders in der niederl. Malerei des 15. Jh. Diese F. sind meist in mehrere Register geteilt, auch senkrecht, hälftig zusammenklappbar und in geöffnetem Zustand um die Kante der inneren Fensternische zu legen (z. B. Abb. 2 a; Verkündigung auf Hans Multschers Sterzinger Altar, 1456–58: Manfred Tripps, H. M., Weißenhorn 1969, Abb. 245).

Die Außenseite kann mit Eisennägeln beschlagen sein (z. B. Meister von Flémalle [Werkstatt?], Verkündigung, Brüssel, Mus. Roy., um 1440: Heinr. Theod. Musper, Gotische Mal. nördl. der Alpen, Köln 1961, Abb. 203; s. auch RDK IV 7 Abb. 5). Solchen Bildern läßt sich der auch für F. anderen Typs anzunehmende Funktionswandel vom F. als Fensterverschluß zur zusätzlich zur Verglasung angebrachten Abschirmung ablesen: man hat Innenläden entweder nur am unverglasten unteren Teil eines oben feststehend verglasten Fensters angebracht (z. B. Meister von Flémalle, Mérode-Altar, um 1427–28 voll.: Abb. 2 a; Altar in der Pfarrk. Schöppingen Krs. Ahaus, nach 1453: Ausst.Kat. „Westfäl. Maler der Spätgotik 1440–90“, Münster i. W. 1952, Nr. 24, Taf. 8) oder auch die durch den F. abgedeckte Fensterpartie verglast (z. B. Meister von Flémalle, Madonna am Kamin, Leningrad, Ermitage, um 1435: Panofsky, Netherl. Painting, Taf. 96 Abb. 211; Albrecht Bouts, um 1480, München, Bayer. Staatsgem.slgn.: RDK VI 428 Abb. 6 a).

Innenläden, geteilt in einzelne Register, sind in Frankreich im 16. Jh. nachweisbar (Abb. 6; vgl. auch Hautecoeur Bd. 1, 12, Abb. 38 und S. 52). Vom 17.–19. Jh. dienten sie in Frankreich als wesentlicher Bestandteil des Raumdekors. Die Innenläden in Schloß Vaux-le-Vicomte bei Paris, 1656–61 von Louis Le Vau und Charles Le Brun erbaut, sind noch nach ma. Art in einzelne Register aufgeteilt, im übrigen aber in ihren Füllungen und der dekorativen Bemalung wie das Täferwerk behandelt [15, S. 266 Abb. 3]. Bei tief heruntergezogenen Fensteröffnungen gleichen die Innenläden immer mehr Türen, werden des Gewichts und des Platzes wegen jedoch meist waagrecht und senkrecht einmal geteilt. Nach Jacques-François Blondel sollen diese „guichets“ bei Rundbogenfenstern nur bis zur Kämpferhöhe reichen; in hohen Räumen seien die F. des Gewichts wegen horizontal zu unterteilen [3].

Vermutlich wurden die barocken Innenläden in Italien und insbesondere in Dtld. von Frankreich übernommen. Im dt. Sprachgebiet scheinen sie eher selten gewesen zu sein.

Bei Goldmann-Sturm [s. Sp. 1504] S. 115 sind senkrecht und waagrecht geteilte Innenläden empfohlen. Nur senkrecht geteilte F. finden sich in Gartengebäuden im Schloßpark Nymphenburg in München, so in Jos. Effners Pagodenburg, 1716–19, mit einfachen Füllungen und in der 1734–39 von François Cuvilliés erbauten Amalienburg mit reichem Dekor (Abb. 9); ähnliche F. gibt es im Saal des Schaezler-Pal. in Augsburg, 1765–67 von Karl Albert von Lespilliez (Leonie von Wilckens, Fest- und Wohnräume vom Barock bis zum Klassizismus, Königstein 1. T. 1963, Abb. 81, 80, 60). Im Schloß zu Bruchsal, nach 1750, sind die F. zurückhaltender als der übrige Raum dekoriert (Dehio, Dt. K., Abb.bd. 3, Abb. 646f.). Ein klassizistisches Beispiel bieten die Toskanazimmer von 1809ff. in der Würzburger Residenz (Rich. Sedlmaier und Rud. Pfister, Die fürstbisch. Residenz zu W., Mchn. 1923, Taf.bd. Taf. 134). Selten und schmucklos sind Innenläden in aristokratischen Häusern in der Schweiz, z. B. im Hôtel de Musique in Bern, 1767–70 (Inv. Schweiz 40, Kt. Bern 2 Abb. 45); in Luzern gibt es ein einziges Beispiel im Roncahaus von 1777 (ebd. Bd. 31, Kt. Luzern 3 S. 231f.). – Für das 19. Jh. sei verwiesen auf [7 a] S. 66f. (Abb. 13) und Ernst Kopp, Beitr. zur Darst. des reinen einfachen Baustyls, H. 8, Stg. 1841 bis 1842; H. 11, Jena 1847; H. 12, Jena 1850.

b. Außenläden des MA und der frühen Neuzeit waren meist schlichte, aus Brettern gezimmerte F., mit Eisenbändern beschlagen, manche verschließbar.

Im Ashburnham-Pentateuch, N-Afrika oder Spanien, 7. Jh., ist fol. 9 die Arche Noahs mit geschlossenen und fol. 10v mit geöffneten zweiflügligen Schlagläden wiedergegeben, die analog zur Tür gebildet sind (Paris, Bibl. Nat., ms.nouv.acq.lat. 2334: Oscar von Gebhardt, The Min. of the Ashburnham Pentateuch, London 1883, Taf. 4f.). Das den Thron der Muttergottes rahmende „Kirchengebäude“ im Passionale aus Zwiefalten, Bd. 2 fol. 15, um 1120–1140, zeigt im Quergiebel ein Zwillingsfenster mit nach außen geöffneten Schlagläden (Stuttgart, Württ. L.bibl., Bibl.fol. 56: Ausst.Kat. „Suevia Sacra“, Augsburg 1973, Abb. 164). In der Szene von Pauli Bekehrung auf den Chorfenstern von Kloster Königsfelden, zw. 1325 und 1330, erscheint Christus in einem spitzbogigen Himmelsfenster, das mit zwei durch ein Schloß verschließbaren Holzläden ausgestattet ist (Inv. Schweiz 32, Kt. Aargau 3 Abb. 131). Im 14. Jh. kommen F. auch in unfunktioneller Wiedergabe an Kleinarchitekturen vor, z. B. am Thron der Glatzer Madonna, um 1345–50, wo einflüglige Schlagläden mit Handgriff bzw. Ring gemalt sind (Berlin, Gem.gal., Stiftung preuß. Kulturbesitz: Karl Maria Swoboda, Gotik in Böhmen, Mchn. 1969, S. 175, Abb. 87). 1492 stellte Jan Pollack auf einer der Tafeln des Hochaltars von St. Peter in München Außenläden an verglasten Fenstern dar, darunter auch einen vertikal faltbaren (München, Bayer. Nat.mus.).

Beispiele des 16. Jh. enthält Diebold Schillings Luzerner Bilderchronik von 1513, wo F. vor allem an Rundbogenfenstern der Erd- und Kellergeschosse abgebildet sind; auch ein Staffelfenster ist mit einem exakt der Fensterform folgenden F. verschlossen (fol. 200: Ausg. Rob. Durrer und Paul Hilber, Genf 1932, Taf. 254). Die Darstellung einer bäuerlichen Schlafkammer zeigt als einzigen Fensterverschluß einen primitiven, nach außen aufgehenden Holzladen, der mit Eisenhaken am Gewände der Raumseite eingehängt werden kann (fol. 215: ebd. Taf. 271). Kombination von F. mit Verglasung zeigen fol. 6 b und 125 b: Außenläden an mit Butzenscheiben verglasten Fenstern (ebd. Taf. 6, 161). Auf dem Gem. „Werke der Barmherzigkeit“ des Meisters von Alkmaar, 1504, sind die schlichten Außenläden nur der offensichtlich unverglasten unteren Partie der Kreuzfenster vorgelegt, deren obere Felder feststehend verglast sind, also eine den meisten Innenläden des 15. Jh. entsprechende Anordnung (Abb. 5; vgl. auch RDK I 1209 Abb. 3). Die Anbringung von Außenläden nur in der unteren, nunmehr aber verglasten Fensterzone zeigt noch Jan Vermeers Ansicht einer Straße in Delft, um 1659 (Erwin Anton Gutkind, Urban Development in Western Europe: The Netherlands and Great Britain [= Internat. Hist. of City Development, Bd. 6], New York und London 1971, Abb. 67; F. dieser Form sind erhalten bzw. wiederhergestellt an den Fensterbändern mehrerer Geschosse des Goudkantor in Groningen, erb. 1635, renov. 1844, heute Schiffahrtmus.: ebd. Abb. 17).

Seit dem späten 16. Jh. sind vereinzelt erhaltene Außenläden nachzuweisen. Am Hexenbürgermeisterhaus in Lemgo von 1571 gibt es F. nur an den dreiteiligen Fenstern der Giebelgeschosse (RDK V 1261 Abb. 10). Ein Obergeschoß des Hauses Willmann in Osnabrück, 1586, besitzt zweiflüglige Schlagläden, welche die oberen verglasten Felder der Fenster freilassen (Hans Jürgen Hansen, Holzbauk., Oldenburg und Hbg. 1969, Abb. S. 169). Dasselbe Prinzip zeigt noch der gestochene Aufriß für das 1650 von Joh. Gregor Memhardt begonnene Kurfürstl. Lusthaus im Lustgarten Berlin an den Fenstern beider Geschosse (Abb. 7); möglicherweise sollte damit dem Bau ein „ländlicher“ oder ein „niederländischer“ Charakter verliehen werden.

Im Laufe des 18. Jh. begann man immer mehr, Landhäuser, wohnlich gemachte Burgen, Amts-, Pfarr- und Gasthäuser samt ihren Nebenbauten mit Schlagläden zu versehen, die der Form der Fensteröffnungen angepaßt sind. E. 18. und zu Beginn des 19. Jh. kommen sie an Fassaden der bürgerlichen und sogar der öffentlichen Bauten vor (RDK III 210 Abb. 27; s. auch [7a] S. 50). Auch Gebäude früherer Epochen wurden nachträglich damit ausgestattet.

3. Klappläden

Außen oder innen angebrachte Klappläden sind entweder über oder unter der Fensteröffnung mit Scharnieren befestigt und können hoch- bzw. heruntergeklappt, dann mit einem Stab abgestützt oder oben festgehakt werden.

Sie waren – neben den Schlagläden – offenbar der verbreitetste F.typ. [11] weist sie seit dem 12. Jh. nach (rekonstruiert ein nach innen hochklappbarer F. an einem Speicherfenster in Braunschweig: R. Fricke a.a.O. [Sp. 1503] S. 123, Abb. 199).

Rekonstruierbar sind innere Klappläden auch an den Obergeschoßfenstern des Stiftsgebäudes Gerresheim, gegen M. 13. Jh. (Hans Merian, in: Inv. Rheinland, Beih. 16, Ddf. 1970, S. 81, Abb. 34). Die um 1340–50 entstandene Zürcher Hs. der Weltchronik des Rudolf von Ems zeigt an Wehr- und Wohnbauten Klappläden als einzigen F.typ. Sie sind über der Fensteröffnung befestigt und nach außen hochschwenkbar; durch einen Mittelstab werden sie auf dem Gesims abgestützt, so daß sie wie Pultdächer Schutz gewähren (Konrad Escher, Die Bilderhs. der Weltchronik des R. v. E. in der Zentralbibl. Zürich, Mitt. der Antiquar. Ges. in Zürich 21,4, 1935, Abb. 10, 23, 34, 57). Das Urbar des Klosters Baumgartenberg, O.Ö., um 1340, gibt in der Szene der Stiftungsgeschichte fol. 7 u. a. einen hochgestellten Klappladen wieder (Oberösterr. L.archiv Linz: Ausst.Kat, „Gotik in Österr.“, Krems a. d. D. 1967, Abb. 24). Solche F. bildet auch die Velislav-Bibel, M. 14. Jh., ab (Sp. 1476 Abb. 2).

Sehr realistisch sind nach außen sich öffnende Klappläden wiedergegeben auf der Tafel von Konrad Witz, „hll. Maria Magdalena und Katharina“, um 1445, Straßburg, Mus. des B.-A.: der Ausblick in eine Gasse zeigt rechteckige Klappläden an rundbogigen Öffnungen eines Verkaufsgeschäftes im Erdgeschoß eines Steinhauses; der hochgezogene obere F. paßt in die entsprechende Vertiefung des Fenstergewändes, der heruntergeklappte zweite dient als Auslage- und Verkaufstisch (Abb. 4). Die 1513 voll. Luzerner Chronik des Diebold Schilling (s. Sp. 1508) gibt in den Ansichten des Weinmarkts in Luzern (fol. 6v) und des Dorfplatzes in Stans (fol. 125v) Holzbauten mit verglasten Fenstern und sehr steil hochgezogenen Klappläden wieder (R. Durrer und P. Hilber a.a.O. Taf. 6, 161). Klappläden, die gegen den Raum aufgehen, zeigt der rechte Flügel des Mérode-Altars des Meisters von Flémalle (Abb. 2 b): die Werkstatt des hl. Joseph öffnet sich in gleichhohen, rechteckigen Reihenfenstern, deren Verschluß – je ein Brett pro Öffnung – unter die Balkendecke waagrecht hochgeklappt und durch hölzerne Haken festgehalten ist. Zu Holzgittern, die ähnlich wie Klappläden montiert sind, s. Fenstergitter Sp. 1478.

Verkaufsgeschäfte mit Klappläden gab es im 18. und 19. Jh., vereinzelt sogar noch im 20. Jh. (erst 1957 zerstört das Beispiel in der Postgasse 18 in Bern, um 1559–60: Inv. Schweiz 40, Kt. Bern 2 Abb. 141; weiteres Beispiel in Augsburg, Judenberg 9: Rob. Pfaud, Das Bürgerhaus in Augsburg [16, Bd. 24], 1976, S. 45, Abb. 51).

4. Fall- und Zugläden

Fall- und Zugläden sind über oder unter der Fensteröffnung in die Fassadenverkleidung eingelassen und können vom Raum her – meist mittels Strick oder Riemen – in einer Nut hochgezogen oder herabgelassen werden.

Sie treten vom 15. bis 18. Jh. vor allem in der Ostschweiz, vereinzelt in den Kantonen Aargau und Zürich und in der Innerschweiz, auch in Süddeutschland auf. Ein Beispiel aus Braunschweig rekonstruiert bei R. Fricke a.a.O. [Sp. 1503] Abb. 203. Meist kommen sie an Holzbauten vor, doch ist gerade ein frühes Beispiel an einem reinen Steinbau zu finden, am sog. Steinhaus der Kaiserpfalz in Wimpfen a. N.

Um 1500 hatte man hier ein mächtiges siebenteiliges Staffelfenster eingebaut, dessen Ladenbretter – 1949 rekonstruiert – an der Außenseite in Gleitfalzen liefen und innen vermittels Riemen oder Seilen hochgezogen wurden ([12] S. 81, ebd. S. 82 Anm. 38 weitere Beisp. für Zugläden an Steinbauten).

In der Regel kommen Zugläden an Gast- oder Amtshäusern (Abb. 10), Herrensitzen, kleinstädtischen Wohnhäusern und größeren Bauernhäusern vor. Die F. können frei sichtbar oder hinter einem Täferwerk, das als Kassette dient (Abb. 11), montiert sein. Meist wurden sie nur an Reihenfenstern der Stube angebracht, sporadisch auch an Zwillings- und Drillingsfenstern aller Geschosse.

Die schlichte spätma. Form des Zugladens zeigt das bäuerliche Geburtshaus Ulrich Zwinglis (geb. 1484) in Wildhaus, Kt. St. Gallen, wo die Bretterläden frei sichtbar unter den Fenstern angebracht sind (Hans Jenny, K.führer durch die Schweiz, Bd. 1, Wabern 19715, Abb. 145). Als vereinzeltes innerschweiz. Beispiel des 16. Jh. sind die Zugläden im Hochparterre des herrschaftlichen Bauernhauses „Höchhaus“ von 1586 des Unterwaldner Patriziers Melchior Lussy in Wolfenschießen zu nennen (ebd. Abb. 216; R. Durrer, Die Kdm. des Kt. Unterwalden, Basel 1899–1928 [Neudr. 1971], Taf. 86, S. 1074). Reich gezierte F. – die seit der Renss. übliche Form – finden sich am Rats- und Gerichtshaus in Burgau bei Flawil, erweitert 1639 [17, Abb. 195], und am Gasthaus zum Löwen, ehem. Häberli-Haus von 1711 in Oberaach (alter Zustand im Inv. Schweiz 48, Kt. Thurgau 3 Abb. 403); s. auch Abb. 10. Städtische Beispiele zeigt noch heute das „hölzerne Städtchen“ Werdenberg im St. Galler Rheintal [17, Abb. 194]; eine Vedute der 1743 abgebrannten Quartiere von Bischofszell belegt das Vorkommen in anderen ostschweiz. Kleinstädten (Inv. Schweiz 48, Kt. Thurgau 3 Abb. 60, 63–65; weitere Beispiele bei [12] S. 82 Anm. 38; [13] S. 68–70 m. Abb.).

Falläden, die man über die Fenster hochzieht, gibt es öfters an Zürcher Weinbauernhäusern von M. 17. Jh.–E. 18. Jh., aber auch an Gasthäusern und reicheren Bauernhäusern anderer Kantonsteile (Walter Drach, Siedlungs- und Baudkm. im Kt. Zürich, Stäfa Zürich] 1975, Abb. 229, 276–82, 308). Im heute aargauischen Freiamt finden sich Falläden häufig an Strohdachhäusern, wie z. B. in Fischbach (s. Sp. 1518).

5. Schiebeläden

Schiebeläden sind seitlich meist kleiner Fensteröffnungen innen oder außen in einen Rahmen eingelassen und werden horizontal in hölzernen Führungsleisten vor das Fenster geschoben (Abb. 8).

Vasenmalerei bezeugt sie bereits für griechische Zeit (R. Herbig, Diss. a.a.O. [Sp. 1503]). Dieser holzgemäße, der Wandkonstruktion integrierte F.typ findet sich vor allem am hölzernen Bauernhaus (zur seltenen Übertragung in Stein s. [13] S. 67, Abb. 446 [1528]).

In Graubünden z. B. wurden die Fenster an Holzbauten bis gegen 1600 durchweg mit einem innen angebrachten, oben und unten in einer Schiene laufenden Schiebeladen verschlossen, in dessen Mitte sich häufig eine Öffnung von ca. 10 cm Dm. befand; außen angebrachte Läden fanden sich dort nur vereinzelt (Chr. Simonen a.a.O. [Sp. 1502] S. 38, Abb. 59–61, 388, 393; s. auch Abb. 8). An Schwarzwaldhäusern sind innere Schiebeläden bis ins 17. Jh. heimisch ([13] S. 57f., Abb. 440 a und b [um 1600], 441f. [1682], 443 [16. Jh.]). Lausitzer Bauernhäuser haben in untergeordneten Räumen kleine Luftlöcher mit hölzernen Schiebern anstelle der Fenster (Eberh. Deutschmann, Lausitzer Holzbauk. [= Schr.reihe des Inst. für sorbische Volksforschg., 11], Bautzen 1959, S. 131).

Winzige querrechteckige Öffnungen mit Schiebeläden in Graubündner und Walliser Bauernhäusern wurden Anlaß zur brauchtümlichen Deutung als „Seelenfenster“ für das Entweichen der Seele Gestorbener (vgl. Paul Zinsli, Walser Volkstum ..., Frauenfeld und Stg. 19703, S. 108–10).

Vom 16.–18. Jh. wurde der Schiebeladen analog zum Zug- und Falladen in einen der Fassade vorgesetzten Rahmen gefaßt. Ein frühes Beispiel bietet das spätgotische Zwingli-Haus in Wildhaus (s. Sp. 1512). Später treten auch hochrechteckige, zweiteilige Schiebeläden auf, so im Giebel des 1758 dat. Hauses Reichlin in Steinen, Kt. Schwyz (Das Bürgerhaus in der Schweiz, Bd. 4, Zürich 19252, Taf. 93).

6. Rolläden

Rolläden oder Stores fertigte man aus schmalen Querhölzern, die auf Schnüren oder Ketten aufgereiht sind. Sie können aufgerollt oder vorhangähnlich nach außen gehängt werden.

Es gibt sie seit dem 18. Jh.; ohne Zweifel sind sie analog zu ähnlich konstruierten Schreibtisch- und Schrankverschlüssen geschaffen worden. Ein frühes Zeugnis ist die um 1751 entstandene Werkzchg. des Pariser Möbelentwerfers C.W.B. für einen lichtdurchlässig oder geschlossen einstellbaren Rolladen (im K.handel [Gal. Wolfg. Gurlitt, München]). Beispiele dieses F.typs haben sich nicht erhalten, Bilddokumente lassen jedoch seine Verbreitung im 18. Jh. erkennen.

Die Konstruktion eines Rolladens ist einem Stich bei Diderot-d'Alembert abzulesen (Abb. 14). Ansichten von Pariser Seine-Partien von Louis Nicolas de Lespinasse, 1782, zeigen hölzerne Stores abwechselnd neben textilen (Dessins Parisiens du XVIIIe s., Bull. du Mus. Carnavalet 1971, Nr. 1f., Kat.nr. 59f., Abb. S. 1, 33). Eine Ansicht der Rue St-Honoré auf einem Stich nach Jean Duplessi-Bertaux mit den Hébertisten auf dem Weg zum Schafott, 1794, zeigt an sämtlichen Fenstern Holzstores (Alb. Mathiez, Die franz. Revolution, Bd. 2, Zürich 1940, Abb. 696; Wiener Stadtansichten aus dem 19. Jh. verzeichnen dagegen nur textile Stores).

III.

A. Material und Konstruktion

Der übliche Werkstoff ist Holz, des Gewichtes und Preises wegen meist Nadelholz, nur für stabilere F. Eichenholz. Die Herstellung gehört, abgesehen von ganz einfachen Exemplaren, die der Zimmermann machte, zur Arbeit des Schreiners, ja in der Spätgotik und im Barock bei repräsentativen Bauten in den Bereich der hohen Möbelkunst.

Der einfachste Laden besteht aus einem einzigen unprofilierten Brett, meist mit Einschubleisten oder aufgenagelten Querbrettern verstärkt. Selten ist ein einfacher F. aus zwei oder mehr Brettern zusammengefügt [8, Bd. 5 S. 401ff.]. Wie Türen konnten auch F. aus Rahmen und Füllung gearbeitet werden. Dies zeigen schon die griech. und röm. Funde und Bilddokumente (R. Herbig, Mitt. a.a.O. [Sp. 1503] S. 283), dann wieder die ma., besonders die sienesischen Darstellungen. Im Barock bestehen vor allem die dem Täferwerk angeglichenen Innenläden aus Rahmen und Füllung, die Außenläden dagegen selten.

Seit dem MA gibt es Lichtöffnungen in hölzernen F., die offen bleiben, mit Pergament, Hornplatten, Marienglas und dgl. gefüllt (z. B. [11]) oder verglast werden konnten.

Viollet-le-Duc [8] Bd. 5 S. 402 nennt kleine verbleite Glasscheiben in einem F. von Schloß Carcassonne, 11. Jh. (Abb. 1). Ein F. von der Friedhofskap. in Oberstenfeld, Württ., spätestens M. 13. Jh., bestand aus einem starken Eichenholzbrett mit eingestemmter, ungefähr faustgroßer Öffnung (Die Dpfl. 1931, 137). F. in Pierrefonds, um 1400, zeigen ausgeschnittene, unverglaste Maßwerkfüllungen ([8] Bd. 5 S. 417 Abb. 41; [9] S. 28 Abb. 10). Holzläden an einem Haus von 1585 in Goslar haben kleine Glasscheiben (Hans-Günther Griep, Das Bürgerhaus in G. [14, Bd. 1], 1959, Taf. 40 a). Schiebeläden mit Öffnungen nennt Chr. Simonett a.a.O. [Sp. 1502] S. 13 für Graubünden.

Im 18. Jh. kamen Jalousieläden auf, d. h. Schlagläden, deren Füllungen ganz oder teilweise durch feststehende oder an einem Stab bewegliche, schräg nach unten geneigte Lamellenbrettchen ersetzt sind, die Luft und gedämpftes Licht hereinlassen (vgl. [5] S. 1004 und Taf.bd. 7, s. v. „Menuiserie“ Taf. 6 Abb. 57).

Giov. Batt. Piranesi bildete 1729 auf einer Ansicht des Pal. Barberini und 1752 des Pal. Montecitorio Jalousieläden ab (Paolo Portoghesi, Roma barocca, Rom 1966, Abb. 43, 89). 1779 gab sie Carl Schütz auf einer Ansicht des Stock am Eisen-Platzes in Wien wieder mit herausklappbarer unterer und seitlich faltbarer oberer Partie (Abb. 12). Kleine Jalousieeinsätze haben die zusammenklappbaren Schlagläden des Rathauses in Gengenbach, 1784 (Inv. Baden 7 S. 424 Abb. 236). Chr. Ludwig Stieglitz propagierte die Jalousieläden offenbar als etwas relativ Neues [7, S. 127, Taf. 4 Abb. 62f.]. Im ganzen 19. und noch im 20. Jh. ist der Jalousieladen die weitaus gebräuchlichste F.form (vgl. [7 a] S. 50).

Holzläden können mit Eisenblech beschlagen sein (z. B. Schlagladen eines ebenerdigen Wachlokals unter dem Torturm des Alten Hofes in München, wohl E. 15. Jh.: Karl Erdmannsdorffer, Das Bürgerhaus in M. [16, Bd. 17], 1972, S. 99, Abb. 49), oder man hat sie mit schmiedeeisernen Beschlägen versehen (z. B. F. des 16. Jh. aus Nürnberg, London, Vict. Alb. Mus.: Jürgen Julier, Schmiedeeisen, Mchn. o. J., Abb. 32). Beschlag mit verzinntem Eisenblech rät Krünitz (Bd. 12 S. 601) als Schutz gegen des Übergreifen eines Brandes vom Nachbarhaus.

F. aus Eisen, außen oder innen angebrachte Schlagläden, dürfte es an Wehrbauten, Archiven, Schatzkammern und dgl. oft gegeben haben, doch sind sie selten erhalten. Sie bestehen in der Regel aus zusammen- oder auf ein Netz von Eisenbändern genieteten rechteckigen Eisenblechen zuweilen unterschiedlichen Formats und sind von einem flachen Eisenrahmen umfaßt.

Seb. Franck rechnet „vil eysin thür, thor und läden, wie die gschloß“ zu den Ehrentiteln Regensburgs (Germaniae Chronicon, Augsburg 1538, Bl. 306v). Die besten Regensburger Beispiele aus der Zeit um 1270 finden sich am Baumburger Turm, einem Wohnturm (Rich. Strobel, Das Bürgerhaus in R. [16, Bd. 23], 1976, S. 101, 192, Abb. 157, Taf. 136a; vgl. auch ebd. Taf. 136 b). Eiserne F. sind noch am Bergfried von Wachenheim, Rheinland-Pfalz, erhalten [11]. Eine Kirchenrechnung von 1748 überliefert eiserne F. für Kloster Polling, Obb. (Sigfrid Hofmann, Beitr. zur Bau- und Kg. von Polling ... [= Heimatpfleger von Obb., Wiss. Veröffn. Reihe A, Beitr. zur Kg. Obb., H. 3], Schongau 1954, S. 5).

F. aus Stein kommen an Sakralbauten vereinzelt in der Spätantike und im Früh-MA vor. Es sind Schlagläden aus einer Steinplatte, an die einseitig oben und unten Zapfen angearbeitet sind, die in Vertiefungen in Sturz und Sohlbank laufen (z. B. raumseitig an der Basilika von Tafkha Hâuran] in Syrien: Cabrol-Leclercq Bd. 5, 1 Sp. 1358, Abb. 4330; Außenläden an der A. 11. Jh. neugestalteten Kath. S. M. Assunta in Torcello: Guido Perocco und Ant. Salvadori, Civiltà di Venezia, Bd. 1, Venedig 19753, S. 56, Abb. 59).

Nachma. Kellerfenster mit steinernen Schiebeläden sind vom Ober- und Mittelrhein bekannt (Haus Nr. 2 in Friesenheim: Inv. Baden 7 S. 37, Abb. 14; Michelstadt: Inv. Hessen, Prov. Starkenburg, Krs. Erbach Abb. 104).

Die Verriegelung der F. erfolgte mittels Querbalken (außer an losen F. auch z. B. an einem Schlagladen des 11. Jh. in Schloß Carcassonne: Abb. 1; s. auch [11]), Riegel (z. B. Verkündigungsbild des Mérode-Altars: Abb. 2 a), durch Ösen gesteckte Holzpflöcke (z. B. Gem. des Meisters von Flémalle in Brüssel: s. Sp. 1505) oder den übrigen zur Fensterverriegelung gebräuchlichen Vorrichtungen (z. B. nennt Blondel [3] Espagnolettenverschluß; vgl. auch [7] S. 126–28, Taf. 4 Abb. 62). Bolzensicherung an Fall- und Schiebeläden bei R. Fricke a.a.O. (Sp. 1503) Abb. 203. Zu „Anlegern“ und zu Schließhaken mit Federn und Klappen s. [7 a] S. 53.

Zum Festhalten offenstehender Läden hat man Vorreiber oder Schließhaken mit Federn gebraucht (belegt 1829 bei [7 a] S. 53; ebd. S. 53f. über Spreizstangen).

B. Dekor

F., als technische Einrichtung entstanden, können mehr oder weniger reichen geschnitzten und/ oder gemalten Dekor haben.

Im 15. Jh. gab es an aufwendigen Bauten F. mit Füllungen und Streifen aus geschnitztem Blendmaßwerk. Viollet-le-Duc bildet einen solchen F. vom Hôtel de la Trémoille in Paris, E. 15. Jh., ab [8, Bd. 6 S. 380, Abb. 21], der aus Hartholz gefertigt und unbemalt ist. Ähnlich hat man sich wohl auch die z. B. auf dem Tiefenbronner Altar (Abb. 3) und in der Certosa di Pavia (Sp. 1504f.) wiedergegebenen F. vorzustellen. – Im Barock sind in besonders reich ausgestatteten Räumen die Innenläden mit farbig gefaßten, ornamentalen Schnitzereien versehen. Bei Augustin Charles Daviler in der Übersetzung von Leonh. Chr. Sturm sind die geschnitzten F. als die luxuriöseren charakterisiert; man soll das Schnitzwerk „aus der Füllung der Laden-Flügel selbst heraus graben und nicht darauff leimen oder naglen; deßwegen muß es auch wenig erhaben seyn“ [2]. Die üppigsten Beispiele finden sich in Turin, insbesondere in der Turiner Residenz (Ausst.Kat. „Mostra del Barocco Piemontese“, Turin 1963, Bd. 1 Taf. 46, Bd. 3 Taf. 330, 336, 345, 349, 351, 353, 355). Als dt. Beispiel sei die Amalienburg im Schloßpark Nymphenburg genannt (Abb. 9).

Bis weit ins 15. Jh. waren F. unbemalt. Farbige F. – grün gestrichene Außenläden – bezeugt Jan Pollacks Hochaltar aus St. Peter in München, 1492 (s. Sp. 1508). Ornamental bemalte F. gehören vor allem dem 17. und 18. Jh. an; sie wurden z. B. von Daviler-Sturm [2] für einfachere Gebäude statt Schnitzwerk empfohlen: „An gemeinen Häusern pfleget man ... Laubwerck oder Frießwerck entweder grau in grau, oder mit allerhand Farben zu mahlen, welche alle prächtig aus einem vergüldeten Grunde kommen. Diese Zierathen müssen im Zumachen gegen das Fenster kommen, damit man sie bey Tage sehen kan“ (vgl. auch [3]). 1691 bietet Daviler die Zchg. eines Fensters mit Außenläden, deren Füllungen mit Ornamentik bemalt sind [1, Bd. 1 Taf. 50], 1755 definierte man die „contre-vents de croisée“ als „grands volets, emboîtés et ordinairement peints“ [4, S. 126]. Innenläden übernehmen auch in der Bemalung die Ornamentierung des Täferwerks, vgl. die F. des Schlosses Vaux-le-Vicomte, deren Felder die Motive des Getäfers fortsetzen und bunte Ornamentik nach Entw. von Charles Le Brun zeigen [15. Abb. 3].

Bemalte Außenläden und F.kassetten, vor allem in S-Dtld. und der dt. Schweiz beliebt, lassen sich in zwei Gruppen ordnen.

Die eine, im MA wurzelnd, geht von heraldischen Motiven aus: rechtwinklige Teilungen, Sparren und Flammungen wurden in ungebrochenen Farben aufgemalt, die den Landes-, Orts und Besitzerwappen entsprechen können.

Solche Fassaden wirken wie mit Fahnenreihen geschmückt; vgl. F. der Stadttortürme in Pfullendorf und Konstanz [17, Abb. 225, 229] sowie am Fachwerkaufbau des Torturms vom Wasserschloß Hagenwil, Kt. Thurgau (Abb. 11), am Kloster St. Georgen in Stein am Rhein (ebd. Abb. 193), Amtshaus in Meienberg mit Kopien der 1765 dat. F. (Originale heute im Schweiz. L.mus. Zürich: Abb. 10; Inv. Schweiz 55, Kt. Aargau 5 S. 501, Abb. 385), Bauernhaus in Fischbach (ebd. Bd. 54, Kt. Aargau 4 Abb. 212; Detail bei Peter Felder, Das Aargauer Strohhaus, Bern 1961, S. 44), Schützenhaus in Sarnen, Kt. Obwalden, 1752 (H. Jenny a.a.O. [Sp. 1512] Bd. 1 Abb. 220), Pfarrhaus Pfaffnau, 1765 (Inv. Schweiz 42, Kt. Luzern 5 Abb. 161f.). Der Holzschuhersche Landsitz Almoshof bei Nürnberg, 1693, ist durchgehend mit Schlagläden ausgerüstet, die in Sparrenmuster bemalt sind (Stich von Joh. Adam Delsenbach, 1728: Hans Hubert Hofmann, Burgen, Schlösser und Residenzen in Franken, Ffm. 1961, Abb. S. 206).

Die andere Gruppe zeigt vegetabile und abstrakte Ornamente, die denen gleichzeitiger Täfer- und Möbelmalerei volkstümlichen Charakters entsprechen, manchmal auch figürliche Darstellungen.

Vgl. z. B. „Rotes Haus“ in Werdenberg, Kt. St. Gallen, und Rats- und Gerichtshaus in Burgau bei Flawil, 1632–39 [17, Abb. 194f.], Kehlhof in Ermatingen, Kt. Thurgau, 1694 (H. Jenny a.a.O. Bd. 1 Abb. 208, 210), Schloß Wülfingen bei Winterthur, umgestaltet 1767 (Inv. Schweiz 27, Kt. Zürich 6 Abb. 287), und Bauernhaus in Wermatswil (Uster), wo der Dekor der Fall- und Schlagläden dem der 1753 ornamental bemalten Fassade entspricht (W. Drack a.a.O. [Sp. 1512] Abb. 231). „Gelbe romanische Prustbilder“ auf rotem Grund wurden 1725 auf die F. am Erdgeschoß des Rathauses in Vilsbiburg gemalt (Lambert Grasmann, Der Storchenturm 13, H. 25, 1978, 16). Im Appenzeller Land hat man im 19. Jh. auf F. an Scheunen „herausschauende“ Sennen wiedergegeben, eine Abwandlung des Wächterbildes an und neben Türen (Rud. Hanbart, Appenzeller Bauernmal., Teufen 1959, S. 16, Abb. 67, 77).

Gegen 1800 wurde Einfarbigkeit der F. üblich, mitbedingt durch das Vordringen der F. mit Jalousien. Chrn. Ludwig Stieglitz bezeichnet als beste Farbe Grau, „das aber weder zu sehr ins Dunkle noch zu sehr ins Helle fallen darf“. F. sollen innen hellgrau sein, „damit sie, wenn sie offen stehen, weniger in die Augen fallen, an der äußeren Seite aber dunkelbraun, um, wenn sie zugemacht sind, die Fenster im Lichten zu bezeichnen, und sie von der Mauer zu unterscheiden“. Den an Schweizer Landhäusern üblichen grünen Anstrich empfiehlt er zur Nachahmung in Verbindung mit hellgrauer Farbe des Hauses [7, S. 126f.].

IV. Geschichte

Eine Entwicklungsgeschichte und geographische Statistik des F. zu bieten, ist angesichts des lückenhaften Denkmälerbestandes und seiner Erforschung – es gibt keine zusammenfassende Arbeit zu diesem Thema – unmöglich.

Der F. ist überwiegend Zubehör des Profanbaus. Er ist als Schlag- und Schiebeladen für griech. und röm. sowie frühchr. Bauten bezeugt (ein Schlagladen aus Rahmen und Füllung fand sich bei Ausgrabung eines Hauses im Fayum: O. Rubensohn, Aus griechisch-röm. Häusern des Fayum, Jb. des Dt. Arch. Inst. 20, 1905, 3, Abb. 4). Aus den wenigen Denkmälern des Früh- und Hoch-MA ist zu erschließen, daß innen oder außen angebrachte Schlagläden als einziger Fensterverschluß durchaus gebräuchlich waren. Seit dem 13. Jh. erlauben Baubefunde die Rekonstruktion von losen F. Für das 14. und 15. Jh. sind Klappläden in Bildern überliefert, desgleichen Schlagläden an der Raumseite, die zuerst als einziger Verschluß, dann aber zusammen mit Verglasung auftreten. Zug-, Fall- und Schiebeläden kommen überwiegend im 16.–18. Jh. und zwar in der bäuerlichen Architektur vor. Eine Erfindung des 18. Jh. und zuerst verbreitet in Frankreich ist offenbar der Rolladen sowie der Schlagladen mit Jalousien. Der durch alle Jhh. geläufigste Typ war der Schlagladen; als Außenladen entsprach er im 19. und 20. Jh. schließlich der Normalvorstellung von F. überhaupt.

F. gehören nicht untrennbar zu einem bestimmten Haustyp. Während Davilers Dict. [4] 1755 Außenläden noch „sur-tout aux fenêtres des maisons de campagne“ sieht, kamen in der 2. H. 18. Jh. F., vor allem Jalousieläden, an großen Stadtpalästen und städt. Wohnhäusern auf und wurden auch Bauten des 17. Jh. hinzugefügt. In napoleonischer Zeit wurden F. in die Fassaden der Triumphalstraßen und der Plätze integriert (z. B. Paris, Rue Rivoli; Mailand; Turin).

Zu den Abbildungen

1. Schloß Carcassonne, Fenster mit F. 11. Jh. Nach [8] Bd. 5 S. 402 Abb. 29.

2 a und b. Meister von Flémalle, Verkündigung (a), Joseph in der Werkstatt, Mittelbild und rechter Flügel des sog. Mérode-Altars. Gem. auf Holz, 64,1 × 63,2 (a), 56,1 × 27,3 cm. New York, Metrop. Mus. (The Cloisters). Voll. um 1427/28. Fot. Mus.

3. Lukas Moser, Magdalena erscheint der Fürstin, Außenflügel (Ausschnitt) des Magdalenen-Altars in Tiefenbronn, Pfarrkirche. Gem. auf Holz, Ges.maße des Retabels 228 × 191 cm. 1431. Fot. Staatl. Amt für Dpfl., Karlsruhe, Nr. 423/18.

4. Konrad Witz, Straßenszene, Ausschnitt aus dem Gem. „Die hll. Katharina und Maria Magdalena“. Gem. auf Tannenholz, Ges.maße 1,62 × 1,31 m. Straßburg, Mus. des B.-A. Um 1445. Fot. Mus.

5. Meister von Alkmaar, Die Nackten bekleiden, Tafel aus einer Reihe mit Darstellungen der Werke der Barmherzigkeit. Gem. auf Holz, 101 × 55,5 cm. Amsterdam, Rijksmus. Dat. 1504. Fot. Mus.

6. Neuilly-sur-Seine (Seine), Château de Madrid au Bois de Boulogne (Anordnung zum Bau 1528), Innenansicht des Saales. Kupferstich (Ausschnitt, 23,5 × 18 cm) aus Jacques Androuet Ducerceau, Les plus excellents Bastiments de France, Bd. 1, Paris 1576 (Neudr. Paris 1868). Nach dem Neudr.

7. Gregor Memhardt, Aufriß der Eingangsseite des ehem. Kurfürstl. Lusthauses im Lustgarten, Berlin (beg. 1650). Kupferstich (obere Hälfte, 14,3 × 17 cm) aus: Matth. Merian, Topographia Electoratus Brandenburgici et Ducatus Pomeraniae ..., Ffm. 1652 (Neudr. Kassel [1965]), Taf. nach S. 26. Nach dem Neudr.

8. Scanfs, Graubünden, Haus Sandri-Turtach, Fenster. A. 18. Jh. Nach Das Bürgerhaus in der Schweiz, Bd. 12, Kt. Graubünden, Zürich 1923, Taf. 45,1.

9. François Cuvilliés, Amalienburg im Schloßpark Nymphenburg, München, SO-Ecke des Schlafzimmers (F. von Joh. Joachim Dietrich). 1734–1739. Fot. Bayer. Verwaltung der Staatl. Schlösser, Gärten und Seen, München.

10. F. vom Amtshaus in Meienberg, Kt. Aargau. Holz, bemalt; bez. „Iacob Filiger 1765“. Museale Montage des 19. Jh. mit neuem Rahmen. Zürich, Schweiz. L.mus. Fot.Mus.

11. Räuchlisberg-Hagenwil, Kt. Thurgau, Wasserburg Hagenwil. 13. Jh., ausgebaut um 1551, Zugbrücke 1741, östl. Fachwerktrakt 1786. Nach [17] Abb. 207.

12. Carl Schütz, Der Stock am Eisen-Platz in Wien (Ausschnitt). Aquarell, Ges.maße 28 × 41 cm. Sign. und dat. 1779. Wien, Graph. Slg. Albertina, Inv.nr. 28 635. Fot. Slg.

13. Fensterverschluß und Innenladen. Kupferstich (30 × 19,5 cm) aus [7 a] Taf. III. Fot. Bayer. Staatsbibl., Mchn.

14. Rolladen. Kupferstich (Ausschnitt, 13,5 × 8,0 cm) aus [5] Taf.bd. 7, s. v. „Menuiserie“ Taf. 6,2 Abb. 32. Nach dem Original.

Literatur

1. Augustin Charles Daviler, Cours d'archit. ..., Paris 1691. – 2. Ders., Ausführliche Anleitung zu der gantzen Civil-Bau-K. ..., übers. von Leonh. Chr. Sturm, Augsburg 1725, S. 151. – 3. Jacques-François Blondel, De la distribution des maisons de plaisance et de la décoration des édifices en général, Bd. 2, Paris 1738, S. 161, Taf. 80. – 4. A. Ch. Daviler, Dict. d'archit. civile ..., Paris 1755. – 5. Diderot-d'Alembert Bd. 7 (1757) S. 1004, Recueil des planches Bd. 7 „menuiserie“ Taf. 5f. – 6. Friedr. Chrn. Schmidt, Der bürgerl. Baumeister, Gotha 1790, Bd. 1 S. 102f. – 7. Stieglitz Bd. 2, Lpz. 1794. – 7 a. August Voit, Ueber Fensterstöcke nebst ihren Rahmen ..., Augsburg und Lpz. 1829.

8. Viollet-le-Duc, Architecture, Bd. 5 S. 400ff., Bd. 6 S. 374ff. – 9. Hdb d. Archit. III,3,1 S. 24ff., S. 328ff. – 10. Havard Bd. 1 Sp. 923f. („contrevent“). Bd. 2 Sp. 1116f. („guichet“), Bd. 4 Sp. 256f. („persienne“), Sp. 1613ff. („volet“). – 11. Otto Piper, Burgenkde., Ffm. und Mchn. 19672, S. 465. – 12. Fritz Arens, Die Königspfalz in Wimpfen, Bln. 1967. – 13. Herm. Phleps, Alemannische Holzbauk., Wiesbaden 1967. – 14. Jos. Grünfelder, Farbige F. am Freulerpalast, in: Von Farbe und Farben, Alb. Knoepfli zum 70. Geburtstag, Zürich 1980, S. 117 bis 119. – 15. A. Reinle, Zur Gesch. des Fensterladens, in: Fs. Walter Drack, Stäfa (Zürich) 1977, S. 264–67.

16. Das dt. Bürgerhaus, hrsg. von Ad. Berndt, Bd. 1ff., Tübingen 1959ff. – 17. Knoepfli Bd. 2.