Fenstergitter

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englisch: Window-grate; französisch: Grille de fenêtre; italienisch: Inferriata.


Rainer Prandtstetten und Ingrid Haug (1981)

RDK VII, 1474–1501


RDK VII, 1473, Abb. 1. Gurk, um 1170.
RDK VII, 1475, Abb. 2. Prag, M. 14. Jh.
RDK VII, 1477, Abb. 3. Münstereifel, wohl 16. Jh.
RDK VII, 1479, Abb. 4. Braunschweig, um 1540.
RDK VII, 1481, Abb. 5. Ehem. St. Pölten, wohl 17. Jh.
RDK VII, 1481, Abb. 6. Salzburg, wohl 17. Jh.
RDK VII, 1483, Abb. 7. Salzburg, A. 17. Jh.
RDK VII, 1485, Abb. 8. St. Florian, O.Ö., A. 18. Jh.
RDK VII, 1487, Abb. 9. Basel, 1698-1705.
RDK VII, 1489, Abb. 10. Wien, um 1710-12.
RDK VII, 1491, Abb. 11. Joh. Conr. Schlaun, nach 1725, Münster i. W.
RDK VII, 1493, Abb. 12. Wien, um 1743.
RDK VII, 1495, Abb. 13. Rothenburg o. T., 1772.
RDK VII, 1497, Abb. 14. Stixneusiedel, N.Ö., 1782.
RDK VII, 1497, Abb. 15. Weinzierl, O.Ö., E. 18. Jh.
RDK VII, 1499, Abb. 16. Friedrich von Gärtner (Baubüro), um 1832/33, München.

I. Definition, Abgrenzung, Forschungslage

Das F. ist aus Metall oder Holz gefertigt und dient der Sicherung der Fensterlichte, ist also kein Bestandteil des Fensterverschlusses. Gelegentlich dienen F. auch der Erfüllung rechtlicher Auflagen. Ausformung, Anordnung und Häufung können F. zu einem Teil des Fassadendekors machen.

Die Vergitterung von anderen fensterartigen Öffnungen – z. B. Oberlichtern von Portalen oder Öffnungen zwischen Innenräumen – wird hier einbezogen, soweit sie gleichem Zweck dient. Unberücksichtigt bleiben gitterartige Fensterverschlüsse, z. B. Transennen und Backsteingitter (s. Fensterverschluß).

Gelegentlich ist die Eisenarmierung der Verglasung als F. bezeichnet worden, z. B. 1677 (Sigfrid Hofmann, Die Pfarrk. St. Matthäus in Kinsau [= Heimatpfleger in Obb., Wiss. Veröffn. Reihe A, Beitr. zur Kg. Obb., H. 19], Schongau 1960, S. 4) und 1733 (Walter Boll, Die Schönbornkap. am Würzburger Dom, Mchn. 1925, Anm. 133).

Bestickte textile „Gitter in Sommerfenster zu nähen“ erwähnt des „Model Buchs Driter theil“ von Paulus Fürst, Nürnberg 1676, Bl. jjv (Arthur Lotz, Bibliogr. der Modelbücher, Lpz. 1933, Nr. 61 a; s. auch ebd. S. 110).

Über die künstlerische Gestaltung von Gittern aller Art ist häufig geschrieben worden, doch über Konstruktion, Montierung und Typen von F. fehlt es an Informationen. Zeichnerische Aufnahmen existieren nur in geringer Zahl aus dem einen oder anderen Gebiet, so daß hier weder ein abgewogener systematischer Überblick noch gar ein historisch-geographischer gegeben werden kann.

II. Rechtsverordnungen

Rechtsverordnungen erlaubten die Anbringung eines Fensters zum Nachbarn nur unter Auflagen, zu denen auch die Vergitterung gehörte.

Die mehrere Jhh. lang gültige Münchner Bau- und Kundschaftsordnung von 1489 verlangt an „vergönnten“ Fenstern Eisengitter in der äußeren Laibung und zusätzlich ein Gitter aus Drahtgeflecht an der Außenseite der Mauer (Karl Erdmannsdorffer, Das Bürgerhaus in München [21, Bd. 17], 1972, S. 42). In Augsburg wurde 1492 einem Bauherrn gestattet, ein Kreuzfenster einzusetzen unter der Bedingung, daß es vergittert und verglast werde (Zs. des Hist. Ver. von Schwaben und Neuburg 5, 1878, 254f. Urk.nr. 104); das Augsburger Baurecht von 1740 fordert eiserne F. – „außer der Mauer gleich oder eben“ – gegen den Nachbarn „zur Vermeidung des Ausschüttens und Hinauswerfens“ (Gg. Michael Ritter von Weber, Darst. der sämmtlichen Provinzial- und Statuar-Rechte des Kgr. Bayern ..., Bd. 4, Die Rechte von Schwaben und Neuburg, 1. Theil, Augsburg 1841, S. 484ff.). Die Memminger Bauschau-Ordnung von 1747 schrieb für Fenster gegen den Nachbarn kreuzweise Eisenvergitterung von bestimmter Dichte vor, erlaubte auch hölzerne, genagelte F. (ebd. S. 816; s. auch Ulmer Bauordnung v. J. 1683: ebd. S. 567).

Fenster von Privatbauten durften lt. Beschluß der Ritenkongregation vom 14. 8. 1824 nicht auf ein öffentliches Gotteshaus ausgehen; für ausnahmsweise erlaubte Fenster war ein F. erforderlich (Augustin Arndt S.J., Die Rechtsverhältnisse in Oratorien, Archiv für kath. Kirchenrecht 72, 1894, 86).

1455 wurde in Danzig die Vergitterung von Fenstern, die auf einen Fluß hinausgehen, gefordert, vielleicht als Schutz vor feindlichem Einfall (Karl Hauke, Das Bürgerhaus in O- und W-Preußen [21, Bd. 8], 1967, S. 68).

Höhe der Anbringung und Tiefe der Fk. an der Straßenfront hat man in Augsburg so festgelegt, daß das Vorbeigehen nicht behindert wurde; war das Einhalten dieser Bestimmung nicht möglich, sollten die F. „der Mauer eben und nichts in Tag hinausgemacht werden“ (v. Weber a.a.O. S. 486; s. auch Memminger Bauschau-Ordnung, erneuert 1747: ebd. S. 816, und Sp. 1497).

III. Material

A. Metall

1. Die meisten F. sind aus Schmiedeeisen; Gußeisen kommt häufiger offenbar erst im 19. Jh. vor (z. B. Brüstungsgitter am Haus Lürmann, Am Wall 113 in Bremen, um 1833, aus einer Gießerei in Vegesack: Rud. Stein, Das Bürgerhaus in B. [21, Bd. 13], 1970, Abb. 102; vgl. auch ebd. Taf. 94, 115 b; von als F. verwendeten gußeisernen Gittersieben berichtet Hans-Günther Griep, Das Bürgerhaus der Oberharzer Bergstädte [21, Bd. 19], 1975, S. 172, Abb. 93, Taf. 56 a, b). F. aus anderen Metallen sind bislang so gut wie nicht nachgewiesen (vereinzelte Beispiele für die Verwendung von Kupferdraht s. Sp. 1478).

F. waren – wie andere Schmiedeeisengitter – oft schwarz gestrichen (Watin, Der Staffiermaler, Lpz. 1774, S. 274); andersfarbige Anstriche des ganzen Gitters, Vergoldung (Abb. 10) und Versilberung des Zierats kommen vor.

In St. Lambrecht, Stm., waren F. blau gestrichen, ihr Zierat vergoldet (Malerrechnung von ca. 1659: Inv. Österr. 31, S. 233), ein Fk. im Kt. Schwyz, um 1750, war grün und golden gefaßt ([20] Bd. 4, Kt. Schwyz, 19252, S. XXVII, Taf. 20). Silberfarbener Anstrich von F. und „gestrickhten eisernen Gittern“ ist 1630 belegt (Siegfr. Hofmann, Die Ausstattung der Kirche in Bettbrunn ..., Sammelbl. des Hist. Ver. Ingolstadt 88, 1979, 128f.), weißer Anstrich von F. und silberfarbener von Drahtgittern für 1737ff. (Sigfr. Hofmann, Die Kühlfeldkirche zu U. L. Frau in Bad Tölz [= a.a.O.: Sp. 1475, H. 1], Schongau 1954, S. 16). Chrn. Friedr. Schmidt, Der bürgerliche Baumeister ..., Gotha 1790, 1. Teil S. 102, wünscht für Fk. Teilvergoldung. – Wandmalerei von 1566–1567 im Innenhof der Hochburg von Schloß Ambras, Tirol, zeigt rote Fk. [23].

F. aus Schmiedeeisen konnten Applikationen aus anderem Material tragen; man hat Ornamente aus Blech – Eisen-, Zinn- und Kupferblech, auch verzinntes oder verkupfertes Blech [23] – aufgesetzt oder einzelne Stäbe mit Blech verkleidet, auch Motive aus anderem Metall, z. B. Messing, eingefügt (z. B. F. aus Bologna, 17. Jh., mit einer Schere aus Messing in der Mitte, Hbg., Mus. für K. und Gewerbe: [12] S. 41, Abb. 41; ebd. S. 156: dt. Arbeiten des 18. Jh.).

2. Drahtgitter waren mindestens seit A. 15. Jh. gebräuchlich (1416 wurde für St. Nikolai in Brieg Drahtnetz für ein F. bis zur Sohlbank bestellt: Heinr. Oidtmann, Die Glasmal., Bd. 1, Köln 1898, S. 21; für Profanbauten s. die Bau- und Kundschaftsordnung von München, 1489: Sp. 1475). Zumal an den Fenstern von Wirtschaftsräumen sorgten sie dafür, daß „zwar die Lufft durchhinstreichen (könne), aber keine Tauben, Sperlinge, Fleder-Mäuse und andere schädliche Thiere durchkommen mögen“ (Zedler Bd. 10, 1735, Sp. 401, Art. „Gatter“). An Kirchen sind sie als Wettersicherung(„Schauergitter“) zum Schutz der Glasfenster vielfach belegt.

Solche Gitter an Kirchengebäuden forderten Carlo Borromeo, Arte sacra (De fabrica ecclesiae), Kap. VIII (ed. Carlo Castiglioni und Carlo Marcora, Mailand 1952, S. 32, 89), und Jakob Müller, Kirchen-Geschmuck, Mchn. 1591, S. 6, sowie die Statuta et decreta generalia visitationis per Archidioecesim Salisburgensem ..., Salzburg 1616, Cap. I S. 44. Es gab sie seit M. 17. Jh. offenbar häufig; so 1652 Bad Tölz: S. Hofmann a.a.O. H. 1, 1954 S. 2; 1676–82: Carl Erlacher, Der Kirchenneubau von Ostermiething, Das Salzfaß N. F. 6, 1972, 69; 1680: Hans Roth, Die Ausstattung der Steinbrünniger Kirche ..., Das Salzfaß N. F. 7, 1973, 57; St. Peter in Salzburg, belegt 1758 für die Kuppelfenster, 1760 und 1785 für Sakristei und Kapellenfenster: Inv. Österr. 12 S. CLII f., CLXXI; zum Drahtgitter an der Schloßkirche Gaibach s. Sp. 1489. Für die Pfarrkirche in Gräfelfing bei München ist 1669 die Verwendung von Eisen und Eisendraht zur Vergitterung gegen Einbruch überliefert (Lech-Isar-Land 1966, 108). An der Karlskirche in Wien hat man großflächige Drahtvergitterung auch zwischen Fenstern und Fenstergittern angebracht (seit 18. Jh.: [23]).

Ein F. aus Kupferdraht erhielt 1507 ein Fenster der Sebalduskapelle an Hl. Kreuz in Schwäbisch Gmünd (Ant. Nägele, Die Hl.-Kreuzkirche in Sch.-G., Schwäbisch Gmünd 1925, S. 165) und 1547 die Sakristei der Kirche St. Victor in Xanten (H. Oidtmann a.a.O. [Sp. 1477] S. 21).

Drahtgitter wurden von Nadlern, „Gätterstrickern“ und Rastelbindern hergestellt, aber auch Glaser bezahlte man verschiedentlich für „gestrickte Gätter“.

Nadler: Joh. Karl Gottfr. Jacobsson, Technolog. Wb. ..., Bln. und Stettin 1781, 1. Teil S. 703; „Gätterstricker“: Inv. Österr. 12 S. CLII f. [1758 und 1760]; Rastelbinder: Franz Maresch, Mitt.bl. des Arbeitskreises der Betreuer volkskdl. Slgn. im niederösterr. Bildungs- und Heimatwerk 8, 1977, 2f.; Glaser: Sigfr. Hofmann, Beitr. zur Bau- und Kg. der Kirchen und Kap. in den Pfarreien Ober- und Unterammergau [= a.a.O.: Sp. 1475, H. 4], Schongau 1954, S. 10 [1751]; ders., Die Kirchen und Kap. der Stadt Schongau [= ebd. H. 13], Schongau 1957, S. 56 [1645]; Siegfr. Hofmann a.a.O. 1979 [Sp. 1476] S. 128f. [1630]; C. Erlacher a.a.O. [Sp. 1477].

Man hat sie „nach Art der gestrickten Netze geflochten“ und mit Holz- oder Eisenrahmen eingefaßt (Zedler a.a.O.) oder in diese hineingearbeitet (F. Geiges, Der alte Fensterschmuck des Freib. Münsters, 1. Teil, Freiburg i. Br. 1901ff., Abb. 300f.; F. Maresch a.a.O. S. 3 Taf. 2, 1–3). Jacobsson a.a.O. beschrieb die Fertigung von F. aus Drahtspiralen in Rahmen. Künstlerische Ausgestaltung war wohl selten.

Ein 1870 entferntes F. eines Renss.-Erkers in St. Pölten zeigte ein Drahtgeflecht in Spiralen, darauf aus Blech eine Vase mit vergoldeten Blumen mit brauner Binnenzchg. (Abb. 5; Herm. Riewel, Mitt. Zentralkomm. 15, 1870, 70; vgl. auch [16] S. 139). Der „Gitterleinmacher“ Hans Wagner hält auf seinem Porträt von 1659 im Landauer Zwölfbruderbuch ein Drahtgitter ähnlich einem Wabenmuster in der Hand (Nürnberg, Stadtbibl., Amb. 279 2°, Bl. 135).

B. Holz

F. aus Holz wurden vorzugsweise an Speicherfenstern und Nebengebäuden als Lüftungsgitter angebracht. Diese wenig wetterbeständigen F. wurden offenbar durch Jhh. auf gleiche Weise konstruiert und sind daher schwer datierbar. Urkundliche Belege sowie erhaltene Holzgitter, die das ganze Fenster füllen, gibt es seit dem 16. Jh.

Bildliche Darstellungen des 15. Jh. zeigen ungefähr halbhohe Holzgitter, die in die unverglasten, nur mittels Fensterladen verschließbaren Fensteröffnungen eingesetzt wurden (z. B. Fensterladen Abb. 2 a). Manche dieser Gitter konnten ähnlich Klappläden hinausgestellt werden (vgl. z. B. Michael Pacher, Altarretabel in St. Wolfgang, O.Ö., Außenflügel mit Darstellung der Almosenspende des Hl., 1481: Nicolò Rasmo, M. P., Mchn. 1969, Abb. 162; vgl. auch RDK VI 1233f. Abb. 12).

1. Ebene F.

In Goslar bestehen die ältesten Holzgitter des 16. Jh. aus kräftigen Vierkanthölzern, die zugespitzt in die Brüstungs- und Sturzriegel gesteckt wurden. Später versah man sie mit Querhölzern und fügte sie in Rahmen ein, so daß sie beiseite geschoben werden konnten (H.-G. Griep, Das Bürgerhaus in G. [21, Bd. 1], 1959, S. 24, 108, Abb. 55, Taf. 40 b; s. auch Rud. Fricke, Das Bürgerhaus in Braunschweig [21, Bd. 20], 1975, Abb. 204, Taf. 24 [um 1536]). Feststehende F. aus dicht gesetzten senk- und waagrechten Stäben sind in Braunschweig erhalten (Abb. 4). Für Bayern sind F. aus Holz urkundlich bezeugt, jedoch nicht erhalten; in Oberösterreich gibt es gelegentlich noch das sog. Gerems, eine Art Spangeflecht mit Luftöffnungen (frdl. Mitt. Torsten Gebhard, Mchn.). F. an Bauernhöfen in O.Ö. bestehen aus schmalen, seitlich profilierten Holzbrettchen, die in knappen Abständen fest im Holzstock eingefalzt und mit einfacher Zimmermannsornamentik verziert sind (z. B. Hof Sturm in Weinzierl, O.Ö., E. 18. Jh.: Abb. 15; Inv. Österr. 14 S. 436). – Ein Holzgitter ist auf einem der Flügel des Altars in Vorst, St. Denijskerk, von Jan II van Coninxloo, 1540, abgebildet (Paul Vanaise, Bull. Inst. Roy. du Patrimoine artistique 12, 1970, 112ff., Farbtaf. 1).

2. Fk. sind sehr selten erhalten, so z. B. über dreieckigem Grundriß am 1. Obergeschoß des Ital von Redingschen Familienhauses in Schwyz, erb. 17. Jh. (ihr vorkragender Teil nimmt etwa Dreiviertel der Fensterhöhe ein: [20] Bd. 4 Taf. 31,1 und 33,2). Am Elisabethinen-Kloster in Wien sitzen vor dem unteren Teil der Fensteröffnungen Holzkörbe aus diagonal übereinandergenagelten Leisten; sie liegen an der Straßenfront hinter eisernen Fk., die dem ganzen Fenster vorgesetzt sind (vielleicht gleichzeitig mit der Fassadenumgestaltung 1743: Abb. 12; [18] Abb. 143; Inv. Österr. 41 S. 68, Abb. 38f., 41).

IV. Typen schmiedeeiserner F.

A. Ebene F.

1. Die einfachste Art sind einzelne Stäbe – in kleinen Fenstern ein Stab –, unverbunden eingespannt zwischen Sohlbank und Sturz oder nur von oben und unten in die Fensterlichte hineinragend. Von den Stäben spaltete man Spitzen ab und/oder verbreiterte sie durch Zierat so, daß das Gitter die Fensterlichte fast ganz deckte. Auch einzelne waagrechte Stäbe kommen vor (S. Hofmann, Die Pfarrkirche Schöngeising [= a.a.O.: Sp. 1475, H. 18], Schongau 1959, S. 7 [1678]).

Von oben und unten in die Fensterlichte ragende, zugespitzte Eisenstäbe finden sich am „Säuerling“, einem Rauchstubenhaus aus Einach a. d. Mur, heute im Freilichtmus. Stübing bei Graz, um 1500?, sowie in Tirol (frdl. Mitt. T. Gebhard, Mchn.; s. auch [14] Abb. 20).

Ein Bandeisen mit zwei in der Mitte aufgenieteten doppelzangenförmigen Dornen ist aus der röm. Siedlung Großprüfening geborgen worden (Regensburg, Mus. der Stadt: Ausst.führer „Castra Regina“, Regensburg 1979, S. 126; ähnlich ein röm. F. aus Margate, Kent, im Brit. Mus. London: William Harry Manning und Kenneth Sidney Painter, Brit. Mus. Quarterly 31, 1967, Taf. 37). Ein geschroteter Mittelstab ist am Fenster der Schatzkammer in St. Emmeram, Regensburg, erhalten (10.–12. Jh. oder später: Walter Haas, 26. Ber. des Bayer. L.A. für Dpfl. 1967, 48, Abb. 14; ferner [16] Textabb. 41). Ein Vierkanteisen mit Zierformen in der Mitte eines Schlitzfensters, 12. Jh., sah Viollet-le-Duc in der Kirche von Brède, Gironde ([6] S. 63, Abb. 7; ebd. Abb. 8 eine Variante des 13. Jh.: mehrere Vertikalstäbe mit Zierat).

Ein senkrechter Stab mit aufgenieteten Quereisen sperrt in Lautenthal (Oberharz) ein Kellerfenster (H.-G. Griep a.a.O. 1975 [Sp. 1476] Abb. 93; vgl. auch ebd. Taf. 56 c). Einen Stab mit aufgenietetem geschartetem Eisenblech zeigt noch ein F. vom E. 18. Jh. aus Güssing, Burgenland [23].

Auch in der Neuzeit vergitterte man vor allem kleinere Ochsenaugenfenster und Oberlichter mit nur an einem Stab befestigten Ornamenten (Beisp. bei [15] S. 30; [13] Taf. 148f. unten; [19] Taf. 47; Adalbert Roeper, Geschmiedete Gitter des 16.–18. Jh. aus S-Dtld., Lpz. o. J.3, Taf. 24); manchmal boten aus dem Ornament herauswachsende leichte Stäbe zusätzliche Verankerung ([13] Taf. 148f. oben; A. Roeper a.a.O. Taf. 16, 19).

2. Zu allen Zeiten häufig sind F. aus überkreuzten waagrechten und senkrechten Stäben, die verschieden geformt und gestellt (Band- oder Rundeisen, mit Fläche oder Kante nach vorn gestellte Vierkanteisen) und an den Kreuzungstellen auf unterschiedliche Weise verbunden sein können (Ringe, Durchsteckverfahren; vgl. [7] Abb. 54; [9] S. 18f., Abb. 12–15).

Solche Gitter gab es bereits in der Antike.

Üblicherweise wurden an den Straßenfenstern des Unterstocks F. aus senkrechten Rundstäben, durch horizontale Bandeisen gesteckt, angebracht (Reinhard Herbig, Mitt. des Dt. Arch Inst., Röm. Abt. 44, 1929, 289). Ein F., 3./4. Jh., aus senkrechten und waagrechten Bandeisen, zwischen die an den Kreuzungsstellen überkreuzte Dornen genietet sind, wurde in Hinton St. Mary, Dorset, gefunden (W. H. Manning und K. S. Painter a.a.O. [Sp. 1480] S. 122–130, Abb. 1, Taf. 36 a; ebd. weitere antike F. aufgelistet). Ringe an den Kreuzungsstellen besaß ein F. aus Boscoreale (Enc. dell'arte antica, Bd. 3 Abb. 852).

F. dieser Konstruktion überwogen im MA.

Im Kloster S. M. in Solaria in Brescia besteht ein F. des 11. Jh. aus einem senkrechten und sechs waagrechten Eisenstäben (Jürgen Julier, Schmiedeeisen, Mchn. o. J., Abb. 1). Das älteste erhaltene österr. F. im Dom zu Gurk aus dem 12. Jh. besteht aus im rechten Winkel übereinandergelegten, von Ringen gehaltenen Bandeisen (Abb. 1). Ähnlich sind die F. der 1183 eingesetzten Kryptenfenster von SS. Felice e Fortunato in Vicenza beschaffen (Mina Anselmi, I ferri battuti di V., Vicenza 1962], S. 7, Abb. S. 6). Gegen M. 13. Jh. sind F. aus gekreuzten Stäben an den Erd- und Obergeschoßfenstern der Stiftsgebäude Gerresheim angebracht worden (s. Sp. 1311). Reste einfacher kreuzförmiger Bandeisenvergitterung in den Laibungen haben die (1975 wiederhergestellten) Schlitzfenster des Cellariums in Stift Lilienfeld, N.Ö., 13. Jh.?, und der Kap. des Lilienfelder Hofs in Pfaffstätten, N.Ö., 14. Jh.? [23]. Ein Beispiel für die zahlreichen bildlichen Wiedergaben solcher F.: RDK V 325 Abb. 3 (um 1480).

In der Neuzeit wurden in Dtld. solche F. dort bevorzugt, wo es mehr auf Sicherung als auf Dekor ankam: vor Kellern und Nebenräumen, an einfachen Gebäuden. Bei reicheren Bauten können die Fenster in einer Erdgeschoßrustika solche F. haben (z. B. Luzern, Ritterscher Palast, erb. 1556–61: [17] Taf. 3). Gelegentlich sind Kreise, Vierpässe und andere einfache Zierformen symmetrisch oder zentriert eingesetzt (ebd.; [16] Abb. 30f. [1568]).

3. Kompliziertere Gittermuster (für diese s. Gitter) wurden seit M. 16. Jh., vor allem aber im 17. und 18. Jh. der einfachen Vergitterung vorgezogen. F. aus endlosen Mustern – wie überkreuzten Diagonalstäben, Waben- oder Spiralmustern – wurden, wenn überhaupt, nur mit wenigen zentral und/oder symmetrisch in den Ecken angeordneten Ziermotiven geschmückt. Plastische Zierformen sind immer nach außen gerichtet.

Diagonalstäbe mit Zierat: Nürnberg, Pellerhaus, um 1605 (Wilh. Schwemmer, Das Bürgerhaus in N. [21, Bd. 16], 1972, Abb. 95); Wabenmuster s. Abb. 6; Spiralmuster am Rathaus in Wangen, M. 16. Jh.? (Inv. Württ., Ehem. Kreis Wangen, S. 71, Abb. 83).

Bei manchen F. paßte man das Gittermuster der Fensterform an (auf einfachste Weise z. B. Wabenmuster, das oben und/oder unten in senkrechten Stäben endigt und damit lichtere Zonen erhält: Abb. 6). Dies gilt für die meisten der reicheren Gitter, deren Ornamentformen meist symmetrisch angeordnet sind und oft ein Oben und Unten erkennen lassen (z. B. F. in Lindau, Hauptstr. 30, 18. Jh.: Heinr. Götzger, Das Bürgerhaus der Stadt L. im Bodensee [21, Bd. 11], 1969, Taf. 122 Abb. 223, und zahlreiche Beisp. in Freiburg i. Ue.: [20] Bd. 20, 1928). Eine Teilung in Ornamentstreifen ist auch ohne Bezug auf die Fensterform gebräuchlich (z. B. Freiburg, Schweiz, 1755: [17] Taf. 81).

An ausgeführten Bauten nicht nachzuweisen sind im Muster grottenwerkähnliche F. aus starken Rundeisen, wie sie Wendel Dietterlin in seiner „Architectura“, Nürnberg 1598, Bl. 15, 17, 54, 68, 71, an Portiken toskanischer und dorischer Ordnung zeichnete (Faks.ausg. Darmstadt 1965).

In der 2. H. 18. Jh. und im 19. Jh. kommen besonders im Einflußbereich franz. Architektur an Erdgeschoßfenstern häufig F. aus dicht gesetzten senkrechten Stäben vor, die nur mit wenigen waagrechten Eisen verbunden und an den oberen Enden meist zu Spitzen geschmiedet sind. Meist bleibt oben ein schmaler Streifen der Fensterlichte frei.

Vgl. [3] Taf. 7 Abb. 7; Beisp. in Neuchâtel, 2. H. 18. und 1. V. 19. Jh. ([20] Bd. 24, Kt. Neuenburg-Neuchâtel, 1932, Taf. 42, 44, 45,1, 50, 62, 78; zu einigen dieser Beisp. s. Inv. Schweiz 24, Kt. Neuchâtel 1 S. 190–94, S. 362, Abb. 350, 336, 376), und Bern, ehem. Münze, 1789–92 nach Plänen von Jacques-Denis Antoine erb. (ebd. Bd. 19, Kt. Bern 3 Abb. 304). Solche Gitter meinte wohl Stieglitz, der 1794 F. als „eiserne Stäbe, die ... nebeneinandergesetzt werden“, definierte [4].

B. Fensterkörbe

Als Fk. bezeichnet man vorkragende, also dreidimensionale F. Sie sind entweder der Fensterarchitektur eingepaßt oder sie greifen über den Fensterumriß hinaus (oft recht weit, z. B. Brixen, Gorethaus, 16. Jh.: Reinh. Hootz, Kdm. in Italien, S-Tirol, Mchn. und Bln. 1973, Abb. 47). Der vorkragende Teil ragt meist über die Ebene der Wandfläche vor (nicht bei tiefen Fensterlaibungen, z. B. in München am ehem. Pal. Holnstein, heute erzbisch. Palais, Prannerstr., erb. von Franç. Cuvilliés d. Ä. 1733–37).

Vorkragende Fk. gestatteten den Hausbewohnern, seitlich und nach unten zu sehen und die Fensterbank zu nutzen ([3] S. 181; [10] S. 232; [9] S. 21f.). Stieglitz [4] beschrieb einen weit vorkragenden Fk. an der unteren Hälfte des Fensters, der dazu dient, „kleine Kinder vor das Fenster zu setzen“.

Die Bezeichnung „Fenstervorsetzer“, ein nicht eingelöster Verweis bei Mothes [8, S. 307], war offenbar nicht üblich; [9] S. 207 und Hdb. der Archit. III, 3,1 S. 127 gebrauchen sie für niedrige Brüstungsgitter.

1. Allgemeines.

Fk. waren aufwendiger und teuerer als ebene F. und wurden deshalb vor repräsentativen Räumen bevorzugt (vgl. Brief an Fürstbisch. Lothar Franz von Schönborn betr. die Bamberger Residenz, 1704: P. Hugo Hantsch und Andr. Scherf, Quellen zur Gesch. des Barocks in Franken ..., Teil 1,1, Augsburg 1931, S. 91 Nr. 100) oder für Hauptachsen und an Hauptgeschossen verwendet. Ihre Ausstattung konnte am gleichen Bau wechseln, je nach Anbringung an Haupt- oder Seitenachsen usw.

Die Gittermuster ähneln denen ebener F. Die Seitenflächen konnten dichter vergittert sein als die Vorderfläche, bei Bauchgittern der obere wandparallele Teil reicher als der gebauchte (z. B. H. Götzger a.a.O. [Sp. 1483] Abb. S. 87, 97, Taf. 15 Abb. 20 [Haus „Cavazzen“, nach 1728]). Blechabdeckung kommt vor (mehrfach in Basel, z. B. Holsteiner Hof, voll. um 1735: [20] Bd. 23, Kt. Basel-Stadt 3, 1931, Taf. 42,4). Fk. mit Bekrönung hat man manchmal ohne obere Schmalseite konstruiert, manche Kastengitter nur mit wenigen Stäben an den Seiten (s. Sp. 1486f.). Bekrönungen kommen an allen Varianten des Fk. vor, sie sind oft besonders reich, auch mit Wappen, Berufszeichen, Monogrammen oder Jahreszahlen ausgestattet und können der Fensterarchitektur eingepaßt sein.

Meist decken Fk. die ganze Fensteröffnung, passen sich auch deren Bogenabschluß an (z. B. Abb. 8). Gelegentlich aber nehmen sie nur die Hälfte bis Zweidrittel des Fensters ein und sind oben offen; ihre Bekrönung bleibt innerhalb der Fensterlichte (z. B. Rückfront des Nordischen Stiftshauses in Linz, um 1750: O. Kastner, K.jb. der Stadt Linz 1965, 56, Abb. 76f.; Elisabethinen-Spital in Wien, 2. Obergeschoß: Abb. 12). Ein Fk. am Schloß in Zell a. d. Mosel, aus der Erbauungszeit 1530–42, verjüngt sich im zweiten Drittel seiner Höhe zum Dreieck, dessen Spitze über den Sturz reicht und von einer Spindelblume bekrönt ist [10, Abb. 275].

Zwillings- und Drillingsfenster überfängt meist ein einziger Fk.

Ein kastenförmiger Fk. findet sich z. B. vor einem Zwillingsfenster am Gewerkenhaus in Spital am Pyhrn, O.Ö., 1745 [18, Abb. 120], ein Bauchgitter vor einem Drillingsfenster in Freiburg i. Ue., 1612 [17, Taf. 6]. Ein einziges Kastengitter überzieht die drei Fenster nebeneinander am Erker des „Goldenen Hirschen“ in Lambach, O.Ö. [18, Abb. 18], und am Gorethaus in Brixen (s. Sp. 1484).

2. Formen.

Fk. sind entweder kastenartig geformt, haben also wandparallele Vorderfläche in voller Gitterhöhe (Kastengitter; a), oder der untere Teil des Fk. kragt über den oberen vor, hat wandparallele Vorderfläche, also Kastenform (b), oder ist – was häufiger vorkommt – gebaucht (Bauchgitter; c).

Auch im Grundriß konvexe Fk. kommen vor (z. B. dreifach vorgebogen an der Casa de las Conchas, Salamanca, erb. 1514: Arthur Byne und Mildred Stapley, Spanish Ironwork [= Hispanic Soc. Publ., 89], o. O. 1915, Abb. 27f.; konvexe Mitte hat ein sonst wandparalleler Fk. aus Freiberg, Sachsen, E. 16. Jh.: [13] Taf. 114).

a. Die einfachste, auch zuerst belegbare Form eines kastenartigen Fk. besteht aus senk- und waagrechten, überkreuzten Eisenstäben, die an allen Enden rechtwinklig gebogen sind, so daß die Gitterfläche Abstand von der Wand hat und die Vorderfläche ohne Umrahmung bleibt (z. B. ein Gitter in der Schatzkammer von St. Emmeram in Regensburg: s. Sp. 1480; Türme in Miniaturen der Velislav-Bibel, um M. 14. Jh., Prag, Univ. Bibl. cod. XXIII C 124, fol. 18v, 19v: Abb. 2; Velislai Biblia Picta, Faks.ausg. hrsg. von Karel Stejskal [= Ed. cimelia bohemica, 12], Prag 1970).

Das ohne Abgrenzung der Vorderfläche über diese und die Seitenflächen des Fk. geführte Gitter blieb bei unterschiedlichen Gittermustern und auch bei Hinzufügen von Zierat durch Jhh. gebräuchlich. Bevorzugt wurden alle endlosen Gittermuster.

Beispiele: Fk. aus gedrehten Vierkantstäben und herzförmigen Zierformen in Bourges, 14. Jh. [13, Taf. 18,1]; Fk. aus senk- und waagrechten Stäben in Basel, Haus Zum Fälkli, Stapfelberg 2, 1589 [17, Taf. 4]; Fk. aus diagonalen Stäben mit Kreisornamenten in Erfurt, um 1600 [12, Abb. 17], in Straßburg, um 1686 (Hans Haug, La ferronnerie Strasbourgoise au 17e et au 18e s., Straßburg 1933, Taf. 23 b), und in Berlin, 17. und 18. Jh. [11, Abb. 24f.], sowie ein Fk. des 17. Jh. mit Kreisen, Vierpässen und in der Mitte einer Spindelblume in Lassing, Stm. [18, Abb. 17]; Fk. aus Tirol, an dessen aus einem Mitteleisen und Spiralen gebildeter Vorderseite wellenförmige Eisen mittels Bünden als Vergitterung der Seiten angefügt wurden (E. 16. oder A. 17. Jh.: [19] Abb. S. 19). Fk. aus Wabengitter gibt es z. B. in Salzburg, Mönchsberggasse 6, und in Augsburg, Vorderer Lech 8, 1780 (Rob. Pfaud, Das Bürgerhaus in A. [21, Bd. 24], 1976, Taf. 122 a).

Senkrechte Eisenstäbe können in Spitzen enden [19, Abb. S. 21], eine Bekrönung ruht manchmal auf einem oberen Bandeisen (Solothurn, Rathaus: [17] Abb. 80; ebd. Abb. 120 [um 1745]; Abb. 8; Fk. aus Steyr, A. 18. Jh.: [13] Taf. 223).

Für eine Umrahmung der Vorderfläche benutzte man bei entsprechendem Gittermuster die äußersten Stäbe, oder man fügte einen Flacheisenrahmen ein. Damit erreichte man zudem eine Verstärkung der Kanten.

Die äußersten Stäbe als Kantenverstärkung zeigt z. B. ein Graubündner Fk., 17. Jh. [19, Abb. S. 24], und ein Fk. in Basel, ehem. Zum Löwen, Aeschenvorstadt 4, wohl 1741 ([20] Bd. 22, Kt. Basel-Stadt 2, 1930, Taf. 143,3). Die Seiten wurden ornamental gefüllt, haben aber gelegentlich nur senkrechte und waagrechte Stäbe (z. B. Berlin, Klosterstr. 68, erb. 1701–04: [11] S. 27). Bei Stichbogenabschluß folgt die Oberkante des Fk. oft exakt dem Fensterumriß, z. B. bei Basler Fk. des 18. Jh. [17, S. 69]. In Basel wurde der obere Abschluß auch gesimsartig profiliert (z. B. bei geradem Sturz: Zum Stegli, Rittergasse 5: [20] Bd. 23 Taf. 41,1; s. auch ebd. Bd. 22 Taf. 99,3; bei Stichbogenabschluß: Holsteiner Hof, s.oben; Zum Schöneck: [20] Bd. 23 Taf. 42,1; vgl. auch [13] Abb. 300 links; [20] Bd. 22 Taf. 102,6, 146,1; [17] Taf. 88, 94f.). Gelegentlich profilierte man auch das untere Kanteneisen [20, Bd. 23 Taf. 41,3].

Ist die Vorderfläche mit Flacheisen gerahmt, bestehen die Seitenflächen meist aus Gitterwerk (so Fk. von 1564 am Haus Oderstr. 40 in Breslau: Rud. Stein, Das Bürgerhaus in Schlesien [21, Bd. 7], 1966, Abb. 88, Taf. 162 b). Blieben sie offen, wirkt der Fk. wie ein im Abstand vor der Wand montiertes ebenes F. (z. B. Zuoz, Engadin, Oberes Planta-Haus, erb. 1648: [17] Taf. 12). Wurde die Umrahmung der Vorderfläche mit einem auf die Wand montierten Rahmen verbunden (s. Sp. 1493f.), füllen oft nur waagrechte Stäbe die Seiten, z. B. Schloß Herborn, 16./17. Jh. (Inv. Wiesbaden [1880] S. 224; [9] Abb. 22); Schloß Lichtenau, O.Ö., wohl 1605 [18, Abb. 28]; ein besonders reiches Beispiel zeigt Abb. 7. An einem Fk. des Erdgeschosses der Chancellerie de l'État in Freiburg i. Ue. ist die Umrahmung der Vorderfläche kleiner als der an die Wand montierte Rahmen, die Seitenflächen stehen schräg (1737 von Jos. Solder: Inv. Schweiz 50, Kt. Fribourg 1, S. 316f., Abb. 284).

b. Fk., die nur mit dem unteren Teil kastenförmig vorkragen, sind seit E. 16. Jh. belegt. Bei den frühesten Beispielen sitzt der obere Teil in der Laibung (vgl. Sp. 1496). Die bekannten Beispiele sind aus senk- und waagrechten Vierkanteisen konstruiert, haben meist wenig Zierat und die Bekrönung auf der oberen Kante des vorspringenden Teils.

Ein solcher Fk., vermutlich 16. Jh., befindet sich am „Romanischen Haus“ in Münstereifel (Abb. ;) und am Haus Zum Fälkli in Basel, Stapfelberg 4 ([20] Bd. 17, Kt. Basel-Stadt 1, 1926, Taf. 76,3 und 4); ebendort am Haus zum Weißen Bären sitzt er vor der mittleren Öffnung eines Drillingsfensters (ebd. Taf 76,1 und 2). Ohne Bekrönung sind zwei Fk. in Straßburg von 1580 und 1738 (H. Haug a.a.O. [Sp. 1486] Taf. 23 a, 42 a) und in Rundbogenfenster eingepaßte Fk. an Schloß Ambras, Tirol, 16. Jh. [23]. Ein nicht datiertes Beispiel aus Worms bei [9] S. 23 Abb. 24.

c. Fk., deren unterer vorkragender Teil gebaucht ist, waren offenbar im südl. Dtld. und in den Alpenländern, auch in Schlesien, beliebt und hier im 18. Jh. am reichsten ausgeführt (für Berlin nannte Kracauer 1915 [11, S. 23] nur einen einzigen gebauchten Fk.; ebd. Abb. 29).

Bauchung und Kurvierung kommen meist zustande durch entsprechend gebogene, relativ dicht und in regelmäßigen Abständen stehende Längsstäbe – meist in Höhe des ganzen Fk. –, deren äußerste nahezu immer die Kante zu den Seitenflächen bilden (einen gebauchten Fk. ohne Stab an der Kante bietet [3] Taf. 7 Abb. 8). Ornamentstreifen können das senkrechte Gestänge unterbrechen (z. B. Bischofszell, Kt. Thurgau, Rathaus, 1747–50: [17] Taf. 74–76; Wels, O.Ö., Rathaus, 1745: [18] Abb. 122). Alpenländ. Fk., bei denen nur der gebauchte Teil aus Stäben, der wandparallele obere dagegen aus endlosem Wabenmuster besteht, sind abgeb. bei [19] S. 20, 22. In der Minderzahl sind Bauchgitter, die ganz aus komplizierteren endlosen Mustern bestehen (von 1730: [20] Bd. 14, Kt. Graubünden 2, 1924, Taf. 43,4). Die Seiten, die so gut wie immer senkrecht zur Vorderfläche stehen, wurden oft besonders reich und dicht geschmückt, Bekrönung auf der oberen Kante ist die Regel, Segmentbogenabschluß möglich.

Bei den ältesten gebauchten Fk. blieb der obere Teil eben.

Er sitzt in der Laibung (z. B. Chur, „Altes Gebäu“, erb. um 1730: [20] Bd. 14 Taf. 43), an der vorderen Laibungskante (z. B. Solothurn, Schloß Steinbrugg, 1670–72: [17] Taf. 14) oder liegt außen flach auf dem Gewände (z. B. Freiburg i. Ue., Maison de la Providence, 1612: ebd. Taf. 6; s. auch ebd. Taf. 27 [1700–1710] und [20] Bd. 21, Kt. Solothurn, 1929, Taf. 97,7 [E. 18. Jh.]); ein Fk., in geringem Abstand vor die Wand gesetzt, abgeb. bei [19] S. 22.

Seit 2. H. 17. Jh. wurde der obere Teil des Fk. üblicherweise als Kasten ausgebildet, z. B. Basel, Markgräfl. Hof, 1698–1705 (Abb. 9). Die Bauchung setzt, orts- und zeitüblicher Gewohnheit folgend, in verschiedener Höhe an, schwingt unterschiedlich weit vor und stößt entweder winklig gegen den Kasten oder ist mit diesem durch konkave Biegung verbunden (z. B. Schloß Neuhaus, erb. 1767: Jos. Maria Ritz, Fränk. Barockschlösser [= Alte K. in Bayern], Augsburg 1926, Taf. 68); sie kann auch gegen den Kasten durch ein oft mehrgliedriges Profil abgesetzt sein (z. B. Landeshut, Schlesien, Wallstr. 129/130, erb. von Carl Gotth. Langhans, um 1770: R. Stein a.a.O. [Sp. 1487] Taf. 126; Wels, O.Ö., Rathaus, um 1745: [18] Abb. 122; s. auch [16] Textabb. 106).

Bis zur Oberkante des Fk. reichende Bauchung oder Profilierung ist für das Rokoko bezeichnend, z. B. Abb. 13; Bischofszell, Rathaus, s. oben; Stift Geras, O.Ö., um 1750 [18, Abb. 150].

Gegen E. 18. Jh. wurde der Querschnitt der Fk. wieder einfacher: vom oberen kastenförmigen Teil leitet eine konkave Biegung über zum unteren, vorkragenden, der nun wieder als Kasten mit wandparalleler Vorderseite gebildet wurde (z. B. [13] Taf. 316,1 und 317,2 [2. H. 18. Jh.]; [16] Abb. 115; als örtliche Besonderheit Freiburgs i. Ue. bezeichnete L. Carl [17] Taf. 87 Fk. der 2. H. 18. Jh., deren unterer Teil ein flacher Kasten mit schrägen Seitenkanten ist).

C. Brüstungsgitter kamen in Frankreich gleichzeitig mit den Fenstertüren A. 17. Jh. auf (frühestes Beisp.: Häuser an der Place des Vosges in Paris, erb. ab 1605: Ad. Reinle, Zeichensprache der Archit., Zürich und Mchn. 1976, Abb. 262), fanden jedoch erst im 18. Jh. und noch im 19. Jh. weite Verbreitung, vor allem im Einflußbereich franz. Architektur.

Sie wurden vor allem vor Fenstern mit geringer Brüstungshöhe angebracht und an Fenstertüren, bei denen sie die Stelle der Brüstung einnehmen. In der Regel ein Viertel bis ein Drittel der Fensterhöhe messend, schützen sie bestenfalls vor dem Hinausfallen (seltenes Beisp. höherer, der Höhe der Balkongitter angeglichener Brüstungsgitter: Pagodenburg im Schloßpark Nymphenburg, München, 1717–19 von Jos. Effner: Gerh. Hojer, N., Amtl. Führer, Mchn. 1972, Abb. 20). Die Gitterhöhe kann auf Fensterarchitektur oder Fassadengliederung bezogen, z. B. gleich mit der Sockelhöhe der Wandgliederung, auch in dieser Höhe von Sockel zu Sockel gespannt sein.

F. in Brüstungshöhe vor Fenstertüren hat z. B. das Kurländer Palais in Dresden, erb. 1728–29 (Fritz Löffler, Das alte Dresden, Ffm. 19605, Abb. 223). Von Sockel zu Sockel der das Fenster rahmenden Säulen reichen die F. an Schloß Oranienburg im Park von Schloß Nordkirchen, nach 1725 (Abb. 11; Karl Eugen Mummenhoff, Schloß N., Mchn. und Bln. 1975, Abb. 51, Taf. 25, 27), von Sockel zu Sockel der Wandgliederung an Schloß Augustusburg, Brühl, 1. Obergeschoß, z. B. am Mittelrisalit der O-Front (Matth. Toni Engels, Schloß B. [= Rhein. Meisterwerke, 10], Bonn 1940, Abb. 3).

Als Gittermuster bevorzugte man Ornament, mit nur wenig plastischem Zierat bereichert; die Gitterfläche wurde meist eingespannt zwischen einem oberen und einem unteren, über die ganze Breite laufenden Quereisen. Bekrönungen sind nicht gebräuchlich – sie würden das Aufstützen auf das Gitter unmöglich machen. Statt eines dichteren Gitters konnten auch nur wenige waagrechte, einzeln verankerte Stäbe angebracht werden (dargestellt auf zwei, „La Savoneuse“ und „La Jardinière“ betitelten Farbdrucken von Aug. de Saint-Aubin [1736–1807]: Verst.Kat. C. G. Boerner, Lpz., Nr. 160, 13.–15. Mai 1929, Nr. 750).

Die in der Regel auf der Sohlbank (Fensterbank bzw. Türschwelle), auch auf umlaufenden Gesimsen stehenden Brüstungsgitter sitzen entweder eben zwischen den Fensterpfosten in der Laibung, auch zwischen den Pilastern der Wandgliederung, oder sie kragen wie Fk. über die Wandfläche vor und sind außen im Gewände oder – die Fensterumrahmung übergreifend – in der Wandfläche eingelassen.

Als Beispiele der zahlreichen ebenen Brüstungsgitter in der Laibung seien die der Badenburg im Schloßpark Nymphenburg, München, genannt, erb. 1719–1721 von J. Effner, oder die der “Schlüsselzunft“ in Basel, nach 1733 ([20] Bd. 22 Taf. 4,5). Wenig vorkragende Brüstungsgitter, die außen am Gewände verankert sind und auf umlaufendem Gesims bzw. einer von Konsolen gestützten Fensterbank sitzen, finden sich am Neuen Schloß in Schleißheim (1701–1704, 1719–26, Enrico Zuccalli und J. Effner: Günter Schelling, Dt. K. und Dpfl. 23, 1965, 51–62, Abb. 4, 7, 8 b; vgl. auch [17] Taf. 40; H. Haug a.a.O. [Sp. 1486] Taf. 47, Abb. 13).

Vorkragende Brüstungsgitter sind – im Gegensatz zu Fk. – öfters an den Ecken gerundet und im Grundriß geschweift (Abb. eines mehrfach geschweiften Grundrisses, um 1750, bei H. Haug a.a.O. [Sp. 1486] Abb. 13), selten jedoch im Querschnitt gebaucht (Beisp. in Bern: A. Reinle a.a.O. [Sp. 1489] Abb. 4).

Verschieden geformte Brüstungsgitter kommen gelegentlich an einem Bau vor und waren Mittel des Fassadendekors.

Schloß Brühl hat an der Gartenfront im Hauptgeschoß vorkragende, im 2. Obergeschoß ebene Brüstungsgitter (M. T. Engels a.a.O. [Sp. 1490] Abb. 4), die Mittelachse der O-Front ist mit geschweiftem, zwischen die Pilaster gesetztem Gitter ausgestattet, die Fenster der übrigen Achsen besitzen gerade, am Gewände befestigte Brüstungsgitter (ebd. Abb. 3). Akzentuierung einiger Fensterachsen mittels Brüstungsgittern ist häufig, z. B. am Preysing-Pal. in München (J. Effner, 1723ff.: Gisela Vits, Jos. Einers Pal. P. [= Kieler kh. Stud., 5], Bern und Ffm. 1973, Abb. 8f.). Ebenso häufig wurde nur die Belle Etage durch Brüstungsgitter ausgezeichnet (zahlreiche Beisp. bei [20] Bd. 20 Taf. 22, 25 u. ö.).

Ist bei Fenstertüren die vom Gitter umschlossene Sohlbank relativ breit, gar von Konsolen gestützt, so sind Brüstungsgitter von Balkongittern kaum mehr zu unterscheiden. Auch dies wurde zur Fassadengestaltung benutzt: über Balkonen im Hauptgeschoß sitzen z. B. vorkragende Brüstungsgitter vor Fenstertüren im 2. Obergeschoß, Balkonen des Mittelrisalits entsprechen solche Gitter an den Seitenrisaliten, z. B. Münster, Erbdrostenhof, erb. von J. C. Schlaun 1752 bis 1757 (Ausst.Kat. „J. C. Sch.“ [= Schlaunstud. 1], Münster i. W. 1973, Bildteil Nr. 71.4, 71.7), Balkonen an den Mittelachsen entsprechen Brüstungsgitter an den zurückgesetzten Seitenachsen am Mittelrisalit der Gartenfront von Schloß Schleißheim.

D. Oberlichtgitter

Wohl die meisten der F. sind die in Oberlichtern von Tür und Portal oder über diesen angebrachte Gitter. Sie sind fast immer eben (einer der seltenen Fk. abgeb. bei [20] Bd. 4, Kt. Schwyz, 19252, Taf. 76,3 [um 1740]) und in gleicher Ebene wie die Türflügel eingelassen. Man hat sie überwiegend auf Rahmen gearbeitet und dem Umriß der Fensterlichte angepaßt (zu Ornamenten um einen Mittelstab s. Sp. 1480).

Als Gittermuster verwendete man außer den zeitüblichen gern dem Bogenfeld angepaßte Radialteilung (z. B. [13] Taf. 97, 190,1, 202,1). Die besonders reich verzierten Beispiele des 18. Jh. übertreffen andere F. durch besondere Dichte und vollplastischen Zierat.

Reich geschmückte Oberlichtgitter, ähnlich wie die Türflügel ornamentiert, gibt es z. B. in Salzburg am N- und S-Portal von St. Sebastian, 1752 (Inv. Österr. 9, Abb. 162; weitere Beisp. bei Mechthild Landenberger, Schmiedeeiserne Gitter in Salzburg vom E. des 16. bis zum E. des 18. Jh., Diss. Freiburg i. Br. 1947). Ein Oberlichtgitter am ehem. Gartenpal. Trautson in Wien zeigt vollplastisch eine Kaiserbüste und zwei Adler (erb. 1710–12: Abb. 10), das Gitter an der ehem. böhm. Hofkanzlei ebendort, erb. zw. 1708 und 1710–14, reiches Ornament und einen Doppeladler ([18] Abb. 96; vgl. auch [16] Abb. 59). Gelegentlich hat man im 18. Jh. asymmetrisches Ornament verwendet, z. B. [13] Taf. 257 oben (M. 18. Jh, S-Dtld.).

Wappen, Monogramme und Jahreszahlen ergänzten oder ersetzten Skulpturenschmuck über dem Portal. An einem sächs. Oberlichtgitter findet sich die Jahreszahl 1559, an einem aus Znaim Wappen und Jahreszahl 1758 ([12] Abb. 26; [13] Taf. 311,1), ein Gitter mit Monogramm und darübergesetzter Krone abgeb. ebd. Taf. 230.

V. Montage schmiedeeiserner F.

A. Art der Anbringung

Die Stäbe eines F. konnten einzeln im Mauerwerk verankert oder auf einem Rahmen befestigt werden. Die Art der Anbringung ist unabhängig vom Formtyp und vom Anbringungsort.

1. Wollte man die Stäbe einzeln im Stein verankern, so hat man sie an den Enden geschartet oder zu Mauerhaken geschmiedet ([6] Abb. 17; [3] Taf. VII Abb. 7f.). Man konnte sie im Zuge der Aufmauerung einlassen, wie dies aus einem Brief Dientzenhofers von 1698, die Bamberger Residenz betreffend, hervorgeht (P. Hugo Hantsch und A. Scherf a.a.O. [Sp. 1484] S. 31 Nr. 36; vgl. auch [5] S. 111; [9] S. 19). Nachträglich angebrachte Stäbe führte man in unterschiedlich tiefe Löcher ein [9, S. 20] und fixierte sie mit kleinen Eisenkeilen; die Löcher wurden mit Blei ausgegossen und/oder mit Mörtel gefüllt ([3] S. 181; zusätzliche Befestigung mit Hilfseisen am Fensterfutterrahmen nennt [9] S. 20). Ohne Verbleiung eingemauerte Gitterstäbe sind selten, da der Übergang von Putz zum Metall wenig witterungsbeständig ist (z. B.

F. am Erdgeschoß des Pal. Strattmann, Wien, wohl A. 17. Jh.: [23]). Eine andere Befestigungsart zeigen F. der Veste Hohensalzburg, um 1500: einige der Stäbe sind über die Fensterkante hinaus verlängert und mit Klammern auf der Wandfläche befestigt (Marg. Baur-Heinhold, Geschmiedetes Eisen vom MA bis um 1900, Königstein 1. T. 1963, Abb. S. 38).

Nicht immer hat man alle Stäbe in die Mauer geführt, wohl um Fenstersturz, Sohlbank und Gewände zu schonen. Man ließ z. B. die senkrechten Stäbe in Spitzen auslaufen [6, Abb. 16f.] oder auf den äußersten waagrechten enden und umgekehrt (vgl. [3] S. 181, Taf VII Abb. 7f.; Pierre Cabat, Dict. des termes employes dans la construction, Bd. 3, Paris 18813, Abb. 1908). Brüstungsgitter, die nur mit dem oberen und unteren waagrechten Stab verankert sind, hat man höchstens mit wenigen Vertikalstäben oder mit Kugelfüßchen o. ä. zusätzlich abgestützt. – Bei Wabengittern können die unteren und oberen Spitzen mit Blei im Stein eingegossen oder auch in Holzrahmen gesteckt werden, die Seiten dagegen mit Klammern befestigt sein.

Auf Holz hat man die Eisenstäbe aufgeschraubt, aber auch eingebrannt, d. h. mit glühenden Enden ins Holz gedrückt [14, S. 36].

2. Das Gitter konnte auf einen Rahmen geschweißt oder genietet werden (ein früher Beleg: León, Nuestra Señora Del Mercado, 13. Jh.: A. Byne und M. Stapley a.a.O. [Sp. 1485] Abb. 4; eine dem Rahmen nahekommende Konstruktion bei [7] S. 366, Abb. 55). Rahmen ebener F. wurden bei Anbringung in der Laibung genau der Fensterlichte angepaßt, Schlußsteine z. B. ausgespart. Eines Rahmens bedurften vor allem F. mit nur wenigen tragenden Stäben; für bewegliche F. war er der Scharniere wegen unerläßlich.

Beim Schließen fügt sich der Rahmen in einen Mauerfalz. Mittels Kette oder Riegel läßt sich das F. zuziehen, mittels Vorhängeschloß verschließen, vgl. Abb. 14. Ein halbrundes gotisches F. dieser Konstruktion befindet sich in Hall, Tirol, Salvatorgasse 3 [23], gotische Fk. an der Weiherburg in Innsbruck [23]; ein zweiflügliges F. aus Görlitz, E. 17. Jh., ist abgeb. bei [13] Taf. 160. Vor dem Fenster der Schatzkammer am Dom in Prag sitzt ein partiell zu öffnendes F. des 17. Jh. (Jiři Burian, Katedrala Sv. Víta na pražeskím hradě, Prag 1975, Abb. 15, 17, 25). Das Bad. L.mus. Karlsruhe, Waffenslg., Inv.nr. 64/8, besitzt ein zweiflügliges F. unbek. Herkunft, 18. Jh. (?).

Der gewöhnlich aus Flacheisen bestehende Rahmen wurde mit Klammern (an der Chancellerie de l'État in Freiburg i. Ue. mit Akanthuslaschen: [20] Bd. 20 Taf. 53,3), Schrauben oder Haken in Holzdübeln im Stein befestigt (hierfür vorgelochte Rahmen z. B. bei A. Roeper a.a.O. [Sp. 1480] Taf. 3 u. ö.). Am Rahmen konnten geschartete Eisenzungen befestigt sein, die parallel zur Wandfläche in die Mauer eingelassen wurden, besonders wenn das F. an die vordere Kante der Laibung zu sitzen kommen sollte (Salzburg, Gstättengasse 25: Abb. 6; gleiche Konstruktion an einem F. aus Zittau, Sachsen, E. 16. Jh.: [13] Taf. 115). An Fk. sind manchmal die senkrechten Rahmeneisen verlängert, rechtwinklig gebogen und in der Mauer verankert (z. B. Salzburg, Mönchsberggasse 6: [15] S. 31). Zu anderen speziellen Konstruktionen von Fk. s. Sp. 1487.

B. Anbringungsort

F. sitzen entweder in der Fensterlaibung, bei Fenstertrichtern öfters an der engsten Stelle (z. B. Brescia: Sp. 1481), im hölzernen Fensterstock, oder man hat sie dem Fenster vorgelegt, indem man sie außen an Fenstergewände und -sturz bzw. in der Wandfläche verankerte. Manchmal übergreifen Fk. die Fensterbank, wohl um sie zu schonen und nutzbar zu machen (vgl. [3] Taf. VII, 7, S. 181).

Duhamel [2 und 3] nennt nur die Anbringung in der Laibung (für ebene F. wie für Fk.), ebenso Mothes [8]. Beide Anbringungsorte bei Daviler [1]; s. auch [9].

F. mit Rahmen können in einen Falz an der vorderen Laibungskante eingelassen sein; ebene F. sitzen dann bündig mit der Wandfläche (zahlreiche Beisp. des 17. und 18. Jh. in Freiburg i. Ue.: [17] Taf. 60f., 80f.; [20] Bd. 20 Taf. 33,6, 40, 47,5 und 6, 566, 57,4; vgl. auch ebd. Bd. 22 Taf. 99). Oberlichter sitzen ebenfalls oft in einem Falz, jedoch meist tiefer in der Laibung.

Die Anbringung von Stäben im hölzernen Fensterstock läßt sich an manchen romanischen Fenstern rekonstruieren; jedoch ist nicht immer zu entscheiden, ob in die vorgefundenen Löcher F. oder die Eisenarmierungen des Fensterverschlusses eingesetzt waren (Theod. Wildemann, Neuentdeckte roman. Fensterrahmen in Holz in rhein. Kirchen, Die Dpfl. 1932, S. 208 Abb. 211, S. 209 Abb. 213). Als Spuren eines F. deutet Heinr. Renard T-förmige Bohrungen in Holzrahmen des 11. oder 12. Jh. von Fenstern der Pfarrkirche in Adenau Krs. Ahrweiler (Die Dpfl. 21, 1919, 4 Abb. 8). Vielleicht sind ebenso zu interpretieren die Löcher in einem Holzstock von einem Kreisfenster des 11. Jh. an der Pfarrkirche in Wieselburg, N.Ö. [23].

In Altbayern wurden im 15. und 16. Jh. die F. entweder den Fensterstöcken von außen aufgesetzt (z. B. Münchner Residenz: [14] Abb. 27; s. auch ebd. Abb. 31 und S. 36) oder gleich beim Zusammenbau der Stock- und Kreuzstockteile in diese eingeschoben (München, ehem. Marstall, St. Jakobsplatz 2, E. 15. Jh.: K. Erdmannsdorffer a.a.O. [Sp. 1475] Abb. 50; ebendort, Haus Burgstr. 5, 1550: ebd. Abb. 52). „Vergönnte“ Fenster aber haben, was sonst in München selten ist, F. in der Laibung (s. Sp. 1475). – Vergitterung der einzelnen Felder des Fensters kommt ebenfalls vor ([14] Abb. 36 [1590, zerst.], Abb. 32 [1740]). Bildliche Wiedergaben zeigen dem Rahmen des beweglichen Fensterflügels von außen aufgeschraubte F. (z. B. Franklin W. Robinson, Gabriel Metsu, New York 1974, Abb. 8, 74, 145, 226). Hinweis auf Befestigung am Futterrahmenholz geben [10] S. 231.

Die Sp. 1487 genannte Ausformung eines Fk. zeigt Anbringung in der Laibung und außen am Fenster an ein und demselben Fk.: die oberen Stäbe wurden in der Laibung, die des vorkragenden unteren Teils außen an den Fensterpfosten befestigt (Abb. 3).

VI. Vorkommen

F. findet man überwiegend an gemauerten Bauten. An Fachwerkhäusern waren sie nicht üblich, es sei denn an den steinernen Untergeschossen. Fenster in Blockbauten waren gelegentlich mit einzelnem Stab oder mit einfachen ebenen F. gesichert.

Beisp. gibt es in Tirol, Oberösterreich und anderen Alpenländern (Rud. Heckl, Oberösterr. Baufibel, Salzburg o. J. [ca. 1949/50], S. 235 Abb. 327, 329, S. 217 Abb. 288; Max Gschwend und Sandro Bianconi, Die Bauernhäuser des Kt. Tessin, Basel 1976, S. 137 Abb. 431f.; frdl. Mitt. T. Gebhard, Mchn.).

„Feste“ Gebäude, z. B. *Gefängnisse, hatten stets, städt. Wohnbauten häufig F. (belegt vom Hoch-MA an: Mor. Heyne, Das dt. Wohnungswesen. .., Lpz. 1899, S. 239, bes. Anm. 105). Sie sichern die Räume des Erdgeschosses (oft Kontore und Ladenräume), wurden aber auch an den Obergeschossen angebracht, wo sie – besonders im 17. und 18. Jh. – der Fassadendekoration integriert sind. Gleiches gilt von Klosterbauten (so Abb. 12) und – besonders in den Alpenrandgebieten – vom größeren Bauernhof.

An öffentlichen Bauten und Schlössern dienten F. vorwiegend der Keller- und Erdgeschoßsicherung; an den Hauptgeschossen sind lediglich einzelne Fenster dann mit F. ausgestattet, wenn dahinter Räume lagen, die besondere Kostbarkeiten bargen. Nur Brüstungsgitter finden sich im 18. Jh. öfters.

So haben z. B. an der Münchner Residenz die Fenster der Silberkammern F. (Heinr. Kreisel, Burgen und Schlösser in Altbayern, Mchn. 1957, Abb. 77). Der Pavillon der Kammerkasse des Bückeburger Schlosses, um 1608, ist mit F. gesichert (Herb. Krefi und Jürgen Soenke, Die Weserrenss., Hameln 1964, Abb. 185). 1574 beschloß man F. vor der Kapitelstube des Salzburger Domklosters anzubringen, wo Urkunden und Statuten verwahrt wurden, „um so einen möglichen Einbruch hintanzuhalten“ (Mitt. der Ges. für Salzburger L.kde. 168, 1968, 82). Am Rathaus in Luzern sind die Fenster des Archivs vergittert ([20] Bd. 8, Kt. Luzern, 1920, Taf. 15).

Vergitterung der Kirchenfenster, sei es mit Schmiedeeisen-, sei es mit Drahtgittern, war offenbar gebräuchlich, ist allerdings im MA nur selten nachweisbar (z. B. spätgot. F. an Notre-Dame in Beaune: Louis Hautecoeur, La Bourgogne [= Les richesses d'art de la France], Paris und Brüssel 1929, Bd. 2, Taf. 124).

In Vorschriften des 16. Jh. zum Kirchenbau und Synodalbeschlüssen des 17. Jh. werden F. verlangt (von C. Borromeo a.a.O. [Sp. 1477] für Kirchen- und Sakristeifenster, von J. Müller a.a.O. [Sp. 1477] für Kirchenfenster; die Synoden in Brixen 1603 und Prag 1605 ordnen F. gegen Beschädigung der Fenster und gegen Vögel an: Joh. Friedr. Schannat und Joseph Hertzheim, Concilia Germaniae, Bd. 8, Köln 1769, S. 564, 688). Nachrichten über vorhandene F. gibt es vom E. 16. Jh. an.

Z. B. kam 1598 der Pfarrer von Walkertshofen ehem. Krs. Schwabmünchen beim Domkapitel um Vergitterung der Kirchen- und Sakristeifenster ein (Friedr. Zöpfl, Das Bistum Augsburg hist. und statist. beschrieben, Bd. 9, Augsburg 1934–39, S. 459). 1652 berichtet ein Visitationsprotokoll von „kleinen eysin Gatter“ an Kirchenfenstern (H. Roth a.a.O. [Sp. 1477] S. 57). Bei Elias Frick, Ausführliche Beschreibung ... des Münste=Gebäudes zu Ulm, Ulm 1766, S. 26, 42 wird die Vergitterung der F. durch halbhohe, außen angebrachte F. genannt. Für die Diözese Freising ist Eisenvergitterung belegt (Epitome Constitutionum ecclesiasticarum Dioecesos Frisingensis ..., Freising 1789, S. 35) Auch im prot. Bereich waren F. gebräuchlich, z. B. sah Joh. Bernoulli 1771 an der „Großen Kirche“ in Gouda F. zum Schutz der Glasmalereien (J. B.'s Slg. kurzer Reisebeschreibungen, Bd. 1, Bln. 1781, S. 136). Zu Drahtgittern s. Sp. 1477f.

F. wurden auch vor Fenstern an Privat- und Nebenkapellen sowie Schloßkapellen angebracht.

Sie finden sich z. B. am Oratorium Erzb. Wolf Dietrichs in der Franzikanerkirche in Salzburg (Abb. 7); 1704 an Seitenkap. von St. Peter, Salzburg (Inv. Österr. 12, S. CXX Nr. 12 und 17, S. CXXII Nr. 31); an der Marienkap. in Stift St. Florian, F. vom A. 18. Jh. (Abb. 8; Otto Wutzel, Das Chorherrnstift St. F., Linz 1971, Abb. 51). Drahtgitter kommt an der Kap. von Schloß Gaibach, 1699, vor (Werner Wenzel, Die Gärten des Lothar Franz von Schönborn, 1655–1729 [= Frankfurter Forschgn. zur Archit.gesch., 3], Bln. 1970, S. 193, 196).

Häufig waren F. vor Annexräumen wie Sakristeien (s. C. Borromeo; vgl. auch Statuta a.a.O. [Sp. 1477]; ausgeführte Beispiele: Dom in Meißen, um 1220: Inv. Sachsen H. 40 S. 27 Abb. 32, S. 29) Abb. 37; St. Peter in Salzburg, zw. 1704 und 1714: Inv. Österr. 12 S. CXXII Nr. 30; Stiftskirche St. Gallen, O-Fassade, hinter der die Sakristei liegt: Inv. Schweiz 45, Kt. St. Gallen 3, Abb. 65; Trier, Dom, Schatzkammer am O-Chor, 1702–09: A. Reinle a.a.O. [Sp. 1489] S. 57 [1653]), außerdem an Krypten (SS. Felice e Fortunato in Vicenza: s. Sp. 1481f.), an Türmen und in Öffnungen zwischen Raumteilen (z. B. Gurk: Abb. 1). Oberlichtgitter sind an Kirchenportalen weithin gebräuchlich.

Maueröffnungen für Durchblicke wurden gelegentlich vergittert (z. B. [20] Bd. 11, Stadt Zürich, 1921, Taf. 90; M. Baur-Heinhold a.a.O. [Sp. 1493] Abb. S. 80).

VII. Entwurf und Ausführung

In Rissen für Fassaden oder Fenster sind von Architekten nur ausnahmsweise F. angegeben; Detail- oder Entwurfszeichnungen zu F. sind ebenfalls äußerst selten.

So sind auch Wiedergaben von F. in Ausgaben von Vignolas Buch der Säulenordnungen Ausnahmen (z. B. Augustin-Charles Daviler, Cours d'archit. ..., Paris 1691, 1. Teil Taf. 50f.). – Ein Entwurf für die Fassade des Antiquariums in der Münchner Residenz, um 1569, zeigt die Seitenansicht eines kastenartigen Fk. (Münchner Jb. III. F. 9/10, 1958/59, 139 Abb. 5). Unter Borrominis Entw. für Oratorium und Konvent der Filippiner in Rom, nach 1636, sind auch solche für F. (Paolo Portoghesi, Francesco B., Mailand 1977, Abb. XLVI f.). Entw. Friedrich von Gärtners für die Staatsbibl. in München schließen auch Zchgn. der F. ein (z. B. Abb. 16).

Brüstungsgitter wurden offenbar ihrer archit. Funktion wegen von Architekten häufiger wiedergegeben (z. B. Jos. Effner, Entw. für O-Fassade des Pal. Preysing in München: G. Vits a.a.O. [Sp. 1491] Abb. 4; Joh. Conrad Schlaun, Entw. für die Oranienburg im Park von Schloß Nordkirchen: Abb. 11; J. C. Knöffel, Entw. für Pal. Brühl in Dresden, 1737: F. Löffler a.a.O. [Sp. 1489] Abb. 230). – Der Entw. eines Bildhauers für ein Oberlichtgitter ist in einer Zchg. von Joh. Wolfg. van der Auvera für die Würzburger Residenz belegt (um 1745: Rich. Sedlmaier und Rud. Pfister, Die fürstbisch. Residenz zu W., Mchn. 1923, Textbd. Abb. 106).

Meist war wohl die Gestaltung der F. ebenso Sache des ausführenden Handwerkers wie Konstruktion und Montage (für die es erst seit M. 18. Jh. schriftl. Darlegungen gibt [2; 3]). Für Gittermuster konnte man auf Musterbücher zurückgreifen (s. Gitter). Die Namen der Schlosser sind bisher nur in relativ wenigen Fällen bekannt (z. B. Sp. 1487).

Zu den Abbildungen

1. Gurk, Dom, Gitter zwischen Treppenraum und s. Seitenschiff. Schmiedeeisen. Um 1170. Fot. R. Lang, Linz.

2. Prag, Univ.bibl., cod. XXIII C 124 (Velislav-Bibel), fol. 19v (Ausschnitt). M. 14. Jh. Nach Faks.ausg. a.a.O. [Sp. 1486].

3. Münstereifel, „Romanisches Haus“, Fk. aus Schmiedeeisen. Wohl 16. Jh. Nach Hans Merian, Jb. der rhein. Dpfl. 26, 1966, Abb. 90.

4. Braunschweig, Sack 8/9, Holzgitter an Speicherfenstern. Um 1540. Nach R. Fricke a.a.O. [Sp. 1479] Abb. 201f.

5. Ehem. St. Pölten, nicht identifiziertes Haus, F. aus Draht mit Blechapplikationen. Wohl 17. Jh. Nach H. Riewel a.a.O. [Sp. 1478] Abb. 56.

6. Salzburg, Gstättengasse 25, F. aus Schmiedeeisen, Umzchg. Wohl 17. Jh. Nach [15] Abb. S. 28.

7. Salzburg, Franziskanerkirche, Fk. am Oratorium Erzb. Wolf Dietrichs. A. 17. Jh. Fot. R. Lang, Linz.

8. St. Florian, O.Ö., Fk. an der Marienkapelle. A. 18. Jh. Fot. R. Lang, Linz.

9. Basel, Markgräfl. Hof, Hebelstraße 4, Fk. aus Schmiedeeisen. 1698–1705. Nach [20] Bd. 23, 1931, Taf. 41,2.

10. Wien, Pal. Trautson, Oberlichtgitter. Schmiedeeisen, ölvergoldet, Applikationen aus getriebenem Eisenblech. Bauzeit 1710–12. Fot. Österr. Nat.bibl. Wien, Bildarchiv.

11. Joh. Conr. Schlaun, Mittelfenster der S-Seite von Schloß Oranienburg im Park von Nordkirchen. Feder und Tusche. L.mus. für K. und Kulturgesch., Münster. Nach 1725. Fot. Mus.

12. Wien, Elisabethinen-Spital, Fassade des Klostertraktes mit Fk. aus Schmiedeeisen und Fk. aus Holz. Bauzeit 1743–48. Fot. R. Lang, Linz.

13. Rothenburg o. T., Staudsches Haus, Fk. aus Schmiedeeisen. Dat. 1772. Zchg. R. Prandtstetten.

14. Stixneusiedl, N.Ö., F. vom ehem. Pfarrhof. Schmiedeeisen. Priv.bes. Dat. 1782. Zchg. R. Prandtstetten.

15. Weinzierl, O.Ö., Hof Sturm, Holzgitter. E. 18. Jh. Fot. Österr. Nat.bibl. Wien, Bildarchiv.

16. Friedrich von Gärtner (Baubüro), F. am Erdgeschoß der Bayer. Staatsbibl. in München. Feder und Tusche. Mchn., Techn. Univ., Gärtner-Slg., Moninger Nr. 805. Um 1832/33. Fot. Miller, Mchn.

Literatur

1. Augustin-Charles Daviler, Dict. d'archit. civile ..., Ausg. Paris 1755, S. 195. – 2. Henry Louis Duhamel de Monceau, Art du Serrurier, in: Description des arts et metiers, o. O. 1767. – 3. Ders., Die Schlösserk. [= Schauplatz der Künste und Handwerke ..., Bd. 9], Lpz. und Königsberg 1769. – 4. Stieglitz Bd. 2 (1794), S. 123f. – 5. Joh. Jak. Helfft, Encyklop. Wb. der Landbauk., Bln. 1836, S. 111, 152. – 6. Viollet-le-Duc, Architecture, Art. „Grille“, Bd. 6 (1863), S. 54–79. – 7. Ders., ebd., Art. „Serrurerie“, Bd. 8 (1866), S. 288–368. – 8. Mothes Bd. 2 (1882), S. 307, 458. – 9. Erwin Marx, Sicherung gegen Einbruch, in: Hdb. d. Archit., 3. Teil Bd. 6, Darmstadt 1884, S. 18–23. – 10. Theod. Krauth und Franz Sales Meyer, Das Schlosserbuch, Lpz. 1891.

Mehrfach zitiert: 11. Siegfried Kracauer, Die Entwicklung der Schmiedek. in Berlin, Potsdam und einigen Städten der Mark vom 17. Jh. bis zum Beginn des 19. Jh., Worms 1915. – 12. Ad. Brüning, bearb. von Alfred Rothe-Hamburg, Die Schmiedek. bis zum Ausgang des 18. Jh. [= Monographien des Kgw., 3], Lpz. 19222. – 13. Otto Höver, Das Eisenwerk [= Wasmuths Werkk.-Bücherei, 3], Bln. 1927. – 14. Alfons Joh. Wacker, Das Fenster im dt. Wohnhaus [= Die Bauk. im dt. Osten, 6], Danzig 1938. – 15. Albrecht Oskar Keidel, Altes Schmiedeeisen am Bau, Wien 1947. – 16. Otfried Kastner, Eisenk. im Lande ob der Enns, Linz 1954. – 17. Lea Carl, Gitter, Zürich 1964. – 18. O. Kastner, Schmiedehandwerk im Barock, Linz 1971. – 19. Hella Heintschel, Schmiedeeisen, Innsbruck 1973.

20. Das Bürgerhaus in der Schweiz, hrsg. vom Schweizer. Ingenieur- und Architektenverein, 30 Bde., Zürich usw. 1910–1937. – 21. Das deutsche Bürgerhaus, hrsg. von Ad. Berndt, Bd. 1ff., Tübingen 1959ff. 22. Auskunft der Österr. Akad. der Wiss., Inst. für ma. Realienkde. Österr., Krems a. d. D. – 23. Untersuchung des Bundesdenkmalamts, Wien.

Verweise