Fahnenbuch

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englisch: Banner codex; französisch: Recueil de drapeaux; italienisch: Libro delle bandiere.


Florens Deuchler und Ottfried Neubecker (1973)

RDK VI, 1168–1183


RDK VI, 1169, Abb. 1. Stanislaus Durink, um 1448, Krakau.
RDK VI, 1169, Abb. 2. Turin, A. 17. Jh.
RDK VI, 1173, Abb. 3. Hans Heinr. Ryf(f), 1616 voll., Glarus.
RDK VI, 1173, Abb. 4. Zürich, bald nach 1656.
RDK VI, 1173, Abb. 5. Bern, 3. V. 17. Jh. (nach 1656).
RDK VI, 1175, Abb. 6. Olof Hoffman, zw. 1681 und 1699, Stockholm.
RDK VI, 1177, Abb. 7. Gabriel Geiger, 1619-1620, Priv.bes.
RDK VI, 1179, Abb. 8. Dresden, 1633.
RDK VI, 1181, Abb. 9. Karlsruhe, 1569 oder kurz danach.
RDK VI, 1181, Abb. 10. Ehem. Darmstadt, zw. 1741 und 1762.

I. Begriff, Sprachgebrauch

Unter F. versteht man in erster Linie einen illustrierten Kodex, der angefertigt wurde, um das Aussehen erbeuteter Fahnen für die Zukunft festzuhalten (Typ I); F. dieser Art findet man oft auch als Trophäenbuch bezeichnet. F. wird ferner ein Kodex oder Buch genannt, in dem die Fahnen einer Armee oder einer Landschaft dargestellt sind (Typ II); solche F. können zu einem bestimmten Zeitpunkt angelegt und/oder fortgeführt worden sein.

Die historische Bezeichnung F. für Unterweisungen im Fahnenschwingen (z. B. Joh. Renner und Seb. Heußler, New Künstlich Fahnenbüchlein, Das ist: Wie der Fahnen ... Zierlich getragen vnd geschwungen werden soll ..., Nürnberg 1615) ist singulär geblieben.

Der Gebrauch des Begriffes F. in der Fachliteratur schließt Werke ein, auf die die Definitionen nur bedingt zutreffen. So wird die planmäßige Wiedergabe einer Anzahl von Fahnen auf in der Regel gleich großen Einzelblättern als F. charakterisiert (so beim Glarner F., s. Sp. 1171); selbst kleinere Serien von Fahnenbildern, die Bestandteil thematisch umfangreicherer Werke – geschriebener oder gedruckter – sind, werden üblicherweise F. genannt. In zahlreichen Fällen enthalten F. außer Fahnenabbildungen auch solche anderer Beutestücke.

Ebenfalls als F. sind die im 2. V. 20. Jh. in der Schweiz aufgekommenen Druckwerke vorgestellt worden, die eine Kombination der Typen I und II darstellen ([1; 2]; Rob. Durrer, Glarner F., Zürich 1928; Paul Martin, St. Galler F. Ein Beitr. zur Schweizer Fahnengesch. [= 79. Neujahrsbl., hrsg. vom Hist. Ver. des Kant. St. Gallen], St. Gallen 1939).

Nicht als F. anzusehen sind Trophäenlisten, die u. U. als Unterlagen für die Auszahlung von Beutegeldern (douceurs) dienen konnten (wie z. B. das Trophäenverzeichnis von Lützen, 1632: Alfred Mell, Zs. für Heereskde. 1932, 403–06; s. Fahne, Sp. 1147).

II. Allgemeines

Die größten der F. sind etwa Großfolio, das kleinste mißt nur 9,7 × 15,8 cm (Abb. 9). In der Regel haben F. Hochformat; es gibt jedoch auch einige in Querformat (z. B. Abb. 2, 9), was z.T. auch damit zusammenhängen dürfte, daß zur Landsknechtszeit die Stangen der Infanteriefahnen sehr kurz waren und bei den Darstellungen ganz weggelassen worden sind (dann auch bei den Reiterfahnen). Gewöhnlich ist jeder Fahne ein Blatt gewidmet; auf diesem pflegte man – meist in sehr sorgfältig ausgeführten Aquarellen – die Fahne ausgebreitet oder leicht bewegt wiederzugeben; in einigen F. sind neben die Fahnenbilder Maßstäbe gemalt, z. B. im Freiburger F. (s. Sp. 1171f.); gelegentlich wird die Stange von einer Hand gehalten (vgl. Abb. 2). Manchmal, auch von den Umständen bestimmt, wechselt die Anordnung der Fahnendarstellungen innerhalb eines F. (so bei dem Freiburger F., s. Sp. 1171f., und dem Luzerner, s. Sp. 1172).

III. Typ I

F. dieses Typs sind die ältesten bisher nachweisbaren.

A. Mittelalter

Aus dem Mittelalter hat sich nur ein F. erhalten, das 1448 auf Veranlassung des Krakauer Domherrn Johs. Dlugosz von dem Maler Stanislaus Durink angelegte F., in dem in 56 Abbildungen die Fahnen des Deutschritterordens verzeichnet sind, die dieser 1410 in der Schlacht bei Tannenberg (und 1431 bei Nakel) an die Polen verloren hatte (heute in Warschau, Archiwum Glówny Akt Dawnych, Arch. Kapitulnego 206/218: ed. Karol Górski, Jana Długosza Banderia Prutenorum, Warschau 1958; Abb. 1). Den Anstoß zur Anfertigung dieses F. gab offensichtlich die Anwesenheit von Gesandtschaften des Deutschritterordens in Krakau (1447, 1448), durch deren Befragung es möglich wurde, die einzelnen Beutestücke (bisweilen fehlerhaft) ihren einstigen Inhabern zuzuschreiben. Es ist unbekannt, ob dieses F. das erste seiner Art gewesen ist.

Das Krakauer F. wurde mehrfach kopiert. Die älteste Kopie, vermutlich für Hzg. Albrecht von Preußen bestimmt, entstand im 16. Jh. und befand sich ehem. in der Univ.bibl. zu Königsberg (verschollen, vgl. K. Górski a.a.O. S. 36f.; für die übrigen Ausfertigungen, deren jüngste aus dem 19. Jh. stammen, vgl. ebd. S. 37).

B. Neuzeit.

1. Schweiz

Besonders reich an nach-ma. F. ist die Schweiz. Als Vorläufer der Schweizer F. können – abgesehen von *Wappenbüchern (in denen allerdings auch bisweilen einige Banner vorkommen, z. B. in der Wappenrolle von Zürich und im Wappenbuch des Herolds Gelre) – Listen von Beutestücken von Schlachten, insbesondere aus der Schlacht bei Sempach (1386), angesehen werden, z. B. die von dem Luzerner Stadtschreiber Rennward Cysat verfaßte, die 1580 angefertigt wurde und die älteste bekannte ihrer Art ist (Luzern, Zentralbibl., ms. 124 fol.); sie wurde öfter kopiert, besonders sorgfältig von dem luzernischen Landpfarrer Wilh. Dörflinger († 1799; Sempacher Schlachtkapelle ..., wo unter Nr. 22 insgesamt 23 Banner aus der Sempacher Schlacht verzeichnet sind; Luzern, Bürgerbibl., ms. 28 4°, S. 38–44: [2] S. 39; eine weitere Kopie Dörflingers von 1786 ebendort, ms. 256 2°), und ist auch in Druckwerke übergegangen, vgl. die „Abconterfeyung der Rüstung vnd panern, so keyser Friderichs Bruder Sohn Hertzog Leutpold von Osterreich sampt desselbigen Räthen in der Sempacher Schlacht Anno 1389 [!] gebraucht, ...“ bei Bernh. Hertzog, Chronicon Alsatiae oder Edelsasser Cronic ..., Straßburg 1592.

Eine ganze Reihe der Schweizer F. entstand in Zusammenhang mit einem Wechsel des Aufbewahrungsortes der Trophäen, den in der Regel deren schadhafter Zustand notwendig gemacht hatte; auch die Erstellung von Inventaren konnte zur Anfertigung eines F. veranlassen. Der Beschluß der Regierung von Solothurn (1640), ein F. herstellen zu lassen, wird mit der Sorge begründet, die Fahnen möchten „altershalber etwan in abgang kommen“, das F. soll „der posterität zue Einem Spiegel der Tugenden und Dapferkeit“ der „Altvordern“ dienen und „ad rej memoriam“ im Archiv aufbewahrt werden [3. S. 66].

Von den Schweizer F. dieses Typs sind zu nennen:

Glarner F.: 34 lose Pergamentbll., die zum Einbinden bestimmt waren (Titelbl. vorhanden), mit Deckfarbenmalerei von Hans Heinr. Ryf(f) aus Basel (Abb. 3); im Regierungsauftrag angefertigt, 1616 voll. Das zunächst in der Glarner Bannerkiste aufbewahrte F. ist „eines der luxuriösesten F., das die Schweiz besitzt“ (R. Durrer a.a.O. [Faks.-Ed.], S. 15; ferner: E[duard] A[chilles] Gessler, Über die eidgenössischen Kriegsfahnen und das Glarner F., Zs. für Schweizer Gesch. 9, 1929, 76–81; [2] S. 23f.; [3] S. 58f.; [4] S. 113–20 Nr. 60). – Glarus, Landesarchiv, Inv.Nr. Z IX 10.

Bieler F.: die von den Bielern in den Burgunderkriegen erbeuteten Feldzeichen (und Geschütze) stellte Joh. Aug. Verresius gen. Eberle in seinem „Dialogismus und Historia summariter betreffent die Stadt Biel“ 1625 in 12 Abb. vor [2, S. 24f.]. – Bern, Stadtbibl., ms. H H XII, 59, S. 191–98.

Freiburger F.: die 1646–1647 von Pierre Crolet (Crol[l]ot) gefertigten Abb. in Deckfarbenmalerei überliefern neben 30 (heute verschollenen) erbeuteten Fahnen (fol. 4–33) den Wappenrock des Louis de Chalon, drei burgundische Chormäntel sowie die bei Grandson erbeuteten Bildteppiche (fol. 34–42). Inhaltsangabe bei [2], S. 25ff. (vgl. Charles Stajessi, Le Livre des Drapeaux conservé aux Archives de l’État de Fribourg, Fribourg Artistique 1903, 3; B. de Vevey, Le Livre des Drapeaux de Fribourg, Zürich 1943; [3] S. 57; [4] S. 121–28 Nr. 61). – Freiburg i. Ue., Staatsarchiv.

Solothurner F.: im Auftrag der Regierung (beschlossen 1640, erteilt 1641) schuf der Maler Urs König aquarellierte Fahnendarstellungen, in der Mehrzahl Burgunderfahnen, die der Stadtschreiber Franz Haffner beschriftete (Jean-Jacques Amiet, Die Burgunderfahnen des Solothurner Zeughauses, Solothurn 1868, S. 49ff.; [2] S. 27ff.; [3] S. 66f.; [4] S. 128 bis 135 Nr. 62).

Luzerner F.: die von den Luzernern eroberten Fahnen hingen bis 1622 in der Franziskanerkirche, an deren Mittelschiffswänden sie 1625–1626 von Hans Ulrich Wägmann und Jakob Wysshaupt in getreuen Kopien aufgemalt wurden (1734 erneuert, 1790 übertüncht und durch 14 Gem. a. Holz mit je drei Fahnen in halbgeraffter Anordnung ersetzt; Jos. Gauch, Fahnen, erbeutet in den Schweizerkriegen, nach den Fresken in der Franziskanerkirche in Luzern, Luzern 1939; zuletzt [4], S. 94). Die ältesten der Luzerner F., von denen derzeit acht Ausfertigungen bekannt sind [4, S. 94–110 Nr. 51–58], entstanden bald nach 1656, da sie auch die im Villmergerkrieg erbeuteten Fahnen enthalten (vgl. [2], S. 30–39; Schweizer.L.Mus. Zürich, 74. Jb., 1965, 56, Abb. 26; [3] S. 59f.; P. Placidus Hartmann, Das Villmerger Fahnenbüchlein im Kloster Engelberg, Archivum hcraldicum 75, 1961, 53ff.). – Zürich, Schweizer.L.Mus., Inv. Nr. LM 41 608 (ältestes Exemplar [Abb. 4]; dagegen [3], der Bern, Bern. Hist. Mus., Inv.Nr. 10 105 [Abb. 5], als solches beansprucht).

Aurelian Zurgilgen, Beschreibung des einheimischen Krieges v. J. 1656, enthält eine Zusammenstellung der von den Luzernern in der Schlacht bei Villmergen (1656) eroberten F. [2, S. 29f.]. – Luzern, Bürgerbibl., ms. M 22 fol., S. 125–33.

Zürcher Zeughausinventare: die schon 1525 in der Wasserkirche abgehängten außerschweizerischen Beutefahnen – die innerschweizerischen hatte man „nit uffgehänckt“, um „christenlicher und fründtlicher und nachbürlicher zu syn“ [4, S. 89] – gelangten 1543 ins Zeughaus, in dessen Inventar von 1699 sie erstmals und wieder (nunmehr genauer) im Inventar von 1747 bildlich wiedergegeben sind; beidemale unterblieb eine Gruppierung der Beutestücke nach ihrer Herkunft (die meisten Fahnen stammen aus der Burgunderbeute, vgl. [2], S. 39f.; [3] S. 71; [4] S. 89 bis 94, mit weiterer Lit.). – Zürich, Staatsarchiv, QQ II 81 und QQ II 86.

Appenzeller Fahnenbilder: Ill. von Joh. Ulrich Fitzi, 1818–1821, zur Slg. von Bilddokumenten zur Appenzeller Landesgesch. Joh. Caspar Zellwegers, die u. a. auch Fahnen enthalten (fol. 50, 52 und 53; diese zusammengestellt auf einem Stich von Franz Hegi: [1] Fahnenkat. S. 6 und S. 161f. Nr. 1022–32; [2] S. 40). – Trogen, Kantonsbibl. Appenzell A.-Rh.

St. Galler F.: 1823 fertigte Gg. Leonh. Hartmann von den damals noch erhaltenen Beutefahnen Aquarellkopien an, die Bd. 2 seines Wappenbuches eingefügt sind (St. Gallen, Stadtbibl.). 1833 erhielt sein Sohn Joh. Daniel Wilhelm den Auftrag, die Fahnen zu kopieren; seine außerordentlich minutiösen Abb. sind auf Blättern ungleicher Größe festgehalten (P. Martin a.a.O. [Sp. 1169]; ders., Les étendards bourguignons au Mus. hist. de St-Gall, Rev. franç. d’Héraldique et de Sigillographie 2, 1939, 104; [2] S. 41; [3] S. 64; [4] S. 146–51 Nr. 65). – St. Gallen, Stadtbibl. (Vadiana), Ms. Zi., Grüne Mappe, XXVII–XXXV.

Schultheß’sches F.: eine Kompilation aus allen F., die Paul Heinr. Schultheß (1813–1867) zugänglich gewesen waren [2, S. 41]. – Wattwil, Priv.bes. (1942).

2. Übrige europäische Länder

In den übrigen europäischen Ländern entstanden F. zumeist zum Zeitpunkt deren größter politischen Machtentfaltung; sie registrieren gewöhnlich die Beutefahnen aus den siegreichen Feldzügen, auf Grund derer die jeweilige Machtposition erreicht wurde.

Eine Ausnahme von dieser Regel ist das älteste F. Englands, das 1531–1532 zu datierende Ms. I 2 des Herald’s College of Arms. Es ist offenbar durch Verzeichnisse wie das der Bannerherrn, die am franz. Feldzug König Edwards IV. (1475) teilnahmen, und ähnliche Listen angeregt; das F., das 1559 John Cocke, dem Herold von Lancaster, gehörte, enthält vornehmlich Fahnen verschiedener Formen von hohen und niedrigen Adeligen aus der Zeit Kg. Heinrichs VIII. (vgl. Lord Howard de Walden, Banners, Standards and Badges from a Tudor Ms. in the College of Arms, o. O. 1904, mit Abb. nach den 1829–1831 gefertigten Pausen). Die bedeutendste Zusammenstellung britischer Trophäen, meist gegen Napoleon und in Asien erbeuteter Stücke, bieten die Aquarelle von W. Gibb, die um 1890 angefertigt wurden (W. Gibb [und R. R. Holmes], Naval and Military Trophies and Relics of Brit. Heroes, London 1896).

Das älteste F. Italiens wurde auf Anordnung von Hzg. Karl Emanuel I. von Savoyen (1580–1630) ausgeführt: Stendardi, guidoni, cornete et bandiere o insegne guadagnate dal Sermo Sigr il Signor Emanuel Filiberto Duca di Savoia, ... (Turin, Archivio di Stato, J. b. I 8 und 9). Mit seinen 167 aquarellierten, mit Gold und Silber gehöhten Zeichnungen ist es eines der umfangreichsten F. Es verzeichnet den Franzosen abgenommene Fahnen, hauptsächlich in der Schlacht von St-Quentin (1557) eroberte. Das Material ist nach militärischen Einheiten gegliedert: auf die Fahnen des Fußvolks folgen Standarten und Guidons von Kavallerie und Artillerie, schließlich die Kornetts der Kavallerie (Abb. 2; vgl. Paul Martin, Enseignes franç. de 1557–1558, Livrustkammaren 6, 1952–54, 137–75).

In Schweden ist kein älteres F. als „De faners och fenickers afrithning som Anno 1600 bis 1601 uthi Lifland ähre eröfrede wordne“ bekannt (Stockholm, Riksarkivet, Krigshistoriska handlingar vol. VI:5). Dieses F. umfaßt nur einen Bogen mit sechs Abbildungen (Åke Meyerson, Karl IX:s-trofeer i samtida bild, Livrustkammaren 1, 1937–39, 61–64). Bei weitem die umfangreichste Zusammenstellung sind die „Troféavbildningar“ im Kungl. Krigsarkivet Stockholm, die in 32 Büchern und 3 Mappen in Folio insgesamt 3100 Abbildungen von erbeuteten Infanterie- und Reiterfahnen vom 30jähr. Krieg bis 1814 hauptsächlich aus Rußland, mehreren deutschen Staaten, Dänemark-Norwegen und Polen-Litauen enthalten. Davon wurden 2221 Abbildungen von dem Trophäenmaler Olof Hoffman in den Jahren zwischen 1681 und 1699 angefertigt (Abb. 6; 804 Darstellungen schuf Jonas Jonsson 1904–1915). Dieses F. ist weder im ganzen publiziert, noch zur Gänze ausgewertet.

Vgl. Dan. Theod. Joannes Petrelli und Ernst Torsten Sigfrid Liljedahl, Standar och Dragonfanor från valplatser i Tyskland, Antiqvarisk Tidskrift för Sverige 14, 3, 1895, auch als Buch: Stockholm 1895; D.T. J. Petrelli, Våra troféer, Illustrerad Militärrevy 1901, 300–11; ders. und A. Lagrelius, Narvatroféer i Statens Trofésamling, Uppsala und Stockholm 1907; Folke Pira, Statens Trofésamling, Föreningen Armémusei Vänner, Meddelanden 1, 1938, 25–34; Arne Danielsson, The Trophy Coll. of the Swedish State, Rev. internat. d’hist. militaire 1967, Nr. 26 S. 145– 167; ders., The Swedish State Trophy Coll., The Flag Bull. 10, 1971, 154–67. Über brandenburg-preußische Fahnen s. Sp. 1179f.

Die wichtigsten F. Frankreichs sind die Verzeichnisse der Trophäen Ludwigs XIV. und Ludwigs XV.: Les Triomphes du Roy Louis le Grand, représentés par les Drapeaux qui ont ésté pris sur les Ennemis de Sa Majesté dans les Batailles, Rencontres et Prises de Villes, et qui ont ésté apportés en Cérémonie dans l’Eglise de Notre Dame de Paris depuis 1674 jusques à la fin de son Règne (Paris, Bibl. Nat., Cab. des Estampes, Id 41–45; eine Kopie befand sich ehem. im Berliner Zeughaus, Bibl.-Signatur I, 577; für die brandenburgischen und preußischen Fahnen s. Gustaf Lehmann, Brandenburg.-preuß. Fahnen in der Zeit des letzten Kurfürsten und des ersten Königs. 1688–1713, Hohenzollern-Jb. 11, 1907, 89–108; für die bayerischen Fahnen s. Hans Fahrmbacher, Zur Entwicklungsgesch. der bayer. Fahnen und Standarten, Das Bayerland 22, 1911, 762-68, 787ff., 813ff.); Triomphes du Roi Louis XV. Trophées de Notre Dame de 1735 à 1750 (ebendort Id 46). Solange Editionen der franz. F. noch ausstehen vgl. Maurice-Émile Eugène Vérillon, Les Trophées de la France, Paris 1807.

In Rußland und Preußen gingen anscheinend der wissenschaftlichen Bestandsaufnahme der Trophäen keine F. voraus; vgl. A. J. Heckel, Trophäen der Kriege 1812–1813–1814 in der Kasanschen Kirche (russisch), St. Petersburg 1909, und Nikolai Efimowitsch Brandenburg, Hist. Kat. des Artillerie-Mus. zu St. Petersburg (russisch), St. Petersburg 1889; für Preußen: Gustaf Lehmann, Die Trophäen des Preuß. Heeres in der Kgl. Hof- und Garnisonkirche zu Potsdam, Bln. 1888.

IV. Typ II

F. dieser Art streben eine möglichst vollständige Übersicht über einen zeitlich oder räumlich begrenzten, in sich zusammengehörigen Fahnenbestand an. Die Initiative kann liegen beim Besteller, der sich Muster vorlegen läßt (Abb. 7); beim Befehlshaber, der sich eine Bestandsmeldung verschafft (Abb. 8); bei einem interessierten Privatsammler, der Nachrichten zusammenträgt (Abb. 9); bei musealem oder wissenschaftlichem Sammelzweck; beim Streben, das Bedürfnis nach Souvenirs zu befriedigen.

Die älteste bekannte Slg. dieser Art ist wohl das bildliche Verzeichnis der bei Montcontour (1569) von den oberdeutschen Bundesgenossen der Hugenotten in ihrer Gesamtheit verlorenen Fahnen und Reiterfahnen, das ein Davongekommener aufgestellt hat (Abb. 9; vgl. Theod. Wilckens, Mannheimer Gesch.bll. 3, 1911, 59-65; ders., Das Bayerland 22, 1911, 392–95; ders., Der dt. Herold 42, 1911, 111). – Zwölf aquarellierte Abbildungen, darstellend „Lothringische Cardinalische Fußvolckfahnen So im Elsasischen Krieg gebrauchet worden“, sind im Ms. des Chronicon Alsatiae v. J. 1592, fol. 373 und 375, enthalten (Straßburg, Hist. Mus.; P. Martin, Les drapeaux de guerre du Cardinal Charles de Lorraine en 1592, Rev. internat. d’hist. militaire 2, 7, 1949, 121–24). – Im Winter 1619–1620 ließen sich zwei Obristen der unterpfälzischen Armee (des sog. Winterkönigs), Mich. von Obentraut und Burkhard von Waldmannshausen, von dem Heidelberger Maler Gabriel Geiger Musterzeichnungen für die Fahnen ihrer beiden Regimenter (zu Pferde, zu Fuß) vorlegen, nach denen am 6. 1. 1620 fünf „Kornetten“ und elf Trompetenfahnen bestellt und am 20. 1. 1620 drei Fahnen gemalt und sieben weitere zusammengenäht wurden (Abb. 7; O. Neubecker, Die Feldzeichen des unterpfälzischen Heeres i. J. 1620, Zs. für hist. Waffen- und Kostümkde. 16 [= N. F. 7], 1940–1942, 201–12). – Auf Anforderungen von Bestandsmeldungen gehen die sächsischen F. von 1631ff. zurück. Die Abbildungen in den „Signa militarla equitatus Saxonici tempore belli Serenissimi electoris Saxoniae Johannis Georgii Imi adversus imperatorem Ferdinandum II“ wurden Balth. Böhme zugeschrieben, der daran acht Jahre gearbeitet haben soll (Dresden, Sächs. Landeshauptarchiv, Loc. 9119, vgl. Theod. Distel, Bll. für Archit. und K.handwerk 3,3, 1890, 11; K. G. Helbig, Zs. für dt. Kulturgesch. N. F. 3, 1874, 369–81); die 92 Bll. umfassende Sammlung von Abbildungen der Infanterie- und Reiterfahnen von Kursachsen, die 1633 von den Truppenteilen selbst gefertigt wurde, befindet sich ebendort (Abb. 8). – 1631 erschien als Flugschrift die „Eigentliche Beschreibung Dero drey vnd zwanzig Fahnen geworbenen FußVolck, so auff Churf. Durchl. zu Sachsen gnädigst Anordnung den zehenden vnd funffzehenden Junij zu Leipzig ankommen vnd meistenteils daselbst einlosieret“ (vgl. Otto Rudert, Die Kämpfe um Leipzig im großen Kriege 1631–1642 [= Schriften des Ver. für die Gesch. Leipzigs, 20/21], Lpz. 1937, S. 20f.; Exemplar in Berlin, Staatsbibl., Flugschr. 1631, 66a). – Aus Kurbrandenburg liegen für die Zeit des 30jähr. Krieges an einheimischen Quellen nur schriftliche Berichte vor (vgl. O. Neubecker, Brandenburg. Feldzeichen, Brandenburg. Jbb. 2,1936, 120–29, bes. S. 128); erst vom 18. Jh. an gibt es für dieses Land bebilderte F. (Verzeichnis ebd.).

Um mehr oder weniger amtliche Bestandsaufnahmen handelt es sich bei folgenden F.:

Straßburg: a) Der 4. Teil des Ms. vom „Chronicon Alsatiae“ (s. Sp. 1171) ist überschrieben „Folget der Strassburgische krieg und unruh samt allen Scharmützlen, Einnemereien und Blünderungen der Städt und Vestungen im Elsaß mit sonder tabulen abgezeichnet, wie auch dero Fahnen ordentlicher weiss abgezeichnet, ... – may 1593“; Bll. 154, 156, 158 und 160 zeigen je sechs Fahnen aus der Zeit von 1552–1560, auf weiteren Bll. sind die Fahnen späterer Jahre chronologisch verzeichnet und abgebildet (vgl. P. Martin, Die Hoheitszeichen der Freien Stadt Straßburg, 1200–1681, Straßburg 1941, S. 130–35). – b) Ein Straßburger F. von 1633 und 1669 befindet sich in der Bibl. munic. zu Schlettstadt (ebd. S. 148ff.; ed. von Jos. Gény, Die Fahnen der Straßburger Bürgerwehr im 17. Jh., Straßburg 1902).

Kurpfalz: „Churpälzischer Unterthanen Kriegsfähnlein und montouren, eingetheilt nach Verschiedenheit der Oberämter, unter Friderico IV. anno 1604 und in farben gemahlt“ (München, Bayer. Hauptstaatsarchiv, Geh. Hausarchiv, Nr. 8) enthält die Fahnen der Landmiliz aus der Zeit zwischen 1583 und 1672, vgl. Th. Wilckens, Die Fahnen von Kurpfalz, Bayerland 21,1910, 559–62, 570f. und 585f.; ders., Der dt. Herold 42, 1911, 227f.; O. Neubecker, in: Pfälzer Fahnen, Wanderbuch des Pfälzerwald-Ver., Neustadt a. d. H. 1932, S. 50–68.

Niederlande: 1621 veranlaßte Gf. Ernst-Kasimir von Nassau, Statthalter von Friesland, Groningen und Drenthe, die zeichnerische Aufnahme der Bataillonsflaggen und -fahnen; die 96 Abbildungen umfassende Slg. befindet sich im Kgl. Hausarchiv (Klaes Sierksma, Niederl. Kriegsflaggen des 17. Jh., Recueil des discours banistiques à l’occasion du Premier Congr. Internat. de l’étude scientifique des drapeaux le 4me et 5me Sept. 1965 à Muiderberg, Pays-Bas, Muiderberg 1966, S. 47–51).

Danzig: Adam Jacob Martini von Wittenbergk, Kurtzer wolgemeinter Begriff und Entwurff der schönen wolgerichteten Fänlein in der Kgl. Stadt Dantzigk, ... 1645 (64 Abb.; ehem. Hamburg, Stadt- und Univ.bibl., HA II, 207 4° [verbrannt]).

Kt. Nidwalden: Das 1741 von Felix Leonz Keyßer, dem Landschreiber von Nidwalden, angefertigte F. verzeichnet die einheimischen Fahnen vom 14. Jh. an, vgl. [1], Fahnenkatalog S. 88f. (Stans, Staatsarchiv).

Preußen: Die Fahnen der brandenburg-preuß. Armee nach dem Stand von 1747 waren in einem – jetzt vernichteten – F. abgebildet, das sich einst in der Großhzgl. Hess. Kabinettsbibl. in Darmstadt befand (eine Kopie ehem. in der Zeughausbibl. Berlin, A 838, vgl. Kgl. Kriegsministerium [G. Lehmann], Gesch. der Preuß. Fahnen und Standarten, Bd. 1, Bln. 1889, S. 141). – Ein F., das die in Leningrad und Stockholm verwahrten brandenburgischen und preußischen Beutefahnen aus dem 17. und 18. Jh. enthalten sollte, wurde von Ludwig Schneider (1874–1875) vorbereitet, kam aber nicht zustande (es existieren fünf Probedrucke). Die Unterlagen für dieses F. sind auf preußisches Betreiben angefertigte Aquarelle (Berlin-Dahlem, Geh. Staatsarchiv, Rep. 92 Schneider und Lehmann; vgl. Gustaf Lehmann, Die brandenburg-preuß. Fahnen, Hohenzollern-Jb. 6, 1902, 115–46).

Rußland: Die Fahnen des russischen Heeres unter der Zarin Elisabeth waren in den „Znamena raznych polkov’“ verzeichnet, die einst in der Großhzgl. Hess. Kabinettsbibl. in Darmstadt verwahrt wurden (zerst.; Abb. 10; s. a. Erich Ziemer, Russ. Fahnen und Standarten unter der Zarin Elisabeth 1741–62, Die Zinnfigur 16, 1, 1941, 4f.).

Braunschweig-Lüneburg: Bei dem F. ehem. (?) in der Kgl. Ernst August Fideicommiß-Bibl. in Gmunden handelt es sich vermutlich um eine Slg. von Musterzeichnungen anläßlich der Herstellung der einzelnen Fahnen während des 7jähr. Krieges (Friedr. Schirmer, Althannoversche Feldzeichen 1620–1803, Niedersächs. Jb. für Landesgesch. 16, 1939, bes. S. 169–82, Abb. 13–27).

Großbritannien: Der am 4. 6. 1806 als Inspector of Regimental Colours eingesetzte Angehörige des Herald’s College legte The Vellum Colour Books an, in denen alle Fahnen der Garde- und der Linien-Infanterie farbig – eine Fahne je Blatt – dargestellt sind (4 Bde., 1: Foot Guards; 2–4: 1.–33., 34.–64., 65.–104. Regiment; vgl. Thomas Joseph Edwards, Standards, Guidons and Colours of the Commonwealth Forces, Aldershot 1953, S. 92ff.).

F., die privatem Sammeleifer ihre Entstehung verdanken:

Das sog. Ms. De Gortter (Brüssel, Bibl. Roy., ms. 15 662) enthält vermutlich von Cornelis de Gorter angefertigte Zeichnungen aller Parteien, die zwischen 1577 und 1583 Mecheln besetzt hatten, mit ihren Fahnen (J. P. W. A. Smit, De legervlaggen uit den aanvang van den 80jarigen oorlog [= Van Gorcum’s Hist. Bibl., Deel XIX], Assen 1938, S. 48). – Nach dem Augenschein gab der Benediktiner Reginbald Möhner die Fahnen der schwedischen Truppen wieder, die Augsburg 1632–1635 besetzt hielten (Augsburg, Diöz. Archiv, vgl. Sp. 1119, Abb. 39; moderne Kopie im Krigsarkivet Stockholm: Erik Zeeh und Gunnar Nordström, Svenskarna i Augsburg under trettioåriga kriget och Reg. Möhners svenska troféavbildningar, Meddelanden från Föreningen för Stockholms fasta försvar 44, 1939, 5–26, und Folke Wernstedt, Svenska standar och fanor 1654–1686, Meddelanden från Riksheraldikerämbetet 10, 1941 bis 1945, 66–72).

Sonderfälle:

Als F. wird meist auch Meister IK (sicherlich Jakob Köbel), Wappen des heyligen Römischen Reiches Teutscher Nation, der Churfürsten ... und der meerer theil Stett, ..., Ffm. 1545 (Nachdruck: Unterschneidheim 1969), bezeichnet. Das Druckwerk zeigt nur Bannerträger, deren Fahnentücher die jeweiligen Wappen wiedergeben; es ist also inhaltlich ein Wappenbuch, der Gestaltung nach ein F. (vgl. P. Martin, Stadtbanner am Oberrhein, Straßburg 1942). – Vermutlich um 1580–1597 entstand das ms. Thott Fol. 832 + Tillaeg der Nat. Bibl. Kopenhagen. Da die hier wiedergegebenen Fahnen überwiegend in Wirklichkeit kaum mögliche Zusammenstellungen heterogener Elemente zeigen, ist wohl anzunehmen, daß es sich hier um das Musterbuch eines fantasiereichen Fahnenherstellers handelt (s. Preben Kannik, A Forgotten Colour Ms., in: Four Studies on Hist. of Arms [= Tøjhusmuseets Skrifter, 7], Kopenhagen 1963, S. 111–45).

Zu den Abbildungen

1. Stanislaus Durink, Fahne der Truppen des Bischofs von Pomesanien. Deckfarben auf Perg., 28,3 × 18,6 cm. Krakau (Kraków), Bibl. Jagiellonska, Fahnenbuch des Johs. Dlugosz, fol. 12 (Nr. 8). Um 1448. Fot. Bibl.

2. Turin, Archivio di Stato, J. b. I. 8 (Stendardi, guidoni, cornete et bandiere o insegne guadagnate dal Sermo Sigr il Signor Emanuel Filiberto Duca di Savoia, ..., nella giornata di S. Lorenzo presa di S. Quintino, et battaglia di Grauellines contra Francesi, Bd. 1), fol. 12, Fahne einer vermutlich fremdländischen Kompanie zu Fuß in franz. Dienst. Aquarell auf Papier, 52 × 40,5 cm. A. 17. Jh. Nach Livrustkammaren 6, 1952–1954, S. 161 Abb. 15.

3. Hans Heinr. Ryf(f), Dreieckfahne mit zweizipfeligem Ende, mit Darstellung der hl. Magdalena. Deckfarben auf Perg., 32 (37) × 63 (68) cm. Glarus, Landesarchiv, Inv. Nr. Z IX 10 (Glarner Fahnenbuch), Nr. 2. Voll. 1616. Fot. Schweizer. L. Mus., Zürich.

4. Zürich, Schweizer. L. Mus., Inv. Nr. LM 41 608 (Luzerner Fahnenbuch), Bl. 27, Landsknechtsfahnen: die erhaltene neunmal schwarz-gelb, geteilt mit weißem Andreaskreuz. Inschrift: „Dise 3 Fahnen sind ... in der mannhaften Schlacht vor Novarra anno 1513 gewunnen worden“. Aquarell auf Papier, 28,3 × 18,6 cm. Bald nach 1656. Fot. Mus., Nr. 90 808.

5. Bern, Bern. Hist. Mus., Inv. Nr. 10 105 (Luzerner Fahnenbuch), fol. 11, burgundisches Banner aus der Beute von Grandson (?; aus der Beute von Dornach?). Aquarell auf Papier, 20,5 × 31 cm. 3. V. 17. Jh. (nach 1656). Fot. Mus.

6. Olof Hoffman, rot-gelbe Infanterie-Fahne einer Truppe von Leopold Wilhelm Erzhzg. von Österreich und Bisch. von Halberstadt. Aquarell auf Papier, 42,6 × 28,2 cm. Stockholm, Krigsarkivet, Dt. Trophäen, Bd. 14, S. 57. Zwischen 1681 und 1699. Fot. Krigsarkivet Stockholm.

7. Gabriel Geiger, Musterzeichnungen für das „Kornett“ und die Trompetenfahne der Leibkompanie des Regiments zu Pferde Joh. Mich. von Obentraut. Aquarell auf Papier, 31,4 × 20,2 cm. Wiesbaden, Priv.bes., Fahnenbuch der Regimenter J. M. von Obentraut und Burkhard von Waldmannshausen, fol. 1. 1619–1620 (vor 6. 1. 1620). Fot. Walter Glock, Mchn.

8. Dresden, Staatsarchiv, Loc. 9119, Fahnenbilder des Regiments Oberst von der Pforten (alte Signatur: Rep. Lit. B. Loc. 102), fol. 2, Infanterie-Fahne, gelb und blau. Aquarell und Deckfarben auf Papier, ca. 16 × 18,5 cm. Dat. 1633 (lt. Vermerk auf dem Titelbl.). Fot. Staatsarchiv Dresden.

9. Karlsruhe, Bad. L.bibl., ms. 34 Durlach (Diß seind die fendlein Vnd fanen so ... Pfalczgraff Wolfgang ... Ao. 1569 mit Ime in Franckreich gführt), fol. 19v, Landsknechtsfahne: rot und gelb gestreift, mit weißem Bundeskreuz. Wasserfarben auf Papier, 9,7 × 15,5 cm. 1569 oder kurz danach. Fot. Bibl.

10. Ehem. Darmstadt, Großhzgl. Hess. Kabinettsbibl., Znamena raznych polkov’, S. 137, Fahne der Truppen der Sibirischen Division: rot-weiß gestreift, schwarze Eckkeile mit goldenem Monogramm der Kaiserin Elisabeth (1741–1762), in der Mitte das Wappen von Sibirien. Aquarell- und Deckfarben auf Papier, Maße unbekannt (Folioformat). Zwischen 1741 und 1762. Fot. Archiv Neubecker.

Literatur

1. A(lbert) und B(erty) Bruckner, Schweizer Fahnenbuch, St. Gallen 1942. – 2. dies., Schweizer Fahnenbuch, 2: Nachträge, Zusätze, Register, St. Gallen 1942. – 3. Florens Deuchler, Die Burgunderbeute, Bern 1963. – 4. Ausst. Kat. „Die Burgunderbeute und Werke burgundischer Hofkunst“, Bern, Bern. Hist. Mus., 1969.