Ehrenbecher

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englisch: Presentation cup; französisch: Coupe d'honneur; italienisch: Coppa d'onore.


Edmund W. Braun (1956)

RDK IV, 859–868


RDK IV, 861, Abb. 1. Wiener Neustadt, 1462.
RDK IV, 861, Abb. 2. Stuttgart, 1561 und A. 17. Jh.
RDK IV, 863, Abb. 3. Nürnberg, 2. H. 16. Jh.
RDK IV, 865, Abb. 4. Freiburg i. Br., um 1600.
RDK IV, 865, Abb. 5. Nürnberg, 1697.

I. Begriff

Unter E. versteht man Trinkgefäße aus Edelmetall (Becher, Pokale, Doppelpokale, Schalen, mit oder ohne Deckel), welche von Fürsten, Ländern, Städten oder Einzelpersonen an Persönlichkeiten geschenkt wurden, die man aus verschiedenen Gründen „ehren“ wollte: beim Eintritt oder Abschied, als Dank für geleistete Dienste, besonders Kriegsdienste – etwa bei Siegesfeiern –, anläßlich von Festlichkeiten, Turnieren, Familienereignissen usw. Entsprechend der vielseitigen, reich nuancierten sozialen Struktur des kulturellen Lebens konnte also der Begriff einer solchen „Ehrung“ mannigfaltig sein.

Die Bezeichnung E. ist neuzeitlich.

Nicht zu den E. gehört der Willkomm, nach Grimm „ein großes trinkgeschirr aus metall oder glas, das man besonders in zünften einem angekommenen gast zu ehren austrank, und das dieser zur erwiderung ebenfalls leeren mußte“ (Grimm 14, 2, Sp. 193; vgl. a. Müller-Mothes Bd. 2 S. 987).

II. Verwendung

Quellen zur Geschichte der E. und ihrer Verleihung sind nicht so sehr die erhaltenen Stücke – auf denen der Anlaß selten verzeichnet ist – als vielmehr die schriftlichen Zeugnisse; es kommt hinzu, daß die E. ihres Materialwertes wegen häufig – zuweilen schon bald nach der Überreichung – zu Geld gemacht wurden. Die Belege über Verleihungen von E. und anderen Ehrengeschenken sind im Gegensatz zu den erhaltenen E. sehr zahlreich, so daß hier auch nicht annähernd ein Überblick über sie gegeben werden kann; es sollen daher nur charakteristische Einzelfälle herausgegriffen werden.

Die Quellen fließen zwar in allen Epochen, am reichsten aber in der Renaissance und im Frühbarock, also in den Zeiten, in denen Trinkgeschirre aus Edelmetall bevorzugt wurden. Später, vom 17. Jh. an, traten häufig andere Ehrengeschenke wie Miniaturen, Orden, Dosen, Schmuck der verschiedensten Art an die Stelle der E. – Den Damen der durch E. ausgezeichneten Herren wurden zwar auch öfters Becher überreicht, doch bevorzugte man statt dessen Ringe, Ketten, Anhänger u. a. Schmuck, Kassetten, Schränkchen, Tintenzeuge u. dgl.

Zu den schönsten erhaltenen E. der Gotik gehört der große, im Auftrag Kaiser Friedrichs III. für den ungarischen König Matthias Corvinus gefertigte „Corvinusbecher“ von 1462 in Wiener Neustadt (Abb. 1). Er ist – wohl unter siebenbürgischem Einfluß – an der Kuppa z. T. mit farbigem Drahtemail überzogen, mißt in der Höhe 81 cm und trägt auf dem Deckel des Kaisers Devise AEIOU (erneuert; E. V. Strohmer in: Deutsche Kunst 7, 144 [1941]).

Unter den E. besaß der bei der Kaiserkrönung verwendete Krönungsbecher eine besondere symbolische Bedeutung. Der König von Böhmen hatte das Amt des Erzschenken inne; seitdem aber die vier Erzämter zu bloßen Titeln erstarrt waren und ihre Funktionen von den Stellvertretern wahrgenommen wurden, übten die Grafen von Limpurg (später von Althan) als Erbschenken das Amt tatsächlich aus. Die bei der Krönung benutzten Geräte kamen jeweils an die Inhaber der Erbämter. Einzig erhaltener Erbschenkenbecher ist der von dem Nürnberger Goldschmied Christoph Ritter I. 1561 gearbeitete E. im Besitz der Grafen von Bentinck und Waldeck-Limpurg, jetzt als Leihgabe im Württ. L.M. Stuttgart (Abb. 2; die Kuppa ist spätere Schwäbisch-Haller Arbeit: Rosenberg3Nr. 2290f. u. 3880 b). Seit 1636 erhielt der Erbschenk einen Glaspokal als Krönungsbecher.

Eine sehr häufig wahrgenommene Gelegenheit zur Überreichung eines E. war der Einritt des Kaisers oder eines Reichsfürsten in eine Stadt, wobei der Magistrat einen E. überreichte, um sich den Geehrten gewogen zu machen.

Eine Zusammenstellung der von der Stadt Nürnberg durch E. geehrten Gäste auf Grund des städtischen Silberzettels von 1613 (abgedruckt in: Ernst Mummenhoff, Das Rathaus in Nürnberg, Nürnberg 1891, Beilage XIV, S. 265–88) gibt Einblick in die Mannigfaltigkeit der Anlässe. Außer dem Kaiser und der Kaiserin, die regelmäßig bedacht wurden, kamen auch zahlreiche andere Persönlichkeiten in Betracht: neben Standesherren und Fürsten erscheint der Graf Solms, Markgraf Sigismund von Brandenburg, die Markgrafen Friedrich und Johann Georg von Sachsen, Veit Herberstein, Kraft und Philipp Heinrich Hohenlohe, Pfalzgraf Friedrich, als er mit seiner Gemahlin zum erstenmal als Kurfürst einritt; weiterhin Ratsherren und höhere Beamte befreundeter Städte, der Vizekanzler der Reichskrone Böhmen, Bohuslaw von Michalowitz, der Kaufherr Löw aus Prag, dazu aber auch verdiente Herren des Nürnberger Patriziats, die Löffelholz, Grundherr, Oelhafen, Rieder, Pömer usw.

Es lag im Wesen des reichsstädtischen Zeremoniells, daß auch das Gefolge des Kaisers reich bedacht wurde. Als Karl V. 1540 in Nürnberg war, beschenkte der Rat der Stadt auch die kaiserlichen Räte und das „Hofgesind“; so erhielt Granvella eine Doppelscheuer zu 283 fl. (dazu ein „künstlich Ührlein in Krystallkugel“, 100 fl.), der Oberkämmerer von der Brait eine Doppelscheuer zu 178 fl., der zweite Kämmerer von Laschau eine zu 141 fl. usw. (Franz von Soden, Kaiser Carl V. in Nürnberg, Nbg. 1858, S. 20f.). – Karls V. Schwester, die Königin Maria von Ungarn und Böhmen, ritt 1531 in Nürnberg ein und erhielt als E. zwei Paar Silberschalen auf Füßen, jede zu 13 fl. (Ders., Beitr. z. Gesch. d. Reformation usw., Nürnberg 1855, S. 360.)

Wichtigste Quelle für das gut organisierte Nürnberger Geschenkwesen bilden die acht Bände „Schenkbücher“ (Nürnberg, Staatsarchiv), die seit A. 14. Jh. bis in die Barockzeit geführt wurden und in denen die einzelnen E. sorgfältig nach Aussehen, Gewicht und Wert beschrieben wurden; hierdurch ist u. U. heute noch die Identifikation einzelner Stücke möglich. Auch in älteren Inventaren (Bestandsaufnahmen, Erbschaftsverzeichnissen u. dgl.), die notfalls als juristische Dokumente dienen mußten, sind die Beschreibungen und Wertangaben genau.

Eine weitere, für das Geschenkwesen sehr aufschlußreiche Quelle sind die württembergischen Landtagsakten unter Hzg. Friedrich I. 1593–98 (ed. A. E. Adam, Stg. 1910), die eine Fülle von Ehrengeschenken an Mitglieder des Herzogshauses anläßlich aller möglichen Gelegenheiten (Hochzeiten, Taufen usw.) verzeichnen.

Als besonders lehrreiches Beispiel der 2. H. 16. Jh. hat sich im Nürnberger Staatsarchiv die Zeichnung eines E. erhalten (Abb. 3): ein sorgfältig gemaltes und teilvergoldetes Pergamentblatt mit Darstellung eines großen juwelengeschmückten E., den der Rat besaß und am 3. Juli 1612, mit 1000 fl. in Münzen gefüllt, dem von der Frankfurter Kaiserkrönung zurückkehrenden Kaiser Matthias, als er in Nürnberg einritt, überreichte; die Kaiserin Anna erhielt bei dieser Gelegenheit ein kostbares Augsburger Schreibkabinett.

Die gleichzeitige Legende (Nürnberg, Staatsarchiv; Jb. Kaiserhaus 10, 1889, Nr. 5919) nennt den E. „ein silbern vergult künstlich gearbeites trinkgschirr mit 25 edlen stainen, in gulden kästen versetzt, geziert, so aus Franckreich herauskommen und von den Böschischen [drei Mitglieder der Kaufmannsfamilie Bosch saßen s. Zt. im Großen Rat] erkauft worden; hat gewogen 22 mark 10 lot und mitsambt dem futter, so innwendig mit neuem rotem sammet gefuettert worden, in allem gestanden ... gulden 718 schilling 10 [Heller]; mehr baar darinn an neugemuntzten goldgulden mit kais. maj. und dero gemahlin bildnusen stuck 1000“.

Leider fehlt die Guldenangabe; das der Kaiserin überreichte Schreibkabinett war immerhin 1400 fl. wert. Das Anfüllen des E. mit einem Geldgeschenk ist auch sonst öfters erwähnt. Interessant ist in unserem Falle ein Vergleich mit anderen Wertangaben: als Matthias acht Wochen zuvor auf dem Wege zur Kaiserwahl, noch als Erzherzog und König von Ungarn und Böhmen durch Nürnberg geritten war, hatte er vom Rat der Stadt einen E. im Wert von 450 fl., seine Gemahlin einen von 344 fl. Wert erhalten (Ebd. Nr. 5917f.).

Die Stilzugehörigkeit des aus Frankreich importierten E. ist nicht deutlich; der Pokal enthält aber, wie ein ähnlich reicher E. im Kh. Mus. in Wien, deutsche Motive, darunter solche Holbeinscher Prägung. Im übrigen bestanden, zumindest im 16. Jh., mit Sicherheit direkte Beziehungen zwischen Nürnberger und französischen Goldschmieden: ein Werkstattgenosse Wenzel Jamnitzers, Endres Albrecht, arbeitete drei Jahre in Lyon; ein Sohn Jamnitzers starb 1572 in Paris, wo sich auch (in der Bibl. Nat.) eine von Peter Flötner signierte Zchg. eines E. findet, der in Stil und Komposition dem Nürnberger (Abb. 3) und dem Wiener E. verwandt ist.

Der Anlaß zur Überreichung von E. ist bei den erhaltenen Gefäßen oft nicht mehr bekannt. Zuweilen geben Darstellungen auf dem E. die Gelegenheit, welche die Ehrung verursachte, wieder.

Das Museum des Gesamthauses Hohenlohe in Schloß Neuenstein besitzt eine 62 cm hohe silbervergoldete Deckelschale, die sog. „Schale von Breda“, welche die holländischen Stände 1590 dem Grafen Philipp von Hohenlohe bei seiner Hochzeit in Erinnerung an die mit seiner Hilfe gelungene Eroberung von Breda übergaben (Ad. M. Hildebrandt, Heraldische Meisterwerke v. d. Internat. Ausst. f. Heraldik, Bln. 1882, Taf. 82f.); Darstellungen in Treibarbeit und Gravierung geben die Festung und einzelne Situationen aus den Kämpfen wieder, beigefügte Zahlen beziehen sich auf eine zugehörige Beschreibung. – Die reiche Gliederung der wohl in Breda gefertigten Schale entspricht einem im 16. Jh. bevorzugten Typus, der, wenn auch selten in solcher Größe und Ausstattung, öfters als E. verwendet wurde.

E. wurden entweder für den vorgesehenen Zweck eigens angefertigt, oder man griff auf den Vorrat der in den Goldschmiedewerkstätten vorhandenen Pokale zurück. In den Metropolen des deutschen Goldschmiedehandwerks – Nürnberg im 16., Augsburg im 17. Jh. – war das durchaus möglich. Weiterhin konnte aber der Schenkende auch seinem eigenen Hausschatz einen E. entnehmen, um ihn zu verschenken; daher kommt es, daß zuweilen Pokale als E. Verwendung fanden, deren Stil auf eine ältere Entstehungszeit weist.

Anton Fugger bestellte 1547 während des Schmalkaldischen Kriegs ein wertvolles Trinkgeschirr als E. für den Herzog von Alba, doch in glatter Arbeit, da wohl ein baldiges Einschmelzen des Goldschmiedewerks in Münze zu erwarten war (Ausst.Kat. „Fugger und Welser“, Augsburg 1950, Nr. 194).

Die Stadt Osnabrück gab 1623 der Gräfin von Anholt einen vergoldeten E., der als Meisterstück von dem – bei Lorenz Dittrich in Nürnberg ausgebildeten – Osnabrücker Goldschmied Christoph Delbrügge gearbeitet war.

1617 beschwerten sich die Stuttgarter Goldschmiede, daß man zu fürstlichen Ehrengeschenken Werke von Augsburger Meistern kommen lasse und die Stuttgarter Meister vernachlässige; einen Erfolg hatte die Beschwerde offenbar nicht, denn die württembergischen Stände schenkten bei der nächsten Gelegenheit keine E. mehr, sondern Bargeld.

Ein vergoldeter Deckelpokal mit Augsburger Beschau (Abb. 4) wurde der Stadt Freiburg i. Br. 1726 vom Deutschordenskomtur Joh. Heinrich von Kageneck als E. überreicht, stammt aber offensichtlich aus der Wende vom 16. zum 17. Jh.

Aufschlußreich für die Vorrathaltung an E. für bestimmte Gelegenheiten ist auch eine Nachricht aus den Wiener Hofzahlamtsakten von 1556, wonach in die Schatzkammer Maximilians II. vierzehn silbervergoldete Trinkgeschirre „von khnorter und Sübenbürgischer arbait“ eingeliefert wurden, die als E. für ritterliches Verhalten im Felde gegen die Türken vorgesehen waren.

Es handelte sich u. a. um folgende Gefäße: einen großen „Kopf“ mit einem Deckel, geziert durch einen Kranz, darauf das Bildnis eines Ritters; einen Kopf mit einem Deckel, darauf ein Kaiserbildnis; einen siebenbürgischen Kopf mit einem Deckel, darauf vier Äpfel; einen großen Becher mit einem Deckel, darauf ein Pelikan; einen Kopf samt einem Deckel, darauf ein Landsknecht mit einem Schilde, in welchem ein Hahn dargestellt ist, usw. (Jb. Kaiserhaus 7, 1888, Reg. Nr. 4941).

Es kam vor, daß der Schenkende sich bei dem zu Ehrenden Rat holte, was für ein Ehrengeschenk ihm genehm sei.

So waren die württembergischen Stände 1617 in Verlegenheit, was dem Hzg. Ludwig Friedrich zu seiner Heirat zu geben sei; Edelsteine habe er genug, außerdem seien sie teuer, „auch betrüglich“. Der Herzog schlug vor, man solle ihm einen ganz goldenen E., seiner Braut aber ein Halsband geben.

Eine verbreitete Art von E. waren die Gefäße, die man als Hochzeitsgabe oder bei der Kindstaufe überreichte; auch die werdende Mutter erhielt zuweilen einen E. Jungen Müttern wurde er als „Waisel“ (Kindbettgeschenk) gegeben. Unter den letzteren war eine besondere Art der sog. „Hansel im Keller“, ein scherzhaftes Trinkgeschirr, das im späten 17. und frühen 18. Jh. häufig als E. Verwendung fand. Nach Grimm (4, 2, 462 und 5, 514) ist Hänschen im Keller „eine verblümte redensart für das kind im mutterleibe“.

Solche Hansel im Keller werden von den Quellen öfters erwähnt (z. B. Anna Maria Renner, Die Kunstinventare der Markgrafen von Baden-Baden, Bühl 1941, S. 114f., aus Sachsen-Lauenburger Kunstbesitz M. 17. Jh.). Ihre Konstruktion und Bedeutung beschreibt Alwin Schultz auf Grund des „Frauenzimmer-Lexikons des Amaranthes“, Lpz. 1715 (Alltagsleben einer dt. Frau zu A. 18. Jh., Lpz. 1890): „Hänßgen im Keller ist eine Art von einem silbernen zierverguldeten Trinkgeschirr, stehet auf einem langen Fuß, von oben her mit einer runden und hohl ausgetriebenen Muschel versehen; in der Mitte solcher Muschel ist ein klein hohl verfertigtes in die Höhe gehendes Behältnis, mit einem kleinen und leichten silbernen Blättlein statt Deckel bedecket; worinnen ein zartes und subtiles klein von Silber verfertigtes Kindlein verborgen lieget. Wann nun Wein in dieses Trinckgeschirr gegossen wird, wird solches kleines Kindlein, das unten auf einer kleinen von zartem Glase geblasenen Kugel stehet, durch den Wein in die Höhe gehoben, stösset das Decklein auf und praesentiret sich also mit aller Verwunderung und Lust. Man pfleget insgemein denen schwangeren Weibern aus dergleichen Trinckgeschirr die Gesundheit zuzutrincken.“

1687 verehrte die Bozener Schützengilde der Frau des Postmeisters Eberschlager zur Geburt eines Knaben einen Hansel im Keller im Wert von 22 fl. (K. Th. Höniger, Altbozner Bilderbuch, Bozen 19422, S. 130). Der silbervergoldete Hansel im Keller im G.N.M., 4. V. 17. Jh. (Abb. 5), ist eine Königsberger Arbeit des Peter Andreas Hendel. Die Abb. zeigt die Kuppa mit Wasser gefüllt, so daß das Knäblein in die Höhe getrieben und sichtbar ist. – Ein anderes, mit muschelförmiger Kuppa versehenes Stück, Augsburger Arbeit um 1720, war 1914 auf der Darmstädter Jahrhundertausstellung (Biermann I, Abb. 560). – Rosenberg hat in der 2. Auflage (Ffm. 1911, S. 1062) sieben Hansel im Keller aufgezählt: Arbeiten aus Augsburg, Ulm, Aachen und Leeuwarden, alle zwischen 1650 und 1730.

Zu den Abbildungen

1. Wiener Neustadt, Stadt-Mus., sog. Corvinusbecher, Silber vergoldet, Treibarbeit und Drahtemail, 81 cm h. Wahrscheinlich von Wolfgang Zulinger, Wiener Neustadt, 1462. Fot. Kh. Mus., Wien.

2. Stuttgart, Württ. L.M. (Leihgabe der Grafen von Bentinck-Limpurg in Gaildorf), Erbschenkenbecher. Silber vergoldet, Treibarbeit und Guß, 58,5 cm h. Fuß und Deckel Nürnberg (Christoph Ritter I., 1561), Kuppa Schwäbisch Hall (vielleicht Phil. Bonhöffer, A. 17. Jh.). Fot. Mus.

3. Nürnberg, Staatsarchiv, Zeichnung für einen Pokal (Ausschnitt). Pergament, gemalt und z. T. vergoldet. Nürnberg oder Frankreich, 2. H. 16. Jh. Fot. G.N.M., Nürnberg.

4. Freiburg i. Br., Augustiner-Mus., Deckelpokal mit Darstellung der vier Jahreszeiten. Silber vergoldet, Treibarbeit und Gravierung, 55 cm h.; Deckelfigur spätere Zutat. Augsburg, um 1600. Fot. Röbcke, Freiburg, 17 139.

5. Nürnberg, G.N.M., Inv.Nr. H. G. 10 470 (ehem. Graf Dönhoff-Friedrichstein), sog. „Hansel im Keller“. Silber vergoldet, Treibarbeit und Guß, 22,1 cm h. Königsberg in Preußen, Peter Andreas Hendel, 1697. Fot. Mus.

Verweise