Devise

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englisch: Device; französisch: Devise; italienisch: Divisa, impresa.


Eberhard Schenk zu Schweinsberg (1954)

RDK III, 1345–1354


RDK III, 293, Abb. 4. Darmstadt, 1440, aus Wiener Neustadt.
RDK III, 1345, Abb. 1. Beaune, Mitte 15. Jh.
RDK III, 1347, Abb. 2. Jan van Eyck, 1433, London.
RDK III, 1347, Abb. 3. und 4. Giovanni Candida, um 1475.
RDK III, 1349, Abb. 5. Jost Amman, 1577.
RDK III, 1351, Abb. 6. Joh. Ulrich Krauß nach Charles Le Brun, 1687.

I. Begriff

Unter dem Begriff D. müssen miterläutert werden die Begriffe: Emblema, Impresa, Motto, Symbolum,Wahlspruch (im älteren Deutsch auch als Denkspruch und Leibspruch bezeichnet). Alle diese Begriffe dienen teils in der Verbindung von Wort und Bild, teils durch eines dieser Elemente der Kennzeichnung einer Persönlichkeit, ihres geistigen Wollens, auch eines ihr gehörenden Gegenstandes, schließlich einer Gruppe von Personen, die durch gemeinsame Ziele verbunden sind. Es ist weder nach altem noch nach neuem Sprachgebrauch möglich, die D. als eine ausschließlich in der Zusammenstellung von Wort und Bild bestehende Form zu definieren noch sie in der Praxis einwandfrei von den anderen Begriffen abzutrennen. Manchmal spricht das Bild allein deutlich genug und bedarf der Ergänzung durch das Wort nicht, manchmal ist das Wort allein anschaulich genug und gilt auch ohne bildliche Umschreibung. Innerhalb der an den Anfang gestellten Begriffsreihe gehören Emblem und Impresa auf die bildliche, Motto und Wahlspruch auf die Wortseite, während D. und Symbolum noch stärker zweigesichtig sind als die beiden ersten. Liberei sagte man auch für die Bild-D., besonders wenn sie von Parteigängern oder Bediensteten getragen wurden (s. Livree; vgl. Grimm VI, 853f.).

P. Giovio [4] hat, in der anscheinend ältesten theoretischen Betrachtung, schon im Jahre 1550 für die Impresa die Doppelheit von anima und corpo, das ist Wort und Bild, gefordert. Diese Forderung findet sich dann ebenso wieder in der Encyclopédie von Diderot und d’Alembert, Paris 1754, wo unter Berufung auf eine Schrift des Père Bouhoures (1628–1702) „Entretien d’Ariste et d’Eugène“ bestimmte ästhetisch formale Richtlinien für corps und âme der D. aufgestellt werden. Hier ist die Quelle für die entsprechenden Formulierungen bis in Sammlungen und Lexiken des späteren 19. Jh. hinein zu suchen. J. H. Zedler [14] spricht unter D. nur noch von „einem Gemälde mit einer nachdenklichen Überschrift“, behandelt aber den Begriff weiterhin unter Denkspruch, Emblema, Sinnbild, Symbolum und Wahlspruch ausführlich. Außer dem „Nachdenklichen“ wird dabei als Wesenszug hervorgehoben, daß man sich beim Wahlspruch einer besonderen Pflicht, eines gewissen „Vorsatzes“ erinnern wolle. Außerdem soll sich ein Symbolum auf die „gantze Lebens-Zeit schicken“ und durch „keine Umwechslung des Glückes“ verändert werden, da „Einer dadurch seine vornehmste Neigung oder andere Gemüts-Beschaffenheit zu erkennen geben“ will. Die Verschiebung der Akzente des Begriffes zwischen den europäischen Nachbarn innerhalb der gleichen Generation sei angemerkt.

Außer den reinen Bild- und reinen Wort-D. sowie den doppelt redenden gibt es auch noch rebusähnliche Verbindungen von Wort und Bild. Hierzu gehört vor allem die – wohl bisher falsch gelesene – D. des burgundischen Kanzlers Rolin, der auf den für ihn gewebten Gobelins in Beaune das Wort „seulle“ mit dem Bild eines Sternes kombiniert (Abb. 1). Die Lesung ist ohne Zweifel „Seulle étoile“. Das Beispiel ist nützlich, weil es die mindestens im 15. Jh. häufige Eigenschaft des nicht unmittelbar und absolut eindeutigen Sinnes hat, sondern der Neigung zu leichter Verschleierung und damit dem Anreiz zum Nachdenken und zum Spielen mit dem Begriff und der Bildvorstellung dient.

II. Geschichte

Das früheste Vorkommen von D. ist schwer festzustellen. Geschichtsfälschungen sind auf diesem Gebiete nicht selten: die Wahlsprüche der deutschen Kaiser auf den Bildern im Römer in Frankfurt a. M. sind gewiß nicht überliefert, sondern einheitlich erfunden. Bearbeiter unseres Gegenstandes im 19. Jh. haben meist versucht, eine nur durch Zufälle unterbrochene, fortlaufende Reihe von homerischen Zeiten bis an den Rand der Gegenwart zu konstruieren. Echten D. - Charakter haben ohne Zweifel schon die Schildzeichen der Sieben gegen Theben in der gleichnamigen Tragödie des Aeschylus (vgl. hierzu z. B.: C. S. Th. Bernd, Das Wappenwesen der Griechen und Römer [= Die Hauptstücke der Wappenwissenschaft I.Abt.], Bonn 1841). Uns stellt sich die Entwicklung so dar, daß – vielleicht aus literarischen antiken Quellen gespeist – im letzten Drittel des 14. Jh. die Ausbreitung der D. beginnt, daß sie im 15. Jh. häufiger auftritt und dann in den verschiedenen europäischen Ländern mehr oder minder fluktuierend weiterläuft bis in den A. 19. Jh.

Im 15. Jh. ist die Kennzeichnung einer Persönlichkeit durch die D. als dauernd gemeint. Sie ist – im Gegensatz zum Wappen, das Abstammung, Besitz und Titel bezeichnet – selbst gewählt, überdauert die Person nicht, dient ihr als Leitstern auf Lebenszeit. Ein Wechsel hätte die Bedeutung eines Wechsels der Gesinnung; nur als solcher ist er möglich, aber selten. So scheint Philipp der Gute seine erste D. „Qui qu’en hogne“ mit dem Feuerstein als zu kampflustig aufgegeben zu haben, vielleicht bei seiner dritten Hochzeit, zugunsten des Liebeswahlspruches „aultre n’a(u)ray“, der als seine D. auch zu der des Goldenen Vlieses wurde und blieb, solange er das Haupt des von ihm begründeten Ordens war. Die Einheit des Ordens – oder die Verschmelzung der Person des Ordens – mit der Person des Chefs führte dazu, daß Karl der Kühne seine D. „je l’ai emprins (– bien en adviegne“) auch auf den Orden übertrug. Eine Abwandlung der ersten D. seines Vaters Philipp war die des grand bâtard Anton von Burgund: ein Feuerzeug und „nul ne si frote“ (Abb. 3 und 4). Sie warnt jeden, sich an dem stolzen Bastard zu reiben, der stets bereit war, mit sprühenden Funken wie das Feuerzeug zu antworten. Wechselweise Kampfstimmung spricht auch aus den D. von Louis d’Orléans „je l’envie“ = „ich fordere heraus“, begleitet von einem knorrigen Stock, und aus der flämischen Antwort „ic houd“ = „ich halte dagegen“ mit dem Hobel des Burgunders Johann ohne Furcht. Kampf und Mord sagten diese D. voraus.

Angesichts solcher willens- und kampfgeladenen D. leuchtet es ein, daß Frauen, selbst fürstliche, nur selten an dieser Sitte teilnahmen. Margarethe von Österreich († 1530) brachte z. B. in der Kirche von Brou (Bourg-en-Bresse) überall ihre D. „Fortune – infortune – fort une“ an. Margarethe von York führte als bescheidene Nebenform die Namensblume Marguerite ohne Spruch; sie folgte dem in England üblichen Brauch, ein badge zu führen, wozu kein Spruch erforderlich ist. Maria von Burgund führte nur das Doppel-M mit dem Liebesknoten, das die unlösliche Bindung von Maximilian und Maria bedeutet. Dies sind Embleme und keine D. mehr, wenn auch der unausgesprochene Wortsinn – ein bescheidener und ergebungsvoller – nicht zu bestreiten ist. Dagegen haben wir aus dem burgundischen Kreis das einzige Beispiel einer echten Künstler-D.: Jan van Eyck’s „als ich kann“ (Abb. 2). Er gehörte als valet de chambre zur Hofgesellschaft des Herzogs und jeder wußte, daß es ihm keiner in den ganzen Herrschaften des Herzogs auf seinem eigenen Gebiet gleichtun konnte. Auch hier gehört das Schwingen in der Betonung zwischen Subjekt und Prädikat sowie die halbe Einschränkung durch das „als“ = so gut wie, die bei einer leichten Haltungsverschiebung in eine stolze Abgrenzung umschlagen konnte, zu dem verhüllenden Wesen der D. In hohem Maße kennzeichnet dieser Spruch die Persönlichkeit. Das Fehlen des Bildlichen kann bei der Anbringung gerade auf den die Kunst verkörpernden Werken nicht wundernehmen. Wenn Eyck sich der niederländischen, damals am Hofe eher geringgeschätzten Sprache bediente, so ist auch hierin das Selbstbewußtsein unverkennbar. Er stellt sich damit außerhalb der Mode und bekennt sich zu seiner holländischen Herkunft. Die Benutzung von einem bestimmten, innerhalb der Lebensdauer späten Datum an beweist allein, daß es sich um eine eigene Entscheidung, um eine nicht mehr umzustoßende Wahl gehandelt hat. Die Anbringung der D. auf dem Rahmen des Turbanträgers in London entspricht genau der auf dem Rahmen von Rogers Bildnis des Guillaume Fillastre (s. Flemish Exhibition, London 1954, Nr. 11). Beide bezeichnen den Dargestellten, also beim Turbanträger offenbar auch Künstler und Dargestellten. – Unter den höfischen D. des burgundischen Kreises seien noch die kugelspeienden Mörser des Louis van den Gruuthuise erwähnt, die in monumentaler Form an seinem Herren-Stand in der Liebfrauenkirche zu Brügge auftreten. Das „plus est en Vous“, das heißt: „stärker als diese Kriegswaffen seid Ihr“, kann sich nur auf Maria beziehen.

Sehr beliebt waren im 15. Jh. die D. als Grundmuster in mannigfacher Verwendung (Abb. 1).

Auf etwa anderthalb Jahrhunderte höfischer D., zu denen auch das anspruchsvolle „A. E. I. O. U.“ des Habsburgers Friedrich III. („Austriae est imperare orbi universo“, „Austria erit in orbe ultima“, oder deutsch: „Alles Erdrich ist Osterreich untenan“; s. Sp. 294, Abb. 4) gehört, folgen die D. der Humanisten und der Reformatoren. Die Herme mit der Aufschrift TERMINUS des Erasmus von Rotterdam ist vielleicht in unmittelbarer geistiger und formaler Zusammenarbeit mit Hans Holbein entstanden. Luther wählte den Bibelspruch: „In silentio et spe erit fortitudo vestra“, den er wohl auch dem jungen Hans Cranach auf die Italienreise mitgab. Die Wortgerechtigkeit der Reformation zeigt sich in ihrer Bildarmut. Die echte D. scheint zu erlöschen. „Verbum domini manet in aeternum“ schrieben die Schmalkaldener Verbündeten an ihre Bauten und trugen es als Initialen an ihren Jacken, was ihnen die spöttische Deutung einbrachte: „Verbum domini manet in Aermel.“ Sehr verbreitet waren D. auf Fahnen. Ferner sind hier die Stammbücher, die Libri amicorum, einzureihen, die aus studentischen und höfischen Kreisen vom 16. Jh. an zahlreich überliefert sind. Bernhards Curieuse Historie der Gelehrten, Ausg. 1718, Kap. 19, schreibt (nach [14]): „Es hat sich mancher ein Symbolum bloß denen Stammbüchern zu Gefallen erwehlet, damit sie sich nicht allzeit auf etwas neues besinnen dörffen.“ Hier sind wir in der Welt der frommen Wahlsprüche der Reformationsfürsten und Adligen, die oft abgekürzt auch auf Einbänden, in Büchern und an anderen Dokumenten des Kunsthandwerkes Besitzer und Entstehungszeit verraten (Abb. 5). Eine fortschreitende Verweltlichung der Wahlsprüche, bei der gleichzeitig die lebenden Fremdsprachen überhandnehmen, wird wohl nur die Theologen ausnehmen. Aber auch hier gilt Zedlers Warnung: „Diejenigen, welche leichtsinnige und Gottlose Wahlsprüche führen, sind auch ohnstreitig also gesinnet. Bey den christlichen und moralischen aber muß man nicht immer trauen.“ Der Manierismus läßt die echte Wort- und Bild-D. wieder aufleben, ebenso wie die Bildhaftigkeit der Gleichnisse innerhalb Shakespeares Werk steil ansteigt. Zugleich kommt eine neue Buchgattung, die Sammlung der Emblemata oder Symbola auf [1–13], von denen die Emblemata Caesarea, die zur Verherrlichung Rudolfs II. erschienen, erwähnt seien. Diese D. gelten nun allerdings nicht mehr auf Lebensdauer. In die gleiche Zeit gehört das Emblema für Gelehrte und Geistliche, das eine halb verzehrte Kerze zeigt mit den Worten: „Aliis in serviendo consumor.“

Neue Nahrung gab noch einmal der Absolutismus der D. Die Académie des Devises ou des Inscriptions des Médailles (1667 durch Colbert begründet) hatte u. a. für Versailles Sinnbilder mit Texten zu liefern. Französischen Gobelinserien entnommen, erschien wenig später eine Folge solcher D. in Augsburg im Kupferstich mit zweisprachigem Text (Abb. 6). Da außer dem Könige („der Sonne“) niemand als Person devisenwürdig war, kommt es zu D. für Künste, Jahreszeiten usw., die dann oft gewaltsam auf das Machtzentrum bezogen waren.

Aufschlußreich für die D. des Absolutismus sind auch die Variationen des preußischen Adlers als D. (im Gegensatz zum heraldischen Wappenadler, der sich nur stilistisch verändert): er wird von den Königen jeweils mit neuen Emblemen versehen.

Friedrich I. (schon als Kronprinz): mit Lorbeerkranz und Donnerkeil, Spruch: Suum cuique.

Friedrich Wilhelm I.: Non soli cedit; der Adler ohne Beigaben, über einer Landschaft gegen die Sonne fliegend.

Friedrich II.: Spruch: Pro Gloria et Patria; der Adler mit Schwert und Donnerkeil, ohne Sonne.

Echte, wenn auch etwas umständliche D. sind die Pflanzenbilder des Palmenordens, der in Weimar 1617 gegründeten deutschen Sprachgesellschaft aus Fürsten, Gelehrten und Adeligen, bei der jedem neuen Mitgliede eine Pflanze mit einem Kennwort verliehen wurde, z. B. der Nährende und eine Kornähre. Da aber die Wahl eingeschränkt war, der Wille und die Phantasie des Mitgliedes anscheinend nicht genügend mitbestimmte, blieb diese Sitte auf engsten Kreis und Anlaß beschränkt. Im Verlauf des 18. Jh. zieht sich die D. immer mehr auf das Wort zurück. Die Bildhaftigkeit ist am Ende des 18. Jh. völlig erloschen. Nur auf Sondergebieten wie dem der Orden halten sich manchmal ins MA zurückreichende D. bis auf die Gegenwart.

Im Münzwesen kommen D. nicht nur als Begleitaufschrift zu Bildnissen auf Schaumünzen vor, sondern auch auf Geldmünzen. So in der Spätantike: Hoc Signo Victor Eris oder die entsprechenden griechischen Worte in Verbindung mit dem Kreuz; in der lateinischen Form dann später auf portugiesischen Münzen des MA (nach der Maurenbesiegung). Auch der antike Tempel der Christiana-Religio-Gepräge der Karolinger kann als Ausdruck einer den Staat tragenden Gesinnung in Wort und Bild und somit als D. gelten. Von preußischen Münzen des 19. Jh. wurde die D.-Randschrift „Gott mit uns“ auf Reichsmünzen übernommen und bis zum Ende des 2. Weltkrieges angewendet (siehe das Zitat aus Zedler über die christlichen Wahlsprüche). Das 20. Jh. hat – abgesehen von der neuen Ausnutzung der Wort-Bild-Einheit in der industriellen Werbung – auch einmal im politischen Kampf eine alte D. wieder aufleben lassen: das wehrhafte Stachelschwein des Louis d’Orléans mit der Beischrift „Cominus et eminus“. Dieses Tier stand im Ruf, mit seinen Stacheln nicht nur stechen, sondern sie auch verschießen und demnach in die Nähe und Ferne wirken zu können.

Zu den Abbildungen

1. Beaune, Hôtel Dieu, Bildteppich mit dem hl. Antonius, gestiftet von Nicolas Rolin, Kanzler der Herzöge von Burgund, und seiner Gemahlin Guigone de Salins. Monogramm N und G, Devise „Seulle étoile“ und Vogel auf Ast. Burgund um M. 15. Jh. Nach E. Planès, La tapisserie gotique (Paris 1929), Taf. 6.

2. Jan van Eyck, Künstlerinschrift auf dem Rahmen des Bildnisses des „Mannes mit der Sendelbinde“ (Selbstbildnis?). London, Nat.Gall. Dat. 1433. Nach L. v. Baldass, J. v. E. (Köln 1952), Abb. 67.

3. und 4. Giovanni Candida († nach 1504), Schaumünze auf Anton von Burgund, den „grand bâtard“ (1421–1504). Devise: „NUL NE SI FROTE.“ Bronze. Um 1475. Phot. Staatl. Münzslg. München.

5. Jost Amman, Wappen des Sebald Welser (1557 bis 1589), Nürnberg. Devise: „V. C. D.“ (= Virtus cuncta domat). Holzschnitt 1577. Nach modernem Abzug vom Holzstock im Bes. der Frhr. von Welserschen Familienstiftung, Neunhof (vgl. Kunstchronik 3, 1950, 164).

6. Joh. Ulrich Krauß nach Charles Le Brun, Symbol und Devise der Tapferkeit, aus Le Bruns Teppichfolge der Elemente in Versailles, 1664ff. Nach: Ch. Le Brun, Tapisseries du Roy, où sont representez les Quatre Elements et les Quatre Saisons ... Königliche französische Tapezereyen. Aus den Original-Kupffern nachgezeichnet und verlegt durch Joh. Ulr. Krauß in Augsburg, 1687, Bl. VIII.

Literatur

I. Quellen: 1. Andrea Alciati, Emblematum libellus, Paris 1534. – 2. Phil. Melanchthon, Loci communes, 1521/1559 (ed. G. L. Plitt, 19254). – 3. Claude Paradin, Devises heroïques, Lyon 1551. – 4. Paolo Giovio, Dialogo dell’Imprese militari et amorose, Rom 1555. – 5. Girol. Ruscelli, Le imprese illustri, Venedig 1566. – 6. Nic. Reusner, Emblemata, Frankfurt a. M. 1581. – 7. Theod. de Bry, Emblemata nobilitati, Frankfurt a. M. 1593. – 8. Gabr. Paleotti, De Imaginibus sacris et profanis, Ingolstadt 1594. – 9. Jac. Typotius, Symbola divina et humana, Prag 1603. – 10. Gabr. Rollenhagen, Nucleus Emblematum selectissimorum, Arnhem 1611; Selectorum Emblematum Centura seeunda, Utrecht 1613. – 11. Anselm de Boot, Symbola varia, Arnhem 1681. – 12. Joh. Mich. von der Ketten, Apelles symbolicus, Amsterdam 1699. – 13. Der Durchläuchtigen Welt Anderer Teil, Hamburg 1710 (Devisen der Orden, Akademien und Gesellschaften). – 14. Joh. Heinr. Zedlers Großes Universal-Lexikon Bd. 7, Halle u. Leipzig 1734. – 15. Diderot und d’Alembert, Encyclopédie Bd. 4, Paris 1754.

II. Schrifttum: 16. J. von Radowitz, Die Devisen und Mottos d. späteren MA, Stuttgart u. Tübingen 1850. – 17. Fanny Bury Palliser, Historic Devices, Badges and War-Cries, London 1870. – 18. J. Dielitz, Die Wahl- und Denksprüche, Feldgeschreie, Losungen, Schlacht- und Volksrufe, bes. des MA u. d. Neuzeit, Görlitz 1882–84 (m. Lit.). – 19. Max Löbe, Wahlsprüche, Devisen und Sinnsprüche der Kurf. u. Hzg. von Sachsen Ernestin. Linie. Ein Beitr. z. Spruchpoesie d. 16. u. 17. Jh., Leipzig 1877. – 20. Ders., Wahlsprüche, Devisen u. Sinnsprüche dt. Fürstengeschlechter d. 16. u. 17. Jh., Leipzig 1883. – 21. W. Wichmann, Die Poesie der Sinnsprüche u. Devisen, Düsseldorf 1882. – 22. Heinr. von Mühler, Wahlsprüche der Hohenzollern, Breslau 1884. – 23. Osc. de Watteville, Le cri de guerre chez les différents peuples, Paris 1889. – 24. H. G. Ströhl, Beiträge z. Gesch. der Badges, gesammelt a. d. Werken engl. Heraldiker, „Adler“, Jb. d. k. k. Herald.Ges., N.F. 12, 1902, 75–113. – 25. Karl Giehlow, Die Hieroglyphenkunde des Humanismus in d. Allegorie d. Renss., Jb. Kaiserh. 32, 1915, 1–232. – 26. E. A. Stückelberg, Der Münzsammler, Zürich 1919, S. 102ff. (m. numism. Lit.). – 27. Gg. Habich, Die Medaillen d. ital. Renss., Stuttgart-Berlin 1922. – 28. Emile Gevaert, L’héraldique, son esprit, son langage et ses applications, Brüssel 1923, S. 114–27 u. passim. – 29. Ludw. Volkmann, Bilderschriften der Renss., Leipzig 1923. – 30. Jacopo Gelli, Divise, Motti e Imprese di famiglie e personaggi italiani, Mailand 19282. – 31. Joh. Huizinga, Herbst des MA, München 19313, passim. – 32. Mario Praz, Studies in 17th Century Imagery II, London 1947. – 33. Catalogue of 212 Emblem Books, Utrecht 1952.

Verweise