Caesar

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englisch: Caesar; französisch: César; italienisch: Cesare.


Robert L. Wyss (1952)

RDK III, 362–372


RDK III, 363, Abb. 1. Bern, 1460-80.
RDK III, 363, Abb. 2. Konrad Witz, um 1435, Basel.
RDK III, 365, Abb. 3. London, 1. H. 15. Jh.
RDK III, 367, Abb. 4. Bern, um 1470.
RDK III, 369, Abb. 5. Wien, E. 17. Jh.

Die noch aus der Antike erhaltenen plastischen Darstellungen C. Julius Caesars sind ausschließlich der geschichtlichen Persönlichkeit (100–44 v. Chr.) gewidmet (Kolossalstatuen in Rom und Neapel; Porträtbüsten im Vatikan, in München und Berlin). Im MA ist das C.bild einigen Wandlungen unterworfen und wird Ausdruck symbolischer und moralischer Begriffe.

I. Quellen

Als Quelle für die m.a. Vorstellung C.s, in der das Andenken des ersten römischen Kaisers, Feldherren, Welteroberers und Helden chronistisch weiterlebt oder phantastisch sich widerspiegelt, gelten die von C. selbst verfaßten Berichte, die „Commentarii de bello gallico“ (ed. Fuchs 1944) und „de bello civili“ (ed. Meusel 1919) samt ihren Anhängen, Suetons Biographien aus den „Vitae XII imperatorum“ (ed. Ihm 1907), Lucans Pharsalia (ed. Housman 1927), – ein Epos, den römischen Bürgerkrieg erzählend, – Sallusts „Bellum catilinarum“ (ed. Ahlberg 1919), Plutarchs Parallelbiographien und in Einzelzügen noch die späteren lateinischen Geschichtsschreiber wie Florus, Eutropius und Orosius.

II. C. in der m.a. Literatur

Dem deutschen mittelalterlichen C.bild, so wie wir es in Chroniken und Gedichten des 11. bis 13. Jh. finden, liegen zweierlei Überlieferungen zugrunde: 1. eine schriftlichlateinische, in der, durch die Kirchenväter weiter vererbt, das klassisch-historische Wissen wurzelt. Die dt. Geschichte wird darin nur als ein Kapitel der Universalgeschichte betrachtet. Das Hauptgewicht liegt in der Erringung der Weltherrschaft und stellt C. als Begründer des Weltimperiums dar. Ekkehard von Aura (Chron. univers., M.G. SS. VI, S. 89ff.) und Otto von Freising (Chron. II, M.G. SS. XX, S. 167ff.) sind die wichtigsten Repräsentanten dieser Richtung. Dem gegenüber steht 2. die patriotisch nationale Geschichtsschreibung, die auf – mancherlei Wandlungen unterworfenen – mündlichen Überlieferungen beruht. Die ausführliche, durch Lokalsagen noch erweiterte und reich ausgeschmückte Unterwerfung der dt. Volksstämme tritt ebenbürtig neben die römische Universalgeschichte. Das Annolied zwischen 1080 und 1110 (ed. Roediger M. G. H. dt. Chron. I v. 271 bis 480 S. 121ff.) und die Kaiserchronik um 1150 (ed. E. Schröder, M. G. H. dt. Chron. I v. 261–602) liefern hierzu die umfangreichsten Zeugnisse. Eine stark mit Lokalsagen durchwobene Darstellung der Geschichte C. enthält Jansen Enikels Weltchronik aus dem 13. Jh. (ed. Strauch, M. G. H. dt. Chron. III v. 21026 bis 21294). Aus dieser letzten Gruppe von Chroniken geht C. als Begründer vieler dt. Städte wie Worms, Speyer, Mainz, Andernach, Deutz, Oppenheim und Jülich hervor.

Neben der lat.-dt. C.-Literatur des MA gewinnt im 13. Jh. die franz. Literatur an Bedeutung. Jean de Tuim schreibt seine „Histoire de Julius César“ [5.]. 1213 entsteht eine nach den vorher genannten antiken Schriftstellern verfaßte, umfangreiche Kompilation, genannt „Li Fait des Romains“ [4]. Im 14. Jh. war sie eine viel gelesene Schrift und diente späteren, auch italienischen Autoren für C. Dichtungen, wovon nur einige der Wichtigsten genannt seien: La chronique de Bauduin d’Avesnes, Renar le contrefait, Le miroer du monde, Les chroniques de Tournai, La fleur des histoires de Jean Mansel (um 1454), L’aquila volante, Il libro imperiale La fiorita d’armanino Giudiece, La Farsalia in ottava rima, L’Intelligenza, Le Cesariano, Il Dittamondo de Fazio degli Uberti und als letztes die Farsalia des Nicolas da Verona. So lebt im ausgehenden MA die Geschichte des siegreichen Helden weiter, so wie sie die Antike gesehen hat, aber mit Ortslegenden, Sagen und m.a. geschichtlichen Ereignissen vermischt und dem Zeitgeschmack angepaßt. C. taucht gelegentlich noch in andern m.a. Quellen auf, die aber für die bildende Kunst von geringer Bedeutung sind. Der Mythographus III aus dem 12. Jh., Cod. Vatic. 3413, als dessen Autor der Londoner Gelehrte Alexander Neckam gesehen wird, nennt C. als Sternkundigen und Kalenderordner. (Hans Liebeschütz: Fulgentius Metaforalis, Berlin 1926, S. 18).

III. C. in der m.a. Kunst

1. C. als einer der neun Helden

Als Sinnbild ritterlicher Tugend und Tapferkeit reihte das MA C. in die Reihe der allegorischen neun guten Helden, wobei C. in einer Dreiergruppe neben Alexander und Hektor als Vertreter der heidnischen Antike steht. C. wird als m.a. Fürst, im kaiserlichen Ornat, dargestellt; seine Attribute sind in der Regel (wenige Ausnahmen sind vorhanden) die Krone und der goldene Wappenschild mit dem Doppeladler (Abb. 1).

Die neun Helden sind in der französischen Literatur seit Beginn des 14. Jh. bekannt, so bei Jacques Longuyon, Guillaume de Machaut, Eustache Deschamps. Im 15. Jh. werden sie zu Zentralfiguren größerer Dichtungen wie der 1460 von Sébastien Mamérot verfaßten „Histoire des neuf preux et des neuf preuses“, Nat. Bibl. Wien, cod. 2577/78, und in Jean Molinet’s „Le trosne d’honneur“ (ed. Noel Dupire), welcher den Herzögen von Burgund gewidmet ist, und auch im „Triomphe des neuf preux“, der 1487 bei Pierre Gérard in Abbeville im Druck erschien [4]. Diese Form der neun Helden ist in Deutschland literarisch nicht zu belegen. Die in dt. Sprache geschriebenen Verse auf den oberrhein. Einblattholzschnitten mit den neun Helden in der Berner Stadtbibl. (Abb. 1) sind Übersetzungen der französischen Originaltexte von 1465 in Paris (Bibl. nat. ms. fr. 4985). In der bildenden Kunst jedoch erfuhren die neun Helden auf dt. Boden seit dem 14., aber auch noch während des 16. Jh. einige Darstellungen.

Als Skulpturen 1330 im Hansasaal des Kölner Rathauses (Wallraf-Richartz-Jb. N.F. II/III, 1933/ 34, S. 73); in erweiterter Reihe, neben die dt. Kurfürsten gestellt, am Schönen Brunnen in Nürnberg (Kurt Martin, Die Nürnberger Steinplastik im 14. Jh., Berlin 1927, Abb. 313 u. 327), und noch an der von 1580–84 durch Albert von Soest geschnitzten Tür im Rathaus von Lüneburg, wo sie neben den 8 personifizierten Tugenden stehen (Hans Wentzel, Die Lüneburger Ratsstube, Hamburg 1947, S. XII); als Wandgemälde in der 1457 von Peter Kaltenhoff ausgemalten Amtsstube des Augsburger Weberhauses, jetzt im B.N.M., München, neben Propheten und dt. Kurfürsten. (N. Lieb in: Alt Augsburg I, 1937, S. 17ff.). Weitere Darstellungen finden sich in den Randgebieten der dt. Kunst. Großer Beliebtheit erfreuten sich seit 1450 die neun Helden in den graphischen Künsten (W. L. Schreiber, Hdb. der Holz- und Metallschnitte des 15. Jh., IV, Leipzig 1927, S. 94). So finden wir sie in Kupferstichen des Meisters mit den Bandrollen (Originale im B.M.). Als Holzschnitte eines unbekannten oberrheinischen Meisters bewahrt sie die Stadtbibl. Bern (Slg. Heitz, Bd. 25, Tf. 1–9). 1519 noch stellt sie Hans Burgkmair in Einblattholzschnitten dar, wobei er ihnen die neun Heldinnen zur Seite stellt (Meister der Graphik 15). C. tritt hier bereits als antikisierter Held mit Strahlenkrone auf, gegenüber den früheren Darstellungen, wo er als m.a. Fürst erscheint.

2. C. im Sinne des Heilspiegels

Im 14. Jh. wird der an sich heidnische Held C. zum Gegenstand m.a. christlicher Symbolik. Im Heilsspiegel, Kap. 39 Vers 9–20, wird durch C. die Gestalt Gottvaters vorgebildet ([8] S. 80 und 236). Wie in Darstellungen des Weltgerichts die an sich schon sinnbildliche Vorstellung der Mittlerschaft Christi zum Ausdruck kommt, indem Christus seine Wundmale Gottvater zeigt, so steht der falsch angeschuldigte Feldherr Antipater vor C., seine Wunden zeigend. Die Quelle dieser Szene findet sich in der Historia scholastica des Petrus Comestor, die wiederum auf das IV. (aprokr.) Makkabäerbuch und Flav. Josephus zurückgreift.

Unter den Heilsspiegelillustrationen seien als die bedeutendsten genannt: Paris, B.N. ms. lat. 9584, A. 14. Jh. – München clm. 146, M. 14. Jh. ([8] I S. XI und II Taf. 77). – Paris, B.N. ms. fr. 6275, 2. H. 15. Jh. ([8] I S. 105 und II Taf. 135). Ein genaues Verzeichnis sämtlicher Hss. findet sich bei Breitenbach [9]. Konrad Witz malt diese Szene um 1435 im Basler Heilsspiegelaltar (Abb. 2. – Mathilde Meng-Koehler, Die Bilder d. Konrad Witz und ihre Quellen, Basel 1947, S. 24). Zahlreiche weitere Darstellungen aus dem 15. Jh. finden sich in Blockbüchern des Heilsspiegels [10].

3. Sonstige Darstellungen

Als Vertreter der antiken Heidenwelt erscheint C. in dt. Chroniken. So steht er als Welteroberer und Begründer des römischen Weltreichs neben Augustus und Romulus in der Kölner Königschronik von St. Pantaleon um 1179, Wolfenbüttel, Landesbibl. Aug. 74, 4 (Hanns Swarzenski, Die lat. illum. Hss. des 13. Jh., Berlin 1936, I S. 16 und Textabb. 5) und in der Kölner Königschronik kurz nach 1238, Brüssel, Bibl. roy. ms. 4609, fol. 2 (Ebd. II Taf. 12, Abb. 49). Die Weltchronik des Bischofs Otto von Freising für Friedrich I. im Cod. Jenensis Bose q 6 enthält als Illustration der Geschichte C.s nur dessen Ermordung durch 5 römische Senatoren (Walter Scheidig, Der Miniaturenzyklus zur Weltchronik Otto v. Freising im Cod. Jenensis Bose q 6. Stud. z. dt. Kg. 257, Straßburg 1928). Eine ähnliche Darstellung enthält cod. mediol. Ambros. F 129 sup. (Ebd.). Symbolische Bedeutung erhält die Ermordung Cs. in dem mittelhochdt. Lehrgedicht vom „Wälschen Gast“ des Thomasin von Zerclaere, eines Kanonikus von Aquileja, um 1215/16. Als Symbol für die Vergänglichkeit der irdischen Macht wird darin der als Kaiser gekrönte C. von Cassius und Brutus erdolcht. Cod. pal. germ. 389, fol. 53, Heidelberg, enthält die früheste Bildform, die alle späteren Hss. wie eine schablonenhafte Formel übernommen haben. Insgesamt 10 Hss. sind uns erhalten. (Ad. von Oechelhaeuser, Der Bilderkreis zum wälschen Gast des Thomasin von Zerclaere, Heidelberg 1890, mit Verz. aller Hss.)

Aus dem ausgehenden 13. Jh. sind verschiedene, noch spärlich illuminierte französische C.-Hss. erhalten. Ihre große Entfaltung erfuhr die Illustration der Geschichte C.s erst um M. 15. Jh.; mehrere Arbeiten bedeutender Miniaturisten entstammen dieser Zeit: der Louvre besitzt einzelne Blätter von Jean Fouquet (Paul Wescher, Jean Fouquet und seine Zeit, Basel 1945, Abb. 35). Loyset Liédet malte 1460 die Miniaturen für die Histoires Romaines (Paris, Bibl. de l’Arsenal, ms. 5088; Henri Martin, Les histoires romaines de Jean Mansel, illustrés par Loyset Liédet, Paris 1914). Da wegen der großen Zahl an Miniaturen dieser Hss. nicht alle Bildthemen einzeln genannt werden können, verweisen wir auf L. F. Flutre [4], dessen Katalog der Hss.-Gruppe „Li Fait des Romains“ eine Aufzählung sämtlicher darin vorkommender Miniaturen enthält. Abb. 3 zeigt die Überschreitung des Rubikon unter Führung des Riesen (nach Sueton) während die im Fluß erscheinende Roma aus Lucans Pharsalia entnommen ist. Ein reicher Zyklus von Szenen der Geschichte C.s, einer Hs. der „Fait des Romains“ entnommen, findet sich dargestellt auf den vier großen Wandteppichen aus der Kathedrale zu Lausanne im Berner Hist. Mus., die um 1470 in Tournai gewirkt worden sind. ([11, 12]; – Inv. Schweiz 16, Abb. 328–331). Hier wird C. nicht mehr in einer idealisierten Kaisergestalt dargestellt, sondern als zeitgenössischer Held, glattrasiert, in burgundisch-höfischer Kleidung, was auf eine Identifizierung des fürstlichen Auftraggebers mit C. selbst schließen läßt.

Der 1. Teppich zeigt: Pompejus im Senate, C. und Crassus stellen sich zur Abreise in die Provinz bereit; C. empfängt Diviciacus und die Gesandten von Autun. Der 2. Teppich zeigt: Ariovist im Kampfe gegen C.; Seeschlacht an der Küste Großbritanniens; C. kämpft gegen Drappes Brenno vor den Toren der Stadt Sens. Der 3. Teppich zeigt: C. überschreitet den Rubikon (Abb. 4); C.s Schlacht gegen Pompejus bei Pharsalus. Der 4. Teppich zeigt: Triumphzug C.s; Senatssitzung an den Iden des März kurz vor der Ermordung C.s.

IV. C. in der Kunst der Neuzeit

In der Neuzeit verliert die Darstellung der Geschichte C.s ihren moralisierenden oder symbolischen Charakter und wird entweder als Allegorie des Herrschens überhaupt aufgefaßt und damit in die Gedankenwelt des Absolutismus eingebaut, oder sie wird rein historisch gesehen. 1507 werden bei Hans Grüninger in Straßburg C.s Commentarii in der Übersetzung von Ringmann Philesius gedruckt und mit 18 Holzschnitten illustriert (Muther Nr. 568f. und Taf. 144).

Die Triumphidee, welche seit dem 13. Jh. in Italien eine Wiedergeburt erlebt hatte, bleibt nicht ohne Einfluß auf die dt. C.darstellungen (W. Weisbach, Trionfi, Berlin 1929).

1492 malte Mantegna für die Camera dei trionfi des Kastells von Mantua einen Triumphzug C.s, der von antiken Vorstellungen ausgeht und die Porträtzüge C.s einer antiken Münze entnimmt (Ernest Law, Mantegnas Triumph of Julius Caesar, London 1927). Dieser wurde von dt. Künstlern zum Vorbild genommen. So entsteht 1504 in Venedig durch Jakob von Straßburg eine Holzschnittfolge von 12 Blättern (Elfried Bock, Gesch. der graph. Kunst, Propyl. Kg., Abb. 306); Hans Holbein malt den Triumph C.s nach Mantegna auf die Fassade des Hertenstein-Hauses in Luzern, wovon Kopien erhalten sind (H. A. Schmid, Hans Holbein d. J., Basel 1945, Tafelbd. S. 23 und Abb. 11). Die Idee wirkt weiter durch eine oft wiederholte Teppichfolge mit der Darstellung des Triumphes C.s aus der Werkstatt des Arnold Poissonnier in Tournai; 1510 erwarb Kaiser Maximilian eine Folge von 8 Teppichen, während sich zwei weitere Folgen in Poissonniers Nachlaß vorfanden und nach England gingen (Göbel I, 1, S. 257, 259f. und 593). Im 17. Jh. erfährt die Schöpfung Mantegnas auch durch Rubens eine Neugestaltung (Oldenbourg4 S. 310). 1618 verwendet Christof Angermair für seinen Triumph C.s an den Türfeldern des elfenbeinernen Münzschreines im B.N.M. München (R. Berliner, Bildwerke des B.N.M. IV S. 38ff. und Taf. 53 c) wohl ein antikes Vorbild.

Die Apotheose C.s, die auf die Metamorphosen Ovids zurückgeht (C.s Seele wird nach seiner Ermordung von Venus in einen Stern verwandelt), fand in vielen Kupferstichen und Holzschnitten des 15. bis ins 17. Jh. ihre Darstellung [13].

Im übrigen aber hat sich in der neueren Kunst in erster Linie das Historienbild der Darstellung C.s angenommen. Dabei spielen die Kriegstaten die größte Rolle. Sie liefern die Vorwürfe für eine ganze Reihe von Teppichfolgen der flämischen, insbesondere der Brüsseler Manufakturen des 17. Jh., welche sie indessen oft mit dem Motiv des Triumphzuges verknüpfen (Abb. 5. – Göbel I, 1, S. 373f., 391, 426, 440, 474, 498, 547, 555). Die bedeutendsten dieser Folgen sind die des Jakob Geubels im G.N.M. Nürnberg (Göbel I, 2, Abb. 444) und die des Hieronymus le Clerc in der Österr. Staatsslg. Wien (L. v. Baldass, Wiener Gobelinslg. IV). Für die Bemühung um die Wiedergewinnung eines C.-Bildnisses zeugen einige Rubenszeichnungen (Glück-Haberditzl Abb. 28; 100).

Sowohl die graphischen Künste schöpfen in der Folgezeit Themen aus der Geschichte C.s (M. Merian d. Ä., B. Rode, Chodowiecki u. a.), wie auch die Historienmalerei des 19. Jh. (K. Piloty, Ermordung C.s, Hannover).

Zu den Abbildungen

1. Bern, Stadtbibl., oberrhein. Holzschnitt zw. 1460 und 1480, eingeklebt in cod. A 45; C. als einer der neun Helden. Phot. Stadtbibl. Bern.

2. Konrad Witz, Tafel aus dem Heilsspiegelaltar, um 1435: Antipater zeigt C. seine Wunden. Basel, Öff. Kunstslg. Phot. Mus.

3. London, Brit. Mus., Les Faits des Romains, ms. royal 20 C I, fol. 117: C. überschreitet mit seinem Heer, nach Warnung durch die Roma, unter Führung des Riesen den Rubikon. 1. H. 15. Jh. Phot. Mus.

4. Bern, Hist. Mus., Dritter C.-Teppich aus der Kathedr. von Lausanne, Tournai um 1470: C. wird von Roma vor dem Überschreiten des Rubikon gewarnt (Ausschnitt). Phot. Mus.

5. Wien, Gobelinslg., Serie CV/2 Nr. 5. Bildteppich mit Triumphzug C.s, H. 3.76 m, Br. 6.14 m, gewirkt bei Jérôme le Clerc, Brüssel E. 17. Jh. Phot. Lichtbildwerkstätte Alpenland, Wien.

Literatur

1. Fr. Gundolf, Caesar, Geschichte seines Ruhms, Berlin 19252. – 2. Ders., C. in der dt. Literatur, Berlin 1904. – 3. P. Wesemann, C.fabeln des MA, Programm Loewenberg 1879. – 4. Louis Fernand Flutre, Li Fait des Romains dans les littératures française et italienne du XIIIe au XVIe siècle, Paris 1932. – 5. V. L. Dedecek, Etude littéraire et linguistique de Li Hystoire de Julius César de Jean de Tuim, Philadelphia 1925. – 6. Arturo Graf, Roma nella memoria e nelle immaginazioni del medio evo, Turin 1915, Kap. 8. – 7. E. G. Parodi, Le storie di Cesare nella letteratura italiana dei primi secoli (Studi di Filologia romana IV), Rom 1889. – 8. J. Lutz und P. Perdrizet, Speculum hum. salv., Lpz. 1907. – 9. Edg. Breitenbach, Speculum hum. salv., Stud. z. dt. Kg. Bd. 272, Straßburg 1930. – 10. Arnold Pfister, Das deutsche Speculum hum. salv. und der frühe Basler Inkunabelholzschnitt. Diss. Basel 1937.– 11. Arthur Weese, Die Caesarteppiche im Hist. Mus. zu Bern, Bern 1911. – 12. Robert L. Wyss, Die Berner Caesarteppiche und ihr ikonographisches Verhältnis zur Illustration der Faits des Romains vom 13.–15. Jh. Diss. Bern 1952 (masch.). – 13. M. D. Henkel, Illustrierte Ausgaben von Ovids Metamorphosen im 15., 16. und 17. Jh. Vorträge der Bibl. Warburg 1926/27, S. 135f.

Verweise