Beinhaus

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englisch: Charnel-house, bonehouse; französisch: Ossuaire, charnier; italienisch: Ossario.


Friedrich Zoepfl (1938)

RDK II, 204–214


RDK I, 1021, Abb. 4. Mödling, Karner, M. 13. Jh.
RDK I, 1089, Abb. 4. Kolberg, Dom. Epitaph des Siewert Granzin, 1492.
RDK II, 205, Abb. 1. Hartberg (Steiermark), nach 1200.
RDK II, 205, Abb. 2. Deutsch-Altenburg (Niederösterreich), M. 13. Jh.
RDK II, 207, Abb. 3. Tulln (Niederösterreich), nach 1250.
RDK II, 207, Abb. 4. Doberan (Mecklenburg), um 1250.
RDK II, 209, Abb. 5. Wertheim am Main, 1472ff.
RDK II, 209, Abb. 6. Wertheim am Main, 1472ff.
RDK II, 211, Abb. 7. Mindelheim (Bayrisch-Schwaben).
RDK II, 211, Abb. 8. Straubing, 1486, umgebaut 1763.
RDK II, 213, Abb. 9. Mehring (Oberbayern).
RDK II, 213, Abb. 10. Rain am Lech.

(Beingruft, Beinkeller, Beinschauer; Gruft; Karner mit den Nebenformen Gerner, Karcher, Karmeter, Kärner, Kernder, Kerner, Körner, abgeleitet von carnarium; kalte Kirch; Körperhäuschen; Schenkelhaus; Seelenhaus, Seelenkapelle, Seelenkerker – letztere Bezeichnung meist beschränkt auf die vergitterten Gebeinnischen bei den Eingängen der Gotteshäuser; Totenkerker, Totenkeuche, Totensagrer = Totensacrarium, Totensakristei; carnarium; ossarium, ossorium, ossuarium).

I. Begriff

Sakrales Bauwerk im Friedhof, in dem die bei Nachbestattung aus den Gräbern ausgeschachteten Totengebeine gesammelt und aufbewahrt wurden.

II. Geschichtlicher Überblick

Die Voraussetzung für Sammlung und pflegliche Verwahrung des ausgeschachteten Totengebeins bildet neben der Pietät gegenüber den Überreiten der Toten der Glaube, daß unbeerdigtes Gebein dem Zugriff der bösen Geister ausgesetzt sei (Joh. Beleth, Divinorum officiorum explicatio cap. 61). Ob vor- und außerchristliche Vorstellungen (Ebert, Reallexikon 4, 455f.) die mittelalterliche Sitte der Sammlung und Aufschichtung des Totengebeins mitbestimmt haben, läßt sich, da Zwischenglieder der Entwicklungsreihe fehlen, nicht eindeutig feststellen. Der Gebrauch von B. kann bis ins 12. Jh. zurückverfolgt werden. Die älteste literarische Bezeugung scheint vorzuliegen bei Bischof Wilhelm von Akko (Ptolemais, † 1171), der in einer Urkunde von 1161 von einem gewissen Manso berichtet, er habe „in coemeterio intuitu pietatis carnarium ad ossa mortuorum reponenda de propria pecunia“ errichtet (vgl. Du Cange b. W. carnarium). Die Synoden von Münster (1279) und Köln (1280) machen Errichtung von B. zur Pflicht („volumus, ut in speciali loco ossa mortuorum fideliter reponantur“). Stärkere Verbreitung der B. seit dem 13. Jh. hängt mit dem Anwachsen der Städte und Pfarreien zusammen, mit dem Auftreten verheerender Krankheiten und der davon bedingten Überfüllung der Friedhöfe, die eine kurzfristige Wiederbenützung und einen häufigen Umhub der Gräber zur Folge hatte. Nicht ausgeschlossen erscheint es, daß ehemalige Taufkapellen, nachdem die Erwachsenentaufe aufgehört hatte, als B. verwendet wurden, wenngleich das Täuferpatronat von B. nicht unbedingt für ehemalige Taufkapellen spricht. Früh schon sind die B. mit Kapellen verbunden. Nachdem seit Ende des Mittelalters die Friedhöfe in die Außenbezirke der Städte verlegt wurden (vgl. Bestattung) und damit räumlich besser ausgreifen konnten, waren neue B. nicht mehr so notwendig wie früher. Die Reformation, deren Dogmatik den Fürbittgedanken für die Verstorbenen aufgab, hat viele B. beseitigt oder in Predigtkapellen, Schulen und sonstige Profanräume umgewandelt. In kath. Gegenden blieben die B. weiterhin in Gebrauch. Karl Borromäus hat im Anschluß an das 3. Mailänder Provinzialkonzil von 1573 Errichtung von B. für das Mailänder Bistum erneut eingeschärft (Acta ecclesiae Mediolanensis I, Lyon 1682, 489). Noch im 17. und 18. Jh. entstanden verschiedenerorts neue B. oder die bestehenden wurden umgebaut. Erst die Aufklärung des 18. Jh. und die beginnende Industrialisierung des 19. Jh. haben auch in kath. Gegenden stärker mit den B. aufgeräumt und jedenfalls ihrer Weiterbenützung den Boden entzogen. Immerhin ist der Bestand an vollständig oder in Resten erhaltenen B. noch beträchtlich.

III. Verbreitung

B. sind weit über Europa verbreitet (Spanien, Italien, Frankreich, England). Eine einigermaßen erschöpfende Übersicht über die B. im deutschen Kulturraum kann noch nicht gegeben werden, da zuverlässige Untersuchungen nur für einzelne Gebiete (Österreich, Lothringen, Mittelrhein, Teile von Bayern) vorliegen und da die literarische Überlieferung nicht immer Friedhofkapellen mit B. und Friedhofkapellen ohne B. auseinanderhält. Doch läßt sich erkennen, daß die B. vor allem im Süden und Südosten heimisch waren und sich hier zu künstlerischer Bedeutung erhoben. Von den mittelrheinischen B., die Klingelschmitt [11] untersucht hat, verdienen Hervorhebung: die B. bei St. Quintin in Mainz (1428), bei St. Katharina in Oppenheim (14/15. Jh.), bei St. Valentin in Kiedrich (1444, RDK I, Sp. 1298, Abb. 2), bei Liebfrauen in Oberwesel (14./15. Jh.), den Domen zu Wetzlar (14. Jh.) und Limburg a. d. L. (13. Jh.), bei der evangelischen Stadtkirche zu Wimpfen a. B. (14./15. Jh.); im ganzen hat Klingelschmitt 13 erhaltene und 15 untergegangene B.kapellen nachgewiesen. In Lothringen hatte nach den Feststellungen Bour’s [6] gegen E. 18. Jh. fast jede Pfarrei ein B., wenn auch kunstgeschichtlich bedeutsame hier selten waren; unter den erhaltenen B. steht das zu Schorbach b. Bitsch (12. Jh.) an erster Stelle. In Bayern sind B. besonders häufig im altbayerischen Anteil (Ober- und Niederbayern, Oberpfalz). Beachtenswerte Bauschöpfungen sind hier: die B. zu Alzgern (B. A. Altötting), 15. Jh.; Attel (B. A. Wasserburg a. I.), frühes 16. Jh.; Laufen, Mariahilf-, ehemals Michaelskapelle, 1. H. 14. Jh.; Mühldorf, St. Johannes d. T.-, früher Michaels- und Allerseelenkapelle, M. 14. Jh. – sämtlich in Oberbayern. Straubing (Niederbayern), Totenkapelle auf dem Petersfriedhof, 1486 (Abb. 8); Perschen (B. A. Nabburg), um 1200; Pfaffenhofen (B. A. Neumarkt), frühes 13. Jh., 1907 wiederhergestellt; Roding, St. Josephs-, früher wohl Michaelskapelle, um 1200 – sämtlich in der Oberpfalz. Ebern (Unterfranken), Peter- und Paulskapelle (1464); Mindelheim, spätgotisch mit barocken Zutaten (Abb. 7); Göppingen (Württemberg), Bettelkapelle, ehemals Hl. Kreuz- und Leonhardskapelle, M. 15. Jh. Von den österreichischen B., die besonders in Niederösterreich, Steiermark, Kärnten aus romanischer wie gotischer Zeit reichlich vertreten sind, verdienen Hervorhebung: Deutsch-Altenburg (Abb. 2); St. Michael bei Krems, spätes 15. Jh.; Mödling, Pantaleonskapelle, 12./13. Jh. (Portal s. RDK I, Sp. 1022, Abb. 4); Pulkau, 12/13. Jh.; Tulln, Dreikönigskapelle (Abb. 3) – sämtlich in Niederösterreich. Hartberg (Abb. 1); St. Lambrecht b. Murau, 12./13. Jh. – beide in Steiermark. Gmünd b. Spittal, got.; Maria Saal, romanisch-gotisch; Maria Wörth, rom.-got.; Mettnitz, got.; Waitschach, got. – sämtlich in Kärnten. Ödenburg in Ungarn, Jakobskapelle, 2. H. 13. Jh.

IV. Bildliche Überlieferung

Wertvolle Aufschlüsse über Anlage, Wandlungen, Brauchtum der B. geben zeitgenössische Bilder, wie sie sich namentlich in Verbindung mit Allerseelen- und Totentanzdarstellungen (vgl.Armeseelen, RDK I, Sp. 1084ff.) finden, z. B. auf dem Großbaseler Totentanz von 1470, auf einem (schwäbischen?) Holztafeldruck der Graph. Slg. München (Schreiber, Hdb. Nr. 1836 a); auf einem Regensburger Altarflügel im B.N.M. München, vom E. 15. Jh. (RDK I, Sp. 1086, Abb. 2); auf einem Altarflügel im Besitz des Hist. Ver. Regensburg (RDK I, Sp. 1087,88, Abb. 3); auf 2 bayerischen Holzreliefs aus der Zeit um 1520–30 (München, im B.N.M. und in Kloster Scheyern) mit der auf Cäsarius v. Heisterbach zurückgehenden Darstellung der Toten, die aus den Gräbern aufstehen oder aus dem B. hervorkommen, um einen Wohltäter gegen seine Verfolger zu schützen (vgl. RDK I, Sp. 1089 90, Abb. 4) – ein häufig wiederholtes Motiv, z. B. in der Ölbergkapelle zu Westerndorf b. Rosenheim 1691, in der Gottesackerkapelle zu Weilheim (Obb.) 1703; auf einer Miniatur der Wolfenbütteler Hs. A. Aug. fol. 1563, um 1520; auf M. Merians Stich „Tanz der Kölbigker auf dem Friedhof“.

V. Platz

Die B. erhielten, auch wenn sie freistehend gebaut wurden, ihren Platz immer im Friedhof. Eine besondere Stelle im Friedhof oder ein bestimmtes Lageverhältnis zu der vom Friedhof umgebenen Kirche scheint nicht bevorzugt worden zu sein, wenn sich auch landschaftlich die Gewohnheit herausbildete, das B. nordseits (Mittelrhein) oder südseits (Österreich) der Kirche zu errichten.

VI. Bauform

Ihrer Baugestaltung nach lassen sich die B. auf 4 Hauptformen zurückführen:

1. Schuppenartige B. Sie stehen entweder frei oder sind an die Außenwand der Kirche oder die Friedhofmauer angebaut, haben rechteckigen oder quadratischen Grundriß, sind eingeschossig, ein- oder zweiräumig; im letzten Fall dient der eine Raum als Kapelle, der andere als B.; mitunter (Attel) hat das B. eine schmale Vorhalle. Die häufig vorkommende Verdoppelung des Eingangs dient dem Durchzug der De profundis-Prozession am Samstagabend, nach dem Sonntagsgottesdienst, an Allerseelen oder auch dem Durchtragen der Leiche auf dem Weg zum Begräbnis. Doppeltürige, doppelräumige B. in Schuppenform sind besonders in Altbayern verbreitet: Alzgern, Attel, Burgkirchen a. Wald (B. A. Altötting), Egern (B. A. Miesbach), Haslach (B. A. Traunstein).

2. Kapellenartige B. Sie sind freistehend oder, wie in Erding (Obb.) und bei St. Severus in Boppard (untergegangene Friedhofskapelle), an die Friedhofkirche angebaut. Die kapellenartigen B. sind meist zweigeschossig (Abb. 5–8), mitunter, wenn auch nicht von Anfang an, dreigeschossig (untergeg. St. Anna-Kapelle auf dem St. Agatha-Friedhof zu Aschaffenburg, Maria Saal, Maria Wörth). Das gewöhnlich kellerartig gewölbte Untergeschoß liegt meist unter dem Erdboden (bei der untergeg. St. Michaelskapelle auf dem St. Emmeram-Friedhof zu Regensburg 8½ m tief) oder erhebt sich nur schwach über den Boden. Dieser Raum, das B. im engeren Sinn, nahm die Totengebeine auf, hatte bisweilen (Wasserburg a. I.) einen Altar und öfters auch als Durchgangskapelle 2 Eingänge. Es war meist dem Gedächtnis „aller gläubigen Seelen“ geweiht (Altötting, Erding, Mühldorf, Wasserburg, Stein b. Krems, N.Ö.). Das Obergeschoß ist Kapellenraum, mit Altar ausgestattet, wenn ebenerdig oft mit zwei Eingängen versehen (Laufen), sonst durch Außentreppe erreichbar. Die Kapelle „ouf dem charnar“ wurde dem hl. Michael als dem Seelengeleiter und Teufelsbekämpfer geweiht. An seiner Stelle oder neben ihm erscheinen als Patrone der B.-Kapellen Alle Heiligen, Johannes d. T., Barbara (Nothelferin und Sterbepatronin), Katharina (Nothelferin). Das Patronat wurde übrigens öfters gewechselt. Im Grundriß wird bei den romanischen Bauten namentlich Österreichs das Rund bevorzugt, wohl in Anlehnung an den altchristlichen Grabkapellentypus. Bei den gotischen Bauten erscheinen neben runden vier- und mehreckige (Doberan, Abb. 4) sowie rechteckige Grundrisse. Mitunter wechselt der Grundriß vom Untergeschoß zum Obergeschoß. Auch reichere Grundrißbildungen finden sich (4 kreuzförmig ineinandergeschobene Halbkreise zu St. Jak in Ungarn). Die Ostseite hat meist Rundapsis oder mehrseitigen Chorschluß; Kapellen, deren Untergeschoß über den Erdboden aufragt, erhalten Chorerker. Auch Türmchen fehlen nicht. Österreichische Karner (Deutsch-Altenburg, Tulln) fügen Stattliche Portalvorbauten an oder umgeben den Kapellenbau mit offener Halle (Maria Saal); mit Vorliebe wird in Österreich der Eingang der gegenüberliegenden Pfarrkirche zugewandt.

3. Nischenartige B., Seelenkerker im engeren Sinn. Vergitterte Nischen, meist am Kircheneingang, in der Vorhalle oder an einer sonstwie in die Augen fallenden Stelle des Kirchenäußeren. Sehr verbreitet (Abb. 9 und 10).

4. Kryptenartige B. In verschiedenen Pfarrkirchen Tirols (Lienz, Elbingenalp, Gries b. Bozen), Bayerns (Peiting, St. Georg in Freising), Lothringens (Avricourt, Cheminot, St. Eucharius in Metz, Kattenhofen) ist der Beinkeller in eine Krypta unter dem Chor oder der Sakristei der Kirche verlegt. Die Beinhauskrypten gehen teilweise auf alte Reliquienkrypten zurück. Im Gegensatz zu den Reliquienkrypten sind die Beinhauskrypten aber nicht vom Kircheninnern, sondern vom Friedhof her zugänglich gemacht.

VII. Ausstattung und Schmuck

Zur Ausstattung der B. gehören außer dem Altar, der bei einfachen Anlagen fehlen, bei doppelgeschossigen Anlagen im Kapellen- und Gruftraum vorhanden sein kann, Weihwasserbecken am Eingang und Totenleuchte. Letztere als einfache Lichtnische oder als reich behandelter Lichterker; in Lichtnische oder Lichterker wurde in älterer Zeit ein Lichterstein, d. i. eine Steinplatte mit schalenförmigen Vertiefungen zur Aufnahme von Unschlitt, Wachs, Öl eingefügt. Zum Unterhalt des „ewigen Lichtes“ im B. wurden Stiftungen gemacht oder es traten dafür die Elends- (Armenseelen-) Bruderschaften ein. Von Ausnahmen (Deutsch-Altenburg, Mödling, Maria Saal, Kiedrich usw.) abgesehen, sind die mittelalterlichen B. schlicht und schmuckarm gehalten. Doch wurde Sinn und Bedeutung des B. gerne hervorgehoben durch Inschriften, Malereien – beliebt waren Darstellungen des Jüngsten Gerichtes und Totentänze (Straubing, Mettnitz) – oder durch Skulpturen (Kruzifix, Schmerzensmann, St. Barbara, Totenschädel); im sog. Nonnenkirchle zu Waiblingen (Württemb., 1496 von Hans. v. Ulm erbaut) sind die Gewölbeschlußsteine des Untergeschosses als Totenköpfe gestaltet. Schmuckhaft wurden vielfach auch die im B. aufgestapelten Gebeine verwendet. Die Schädel wurden nicht nur mit Namen und Todesdatum des Eigners, sondern auch mit Verzierungen versehen (Lothringen, Schweiz). Mitunter, so in Kaysersberg i. E., Fletringen in Lothringen, wurden die Schädel in Pyramidenform geschichtet. Im Gruftraum der ehemaligen Beinhauskapelle (Allerheiligenkapelle) zu Rain a. L. (B. A. Neuburg a. d. D.) sind die Schädel teilweise in irdenen Schüsselchen aufgestellt (Abb. 10), die früher mit Getreide (Totenopfer oder Armenspende? vgl. Germania, Wien 1881, 87) gefüllt worden sein sollen.

Zu den Abbildungen

1. Hartberg (Steiermark), nach 1200. Phot. Österreich. Lichtbildstelle, Wien.

2. Deutsch-Altenburg (Niederösterreich), M. 13. Jh. Marburger Photo.

3. Tulln (Niederösterreich), nach 1250. Phot. Österreich. Lichtbildstelle, Wien.

4. Doberan (Mecklenburg), um 1250. Phot. Staatl. Bildstelle, Berlin.

5. Wertheim am Main, zweigeschossiges Beinhaus, 1472ff. Phot. Wilh. Kratt, Karlsruhe.

6. Desgl., Querschnitt. Umzeichnung nach Inv. Baden 4, 1.

7. Mindelheim (Bayrisch-Schwaben), zweigeschossiges gotisches Beinhaus bei der Pfarrkirche, barock umgebaut. Phot. A. Krumm, Mindelheim.

8. Straubing (Niederbayern), zweigeschossige Totenkapelle bei St. Peter, 1486; zur Gruftkapelle umgebaut 1763. Phot. Bayer. Landesamt f. Denkmalpflege, München.

9. Mehring (Oberbayern), Portalvorhalle und Beinhaus. Phot. Bayer. Landesamt f. Denkmalpflege, München.

10. Rain am Lech (Bayrisch-Schwaben). Phot. Bayer. Landesamt f. Denkmalpflege, München.

Literatur

1. Otte I, 24f. 2. Bergner, 69f. 3. K. Atz, Kgesch. von Tirol und Vorarlberg, Innsbruck 19092. 4. H. Derwein, Gesch. d. christl. Friedhofs in Deutschland, Frankfurt a. M. 1931. 5. Mitt. Z. K. 1, 1856, S. 53f.; 3, 1858, S. 263f.; 4, 1859, S. 47f.; 5, 1860, S. 337f.; 12, 1867, S. 146f. 6. R. S. Bour, Die B. Lothringens, Jb. d. Ges. f. lothring. Gesch. u. Altertumskunde 17, 2, 1905, S. 1ff. 7. Deutsche Gaue, 7, 1906, S. 9; 26, 1925, S. 110f.; 29, 1928, S. 198f.; 34, 1933, S. 78f.; 35, 1934, S. 16f., 40f.; 37, 1936, S. 97ff. 8, G. Hager, Heimatkunst, Klosterstudien, Denkmalpflege, München 1909, S. 81f. (M. a. Kirchhofkapellen in Altbayern). 9. Buchberger 2, S. 109 (F. Schubert). 10. Karl Ginhart, Der Karner zu Maria-Saal, Die Kirchenkunst II, 1930, S. 41ff. 11. F. Th. Klingelschmitt, Michaelskapelle und Karner am Mittelrhein, Die christl. K. 31, 1934/35, S. 268f. – Vgl. auch die Literatur zu Armeseelen, RDK I, Sp. 1088.


Nachträge

Anna-Katharina Höpflinger und Yves Müller, Ossarium. Beinhäuser in der Schweiz, Zürich 2016.