Büste

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englisch: Bust; französisch: Buste; italienisch: Busto.


Harald Keller (1951)

RDK III, 255–274


RDK II, 99, Abb. 3. Wolf Blechschmidt, 1540.
RDK II, 617, Abb. 3. Sebastian Kramer, nach 1548. Dresden.
RDK II, 619, Abb. 5. Christian Wenzinger, 1745.
RDK II, 655, Abb. 15. König Wenzel I., um 1375.
RDK II, 667, Abb. 24. Hans Weiditz, Selbstbildnis, um 1535.
RDK II, 667, Abb. 25. Joachim Deschler, Ottheinrich von der Pfalz, 1556.
RDK II, 675, Abb. 31. Joh. Gottfr. Schadow, Friedrich Gilly, 1801.
RDK III, 7, Abb. 3. Conrat Meit, 1. H. 16. Jh. Berlin.
RDK III, 7, Abb. 4. Peter Dell d. Ä., 1. H. 16. Jh. München.
RDK III, 7, Abb. 5. Christoph Weiditz, 1532. Berlin.
RDK III, 255, Abb. 1. Tulln (Niederösterreich), A. 13. Jh.
RDK III, 257, Abb. 2. Nürnberg, um 1420.
RDK III, 257, Abb. 3. München, um 1520.
RDK III, 261, Abb. 4. Lübeck, um 1423.
RDK III, 261, Abb. 5. Bernt Notke 1489, Stockholm.
RDK III, 263, Abb. 6. Acerenza, um 1240.
RDK III, 265, Abb. 7. München, Frauenkirche, um 1474.
RDK III, 269, Abb. 8. Matthes Gebel, um 1531, München.
RDK III, 269, Abb. 9. Paul Egell, 1. V. 18. Jh., München.
RDK III, 273, Abb. 10. R. A. Boos, um 1790, München.
RDK III, 273, Abb. 11. Emanuel Bardou, 1798, Berlin.
RDK III, 303, Abb. 2. Modejournal, 1838.

I. Begriff, Zweck, Eigenart

B. (lat. = aus urere = brennen wird durch falsche Trennung von amb-urere = ringsum sengen und comb-urere: bustum = Leichenbrandstätte, das zu ital. busto = auf einem Grabmal aufgestelltes Brustbild eines Verstorbenen entwickelt wird (Kluge-Goetze, Etymol. Wörterbuch d. deutsch. Sprache, 193411, Sp. 89) ist die plastische Darstellung eines Menschen als Halbfigur oder vom Scheitel bis zur Schulterpartie. Sie kann als Vollplastik wie in Reliefform auftreten und bedient sich jeden Materials (Stein, Holz, Buchs, Cartapesta u. ä.). Sie kommt in jedem Rahmen vor: sakrale und profane dekorative Bauplastik, kirchliche Möbel (Chorgestühle), weltliche Geräte (Lüsterweibchen) und als selbständige plastische Gruppe. Über die B. als Reliquienbehälter s. Büstenreliquiar.

II. Unechte Büsten

Viele B. in musealem wie privatem Besitz sind nur Fragmente von Vollfiguren, die erst in neuerer Zeit als B. zurechtgemacht worden sind.

Beispiele für das 13. Jh.: B. von der Hand des Straßburger Ecclesiameisters in Besançon; Reste eines Statuenportals, um 1225 für Ste. Madeleine, 1734 abgebrochen (R. Kautzsch, Oberrhein. K. III, 1928, S. 133ff.). – Münster, Dom, Vollfigur einer weibl. Heiligen, um 1265, nach M. 15. Jh. in ein Epitaph in B.-Form umgearbeitet (Inv. Westf. 41, 5 Abb. 1402). – 14. Jh.: B. einer Edelfrau, Kassel, Hessisches Landesmuseum; Bruchstück der Vollfigur einer Hl. Elisabeth um 1330 (R. Hamann, Deutsche Köpfe des MA, Marburg 19232, Abb. 49). – 15. Jh.: B. eines bärtigen Mannes; Bruchstück eines Josef von Arimathia aus einer ¾ lebensgroßen Grablegung. Vom Meister der Limburg-Dernbacher Beweinung, um 1410, Darmstadt, Hessisches Landesmuseum (H. Wilm, Got. Tonplastik Augsb. 1929, Abb. 81). – Weibl. B., Bruchstück einer Marienklage in Ton. Süddeutsch um 1420, Nürnberg G.N.M. (Abb. 2). – 16. Jh.: B. eines Knaben mit Barett; Bruchstück der Vollfigur eines jugendl. Heiligen, schwäbisch, wohl ulmisch, um 1520. München B.N.M. (Abb. 3). – Hubert Gerhaert, B. eines römischen Imperators, Bronze um 1595; Bruchstück einer Vollfigur, die um 1837 zum Guß der Bavaria von Schwanthaler eingeschmolzen wurde, München, Residenzmuseum [9, Abb. 30]. – 17. Jh.: Hans Reichle, B. biblischer Figuren, Terracotta; Bruchstücke eines Zyklus von Vollfiguren, um 1600, Augsburg, St. Ulrich und Afra [9, Abb. 49]. – 18. Jh.: Christian Wenzinger, Bruchstück eines Selbstbildnisses vom Ölberg in Staufen (RDK II Sp. 619 Abb. 5; Gustav Münzel, Münchner Jb. 1908, I S. 35ff.). –

Seit dem Aufkommen des Sammelwesens, d. h. seit dem 15. Jh., sind außerdem von beliebten Skulpturen für private Kunstliebhaber Kopien der Kopfpartie in B.-Form in einem billigen Material angefertigt worden: B. in Stuck von den beiden Freifiguren auf dem Brunnenrand der Fonte Gaja von Jacopo della Quercia (Münchner Jb., 1907, I S. 38ff.). Diese Reproduktionen kommen bezeichnenderweise in denselben Jahrzehnten auf, in denen die vervielfältigenden Techniken Kupferstich und Holzschnitt erfunden werden.

Auch die Robbia-Werkstatt liefert solche B. (Paris, Louvre; Stuttgart-Cannstatt, Slg. Meyer-Ilschen). – Von dem Künstlerselbstbildnis des Peter Vischer vom Sebaldusgrab in Nürnberg eine verkleinerte Kopie in B.-Form im Louvre, der Sockelform nach aus dem reifen 16. Jh. (B. Daun, P. Vischer und A. Krafft, Bielefeld 1905, Titelbild). – Von Konrad Meits Adam und Eva, Buchs, Gotha, Museum (G. Troescher, Konrad Meit, Freiburg i. Br. 1927, Taf. III) gibt es Bronzekopien in B.-Form (ehem. Berlin, Slg. I. Muehsam; F. Winkler, Jb. d. preuß. Kslg. 45, 1924, S. 48). – Werkstatt des Hubert Gerhard, Reiterstatuette des Hoch- und Deutschmeisters Erzherzog Maximilian von Österreich (1558–1618), 49 cm hoch (O. Schmitt, Barockplastik, Frankfurt 1924, S. 57 mit Taf. 36). Die B. des Reiters gibt es in 4 Wiederholungen, davon 3 in den Wiener Museen, Höhe 14 cm [11 Abb. 328f.]. – Fr. Duquesnoys hl. Susanna in S. Maria di Loreto in Rom ist oft als B. in Bronze oder Holz nachgebildet worden, z. B. Kh. Mus. Wien [11 Abb. 342]; eine Wachs-B. nach dieser Statue im Victoria- und Albert-Mus. (Kat. E. Maclagan und M. Longhurst, London 1932, S. 153). Andere Exempl.: Jb. Kaiserh. 31, 1912/14, 103ff.

Eine andere Art von unechten B. entsteht, wenn in Reliefdarstellungen der Bauplastik (Tympana) oder bei Schreinfiguren Tiefe erreicht werden soll. Die letzte Reihe der Dargestellten, die über die Köpfe der vorderen Figuren hinausragen muß, ist aus Platzmangel dann nur soweit ausgeführt, als sie sichtbar ist, d. h. als B. (am häufigsten bei Darstellungen des Marientodes).

Bauplastik: B. zweier Apostel vom Marientod des Arnolfo di Cambio, Tympanon des südl. Seitenportals der Westfassade des Domes von Florenz, 1294–1302; Berlin, Museum.– Schreinplastik: Kronberg i. T., Marientod, um 1420, Ton (H. Wilm, Gotische Tonplastik Abb. 83ff.). Männer-B. aus einem Sippenaltar, um 1510, Limburg, Diözesanmus. (G. Tiemann, Beiträge zur Gesch. der mittelrhein. Plastik um 1500, Speyer 1930, Taf. 42); Mauer b. Melk N.Ö., Marienaltar 1513–16 (Gesamtabb.: K. Oettinger, A. Pilgram, Abb. 153 ff; Aufnahmen der herausgenommenen B.: Ders., Altdeutsche Bildschnitzer der Ostmark, Wien 1939, Taf. 100–101).

III. Ägypten, Griechenland, Rom

Babylonische und assyrische Kunst kennen die B. nicht. In der ägyptischen Kunst tritt sie ganz vereinzelt auf. Die großartige B. des Ankhhaf (Boston, Mus. of Fine Arts, 4. Dynastie, 2720–2550 v. Chr. – D. Dunham, Bull. of the Mus. of Fine Arts 37, 1939, 41ff. – E. Buschor, Bildnisstufen. München [1947] Abb. 121) kommt aus einem Grabmal und hat kultische Bedeutung. Als bauplastischer Schmuck im Wandverband einer Grabkapelle die B. in Sakkara, um 2500 v. Chr. (H. Fechheimer, Plastik d. Ägypter, Berlin 19232, Abb. 12). Dann findet sich die B. erst wieder in der Amarnazeit als Grabbeigabe (Ch. Boreux, A propos de quelques bustes égyptiens. Studies presented to F. L. L. Griffith, London 1932, S. 395ff.) oder als Modellbüste für den internen Gebrauch der Bildhauerwerkstatt: Amenophis IV. (Louvre) und Nofretete (Berlin) (L. Borchardt, Ausgrabungen der dt. Orientges. in Tell El Amarna III, Porträts der Königin Nofret-Ete, Lpz. 1923). Aber nirgends waren B. im Haus oder öffentlich aufgestellt.

Die griechische Kunst schuf keine B. von Göttern oder Menschen. Das Empfinden des griechischen Bildners für die organische Gestalt erlaubte nur die Darstellung des Menschen in seiner unverkürzten Erscheinung. Die B. des Perikles, die zahlreichen Philosophen-B. sind demnach nur römische Teilkopien von griechischen Vollfiguren. Das Mal für den Gott Hermes, die Herme, seit der hipparchischen Zeit, um 525 v. Chr., in Athen nachweisbar, aber sehr viel älter, schon wegen des Phallosmotivs, ist die einzige Ausnahme (R. Lullies, Hermenfragen, Würzburger Jhb. 1949–50, S. 126ff.). Die Porträt-Herme, d. h. die Darstellung eines anderen Gottes oder eines Menschen in dieser Form, ist wieder erst eine Erfindung der römischen Kunst. Lediglich für Figuren chthonischen Charakters kennt die griechische Kunst in Sizilien und Unteritalien B. in Terracotta (R. Kekulé, Die Terracotten von Sizilien, Berlin 1884, passim. – E. Gabrici, Monumenti antichi Lincei 32, 1927, Taf. 27ff. und 52ff.).

Die römische B. erwächst aus dem etruskischen Aschenkrug in Menschenform (dem sog. canopus) und dem Bildnis-Cippus als Grabaufsatz, sowie aus dem römischen religiösen Brauch, Ahnenbilder im Hausheiligtum im Atrium aufzustellen (R. Herbig, die italienische Wurzel der röm. Bildniskunst. Das neue Bild der Antike, Lpz. 1942, II, S. 85ff.). Die stolze Reihe der römischen Bildnis-B. reicht von der spätrepublikanischen bis in die severische Zeit (B. Schweitzer, Die Bildniskunst der römischen Republik. Leipzig–Weimar 1948. – Über die verschiedenen Formen der römischen B. S. A. Hekler, Jahreshefte des Österr. Archäolog. Instituts 21/22, 1922–24, S. 185 und M. Wegner, Die Herrscherbildnisse in antoninischer Zeit, Berlin 1939, S. 103). In Palmyra (Syrien) erlebte die römische Bildnis-B. eine provinzielle Nachblüte (V. Müller, 86. Berliner Winckelmannsprogr. 1927). Das gallische Material bei E. Espérandieu, Recueil général des bas-reliefs de la Gaule Romaine, Paris 1907ff. II, 882–889, IX, 6921 usw. Frühe keltische Stücke P. Jacobsthal, Early Celtic art, Oxford 1944, Taf. 2–8.

IV Entstehung der deutschen Büste des Mittelalters

a. aus der byzantinischen Kunst

Die antike B. ist durch das ganze Mittelalter hin durch die byzantinische Kunst tradiert worden, freilich in der leicht veränderten Form als Halbfigur. Mit der letzten Welle byzantinischer Kunst, die um und nach 1200 die deutsche Kunst traf, kommt die Halbfiguren-B. in Deutschland auf, zunächst im Rahmen der kirchlichen Bauplastik.

Köln, Schnütgen Mus., Lehnenbekrönung einer Abtskathedra aus Siegburg, um 1180 (E. Panofsky, Die dt. Plastik des 11. bis 13. Jh., München 1924, Taf. 52). – Hildesheim, St. Godehard, Tympanon des Nordportals, um 1200 (Ebd. Taf. 36). – Mainz, Dom, Leichhofportal, Tympanon, um 1220 (Inv. Hessen, Mainz Dom, Taf. 21 b). – Halberstadt, Dom, Triumphbalken der Kreuzigungsgruppe, um 1220 (Panofsky Taf. 40). – Freiberg, Goldne Pforte, um 1230 (A. Goldschmidt, Die Skulpturen von Freiberg und Wechselburg, Taf. 6–11, 26ff., 48ff.). – Magdeburg, Dom, Chorumgang, Kapitelle, um 1230 (R. Hamann, Jb. d. preuß. Kslg. 30, 1909, Taf. A, B, C und Abb. 48). – Limburg a. L., Taufstein um 1235 (Panofsky Taf. 61). – Bamberg. Gnadenpforte, um 1230 (H. Beenken, Bildwerke des Bamberger Domes, Bonn 1925, Abb. 32f.). – Münster, Dom, Paradies, Sockelgesims der Gewändefiguren, ab 1235 (Inv. Westf. 41, 5 Abb. 1389f. und 1394f.). Wien, St. Stephan, Riesentor, B.-Reihen am Fußpunkt der Archivolten, um 1240 (F. Novotny, Roman. Bauplastik in Österreich, Wien 1930, Taf. 30–34). – Ein sehr provinzielles Beispiel: Brixen, Diözesan-Mus., wohl vor 1174 (C. Th. Müller, M.a. Plastik Tirols, Berlin 1935, Abb. 7). In der Goldschmiedekunst: Reliquienschrein Ottos I., Quedlinburg, Stiftskirche. Unterseite mit 18 in Silber gravierten Heiligen-B., um 1200 (P. J. Meier, Die Kirchen in Quedlinburg, Dt. Bauten 20, Burg o. J. Abb. 68).

Erstes Beispiel für den Übergang ins Profane: Münster, Dom, Anfang einer Bischofsreihe in Epitaphienform, Bischof Dietrich II. († 1127, errichtet um 1230. Inv. Westf. 41, 5, Abb. 1400). Keine Vorstellung besitzen wir von den vergoldeten Bronzebildern der salischen Kaiser und der Kaiserin Agnes aus der Vorhalle des Doms zu Speyer, die vermutlich B. waren und die vielleicht beim Brande von 1450 zugrunde gingen (W. Meyer-Schwartau, Der Dom zu Speyer, Berlin 1893, S. 142 f; Inv. Bayern VI, 3, S. 260).

Im Kultbild wirkt der Typ der byzantinischen Halbfigur noch lange nach: Regensburg, Rupertuskapelle bei St. Emmeram, Muttergottes um 1330 (Inv. Bayern II, 22, I, Abb. 214).

Von M. 14. Jh. bis nach dem Ende des weichen Stils um 1450 sind die damals sehr verbreiteten Gnadenbilder der Tafelmalerei in plastischen B. nachgeahmt worden. Hauptländer: Böhmen (A. Stange, Deutsche Malerei der Gotik I, S. 184ff. u. Abb. 186ff., II, S. 66ff. u. Abb. 81ff.; W. Pinder, Jb. d. preuß. Kslg. 44, 1923, S. 158 u. Abb. 7–9; R. Fritz in Zs. f. Kunstwiss. 5, 1951, 161–178) und Frankreich (G. Ring, A Century of French Painting 1400–1500, London 1949, Abb. 25; Katalog der Ausstellung in Paris, Petit Palais 1950, La Vierge dans l’art français, Nr. 21 u. Taf. 35). Nachbildung in der deutschen Plastik: die böhmische Muttergottes, Halbfigur um 1410 des K.F.M. (H. Wilm, Gotische Tonplastik, Abb. 55).

b. aus der Bauplastik der französischen Gotik

Die zweite Wurzel ist die französische Bauplastik. An der Kathedrale von Reims und am Konsolenfries im Innern der Kathedrale von Poitiers ist das Herauswachsen der Schulter-B. aus der Kopfkonsole prachtvoll zu beobachten. (P. Vitry, La Cath. de Reims, Paris o. J., II Taf. 79ff. – Weitere Schulter-B. Taf. 75 und 90 rechts). Die Gattung der Halbfiguren-B. entwickelt sich in Reims aus der kauernden Konsolen-Vollfigur, durch Weglassen der hinteren Partie. (Vitry a. a. O. II, Taf. 77f., 90). Am rechten Portal des Nordquerhauses von Chartres hat an die Fußpunkte der Archivolten um 1210 der Meister der Königsköpfe seine B. gesetzt, noch ohne Schultern, aber trotzdem der Höhepunkt der frz. B.-Kunst des 13. Jhs. (W. Vöge in Zs. f. bild. K. 1914, S. 200ff.).

Das andere Entstehungsgebiet für die frz. B. ist Burgund. Hier ist ein direktes Zurückgreifen auf gallo-römische Grabsteine, welche die Toten in B.-Form darstellen (Richesses d’art de la France, Bourgogne, Paris 1927, M. Aubert, Sculpture, Taf. 101) nicht unmöglich. Semur, Notre Dame, 3. Viert. 13. Jh. (Ebd. Taf. 77f.), Dijon, Notre Dame, 2. V. 13. Jh. (Ebd. Taf. 163), Cluny, Notre Dame, 13. Jh. (Ebd. Taf. 186). Die Vorliebe Burgunds für die B. hält im 14. Jh. (Auxerre, Kath. 2. Hälfte 14. Jb., Ebd. Taf. 68) und im 15. Jh. an (Cluny, Abtei, Chap. de Bourbon, 1456–85, Ebd. Taf. 184f. u. 175). Diese frz. B.-Form der Bauplastik hat sich über ganz Europa verbreitet. England: Konsole aus Salisbury um 1240 (T. Borenius in Burl. Mag. 68, 1936, S. 157ff.), Latium: Viterbo, zwischen 1271 und 1274 (H. Keller, Röm. Jb. f. Kg. 3, 1939, Abb. 255), Apulien: Castel del Monte (A. Venturi, Storia III, Abb. 631), Ruvo, Kathedr. (Ebd. Abb. 626), Kastell Lagopesole, Obergeschoß des Bergfrits (L. Bruhns, Hohenstaufenschlösser, Königstein 1937, Abb. S. 91), alle um 1240.

Archivoltenfiguren als B. kennt schon die spätroman. Bauplastik (Arles, St. Trophime, um 1180; Ancona, Dom, Hauptportal, kurz vor 1200 – beide bezeichnenderweise im byzantinischen Einflußbereich).

Am Marienportal der Westfassade von Notre Dame in Paris sind zum ersten Male die gesamten Archivoltenfiguren als B. gegeben (um 1215), am Mittelportal wenigstens die Figuren der beiden innersten Archivolten. In Deutschland zuerst in Basel, Münster, Westportal, um 1270, aufgegriffen (H. Reinhardt, Das Basler Münster, Basel 1939, Taf. 97ff.). – Freiburg i. d. Schweiz, Kathedrale St. Nikolaus, Südportal, 2. V. 14. Jh., Hauptportal A. 15. Jh. – Engel-B. als Trennung zweier Tympanonstreifen, Chartres-Nord, ö. Seitenportal, um 1215. (Et. Houvet, Cathédrale de Chartres, Portail nord I, Taf. 19). Ein Zyklus von B. als Schlußsteine in profanen Rahmen: St. Germain-en-Laye, Schloßkapelle, 2. H. 13. Jh. (P. Vitry und G. Brière, Documents de la Sculpture frçe. du MA, Paris 1904, I, Taf. 67). – B. als Schlußsteine in Deutschl.: Straßburg, Langhaus um 1275 (O. Schmitt, Got. Skulpturen d. Straßb. Münsters, Taf. 61, 63), Johanneskapelle (Ebd. Taf. 28). – Augsburg, Dom, Langhaus- und W-Chor-Schlußsteine, 1336–43.– Spätestgotische Schlußsteine mit B.: Bern, Münster, Chor, 86 Heiligen-B. von Albrecht von Nürnberg, 1517. – Tuntenhausen (Obb.), Erdgeschoß der beiden W.-Türme, Sterngewölbe mit je 17 Schlußsteinen, nach 1513.

Mit Ausnahme von Burgund hat die frz. Plastik des ausgehenden Mittelalters der B. auffallend wenig Interesse entgegengebracht. In Burgund hat Claus Sluter selbst offenbar keine B. geschaffen. Aber an dem Palais Jacques Coeur in Bourges finden sich um 1445 B. in architektonischem Verband, die sich in naturalistischer Weise aus den Fenstern lehnen [7, Abb. 4], und welche die direkte Vorstufe für Nikolaus Gerhaert bilden.

B. der deutschen Bauplastik bis zu den Prager Triforien-B.: Würzburg, Augustinerklosterkirche, Archivolten des abgebrochenen Hauptportals, um 1302 (W. Pinder, M.a. Plastik Würzburg, Lpz. 19242, Taf. 11). – Maulbronn, Kreuzgang, Westflügel, Prior Walter um 1303 (Irmg. Dörrenberg, Maulbronn, Würzburg 19382, Abb. 88). – Freiburg, Münsterturm, Sterngalerie, 11 Konsolen-B., um 1320 (O, Schmitt, Got. Skulpt. d. Freiburger Münsters, Taf. 92ff.). – Ebenda, Konsolen unter den Monumentalskulpturen an den Pfeilern des Mittelschiffs (Ebenda Taf. 203). – Regensburg, Dom, geplantes Vierungsgewölbe, um 1330–40 ([1] Abb. 4–8). – Rothenburg o. Tauber, St. Jakob, Chor, beg. 1373 (Inv. Bayern V, Stadt Rothenburg [im Druck]).

c. aus der Reliquienbüste

Die romanischen Kopfaquamanilen lassen sich nicht einwandfrei auf die hellenistischen und römischen Kopfgefäße aus Bronze zurückführen. Es ist wahrscheinlicher, daß die romanischen Gießgefäße in B.-Form eine selbständige Schöpfung des Mittelalters sind. Ältestes Beispiel: Bacchus - Aquamanile des Aachener Domschatzes, noch 1. Hälfte 12. Jh. ([2], Taf. 134; Ebd. sämtliche erhaltenen Beispiele abgebildet, Taf. 136ff.). Kopfreliquiare werden schon seit dem 10. Jh. erwähnt, die ältesten erhaltenen ebenfalls erst aus dem 12. Jh. Kopfreliquiare aus Bronze sind seltener und jünger als die nichtsakralen Gießgefäße, nicht vor 2. Hälfte 12. Jh. (sämtliche erhaltenen Beisp. [2], Taf. 140ff.). B.-Reliquiare sind seit dem 11. Jh. bezeugt und erhalten. Übergänge zwischen Reliquiar- und Profan-B. fließend! Das zwischen 1166 und 71 entstandene Kappenberger Reliquiar des hl. Johannes war ursprünglich eine Porträt-B. Friedrich Barbarossas, die noch Otto von Kappenberg selbst als Reliquiar umarbeiten ließ. An einer frz. Bildnis-B. in Marmor aus der Slg. Blumenthal in New York (Pantheon 10, 1932, Abb. S. 252), vielleicht die Königin Jeanne von Navarra († 1349) darstellend, ist die Herkunft aus der Reliquien-B. noch deutlich sichtbar. Am greifbarsten wird im Werke Donatellos, daß die erste Profan-B. der italienischen Renaissance, der Niccolo da Uzzano, weit weniger von antiken B. abstammt, als von der unmittelbar voraufgehenden Reliquien-B. des hl. Rossore (1427). Die Halbfiguren-B. der Predellen oberrheinischer Altäre der Spätgotik (Isenheimer Altar, Breisacher, Heilbronner usw.) ist das profanierte Überbleibsel der Reliquien-B., welche bei den deutschen Schnitzaltären des 14. Jh. die Staffel einnahm (s. Altarretabel RDK I, Sp. 542).

V. Deutsche Spätgotik

Mit den Triforien-B. des Prager Doms aus der Bauhütte der Parler (die 10 im Polygon 1374–78, der Rest ungefähr 1376–85; RDK II Sp. 656, Abb. 15) beginnt die Geschichte der spät-m.a. B. in Deutschland [3, S. 79ff.]. Zwar ist das Programm des Zyklus – die Mitglieder der königlichen Familie, die 3 ersten Erzbischöfe, die 5 wirtschaftl. Leiter des Baues, die beiden Baumeister – nicht neu (vergl. St. Germain-en-Laye). In der Kapelle des Bischofspalastes auf der Prager Kleinseite waren nach 1329 schon die Prager Bischöfe bis auf Johann von Drazic in B.-Form dargestellt worden. Auch bleibt die Mehrzahl der Prager Dom-B. emanzipierte Konsolen. Aber zumindest die späteste des Wenzel von Radec sprengt in Form und geistigem Gehalt den Rahmen der dekorativen Bauplastik.

Der Ausstrahlungsbereich dieser Prager Parlerkunst ist ungeheuer (vergl. für das folgende W. Pinder, Hdb. d. Kw. I, S. 123ff. – O. Kletzl, Wallraf-Richartz-Jb. N.F. 2/3, 1933/34, S. 100ff.). Prag, Altstädter Brückenturm 1380–90 [3, Taf. 85ff.]. – Prag, Teynkirche, vor 1390 [3, Taf 94]. – Nürnberg, Konsolbüste vom Schönen Brunnen im G.N.M., zwischen 1385 und 1396 (K. Martin, Die Nürnberger Steinpl. d. 14. Jhs., Berlin 1927, Abb. 328ff.). – Köln, Schnütgenmus., Konsole mit dem Parierzeichen (H. Rahtgens, Zs. f. christl. K. 20, 1907, S. 67ff.). – Rothenburg o. T., St. Jakob, um 1400 (Kletzl a. a. O., Abb. 121). – Freiburg, Münster, Chor, um 1400 (Pinder a. a. O., Abb. 82). – Regensburg, Domfassade, um 1420 [1, Abb. 10f.]. – Regensburg, Altes Rathaus, Portal, B. von Gewaffneten als Türhüter, um 1410–20 ([1], Abb. 14f.; Inv. Bayern II 22 III, S. 90). Schon jenseits der Parierepoche stehend, aber ihr innerlich noch zugehörig: Ulm, Münster, Konsolen im Langhaus, um 1430–40 (R. Pfleiderer, Das Münster zu Ulm, Stuttgart o. J. Taf. 12). – Landshut, St. Martin, Epitaph in Form einer Konsol-B. für den Baumeister Hans Stethaimer, † 1432 [1, Abb. 12]. In Mitteldeutschland schuf Meister Konrad von Einbeck, der in Prag gearbeitet hatte, ein Gegenstück: Halle, Moritzkirche, Selbstbildnis um 1420. Dort und in der Marienkirche in Bernburg andere Schulter-B. seiner Werkstatt (K. Gerstenberg, Konrad von Einbeck, Halle o. J., „Der rote Turm“ Heft 3).

Bauplastische B. des 15. Jhs. außerhalb des Parlerkreises: Rothenburg o. T., St. Jakob, 4 Konsol-B. um 1400, heute am Sakramentshaus (Inv. Bayern V, Stadt Rothenburg [im Druck]). – Wasserburg, St. Jakob, Turmkapelle, zwischen 1450–78 (Inv. Bayern I 2, S. 2073). – Neuötting, Pfarrkirche, 3 westl. Kap. der Nordseite d. Langh., zw. 1484–1500, Art des Wolfgang Leeb (Inv. Bayern I 3, S. 2565). – München, Frauenkirche, Seitenkap. um 1474, z. T. von Erasmus Grasser ([1], Abb. 16ff. – Abb. 7). – Konstanz, Rosgartenmus., Kragsteine aus dem Münster, um 1468, Schule des Nik. Gerhaert [7, Taf. 36f.]. – Beispiele aus Steiermark bei K. Garzarolli von Thurnlackh, M.a. Plastik in Steiermark, Graz 1941, Taf. 74/5. – Bern, Rathaus, Erdgeschoß, Sitzungshalle des Schöffengerichts, B. von Schwörenden an den Pfeilerkapitellen um 1412 (Inv. Schweiz 19 Abb. 90, 93, 94). – Bern, Münster, rechtes Seitenportal d. Westfassade. Im Gewände 4 Schulter-B. der Vier Gekrönten, nach 1428. – In den Gewänden des Hauptportals B. mit Propheten und Sybillen von Erhart Küng, nach 1458. – Ostdeutsche Beispiele: Thorn, St. Johannes, Moses-B.; Thorn, Städt. Mus., B. eines Mannes vom Sockel einer Heimsuchung, um 1410 (K. H. Clasen, Die m.a. Bildhauerkunst im Deutschordensland Preußen, Berlin 1939, S. 132ff. u. Taf. 151 u. 155–161). Ganz isoliert steht die vollrunde, unvollendete Alabaster-B. der Königin Margaretha der 3 nordischen Reiche, Lübecker Arbeit um 1423, Lübeck, St. Annenmus., Wiederholung der oberen Partie des Grabmals der Königin im Dom von Roskilde (W. Paatz, Die Lübeckische Steinskulptur der 1. Hälfte des 15. Jhs., Lübeck 1929, S. 72. – Abb. 4).

Ein völlig neuer Abschnitt der Geschichte der deutschen B. beginnt mit dem Auftreten des Nikolaus Gerhaert am Oberrhein (1463). Er ist der Schöpfer der Halbfiguren-B. mit der bewegten Gestalt. Arme und Hände werden nun zu Hauptkomponenten des künstlerischen Aufbaus der B. Die neue Kunstform tritt zunächst noch im Rahmen der Bauplastik auf.

Die B. des Grafen von Hanau und des Bärbele ([7], Taf. 10; der Kopf des Bärbele 1935 wiedergefunden, H. Jantzen, Städel-Jb. 9, 1935/36, S. 5ff.) saßen am Portal der Straßburger Kanzlei. Das Busang-Epitaph des Straßburger Münsters von 1464 [7, Taf. 14] beweist, daß Gerhaert wirklich der Schöpfer der neuen B.-Form ist, denn die holländischen (Utrechter) Vorbilder sind Epitaphien mit Halbfiguren, die den unteren Reliefrand keineswegs als Sockel künstlerisch ausnützen (W. Vöge, Oberrhein. Kunst 4, 1929/30, S. 35ff.). Die Kunst des Nik. Gerhaert hat eine gewaltige Resonanz gefunden, zunächst am Oberrhein. Nachfolge in der Bauplastik: 2 B. des D.M. Berlin [7, Taf. 52], 2 B. in Hagenau [7, Taf. 51]; – in Holz: die beiden älteren B. aus dem St. Marx-Spital in Straßburg [7, Taf. 64], denen sich als 3. Stück der „arme Mann“ zugeteilt (Th. Demmler, Pantheon 15, 1935, S. 14ff.). Die B., bisher nur in der Predella des Altars geduldet, erobert nun am Oberrhein im Schrein selbst einen wichtigen Platz: Nikolaus Hagnowers zerstörter Hochaltar des Straßburger Münsters von 1501 [8, Taf. 38], in den die beiden jüngeren B. aus dem St. Marx-Spital gehören [8, Taf. 41]. – Von Hagnower ist abhängig Hans Syfer, Predellen-B. des Hochaltars von St. Kilian in Heilbronn, 1498 (R. Schnellbach, Spätgot. Plastik im unt. Neckargebiet, Heidelberg 1931, Abb. 4ff.). In Heilbronn arbeitete Anton Pilgram, der die oberrheinische B.-Form nach Wien trug, Orgelfuß, 1512–13, und Kanzel, 1515 voll., von St. Stefan in Wien, beide mit großartigen Selbstbildnissen (Ign. Schlosser, Die Kanzel und der Orgelfuß von St. Stefan in Wien, Wien 1925. – Karl Oettinger, Anton Pilgram und die Bildhauer von St. Stephan Wien (1951) Abb. 53–55; 60–85). In die direkte Nachfolge von Pilgram gehören die B. in Sierndorf (Niederösterreich) von 1516 (H. Seiberl, Zs. d. dt. Ver. f. Kw. 4, 1937, S. 114f.). – Gregor Erhart, Stifterfiguren des Blaubeurener Hochaltars, um 1495 (G. Otto, Gregor Erhart, Bln. 1943, Abb. 42ff. – W. Fleischhauer, Münchner Jb. N-F. 13, 1938/39, S. 50ff.). – Letzter Ausläufer: Kirchenväter von der Tulpenkanzel des Doms zu Freiberg i. S., um 1520 von Hans Witten (W. Hentschel, H. Witten, Leipz. 1938, Abb. 52ff.). – Direkter Anschluß an Nik. Gerhaerts B. auch in der Portalbekrönung des Schlosses in Marburg a. L., um 1490 von Ludwig Juppe [7, Textabb. 12] und bei der B. eines Toten von der St. Jürgengruppe des Bernt Notke in St. Nikolai in Stockholm von 1489. (W. Paatz, Bernt Notke, Berlin 1939, S. 79ff. – Abb. 5).

In Konstanz hatte Nikolaus Gerhaert den Auftrag für ein Chorgestühl erhalten, dessen Ausführung er aber seiner Schule überließ; vor 1468 fertig, die B. von Heinrich Yselin (J. Eschweiler, Das Konstanzer Chorgestühl. Friedrichshafen 1949, Taf. 52–71). Von demselben Meister das Weingartner Chorgestühl mit 12 B. um 1487, heute Berchtesgaden, Schloß. [7, Taf. 32ff.]. Diese nicht ohne das Vorbild der Chorgestühls-B. des Ulmer Münsters denkbar, das bei Jörg Syrlin als Unternehmer 1469 in Auftrag gegeben wurde, der selbst wahrscheinlich nur die Schreinerarbeit leistete. 1474 vollendet, 79 Relief-B., 18 Wangen-B. ¾ lebensgroß, die ersten vollrund gearbeiteten B. an einem Chorgestühl, ebenso großartig im formalen Aufbau, der ganz aus der Basis der Gestühlsbrüstung entwickelt wird, wie im Reichtum der geistigen Charakterisierung. Die bedeutendsten B. der deutschen Spätgotik, neben Nikolaus Gerhaert, von diesem ganz unabhängig (W. Vöge, Jörg Syrlin d. Ä. und seine Bildwerke. Berlin 1950).

Weitere Chorgestühle mit B.: Blaubeuren, Klosterkirche 1495 von Jörg Syrlin d. J. (J. Baum, Ulmer Plastik um 1500, Stuttgart 1911, Taf. 21), aus derselben Schule Ennetach, Chorgestühl 1509 (Ebd. S. 60, Taf. 29) und Geislingen, 1512 (Ebd. S. 62, Taf. 30). – Freising, Dom 1486–88 von Hans Glurer aus Augsburg (Inv. Bayern I, Taf. 43). – München Frauenkirche, Erasmus Grasser u. a., um 1495. B.-Charakter hier fast aufgegeben (Phil. Maria Halm, Erasmus Grasser, Augsburg 1928, Abb. 75ff.). – Memmingen, Martinskirche, 1501–7 von Hans Dapratzhauser (K. Gröber, Schwäbische Skulptur der Spätgotik, München 1922, Abb. 61). – Herrenberg, Stiftskirche, 1517 voll., von Heinrich Schickhard von Siegen (J. Baum, Niederschwäb. Plastik d. ausgeh. Mittelalters, Tübingen 1925, Abb. 63). – Eßlingen, St. Dionys, 1518 voll., von Hans Wech und Antonius Buol von Eßlingen (Ebd. Abb. 62). – Augsburg, Fuggerkapelle b. St. Anna, um 1518 von Adolf Daucher, zerst., B. in Berlin, D.M. (Phil. M. Halm, Adolf Daucher u. d. Fuggerkapelle von St. Anna, Jb. d. preuß. Kslg. 41, 1920 S. 248f.). – Unter dem Einfluß dieses Gestühls steht: Bern, Münster, 1522–24 von Jakob Ruß (L. Volkmann, Der Überlinger Rathaussaal d. J. Ruß, Berlin 1934, Abb. 73ff.).

An der Wende zwischen Spätgotik und Frührenaissance wird die Relief-B. auf dem Grabstein sehr häufig. Auftraggeber sind fast ausschließlich Humanisten, die dt. B. übernahmen, weil sie die antike Herkunft dieser Gattung kannten. (Zahlreiche Beispiele in Trier: Inv. Rheinprov. 13, 3, Trier III Abb. 144f., 211).

Gregor Erhart, Epitaph Occo († 1503) Augsburg, Domkreuzgang (G. Otto, Gregor Erhart, Berlin 1943, Abb. 87). – Landsberg a. L., St. Veit, Epitaph eines Arztes, 1510, vom Meister mit dem Winkelhaken (Abb. RDK. I, Sp. 1138). – Grabmal Konrad Celtes, † 1508, Wien, St. Stephan (Inv. Österreich 23, S. 439 u. Abb. 521). – Wien, Grabmal Cuspinian, † 1529 (Ebd. Abb. 605). – Regensburg, St. Emmeram, Epitaph des Aventin, † 1534 (Inv. Bayern II 22, Taf. 35). – Eichstätt, Dompropstei, Kaiser Karl V. u. Herzog Wilhelm IV. von Bayern, um 1530–40 von Loy Hering (F. Mader, Loy Hering, München 1905, Abb. S. 90f.).

Ziemlich allein stehen die B. von Adam und Eva, London, South Kensington Mus., dem Michel Erhart zugeschr. (G. Otto, Jb. d. preuß. Kslg. 64, 1943, S. 44). – In Verbindung mit der Innsbrucker Werkstatt des Maximiliansgrabs stehen die Bronze-B. des Kaisers Max, von dessen Mutter Eleonore und von Philipp von Burgund, von dem Augsburger Jörg Muscat (K. Feuchtmayr, Münchner Jb. 12, 1921/22, S. 99ff.).

VI. Wiederaufnahme der antiken Büste im Spätmittelalter und ihre Rolle in der Renaissance

Das ganze Mittelalter kennt in den Ländern innerhalb des Limes vereinzelte B. im Rahmen der Bauplastik, welche ihre Vorbilder antiken Grabsteinen an Ort und Stelle entnahmen: Tulln N.Ö., Pfarrkirche, Portal A. 13. Jh. (Abb. 1. – Fr. Novotny, Roman. Bauplastik in Österreich, Wien 1930, S. 50 und Abb. 39); Straßburg in Kärnten, Relief-B. des Bischofs Walter von Gurk, der 1200–1213 regierte (Ebd. S. 82 u. Abb. 64).

Im 13. Jh. geht die Wiedergeburt der antiken B. zunächst auf dem Gebiete der Kleinkunst, der Gemme, der Münze und des Siegels vor sich. Die Bewegung geht von den nordischen Ländern aus: Frankreich seit 1200, in allen Provinzen, und Deutschland, vorwiegend am Oberrhein (H. Wentzel, Festschrift für Henrik Cornell, Stockholm 1950, S. 67ff. – Ders. in „Form und Inhalt“, Festschrift für Otto Schmitt, Stuttgart 1951, S. 145ff.). Die berühmten Augustalen Kaiser Friedrichs II. sind nur die Spätlinge dieser Entwicklung.

Die Wiederaufnahme der antiken B.-Form in der italienischen Monumentalkunst im 13. Jh. war ein persönlicher Willensakt Kaiser Friedrichs II. von Hohenstaufen, der die Bildhauer seiner apulischen Hofschule zum Kopieren von B. aus allen Epochen der Antike anhielt. (H. Keller, Röm. Jb. f. Kg. 3, 1939, S. 269ff. – Abb. 6).

In der Profanbaukunst ist das bedeutendste Beispiel das Capuaner Brückentor (Cresswell Shearer, The Renaissance of Architecture in Southern Italy, Cambridge 1935), in der kirchlichen Baukunst, die der Kaiser sonst nicht pflegte, B. an der Bauplastik der Kathedralen von Bari und Ruvo (A. Venturi, Storia III, Abb. 624ff., 635, 639. – E. Bertaux, L’art dans L’Italie méridionale, Paris 1904, S. 710ff. und 783). Von Niccolò Pisano wurde die B.-Form dann in die Toskana übertragen. Am Pisaner Baptisterium ist wie in Reims das Herauswachsen der Schulter-B. aus der Kopfkonsole prachtvoll zu verfolgen (Venturi III, Abb. 869ff. – G. Swarzenski, Niccolò Pisano, Frankfurt 1926, Abb. 114ff.). Auch sonst wurde die B. im Kreise der Pisani sehr gepflegt: Pisa, Fassade des Campo Santo von Giovanni di Simone Pisano, zwischen 1277 und 1286 (Peleo Bacci in: Dedalo 1, 1920/21, S. 311ff.). – Arnolfo di Cambio, Tympana der Florentiner Domportale, nach 1294, Porträt-B. Papst Bonifaz VIII. von seinem Grabmal in St. Peter, um 1300. Die großartigsten Beispiele sind Schulter-B. an den Innenseiten der Seitenportale von der Westfront des Sieneser Doms, um 1320, aus dem Kreise des Giovanni Pisano (E. Carli, Sculture del Duomo di Siena, Turin 1941, S. 33 und Abb. 45ff.). Das weitere Trecento hat die Halbfiguren-B. nur sehr vereinzelt und nur als Kultbild verwendet (Nino Pisano, Pisa, Sta. Maria della Spina). Erst mit der Frührenaissance treten die ersten B. in profanem Rahmen auf: Ghiberti, Selbstbildnis von der 2. Baptisteriumstür (1424) und Donatellos Niccolo da Uzzano (Ende 20er Jahre), von da an wird die B. die bevorzugte Bildnisgattung der Florentiner Aristokratie. Sie hält sich bis zu Michelangelo und Benvenuto Cellini hin. Im Manierismus tritt die B. in Florenz auffallend zurück, im Gegensatz zu Venedig (A. Vittoria) und Rom. – Über die Sockelform der italienischen Renaissance-B.: W. von Bode, Amtliche Ber. aus d. preuß. Kunstslgn. 40, 1918/19. Sp. 100ff. – Über die B.-Nische am Grabmal, die nach antikem Vorbild um 1500 in Rom wieder Mode wird und sich durch den ganzen Manierismus hindurch bis um 1600 erhält: A. Grisebach, Röm. Porträt-B. der Gegenreformation, Lpz. 1936, S. 33ff.

Französische B. der Renaissance bei Vitry-Brière, Documents II, Taf. 137ff. und 185ff.

VII. Deutsche Renaissance

Die deutsche Renaissance liebt die B. kleinen Formats in Buchs, Ton oder Marmor.

Konrad Meit, Philibert d. Schöne und Margarete von Österreich, um 1518, Buchs (RDK III, Sp. 7, Abb. 3). Von Meit auch Ton-B. (G. Troescher, Konrad Meit, Freiburg 1927, Taf. 7ff. und Taf. 52). – Melchior Pair, Männer-B., Buchs, sign. u. dat. 1527, Basel, Histor. Mus. – Christof Weiditz, Selbstbildnis, Ton, um 1535 (RDK II, Sp. 667, Abb. 24, nicht Hans Weiditz). – Matthes Gebel, Friedrich II. von der Pfalz und eine zweite Pfalzgrafen-B., um 1531, Lindenholz, München, B.N.M. (W. Vöge, Jb. d preuß. Kslg. 53, 1932, S. 141ff. – Abb. 8). Joachim Deschler, Kurfürst Ottheinrich v. d. Pfalz. Zwischen 1556–59, Marmor, Louvre (G. Habich, Münchner Jb. 9, 1914/15 S. 67ff. – RDK II, Sp. 668, Abb. 25). – Johann Gregor von der Schardt (aus Nymwegen), Willibald und Anna Imhof, Ton, Berlin, D.M., die männliche B. 1570, die weibl. nach 1580 (A. Peltzer, Münchner Jb. 10, 1916/18, S. 198ff.).

Das deutsche 16. Jh. ist die große Zeit der B. im Reliefformat der Kleinkunst (E. F. Bange, Die Kleinplastik d. dt. Renss. in Holz und Stein, München 1928; RDK II, Sp. 768 und III, Sp. 7f. Abb. 4, 5). – Künstlerselbstbildnisse der dt. Renss. in B.-Form als dekorative Bauplastik: RDK II, Sp. 99, Abb. 3 und Sp. 618, Abb. 3.

Die Bauplastik der deutschen Renaissance kennt B. in Hochrelief und in Medaillenform in Flachrelief (letztere im Anschluß an die von den Deutschen stets besonders beachtete Fassade der Certosa von Pavia): Brieg, Piastenschloß, Fassade der Torhalle 1552 (Dehio, Dt. K. III2, Abb. 307). – Plassenburg ob Kulmbach, Schloßhof um 1560 (Ebd. Abb. 311).

VIII. Barock und Klassizismus

Im römischen Hochbarock sind G. L. Bernini und A. Algardi die wegweisenden Meister, im französischen Barock A. Coyzevox, im Rokoko J. B. Houdon.

Liste der deutschen Barock-B.:

Hans Krumper, Kurfürst Maximilian I., zw. 1628–34, München, Residenz [9, Abb. 47]. – Adriaen de Vries, Christian II. von Sachsen, Dresden, Albertinum (Ebd. Abb. 73). – Ders., Kaiser Rudolf II. 1607, Wien, Hofmus. (Ebd. Abb. 79). – Georg Petel, Gustav Adolf von Schweden, Bronze 1632 (RDK II, Sp. 670, Abb. 26). – Ders., P. P. Rubens, 1633, Antwerpen (H. G. Evers, Rubens und sein Werk, Brüssel 1943, S. 344ff.). – Ulrich Fisches, Kaiser Galba und ein anderer röm. Kaiser. Bronze-B. aus dem Augsburger Rathaus, jetzt Maximiliansmus., 1620. – G. Schweigger, B. Kaiser Ferdinands III. sign. u. dat. 1655, Wien, Kh. Mus. (H. Klapsia, Jb. d. kh. Slgn. in Wien, N.F. 8, 1934, S. 199; vgl. auch [11], Abb. 356). – Fr. Dusart, Fürsten-B. des Oranischen Hauses in Wörlitz und Sonnenburg um 1645 (W. Boeck, Zs. d. dt. Ver. f. Kw. 4, 1937, S. 39ff.). – B. des Großen Kurfürsten von anonymem Meister, norddeutsch, 2. H. 17. Jh., Berlin, Schloßmus. (Staatl. Museen, Verzeichnis der Neuerwerbungen seit 1933 Nr. 47 mit Abb. 75). – Besonders kühn die Verwendung der B. bei Matthias Rauchmüller, Grabmal Octavius von Pestaluzzi † 1677, Breslau, Magdalenenkirche (Oberrhein. Kunst 10, 1942 Abb. S. 127).

Über Wachs-B., die im Barock häufig: J. v. Schlosser, Gesch. der Porträtbildnerei in Wachs, Jb. Kaiserh. 29, 1910, S. 171ff. Dazu die Wachs-B. im Musée Wicar in Lille aus dem Kreise des Fr. Duquèsnoy (L. Gonse, Les chefs-d’œuvres des musées de France, Paris 1904, S. 212ff.).

18. Jh.: A.Schlüter, Friedrich II. von Hessen-Homburg, Bronze, Homburg (RDK II, Sp. 675, Abb. 30). – B. Permoser: Die Verdammnis, Leipzig, Stadtgesch. Mus. – August d. Starke, Dresden, Grünes Gewölbe. – Herzog Anton Ulrich von Braunschweig, Braunschweig, Landesmus. (E. Michalski, Permoser, Frankfurt 1927, Abb. 31, 33, 74f., 98; das Selbstbildnis A. E. Brinckmann, Barock-Bozzetti, IV, S. 20 angezweifelt). – P. Egell: Pfalzgraf Josef Karl Emanuel von Sulzbach, † 1729, München, Residenz (A. Feulner, Zs. d. dt. Ver. f. Kw. 1, 1934, S. 138ff. mit falscher Identifizierung des Dargestellten. – Abb. 9). – Balthasar Moll: Kaiser Franz I., Bronze, Wien, Barockmus. – Feldmarschall Fürst Liechtenstein, ebenda (Das Barockmuseum i. unteren Belvedere, 1923, Taf. 100ff.). – G. Grupello: Landgraf Karl von Hessen-Cassel (R. Hallo, Jb. d. preuß. Kslg. 47, 1926, S. 48ff.); Landgräfin Maria Amalie von Hessen-Cassel (W. Boeck, Jb. d. preuß. Kslg. 59, 1938, S. 56f.); Friedrich I. von Preußen (W. Boeck, Jb. d. preuß. Kslg. 57, 1936, S. 247ff.); die Büsten des Wiener Hofs (E. Kris, Jb. d. kh. Slgn. in Wien N.F. 8, 1934, S. 205ff.). – Den Übergang vom Rokoko zum Frühklassizismus bezeichnet die Reihe der Charakter-B. von Frz. Xaver Messerschmidt (E. Kris, Jb. d. dh. Slgn. in Wien N.F. 6, 1932, S. 169ff.). – Porzellan-B. des deutsch. Rokoko bei M. Sauerlandt, Die dt. Plastik des 18. Jh., München 1926, Taf. 30 u. 99f. (s. a. RDK III, Sp. 303, Abb. 2).

Eine Sondergattung der B. stellen im 18. Jh. die vielen süddeutschen Hausmadonnen in B.-Form dar: J. B. Straub (C. Giedion-Welcker, München 1923, Abb. 1); Ignaz Günther (Feulner, München 1947, S. 79 u. 81; Katalog der Münchner Günther-Ausstellung 1951, Nr. 44 u. 73). Ferner im süddeutschen Barock Aufstellung von vier B. zu Seiten des Tabernakels auf dem Altar häufig (Abb. bei [10], 78 und Katalog der Münchner Günther-Ausstellung 1951, Nr. 31, 60 [mit Abb.], 65 b, 69 a).

Im Frühklassizismus (Zopf) erscheint die antike Bildnisform der B. als die einzige würdige plastische Bildnisgattung. Bereits in Birnau stellte Jos. Ant. Feuchtmayr auf die Emporenbrüstungen 1749/50 anstatt Heiligenfiguren B. Auch die Grabmäler der Fürsten und Bischöfe ersetzen nun die Darstellung des Toten in Vollfigur durch dessen B.

Geschlossene Reihe von Prälatengräbern mit B. aus der Zopfzeit in Kempten, Stiftskirche, Gräber der Stiftspröpste. – Eichstätt, Dom, am Grabmal Marquard von Castell, die Bischöfe Johann Euchar und Franz Ludwig Schenk von Castell (1731, auffallend früh) [10, Abb. 25]. – Würzburg, Dom, (Inv. Bayern III 12 Abb. 62). – Adel und Bürgertum: Grabmäler [10, Abb. 96–97, 101]. – Roman Anton Boos, Selbstbildnis von seinem Grabmal, München, B.N.M. (R. Johnen, Münchner Jb. N.F. 12, 1937/38, S. 304. – Abb. 10). – J. B. Hagenauer, Abt Hagenauer von St. Peter in Salzburg (E. Tietze-Conrat in Jb. d. kunsthist. Instituts d. Bundesdenkmalamts 14, 1920, S. 35).

Die Büste des Hochklassizismus gibt den halbrunden unteren Abschluß zumeist auf und kehrt zu einem strengen würfelförmigen Sockel zurück, den sie für klassisch antik hielt (Abb. 11).

Der Übergang von der früh- zur hochklassizistischen B. gut zu verfolgen bei Gottlieb Martin Klauer (W. Geese, G. M. Klauer, Lpz. o. J., passim). – A. Spemann, Dannecker, Berlin 1909, Abb. 32, 49, 53ff., 62ff. – Th. Musper, Dannecker-Studien, Zeitschr. d. dt. Ver. f. K. 9, 1942, S. 251ff. – H. Mackowsky, J. G. Schadow, Bd. I, Berlin 1927, Taf. 30, 36, 51, 76. – Die B. Gillys s. RDK II, Sp. 676, Abb. 31. – Schwanthaler, Königin Karoline von Bayern [10, Abb. 105]. – Die Herrschaft der B. im deutschen Klassizismus beweist am besten die Regensburger Walhalla, eine Sammlung der Porträts der großen Deutschen in strenger B.-Form.

Zu den Abbildungen

1. Tulln, N.Ö., Pfarrkirche. Portal Anf. 13. Jh. Phot. A. Schroll, Wien.

2. Nürnberg, G.N.M. Inv. Nr. Pl. O. 2739. Bruchstück einer Marienklage, der Kopf der Madonna als Büste zurechtgemacht. Ton, 24 cm hoch, 24,5 cm breit, Reste alter Fassung. Süddeutsch (aus dem Inntal), um 1420. Phot. Museum.

3. München, B.N.M. Inv. Nr. 1091. Bruchstück der Ganzfigur eines jugendlichen Heiligen mit Barett, als Büste zurechtgemacht. Lindenholz, 40 cm hoch, 35 cm breit. Schwäbisch, wohl ulmisch, um 1520. Phot. Museum.

4. Lübeck, St. Annen-Mus., Büste der Königin Margaretha der drei nordischen Reiche. Alabaster, 35 cm hoch, vollrund, unvollendet, lübeckisch um 1423. Phot. Museum.

5. Bernt Notke, große Totenbüste der St. Jürgengruppe in Stockholm, St. Nikolai, 1489 vollendet. Phot. W. Castelli, Lübeck (nach Abguß).

6. Acerenza, Erzbischöfliche Kurie. Büste eines römischen Imperators, Marmor, apulisch um 1240. Phot. Verf.

7. München, Frauenkirche, Konsolbüste vom Gewölbefuß. Kreis des Erasmus Grasser, um 1474. Phot. Karl Wiedemann, München.

8. Matthes Gebel, Kurfürst Friedrich II. von der Pfalz. Lindenholz, München, B.N.M., um 1531. 48 cm hoch. Phot. Museum.

9. Paul Egell, Pfalzgraf Josef Karl Emanuel von Sulzbach (1694–1729). Marmor, München, Residenzmus., 86 cm hoch. Phot. Museum.

10. Roman Anton Boos (1733–1810), Selbstbildnis von seinem Grabmal, Marmor, 70 cm hoch. München, B.N.M., um 1790. Phot. Museum.

11. Emanuel Bardou, Kant 1798. Berlin, D.M. Phot. Staatl. Bildstelle.

Literatur

1. Luisa Hager, Büste und Halbfigur in der dt. K. des ausgehenden MA, Würzburg 1938. – 2. Otto v. Falke und Erich Meyer, Bronzegeräte des MA I, Romanische Leuchter und Gefäße. Gießgefäße der Gotik. Berlin 1935. – 3. Jos. Opitz, Die Plastik in Böhmen zur Zeit der Luxemburger I, Prag 1936. – 4. Fritz Neugaß, M.a. Chorgestühl in Deutschland, Stud. z. dt. Kg. 249, Straßburg 1927. – 5. Rud. Busch, Deutsches Chorgestühl in 6 Jhn., Hildesheim 1928. – 6. Walter Loose, Die Chorgestühle des MA (Heidelberger kg. Abhandlungen Bd. 11), Heidelberg 1931. – 7. Otto Wertheimer, Nikolaus Gerhaert, seine Kunst und seine Wirkung, Berlin 1929. – 8. Wilh. Vöge, Niclas Hagnower, der Meister des Isenheimer Hochaltares u. s. Frühwerk, Freiburg i. B. (1931). – 9. A. E. Brinckmann, Süddeutsche Bronzebildhauer des Frühbarocks, München 1923. – 10. Ad. Feulner, Münchner Barockskulptur, München 1922. – 11. Kunsthistor. Museum in Wien. Katalog d. Bronzeplastiken. hrsg. von L. Planiscig, Wien 1924.

Verweise