Architekturmodell

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englisch: Model (in architecture); französisch: Modèle d'architecture; italienisch: Modello di architettura.


Ludwig Heinrich Heydenreich (1936)

RDK I, 918–940


RDK I, 919, Abb. 1. Pavia, Modell des Doms, um 1500.
RDK I, 919, Abb. 2. Pavia, Modell des Doms, um 1500.
RDK I, 921, Abb. 3. Rouen, Modell von St. Maclou, 15. (?) Jh.
RDK I, 921, Abb. 4. Regensburg, Modell zur "Schönen Maria", ca. 1519/20.
RDK I, 921, Abb. 5. Augsburg, 1515.
RDK I, 923, Abb. 6. Augsburg, Rathausmodell von Elias Holl, 1615/20.
RDK I, 925, Abb. 7. Dresden, Modell für das Palais im Großen Garten ca. 1679.
RDK I, 927, Abb. 8. Vierzehnheiligen, Modell von Balth. Neumann, ca. 1744.
RDK I, 929, Abb. 9. Brandenburg, Modell der abgebrochenen Marienkirche, vor 1722.
RDK I, 931, Abb. 10. Stadtmodell von Nürnberg, 1613/14.
RDK I, 933, Abb. 11. Erwitte, Gründungsrelief, um 1170.
RDK I, 933, Abb. 12. Aachen, Karlsschrein, um 1200.
RDK I, 935, Abb. 13. Bamberg, Baldachin, um 1235.
RDK I, 935, Abb. 14. Ehem. Welfenschatz, Kuppelreliquiar, um 1175.
RDK I, 937, Abb. 15. Korkmodell der Nikolaikirche in Berlin.
RDK I, 937, Abb. 16. H. G. Welligsen, Idealmodell, 1680.

I. Wort und Begriff

Das Wort kommt vom italienischen „modello“ (griech. παραδείγμα, τύπος; lat. exemplar; neu-lat. protractio, designum; franz. modèle, patron élevé, maquette, plaquette; ital. modello, designo, disegno; engl. model; deutsch auch model) [1-9]. – Ein Architekturmodell ist die plastisch-dreidimensionale Darstellung eines Bauwerks bzw. eines Werk- oder Konstruktionsteils in Metall, Stein, Holz, Ton, Gips, Wachs, Stoff, Papier, Kork oder Sondermassen (Brot, Rüben) [10. 15].

II. Verwendung

Das A. ist von jeher zu verschiedensten Zwecken verwendet worden; systematisch sind vor allem zu unterscheiden: a) die eigentlichen Entwurfsmodelle (Gesamt- und Teilmodelle), hergestellt zur Veranschaulichung eines geplanten Baus oder Bauteils; – b) Modelle nach gebauten Architekturen mit sehr unterschiedlicher Bedeutung, nämlich: 1. Kontrollmodelle, in Bauhütten oder Architektenwerkstätten von einem bestehenden Bauwerk oder Werkteil nachgefertigte Modelle, die als Mittel zur Veranschaulichung der Konstruktion (z. B. für spätere Reparaturen oder Bauerweiterungen) dienen; 2. Lehrmodelle, eine Abart der Kontrollmodelle, hergestellt als Mustertypen zu vorwiegend didaktischen Zwecken in technisch-konstruktiver oder formal-künstlerischer Hinsicht; 3. Erinnerungsmodelle von zum Abbruch bestimmten Bauten; 4. Stadtmodelle, eine Sonderform des A.: plastische Stadtpläne, die oft fortifikatorisch-strategischen Zwecken dienen (Ex voto-Städtemodelle s. u. Sp. 933 u. 935); 5. Votiv- und Stiftermodelle, mehr oder minder getreue Nachbildungen von gebauten Architekturen, vorwiegend Sakralbauten, die als Votivgeschenke dargebracht oder als Attribute dem Bilde entweder des Stifters oder des hl. Schutzpatrons beigegeben werden (meist in der Hand gehalten); – c) Idealmodelle (Phantasiemodelle), die in der profanen und sakralen Kunst vorkommen, z. B. in der Form von Tabernakeln und Baldachinen, als Kultgerät (Ziborien, Monstranzen, Reliquiare) oder als reine Phantasiebildungen des Kunstgewerbes.

III. Geschichtliche Entwicklung

a) Entwurfsmodelle (Gesamt- und Teilmodelle)

Die Verwendung von Gesamt- und Teilmodellen im Bauvorgang ist von ältester Zeit an überliefert [11. 12]. Das bevorzugte Material der Antike ist Wachs (Modelle für Kassetten erwähnt in den Baurechnungen des Erechtheion, Gesamtmodelle bei Gregor von Nyssa); auch Holzmodelle für architektonische Einzelformen sind literarisch überliefert. Die (originalgroßen) Teilmodelle heißen παραδείγματα, die tektonischen Gesamtmodelle τύποι; Modelle in der römischen Architektur erwähnt bei Vitruv X, 22, Plutarch, Mor. III 293, 1 u. a. [16-19]; erhalten das Marmormodell eines Bühnenhauses (Votivstück?) im Museo Nazionale in Rom [18].

Aus dem frühen Mittelalter sind Modelle nur literarisch überliefert (Wachsmodell für die Klosterkirche St. Germain in Auxerre, 9. Jh. [20, S. 36]; Elfenbein-Modell im Besitz Einharts [20. 21]; Teilmodelle von der Hand Wilhelms von Sens [22]). Die frühmittelalterlichen Modelle stehen wahrscheinlich noch in unmittelbarer Verbindung mit der antiken Tradition; aus dem hohen Mittelalter fehlen Nachrichten über Modelle ganz. Während der Gebrauch von Teilmodellen wohl weiterbestanden hat – nicht zu verwechseln mit Schablonen, die es sicher zu jeder Zeit gab [27] –, scheint die Verwendung von Gesamtmodellen im hohen Mittelalter nicht sicher zu sein. Denn Voraussetzung für die Herstellung eines Gesamtmodells ist eine klare Totalvorstellung des geplanten Bauwerks, und eine solche Totalvorstellung, die die Form und Konstruktion des projektierten Baus bis ins einzelne hinein von Anfang an festlegt, entspricht nicht der Baugesinnung und Baupraxis hochmittelalterlicher Bauhütten. Jedenfalls scheint es kein Zufall zu sein, daß das Modell erst in dem Augenblick historisch wieder faßbar wird, in welchem auch eine Gesamtkonzeption der architektonischen Planung in einem neuen Sinne nachweisbar wird: im Zeitalter der Renaissance. Nach empirischen Vorstufen im hohen 14. Jh. entwickelt sich im 15. Jh. eine neue Architekturvorstellung, die auf der mathematisch-rationalen Gesamtplanung von Raum- und Monumentbau beruht. Das architektonische Projekt wird aus einer mathematisch-„ftereometrischen“ Vorstellung heraus als Totalbau abstrakt denkbar: in dieser Zeit entstehen die ersten perspektivischen Architekturzeichnungen und die ersten Gesamtmodelle, die die eigenartige Doppelfunktion der architektonischen Wirkung als Raumbau und als Monumentbau anschaulich „verstellbar“ zu machen imstande sind. (Über die neue Vorstellungsfähigkeit abstrakter Räume und die Bedeutung der Zentralperspektive als Vorstellungsmittel vgl. Dagobert Frey, Gotik und Renaissance, 1931, passim; Erwin Panofsky „Perspektive als symbolische Form“ in Vorträge der Bibl. Warburg 1927/28.)

Die ersten Modelle solcher Art entstehen in Italien. Vorstufen im Trecento: Arnolfo di Cambios Modell für den Florentiner Dom, erwähnt bei Vasari I, 292; ferner Modelle von 1356, 1367, 1379 und 1382 für den gleichen Bau [25]. 15. und 16. Jh.: Modelle für die Kathedrale von Bologna (1390 aus Gips und 1406 aus Holz und Papier; das in der Domopera erhaltene Holzmodell 1514 von Arduino Ariguzzi, vgl. [28]); über Modelle Brunelleschis vgl. [29. 35]; über in Dokumenten erwähnte Modelle italienischer Architekten vgl. besonders [14]. – In der Architekturtheorie des 15. Jh. wird das A. behandelt von Alberti (Hb. II) und Filarete (Hb. II). – Das früheste erhaltene italienische A.: Modell für den Palazzo Strozzi in Florenz von Giulio da Sangallo (ca. 1485, Florenz, Museo Topogr. [30. 34. 72-74]); andere Beispiele: Modell für die Kathedrale von Pavia (ca. 1497–1520, Abb. 1 u. 2), für Como (1510–20, [36]); für St. Peter in Rom von Antonio da Sangallo d. J. und Kuppelmodell Michelangelos (beide im Museo Petriano in Rom [14. 34]); Fassadenmodelle für den Florentiner Dom (E. 16. bis Anf. 17. Jh., Florenz, Domopera). Von nun an wird das A. überaus häufig und zur wertvollen Erkenntnisquelle stilkritischer und historischer Betrachtung. – Früheste Beispiele von A. in Frankreich: St. Maclou in Rouen (Papiermaché, 15.(?) Jh., Abb. 3); Chorschlußmodell der Kathedrale von Rodez (Coll. Boy, zw. 1501 und 1529; Abb. u. weitere Beispiele [13. 23. 32]). – In Holland: St. Bavo in Haarlem, Anf. 16. Jh. [37]; Belgien: Turmmodell für St. Peter in Löwen von Joos Massys (1525 (?), Stein; Löwen, Stadthaus [14. 38]). Über A. in England vgl. die Spezialarbeiten von Briggs [12. 13. 33].

Deutschland: das früheste bisher bekannte A. ist das Holzmodell für den Luginslandturm in Augsburg von 1515 (Abb. 5; unpubliziert, Mittig. Dr. Lieb); das erste Gesamtmodell mit Bearbeitung des Außen- und Innenbaus: Hans Hiebers Holzmodell für die Neupfarrkirche in Regensburg von ca, 1519-20 (Abb. 4 [39-43]; nach ihm der Holzschnitt M. Oldendorfers; auch im Regensburger Rathaus noch ein zweites vereinfachtes Modell aus der gleichen Zeit). Weitere erhaltene Modelle in Deutschland s. unten, Sp. 928ff. – Eine charakteristische Erweiterung des Modells als Vorstellungsmittel zeigen die Modelle von Elias Holl für das Augsburger Rathaus (1614f., Abb. 6); hier werden zum ersten Male mehrere verschiedenartige Entwürfe zu einem Bau von einem Künstler als Musterbeispiele zur Auswahl hergestellt (über das Problem der Eigenhändigkeit dieser sechs Modelle vgl. [44. 45 a]). Das A. tritt hier als wertvolle Ergänzung des zeichnerischen Entwurfs in Erscheinung: die in engere Wahl gezogenen Entwürfe werden in der dreidimensionalen Realität vorstellbar gemacht. Diese Ergänzung der Architekturzeichnung als Vorstellungsmittel vom geplanten Bauwerk durch das plastische Modell ist im 17. und 18. Jh. üblicher als im 16. Jh. Während ein Theoretiker des Manierismus noch der perspektivischen Zeichnung als Vorstellungsmittel eines Raums gegenüber dem Modell den Vorzug gibt, weil die Zeichnung größere malerische Effekte zur Verfügung hätte (Pietro Cataneo, Trattato, 1567, Hb. VI), tritt im Zeitalter des Barock das Modell in den Vordergrund, weil es in seiner plastischen Realität die dynamische Funktion der Bauglieder, den Spannungsgehalt des Baukörpers unmittelbarer veranschaulichen kann als die zweidimensionale Zeichnung. Diese Anschauung spiegelt sich deutlich in Balthasar Neumanns Äußerung über den Wert plastischer Modelle anläßlich des Baus der Würzburger Hofkirche wieder (Brief vom 25. März 1731 an Friedrich Karl von Schönborn [46. 47]). Balthasar Neumann hatte eine Vorliebe für Modelle gegenüber Zeichnungen, selbst in bezug auf das Kopieren ihn beeindruckender bestehender Bauten oder Teilformen; soweit es möglich war, ließ er sich plastische Modelle anfertigen [47]. – Architekturmodelle sind in Deutschland aus dem 16. und 17. Jh. nur wenig erhalten; literarisch bezeugte Modelle: ein „hulzin Kirch Modell“ für die Michaelskirche in München (1582 erwähnt; [48 a u. b]); Modell für das Raudnitzer Schloß von Antonio Porta, 1669, [49 a]; Modelle des „Meister Friderich Fritz (Tischler)“ für die „Pastei bei den Predigern“ und für das neue Spital in Wien, 1549, ferner ein Modell für die Küche und zwei für die Treppe der Hofburg [50]. – Aus dem 18. Jh. sind die erhaltenen Modelle zahlreicher; literarische Erwähnungen zeugen von der Häufigkeit der Anfertigung (vgl. z. B. die Modelle für Ottobeuren [51], die Modelle der Dientzenhofer für den Dom von Fulda, Kloster Banz, Schloß Pommersfelden u. a. [52], Balthasar Neumanns für das Bruchsaler Schloß, die Würzburger Residenz, Vierzehnheiligen (Abb. 8) usw. [47. 53 a–c]. – Entwurfsmodelle wurden nicht allein für Wohn- und kirchliche Architektur, sondern auch für technische Zweckbauten hergestellt: z. B. mutmaßliches Modell des Veit Stoß für eine Brücke über die Pegnitz in Nürnberg (Max Loßnitzer, Veit Stoß, Leipzig 1912 S. 105f.); Modell des alten Krans im Städt. Mus. in Bingen (Inv. Hessen, Kr. Bingen, S. 42ff.), weitere Modelle eines Krans, einer Wassermühle usw. im Altertumsmus. zu Mainz.

Beispiele erhaltener deutscher Modelle.

(Für Hinweise ist der Verfasser Prof. E. W. Braun in Troppau, Prof. Dagobert Frey in Breslau, Dr. Lieb in Augsburg und Prof. Rosemann in Darmstadt Dank schuldig.)

Augsburg, Luginsland-Turm, Holzmodell, um 1515, Abb. 5; Augsburg, Maximiliansmuseum.

Regensburg, Neupfarrkirche, Holzmodell von Hans Hieber, nach 1519, Abb. 4; dgl. nach 1521, Regensburg, Stadtmuseum [39-43].

Schloß Neuhaus (Oberösterreich), Burgmodelle von Baumeister Dominikus, Graz, u. Bartolomä v. Bellemy, 1553 [55].

Schloß Moritzburg, Holzmodell, zw. 1591 u. 1604; Dresden, Grünes Gewölbe [54 a u. b].

Dresden, Schloß, Modell vermutlich von Paul Buchner, E. 16. Jh., mit Änderungen von Andreas Gärtner, E. 17. Jh.; Dresden, Grünes Gewölbe [54 c].

Augsburg, Rathaus, Modelle des Elias Holl u. A., 1614ff., Abb. 6; Augsburg, Maximiliansmuseum [44• 45].

Augsburg, Perlachturm, Holzmodell von Elias Holl, um 1615; Augsburg, Maximiliansmuseum.

Regensburg, Dreieinigkeitskirche (erbaut 1627-31 von Johann Karl von Nürnberg), Holzmodell; Regensburg, Stadtmuseum.

Augsburg, Prot. St. Georgskirche, Holzmodell, um 1650; Augsburg, Maximiliansmuseum.

Dresden, Palais im Großen Garten, Holzmodell von Joh. Georg Starcke, vor 1679, Abb. 7; Mus. d. Sächs. Altertumsvereins, Palais im Großen Garten [54 d u. e].

Nicmes (Böhmen), Kirche, Modell v. G. Broggio († ca. 1718); Nicmes, Mus.

Nürnberg, Barfüßerkirche, Neubaumodell von J. G. Trost, um 1700; Nürnberg, Germ. Nat.-Mus.

Klesheim, Schloß, Modell von J. B. Fischer v. Erlach, 1700; Salzburg, Museum [56. 57].

Schleißheim, Neues Schloß, Modell von Jos. Effner(?), gefaßt von Stuber, 1725; Schleißheim [59].

Salem, ehem. Zisterzienserkloster, Holzmodell für den Klosterneubau, 1705ff.; Salem, Abteigebäude [64].

Prag, Palais Clam Gallas, Modell von J. B. Fischer v. Erlach, 1707; Schloß Friedland [57].

Köln, Ursulinenkirche, Holzmodell von Aloysius Bartoli, 1707; Ursulinenkirche [58 a].

Bensberg, Schloß, Modell von Aloysius Bartoli(?), um 1707 [58 b].

Berlin, Schloß, Westportal (ca. 1707-13), Modell von J. Fr. v. Eosander gen. Göthe; Berlin, Schloßmuseum.

Hirschberg (Schlesien), Gnadenkirche (1709-18), Holzmodell von Martin Frantz; Hirschberg, Riesengebirgsmuseum [62 a u. b].

Landeshut (Schlesien), Gnadenkirche (1709-30), Holzmodell von Martin Frantz; Sakristei [62 a u. b].

Lissa (Posen), Ev. Kreuzkirche, Gipsmodell, Anf. 18. Jh.; Lissa, Kreuzkirche.

Hannover, Clemenskirche, Holzmodell von Tomaso Giusti, 1713 [69].

Wien, Piaristenkirche Maria Treu, Holzmodell von Franz Jänggl(?), ca. 1716; Sakristei [67].

Darmstadt, Schloß, Modell nach Plänen von Louis Remy de la Fosse von Georg Conrad Weimar, 1724; Hess. Landesmus. [63].

Münsterschwarzach, Abteikirche (beg. 1727), Modell von Balthasar Neumann; München, Bayr. Nat.-Mus. [47. 53 a].

Dresden, Frauenkirche, Hauptmodell von George Bähr, 1733 (nach Teilmodellen von Joh. Chr. Feige u. a.); Dresden, Stadtmuseum [54 f].

Vierzehnheiligen, Wallfahrtskirche (beg. 1743), Modell von Balthasar Neumann; Bamberg, Histor. Verein; Abb. 8 [53 a].

Schloß Neuschloß b. Böhm.-Leipa, Modell aus Holz und Pappe, ca. 1750.

Schloß Wilhelmsthal b. Kassel, Modell der Grotte, ca. 1745, Architekturmuseum d. Techn. Hochschule Charlottenburg; Holzmodell des Rokokogartens, ca. 1750-60; Wilhelmsthal [61J.

Brixen, Dom, Modelle für Chor und Querschiff, Langhaus und Fassade, 1746; zweites Fassadenmodell, um 1780-90; Brixen, Museum [60].

Schussenried, Modell für den Klosterneubau von Dom. Zimmermann, 1748; Schussenried, Stiftsbibliothek [65].

St. Gallen, Stiftskirche, Modell von Gabriel Loser, 1751; St. Gallen, Stiftsarchiv [66].

Holzmodell einer inzwischen zerstörten Kapelle in Bad Tönnisstein (gew. 1759) von H. Roth [68].

München, Residenz, Modell von François Cuvilliés, 1765-66; München, Residenzmuseum.

Laxenburg (Wien), Holzmodelle „Pavillon der Laune“ mit illusionistischer Bemalung, 1799; Laxenburg, Altes Schloß.

Teplitz, Dekanalkirche, „Werksatz“ (Modell) des Turmhelms [49 b].

(Modellsammlungen in zahlreichen städtischen und Provinzial-Museen, z. B. Augsburg, Friedberg [O.B.], Gotha, Lindau, Salzburg, Ulm usw.; s. auch Sp. 93ff.).

b) Modelle nach gebauten Architekturen (Aufnahmemodelle): Kontrollmodelle, Lehrmodelle, Erinnerungsmodelle, Stadtmodelle, Votiv- und Stiftermodelle

Unter den Modellen nach gebauter Architektur beanspruchen die Kontrollmodelle das geringste historische Interesse; hergestellt meist aus besonderen Anlässen (Einstürzen oder Gefährdungen, Bauerweiterungen) sind sie nur für den konkreten Einzelfall von Bedeutung (Beispiele: Florentiner Domlaternenmodell von 1673, das lange Zeit irrtümlich als Originalmodell Brunelleschis galt [29, S. 101]; Michelangelos Kuppelmodell für St. Peter in Rom mit den späteren Zutaten [72-74]). Im Hist. Mus. von Köln befinden sich Holzmodelle der gotischen Hacht und der Bingerhäuser, die 1726/27 anläßlich eines Rechtsstreits zwischen Stadt und Kurköln angefertigt wurden [90]. – Entwicklungsgeschichtlich von größerer Bedeutung sind die Lehrmodelle; schon im 9. Jh. nachweisbar (vgl. das Mustermodell eines antiken[?] Bauwerks aus Elfenbein im Besitz Einham [20. 21]), sind solche als Typenvorbilder verwendete Modelle wohl im wesentlichen immer als Teilmodelle für Einzelformen in Gebrauch gewesen. Mit dem Einsetzen des historisierenden Stils beginnen sich diese Mustersammlungen der Architekten durch Abformen von Vorbildern (und durch Sammeln von Originalen als „Modelle“) zu bereichern. Die eigentliche Entstehung aber von Lehrmodellsammlungen fällt in die Zeitenwende zwischen dem 18. und 19. Jh., als mit dem Aufkommen des Klassizismus systematisch Gesamtmodellsammlungen angelegt werden (s. o. Sp. 927, Balth. Neumanns Slg. von Modellen). Ein charakteristisches Beispiel eines spätklassizistischen Architektenateliers mit Modellsammlung gibt das Soane-Museum in London; vgl. auch die Architektursammlungen der Technischen Hochschulen und Akademien. (Über die Planfassung eines deutschen bzw. niedersächsischen Baumuseums im Jahre 1913 anläßlich der internationalen Baufachausstellung in Leipzig vgl. [76].) – Eine Abart der Lehrmodelle sind die Rekonstruktionsmodelle (besonders der Romantik), z. B. die Idealrekonstruktion der Marienburg aus der ersten Wiederherstellungsplanung unter dem Oberpräsidenten v. Schön (um 1815 mit Beteiligung Schinkels); zwei – wohl spätere – Modelle erhalten im Prussiamuseum in Königsberg und auf der Marienburg (Photos im Bildarchiv der Verwaltung der Staatl. Schlösser und Gärten, Berlin). – Eine weitere Sonderform sind die Erinnerungsmodelle, die von zum Abbruch bestimmten Bauten angefertigt wurden (z. B. Marienkirche auf dem Harlunger Berg, Brandenburg: zwei Modelle aus Holz und Pappe im Dom und in der Slg. des Hist. Vereins zu Brandenburg, Abb. 9 [77]; Modell aus vergoldetem Holz des 1598 abgebrannten Salzburger Rupertimünsters [79]; Holzmodell der 1760 abgebrochenen Burg Molsberg [80]; Gipsmodell des Elisabethklosters in Aachen vor dem Abbruch [78]). Ein „Erinnerungsmodell“ ist wohl auch das bekannte Modell von St. Michael in Hildesheim.

Im Ausgang des 18. und zu Beginn des 19. Jh. entstehen ganze Modellsammlungen aus rein antiquarischem Interesse; es entwickelt sich ein regelrechter Fabrikationsbetrieb und Vertrieb solcher Modelle (vgl. die Korkmodelle nach antiken italienischen Bauten, die der Leipziger Kunsthändler Rost in seinem Lagerkatalog von 1796 in fast romantischem Stil anpreist [75]; solche Korkmodelle, wahrscheinlich von Rost geliefert, im Museum in Gotha). Hier sind beispielsweise zu erwähnen die Korkmodellsammlungen von märkischen Bauten in der Kgl. Kunstkammer zu Berlin und im Schloß Pfaueninsel [81. 82], Modelle des Wormser Doms aus Brot und Draht im Wormser Museum und anderer rheinischer Kirchen auf der Kölner Jahrtausendausstellung [83], Modelle der Dome von Regensburg und Bamberg im Museum zu Bamberg [84] und andere in öffentlichen Sammlungen (Abb. 15). Diese Modellart lebt noch heute fort in den Reiseerinnerungsmodellen. – Stadtmodelle wurden hergestellt entweder als Vorstellungsmittel der Stadtanlage selbst (plastischer Stadt„plan“) oder zu militärtechnischen Zwecken, meist streng geheimgehalten (Tribolos Korkmodell von Florenz anläßlich der Belagerung der Stadt von 1529 [12-14]; W. Behaims Modelle der Stadt Nürnberg, um 1613/14, im Germ. Nat.-Mus. Nürnberg und im Bayr. Nat.-Mus. München, Abb. 10; 200 Walnußmodelle der Festungsbauten Vaubans [1636-1707] im Invalidendom zu Paris, französische Städtemodelle des 18. Jh. im Berliner Zeughaus).

Votiv- und Stiftermodelle sind gleichsam „symbolische Formen“ von Architekturen. In der Antike werden Modelle von eroberten Städten und Festungen im Triumphzuge mitgeführt oder Tempelmodelle als Wohnstätten der Gottheit in Prozessionen herumgetragen; Abbilder von Heiligtümern werden in kleinem Format hergestellt, von den Besuchern erworben und ex-voto dargebracht oder in den Wohnungen als geweihte Erinnerungsstücke aufgestellt [18]. – Diese Bräuche setzen sich im christlichen Zeitalter fort bis in die heutige Zeit (Votivmodelle und geweihte oder ungeweihte Pilger- und Reiseerinnerungsmodelle: z. B. Albertis – völlig freie – „Nachbildung“ des Hl. Grabes für Giovanni Ruccellai in S. Pancrazio zu Florenz (s. Heiliges Grab); Modelle der Grabeskirche in Jerusalem und der Kirche in Bethlehem aus dem 17. Jh. in der ehem. Kgl. Kunstkammer in Berlin [81]; ein ähnliches Modell der Jerusalemer Grabeskirche von 1691 befand sich in Lüneburg [85]; ein weiteres in England zitiert Briggs [33]). – Eine andere Bedeutung besitzen die Stiftermodelle. Im Verlauf der Einführung und Ausbreitung des Christentums in Europa bedeutet die Stiftung und Gründung einer Kirche die Einführung der „Ecclesia“ selbst, die durch den ersten errichteten christlichen Kultbau vertreten wird. In der symbolischen Bildprägung des Modells als Attribut des Stifters ist die „Ecclesia“ versinnbildlicht (frühes Beispiel: der Bischof Ecclesius mit dem Modell der Ecclesia auf dem Mosaik in S. Vitale in Ravenna); in späterer Zeit erweitert sich diese Bedeutung in der Angleichung des Modells an die individuelle Stiftung; aber die Gleichsetzung von Ecclesia schlechthin und individuellem Bauwerk geht nie gänzlich verloren, wie etwa bei den zahlreichen Darstellungen Karls des Großen mit dem Modell der Aachener Pfalzkapelle die Vorstellungen vom christlichen Kolonisator und Kirchenstifter sich durchdringen (Karlsschrein, Abb. 12, und Statue im Chor von ca. 1430, Aachen, Münster; weitere Abb. s. Inv. Rheinprovinz 10, 2. Interessant das Gründungsrelief in Erwitte, Abb. 11, um 1170, die Inschrift bedeutend später; vermutlich ist das ursprüngliche Gründungsrelief nach einem Orts- oder Kirchenbrande noch einmal als Dank-Weihrelief verwendet worden und erhielt dabei die Inschrift [87]). Das Stiftermodell erhält mehr und mehr die annähernde Gestalt des gestifteten Baus (Grabmal Heinrichs des Löwen im Dom zu Braunschweig; Kaiser Heinrich an der Fassade des Basler Münsters; Statue der hl. Elisabeth in Marburg, Stiftungstafel von Peter Vischer in Ellwangen, 2 Stiftermodelle des Salzburger Doms von 1619 und aus dem späten 17. Jh. [Jos. Mühlmann, Belvedere 6, 1924, S. 57ff.] und zahllose Beispiele sonst), ohne aber immer ein Abbild des konkreten Entwurfsmodells sein zu sollen; vielmehr ist der Modellwert historisch meist gering und daher – von möglichen seltenen Ausnahmen abgesehen – vor zu weitgehenden Rückschlüssen auf die Urgestalt eines Bauwerks aus der Form des Stiftermodells zu warnen. Entsprechend den Stiftern werden auch den heiligen Schutzpatronen, die ja zumeist die Gründer der Kirche in der betreffenden Stadt gewesen sind, Modelle der ihnen geweihten Kirchen als Attribute beigegeben (z. B. Hl. Patroclus). – Eine symbolische Form der Schutzherrschaft im Bereich der profanen Machtrepräsentation bilden die auf antike Vorbilder (s. o. Sp. 933) zurückgehenden Städtemodelle, die weltlichen Herrschern dargebracht werden; solche Modelle wurden überdies auch ex-voto zum Dank für Schutz und Hilfe in Kirchen niedergelegt (Parma, silbernes Stadtmodell erwähnt 1248; Ferrara, dgl., erwähnt 1441 [14]; im 16. Jh. und später die deutschen Städtemodelle für die deutschen Kaiser; Sandners Modelle bayerischer Städte [11, S. 196]; Stadtmodell ohne Altersangabe in Elbogen [88]).

c) Idealmodelle (Phantasiemodelle)

Idealmodelle (Phantasiemodelle) begegnen als Schmuckformen in der Architektur (Tabernakel, Baldachine; z. B. die Idealarchitekturen über den Statuen in Bamberg, teilweise in Anlehnung an reale Vorbilder, wie der Turm von Laon über der Heimsuchungsmaria, Abb. 13), ferner im Kunstgewerbe, besonders bei sakralen Geräten (z. B. Kuppelreliquiar des Welfenschatzes, Abb. 14), hier ebenfalls oft ideale Nachbildungen von Grabbauten (in der Tradition antiker Hausurnen stehend; Beispiele bei [20]). In neuerer Zeit (etwa vom 16. Jh. an) entstehen Phantasiemodelle als reine Zierstücke (Idealmodell aus Bein von Welligsen im Hohenzollernmuseum, 1680, Abb. 16). Idealmodelle für Villen und Schlösser in Glas oder Holz wurden auf einer Ausstellung in Florenz 1931 gezeigt [89].

Zu den Abbildungen

1. Pavia, Bischöflicher Palast, Holzmodell des Doms von Pavia, um 1500. Nach Francesco Malaguzzi-Valeri, La Corte di Lodovico il Moro, Bd. II, Mailand 1915.

2. Dgl., Innenansicht.

3. Rouen, Musée d’Art Normand, Papiermaché-Modell von St. Maclou in Rouen, 15.(?) Jh. Nach Martin S. Briggs, Architectural Models, Burlington Magazine 54, 1929.

4. Regensburg, Stadtmuseum, Holzmodell zur „Schönen Maria“ von Hans Hieber, ca. 1519/20. Phot. Staatliche Bildstelle, Berlin.

5. Augsburg, Maximiliansmuseum, Holzmodell für den Luginslandturm, 1515. Phot. Mus.

6. Elias Holl, Letztes Modell für das Rathaus in Augsburg, 1615/20. Augsburg, Maximiliansmuseum. Phot. Filier Verlag.

7. Dresden, Modell des Palais im Großen Garten, vor 1679. Palais im Großen Garten. Phot. Landesamt für Denkmalpflege, Dresden.

8. Balthasar Neumann, Holzmodell der Wallfahrtskirche in Vierzehnheiligen, ca. 1744 (identisch mit Neumanns sechstem Projekt und dem heutigen Bau). Bamberg, Slg. des histor. Vereins. Phot. Dr. F. Stoedtner, Berlin.

9. Brandenburg, Dommuseum, Holzmodell der 1722 abgebrochenen Marienkirche auf dem Harlunger Berg bei Brandenburg. Phot. Dr. F. Stoedtner, Berlin.

10. München, Bayr. Nat.-Mus., Stadtmodell von Nürnberg von Hans Wilhelm Behaim, 1613/14. Phot. Mus.

11. Erwitte (bei Lippstadt), Pfarrkirche, Steinrelief mit Darstellung der Kirchengründung, um 1170; die Inschrift modern. Phot. Denkmalarchiv d. Prov. Westfalen, Münster.

12. Aachen, Münsterschatz, Relief vom Karlsschrein, um 1200. Phot. Dr. F. Stoedtner, Berlin.

13. Bamberg, Dom, Baldachin über der Statue des hl. Dionysius, um 1230. Phot. Staatl. Bildstelle, Berlin.

14. Berlin, Staatl. Mus. Kgw. Mus., Kuppelreliquiar aus dem ehem. Welfenschatz, kölnisch um 1175. Phot. Kunstgesch. Seminar Marburg.

15. Korkmodell der Nikolaikirche in Berlin (Zustand vor der Restauration in der 2. H. 19. Jh.). Berlin-Charlottenburg, Slg. der Technischen Hochschule. Phot. Photo-Atelier der Techn. Hochschule Berlin.

16. H. G. Welligsen, Idealmodell aus Elfenbein und Ebenholz für ein Gotteshaus, 1680. Berlin, Hohenzollernmus. Phot. Mus.

Literatur

I. Zum Stichwort. 1. Grimms Wörterbuch (ed. Heyne) VI S. 2438ff. (Model u. Modell). 2. Thesaurus Linguae Latinae V, 2 (exemplar). 3. Aegid. Forcellini, Totius Latinitatis Lexicon II, Prato 18614, S. 944 (exemplar). 4. Du Cange VI, S. 545 (protractus). 5. E. Littré, Dictionnaire de la langue française II, 1, Paris 1863, S. 583 (modèle), S. 1010 (patron). 6. Frédéric Godefroy, Dictionnaire de l’ancienne langue française V, Paris 1888, S. 352 (modelle), S. 370 (mole). 7. Frédéric Godefroy-La Curne de Ste. Palaye, Dictionnaire (patron enlevé). 8. James A. H. Murray, A new English dictionary VI, 2, Oxford 1908, S. 568 (model). 9. Vocabulario degli accademici della Crusca IV, Verona 1806, S. 206 (modello).

II. Allgemein. 10. Wasmuths Lexikon der Baukunst III, S. 628 (Modell). 11. Karl Staatsmann, Das Aufnehmen von Architekturen II, Leipzig 1910, passim. 12. Martin S. Briggs, The Architect in History and Art, Oxford 1927, passim. 13. Ders., The Architectural Model, Burl. Mag. 1929, I, S. 179ff., 1929, II, S. 245ff. 14. Jakob Burckhardt, Gesch. d. Renaissance in Italien, Eßlingen 19247, S. 105f. 15. La Grande Encyclopédie XXIII (modèle). 15 a. Enciclopedia Italiana Bd. 23, 1934, S. 511ff. (modello).

III. Antike. Nr. 11, 12, 14. – 16. Hugo Bluemner, Technologie und Terminologie der Gewerbe und Künste bei Griechen und Römern, Leipzig 1874–87, Bd. III, S. 142. 17. Emil Hübner, Iscrizioni latini ... a Basilea, Ann. d. Inst. 1864, S. 204 u. 211 (Erwähnung eines Modells zu einem antiken Grabbau). 18. Otto Benndorf, Antike Baumodelle; Jahresh. d. österr. Arch. Inst. in Wien, Bd. 5, 1902, S. 175ff. 19. Arthur L. Frothingham, Greek Architects; The Architectural Record 23, New York 1908, S. 85ff.

IV. Mittelalter: Nr. 11, 12, 13, 14. – 20. Julius v. Schlosser, Beiträge z. Kg. aus den Schriftquellen d. frühen M.A. (Sitzungsber. d. Akad. d. Wiss. Phil. Hist. Klasse Bd. 123), Wien 1891. 21. Schlosser, Schriftquellen. 22. Victor Mortet, Recueil des Textes relatifs à l’histoire de l’architecture ccc. (Collection des textes), Paris 1911ff. 2 Bde. 23. Camille Enlart, Manuel d’archéologie française, Paris 19192, p. 71. 24. E. L. G. Charvet, „Réunion Soc. Bx. Arts“ Dép. XXI, 1897, p. 291. 25. Ces. Guasti, S. Maria del Fiore, Firenze 1887. 26. Ders., La Cupola di S. M. del Fiore, Firenze 1859. 27. Stephan Beissel, Die Bauführung des Mittelalters, Freiburg i. Br. 18892.

V. Neuere Zeit: Nr. 11-14. – Italien: Nr. 25. 26. – 28. Gustavo Giovannoni, Considerazioni architettoniche su S. Petronio di Bologna, Festschrift für J. B. Supino, Florenz 1934, p. 165ff. 29. Cornel v. Fabriczy, Filippo Brunelleschi, Stuttgart 1892. 30. Carl v. Stegmann u. Heinr. v. Geymüller, Die Arch. d. Renaiss. in Toscana, München 1887-90, Bd. I u. V (Brunellesco, Giul. da Sangallo). 31. Eugène Müntz, Histoire de l’Art en Italie pendant la Renaissance I, p. 379, II, p. 320, III, p. 301. 32. Pierre Lesueur, Dominique de Cortone, Paris 1928, p. 41. 33. Martin S. Briggs, „Country Life“ 1905 (April). 34. Hans Willich u. Paul Tucker, Die Baukunst der Renaissance in Italien (Hdb. d. Kw.), S. 185, 188. 35. Ludwig Heinrich Heydenreich, Spätwerke Brunelleschis, Jb. d. pr. K.slg. 1931, S. 20ff. 36. Fr. Malaguzzi-Valeri, La Corte di Lodovico il Moro, Vol. II, Mailand 1915. – Frankreich: Nr. 22-24, 32. – Holland und Belgien: 37. Y. H. H. Kessler, De „Maquette“ van de S. Bavo te Haarlem, Oud Holland 50, 1933, S. 71ff. 38. Thieme-Becker 24, S. 227 „Joost Massys“. – England: Nr. 12, 13, 33. – Deutschland: Nr. 11, 12, 13. – 39. Inv. Bayern II, 22, Bd. 2, S. 194ff. 40. R. Redtenbacher, Beitr. z. Kenntnis der Architektur des M.A. in Deutschland, Karlsruhe und Frankfurt 1872 bis 1875. 41. Andreas Niedermayer, Künstler und Kunstwerke der Stadt Regensburg, Landshut 1857. 42. O. v. Weegmann, Architektur und Plastik der Frührenaissance in Regensburg, München 1909. 43. Carl Horst, Die Architektur der dt. Renaissance, Berlin 1928, S. 27. 44. Julius Baum, Die Bauwerke des Elias Holl, Stud. z. dt. Kg. 93, Straßburg 1908. 45. Hans Hieber, Elias Holl, München 1923. 45 a. J. Albrecht, Elias Holl und die Modelle zum Augsburger Rathaus, Dissertation München 1936. 46. Karl Lohmeyer, Die Briefe Balthasar Neumanns usw., Saarbrücken 1921, S. 26f. 47. Georg Eckert, Balthasar Neumann und die Würzburger Residenzpläne, Stud. z. d. Kg. 203, Straßburg 1917, S. 114ff. und passim. 48 a. Paul Frankl, Sustris und die Münchner Michaelskirche, Münch. Jb. 10, 1916, S. 1. 48 b. Joseph Braun, Friedrich Sustris, der Schöpfer der St. Michaelskirche zu München; Münch. Jb. N.F. 10, 1933, S. 247ff. 49 a. Inv. Böhmen 27, S. 27. 49 b. Inv. Böhmen 50, S. 451. 50. Inv. Österreich 14, S. 102f. 51. Adolf Feulner, Unbekannte Bauten Joh. Mich. Fischers, Münch. Jb. 9, 1914/15, S. 48ff. 52. Otto Alb. Weigmann, Eine Bamberger Baumeisterfamilie um die Wende des 17. Jh., St. z. dt. Kg. 34, Straßburg 1902, passim. 53 a. Phil. Jos. Keller, Balthasar Neumann, Würzburg 1896, passim. 53 b. J. Wille, Bruchsal, Bad. Neujahrsblätter 7, 1897, S. 57f. u. Anm. 37. 53 c. H. Keller, Das Treppenhaus im deutschen Schloß- und Klosterbau des Barock, München 1936, S. 111 u. passim. 54 a. Inv. Sachsen 26, S. 97. 54 b. Walter Hentschel, Schloß Moritzburg, Dt. Kunstu. Denkmalspflege 1934, S. 20ff. 54c. Inv. Sachsen 21-23, S. 354 u. 374. 54 d. Walter Bachmann, in: Gartenzeitschrift „Flora“, Sitzungsber. u. Abhandl. 1934, Nr. 36-38. 54 e. Ders., Wiss. Beilage des Dresdner Anzeigers Nr. 3 u. 4, Jan. 1933. 54f. Inv. Sachsen 21-23, S. 55. 55. Dehio Österreich II, S. 531. 56. Inv. Österreich 16, S. 294. 57. Albert Ilg, Die Fischer von Erlach, Bd. 1, Wien 1895, S. 493f., 634 u. passim. 58 a. Inv. Rheinprovinz VII, 3, S. 112 u. 116. 58 b. Hede Weidner, Das Modell des Bensberger Schlosses, Jb. d. Köln. Geschichtsvereins 8/9, 1927, S. 99. 59. Max Hauttmann, Der kurbayer. Hofbaumeister Joseph Effner, St. z. dt. Kg. 164, Straßburg 1913. 60. Jos. Weingartner, Der Umbau des Brixener Domes im 18. Jh., Jb. d. kunsthist. Instituts 14, Wien 1920, S. 57ff. 61. Inv. Reg. Bez. Kassel 7, 1, S. 24, 29ff., 106 u. Taf. 6. 62 a. Günther Grundmann, Die Bethäuser und Bethauskirchen des Kreises Hirschberg, Breslau 1922. 62b. Ders., Gruftkapellen des 18. Jh. in Niederschlesien und in der Oberlausitz, St. z. dt. Kg. 193, Straßburg 1916. 63. Jos. Schlippe, Louis Remy de la Fosse und seine Bauten, Diss. Darmstadt 1916, S. 46ff. (auch Sdr. d. Quartalsblätter d. Hist. Vereins f. d. Großherzogtum Hessen, N.F. V, 1915/16). 64. Inv. Baden 1, S. 581. 65. Thomas Muchall-Viebrook, Dominikus Zimmermann, Leipzig 1912, Taf. 4. 66. Linus Birchler, Stiftskirche und Stift St. Gallen, Augsburg o. J. (1930), S. 17f. 67. Bruno Grimschitz, Johann Lucas v. Hildebrandts Kirchenbauten, Wiener Jb. f. Kg. 6, 1929, S. 232ff. 68. Edmund Renard, Clemens August, Kurfürst von Köln, Bielefeld 1927, S. 56f., 65, Abb. 66-67. 69. Hans Haug, Die Propsteikirche zu Sankt Clemens, Hannoversche Geschichtsblätter 1918, S. 404ff. 70. Inv. Brandenburg VI, 3, S. 32 u. Taf. 4 (Modell eines Altarretabels). 71. Inv. Osterreich 16, S. 295 (Modell einer Kanzel).

Modelle nach gebauter Architektur: 72. Werner Körte, Zur Peterskuppel des Michelangelo, Jb. d. preuß. K.slg. 53, 1932, S. 90ff. 73. Werner Körte, Referat in Zs. f. Kg. 2, 1933, S. 300f. 74. R. Wittkower, Miszellen in Zs. f. Kg. 2, 1933, S. 348ff. 75. „Magazin der Rostischen Kunsthandlung zu Leipzig“, I. Abt., o. J. (um 1795) S. 34ff. 76. H. Schütte, Heimatkunst und Denkmalspflege usw., Geestemünde o. J. (um 1921 22). 77. Inv. Brandenburg II, 3, S. 120ff. u. Taf. 31. 78. Inv. Rheinprovinz 10, 2, S. 310. 79. Inv. Österreich XVI, S. 294. 80. Inv. Reg. Bez. Wiesbaden IV, S. 154f. 81. Franz Kugler, Beschr. d. Kgl. Kunstkammer, Berlin 1838, S. 271ff. 289ff. 82. Georg Poensgen, Schloß Pfaueninsel (Verwaltung der staatl. Schlösser u. Gärten), Berlin 1934. 83. Führer durch die Kölner Jahrtausendausstellung 1925, S. 33ff. 84. Katalog des Bamberger Museums, 1891, S. 119. 85. Zacharias Conrad v. Uffenbach, Merkwürdige Reisen durch Niedersachsen, Holland und Engeland 1718, Bd. I, S. 571. 86. „Det kongl. Norske Videnskaters Selskabs Forhandlinger“ Bd. II, 1929, S. 95, Nr. 26. 87. Inv. Westfalen, Kr. Lippstadt, S. 50. 88. Inv. Böhmen 43, S. 139. 89. Katalog der „Esposizione del Giardino Italiano“, Florenz 1931, S. 170 Nr. 21, S. 145, Nr. 143 44, S. 213 Nr. 36 u. Taf. 19. 90. Inv. Rheinprovinz VII, 4, S. 346f.

Verweise