Apsis, Apside

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englisch: Apse; französisch: Abside; italienisch: Abside.


Leopold Giese (1935)

RDK I, 858–881


RDK I, 859, Abb. 1. Trier, Basilika, 4. Jh.
RDK I, 859, Abb. 2. Trier, Basilika, 4. Jh.
RDK I, 861, Abb. 3. Rom, Sta. Maria Maggiore, 4. Jh.
RDK I, 863, Abb. 4. Rom, S. Agnese, 6. Jh.
RDK I, 863, Abb. 5. Fulda, Abteikirche, 792-819.
RDK I, 863, Abb. 6. Münster (Graubünden), St. Johann, um 800.
RDK I, 863, Abb. 7. St. Gallen, Abteikirche, um 820.
RDK I, 865, Abb. 8. Steinbach, Einhardsbasilika, 1. H. 9. Jh.
RDK I, 865, Abb. 9. Gernrode, 2. H. 10. Jh.
RDK I, 867, Abb. 10. Halberstadt, Liebfrauenkirche, um 1140.
RDK I, 867, Abb. 11. Hersfeld, Ostapsis, nach 1037.
RDK I, 869, Abb. 12. und 13. Hersfeld, Westapsis, nach 1037.
RDK I, 871, Abb. 14. und 15. Speyer, Dom, ca. 1085-1106.
RDK I, 873, Abb. 16. Bonn, Münster, M. 12. Jh.
RDK I, 873, Abb. 17. Bamberg, Dom, Ostapsis, 1. H. 13. Jh.
RDK I, 875, Abb. 18. Köln, St. Gereon, Ostapsis, 2. H. 12. Jh.
RDK I, 875, Abb. 19. Köln, St. Aposteln, Südapsis des Ostbaus, Anf. 13. Jh.
RDK I, 877, Abb. 20. Trier, Dom, Ostapsis, 2. H. 12. Jh.
RDK I, 879, Abb. 21. Pfaffenheim (Elsaß), St. Martin, ca. 1210-20.
RDK I, 879, Abb. 22. Worms, St. Paul, 2. V. 13. Jh.
RDK I, 1201, Abb. 3. Lorsch, älteres Atrium 8. Jh., jüngeres Atrium10. Jh.

I. Begriff

Apsis (im Mittelalter auch mit den lat. Ausdrücken concha, exedra, tribuna, mit den griech. bema, presbyterion benannt) von ἁψίς, ionisch ἀψίς = Verknüpfung, übertragen Krümmung, Wölbung, Gewölbe: Ein in der Regel auf halbkreisförmigem Grundriß gestalteter, mit einer Halbkuppel bedeckter Raum, der einem ihm übergeordneten Hauptraum ein- oder angebaut ist und sich meist in seiner vollen Breite und Höhe zu ihm öffnet. In selteneren Fällen wird ein Hufeisenbogen, eine Ellipse oder ein Oblong dem Aufbau als Planfigur zugrunde gelegt.

II. Antike und frühchristliche Zeit

Im antik-römischen Profan- wie Sakralbau (Kaiserpaläste, Kaiserfora, Thermen, Basiliken, Tempelbauten) vielfach verwendet (vgl. Abb. 1 u. 2), wird diese Raumform in die christliche Baukunst übernommen. Hier bildet sie, in den verschiedenen Teilen des römischen Reiches modifiziert und abgewandelt (dreiteiliges Bema, rechteckige oder polygone Ummantelung, Verbindung mit Querschiff oder Triconchos), einen Hauptbestandteil des Kirchengebäudes, der Basilika, bestimmt für die Aufnahme der Sitze der Geistlichkeit, der Kathedra des Bischofs im Scheitelpunkt hinter dem Altar und der Subsellien der Presbyter zu ihren Seiten, daher auch mit dem Namen Presbyterium belegt (Abb. 3 u. 4). Bisweilen findet auch der Altar in der A. seinen Platz; in der Regel jedoch im Raume davor (vgl. Sp. 495ff.). Die meist nach Osten gerichtete A. ist um einige Stufen über den Fußboden des Langhauses erhöht und öffnet sich in einem Rundbogen nach dem Mittelschiff des Gemeindehauses. Im Inneren wurde sie mit Malereien oder häufiger mit Mosaiken geschmückt, im Äußeren z. T. ohne Schmuck gelassen, z. T. architektonisch gegliedert und besonders in Syrien reicher bauornamental und bauplastisch ausgestaltet [1. 2. 3].

III. Karolingische Zeit

Soweit die literarischen Überlieferungen und die Reste der Bauten aus karolingischer Zeit erlauben, ein Bild der Baukunst jener Periode zu gewinnen, herrscht eine große Mannigfaltigkeit in der Ausbildung der Ostteile der Kirchen, ohne daß sich, wie es scheint, selbst für die großen Bischofs- und Abteikirchen ein festes Schema herausbildete. Es mischen sich alte weitergeführte und neue schöpferische Baugedanken. Die halbrunde A. spielt als Grundform des [Lemma::Chor|Chores]] die Hauptrolle. Kleinere karolingische Kirchen, vor 800 entstanden, die in neuerer Zeit ausgegraben wurden, zeigen als ersten, einfachsten Typus das Halbrund an den Rechteckraum des Schiffs angesetzt (Fulda: Erlöserkirche, Kirche auf dem Petersberg bei Fulda, zwei Kirchen in Hersfeld [22. 27. 21.]). Auch bei größeren dreischiffigen Basiliken begnügt man sich mit einer an das Mittelschiff angelegten halbrunden A. (Dompeter, Fulda, Abteikirche). Der zweite karolingische Typus weist drei nebeneinander angeordnete halbrunde A. auf, deren mittlere in der Regel an Breite und Höhe, vereinzelt auch durch ein Vorjoch vergrößert, die anderen überragt. Auch diese Gruppierung findet sich bei ein- und mehrschiffigen Bauten (Münster in Graubünden, St. Johann, Abb. 6; Cornelimünster). Einen dritten Typus haben vor allem die Grabungsergebnisse an zwei Hauptzentren karolingischer Kultur herausgestellt: in Aachen und Lorsch. Dort zeigt das Münster einen plattgeschlossenen, fast quadratischen Chor, hier die Abteikirche in ihren beiden Bauten, dem einschiffigen von 764 auf der Kreuzwiese und dem dreischiffigen 774 geweihten auf dem Sandhügel bei dem heutigen Flecken Lorsch, eine mittlere rechteckige im Osten vortretende Nische ([32], vgl. Atrium, Abb. 3).

Die Typen mit den halbrunden A., hauptsächlich der zweiten, erfahren eine Bereicherung der A. durch Hinzufügung eines Querschiffs. Die drei A. setzen direkt an das mehr oder weniger entwickelte Querhaus an, wobei die Neben-A. entweder in den Achsen der Seitenschiffe (Essen, Münster) oder – und das ist die Regel – ohne Rücksicht auf diese Achsenbeziehung an das Querschiff stoßen (Höchst, St. Justinus; Hersfeld; als Vorstufe auch Steinbach im Odenwald); für den Typus mit einer A. findet sich diese Bereicherung durch cm Querschiff nur vereinzelt, aber gerade an einigen Hauptbauten (Fulda, Abteikirche, Abb. 5) und in der Weiterentwicklung in einer Komposition, die für die Lage der A. zum Gesamtbau von weittragendster Bedeutung werden sollte: Die A. wird durch die Einfügung des Chorquadrats zwischen sie und das Querhaus als Verlängerung des Mittelschiffes nach Osten hinausgeschoben und schließt die nunmehr kreuzförmig gestaltete Ostpartie ab (Abb. 7). Damit hat die Haupt-A. ihre räumliche Selbständigkeit, in der sie das gesamte Presbyterium umfaßte, eingebüßt und ist zum unselbständigen Bestandteil eines übergeordneten weiteren Raumes – des Chores – geworden, der sich nunmehr aus A. und Altarhaus oder Quadrum zusammensetzt und gegebenenfalls das Querschiff in seinen Geltungsbereich zieht. Für Centula nur erschlossen, ist uns diese wichtige Neuerung zum erstenmal überliefert in der Kirche des Plans von St. Gallen 820 (Abb. 7), formuliert wohl im Zusammenhang mit den auf den Verhandlungen des Aachener Reichstags von 817 geregelten Reformfragen auf baulichem Gebiete. Weiter wird in der Verdoppelung der A., indem der Ost-A. eine West-A. als Stätte für einen zweiten bevorzugten Altar gegenübergestellt wird (erste Beispiele: Fulda, Abteikirche, Abb. 5; Kirche des St. Gallener Plans, Abb. 7), ein schon in der christlichen Spätantike zuweilen ausgeführter Baugedanke wieder aufgenommen, konsequenter durchgeführt und in der Folgezeit gerade in Deutschland in bestimmten Gegenden weit verbreitet. Auch die unter der A. angelegte Krypta in Ringform mit Confessio wird von der karolingischen Zeit übernommen (Regensburg, St. Emmeram) und weiterentwickelt. Eine nennenswerte Erhöhung des A.-Fußbodens tritt dabei in der Regel noch nicht auf, wie es erst seit ottonischer Zeit bei Umwandlung der Krypta in die Halle der Fall ist.

Der Außenbau der karolingischen A.-Anlage ist nur ganz vereinzelt überliefert. In Steinbach im Odenwald (Abb. 8) stehen Haupt- und nördliche Neben-A. noch aufrecht, wenn auch restauriert, einfache schmucklose Bruchsteinmauern mit Sockel und Hauptgesims unter dem kegelförmigen Dache, mit Fenstern in Rundbogenform und Halbkuppelgewölbe als Decke. Eine zweite Gruppe gibt dem A.-Äußeren im Anschluß an die Spätantike (Ravenna) eine Flächengliederung in Form einfach gestufter Rundbogenblenden, die die ganze Höhe der A.-Wand einnehmen und auch den Ostgiebel der Kirche schmücken (Münster in Graubünden, St. Johann).

In den geringen Resten karolingischer Profanbauten – die Ausgrabungen der Kaiserpfalzen sind hier vor allem zu nennen – fallen die großen A. in den Saalbauten zu Aachen und Ingelheim [8] auf. Die West-A. am Aachener Palatium und die Süd-A. des Ingelheimer Saals stellen wohl den Platz dar, an dem der Herrscherthron stand; die Nord- und Süd-A. in Aachen bilden eine Erweiterung des großen Saals im Obergeschoß. Das Auftreten des A.-Motivs im karolingischen Palastbau hängt zusammen mit auch sonst wahrzunehmenden Beziehungen zur antik-römischen Wohnarchitektur.

IV. Ottonische Zeit

Die ottonische Zeit bringt für die A. noch eine neue Grundrißgestaltung, die sich für späterhin fruchtbar erweist: die Komposition der halbrunden Form zwischen zwei Osttürmen (erster Bau: Ostchor der Abteikirche zu Fulda unter Abt Hadamar 937–948 [22]). Neben der Halbrund-A. erscheint auch die rechteckig plattgeschlossene häufiger: Ostchor des Doms von Bischof Burkhard in Worms [24], Abteikirche zu Limburg a. H. und Dom von Speyer [17], diese beiden aus der Zeit Konrads II. Zuweilen erhebt sich über dem quadratischen Westchor ein Turm, wie in Paderborn am Dom des Bischofs Meinwerk. Für den in den Fundamenten wahrscheinlich wiedergefundenen quadratischen Westchor des Willigisdoms zu Mainz [23] ist trotz der starken Mauerabmessungen kaum ein solcher Turm vorauszusetzen, da dieser mit einem so weit ausladenden Querschiff, wie der Mainzer Dom es zeigt, nicht zu vereinbaren ist. Die Stärke des Mauerwerks ist eher aus einer für die rheinischen Gegenden häufigen Gliederung der A.-Wände durch Blendnischen zu erklären. Die plattgeschlossene A. wird häufig in Westfalen auch später noch von kleinen Kirchen aufgenommen und mit einem Kreuzgewölbe versehen. Im übrigen werden im Grundriß der ottonischen und frühromanischen Zeit die Variationen der A.-Gestaltungen beibehalten, und sie ergeben für die Gesamtheit der Entwicklung der romanischen Periode in Deutschland ein mannigfaltiges Bild. Dabei wird bevorzugt in Süddeutschland die einfache Rund-A., einzeln mit Querschiff oder in dreifacher Wiederholung an die 3 Schiffe unmittelbar anschließend (Augsburg, Dom; Regensburg, Obermünster), in Mitteldeutschland, vor allem in Sachsen, die Verbindung der A. mit der Kreuzform im Anschluß an den neuen karolingischen Baugedanken von St. Gallen unter Hinzufügung der Neben-A. (Gernrode, St. Cyriakus), eine Gestaltung, die teilweise nach Süddeutschland und in die Rheingegend ausstrahlt, in Westfalen die einfache A. mit rechteckigem oder quadratischem Vorjoch, besonders in der Folgezeit, ferner am Mittelrhein und vereinzelt in Schwaben.

Auch die West-A., in der Regel in Verbindung mit einer Ost-A., findet zumal in Norddeutschland und am Rhein regere Aufnahme (Hildesheim, St. Michael), während sie in Süddeutschland zurücktritt. Die Abteikirche in Hersfeld [21] zeigt im Westen ein bemerkenswertes Zwischenstadium, indem hier (ähnlich wie in Jumièges) die A. sich nur im Obergeschoß nach dem Mittelschiff öffnet, im Untergeschoß dagegen der Haupteingang mit Vorhalle sich befindet (Abb. 12 u. 13).

Im Außenbau gibt die Ost-A. der Stiftskirche St. Cyriakus in Gernrode (Abb. 9) ein gesichertes Bild: Eine vertikale Gliederung durch 2 schmale, stark hervortretende lisenenartige Pilaster, die auf dem A.-Sockel aufsitzen und bis zum hochliegenden, wohl ursprünglich als Hauptgesims gedachten Gurtgesims reichen. Das niedrige attikaartige Obergeschoß, der unteren Teilung entsprechend durch Wandsäulchen gegliedert, ist wohl während der Bauausführung infolge Planänderung hinzugefügt. Auch die Abteikirche von Hersfeld (Abb. 11 u. 13) aus der 1. H. 11. Jh. zeigt in ihren beiden A. dasselbe Wandsystem stark hervortretender Pilaster. Im Westgiebel über der A. kehrt auch die Dreigruppe rundbogiger Blenden wie in St. Johann zu Münster in Graubünden wieder. Die Ost-A. (Abb. 11) führt die Teilung von Gernrode weiter: das attikaartige Obergeschoß erhält unter Ausschaltung der Wandsäulchen eine Bereicherung durch eine fortlaufende Reihe rundbogiger Blendnischen, eine Vorstufe der Zwerggalerie.

V. Romanische Zeit

Die vom frühen Mittelalter geschaffenen Grundrißformen der A. werden in der vorgeschrittenen romanischen Zeit weiter angewandt, doch wird in den sich jetzt mannigfaltiger entwickelnden Bauschulen die einfache Grundform der A. durch Modifizierung, Bereicherung, Vervielfältigung der Teile des Chorgrundrisses zurückgedrängt (Dreikonchenanlage, Staffelchor, Cluniazenser, Hirsauer, Cisterzienser, Umgang mit Kapellen: St. Godehard, der einzige deutsche Bau im 12. Jh., der diesen von der Loiregegend nach dem südöstlichen Frankreich ausstrahlenden Chor entlehnt). Von größter Bedeutung für diese Periode ist die Komposition des A.-Aufbaus; er entwickelt sich seit der frühromanischen Zeit immer reicher. Das Gefühl für Rhythmus und Proportion bringt auch für die A. eine systematische Durchgliederung der Wand, deren Träger Lisenen, Wandsäulen, Blendnischen, Rundbogenfriese, Zwerggalerien und Gesimse sind. Vertikale Gesamtgliederung in der ganzen Höhe der A. und horizontale Geschoßgliederung bilden die 2 großen Hauptsysteme. Eine eindeutig bestimmte Entwicklung von dem einen zum anderen ist bei dem Reichtum der deutschen romanischen Architektur nicht gegeben, wohl aber treten landschaftliche Hauptgruppen hervor, zwischen denen sich mannigfaltige Fäden spinnen.

a) Halb-Kreis-A.

Der etwas robusten Gliederung der frühen Bauten in den alten Herzogtümern Sachsen und Franken (Gernrode, Hersfeld) steht die zartere Durcharbeitung dieses Vertikalsystems in Schwaben und im Aargau gegenüber. Im Anschluß an die auf spätantiker Tradition beruhende Blendengliederung karolingischer Zeit auf Schweizer Boden (Münster in Graubünden) und auch unter erneutem oberitalienischen Einfluß zeigt eine Reihe von Kirchen des 11. Jh. eine Lisenengliederung in Verbindung mit einfachen Rundbögen, Doppelbögen und weiterhin Rundbogenfriesen; einfacher Rundbogen: Schönenwerd; Doppelbögen: Wimmis, Einigen, Amsoldingen, hier zusammen mit dem aus Hersfeld bekannten Motiv der oberen Nischenzone, die hier mittels Umrahmung der Nischen durch die Rundbogen in das gesamte Gliederungssystem einbezogen ist. Ähnlich Spiez mit beginnendem Rundbogenfries.

Im Elsaß herrscht im 12. Jh. durchaus die vertikale Teilung vor, und zwar geht die Entwicklung von den hohen einbogigen Blenden mit lisenenartigen Pilastern und einfachem rechtwinkligen Profil zum mehrteiligen Rundbogenfries in Verbindung mit den selben Vertikalgliedern, vereinzelt auch mit Wandsäulchen als Bogenfriesträgern, alles reich profiliert und stärker im Relief, die Bogen auf mannigfach gebildeten Konsolen (Eichau, Geberschweier, Rufach, Rosheim, St. Johann [29]).

Am Mittelrhein gibt die A. des Speyerer Doms (ca. 1085–1106; Abb. 14, [17]) den Auftakt zu einer dreigeschossigen Gliederung des Äußeren mit starkem Übergewicht des hohen Mittelgeschosses: niedriges Sockelgeschoß mit den Kryptafenstern, Hauptgeschoß mit 7 hohen schmalen Blenden aus Wandsäulen vor Lisenen mit abgestuften Rundbogen, niedriges Obergeschoß mit Zwerggalerie, eine in stark vertikalem Sinn komponierte Gliederung, durchaus oberitalienischen Charakters (Lombardei, Emilia). Auch die Kapitelle der Wandsäulen und Zwerggalerie sind ihrer Dekoration nach oberitalienisch (Como). Dieselbe Bauornamentik Oberitaliens um 1100 wirkt auch stark nach Sachsen; so sind im Innern der Stiftskirche von Quedlinburg die A.-Öffnungen reich damit verziert. Das Innere der Speyerer A. (Abb. 15) gliedert sich durch eine Reihe Nischen mit seitlichen Wandsäulen, die, das Gurtgesims durchschneidend, in die Fensterzone emporgreifen und hier hohe Rundbogenarkaden bilden. So macht sich schon eine Zerlegung der Wände in tragende und raumabschließende Elemente im Außen- wie im Innenbau der Speyerer A. bemerkbar. Flache Blendnischen im Innern zeigte schon Limburg a. H. und wies wohl auch der Konradinische Chor des Speyerer Doms auf. Am Außenbau der Ost-A. des Doms zu Mainz (nach Brand 1085 begonnen [9. 16. 28]), finden sich Architektursystem und Dekoration von Speyer – zum Teil ausgeführt von denselben Kräften unter Heinrich IV. – wieder, die Blenden in rhythmischer Höhenabfolge. Die Front des außen plattgeschlossenen Ostchors des Wormser Doms [24] hat mit Speyer und Mainz die allgemeine Dreiteilung in Sockel, Mittelgeschoß mit hohen Blendmotiven, Zwerggalerie gemeinsam, modifiziert durch Beziehungen zum Elsaß (Lisenen, Rundbogenfries, Bestien [29]).

Das Prinzip der durchgehenden Vertikalteilung der linksrheinisch-schwäbischen Gebiete (Elsaß und deutsche Schweiz), insbesondere der frühen Beispiele des Elsaß, beeinflußt von dem Mittelgeschoßmotiv der mittelrheinischen Gruppe tritt an den wichtigsten Bauten des rechtsrheinisch-schwäbischen Gebiets auf und strahlt weiter nach Osten, nach Bayern und bis in das österreichische Gebiet aus: 5 große Blendmotive aus Wandsäulen und Rundbogen mit oder ohne untergelegte zweite Schicht konzentrisch geführter Lisenen und Bögen (Hauptbauten: Reistingen, Sindelfingen, Untergermaringen, Steingaden; in Bayern: Ilmmünster, Keferlohe, Regensburg: St. Jakob; in Österreich Gurk). Den ornamentreichen Schlußpunkt bildet die A. der Walderichskapelle in Murrhardt. Die zweite Gruppe romanischer A. des rechtsrheinischen Schwabens weist in ihrer Gliederung gleichfalls ein vertikales Prinzip auf, doch vereinfacht sie es zu schlichten Lisenen mit Rundbogenfries. Spärlichere Beispiele mit lokaler Abänderung geben Bayern und Franken (Würzburg, Dom: Lisenen mit Kantensäulchen wechseln mit Wandsäulen als Träger des Bogenfrieses).

Die niederrheinische Gruppe von A. des 12. und frühen 13. Jh. [13 u. 26] zeigt die klare Entwicklung eines mehrgeschossigen Systems des Äußeren mit Rundbogenblendarkaden, Fenstern, Wandpfeilern und -säulen, Lisenen, Zwerggalerien (Abb. 16). Die Geschoßgliederung an sich kommt wohl vom Ostchor des Trierer Doms [33 u. 12] an den Niederrhein, wo sie mit mittelrheinischen Gedanken verquickt wird:

Übernahme der Siebenteilung, der Form der großen Rundbogenblenden mit abgestuftem Profil und Hervorhebung des Vertikalismus durch unmittelbares Aufeinandersetzen der Teilungsmotive in den 2 Hauptgeschossen; Maria-Laach: Ost-A., während die West-A. als vereinzeltes Beispiel am E. 11. Jh. die Wand mit Lisenen und Rundbogenfries in vertikalem Sinne komponiert; Bonn, Münster-A. mit Zwerggalerie (Abb. 16 [11]); Koblenz, St. Kastor, wo die Zwerggalerie durch Einfügung von Pfeilern über den Stützachsen der unteren Geschosse in deren Rhythmus eingeordnet wird; Köln, St. Gereon, dessen A. gleichfalls, wenn auch in anderer Form, das stark erhöhte Sockelgeschoß mit dem ersten Blendengeschoß vertikal bindet, das zweite Blendengeschoß aber schon als selbständiges Horizontalmotiv aufsetzt. Diese Trennung der Geschosse im Sinn einer betonten Horizontalteilung kommt in den zeitlich folgenden Bauten der Gruppe klar zum Durchbruch: Brauweiler mit 4 Geschossen; Köln, St. Aposteln; andererseits werden mit fortschreitender Entwicklung die Arkadenmotive der Einzelzonen schmaler, enger gereiht, erhalten damit in sich eine stärker zur Vertikalen tendierende Ausdruckskraft: Köln, St. Martin, St. Kunibert; Neuß, St. Quirin.

Wie im Äußeren faßt diese niederrheinische Gruppe auch im Inneren ihre A. am reichsten: die Wand baut sich in 2 Geschossen auf, deren unteres durch Wandnischen gegliedert wird. Bei den älteren Bauten hat auch das Obergeschoß volle Wandstärke, durchbrochen von den Fen- stern, die durch Säulenarkaden umrahmt werden (Münstereifel; Köln, St. Gereon, Abb. 18), bei den jüngeren A. aber, von St. Aposteln an (Abb. 19), setzt hier eine Zerlegung der Obermauer ein: ein Laufgang trennt Außenwand und innere Säulenstellung, löst die Mauer also gleichsam in 2 Schalen auf, im Anschluß an romanisch-normannische Aufbausysteme. Die Entwicklung geht auch hier im Inneren zur stärkeren Vertikalität und Häufung der Arkadenmotive sowie Auflockerung der Wand. Der Druck der A.-Kuppel wird mit Hilfe der Überwölbung des Laufgangs auf die Außenwand übertragen.

In Mitteldeutschland zeigt im frühen 12. Jh. unter anderem die A. des Doms von Hildesheim eine einfache Vertikalteilung durch dünne Wandsäulchen mit oberem Rundbogenfries, aber schon seit der ersten Hälfte des Jh. wird für die A.-Wand in diesem Gebiet die horizontale Gliederung in 2 Geschosse maßgebend. Die Hauptmotive sind dabei Rundbogenfries und Gurtgesims, Lisene und Wandsäule. Im einzelnen ist die Komposition stark variiert. Drei- und Fünffelderanordnung wechseln. Vom glatten Untergeschoß mit einfach geteiltem Obergeschoß läßt sich eine Abwandlung bis zur reichsten Ausgestaltung mittels struktiver und bauornamentaler Motive verfolgen (Landsberg bei Halle, St. Peter bei Erfurt, Hamersleben, Wunstorf, Goslar-Neuwerk, Königslutter, Wechselburg). Ausstrahlungen nach Westen und Süden und Mischungen mit rheinischen und süddeutschen Systemen finden statt (Köln, St. Cäcilien, Oberpleis, Faurndau in Württemberg in Verbindung mit schwäbischem Charakter der Formen).

Im Backsteingebiet Nordostdeutschlands herrscht in spätromanischer Zeit im Anschluß an oberitalienische Vorbilder die einfache vertikale Teilung der A.-Wand durch Lisenen in Verbindung mit dem Kreuzbogenfries vor (Jerichow und die verwandten Bauten der Mark).

b) Polygon-A.

Um M. 12. Jh. setzt in Deutschland eine Reihe stilgeschichtlich höchst bedeutsamer A. ein: sie zeigen polygone Gestalt [7], ohne daß diese gebrochene Form auf eine Einwirkung der nordfranzösischen Bauschule des Kronlands zurückgeführt werden könnte, denn diese Schule hält noch bis Anf. 13. Jh. am Rundchor seit. Im Aufbau dieser deutschen A. ist bei einem durchaus romanischen Gesamteindruck eine stark struktive Durchgliederung erzielt – eine Baugesinnung also, wie sie in der Gestaltung der rheinischen A.-Gliederung erkennbar ist.

1. Am frühesten tritt diese Polygonform der A. mit strebepfeilerartigen Kantenverstärkungen im Trierer Gebiet auf [33. 31. 12. 18]: in Trier selbst der Chor von St. Simeon (ca. 1150) und der Ostchor des Doms (um 1160) im Anschluß an die westlothringische Gruppe polygoner Chöre, die vor allem durch die Kathedrale von Verdun vertreten wird (1136 gegründet). St. Simeon hat eine halbrunde Form im Inneren, 5/10-Schluß im Äußeren. Der Aufbau zeigt eine klare vertikale Teilung unter Wahrung von Geschoßzonen. Die Dom-A. ist innen (Abb. 20) und außen in 5/10-Teilung gebrochen. Das Äußere gibt eine Stockwerksteilung mit abschließender gruppierter Zwerggalerie; rheinische Tendenzen klingen an.

2. Aus Südfrankreich und Burgund geht die Polygonform über Basel, Dom, E. 12. Jh. [19 u. 20] nach Freiburg i.Br., Münster der spätromanischen Zeit [5], dessen Ergänzung gesichert ist; Pfaffenheim im Oberelsaß (frühes 13. Jh., Abb. 21), mit dreigeschossigem Aufbau, durch Bogenfriese und reiches Gesims gegliedert, und mit Zwerggalerie als oberem Abschluß; Worms, St. Paul (M. 13. Jh., Abb. 22), bei dessen A. das Gliederungssystem des östlichen Domchors auf das Polygon übertragen zu sein scheint. Die Kanten sind durch gebrochene Lisenen verstärkt. Im Inneren gliedern halbrunde Nischen von Säulchen gerahmt die untere Wand: Pfaffenschwabenheim (ca. M. 13. Jh.), dessen Äußeres mit horizontal abschließender Zwerggalerie an rheinische Stockwerksgliederung erinnert. Im Innern belebt eine Kleeblattbogenarkatur den unteren Teil der Wand.

3. In der niederrheinischen Gegend, wo schon früher vereinzelt polygone Bildungen auftreten, ist eine Gruppe polygoner A. der sog. Übergangszeit wichtig, die zwar französisch-gotische Einzelmotive aufnehmen, aber im Typus des Gesamtaufbaus in der rheinischen Romanik wurzeln, ohne Strebepfeiler, die Kanten lisenen- oder pilasterartig verstärkt, die Zwerggalerien als oberer Abschluß den Polygon selten entsprechend gruppiert. Die vertikalen Kantenmotive, die die schmalen hohen Polygonfelder der A. einfassen, geben das tektonische Gerüst unter voller Wahrung eines dreigeschossigen Aufbaues. Die Querschiffe des Bonner Münsters stehen am Anfang dieser Gruppe, es folgt Boppard mit schmalen hohen Blendmotiven im Obergeschoß unter Benutzung von Wandsäulchen von stärkerem Relief, die in St. Severin zu Köln, Sinzig und Münstermaifeld sich zu großen, die ganze Wandbreite einnehmenden, z. T. spitzbogig schließenden Umrahmungsblenden der Fenster ausweiten und dem Äußeren einen kräftigen tektonisch wirk farnen Aufbau geben. In Sinzig und Münstermaifeld entsprechen diesen Blenden formal abgewandelt die Giebel der Dachzone. Im inneren Aufbau der A. dieser Gruppe geht das Gliederungssystem der Eckdienste mit Rippengewölbe bei den späteren Vertretern eine Bindung mit dem Auflockerungs- und Zerlegungssystem der Kölner A. ein.

4. Die polygone A.-Form findet sich unter Vermittlung durch rheinische und burgundische Vorbilder vereinzelt auch in anderen deutschen Gebieten: am Dom zu Bamberg (Abb. 17) ist die Ost-A. innen rund, außen in 5 Seiten des Zehnecks geschlossen, von dreigeschossigem Aufbau mit reichen Einzelmotiven; die gleichfalls im 5/10-Schluß komponierte West-A. zeigt im Äußeren einen klaren dreiteiligen Aufbau, hat aber trotz mancher verwandter Züge mit der Ost-A. ein stärker französisch-gotisches Gepräge in ihren oberen Geschossen. Eine ähnliche Mischung romanischen Gesamtcharakters und französischer Einzelformen läßt die A. der Marienkirche in Gelnhausen [10] mit 5/8-Schluß erkennen. Im Inneren gliedern die beiden A. von Bamberg und die A. von Gelnhausen die untere Wandzone durch gekuppelte Blendarkaden.

VI. Gotik

Der Gotik fehlt die eigentliche A. durchaus. An ihre Stelle tritt der Chor als integrierender Bestandteil des gesamten Kirchengebäudes und -raumes, nicht angefügt wie die A., aufgelöst wie das gotische Kirchengebäude selbst in struktive Bauglieder und große offene Lichtflächen, nicht umschlossen von kompakten, wenig durchbrochenen Mauern wie die A.

VII. Nachmittelalter

Auch die Folgezeit – Renaissance und Barock – kennt zwar nicht mehr die einfache A., verbindet aber oft im Chor einen als Vorchor charakterisierten Raumteil mit einem in A.-Form gehaltenen Abschluß. So bevorzugt die Renaissance seit der 2. H. 16. Jh. zunächst den einfachen polygonen Schluß des Chors, gelangt aber bald im Gefolge italienischer Baugestaltung zu der alten Form der Rund-A. zurück, die sie dem mehr oder weniger langgestreckten einschiffigen Vorchor an setzt. Die erstgenannte Anlage findet sich z. B. im ausgehenden 16. Jh. in der Schloßkapelle zu Liebenstein, dann zu Anf. 17. Jh. in der Marienkirche zu Wolfenbüttel und setzt sich bis in das 18. Jh. hinein fort. Parallel dazu ersteht der Chor in Form der vollen Rund-A. im Ausg. 16. Jh., mit am frühesten in der Universitätskirche zu Würzburg von 1583, wo er sich in der Höhe der 3 Stockwerke des Schiffes öffnet. Vor allem sind es die Bauten der Jesuiten [6], die dieser Form, auch hier in der Regel verbunden mit einem Vorchor, zum Siege verhelfen. Schon im Anf. 17. Jh. nehmen die Pläne der ganz gotisch gehaltenen Mariae-Himmelfahrts-Kirche in Köln in der niederrheinischen Ordensprovinz diese A.-Form auf, besonders aber kehrt sie in der langen Reihe der in Renaissance- und Barockformen ausgeführten Bauten der oberrheinischen und oberdeutschen Ordensprovinzen wieder, die vom frühen 17. bis zum späten 18. Jh. reichen. Aber auch außerhalb der Sphäre des Jesuitenordens wird die Form der halbrunden A. mit und ohne Fensterdurchbrechung in einer großen Zahl wichtiger süddeutscher Kirchenbauten bevorzugt (Obermarchtal, Tegernsee, Banz, Weingarten, Neresheim).

Da der protest.-lutherische Gottesdienst noch lange kath. Formen festhielt und neben der Predigt auch dem Altardienst eine gewichtige Rolle zuwies, finden sich auch hier jene beiden Chorformen, wenn auch gerade auf dem Gebiet des protest. Kirchenbaus im 16.–18. Jh. die verschiedenartigsten Lösungen versucht werden und die A. als Abschlußmotiv gegenüber dem kath. Kirchenbau mehr zurücktritt.

Das 19. Jh. in seiner eklektizistischen Übernahme der verschiedenen historischen Stile und ihrer baulichen Merkmale gewährt auch der halbrunden A. als Form des Altarraums und des Chorabschlusses der Kirchen der beiden Bekenntnisse neben anderen Lösungen einen Platz. Bei Schinkel sehen wir in der Nikolaikirche in Potsdam die halbrunde A. mit Kuppel sich weit und hoch gegen den großen Mittelraum öffnen. Auch bei kleineren Langhausbauten (Entwürfe zur Friedrich Werderschen Kirche, Kirchen auf dem Wedding, in Moabit, in Straupitz) bevorzugt der Künstler das einfache Halbrund als Raumabschluß, wie natürlich gerade diese auf die altchristliche und romanische Basilika zurückgreifenden Kirchentypen die runde A. übernehmen. Wir finden sie bei nord- und süddeutschen Architekten bis in die 60er Jahre des Jh. wiederholt angewandt, während sie von da an hinter den polygonen Formen mehr zurücktritt.

Zu den Abbildungen

1. u. 2. Trier, Basilika, 4. Jh. Phot. Prof. Deuser, Trier (Stadtbibliothek).

3. Rom, Sta. Maria Maggiore, 4. Jh. Nach Dehio und v. Bezold [3].

4. Rom, S. Agnese, 6. Jh. Nach Heinr. Huebsch, Die altchristlichen Kirchen, Karlsruhe 1859-63.

5. Fulda, Abteikirche, 2. Bau 792-819. Nach E. Gall, Karolingische und ottonische Kirchen (Deutsche Bauten 17), Burg o. J. (1930).

6. Münster in Graubünden, St. Johann, um 800. Rekonstruktion von J. Zemp. Nach Mitteilungen der schweizerischen Gesellschaft für Erhaltung historischer Kunstdenkmäler, N.F. 5-7, 1906–10.

7. St. Gallen, Abteikirche, um 820. Umzeichnung nach dem Pergamentplan. Nach Gall, a. a. O.

8. Steinbach i. Odenwald, Hauptapsis der Einhardsbasilika, 1. H.9. Jh. Phot. Prof. Dr. Friedrich Behn, Mainz.

9. Gernrode, Stiftskirche St. Cyriakus, östl. Hauptapsis, 10. Jh. Phot. Staatl. Bildstelle Berlin.

10. Halberstadt, Liebfrauenkirche, Hauptapsis, um 1140. Phot. Staatl. Bildstelle Berlin.

11. Hersfeld, Abteikirche, östl. Hauptapsis, nach 1037. Phot. Kunstgeschichtl. Seminar Marburg.

12. u. 13. Hersfeld, Abteikirche, Westapsis, nach 1037. Phot. Staatl. Bildstelle Berlin.

14. Speyer, Dom, Ostapsis, ca. 1085-1106. Phot. Hist. Museum der Pfalz, Speyer.

15. Speyer, Dom, Ostapsis, ca. 1085-1106. Phot. Staatl. Bildstelle Berlin.

16. Bonn, Münster, Ostapsis, geweiht 1166. Phot. Kunstgeschichtl. Seminar Marburg.

17. Bamberg, Dom, Ostapsis, 1. H. 13. Jh. Nach Otto Aufleger und Arthur Weese, Der Dom zu Bamberg, München 1898.

18. Köln, St. Gereon, Ostapsis, 2. H. 12. Jh. Phot. Staatl. Bildstelle Berlin.

19. Köln, St. Aposteln, südl. Apsis des Ostbaus, beg. 1199. Phot. Staatl. Bildstelle Berlin.

20. Trier, Dom, Ostapsis, 2. H. 12. Jh. Phot. Staatl. Bildstelle Berlin.

21. Pfaffenheim (Oberelsaß), St. Martin, ca. 1210-20. Phot. Dr. F. Stoedtner, Berlin.

22. Worms, St. Paul, 2. V. 13. Jh. Phot. Kern, Mainz.

Literatur

1. Eug. Viollet-le-Duc, Dictionnaire raisonné de l’architecture française, I, p. 4 (abside), Paris 1867–69. 2. Heinr. Holtzinger, Die altchristl. u. byzantin. Bau-K., Hdb. d. Architektur, 2. Teil, III, Stuttgart 18992. 3. Georg Dehio und Gustav v. Bezold, Die kirchl. Bau-K. des Abendlandes, I u. II, Stuttgart 1892–1901, Taf. 1884 bis 1901. 4. J. Wiegand, Der Westchor des Domes zu Trier im Lauf der Jahrhunderte, Pastor bonus XVIII, 1905–06, S. 113ff. u. 162ff. 5. Karl Schuster, Der roman. Teil des Freiburger Münsters, Freiburger Münsterbl. III, 1907, S. 46ff. 6. Joseph Braun, Der Kirchenbau der deutsch. Jesuiten, I u. II, Freiburg i. Br. 1908–10. 7. Georg Dehio, Zur Gesch. d. gotischen Rezeption in Deutschland. Die polygonalen Chöre, Zs. f. Gesch. d. Architektur III, 1909–10, S. 49–53. 8. Christian Rauch, Niederingelheim. Röm.-german. Korrespondenzbl. III, 1910, S. 65ff. 9. Rudolf Kautzsch, Der Ostbau des Domes zu Mainz, Teil I, Zs. f. Gesch. d. Architektur, Bd. V, 1911–12, S. 209–220, Teil II, ebd. Bd. VII, 1914 bis 1919, S. 77–99. 10. Walter Noack, Die Kirchen von Gelnhausen, ein Beitrag z. Gesch. d. Architektur u. Skulptur des 13. Jh. im Main-Rhein-Gebiet, Diss. Halle 1912. 11. Adalbert Schippers, Die Ostchöre des Bonner Münsters und der Abteikirche zu Maria Laach, Zs. f. Gesch. d. Architektur VI, 1912–13, S. 87–95. 12. Ludwig Thormählen, Der Ostchor des Trierer Domes, ein Kapitel aus d. Architekturgesch. d. ehemal. Kirchenprovinz Trier im 12. Jh., Diss. Freiburg i. Br. 1914. 13. Ernst Gall, Niederrheinische u. Normännische Architektur im Zeitalter d. Frühgotik, Teil I: Die niederrheinische A.-Gliederung nach normännischem Vorbild, Berlin 1915. 14. Georg Weise, Untersuchungen zur Gesch. der Architektur und Plastik des früheren Mittelalters, Leipzig-Berlin 1916. 15. R. Spindler, Das Kloster auf dem Petersberge bei Halle („Der Zirkel“), Berlin 1918. 16. Rud. Kautzsch und Ernst Neeb, Der Dom zu Mainz, Inv. Hessen, II, 1. 17. Rudolf Kautzsch, Der Dom zu Speyer, Staedel-Jb. I, 1921, S. 75–108. 18. Heribert Reiners und W. Ewald, K.-Denkmäler zwischen Maas und Mosel, München 1921. 19. Albert Rieder, Der Chorbau des Basler Münsters, Baseler Zs. f. Gesch. u. Altertumskunde XX, 1922. 20. Hans Reinhardt, Das Basler Münster, Die spätromanische Bauperiode vom E. 12. Jh., Basel 1926. 21. Josef Vonderau, Die Ausgrabungen an der Stiftskirche zu Hersfeld in den Jahren 1921 u. 22, Fulda 1925. 22. Ders., Die Ausgrabungen am Dom zu Fulda 1908 bis 13 und 1919–24, Fulda 1919 u. 1924. 23. Hans Kunze, Der Dom des Willigis in Mainz, Mainzer Zs. Jg. XX/XXI, 1925–26, S. 39–44. 24. Rudolf Kautzsch, Der Meister der Ostteile des Domes zu Worms, Staedel-Jb. V, 1926, S. 94–114. 25. Herm. Giesau, Die Krypta des ottonischen Domes in Magdeburg, Zs. f. Denkmalpflege, 1. Jg. 1926, S. 107–09. 26. Adalbert Schippers, Der Umschwung des Stilgefühls in der rheinischen Bau-K. des 12. Jh., Zs. f. bild. K. LX, 1926–27, S. 77–84. 27. Josef Vonderau, Zum Grundriß der Krypta am Petersberg bei Fulda, Fuldaer G.-Bl., XX, 1927, S. 33–38. 28. Rudolf Kautzsch, K.gesch. Probleme am Mainzer Dom in: Tag für Denkmalpflege und Heimatschutz, Mittelrhein. Studienfahrt für Denkmalpflege, Mainz 1927, S. 21ff. 29. Ders., Roman. Kirchen im Elsaß, Freiburg i. Br. 1927. 30. Herm. Giesau, Der Chor des Domes zu Magdeburg, die Herkunft seines Planes und seiner stilistischen Voraussetzungen. In: Sachsen u. Anhalt, IV, 1928, S. 291ff. 31. Nikol. Irsch, Die Trierer Abteikirche St. Matthias und die trierisch-lothring. Bautengruppe, Augsburg 1928. 32. Friedr. Behn, Die karolingische Klosterkirche von Lorsch an der Bergstraße, nach den Ausgrabungen von 1927–28 und 1932–33, Berlin und Leipzig 1934. 33. Nikol. Irsch, Der Dom zu Trier, Inv. Rheinprovinz XIII, 1.

Verweise