Gold (Werkstoff)

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englisch: gold; französisch: or; italienisch: oro.


Christoph J. Raub (†) (I; II.A.; III; IV–VI; VII.B–E) und Esther P. Wipfler (II.B–C; VII.A) (2014)


Zermahlen des Erzes. Georg Agricola, Zwölf Bücher vom Berg- und Hüttenwesen, 1556.
Goldwaschen. Georg Agricola, Zwölf Bücher vom Berg- und Hüttenwesen, 1556.
Goldscheidung. Georg Agricola, Zwölf Bücher vom Berg- und Hüttenwesen, 1556.
Ulrich Rülein von Calw, Bergbüchlein, Erfurt 1527.
Ulrich Rülein von Calw, Bergbüchlein, Erfurt 1527.
Goldwaschen. Ulrich Rülein von Calw, Bergbüchlein, Erfurt 1527.
Lazarus Ercker, Probierbuch, 2. Aufl. Frankfurt a. M. 1598.
Goldscheidung. Lazarus Ercker, Probierbuch, Frankfurt a. M. 1629.
Lazarus Ercker, Probierbuch, 6. Aufl. Frankfurt a. M. 1673.
Goldschmiedewerkstatt. Diderot et d'Alembert, Encyclopédie ..., Paris 1771.
Rheingoldwäscherei. Aloys Schreiber, Trachten, Volksfeste und charakteristische Beschäftigungen im Großherzogtum Baden in XII malerischen Darstellungen ..., Freiburg im Breisgau 1823.
Apparat zur galvanischen Vergoldung. Leonhard Elsner, Die galvanische Vergoldung und Versilberung..., Leipzig 1851.
Darstellung einer galvanischen Batterie. Leonhard Elsner, Die galvanische Vergoldung und Versilberung ..., Leipzig 1851.

I. Eigenschaften

Gold gehört neben Silber und Kupfer zu den ersten vom Menschen verwendeten Metallen. Von seiner gelben Farbe wurde der Name abgeleitet.[1] Gold gehört zur Gruppe der Edelmetalle und tritt zumeist in gediegener, d. h. reiner, Form auf. Das Mineral enthält 85% des chemischen Elementes Au (spezifisches Gewicht 19,3; Schmelzpunkt 1062°C), bis zu 15% Silber (Ag) sowie, weniger häufig, Spuren von Kupfer (Cu) und Quecksilber (Hg). Da Gold in nahezu reiner Form in der Natur vorkommt, ist eine Verhüttung nicht notwendig.

Für die Atomstruktur von Gold konnte festgestellt werden: „Silber und Gold haben wie Kupfer ein einzelnes Elektron außerhalb einer aufgefüllten “d“-Schale; es bestehen jedoch trotz der Ähnlichkeit der Elektronenstrukturen und der Ionisierungspotentiale nur wenig Ähnlichkeiten zwischen diesen Elementen. Für viele dieser Unterschiede gibt es bislang keine einfache und überzeugende Erklärung“.[2]

II. Quellen

A. Antike

Die ersten Nachrichten über die Goldgewinnung sind sehr vage, so bemerkte Herodot „Im Norden Europas gibt es offenbar weitaus das meiste Gold. Wie man es gewinnt, kann ich auch nicht mit Bestimmtheit angeben“;[3] an anderer Stelle beschrieb er das Verhalten der Goldameisen, deren grabende Tätigkeit das Gold zutage fördere.[4] Plinius der Ältere übernahm diese Legende, die durchaus einen wahren Kern hat, nannte aber im 7. Buch seiner Naturkunde den Phönizier Kadmos als den Entdecker des Goldes. Im Buch über die Metallurgie beschrieb er in Kapitel 19–21 und 25 ausführlich die Vorzüge und Eigenschaften des Materials, darunter auch Heilwirkungen, sowie die Techniken der Vergoldung und der Goldgewinnung: „[Das Gold] wird auch nicht wegen seines Gewichtes und der Leichtigkeit der Bearbeitung den übrigen Metallen vorgezogen, – in diesen beiden Eigenschaften steht es dem Blei nach –, sondern weil ihm als einzigem Stoff nichts durch das Feuer, sicher auch bei Bränden und auf Scheiterhaufen, verloren geht. Vielmehr, je öfter es geglüht hat, desto mehr gewinnt es an Güte, und das Feuer dient als Probe für das Gold, indem es ebenfalls die flammend rote Farbe des Feuers annimmt; man nennt dies die »Feuerprobe«. Ein erstes Kennzeichen seiner Güte aber ist, daß es nur sehr schwer zum Glühen kommt. Außerdem ist es merkwürdig, daß es sich durch das heftigste Holzkohlenfeuer nicht bezwingen läßt, sehr rasch aber durch Spreufeuer glühend wird und daß man es zur Reinigung mit Blei röstet. Ein weiterer, noch bedeutenderer Grund für seinen Wert besteht darin, daß es sich beim Gebrauch sehr wenig abnützt, während sich mit Silber, Kupfer und Blei Linien ziehen lassen und die Hände durch das abgeriebene Material schmutzig werden. Ferner läßt sich kein anderes Metall weiter ausdehnen oder vielfacher zerteilen, wie denn eine Unze davon 750 und mehr an Länge und Breite vier Finger große Blättchen ergibt. Die stärksten von ihnen nennt man die praenestinischen, und jetzt noch hat das an diesem Ort [befindliche], sehr gewissenhaft vergoldete Standbild der Fortuna den Namen beibehalten. Die nächstfolgende Folie heißt die quaestorische. In Spanien nennt man kleine Klümpchen von Gold striges. Es wird vor allem allein gediegen in Klümpchen oder Stückchen gewonnen. Während alles übrige in den Metallgruben gefundene [Material] durch das Feuer geläutert wird, ist dieses sogleich [reines] Gold und hat sofort seinen vollständigen Gehalt, wenn man es so findet. Denn dieses Vorkommen von ihm ist das natürliche; die andere [Art], von der wir sprechen werden [§ 68 ff.], ist eine künstliche. Außerdem bildet [das Gold] an sich weder irgendeinen Rost noch Grünspan noch irgendetwas anderes, was seine Güte beeinträchtigen oder das Gewicht vermindern könnte. Auch gegen die Lösungen des Salzes und des Essigs, die Bezwinger der Stoffe, übertrifft es durch seine Beständigkeit alle [Metalle], überdies läßt es sich spinnen und weben gleich der Wolle, sogar ohne [Zusatz von] Wolle.“[5] Die bei Plinius beschriebenen Erkenntnisse haben zum Teil bis heute Gültigkeit.

B. Mittelalter

Die antiken Techniken waren grundlegend für den Umgang mit dem Material im Mittelalter. Nur in wenigen Quellen ist dieser erläutert: In dem byzantinischen Traktat „Über die edle und hochberühmte Goldschmiedekunst“, das in einer Redaktion des 11. Jh. erhalten ist, werden die Läuterung von Gold sowie das Feuervergolden und die Goldplattierung erklärt.[6] Die Techniken der Goldverarbeitung im Hochmittelalters sind am ausführlichsten durch die „Schedula diversarum artium“ aus dem ersten Viertel des 12. Jh. überliefert. Der Autor, der wohl selbst das Goldschmiedehandwerk beherrschte, beschrieb dabei auch die Eigenschaften von arabischen und spanischem Gold sowie des sog. Sandgoldes, womit er das Rheingold bezeichnete (Cap. 47–49). Ausführlich erläuterte er Zementation und Zerreiben von Gold, dessen Färben, Polieren und das Vergolden (cap. 33–40).[7] Konrad von Megenberg berief sich um 1350 auf Plinius: Gold sei von warmer Natur und edler als andere Metalle. Man finde es in reinerem Zustand als jene, es erfordere viel Arbeit, es herauszuwaschen. Darüber hinaus schreibt er dem Metall verschiedene heilende Wirkungen zu.[8]

C. Neuzeit

In der frühen Neuzeit wurden die ersten umfassenden metallurgischen Traktate in deutscher Sprache verfasst. Als ältestes gilt das „Bergbüchlein“ von Ulrich Rülein aus Calw, dessen erste Auflage um 1500 vermutlich in Leipzig erschien (Abb.).[9] Rülein widmete dem „Goldertz“ das fünfte Kapitel (Abb.). Er weist Gold – gemäß aristotelischer Lehre – dem Planeten Sonne zu. Gold sei aus reinstem Schwefel. Das klarste Gold könne man aus Flüssen gewinnen, das „Seiphen golt“. Er berief sich auf die von Albertus Magnus in „De mineralibus“ dargelegten Methoden, mit der Hilfe von Dämpfen besseres, beständigeres Metall zu erhalten. Gold werde aber auch im Kies und gediegen im Stein der Gebirge gefunden. Holzschnitte illustrieren, wie man sich orientieren muss, um die der Sonne zugewandten Lagerstätten zu finden (Abb.). Das präzisere und aufgrund seiner Praxisnähe häufig aufgelegte „Probirbüchlein", dessen älteste datierte Ausgabe 1524 in Magdeburg erschien, enthielt u. a. eine Beschreibung des Zementationsprozesses mit Antimon(III)-sulfid.[10] Ihm folgte das illustrierte Werk „De la pirotechnia libri X ... “ des Italieners Vannoccio Biringuccio, das 1540 in Venedig veröffentlicht und bald ins Französische übersetzt wurde.[11] Biringuccio schilderte zunächst die Erzsuche und –abbau, ging dann auf das Schmelzen der Erze ein, um nun die Trennung des Silbers von Gold und die Umwandlung in Feingold zu erläutern. Im fünften Buch behandelte er ausschließlich Legierungen. Daran schließt sich die Schilderung der Schmelz- und Gußverfahren, der Münzherstellung und der Goldschmiedekunst an. Schließlich ist vom Drahtziehen, der Goldzubereitung für das Verspinnen sowie der Entfernung der Blattgoldüberzüge von Metallen die Rede.

Die umfassendste Darstellung der Goldgewinnung und Verarbeitung jener Zeit gab Georg Agricola in seinem Werk „De re metallica libri XII“, das 1556 in Basel erschien und ein Jahr später unter dem Titel „Zwölf Bücher vom Berg- und Hüttenwesen“ veröffentlicht wurde (Abb.; Abb.; Abb.).[12] Im 10. Buch erklärt Agricola die verschiedenen Methoden der Scheidung des Goldes von anderen Metallen und erwähnt dabei als Mittel Vitriol, Salpeter, Salz, Antimon und Schwefel.[13] Darauf aufbauend verfasste Lazarus Ercker, der u. a. für Kurfürst August von Sachsen als Probationsmeister, also als Vorsteher der sächsischen Probierer, tätig war, ein ausführliches Lehrbuch der Probierkunst (Dokimastik), das erstmals 1574 in Prag veröffentlicht wurde[14] und bis 1756 dreizehn Mal aufgelegt wurde (Abb.; Abb.; Abb.; Abb.).

Was die Eigenschaften des Goldes betrifft, griff man aber noch im ersten Lehrbuch der Anorganischen Chemie von 1834 auf Plinius zurück: „Die Farbe und die äusseren Charaktere des Goldes sind allgemein bekannt. Es verändert seinen Glanz nicht in der Luft oder im Feuer. Es ist in seinem reinen Zustande beinahe eben so weich wie Blei, und ist von allen Metallen das geschmeidigste. [...] Die Dehnbarkeit des Goldes hat beinahe keine Gränze. Ein Gran Gold kann zu einem 500 Fuss langen Drathe ausgozogen [sic] werden, und man schlägt das Gold zu Blättern aus, die nicht mehr als 1/2000 Linie Dicke haben. Seine Ausdehnung geht bei den Goldgalonen noch weiter. Man überzieht einen Silbercylinder mit 1/48 seines Gewichts Gold, und dieser wird zu feinem Drath ausgezogen, wovon 3 Ellen 1 Gran wiegen, [...] Das specifische Gewicht des Goldes liegt, je nachdem es zusammengedrückt worden ist, zwischen 19,4 und 19,65 [g/cm; heutiger Wert: 19,32]“.[15] In der mehrfach aufgelegten Übersetzung des Lehrbuchs der Chemie von Thomas Graham wird bereits ein für die Galvanisierung (vgl. Abb.; Abb.) sowie die moderne Halbleitertechnik entscheidendes Phänomen beschrieben: „Entladet man eine starke elektrische Batterie durch feinen Golddraht oder durch Blattgold, so verdampft es … Der Dampf vergoldet in die Nähe gebrachte Gegenstände.“[16]

III. Vorkommen

Gold kommt in der Erdkruste 0,0048g/t und im Meerwasser 0,000 008g/t vor.[17]

Es wird in primäre und sekundäre Goldlagerstätten unterschieden: Erstere entstehen als Ausfällungen hydrothermaler Lösungen im Erdinneren, man spricht auch von Berggold; die zweite Gruppe umfasst die Fundorte an der Erdoberfläche, die durch die Erosion der primären Lagerstätten entstehen; sie werden auch als Seifengoldvorkommen bezeichnet; Erscheinungsformen sind Flitter oder Nuggets.[18]

In den eigentlichen Lagerstätten ist das Gold, häufig durch die Wirkung des Wassers, schon in geologischen Zeiten, z. B. in Südafrika,[19] von 0,1 bis 10g pro Tonne angereichert worden. Nach dem derzeitigen Stand der Technik sind nur die Anreicherungen entweder als Berggold oder als Flussgold sowie alluviales Gold in sekundärer Lagerstätte kommerziell gewinnbringend auszubeuten. Schon Plinius wies darauf hin, dass sich die Erze nach Abbau wieder erneuern. Der in der Antike herrschende Glaube, dass Gold, wie auch andere Metalle, von den Göttern erzeugt werde und, teils mit Hilfe von Pflanzen, teils in den Lagerstätten nachwachse, wird von der modernen Geochemie nicht rundweg abgelehnt, da sowohl gewisse Pflanzensäfte, vor allem wenn diese schwefelhaltig sind, als auch gelöster Sauerstoff in Flüssen imstande sind, Goldflitter zu lösen. Umgekehrt werden diese Goldsalze an anderen Stellen, z. B durch abgestorbene Pflanzen (Kohlenstoff) oder unedle Metalle elektrochemisch reduziert oder adsorbiert. In einem goldhaltigen Fluss füllt sich dann die ausgewaschene Stelle im Laufe der Zeit wieder mit Goldstaub, sofern nicht das Berggold, das durch das Wasser der Flüsse ausgewaschen wird (Flussgold oder alluviales Gold), am Flussursprung bereits ausgebeutet wurde.[20]

Die berühmten Goldlagerstätten am Witwatersrand in Südafrika entstanden durch Ausfällung von Gold an Algen in Flüssen, die den von den Bergen am Rand des Beckens kommende Goldflitter transportierten. Durch diesen Transport werden die Partikel des Berggolds durch die Flusskiesel sowohl in charakteristischer Weise miteinander verklebt („kaltverschweißt“) als auch zu Flittern oder Staub „verhämmert“. Wenn im Altertum nach der Sage häufig ein Tier den Bergmann auf eine Goldader hinwies,[21] sucht der moderne Prospektor u. a. nach diesem Flussgeröll bzw. den „quarz pebbles“, die als „outcroppings“ an der Oberfläche zu Goldadern hin leiten können.

Vor dem Hintergrund der Reparationsforderungen an Deutschland nach dem Ersten Weltkrieg versuchte Fritz Haber viele Jahre lang, Gold aus Meerwasser zu gewinnen. Die Ausbeute war jedoch zu gering.[22] Selbst mit den modernsten Methoden ist heute die Gewinnung der winzigen Goldmengen aus dem Meerwasser unwirtschaftlich.

A. Primäre Lagerstätten

Die drei wichtigsten Zentren der Goldgewinnung in Europa waren in römischer Zeit die iberische Halbinsel, der Balkan (Dalmatien, Albanien) und Dacien (Karpaten).[23] In Mitteleuropa wurden seit der Antike vor allem die Vorkommen im Siebenbürgischen Erzgebirge ausgebeutet; ferner in den Alpen im Gasteiner und Rauriser Tal sowie an der Südseite des Alpenhauptkammes („Tauerngold“) sowie in Zell am Ziller und Mitterberg. Bereits Walahfried Strabo berichtete von der Goldgewinnung der norischen Taurisker.[24] Diodorus Siculus schrieb im 1. Jh. vor Christus über Goldgewinnung der Kelten.[25] Im 9. Jh. bezeugt Otfried von Weißenburg in seinem Evangelienbuch (Buch 1, Kapitel 1, V. 72) für die Franken: „auch lesen sie dort Gold aus dem Sand [ihrer Flüsse]“.[26]

Das Rheinische und das Thüringische Schiefergebirge, der Harz, Frankenwald, Schwarzwald und die Vogesen weisen ebenfalls namhafte Vorkommen auf.[27] In Bayern ist das Fichtelgebirge der bedeutendste Lagerort (Goldkronach). Vorkommen in der nördlichen Oberpfalz und im Bayerischen Wald wurden bis ins 17. Jh. ausgebeutet.[28]

Im böhmischen Jilhové wurde bis in die 60er Jahre des 20. Jh. Gold abgebaut.[29] Im 19. Jh. standen jedoch die außereuropäischen Fundorte im Vordergrund, wie man im Lehrbuch der Chemie 1834 festhielt: „In der grössten Menge hat man es in den dem Aequator am nächsten liegenden Theilen von Amerika, ferner in dem Sande mehrer Flüsse Afrika’s und in den Gegenden des Urals in Asien gefunden. ... In Südamerika und im Ural werden die grössten Mengen Goldes und mit der geringsten Mühe gewonnen. Gewöhnlich findet man es daselbst in grösseren und kleineren Körnern zerstreut in Grand, Sand und Erde, oder mit dem Sande in die Flüsse geführt. Selten findet man es in so grossen Massen, wie die, welche man in Begleitung von mehreren andern 2 bis 4 Pfund schweren 1826 im Ural, in der Grube Zarewo-Alexandrowsk fand, und die 21 Pfund wog. Die wichtigsten europäischen Gruben sind in Ungarn“.[30]

B. Sekundäre Vorkommen

Im deutschsprachigen Gebiet sind vor allem die Schweiz (Napfgebiet), bestimmte Rheinabschnitte, Donau, Inn, Salzach, das Alpenvorland, das Thüringische Schiefergebirge und vor allem Siebenbürgen typische Sammelgebiete.[31]

IV. Gewinnung

Die Gewinnung von Gold aus Flusssedimenten hat sich aber seit der Antike nur unwesentlich verändert.

A. Seifengold

Die Grundlage war immer das Auswaschen („Panning“) aus möglichst feingemahlenem Erz. Als Hilfsmittel zur Optimierung der Ausbeute dienen bis heute ungewaschene Schaffelle – nachweisbar in der Antike durch die Legende vom „Goldenen Vlies“ des Königs in Kolchis im antiken Georgien –, Bretter mit Rillen – belegt bereits in keltischer Zeit – oder profilierte Gummimatten. Im allgemeinen ist eine derartige Anreicherung auch heute noch ein erster Schritt bei der Entfernung auch kleinster Goldanteile aus dem feingemahlenem Erzsand.

B. Berggold

Der Abbau der primären Lagerstätten wird schon für die Bronzezeit vermutet, lässt sich aber in Mitteleuropa bislang nur in die römische Zeit zurückverfolgen. Das keltisches Goldbergwerk in Fouilloux bei St. Yrieix im Limousin hatte mit Holz ausgezimmerte Stollen und besaß Wasserhebe- und Leitsysteme. Römischer Bergbau ist unter anderem in Roşia Montana in Siebenbürgen nachweisbar.[32]

V. Aufbereitung und Raffination

Insbesondere das Gold primärer Lagerstätten bedurfte einer umfassenden Aufbereitung nach der Gewinnung aus dem Gestein. Dafür wurden seit der Vorgeschichte verschiedene Techniken entwickelt, von denen hier nur die wichtigsten genannt werden. Am Anfang war stets die Zerkleinerung, das sog. Pochen, notwendig, das bis zur Einführung von Maschinen von Frauen und Kindern durchgeführt wurde.

A. Zementation durch Salz

Die Ausgrabungen einer Goldraffinerie des 6.–5. Jh. vor Christus in Sardis lieferten die bislang ältesten Belege für die Technik der Trennung von Gold und Silber mit Hilfe von Salz. Das alluviale Gold aus dem goldreichen Fluss Paktolos in Lydien in der heutigen Türkei wurde auf diese Weise gereinigt. Bei Plinius und in der „Schedula diversarum artium“ wird von dieser Technik berichtet, und bei Georg Agricola ist ein dafür gebauter Ofen wiedergegeben und erklärt.[33]

B. Amalgamierung

Die Trennung des Goldes vom Silber geschah seit der Antike vor allem durch Umsetzung mit Quecksilber und Trennung des mit Gold angereicherten flüssigen Quecksilbers.[34] Diesen Prozess beschrieb auch Plinius.[35]

C. Quartation (Quartscheidung)

Bis zur Mitte des 20. Jh. war es üblich, Gold und Silber in entsprechenden Silberlegierungen durch heiße Salpetersäure (Scheidewasser) zu trennen. Der Name wurde von dem Verhältnis 1:3 zwischen Gold und Silber in der dafür verwendeten Ausgangslegierung abgeleitet. Ein größerer Anteil an Gold läßt keine Trennung zu. Daneben werden kleinere Mengen Gold noch bei der Aufarbeitung von beinahe allen Schwermetallerzen, z. B. Silber, Kupfer und Nickel, gewonnen.

D. Auslaugen (Cyanidierung)

Offenbar scheint sich Gold bei höheren Sauerstoffkonzentrationen als Aurat in nachweisbaren Mengen zu lösen. Vermutlich spielen dabei noch schwefelhaltige Naturstoffe eine Rolle.[36]

Der seit dem ausgehenden 19. Jh. bis heute hauptsächlich durchgeführte Prozess ist die Cyanidlaugerei mit dem Sauerstoff der Luft. Aus dem dabei entstandenen wasserlöslichen, komplexen Natrium-Gold-Cyanid-Salz wird das Gold entweder chemisch oder elektrolytisch (s. Elektrolyse) gefällt oder an Holzkohle adsorbiert („Carbon in Pulb“-Prozess). Dieses Gold enthält noch einen deutlichen Silberanteil, aber auch Platin- und Platinbeimetalle (z. B. Ruthenium, Osmium und Iridium).

E. Miller-Prozess

Silber kann durch Behandlung mit heißem Chlorgas in Silberchlorid umgewandelt und weitgehend entfernt werden. Seit der Entwicklung des sog. „Miller-Prozesses“ 1867 wird Gold mit Chlorgas gereinigt.[37]

F. Elektrolyse

Sollte eine weitere Reinigung erforderlich sein, wie dies heute vor allem bei Anwendungen in der Elektronik notwendig ist, wird das Gold in Goldchlorid umgewandelt und daraus das Gold elektrolytisch abgeschieden. Ein Teil der Verunreinigungen löst sich dabei im Elektrolyten, ein anderer fällt aus dem Elektrolyten aus und kann abgetrennt und weiterverarbeitet werden. Das Verfahren wurde in den 1870er Jahren von Emil Wohlwill entwickelt.[38] Werner von Siemens entwickelte dann den ersten galvanischen Goldelektrolyten.[39]

G. Weitere moderne Verfahren

In nahezu jedem 99,5-Gold sind geringste bis geringe Spuren von Platinbeimetallen (vor allem sehr harte Kügelchen einer Ru-Os-Ir Legierung) vorhanden. Diese sind ein Charakteristikum für antikes Gold, vorwiegend aus dem Mittelmeerraum.[40] Sie treten bei poliertem Gold als helle Pünktchen („Polier-Kommas“) und auch in modernem Gold auf, da sie wegen ihrer chemischen Beständigkeit sehr schwer zu entfernen sind. Wegen derartiger Einschlüsse werden die „Good Delivery Bars“, die von den Minen auf den Markt gebrachten 12,5 kg-Barren, nicht direkt, sondern erst nach einer weiteren Reinigung zur Erzeugung von Schmuckwaren verwendet. Auch Rheingold enthält im Rohzustand noch Verunreinigungen an Platinmetallen.

Ein modernes Verfahren ist die Extraktion von Goldsalzen mittels Flüssig-flüssig-Extraktion, das heißt, es findet eine oxidative Auflösung statt (Au + 3/2 Cl2 + HCl → H[AuCl4]).[41] Die Firmen haben dafür unterschiedliche Verfahren entwickelt. Bei mehrfacher Wiederholung dieser Reinigungsprozesse kann man heute zu einem Gold mit der Reinheit von 99,999% („5 Neuner-Gold“) kommen.

Je nach Lagerstätte können bei Abbau im Übertagebetrieb, z. B. mit Schwimmbaggern, und mehr oder weniger automatischer Aufarbeitung der Erze, z. B. Vorbereiten durch „Heap-Leaching“ mittels Bakterien oder automatisches Auswaschen mit dem „Carbon in Pulp“-Prozess, noch Lagerstätten mit teilweise unter 1g/t (1 ppm = 1 part per million) Gold ausgebeutet werden.

VI. Legierungen

Hochreines Gold ist sehr weich, wie schon Plinius feststellte (s. I.). Man kann durch Verformen die Härte erhöhen, sie nimmt aber bereits bei Raumtemperatur im Laufe der Zeit wieder ab.[42] Durch Legieren lässt sich einerseits die Härte steigern, andererseits wird auch die Farbe verändert[43], eine Eigenschaft, die seit der frühen Antike ausgenutzt wurde.

Silber hellt auf und bewirkt bei höherer Konzentration einen grünlichen Farbton, bei geringer eine Steigerung seiner Härte. Kupfer verändert den Farbton von Goldlegierungen ins Rötliche wobei die Härte – und damit die Tragebeständigkeit – deutlich zunimmt. Hohe Kupferanteile verändern die chemische und thermische Beständigkeit. Das Gleiche gilt für Zink in modernen Legierungen.

A. Silber und Kupfer

Die erste Legierung war das in der Natur als Flussgold vorkommende Gold-Silber mit Silbergehalten zwischen wenigen Prozent und über 50%. Seit der Antike werden die silberhellen Legierungen mit – je nach Silberkonzentration – deutlichem grünlichem Farbstich, als „Elektron“ bezeichnet. Kupfer findet sich in natürlichem Gold und ist als Legierungsbestandteil normalerweise nur in Konzentrationen unter 1% vorhanden.[44]

Höhere Konzentrationen deuten auf künstliches Zulegieren von Kupfer hin, aber auch von Kupferlegierungen, wie Zinn-Bronze oder Messing. Dies macht sich dann in einem deutlichen Zinn- oder Zinkanteil bemerkbar. Allerdings verspröden mehr als etwa 4% Zinn Gold. Messing, eine Kupfer-Zinn-Zink- oder Kupfer-Zink-Legierung, scheint seit seiner Einführung um die Zeitenwende zum Einlegieren von Zink in Edelmetall-Legierungen verwandt worden zu sein.

Die Tatsache, dass im System Gold-Kupfer bei 880°C und 20% Kupfer ein Schmelzpunktminimum besteht, war schon vor mehr als 4000 Jahren bekannt und wurde für ein raffiniertes Lötverfahren angewandt, das etwas später auch für die Granulation benutzt wurde.[45] Dabei lässt man die Lotlegierung Gold-Kupfer mit 80% Gold (in dünner Zone durch Diffusion von Kupfer in das Gold) in situ entstehen und schmilzt diese durch kurzes Erhitzen auf. Beim weiterem Erhitzen findet dann die Rückdiffusion des Kupfers in die Goldlegierung – theoretisch bis zum Ausgangswert der Kupferkonzentration – statt, und der Schmelzpunkt der Lötzone steigt infolge des geringeren Kupferanteils. Da Kupfer an der Luft oxidiert, muss der Prozess in reduzierender Atmosphäre stattfinden, in welcher vorhandenes oder gebildetes Kupferoxid in metallisches Kupfer verwandelt wird. Dies geschieht z. B. durch Verwendung natürlicher Kohlenhydrate (Tragant), die als Paste aufgestrichen werden. Kupfer kann als Kupfersalz, das sich beim Erwärmen an der Luft in Kupferoxid umwandelt, zugegeben werden. Falls kupferhaltige Goldlegierungen gelötet werden sollen, kann zuerst durch Zundern an der Luft eine Kupferoxidschicht erzeugt werden, die dann, z. B. durch Tragant, wieder zum metallischen Kupfer reduziert wird. Mit letzterer Methode lassen sich extrem feine, nur wenige Mikron breite Lötungen durchführen.

Bei kupferhaltigen Legierungen muss die schwarz-rote Kupferoxidschicht noch durch „Absäuern“ oder „Gelbsieden“ entfernt werden. In der Antike geschah dies mit Alaun oder organischen Pflanzensäuren mit Kochsalz. Heute wird bevorzugt heiße verdünnte Schwefelsäure verwendet. Nach dem Entfernen des Kupfers (bzw. Oxids) bleibt eine goldreiche Oberflächenschicht zurück, die eine Art Vergoldung darstellt („mise en couleur“).

Durch Zugabe von Kochsalz zu den Beizreagentien gelingt es auch, das Silber aus den bereits an Kupfer verarmten Schichten abzureichern, so dass sich selbst bei Gold-Silber-Kupfer Legierungen mit relativ hohen Fremdanteil goldreiche Oberflächenschichten erzeugen lassen.

Dieses „Vergoldungsverfahren“ war schon in Ur im 3. Jahrtausend vor Christus bekannt[46] und wurde auch in Südamerika von den präkolumbianischen Indianern beherrscht.[47]

Neben Löten und Vergolden kann diese Methode leicht variiert auch dazu verwendet werden, Kupfer und Silber aus Goldlegierungen zu trennen (Raffination). Diese Trennung ist für die reproduzierbare Herstellung von Legierungen, z. B. für dekorative Zwecke und das Münzwesen eine entscheidende Voraussetzung. Dies zeigt auch die Ausdehnung derartiger Edelmetallraffinerien schon in der Antike, die durch Ausgrabungen aus dem 6. Jh. vor Christus belegt ist.[48]

B. Zink, Zinn, Nickel und Palladium

Nachdem schon in römischer Zeit Zink- und in gewissem Maße auch Zinn-Zusätze bekannt waren, traten im 19. Jh. Nickel- und Palladium-Legierungen mit Gold als sog. Weißgold hinzu, da deren hell-weiße Farbe als besser zu Brillanten passend empfunden wurde. Den gleichen Effekt erzielt man in neuester Zeit durch eine zusätzliche galvanische Beschichtung mit dünnen, rein dekorativen Rhodiumschichten.

Da Nickelsalze, die sich bei Hautberührung aus dem Nickel in der Weißgoldlegierung bilden können und vielfach allergische Reaktionen auslösen, wird die Verwendung von Nickel vermieden. Das gleiche gilt für Palladium, allerdings aus Kostengründen. Daher werden derzeit Legierungen von Gold mit Chrom und Mangan untersucht, die jedoch in ihrem Tragverhalten den früheren Weißgoldlegierungen noch nicht ebenbürtig sind. Je nach Konzentration und Zustand der Nickel- Weißgoldlegierungen sind diese bei Raumtemperatur mehr oder weniger ferromagnetisch.

Im 20. Jh. sind Legierungen entwickelt worden, die bei einem Goldgehalt von über 99,5 % völlig frei von Allergieauslösern sind und in Härte, Trageverhalten und chemische Beständigkeit alle bisherigen Goldlegierungen übertreffen. Zu hohe Zinkgehalte sind allerdings nachteilig für die chemische Beständigkeit und können bereits bei relativ hohen Goldgehalten, z. B. 18 Karat, zur Spannungskorrosion, d. h. zum Zerbrechen von Schmuck, führen.[49]

C. Lötmittel (Lote)

Seit dem frühen Mittelalter wurden Lötmittel entwickelt, die in ihren Eigenschaften zu den verwendeten Legierungen passen. Wenn auch Farbunterschiede zwischen Lot und Legierung durch eine abschließende Goldschicht verdeckt werden können, so wurde stets darauf geachtet, dass der Goldgehalt des Gesamtobjekts nicht durch das Lot verringert wird.

D. Goldgehalt

Die Goldgehalte eines Gesamtobjektes wurden erst relativ spät, wohl nicht vor dem 17. Jh. neben dem Herstellernamen auf dem Objekt eingepunzt (s. dazu Beschauzeichen; Flächeln), entweder in Karat (seit 1857 in Deutschland vorher in Mark[50]) oder in Promille, wobei z. B. 24 Karat 100% Gold und 8 Karat 33,3% oder 333 Promille bedeuten.

VII. Verarbeitung

A. Goldpulver und Goldbronze

Durch aufgeklebtes Goldpulver (Flussgold) verzierte Gefäße sind bereits aus dem 4.–5. Jahrtausend vor Christus aus der Nekropole von Varna bekannt.[51] Zu dieser Zeit wurde das Goldpulver verdichtet, die Partikel verschweißten miteinander (sintern) und das Material ließ sich zu einfachen Formen verarbeiten. Alles deutet darauf hin, dass für die Goldverarbeitung eine hochentwickelte Keramiktechnologie Voraussetzung war.

In der „Schedula diversarum artium“ aus dem ersten Viertel des 12. Jh. sind in den Kapiteln 35 und 36 verschiedene Verfahren des Zerreibens von Gold beschrieben: Demnach wird das Gold entweder gefeilt und die entstandenen Späne durch Reiben in einer speziellen Mühle fein gemahlen oder das Gold wird auf einem Stein mit Quecksilber, Sand und Wasser verrieben und dann getrocknet. Beide Methoden waren noch lange in der Neuzeit in Gebrauch. So findet sich bei Jost Amman bei der Darstellung des Goldschlägers von 1568 die Erläuterung: „Auch mag man das Golt maln und reibn, Ein Gülden Schrift darmit zu schreyben.“ Etwa gleichzeitig beschrieb Andreas Helmreich die Bereitung von Goldtinte „Nimm ein lot des zubereiten Salpeters auff den Reibstein, und geuß darauff ein wenig Gummiwasser, rürs mit dem obgedachten kölblein untereinander, bey einer vierteil oder halben stunde, bis es wird wie ein Mühslein, darnach nimm bey einem Goldschlaher, für ein Ort des thalers fein güldene pletlein oder abschnitlein, und thue ein bletlein nach dem andern darauff, und reibs mit dem kölblein unter das mühslein.“ Darüber hinaus scheint das Feilen auch weiterhin üblich gewesen sein, wie aus Quellen über den Nürnberger Feinmechaniker Hans Hautsch (1595 bis 1670) zu schließen ist.[52]

Wie aus den Quellen hervorgeht, lieferte die Goldschlägerei mit den von den Formrändern abgebürsteten Blatteilchen sowie in den aus den Büchern heraustretenden Schnitzeln und in den unbrauchbaren Blättern reichlich Abfall (Schawine), den man für die Bronzeherstellung verwenden konnte: 1725 wurde in den „Articuln der Domprobstl. Gold-, Silber- und Metallschlager-Handwerk zu Fürth“ verordnet, dass die Schawine nur an Handwerker derselben Profession gegeben werden durfte.[53] So war der Blattmetallschläger auch Produzent der Bronze und vertrieb diese. Die Bronze wurde in Handmühlen mit stehender Welle hergestellt: Auf dem obersten von drei Sieben trug man die Schawine auf und rieb sie mit den auf der Welle sitzenden Bürsten in die nächsten Siebe. Die feinste Schawine wurde auf einer Marmorplatte mit Gummiwasser angemacht und mittels eines kegelförmigen Marmorstößels von Hand mehrere Stunden weiter gerieben. Das Reibgut wurde in Schüsseln mit reinem Wasser gebracht und von Arbeiterinnen stundenlang durch Auf- und Niederziehen der die Schüssel haltenden Beine bewegt, so daß Schmutzteile gelöst wurden. Nach dem Abgießen des Wassers schöpfte man die abgesetzte Masse ab und erhielt als oberste Schicht die feinste, als mittlere die mittelfeine und als unterste die gröbste Bronze. Diese nasse Bronze trocknete man auf geheizten Kupferplatten und verlieh ihr in stehenden Poliermühlen den Glanz. Die Bronze war also fein zerriebenes unechtes Blattgold, das in Muscheln vertrieben wurde und deshalb „Muschelgold“ genannt wurde; dementsprechend definierte man in der „Encyclopédie méthodique“ 1782: „la couleur de bronze est cet or d'Allemagne broyé qu'on met dans de petites coquilles et qu'alors on appelle or en coquille“.[54]

Einen großen Fortschritt bedeutete das von dem Goldpapierfabrikanten Martin Holzinger wohl um die Mitte des 18. Jh. erfundene Verfahren, der Bronze durch verschiedene Erhitzungsgrade bestimmte Farbnuancen zu verleihen.[55] Diese Gewinnung der Bronze war bis ins erste Viertel des 19. Jh. ein gängiges Verfahren.[56] Allerdings wird auch noch im „Polytechnischen Journal“ von 1831 eine Praxis der Feingoldpulvergewinnung beschrieben, die an die „Schedula diversarum artium“ erinnert: „Bereitung des Feingold-Pulvers. Man reibt Blattgold mit Syrup oder Honig auf dem Porphyr. Nachdem es gehörig zertheilt ist, übergießt man es in einem Gefäße mit einer großen Menge Wassers und schüttelt es so lange, bis der Honig oder Syrup ganz aufgelöst ist; man läßt sodann das Gold sich absetzen, welches sich als ein sehr feines Pulver am Boden des Gefäßes sammelt. Man gießt die Flüssigkeit ab, wäscht das Pulver gut aus, trocknet es und bewahrt es in gut verschlossenen Flaschen auf. Man kann sich desselben unmittelbar bedienen.“[57]

B. Blattgold, Goldblech und Golddraht

Von der Antike bis ins 20. Jh. wurde das dünnste Gold, als „Blattgold“ bezeichnet, durch Ausschlagen von Goldplättchen, z. B. zwischen Papier-, Leder- oder Metallplatten, erzeugt. Dementsprechend sind bis in die Moderne die Abmessungen dieser Blattgold-Plättchen unverändert geblieben: etwa 7 x 7 cm bei teilweise unter 1/1000 Millimeter Dicke.

Gold- und Gold-Silber-Legierungen lassen sich sehr leicht kalt oder warm verschmieden.[58] Es ist aber anzunehmen, dass besonders bei diesen weichen Legierungen schon früh eine Art Walz-Glättung mit Steinrollen stattfand, da röntgenographisch bei Blechen hier kaum Hämmermarken gesehen werden, während dies bei den härteren Gold-Silber-Kupfer-Legierungen der Fall ist. Im Lauf der Entwicklung wurde es dann in kleineren Chargen, wohl erst mit dem Lötrohr, geschmolzen, die Schmelzrohlinge zu Einzelblechen (s. auch Folie), schon recht dünne, geformt und diese Einzelbleche dann zu größeren Teilen zusammengeschmiedet.

Zur Drahtherstellung (s. auch Filigran) wurden schon sehr früh aus dünnem Blech Streifen mit quadratischem oder rechteckigen Querschnitt geschnitten, die entweder direkt oder nach Verdrillen rundgehämmert wurden.[59] Wurden derartige Streifen spiralig dicht um eine Seele aus Wolle oder Seide gewickelt, so ergab sich daraus „Goldlahn“. Heute wird Gold nach Vorwalzen bis zu kleinen Abmessungen gewalzt und Draht später auf Mehrfachziehmaschinen gezogen.

C. Färben

Gold- und Gold-Silber-Legierungen sind hoch verformbar und verfärben sich auch beim Glühen an Luft nicht. Kupferhaltige Legierungen zundern ab 1% Kupfer. Dies wurde in der Antike systematisch für dekorative Zwecke genutzt. Bei manchen alamannischen Fibeln beispielsweise täuschte die rote Anlauffarbe des Kupfer(I)oxids eingesetzten Granat vor.[60]

D. Gussverfahren

Bereits aus den Kulturen des Zweistromlandes sind Hinweise bekannt, dass Wachs zur Herstellung von gegossenen Objekten zugeteilt wurde.[61] Beim Wachsausschmelzverfahren („cire perdu“) wird aus Wachs ein Modell erstellt, dieses wird in Lehm oder Gips gepackt, das Wachs ausgeschmolzen und die Höhlung mit Gold vergossen.

Wird mit Legierungen gearbeitet, deren Komponenten mit Luft reagieren, ist diese Oxidation zu vermeiden. Dies geschieht am einfachsten mit aschefreier Buchenholzkohle, aber auch mit Schlacken. In der Antike wurde hierfür fayalitische Eisenschlacke verwendet, die bei etwa 1100°C schmolz. Heute erfüllen Schmelzsalze oder Borax-Holzkohlepulver den gleichen Zweck, sofern nicht mit Vakuumgießmaschinen gearbeitet wird, die aber nicht in jedem Fall bessere Ergebnisse liefern.

E. Beschichtung mit Gold und Vergoldung

Unedle Basiswerkstoffe wie Holz, Steine, Gold und Bronze wurden entweder mit Goldblechen ummantelt oder sie wurden mit Blattgold bedeckt und mit Goldnieten aufgenietet oder aufgeklebt. Häufig war es notwendig, dass die Oberfläche vorher durch eine Zwischenschicht (Poliment oder Bolus) gestaltet oder geglättet wurde. Diese wurde häufig gelb gefärbt, da die Gefahr bestand, dass bei dünnem oder fehlerhaftem Goldüberzug die Zwischenschicht den Farbeindruck der Goldschicht veränderte. Als Poliment wurden z. B. feinkörnige Keramikmischungen oder ähnliches Material verwandt. Analytisch nachgewiesen sind an antiken Objekten z. B. feingeschlämmter Ton[62] und gelbes Bleioxid[63]. Als Klebstoff diente eine Vielzahl natürlicher Stoffe, vom Eiweiß bis zum Wollfett.

Bereits von vorrömischer Zeit bis in die Moderne wurde die „Amalgam- oder Feuervergoldung“ zum Beschichten von Metallen eingesetzt.[64] Hierbei wird auf eine vorgereinigte Metalloberfläche, bei Eisen vorverkupfert, eine Paste aus feinen Goldpartikeln und Quecksilber aufgebracht und das Quecksilber dann im Feuer abgetrieben. Die zurückbleibende poröse Goldschicht wird dann abschließend thermisch oder mechanisch mit „Stein“ oder „Stahl“ verdichtend geglättet. Der Prozess kann mehrfach wiederholt werden und liefert unregelmäßig dicke, aber dichte Schichten.

Nicht nur die Gesundheitsgefährdung, sondern vor allem die technische Entwicklung auf dem Gebiet der Elektrizitätserzeugung führten Mitte des 19. Jh. zur Erfindung der galvanischen Vergoldung. Leonhard Elser, dessen mehrfach aufgelegtes Werk über die Galvanisierung 1843 zum ersten Mal erschien, erläuterte darin das Verfahren und die dafür notwendige Apparatur ausführlich (Abb.; Abb.).

Die Technik ermöglicht sowohl die Herstellung von Schichten in beliebiger Dicke auf unedler metallischer Grundlage als auch massiver Gegenstände („Galvanoplastik“). Die galvanischen Prozesse haben im 20. Jh. die mechanische Plattierung („Doublé“) weitgehend ersetzt.

Dickere Goldschichten können durch thermische Zersetzung von aufgebrachten Pasten auf keramischen Substraten erzeugt werden. Als „Glanzgold“ wurden sie auf Porzellan, dessen Herstellung der Alchemist und Apotheker Johann Friedrich Böttger auf der Suche nach der Erzeugung von Gold entdeckte, von Tschirnhaus und Pabst von Oheim in Meißen dekorativ verwendet. In der Siebdrucktechnik werden ähnliche Pasten auf Keramiksubstraten in der modernen Elektronik eingesetzt.

Anmerkungen

  1. Friedrich Kluge, Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache, 24. Aufl. Berlin u. a. 2002, S. 365; E. Meinecke, Gold, in: Reallexikon der germanischen Altertumskunde, 2., bearbeitete und erweiterte Aufl., Bd. 12, Berlin/New York 1998, S. 304f.
  2. Frank Albert Cotton und Geoffrey Wilkinson, Anorganische Chemie. Eine zusammenfassende Darstellung für Fortgeschrittene, 3. völlig überarbeitete Aufl. übersetzt von Heinz P. Fritz, Weinheim u. a. 1974, S. 1110.
  3. Herodot, Historien, lib. 3, 116: ed. Josef Feix, Bd. 1, 2. Aufl. München 1977, S. 463.
  4. Herodot, Historien, lib. 3, 102: ed. Josef Feix, Bd. 1, 2. Aufl. München 1977, S. 455.
  5. Gaius Plinius Secundus d. Ä., Naturkunde lateinisch-deutsch, Bd. 33, hg. von Roderich König, München/Zürich 1984, cap. 19, § 59–63; Robert Fuchs u. a., Gold und Vergoldung bei Plinius dem Älteren …, Tübingen 1993 (Attempto-Werkheft, Naturwissenschaften, 13), S. 14–19; John F. Healy, Pliny the Elder on Science and Technology, Oxford 1999, Kapitel 17,4.
  6. Jochem Wolters, Der byzantinische Traktat 'Über die edle und hochberühmte Goldschmiedekunst' aus dem 11. Jh., in: Schatzkunst am Aufgang der Romanik. Der Paderborner Dom-Tragaltar und sein Umkreis, hg. von Christoph Stiegemann und Hiltrud Westermann-Angerhausen, München 2006, S. 259–283.
  7. Kommentierte, zweisprachige Ausgabe des Textes: Erhard Brepohl, Theophilus Presbyter und das mittelalterliche Kunsthandwerk, Köln u. a. 2013.
  8. Buch der Natur, hg. von Gerhard E. Sollbach, Frankfurt a. M. 1990, S. 212–214.
  9. Zum Kontext der Entstehung und zur weiteren Verbreitung: David A. Connolly, Ulrich Rülein von Kalbe’s Bergbüchlein in the Context of Sixteenth-century German Mining/metallurgical Literature, in: Robert Odell (Hg.), De re metallica. The Uses of Metal in the Middle Ages, Aldershot u. a. 2005 (AVISTA studies in the history of medieval technology, science and art, 4), S. 347–366; ders., A Research Bibliography of Early Modern German Mining and Metallurgy, in: ebd., S. 387–401.
  10. Zu diesem und den folgenden Werken, die die Goldraffinerie beschreiben: Paul T. Craddock, Historical Survey of Gold Refining, 2. Post-Medieval Europe, in: Andrew Ramage and Paul Craddock, King Croesus’ Gold. Excavations at Sardis and the History of Gold, London 2000, S. 54–71.
  11. Vannoccio Biringuccio, De la pirotechnia libri X: dove ampiamente si tratta non solo di ogni sorte & diversita di miniere, ma anchora quanto si ricerca intorno à la prattica di quelle cose di quel che si appartiene a l'arte de la fusione over gitto de metalli, Venedig 1540.
  12. Georg Agricola, Zwölf Bücher vom Berg- und Hüttenwesen: in denen die Ämter, Instrumente, Maschinen und alle Dinge, die zum Berg- und Hüttenwesen gehören, nicht nur aufs deutlichste beschrieben, sondern auch durch Abbildungen ... unter Angabe der lateinischen und deutschen Bezeichnungen aufs klarste vor Augen gestellt werden; sowie sein Buch von den Lebewesen unter Tage, In neuer deutscher Übersetzung bearb. von Carl Schiffner. Die Bilder und Initialen wurden nach der lateinischen Ausg. von 1556 hergestellt, hg. von der Agricola-Gesellschaft beim Deutschen Museum, Berlin 1928, Nachdruck Wiesbaden 2003.
  13. Vgl. Rudolf Werner Soukup und Helmut Mayer, Alchemistisches Gold – Paracelistische Pharmaka. Laboratoriumstechnik im 16. Jh., Wien u. a. 1997 (Perspektiven der Wissenschaftsgeschichte, 10), S. 115–119.
  14. Lazarus Ercker, Beschreibung allerfürnemisten Mineralischen Ertzt, unnd Bergwercks arten, wie dieselbigen, unnd eine jede insonderheit, der Natur und Eigenschafft nach, auff alle Metale Probirt ... In fünff Bücher verfast, Prag 1574.
  15. Jöns Jacob Berzelius, Lehrbuch der Chemie. Aus der schwedischen Handschrift des Verfassers übersetzt von Friedrich Wöhler, umgearbeitete und vermehrte Original-Auflage, Bd. 3, Dresden und Leipzig 1834, S. 174–175.
  16. Thomas Grahams Lehrbuch der Chemie, Bd. 2,2, bearbeitet von Friedrich Julius Otto, 2. Aufl., Braunschweig 1849, S. 1276.
  17. Franz Pawlek, Metallhüttenkunde, Berlin 1983, S. 646.
  18. Gerhard Lehrberger, Das Gold in der Natur. Seine Lagerstätten und Minerale in Mitteleuropa, in: Gold. Magie, Mythos, Macht. Gold der Alten und Neuen Welt, Ausstellungskatalog München, Stuttgart 2001 (Schriftenreihe der Archäologischen Staatssammlungen, 2), S. 28–39.
  19. Vgl. R. J. Adamson, Gold Metallurgy in South Africa, Kapstadt 1972, S. 353.
  20. Vgl. Peter Möller, Accumulation of Gold by electrochemical Processes, in: Giulio Morteani und Jerermy T. Northover (Hg.), Prehistoric Gold in Europe …; Dordrecht usw. 1995, S. 145–158.
  21. Zum Beispiel die sog. Goldameise, von der Plinius der Ältere nach Herodot (Historien, 3. Buch, 102–105) berichtet (XI,111).
  22. Ralf Hahn, Gold aus dem Meer. Die Forschungen des Nobelpreisträgers Fritz Haber in den Jahren 1922–1927, Berlin 1999.
  23. Vgl. Christiane Eluère, Secrets of Ancient Gold, Guin-Düdingen 1989, S. 60–66 und 73; John F. Healy, Mining and Metallurgy in the Greek and Roman World, London 1978, S. 45–52; Jacques Ramin, La technique minière et métallurgique des anciens, Brüssel 1977 (Collection Latomus, 153).
  24. Christiane Eluère, Secrets of Ancient Gold, Guin-Düdingen 1989, S. 60–66.
  25. Bibliotheca historica, lib. 5, cap. 27: Diodoros, Griechische Weltgeschichte, Buch 1–10, Teil 2 (Buch 4–10), übersetzt von Otto Veh, eingeleitet und kommentiert von Th. Nothers, Stuttgart 1993.
  26. „joh lésent thar in lánte góld in iro sante“: Otfrids Evangelienbuch, hg. von Oskar Erdmann, Halle an der Saale 1882, Nachdruck Hildesheim und New York 1979 (Germanistische Handbibliothek, 5), S. 14; vgl. die freiere Übersetzung von Gisela Vollmann-Profe: Otfried von Weissenburg. Evangelienbuch. ..., Stuttgart 1987, S. 41.
  27. Wolfgang Homann, Die sedimentären Goldvorkommen im Variszischen Gebirge, Teil I in: Dortmunder Beiträge zur Landeskunde, naturwissenschaftliche Mitteilungen 23, 1989, S. 49–92, Teil II in: ebd., 27, 1993, S. 149–265 und Teil III, in: ebd., 32, 1998, S. 115–183; Gold. Magie, Mythos, Macht. Gold der Alten und Neuen Welt, Ausstellungskatalog München, Stuttgart 2001 (Schriftenreihe der Archäologischen Staatssammlungen, 2), S. 206 (Thüringen).
  28. Gerhard Lehrberger, Goldlagerstätten und historischer Goldbergbau in Bayern, in: Gold im Herzen Europas. Gewinnung, Bearbeitung, Verwendung, Ausstellungskatalog Kümmersbruck 1996 (Schriftenreihe des Bergbau- und Industriemuseums Ostbayern, 34), S. 17–63.
  29. Gerhard Lehrberger, Die Goldreviere in Böhmen – mehr als Glanz vergangener Zeiten, in: Gold im Herzen Europas. Gewinnung, Bearbeitung, Verwendung, Ausstellungskatalog Kümmersbruck 1996 (Schriftenreihe des Bergbau- und Industriemuseums Ostbayern, 34), S. 73–88; Jirí Waldhauser, Goldbergbau und Goldseifengewinnung in Böhmen von den Anfängen gegen Ende der Steinzeit bis zur Zeit der Völkerwanderung, in: ebd., S. 65–71.
  30. Jöns Jacob Berzelius, Lehrbuch der Chemie, Bd. 3, Dresden u.a. 1834, S. 172.
  31. Vgl. Gold. Magie, Mythos, Macht. Gold der Alten und Neuen Welt, Ausstellungskatalog München, Stuttgart 2001 (Schriftenreihe der Archäologischen Staatssammlungen, 2), S. 202–213.
  32. Gerhard Lehrberger, Der Goldbergbau und die Aufbereitung von Golderzen, in: Gold. Magie, Mythos, Macht. Gold der Alten und Neuen Welt, Ausstellungskatalog München, Stuttgart 2001 (Schriftenreihe der Archäologischen Staatssammlungen, 2), S. 40f. mit Abb. 30f.; Brigitte Cech, Bergbau und Hüttenwesen. Spätmittelalterlich-frühneuzeitliche Edelmetallgewinnung in den Hohen Tauern, in: ebd., S. 48–54.
  33. Paul Craddock, Historical Survey of Gold Refining, in: Andrew Ramage and Paul Craddock, King Croesus’ Gold. Excavations at Sardis and the History of Gold, London 2000, S. 38f. und 60.
  34. John F. Healy, Mining and Metallurgy in the Greek and Roman World, London 1978, S. 153–158.
  35. Gaius Plinius Secundus d. Ä., Naturkunde lateinisch-deutsch, Bd. 33, hg. von Roderich König, München/Zürich 1984, cap. 32.
  36. Dies zeigt sich darin, dass in Flüssen auf in die letzten 200 Jahren datierbaren Objekten aus unedlen Werkstoffen, aus dem „Flusswasserelektrolyten“ außenstromlos elektrolytisch abgeschiedene Goldschichten vorhanden sind. Bekannt sind die Goldkristalle auf dem berühmten „Parker-Golddollar“ der „Goldrush-Zeit“ in Kanada (Mary D. Albanese, The Parker Goldpiece, in: Gold Bulletin 19, 1986, 3, S. 90f.) ebenso die ungewöhnlich dicht aufgewachsenen Goldkristalle sowohl auf verkupferten und eisernen Reissverschlussgliedern (wohl 20. Jh.) und Kupferdrähten als auch auf einer Bleikugel (Jagd-Schrot) aus Flüssen im Rheinischen Schiefergebirge (Wolfgang Homann, Die sedimentären Goldvorkommen im Variszischen Gebirge, T. I, in: Dortmunder Beiträge zur Landeskunde, naturwissenschaftliche Mitteilungen 23, 1989, S. 63, mit Abb. 7). Ein Hinweis auf die Bedeutung von Schwefelverbindungen beim Lösen und Ausfällen von Gold ist auch das häufige, gemeinsame Vorkommen von Gold und Pyrit („Katzengold“).
  37. Zur Zusammensetzung des hochkarätigen Goldes: William S. Rapson und Theo Groenewald, Gold Usage, London usw. 1978, S. 30–94.
  38. Emil Wohlwill, Über Goldscheidung auf elektrolytischem Wege, in: Zeitschrift für Elektrochemie 1898, S. 379–385 und 402–409.
  39. Werner von Siemens, Lebenserinnerungen, Berlin 1922, S. 32.
  40. John F. Healy, Pliny the Elder on Science and Technology, Oxford 1999, S. 15.
  41. John Marsden (Hg.), The Chemistry of Gold Extraction, 1. Aufl. New York 1992, 2. Aufl. Littleton, Colorado 2006.
  42. Ernst Raub, Die Edelmetalle und ihre Legierungen, Berlin 1940, S. 56–59 und 61–63.
  43. W. S. Rapson und T. Groenwald, Gold Usage, London usw. 1978, S. 50–65.
  44. Günter Beck (Red.), Edelmetall-Taschenbuch, 2. neubearbeitete Aufl., Heidelberg 1995, S. 55ff.
  45. Christoph J. Raub, The Metallurgy of Gold and Silver in Prehistoric Times, in: Giulio Morteani und Jerermy T. Northover (Hg.), Prehistoric Gold in Europe …; Dordrecht usw. 1995, S. 160; ders., Reaction Soldering with Copper on an Early Medieval Disc Brooch from Germany, in: Gold Bulletin 29, 1996, 1, S. 27–30.
  46. Susan La Niece, Depletion Gilding from Third Millennium BC Ur, in: Iraq 57, 1995, S. 41–47.
  47. Heather Lechtman, The Gilding of Metals in Pre-Columbian Peru, in: William J. Young (Hg.), Application of Science in the Examination of Works of Art, Boston 1973, S. 38–52.
  48. Andrew Ramage, The Excavations and Finds, in: Andrew Ramage and Paul Craddock, King Croesus’ Gold. Excavations at Sardis and the History of Gold, London 2000, S. 72–98, hier S. 81–85.
  49. William Sage Rapson und Theo Groenewald, Gold Usage, London u. a. 1978, S. 55–64.
  50. Wolfgang Trapp, Kleines Handbuch der Münzkunde und des Geldwesens in Deutschland, Stuttgart 1999, S. 24. Die Angabe „Millieme“ ist veraltet. Sie gibt den Goldanteil von 1000 gr. des Objekts wieder.
  51. Christiane Eluère und Christoph. J. Raub, Investigations on the Gold Coating Technology of the Great Dish from Varna, in: Christiane Eluère und Jean-Pierre Mohen (Hg.), Découverte du métal, Paris 1991, S. 13–30.
  52. vgl. Wilhelm Theobald, Die Herstellung der Bronzefarbe in Vergangenheit und Gegenwart, in: Polytechnisches Journal 328, 1913, S. 163–166.
  53. Friedrich Morgenstern, Die Fürther Metallschlägerei. Eine mittelfränkische Hausindustrie und ihre Arbeiter, Tübingen 1890, S. 11 und 47; vgl. Wilhelm Theobald, Die Herstellung der Bronzefarbe in Vergangenheit und Gegenwart, in: Polytechnisches Journal 328, 1913, S. 165f.
  54. Encyclopedie méthodique, ou par ordre de matières, Bd. 1, Paris 1782, S. 337, nach Wilhelm Theobald, Die Herstellung der Bronzefarbe in Vergangenheit und Gegenwart, in: Polytechnisches Journal 328, 1913, S. 166.
  55. Friedrich Morgenstern, Die Fürther Metallschlägerei. Eine mittelfränkische Hausindustrie und ihre Arbeiter, Tübingen 1890, S. 48.
  56. Vgl. Wilhelm Theobald, Die Herstellung der Bronzefarbe in Vergangenheit und Gegenwart, in: Polytechnisches Journal 328, 1913, S. 163–166 und 182–186.
  57. Metallpulver zum Vergolden und Versilbern, in: Polytechnisches Journal 40, 1831, VIII, S. 54–60.
  58. Christiane Eluère und Christoph J. Raub, New Investigations on Early Gold Foil Manufacturing, in: Ernst Pernicka und Günther Wagner (Hg.), Archaeometry ‘90, Basel usw. 1991, S. 45–54.
  59. Andrew Oddy, The Production of Gold Wire in Antiquity, in: Gold Bulletin 10, 1977, 3, S. 79–87.
  60. Christoph J. Raub, Reaction Soldering with Copper on an Early Mediaval Disc Brooch from Germany, in: Gold Bulletin 29, 1996, 1, S. 27–30.
  61. Leslie B. Hunt, The Long History of Lost Wax Casting, in: Gold Bulletin 13, 1980, 2, S. 63–79.
  62. Auf Holz: Ferdinand Maier, Manching und Tarent. Zur Vergoldungstechnik des keltischen Kultbäumchens und hellenistischer Blattkränze, in: Germania 76, 1998, S. 177–216, hier 189f.
  63. Auf Marmor: Christoph J. Raub, The Development of Gilding from Antiquity to the Middle Ages, in: Materials Australasia 18, 1986, H. 9, S. 7–11; Christoph J. Raub, Die Vergoldung in Vor- und Frühgeschichte, Teil I: Blattvergoldung, in: Metall 40, 1986, S. 690–692; Teil II: Feuer- oder Amalgamvergoldung, in: Metall 40, 1986, S. 1029–1032.
  64. Christoph J. Raub, Die Vergoldung in Vor- und Frühgeschichte, Teil II: Feuer- oder Amalgamvergoldung, in: Metall 40, 1986, S. 1029–1032.

Verweise