Bund, alter und neuer

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englisch: Covenant, old and new, old and new testament; französisch: Ancien et Nouveau Testament, ancienne et nouvelle alliance; italienisch: Testamento Vecchio e Nuovo.


Otto Gillen (1950)

RDK III, 90–112


RDK I, 91, Abb. 8. Mainz, 18. Jh.
RDK I, 153, Abb. 22. Mainz, 1752.
RDK I, 1271, Abb. 2. Deutsche Zeichnung, um 1400. Frankfurt a. M.
RDK I, 1271, Abb. 3. Meister E. S., Kupferstich L. 191.
RDK III, 91, Abb. 1. Hieronymus Wierix, 1607. Berlin.
RDK III, 93, Abb. 2. Laudes s. crucis, um 1180. München.
RDK III, 95, Abb. 3. Jan van Eyck, um 1430. Madrid.
RDK III, 97, Abb. 4. Meißen, 13. Jh.
RDK III, 99, Abb. 5. Meißen, 13. Jh. (Detail aus Abb. 4).
RDK III, 99, Abb. 6. Meißen, 13. Jh. (Detail aus Abb. 4).
RDK III, 99, Abb. 7. Meißen, 13. Jh. (Detail aus Abb. 4).
RDK III, 99, Abb. 8. Meißen, 13. Jh. (Detail aus Abb. 4).
RDK III, 101, Abb. 9. Art des Bernhard Strigel, A. 16. Jh. Karlsruhe.
RDK III, 109, Abb. 10. Christoph Thomas Scheffler, 1740. Witzighausen.

A. = Alter, N. = Neuer.

I.

A. Begriff. Quellen

Der A. B. ist die im Pentateuch bezeugte Verbindung Gottes mit dem Volke Israel, die er mit Noe nach der Sintflut (1. Mos. 9, 9–17), mit Abraham (1. Mos. 15, 18–21 u. 1. Mos. 17, 2–14 u. 17, 19–22), insbesondere aber mit Moses am Sinai (2. Mos. 19) einging. Von seiten Jahwes ist der B. ein Gnadenakt; er verheißt dem israelitischen Volk seinen Beistand, wenn es die göttlichen Gebote hält, zu deren Erfüllung es ohnehin verpflichtet ist. Der Dekalog (2. Mos. 20, 2–17; 2. Mos. 34; 5. Mos. 5, 7–21) galt als die Urkunde des B. An den ethischen Dekalog schließt sich das sog. Bundesbuch (2. Mos. 20, 22; 2. Mos. 23, 33), eine Sammlung von Rechtssatzungen. – In 2. Mos. 24 wird das Volk rituell auf dieses Bundesbuch vereidigt. Sich ständig wiederholender Abfall des Volkes Israel von Jahwe und erneute Bundesschließungen bilden eine ununterbrochene Kette durch das ganze A.T. hindurch, so daß die generelle Bezeichnung des A.T. als „A. B.“ zu Recht besteht. – Zeichen des Bundes sind: die Stiftung des Osterlammes 2. Mos. 12; 2. Mos. 25–27, Bau der Stiftshütte 2. Mos. 36–38, der Bau der Bundeslade und der Brandopferaltäre. Bundeszeichen und zugleich Hinweis auf Christus ist die Aufrichtung der ehernen Schlange in der Wüste (4. Mos. 21, vgl. dazu Joh. 3, 14). Der N.B., von Jeremias (31, 31–34) prophetisch vorausgesagt, wird nach Matth. 26, 28, Mark. 14, 24 und 1. Kor. 11, 25 durch das von Christus vergossene Blut besiegelt. Bei Paulus 2. Kor. 3; 6, 14) ist er in umfassendem Sinne die gesamte neue, durch Christus heraufgeführte Ära, die in Röm. 5; 12, 17–19 und 1. Kor. 15, 22, 45 der alten gegenübergestellt wird. Wie Adam der Prototyp des A. B. ist, so Christus der des N.B. (RDK I, Sp. 157ff.). Der Zeit sub lege steht die Zeit sub gratia gegenüber, eine Antithese, die erst am Ende der Zeiten mit der Heimkehr der Synagoge (Bekehrung der Juden) gelöst ist (Röm. 9–11, wo Paulus die Unwandelbarkeit der Erwählung Israels darlegt). Der Gegensatz, der von fundamentaler Bedeutung für die gesamte m.a. Theologie und K. werden sollte, tritt schon bei Paulus (Gal. 4, 22–31) in Erscheinung, der in den beiden Söhnen Abrahams, dem von der Magd und dem der Freien, die Testamente sieht. Andererseits bringt die Auffassung, daß in Christus der verheißene Messias erschienen ist, der durch seinen Opfertod die durch Adam über die Menschheit gekommene Schuld gesühnt hat, den A. B. in eine enge Beziehung zum N. B., in dem die Weissagungen der Propheten sich erfüllen (vgl. Matth. 11; 13. Luk. 18, 31; 24, 27 und Apg. 1, 16; 3, 18; 22, 24). Nicht die Betonung des Gegensatzes (Weber, Geistl. Schauspiel u. kirchl. K., Stuttgart 1894), sondern die Concordia vet. et novi Test. steht im Vordergrund der theologischen und künstlerischen Bemühungen des MA, wobei man sich auf den Hebräerbrief (9, 28 u. 10) berufen konnte, in dem die Opfer des A. B. in direkte Parallele zum Opfertod Christi gebracht werden.

B. Literarische Zeugnisse des christl. Altertums und des MA

Die theol. Schriftsteller, von dem Verf. des Barnabasbriefes an (A. 2. Jh), haben sich immer wieder um die Aufzeigung symbolischer Beziehungen zwischen A. und N. B. bemüht. Schon Origenes († 250) hat große Teile des A. und N.T. über ihren historischen Sinn hinaus allegorisch erklärt. Die weitere Entwicklung bringt ein ständiges Anwachsen der Parallelen und Vergleiche. Von den wichtigsten kirchlichen Autoren, die sich mit dem Thema beschäftigt haben, seien genannt: Augustinus (Sermo II, cap. 6, Migne P. L. 38; Civit. Dei VII, cap. 32 und XVI, 26, P. L. 41, 505; In Exodum c. 73: „In veteri testamento novum latet, in novo vetus patet.“); Isidor von Sevilla (Quaestiones in Vetus Test. und Allegoriae quaedam scripturae sacrae, Migne P. L. 83); der Reichenauer Abt Walahfried Strabo (1. H. 9. Jh.) hat in seiner Glossa ordinaria (Migne P. L. 114) eine vollständige Concordia gegeben, die zu einem der meistgelesenen Bücher des MA wurde; aus dem 12. Jh. Honorius Augustodunensis (Spec. eccles., Gemma animae, Migne P. L. 172, 376 D u. 657ff.) und aus dem 13. Jh. Vinzenz von Beauvais (Spec. morale I, 2, dist. 8, Venedig 1493, S. 29 v: De comparatione nove legis ad veterem). Der Gedanke der Konkordanz wird das beherrschende Thema der Exegeten und damit auch der K., die bis zum Ausgang des MA von diesen Vorstellungen her ihr charakteristisches Gepräge empfängt. (Über den Einfluß der Liturgie auf die künstlerische Gestaltung des Themas vgl. Künstle I, S. 77ff.)

II.

A. Äußere Unterscheidung

Eine einfache und augenfällige Unterscheidung zwischen Personen des A. und des N. B. wird im MA häufig durch Buchrolle und Buch (RDK II, Sp. 1339ff.) sowie durch Judenhüte und Nimben gegeben. Während der Nimbus allerdings oft auch bei Propheten und Patriarchen zu finden ist, kennzeichnet der spitze Hut, der im 10. Jh. in Spanien aufkommt und von hier nach Frankreich und Deutschland kam, etwa vom Jahre 1000 ab die Figuren eindeutig als dem A. B. bzw. dem Judentum zugehörig, besonders seit dem 13. Jh., nachdem das Lateran. Konzil 1215 den unter Christen lebenden Juden das Tragen des spitzen Hutes ausdrücklich befohlen hatte (Grätz, Gesch. der Juden VII, 5, 24ff.). Es gibt aber auch andere Unterscheidungen; so hat Herrad in der Darstellung der Himmelshierarchie ihres Hortus delic. die Heiligen der christlichen Ära durch goldene, die Auserwählten des A. B. durch silberne Nimben gekennzeichnet [16, S. 24, Abb. 10].

B. Repräsentanten

Der Repräsentant des N. B. ist Christus, der im byzantinischen Pantokrator und in der cisalpinen K. seit dem 8. Jh. in der Majestas Domini einen prägnanten Ausdruck gefunden hat, dessen Sinn noch durch die stets der zentralen Christusgestalt beigegebenen Evangelisten-Symbole unterstrichen wird.

Wie Christus der Repräsentant des N. B., so ist Adam (RDK. I, Sp. 126ff.) der des A.B. Es lag infolgedessen nahe, den Gegensatz zwischen A. u. N. B. in einer Gegenüberstellung Adam-Christus (RDK I, Sp. 157ff.) zum Ausdruck zu bringen, die schon in Rom. 5, 12ff. und 1. Kor. 5, 22 ausgesprochen wurde. Christus ist der wahre und sündenlose Adam des N. B., der die Sünde des ersten Adam gesühnt hat, ein Gedanke, der in der K. seine kürzeste Formulierung in dem Totenschädel Adams unter dem Kreuz gefunden hat. Darüber hinaus finden sich in der K. zahlreiche Hinweise auf die Überwindung des A. B. durch den N. B. in Christus. So wird die Passion durch den Sündenfall eingeleitet (u. a. bei Dürer und Cranach). Nach vollendetem Erlösungswerk stehen sich der alte und der neue Adam bei der Höllenfahrt Christi gegenüber, wo hinter Adam und Eva die Gerechten des A. B. sichtbar werden. Der Gegenstand, besonders häufig in der byzantinischen K. dargestellt, ist in der abendländ. K. vom Utrecht-Psalter bis zu Dürers Großer Passion und Brüggemanns Bordesholmer Altar zu finden. Schließlich wird der erlöste Adam noch einmal seinem Erlöser gegenübergestellt auf Darstellungen des Jüngsten Gerichts, wo er zu seiten der Etimasia kniet. Auf Gerichtsbildern mit der Deesis erscheint Maria als Vertreterin des N. B. und Johannes d. T. als Repräsentant des A. B. (Kondakow, Gesch. u. Denkmäler des byzantin. Emails, Frankfurt a. M. 1892, S. 274). Daß Johannes d. T. als Wegbereiter Christi aber auch für den N. B. in Anspruch genommen werden kann, wird an einigen m.a. Statuen deutlich, die den Täufer auf einem Tierkopf stehend zeigen, der als Symbol der Synagoge gilt (Braun, Tracht und Attribute der Heiligen, Sp. 368f.).

Noch volkstümlicher als die Gleichung Adam-Christus wurde die Gegenüberstellung der Eva mit Maria oder auch der Ecclesia. In der Blütezeit der mystischen Theologie werden Ecclesia und Synagoge auch im Sinne der Hohelied-Kommentare als wahre und ungetreue Braut gedeutet. In anderer Version ist die Vorstellung noch in der Romantik nachweisbar, so auf dem Gemälde von Franz Pforr „Sulamith und Maria“ (R. Benz, Die K. der dt. Romantik, 1939, Abb. 52). Die besonders seit dem 17. Jh. beliebte Darstellung der Immaculata, die auf der Schlange steht (RDK I, Sp. 154, Abb. 22), geht in ihrem Ursprung auf die m.a. Anschauung von Maria als der neuen Eva zurück, die den Fluch der Sünde gebrochen hat. Repräsentant des A. B. sind u. a. Noe, Abraham (RDK I, Sp. 82ff.), Isaak, Jakob (Israel), Moses und Aaron (RDK I, Sp. 6ff.).

C. Vorbilder und Zeugen

Als Typus des jüdischen Volkes galt im MA Kain, als Vorläufer und Antitypus Christi Abel (RDK I, Sp. 17ff.). Im besonderen wird Abels Opfer (1. Mos. 4, 4) auf den Opfertod Christi und auf das eucharistische Opfer des N. B. bezogen, dessen bedeutendstes Vorbild allerdings Melchisedech war, der Priesterkönig des A. B. und Vorläufer des sündenlosen Hohenpriesters Christus (RDK I, Sp. 91–94, Abb. 7–11). Unter den Vorbildern, wie sie die Typologie aufgezeigt hat, nimmt Salomo einen bedeutenden Rang ein, der ihn, wie in Straßburg am mittleren Westportal (RDK I, Sp. 950, Abb. 9), geradezu die Stelle Christi einnehmen läßt; ferner die Königin von Saba, die in Salomo die Weisheit Gottes erkannte (vgl. Matth. 12, 42) und auf die spätere Aufnahme des Heidentums in die Kirche hinweist, David u. a.

Als Zeugen galten die Propheten und Sibyllen, die in ihren Weissagungen auf den N. B. hindeuten. Die Zeugenschaft der Propheten wird besonders deutlich in byzantinischen Kirchen, wo sie, wie in der Martorana zu Palermo, der zentralen Christusgestalt zugeordnet sind. Häufig werden den Propheten die Apostel (RDK I, Sp. 811ff.) als die Zeugen des N. B. gegenübergestellt. In Niederzell auf der Reichenau (11. Jh.) erscheinen in der Apsis 12 Propheten unter den 12 Aposteln, auf dem zum Welfenschatz gehörenden Tragaltar des Eilbertus in Wien (um 1180) die Apostel mit 18 Propheten und a.t. Gestalten, während an den Schranken des Georgenchors im Bamberger Dom die Apostelreihe der Prophetenreihe gegenübergestellt ist. Im Chor zu Prüfening (um 1130) erscheinen in Reihen übereinander Propheten, Heilige und Bekenner des N. B., die in ihrem hieratischen Aufbau der Allerheiligen-Liturgie entsprechen (Inv. Bayern II, 20, Taf. VIII). Die Überlegenheit des N. B. gegenüber dem A. B. wird durch die auf den Schultern der Propheten stehenden Apostel am Bamberger Fürstenportal anschaulich gemacht (RDK I, Sp. 822, Abb. 10); in einem Falle (Psalter in Donaueschingen) steht Christus auf den Schultern Davids.

Um der Parallele mit den Aposteln willen wird im allgemeinen an der Zwölfzahl der Propheten festgehalten (obwohl 16:4 große und 12 kleine gezählt werden), wenn auch zahlreiche Ausnahmen festzustellen sind. Die vier großen Propheten werden häufig mit den vier Evangelisten oder im späteren MA mit den vier Kirchenvätern in Zusammenhang gebracht (Künstle [1, S. 78]). Mit Vorliebe gliederte das späte MA das Chorgestühl in eine Apostel- und eine Prophetenreihe (z. B. in Gmünd, Hl. Kreuz), wobei den Propheten die Epistelseite und den Aposteln die Evangelienseite zugewiesen wurde. Auf dem Chorgestühl der Frauenkirche zu München, 1502 von Erasmus Grasser gefertigt, ist je ein Apostel einem Propheten zugeordnet. Das Chorgestühl des Ulmer Münsters (1469–74) weist eine dreifache Stufung auf: unten antike Weise und Sibyllen, an der Rückwand Propheten und Prophetinnen und in den Zwickeln der Kielbögen Apostel und Märtyrer, was einer ideenmäßigen Einteilung in Heidentum, Judentum und Christentum entspricht.

Die im späten MA mit den Propheten auftretenden Sibyllen erscheinen im gleichen Sinne wie jene als Zeugen für die Wahrheit der Heilstatsachen des N. B., besonders deutlich dort, wo sie neutestamentlichen Szenen zugeordnet sind, wie im sog. Huldigungssaal des Goslarer Rathauses. Die tiburtinische Sibylle insbesondere weist in einer dem Kaiser Augustus gezeigten Erscheinung der Jungfrau mit dem Kind auf das Kommen des N. B. hin (RDK I, Sp. 12, Abb. 6; Sp. 1271–74, Abb. 2–4; Gemälde von Jan Jost von Kalkar in der Nikolaikirche zu Aacker; Bordesholmer Altar; Triumphbogen zu Liersdorf; Dom zu Gurk u.a.).

D. Personifikationen

Die knappste und anschaulichste Personifikation hat der A. und N. B. in der Ecclesia und Synagoge gefunden, die schon um 430 in den Gestalten zweier Matronen an der Eingangswand von S. Sabina in Rom als „Ecclesia ex circumcisione“ (Judenkirche) und als „Ecclesia ex gentibus“ (Heidenkirche) vorgebildet erscheint (Wilpert, Mos. u. Mal. III, Taf. 47; 1, 2). Daß die Ecclesia in den „Laudes s. crucis“ (RDK I, Sp. 149/150, Abb. 19) schon im Paradiese, vor Adams Fall, zu finden ist, deutet darauf hin, daß sie als Stellvertreterin Christi, also als praeexistent wie er zu verstehen ist, zugleich als Sinnbild des Heilsplanes, der erst am Ende der Zeiten erfüllt ist. In diesem Sinne erscheint die als „Sunamitis“ gekennzeichnete Synagoge auf dem Wagen der Evangelisten, von Juden und Aposteln begleitet, im Hohelied-Kommentar des Honorius Augustodunensis (Künstle [1, Abb. 133]). Über weitere Darstellungen der endzeitlichen Bekehrung der Synagoge vgl. Adolf Weis „Die Synagoge am Münster zu Straßburg“ in „Das Münster“ 1, 1947, S. 77ff.

Im Drogo-Sakramentar (L. Weber, Metzer liturg. Hss. I, Metz 1912, Taf. XXII, 5) findet sich die Synagoge („das Judentum“) als männliche Gestalt, als Frau mit Patriarchen im Schoß im Liber scivias der Hildegard von Bingen, die auch für den N. B. in den mystisch-allegorischen Gestalten des „Erlösers“ und des „Menschensohnes“ eigene Formulierungen gefunden hat (D. M. Böckeler O.S.B., Der hl. Hildegard von Bingen „Wisse die Wege“, Bln. 1928, Taf. 7, 9 u. 30).

Eine stärkere Verdeutlichung der Idee findet sich gelegentlich in der Wandmalerei (Clemen, Rom. Mon. Mal. S. 571ff. und in der Buchmalerei, wenn der Synagoge das „Gesetz“ und der Ecclesia die „gratia“ oder entsprechend „mors“ und „vita“ zugesellt wurde (G. Swarzenski, Regensburger Buchmalerei, 1901, Abb. 30 und S. 94; A. Boeckler, Regensburg-Prüfeninger Buchmalerei, Abb. 40). Hieronymus Wierix hat auf einem Kupferstich (Abb. 1) die „lex vetus“ als Matrone mit geschlossenem Buch und einer Geißel mit Rute (die Strenge des alten Gesetzes) dargestellt, die „lex nova“ als Jungfrau mit einem offenen Buch und einem grünen Zweig, Gestalten, in denen die alten Vorstellungen der Ecclesia und Synagoge in allegorischer Ausgestaltung weiterleben.

E. Symbole und Allegorien

Das Symbol der Erlösung und damit des N. B. ist das Kreuz, das wichtigste Symbol des A. B. die Bundeslade. Gelegentlich erscheinen in der Buchmalerei die Opfertiere des A. B. als Symbol für Christus, das Opferlamm des N.B., so in Clm. 14159 (Laudes s. crucius, Abb. 2) aus St. Emmeram in Regensburg und im Hortus deliciarum [16, S. 70]; der Bockskopf in der Hand der Synagoge ist dagegen als den A. B. charakterisierendes Attribut aufzufassen, so im Hortus del., der thüring.-sächs. Buchmalerei, am Südportal des Wormser Doms (Kautzsch), Taf. 103–106) und auf einem Fenster des 14. Jh. in Freiburg (F. Geiges, Der m.a. Fensterschmuck des Freiburger Münsters, Freiburg 1931–33, Abb. 243).

Das unmittelbare Einmünden des A. B. in den N. B. kommt in der Wurzel Jesse zum Ausdruck, die als bildlich genommener Stammbaum die Reihe der Vorfahren Christi in der Gestalt der Maria mit dem Kind oder, wie an der Decke von St. Michael in Hildesheim (1186), in Maria und als letzter Krönung in Christus gipfeln läßt. An die Stelle von Szenen und Geschehnissen des A. B. treten hier personale Typen. Die Auflösung der Idee des Stammbaums ist nicht erst in Michelangelos Sixtinischer Decke zu sehen; bereits in den großen Portalzyklen und Königsgalerien gotischer Kathedralen erscheinen die Vorfahren Christi als Herrscher aus dem Stamme Juda, und zwar gerade an den Fassaden solcher Kirchen, die der Muttergottes und damit dem Geheimnis der Menschwerdung geweiht sind (vgl. Mâle II [17, S. 149ff.]).

In zusammenfassender Formulierung kommt die Idee des Ineinandergreifens und Zusammenwirkens des A. und des N. B. als einander bedingender Stufen der Heilsgeschichte in der Darstellung der Hostienmühle zum Ausdruck. Der untere Stein der Mühle ist der A. B., der obere der N. B., der vom Heiligen Geist in Bewegung gesetzt wird (Thomas [13, S. 165ff.] und ders., Die mystische Mühle, Die christl. K. 31, 1934/35, S. 129ff.). Die Darstellung erscheint in mancherlei Abwandlungen, in denen der Gedanke möglichst deutlich zum Ausdruck gebracht werden sollte, so, wenn Propheten Getreide in die Mühle schütten, deren Rad vom hl. Paulus gedreht wird (Mâle [17, I. S. 226]), oder wenn, wie auf einem Berner Glasgemälde, der das Mühlrad in Bewegung setzende Bach von dem Felsen kommt, aus dem Moses Wasser schlägt (Molsdorf [3, S. 204 und Taf. X]).

In einer künstlerisch reifen Form begegnet uns die Gegenüberstellung des A. und N. B. auf dem Genter Altar, dessen Hauptbild mit dem Lebensbrunnen links Gestalten des A. B., in der Hauptsache Könige und Patriarchen, rechts solche des N. B., an ihrer Spitze der Papst, vereint. Ist hier dem Gedanken der Concordia Raum gegeben, so tritt uns auf dem gleichnamigen Gemälde Jan van Eycks im Madrider Prado (Abb. 3) der Gegensatz der Testamente vor Augen, da der A. B. von einem Hohenpriester mit zerbrochenem Stab angeführt wird, eine Gestalt, die auf der Darstellung des gleichen Themas bei Petrus Christus mit verbundenen Augen erscheint und sich mit der Schar seiner Anhänger in turbulenter Bewegung vom Brunnen abwendet. Die auf dem Wasser des Lebens schwimmenden Hostien, Gottvater, Maria und Johannes sowie das sein Blut verströmende Gotteslamm erweitern die Symbolik, die nach der Seite des A. B. hin noch durch die Stammeltern verstärkt wird (Dülberg, Hdb. d. Kw., S. 12).

In lehrhafter Absicht wird gelegentlich auch der Baum (RDK II, Sp. 63ff.) zum Träger des Gedankens der Gegenüberstellung von A. und N. B.: die dürre Seite mit Sündenfall und Tod soll den A. B., die rechte, grüne Hälfte mit reifen Früchten und sonstigen die Gnade versinnbildenden Erscheinungen den N. B. veranschaulichen. – In frühchristlichen Mosaiken werden bis zum 9. Jh. die Städte Jerusalem (A. B.) und Bethlehem (N. B.) einander gegenübergestellt. Nach Gal. 4, 22–31 gelten auch das alte und das neue Jerusalem als Symbole des A. und des N. B., wobei zu beachten ist, daß das neue, das „himmlische“ Jerusalem, auch als die Vollendung des N. B., als die vom Himmel herabgesenkte heilige Stadt erscheint (nach Apok. 21, 2), so in Zyklen mit Darstellungen aus der Apokalypse (RDK I, Sp. 751ff.) und in den großen Radleuchtern, wie in Aachen, Hildesheim, Groß-Komburg u. a.

III. Szenische und zyklische Darstellungen

A. bis zum E. 12. Jh.

In den Katakomben überwiegen die Szenen aus dem A. B., die sog. Errettungsszenen (Noe in der Arche, Jonas, Daniel in der Löwengrube, die drei Jünglinge im Feuerofen); der Erretter ist Christus, der als Wundertäter oder als Guter Hirte auftritt. Gelegentlich ist der Zusammenhang der beiden Testamente schon unmittelbar veranschaulicht, wie bei dem bekannten Marienbild der Priscilla-Katakombe (A. 2. Jh.), auf dem der Prophet Jesaias im Redegestus vor Maria mit dem Kinde steht (Wilpert I, Taf. 21/22). Die Concordia von A. und N. B., d. h. die einfache Gegenüberstellung ohne Aufzeigung von Einzelbeziehungen, wie sie die Typologie gibt, ist also ideenmäßig bereits in der sepulkralen K. der christl. Frühzeit vorgedeutet.

Die altchristliche K. bringt zunächst nur a.t. Szenen, mit Vorliebe der Genesis, zur Darstellung, und zwar in zusammenhängenden Zyklen (Beispiele [1, S. 30]). Für die latente Hindeutung der a.t. Szenen auf den N. B. bietet die Wiener Genesis (5. Jh.) ein interessantes Beispiel: die aus dem Paradies vertriebenen Stammeltern werden von einer weiblichen Gestalt begleitet, der Ecclesia (RDK I, Sp. 130, Abb. 4). – Seit dem A. 5. Jh. dringen immer stärker Szenen des N. B. in die Bilderzyklen ein. Auf den Holztüren von S. Sabina in Rom bestand wohl ursprünglich die eine Hälfte des Zyklus aus Szenen des A. B., die andere aus solchen des N. B. (J. Wiegand, Das altchristl. Hauptportal an der Kirche der hl. Sabina, Trier 1900, Taf. 1–3). Die Lipsanothek in Brescia vereint ohne erkennbare Ordnung zahlreiche Szenen des A. und N.B. [5, S. 502ff.], während die Kathedra des Maximian in Ravenna (M. 6. Jh.) Darstellungen aus dem Leben des Patriarchen Joseph und solche aus dem Leben Jesu zeigt (O. v. Falke, Pantheon 21, 1938, S. 149ff.).

In der ottonischen Zeit sind mit Vorliebe die Geschehnisse des N. B., vor allem das öffentliche Leben und die Wunder Jesu, dargestellt worden. Aus dem Reichenauer K.kreis geben davon die um 1000 ausgeführten Wandgemälde in der St. Georgskirche zu Oberzell Zeugnis, sowie die der Silvesterkirche zu Goldbach bei Überlingen und die Miniaturmalerei. Die literarischen Urkunden über den großen Bilderzyklus in der Palastkapelle zu Ingelheim (Schlosser, Schriftquellen Nr. 925) geben darüber Auskunft, daß die schon in der vorhergehenden Epoche anklingende Concordia sich durchgesetzt hat. Beispiele der Concordia aus dem A. 11. Jh. sind die Erztüren von St. Michael in Hildesheim (Teilabb. RDK I, Sp. 132, Abb. 6) und die uns durch Tituli überlieferte Bilderfolge für den Mainzer Dom (Schlosser, Schriftquellen Nr. 931). Aus der romanischen K. seien noch außer den Deckengemälden im Kapitelsaal zu Brauweiler mit Glaubenshelden des A. und N. B. (Clemen, Rom. Mon. Mal., S. 363ff.) vor allem die Radfenster-Darstellungen der zwei Rosetten des Südkreuzes am Straßburger Münster mit einer Gegenüberstellung des A. und N. B. erwähnt (Jos. Walter, Archives alsaciennes 7, 1928, p. 134), die in weitgehender Übereinstimmung im Hortus deliciarum wiederkehren [16, S. 65].

B. vom 13. Jh. bis zum Ausgang des Ma

Das 12. Jh. ist die eigentliche Geburtszeit der Typologie, d. h. der über die allgemeine Beziehung A. und N. B. hinausgehenden Gegenüberstellung einzelner Personen und Szenen des A.T. und des N.T. unter dem Gesichtspunkt, daß jeder Typ des N.T. im Alten einen Prototyp oder Antityp besitzt (Mâle I; – die beste Zusammenstellung der frühen typol. Zyklen geben Wilpert und H. Cornell, Biblia paunerum, Stockholm 1925; s. a. RDK I, Sp. 1079ff.).

Beeinflußt von der scholastischen Theologie der Zeit, werden die Figurenreihen an den Fassaden und Portalen der gotischen Kathedralen zu monumentalen Zyklen der Offenbarungen Gottes im A. und N. B., die um die zentrale Christusgestalt oder um die Muttergottes mit Kind gruppiert werden. An der Goldenen Pforte in Freiberg (c. 1230) erscheint Maria mit Kind inmitten des Tympanons mit den drei Königen, Gabriel und Joseph; Engel, Evangelisten und Apostel füllen die Archivolten, während die Figuren des A. B. am Gewände Platz gefunden haben.

An der Straßburger Westfassade nimmt Maria mit dem Jesuskind. umgeben von den Propheten, die dominierende Stellung ein, darüber Thron Salomos (O. Schmitt, Got. Skulpturen des Straßburger Münsters, 1924; über die Figurenzyklen der französ. Kathedralen vgl. A. Weis, Das Münster 1, 1947, S. 71 und Abb. 5). Die reiche Gestaltenwelt der Vorhalle des Freiburger Münsters gliedert sich um die Muttergottes mit Kind am Teilungspfosten des Portals mit den Patriarchen, a.t. Königen und Propheten in den Archivolten, an den Laibungen und in der Eingangshalle u. a. Ecclesia und Synagoge, im Tympanon das Weltgericht mit den 12 Aposteln und Szenen aus der Jugendgeschichte und Passion des Herrn (O. Schmitt, Got. Skulpturen d. Freiburger Münsters, 1926). Noch stärker als in Freiburg ist die strenge Systematik des 13. Jh. aufgelockert in Gmünd. Am nördl. Chorportal (1352ff.) ist die Passion Christi umgeben von den Martyrien der Apostel und anderer Heiliger dargestellt, am Gewände die klugen und törichten Jungfrauen; am Südportal das Jüngste Gericht mit den 12 Aposteln, in den Bogenläufen Engel mit den Passionswerkzeugen und die kleinen, am Gewände die großen Propheten.

Im 14. und 15. Jh. wird der überkommene Bilderschatz mit dem Eindringen spekulativer Gedankengänge ständig erweitert. Die schon mit dem Klosterneuburger Altaraufsatz (1181) eingeleitete Typologie bemächtigt sich des Stoffes, der sich namentlich in der Buchkunst (Armenbibel, RDK I, Sp. 1072ff., Concordantia caritatis des Ulrich von Lilienfeld; Defensorium b. M. Virginis; Heilsspiegel) breit machte und von dort aus die Glasmalerei und andere Kunstzweige in ihren Bann zog. Als ein weiteres, den N. B. charakterisierendes Motiv tritt in dieser Zeit die Darstellung des Meßopfers in Erscheinung, das, wie auf den Glasgemälden des 13. Jh. im Dom zu Meißen (Abb. 4–8) mit vorbildlichen Opferhandlungen des A. B. [1, S. 188] oder, wie auf Glasfenstern der Jakobikirche zu Rothenburg aus dem A. 15. Jh., mit Kreuzigung und Taufe bzw. mit dem Mannaregen und Abrahams Schoß in Beziehung gebracht wird (Burger-Schmitz-Beth II, Hdb. d. Kw., Abb. 351 u. 352). Unter den künstlerisch wertvollen Darstellungen des A. und N. B. ragen aus der Unzahl von Denkmälern zwei Flügel eines ehem. Altars mit dem Inhalt „Prophetie und Erfüllung“ in der Art des Bernhard Strigel in der Bad. Kunsthalle Karlsruhe hervor (Abb. 9).

C. seit der Reformation

Wenn auch die Reformationszeit die typologische Manier, die zu einer gedanklich überladenen Konstruktion ausartete, abgelehnt hat, so blieb die tiefeingewurzelte Vorstellung der Koinzidenz von A. und N. B. vereinzelt noch lebendig (Kanzeldeckel von 1616 in der Peterskirche zu Weilheim u. T. mit den vier Evangelisten und anderen Figuren des N. B. um die zentrale Gestalt des Moses mit den Gesetzestafeln gruppiert, Inv. Württ., Donaukreis II, S. 208; Emporenbrüstung in der Pfarrkirche zu Freudenstadt mit je 12 Geschehnissen des A. und N.B., 1604–08, RDK II, Sp. 1333/34, Abb. 3; Altar der Stadtkirche in Pirna von 1611 u.a.).

Der Barock setzt an die Stelle der alten Vorstellungen eine üppig wuchernde Symbolik, die uns zum erstenmal im A. 17. Jh. auf zwei großen Gedenktafeln des Bamberger Hofmalers Konrad Veit in der Kirche St. Getreu zu Bamberg entgegentritt, auf denen Szenen der Passion von typischen Handlungen und Gestalten aus dem A. B. umrahmt sind [1, S. 104]. Über weitere Beispiele dieser Symbolik im prot. wie im kathol. Raum vgl. Weber, Archiv f. christl. K. II, 1884, S. 78ff. und Bergner, S. 575.

Im 18. Jh. finden wir außer Einzeldarstellungen des A.B. (z. B. die 1768 entstandenen Fresken von Anton Franz Zeiler in der Pfarrkirche Straßen im Pustertal, Südtirol) und solchen des N. B., wie die Ecclesia triumphans von Cosmas Damian Asam in der Klosterkirche zu Weltenburg, auch Gegenüberstellungen der beiden Testamente, so im Osttrakt des Kreuzgangs von Ottobeuren mit 112 jeweils einander gegenüber gehängten Gemälden, auf denen Vorbilder und Verheißungen des A. B. den Erfüllungen im N. B. entsprechen. Fresken von Paul Troger (1729 oder später) in der Sakristei der ehem. Augustiner-Chorherren-Kirche St. Andrä an d. Traisen (Niederöst.) zeigen einen Engel, der das Feuer auf einem Opferaltar ausbläst mit der Umschrift „Destruit diruitque vetusta“ und einen Kelch mit Hostien, auf Engelsköpfen ruhend und von Engeln umgeben, dessen Bedeutung als Symbol des N. B. durch die Umschrift „Nova facta salutis“ unterstrichen wird. Von den zahlreichen barocken Abwandlungen des Themas seien noch erwähnt die Deckengemälde von Chr. Thomas Scheffler im Langhaus der Kirche zu Witzighausen (B. A. Neu-Ulm, Abb. 10) und die Gemälde und Stukkaturen der Stiftskirche zu Waldsassen: den großen Gemälde-Zyklus der Decke mit den Geheimnissen des Rosenkranzes umgeben Propheten und andere a.t. Gestalten, wie Moses und Salomo. Als Übergang zu den n.t. Darstellungen Sibyllen, auf den Bögen der sechs Seitenkapellen Personifikationen von Tugenden, in unmittelbarer Nachbarschaft des Deckenfreskos die vier Kardinaltugenden, in der Vierung die großen Kirchenväter. Das Chorgestühl vereint die Apostel und 12 Gestalten des A. B., darunter zwei weibliche (Judith und Susanna), (M. L. Lorenz O. Cist., Die Stiftskirche von Waldsassen Beata Maria, Waldsassen 1928). – Der Gedanke des A. u. N. B. liegt auch den Seitenfiguren des Hochaltars in Zwiefalten (1754) zugrunde, die auf der Epistelseite einen Hohenpriester, auf der Evangelienseite Papst Benedikt XIV. darstellen.

Über Illustrationen des A. und N.B. in historischer Auffassung s. Artikel „Bibelillustration“ RDK II, Sp. 478ff.

Zu den Abbildungen

1. Hieronymus Wierix (c. 1553–1619), Kupferstich, 1607. Berlin, Kk. Phot. Gustav Schwarz, Berlin-Halensee.

2. München, Staatsbibl., clm. 14159, Laudes s. crucis, um 1180. Nach A. Boeckler, Die Regensburg-Prüfeninger Buchmalerei Taf. 29.

3. Jan van Eyck, Der Lebensbrunnen oder Triumph der Kirche, um 1430. (Kopie?) Madrid, Prado. Phot. Anderson, Rom.

4. Meißen, Dom, Glasgemälde, 13. Jh. Photo Marburg.

5.-8. Details aus Abb. 4: Passahmahl, Abendmahl; Opfer des Elias, Einzug in Jerusalem. (Diese Scheibe ist offenbar einmal vertauscht worden, denn die in der Typologie dem Opfer des Elias entsprechende n.t. Szene ist das Pfingstwunder.) Phot. Marburg.

9. Karlsruhe, Bad. Kunsthalle, Altarflügel in der Art des Bernhard Strigel (1460–1528): Prophetie und Erfüllung. Phot. Walter Schmidt, Karlsruhe.

10. Christoph Thomas Scheffler, mittl. Deckengemälde in der Kirche zu Witzighausen (B. A. Neu-Ulm), 1740. Phot. Wilhelm Braun, Schwäbisch Gmünd.

Literatur

1. Künstle I. 2. Sauer, Symbolik. 3. Molsdorf, Christl. Symbolik. 4. P. Perdrizet, L’art symbolique du moyen-âge, Leipzig 1907. 5. Franz Xaver Kraus, Gesch. d. christl. K. I. 6. R. de Fleury, L’Evangile 2 Bde., Tours 1874. 7. Th. Ehrenstein, Das Alte Testament im Bild, Wien 1923. 8. W. Sparrow, The Old Testament in Art, 2 Bde. London 1905, 1906. 9. P. Wescher, Die Anfänge der a.t. Bilderfolge in der m.a. Buchmalerei, Freiburger Diss. 1924. 10. Pokrowski, Das Evangelium in den Denkmälern der Ikonographie, St. Petersburg 1892. 11. G. Sanoner, La bible racontée par les artistes du moyen-âge; Revue de l’art chrétien 1909–13. 12. Ders., La vie de Jésus-Christ; Revue de l’art chrétien 1905–08. 13. Alois Thomas, Darstellung Christi in der Kelter, Forschungen z. Volkskunde 20/21, Düsseldorf 1936. 14. Joh. Reil, Die altchristl. Bildzyklen des Lebens Jesu, Leipzig 1910. 15. Wilh. Neuß, Die katalanische Bibelillustration, Bonn 1922. 16. Otto Gillen, Ikonographische Studien zum Hortus deliciarum, Kw. Stud. Bd. 9, Berlin 1931. 17. Mâle I u. II. 18. Buchberger II, Sp. 632f.

Verweise