Akolythenleuchter

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englisch: Acolythe's candle; französisch: Chandelier d'acolyte; italienisch: Candelabro d'accolito.


Joseph Braun, S.J. (1934)

RDK I, 273–274


RDK I, 273, Metz 9. Jahrh.

Leuchter mit brennenden Kerzen, 2 an der Zahl, die bei der feierlichen Messe, von Akolythen (griech.: Diener) getragen, dem Zelebrans und seinen Ministri beim Hingang zum Altar vorausgehen und bei Absingung des Evangeliums den Diakon begleiten. Sonst stehen sie aber nicht auf dem Altar, sondern auf der Kredenz, einem neben diesem an der Epistelseite angebrachten Tischchen. Ihre Verwendung ist schon im 7. Jh. bezeugt; ihre Zahl betrug bei Pontifikalämtern bis zum 13. Jh. gewöhnlich 7. Von mittlerer Höhe, waren sie nach ihrer materiellen wie formalen Beschaffenheit den sonstigen Leuchtern gleich, nach Einführung von Altarleuchtern aber insbesondere eben diesen. Erhalten haben sich aus dem Mittelalter Leuchter, die als A. zu deuten wären, nur sehr wenige.

Zur Abbildung

Paris, Bibl. Nat., Liturgische Szene vom Deckel des Drogo-Sakramentars, Elfenbein, Metz um 855. Phot. Pfarrer Louis Weber, Reiningen (leicht vergrößert).

Literatur

Jos. Braun, Das christliche Altargerät, München 1931, S. 527f.

Verweise